DE4413760A1 - Trennvorrichtung für Rohre - Google Patents
Trennvorrichtung für RohreInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Trennvorrichtung für dünnwandige, stetig
vorgeschobene Rohre mit einer diese aufnehmenden, auf einem in einer
Führung vorschiebbaren Schlitten oder Wagen vorgesehenen Basis mit
einem das zu trennende Rohr umfassenden, kraftbetriebenen und mit
anlegbaren Werkzeugen bestückten Rotor, der in den freien Enden von
gegen das zu trennende Rohr vorschiebbaren Messerhebeln gelagerte
Kreismesser aufweist; zur Durchführung eines Trennvorganges sind
die Messerhebel durch eine im Schlitten bzw. Wagen angeordnete
Antriebsvorrichtung über eine die Basis und den Rotor durchgreifende
Stellbuchse kraftbetrieben gegen die Wandung des zu trennenden
Rohres führbar.
Es ist bekannt, fliegende Scheren und andere, mit konstanter Ge
schwindigkeit vorgeschobenes Gut bearbeitende und/oder trennende
Vorrichtungen in Schlitten bzw. Wagen vorzusehen, die periodisch
während des eigentlichen Arbeitsvorganges mit der Geschwindigkeit
des zu bearbeitenden Gutes vorgeschoben werden. Beim Trennen der
Rohre jedoch hat es sich gezeigt, daß, auch bei symmetrischem
Angriff mehrerer Werkzeuge, Sägen und auch Trennstähle, bei der
Anwendung auf dünnwandige Rohre deren Wandungen im Trennbereiche
zerstört bzw. stark verbogen werden können. Darüber hinaus hat es
sich gezeigt, daß bei einer derartigen Bearbeitungsvorrichtung eine
Anzahl von Antriebsvorrichtungen benötigt wird, die sich z. T. als
problematisch erweisen. Der Antrieb des die Basis der Bearbeitungs
vorrichtung tragenden Schlittens bzw. Wagens ist nicht kritisch,
er kann stationär angeordnet sein, so daß seine Steuerung und
Energieversorgung problemlos sind. Der Antrieb eines zu bearbeitende
Rohre umfassenden Rotors bietet praktisch auch nur geringe Schwie
rigkeiten: Dieser Antrieb kann auf dem Schlitten bzw. Wagen angeord
net sein und über flexible Leitungen bzw. Schläuche gespeist werden.
Als problematisch jedoch erweist sich der Antrieb dem Rotor zugeord
neter Bearbeitungswerkzeuge: Elektrische Zuführungen könnten über
Schleifringe großen Durchmessers erfolgen, die gegen Berührungs- und
Kurzschlußgefahr, bspw. durch abfliegende Späne, völlig zu
schützen bereits ein Problem an sich darstellt. Es gibt zwar auch
die Möglichkeit, entsprechende Anordnungen zur Zuführung eines
Druckmittels zu erstellen. Hier ergibt sich jedoch ein erheblicher
Aufwand bereits dann, wenn der Rotor von einem Zuführungsteil
vollständig umfaßt ist, und zumindest ebenso aufwendig erweist sich
eine periodisch gesteuerte, nur in bestimmten Stellungen kurzzeitig
wirksame und durch Ventile gesicherte Übertragung eines Druckmit
tels.
Mit den Merkmalen des Hauptpatentes läßt sich die Antriebsvorrich
tung bzw. lassen sich die Antriebsvorrichtungen quasi stationär auf
dem Wagen bzw. Schlitten anordnen, so daß deren Energievorsorgung
keine Schwierigkeiten bietet. Es hat sich jedoch hierbei gezeigt,
daß auch beiden den empfohlenen werkstückschonenden Trennvorrichtun
gen bei geringen Wandstärken zu trennender Rohre, insbesondere bei
kritisch weichen Werkstoffen im Trennbereiche unerwünschte Ver
formungen auftreten können.
Die Erfindung geht daher von der Aufgabe aus, dergleichen Verformun
gen mit geringem zusätzlichen Aufwande zu unterbinden.
Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruches
1. Es hat sich gezeigt, daß Kreismesser beim Anlegen auf Rohrmäntel
die geringsten lokalen Kräfte auf diese Rohrmäntel ausüben und bei
entsprechender Lagerung mitgeschleppt werden, so daß es eines
besonderen Antriebes der Messer nicht bedarf. Sie üben aber auch
nur geringe lokale Kräfte auf, und insbesondere bei symmetrischer
Anordnung ergibt sich üblicherweise ein sauberer Schnitt. Eine ggfs.
vorliegende Neigung zu unerwünschten Verformungen der Trennstellen
wird durch einen eingeführten, während des Trennvorganges an der
Trennstelle mit dem Rohr vorgeschobenen und in diesem geführten
Innendorn behoben, der an den Trennvorgang anschließend bis zur
folgenden Trennstelle zurückgezogen wird und den lichten Querschnitt
des zu trennenden Rohres im wesentlichen füllt und damit dessen
Wandung abstützt.
Die Erfindung weiterbildende vorteilhafte und zweckmäßige Maßnahmen
sind in dem Unteranspruch gekennzeichnet.
Erläutert werden die Merkmale der Erfindung anhand der Beschreibung
von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit diese darstellenden
Zeichnungen. Es zeigen hierbei:
Fig. 1 einen Teil der Basis einer Trennvorrichtung mit auf
dieser gelagertem Rotor und sie durchgreifender
Stellbuchse,
Fig. 2 einen am inneren Ende der Stellbuchse vorgesehenen
und durch diese betätigten Spreizkranz,
Fig. 3 frontal und teilweise geschnitten den Rotor der
Trennvorrichtung mit Spreizkranz und Stellbuchse,
Fig. 4 eine Rückansicht der Trennvorrichtung mit geschnit
ten gezeigtem, den Schwenkbereich bestimmenden Spin
deltrieb,
Fig. 5 im Halbschnitt eine Basis mit Rotor und einer axial
verschiebbaren Stellbuchse,
Fig. 6 schematisch eine Ansicht des Rotors der Fig. 5,
Fig. 7 eine Basis mit Rotor und axial verschiebbarer Stell
buchse, bei der die Stellbuchse auf einem mit dem
Rotor rotierenden Stellschieber einwirkt,
Fig. 8 schematisch eine Aufsicht auf den Rotor der Fig. 7,
Fig. 9 schematisch einen angetriebenen, Basis und Rotor
aufweisenden Wagen mit einem über Seile betriebenen,
im vorgeschobenen Rohre vorgesehenen Innendorn, und
Fig. 10 vergrößert eine Ansicht des Innendornes der Fig. 9.
In der Fig. 1 ist im axialen Vertikalschnitt eine Basis 1 gezeigt,
auf der vermittels von Wälzlagern 2 ein Rotor 3 gelagert ist. Der
Außenmantel des Rotors 3 ist mit einem Zahnkranz 4 versehen, in den
ein Zahnrad, Ritzel oder, im Ausführungsbeispiel, ein Zahnriemen
56 einer Antriebsvorrichtung eingreift, welche auf dem nicht darge
stellten Schlitten bzw. Wagen für den Drehantrieb des Rotors vor
gesehen ist. Im Rotor sind etwa symmetrisch bspw. vier Schwenkbolzen
5 gelagert, deren aus dem Rotor auskragende freien Enden drehfest
mit Messerhebeln 6 verbunden sind, in deren gabelartig angeordneten
freien Enden Kreismesser 7 gelagert sind.
Das zu trennende vorgeschobene Rohr wird zentral durch die Öffnung
der Basis und des Rotors geführt; die Außenabmessungen der zu
trennenden Rohre geringsten Außendurchmessers sind mit 8a bezeich
net, während die Abmessungen der größten zu trennenden Rohre mit
8b bezeichnet sind.
Die Schwenkbolzen 5 sind innerhalb des Rotors 3 jeweils mit einer
Kurbel 9 versehen, auf deren Bolzen Laufrollen 10 gelagert sind.
Diese Laufrollen 10 laufen während des Umlaufens des Rotors 3 auf
einem Spreizkranz 11 ab, der zur Bildung einer glatten Oberfläche
von einer Blattfeder 12 mit geringer Vorspannung umgriffen ist. Die
freien Enden der Blattfeder können hierbei kammartig ausgebildet
sein und mit den Streifen des einen Endes jeweils in Lücken des
anderen eingreifen. Wie insbesondere dem achsnormalen Schnitt der
Fig. 2 entnehmbar ist, besteht der Spreizkranz 11 aus dem etwas
verstärkten vorderen Ende der Stellbuchse 14, in das äquidistant
eine Reihe von Ausnehmungen eingearbeitet ist, die nach innen durch
schräge Rampen 16 begrenzt sind. Über der Stellbuchse 14 sind
Segmente 13 angeordnet, die jeweils eine Ausnehmung aufweisen, die
durch eine Rampe 15 definiert sind. Die Segmente 13 stützen sich
mittels ihrer Rampen 15 über zylindrische Wälzkörper 17 auf die
Rampen 16 der Stellbuchse 14 ab. Wie Fig. 1 zeigt, ist diese Stell
buchse innerhalb der Basis 1 axial definiert geführt drehbar gela
gert. Die Segmente 13 sind mit seitlichen Vorsprüngen 13a ausgestat
tet und halten sich mit diesen in radial zur Achse gehaltenen Nuten
der Basis, wie dies in Fig. 1 unten gezeigt ist. Damit sind die
Segmente 13 im wesentlichen ortsfest und jedenfalls nicht um die
Achse der Trennvorrichtung drehbar gehalten, während die Stellbuchse
14 verdrehbar ist.
In ihrer Ausgangsstellung liegen die Wälzkörper 17 jeweils in den
tiefsten Bereichen der Rampen 15 bzw. 16 auf, und der gebildete
Spreizkranz 11 hat seinen geringsten Durchmesser. Das bedeutet, daß
die Laufrollen 10, bspw. durch Federvorspannung, in Richtung auf
die zentrale Achse hin vorgeschwenkt zur Auflage auf der Blattfeder
12 gelangen und über die Kurbeln 9 die Schwenkbolzen 5 zurückgedreht
und die Messerhebel 6 mit den Kreismessern 7 abgehoben werden. In
diesem Zustand bspw. kann der die Basis 1 tragende Schlitten bzw.
Wagen in seine Ausgangsposition zurückgefahren werden. Zur Durch
führung des Schnittes wird er dann in gleicher Geschwindigkeit mit
dem zu schneidenden Rohr vorgeschoben, und mittels des Stellhebels
19 wird die Stellbuchse 14 geringfügig verdreht. Hierbei werden die
Rampen 15 und 16 entsprechend gegeneinander verschoben, und die
zylindrischen Wälzkörper laufen jeweils aus den tiefsten Stellen
der Rampenpaare hoch und heben hiermit die Segmente 13 an, welche
damit die sie umfassende Blattfeder 12 aufspreizen. Damit aber
laufen nunmehr die Laufrollen 10 über einen größeren Durchmesser
und schwenken über die Kurbeln 9 die Schwenkbolzen 5 und mit ihnen
die Messerhebel 6, so daß die Kreismesser 7 nunmehr gegen die
Wandung des zu trennenden Rohres angestellt werden und dieses beim
weiteren Anstellen der Messerhebel 6 durchtrennen. Zur weiteren
Stabilisierung der den Laufrollen 10 durch die Blattfeder 12 gebote
nen Laufbahn sind gemäß Fig. 2 je zwei einander benachbarte Segmente
13 durch Federn 18 gelenkig miteinander verbunden.
Fig. 3 stellt mit ihrem Halbschnitt des Rotors in der linken, eine
Ansicht darstellenden Hälfte, das Anstellen der Messerhebel 6 und
das Eindringen der Kreismesser 7 dar, während der Schnitt der
rechten Hälfte die auf der Blattfeder 12 des Spreizkranzes 10
ablaufenden, auf Kurbeln 9 gelagerten Laufrollen zeigt. Obwohl die
Phase mit vorgeschobenem Kreismesser dem gespreizten Zustande des
Spreizkranzes 11 entspricht, sind zur besseren Darstellung der
Wirkungsweise der Rampen 15, 16 die Stellbuchse 14 und die Segmente
13 in Stellungen gezeigt, in denen die Wälzkörper 17 in den tiefsten
Bereichen der Rampen sicher abstützen, also der eingezogenen Stel
lung des Spreizkranzes 11.
Die Rückansicht der Fig. 4 erläutert die Trennvorrichtung nochmals.
Sie zeigt die die Vorrichtung umgreifenden und abdeckenden Stahl
platten ebenso wie die in der Basis 1 gelagerte Stellbuchse 14, die
mit einem Stellhebel 19 fest verbunden ist. Dieser Stellhebel 19
ist mittels eines Bolzens und von diesem durchgriffenen Auges mit
der Kolbenstange 20 eines Druckmittelzylinders 21 gekoppelt, die
in einer Gabel eines Supports 22 eines mit einem Handrad 23 ver
stellbaren Spindeltriebes 24 abgestützt ist. Damit ergibt sich
folgende Arbeitsweise: Der Druckmittelzylinder 21 liefert nur jenen
Teil der Stellbewegung, welcher zum Durchtrennen des Rohres erfor
derlich ist, und bestimmt damit den eigentlichen Arbeitsbereich.
Die Einstellung auf den Durchmesser des zu trennenden Rohres jedoch
wird für eine Reihe von Schnittvorgängen konstant gehalten und
manuell mittels des Handrades 23 bewirkt und nach erfolgter Ein
stellung vermittels der Arretierung 25 durch Klemmen des Supports
fixiert. Damit wird also für eine Reihe von Schnittvorgängen eine
gemeinsame Ausgangsstellung rein mechanisch bestimmt, in der die
Kreismesser sich noch in entsprechendem Abstande von der Wandung
des mit vorgegebener Abmessung zugeführten zu trennenden Rohres
befinden. Zum Schneiden selbst wird dann der Hub des Druckmittel
zylinders nur benutzt, um das Kreismesser über einen geringen
Stellweg an die Wandung des zu trennenden Rohres heranzuführen und
im Verlaufe des Schneidvorganges durch die Wandung zu führen. Der
manuell die Voreinstellung bewirkende Spindeltrieb 24 befindet sich
auf dem Schlitten bzw. Wagen und läßt sich daher in der Ausgangs
stellung des Wagens leicht und schnell auf gewünschte Werte ein
stellen und anschließend arretieren, und auch die Versorgung des
Druckmittelzylinders bietet keine Probleme, da dieser wagen- bzw.
schlittenfest angeordnet ist, so daß die Bewegung der umlaufenden
Teile des Rotors durch auf den Schlitten bzw. Wagen angeordnete
Antriebsvorrichtungen bewirkbar ist.
Anhand der Fig. 5 und 6 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
Trennvorrichtung beschrieben, bei der, abweichend von der bereits
beschriebenen Trennvorrichtung, die Anstellung der trennenden
Werkzeuge durch axiales Verschieben der Stellbuchse bewirkt wird.
Zur Erleichterung der Übersicht sind Teile gleicher Funktion auch
mit gleichen Referenznummern bezeichnet.
In der Basis 1 ist axial verschiebbar die Stellbuchse 14 gehalten.
Die Basis ist nach links durch ein zentrisch zur Vorschubachse zu
trennender Rohre angeordnetes Stützrohr 26 verlängert, in dem durch
einen nicht dargestellten, wagen- bzw. schlittenfest angeordneten
Antrieb schwenkbar ein Schubrohr 27 gelagert ist. Über ein Wälzlager
29 ist das Schubrohr 27 mit der Stellbuchse 14 verbunden, so daß
beim Stellvorgang entstehende axiale Verschiebungen des Schubrohres
27 der Stellbuchse 14 übermittelt werden, ohne daß sie an Drehungen
des Schubrohres teilnimmt. Entlang des Umfanges des Schubrohres 27
sind auf dessen Mantel Rollen 28 gelagert, die jeweils in eine
schlitzförmige Kulisse des Stützrohres 26 eingreifen. Wird nunmehr
das Schubrohr 27 um einen Schwenkweg verstellt, so läuft hierbei
die mit ihm verbundene Rolle 28 in der ortsfesten Kulisse des
Stützrohres 26 ab und liefert zu der bewirkten Verdrehung eine
dieser proportionale axiale Verschiebung. Diese wird über das
Wälzlager 29 der Stellbuchse 14 mitgeteilt, während die ursprüng
liche Drehbewegung hierbei nicht übertragen wird, sondern die
Stellbuchse 14 mit dem Rotor 3 umläuft.
Wie bereits erläutert ist auf der Basis 1 vermittels von Wälzlagern
2 ein Rotor 3 gelagert, der durch eine nicht dargestellte Antriebs
vorrichtung über einen Zahnriemen 56 mittels eines Zahnkranzes 4
drehangetrieben wird. Auf das vordere Ende der Stellbuchse 14 sind
Zahnstangen 30 aufgesetzt. Der Rotor seinerseits ist mit Winkel
trieben 31 ausgestattet, die mit Zahnsegmenten 32 in die Verzahnung
der Zahnstangen 30 eingreifen, und die Abtriebswellen der Winkel
triebe 31 sind mit Zahnrädern 33 versehen, die, wie insbesondere
die Aufsicht der Fig. 6 zeigt, in Zahnkranzabschnitte 34 der Mes
serhebel 6 eingreifen.
Damit wird folgendes erreicht: Bei einer axialen Verschiebung der
drehfest, jedoch axial verschiebbar mit dem Rotor 3 verbundenen
Stellbuchse 14 nimmt diese vermittels der Zahnstangen 30 die Zahn
segmente der Winkeltriebe 31 mit und verstellt diese. Dieser Ver
stellung wird über die Zahnräder 33 und Zahnkranzabschnitte 34 den
Messerhebeln 6 übermittelt, so daß diese praktisch durch Verdrehen
des Schubrohres 27 anstellbar sind und damit die Aufgabe gelöst ist,
die Anstellung der Kreismesser 7 durch eine Antriebsvorrichtung zu
bewirken, die nicht Teil des Rotors ist, sondern die sich hierbei
ergebenden Schwierigkeiten vermeidet, indem sie wagen- bzw. schlit
tenfest angeordnet ist.
Dieses Ausführungsbeispiel läßt sich vereinfachen und auch der im
Betriebe sich ergebende Verschleiß senken und damit die Standzeit
erhöhen, indem auf Lösungen zurückgegriffen wird, die anhand der
Fig. 7 und 8 erläutert werden. Auch hier wird eine Basis 1 einge
setzt, auf der vermittels von Wälzlagern 2 ein Rotor 3 gelagert ist,
der über einen Zahnkranz 4 mittels eines Ritzels, einer Laschenkette
oder, besser, eines Zahnriemens 56 antreibbar ist, und auch hier
ist der Stator 1 von einer Stellbuchse 14 durchgriffen, welche das
Anstellen von Kreismessern 7 durch axiales Verschieben derselben
bewirkt und durch eine wagen- bzw. schlittenstationäre Antriebs
vorrichtung betreibbar ist.
In der Fig. 7 ist die Basis mit einem Tragring 35 ausgestattet, dem,
durch eine Kugel 36 abgestützt, ein mit der Stellbuchse 14 ver
bundener Stützring 37 gegenübersteht. Die Kugeln laufen in auch in
Fig. 8 gezeigten Rinnen, die als Grund gegen die Achsnormale geneig
te Rampen 38 aufweisen. Diese in Umfangsrichtung verlaufenden Rampen
38 sind zu ihrer Veranschaulichung im unten dargestellten Halb
schnitt mit einer Kugel 36 zwischen Ringen 35, 37 in einer in
Umfangsrichtung geführten Abwicklung senkrecht dargestellt. Bei
einem Verdrehen des Stützringes 37 und damit auch der mit diesem
verbundenen Stellbuchse 14 mittels eines wagen- bzw. schlittenfesten
Antriebsmotors 39 gegen den basisfesten Stützring 35 laufen die
Kugeln 36 auf den einander gegenüberstehenden Rampen 38 von Tragring
und Stützring ab und verschieben die Stellbuchse 14 axial nach
links.
Der Rotor 3 ist mit einem Stellschieber 40 ausgestattet, der von
ihm axial verschiebbar gehalten ist. Der Stellschieber 40 ist mit
Bolzen umgehenden Federn 41 versehen, die in Ausnehmungen des Rotors
3 eingreifen und dem Stellschieber sowohl eine Vorspannung nach
rechts erteilen als auch ihn an der Drehung des Rotors beteiligen.
Mit einem Ansatz hintergreift der Stellschieber 40 einen Ansatz der
Stellbuchse 14 und stützt sich auf diesen, die relative Drehung des
Rotors und Stellschiebers durch ein Wälzlager 42 aufnehmend, ab.
Der Stellschieber 40 weist hierbei an seinem freien Ende einen
Ringwulst 43 auf, der von einem im Rotor gelagerten Winkelhebel 44
hintergriffen ist. Der zweite Hebelarm dieser Winkelhebel ist an
einen in einem Führungsstück 45 linear verschiebbaren Stößel 46
angelenkt, der durch eine Feder vorgespannt ist.
Damit ergibt sich die folgende Wirkungsweise: Verstellt der wagen
fest angeordnete Antriebsmotor 39 den Stützring 37, so werden dessen
Drehungen der Stellbuchse 14 übermittelt; über das Wälzlager 42
jedoch ergeben sich hieraus keine Auswirkungen. Das Verdrehen des
Stützringes 37 jedoch bewirkt eine Verschiebung der stützenden Kugel
36 entlang der schrägen Rampen 38, so daß zusätzlich zur Drehbe
wegung eine axiale Verschiebung tritt, an der die Stellbuchse
ebenfalls teilnimmt, und die sie über das Wälzlager 42 dem mit dem
Rotor 3 umlaufenden Stellschieber 40 übermittelt. Dessen Ringwulst
43 liegt an dem kürzeren Hebelarm des Winkelhebels 44 auf und ver
schwenkt diesen im Linkssinne, so daß der zweite, längere Hebelarm
den Stößel 46 vorwärts schiebt und damit das Kreismesser 7 gegen
die Wandung des zu trennenden Rohres 8 legt und beim weiteren
Vorschieben, von diesem mitgeschleppt, dessen Wandung durchtrennt.
Beim Trennen dünnwandiger Rohre hat es sich jedoch gezeigt, daß ein
bördel- und gratfreies Schneiden vermittels der Kreismesser 7 ohne
Auflage, die als Innendorn ausgeführt sein kann, nicht immer möglich
ist. Dieser Innendorn läßt sich in das zu schneidende Rohr 8 ein
bringen und während des üblichen Vorschubes des gefertigten Rohres
durch ein Seil halten, das mit Beginn des Vorschubes der Trennvor
richtung freigegeben wird, so daß der Innendorn während des Schneid
vorganges mit der Trennvorrichtung und dem Rohr vorwärts zu wandern
vermag, und nach Durchführung des Schneidvorganges mit dem ihn
haltenden Seil kraftgetrieben zurückziehen.
Eine derartige Anordnung ist anhand der Fig. 9 erläutert, welche
das fertige, geschlossene Rohr 8 ebenso darstellt wie linksseitig
eine Zwischenphase der Rohrformung, bei der der Rohrmantel noch
nicht geschlossen ist und die beiden Schenkel des gebogenen Profils
einen nach oben offenen Schlitz bilden. Die das Rohr formenden
Profilrollen sowie die die Mantelnaht schließenden Schweißeinrich
tungen sind zur Vereinfachung der Zeichnung nicht dargestellt.
Gezeigt sind dagegen Führungsschienen 47, auf denen ein Wagen 48
läuft, welcher die Basis 1 der Trennvorrichtung sowie den in dieser
gelagerten Rotor 3 zeigt. Zum Durchführen des Trennens vorgeschoben
wird der Wagen 48 bspw. mittels eines Hydraulikzylinders 49.
Der Innendornes 54 ist schematisch mit einem solchen Durchmesser
ausgeführt, daß er die lichte Weite des Rohres 8 praktisch ausfüllt,
aber noch innerhalb des Rohres 8 beweglich ist. Wird nun ein Trenn
vorgang durchgeführt, so wird mittels des Hydraulikzylinders 49 der
Wagen 48 mit der Basis 1 und damit dem die Trennwerkzeuge auf
weisende Rotor 3 mit der gleichen Geschwindigkeit vorgeschoben, mit
der auch das Rohr 8 vorgeschoben wird, so daß nach dem Prinzip des
fliegenden Schnittes die Trennwerkzeuge sich gegen das Rohr nicht
verschieben und auch der mit dem Rohr 8 vorgeschobene Innendorn 54
an der Trennstelle als "innere Auflage" bzw. Gegenlage gegen den
Druck der Trennwerkzeuge verbleibt.
Ist der Trennvorgang durchgeführt, so wird, wie oben beschrieben,
der Wagen 48 in seine Ausgangsstellung zurückgezogen und verbleibt
in dieser, bis seine Trennwerkzeuge in der für die nächste Trenn
stelle vorgegebenen Position zum Rohr stehen. Auch der Innendorn
54 wird hierbei mittels des Seiles 50 in seine Ausgangsposition
zurückgezogen und verbleibt hier bis zum Eintreffen der als nächster
vorgesehenen Trennstelle.
Der Antrieb des Seiles erfolgt hier von einem Elektromotor 51 aus,
der eine Rolle 52 antreibt, die ihrerseits ein durch eine Gegenrolle
gespanntes endloses Seil 53 mitnimmt. Das Seil ist mit einem Mit
nehmer 55 ausgestattet, an dem das Seil 50 angreift. So wird durch
Linksdrehen der Rolle 52 das Seil 50 nachgelassen, sobald der
zurückgezogene Innendorn 54 die folgend vorbestimmte Trennstelle
erreicht hat, und von nun an wird das Seil 50 derart nachgelassen,
daß der Innendorn bis zur Durchführung des Trennschnittes in die
Position des Rohres 8 verbleibt und das Vollendung des Schnittes
mittels des Seiles 50 wieder zurückgezogen wird.
Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, das Seil 50 mit der gleichen
Geschwindigkeit frei zu geben, mit der das Rohr 8 vorgeschoben wird,
und es genügt ein Rückzug bis in jene Position, die auch dem Rückhub
des Wagen 48 entspricht, und in dieser kann das Eintreffen der
nächstbestimmten Trennstelle des Rohres 8 abgewartet werden. Beim
Antrieb mittels endlosen Bandes hat es sich bewährt, daß besondere
Umschaltmechanismen nicht erforderlich sind, da mit Passieren des
Mitnehmers 55 einer der Rollen auch die Bewegungsrichtung des Seiles
umgekehrt wird. Der Elektromotor läßt sich auf die Geschwindigkeit
sowohl des Rohres 8 als auch des Wagens 48 in seiner Geschwindigkeit
abstellen oder auf diese einregeln. Es besteht aber auch die Mög
lichkeit, einen Hydraulikmotor zu verwenden, der ggfs. mit dem
Hydraulikzylinder 49 in Serie betreibbar ist, so daß zwangsläufig
gleiche oder wenigstens einander entsprechende Wege erzielbar sind.
Es ist aber auch möglich, mittels von Umkehrantrieben, bspw. mittels
von auf einer Walze gegenläufig aufgewickelter Seile, die jeweilige
Rückzugbewegung des Innendornes 54 von der Bewegung des Wagen 48
direkt abzuleiten.
Es hat sich gezeigt, daß zweckmäßig der Innendorn 54 gemäß Fig. 10
im wesentlichen aus Kunststoff besteht und im Schneidbereich der
Kreismesser 7 einen Mantel 56 aus hochfestem Stahl aufweist, welcher
zweckmäßig einen gegenüber den Kunststoffbereichen geringfügig
verringerten Durchmesser aufweist, so daß während des Verschiebens
des Innendornes im Rohr 8 nur dessen Kunststoffbereiche im Rohr
innern anliegen und Beschädigungen der Innenfläche der Wandung des
Rohres vermieden werden. Andererseits hat es sich bewährt, den
Mantel 56 zwar aus hochfestem Stahl zu fertigen, jedoch aus einem
Stahl, dessen Härte die der Kreismesser 7 unterschreitet, so daß
diese zwar auf einem festen Untergrund schneiden, der jedoch die
Schneidfähigkeit der Schneidkanten der Kreismesser 7 nicht beein
trächtigt.
Die Erfindung ist einer Reihe weiterer Wandlungen und Varianten
fähig: Wesentlich ist, daß zwar die Werkzeuge im ständig rotierenden
Rotor angeordnet sind, die Werkzeuge betätigende bzw. vorschiebende
Antriebe jedoch stationär bzw. quasi-stationär, bspw. im Schlitten
oder Wagen, angeordnet sind, so daß deren Versorgung sowie Steuerung
einfach bewirkbar sind, und daß aufgabengemäß auch bei problemati
schem Schneidgut, insbesondere bei dünnwandigen Rohren, ein bördel- und
gratfreies Trennen durch Einbeziehen einer Auflage eines Innen
dornes möglich ist.
Claims (3)
1. Trennvorrichtung für insbesondere dünnwandige, stetig vor
geschobene Rohre mit einer diese aufnehmenden, auf einem in
einer Führung vorschiebbaren Schlitten oder Wagen vorgesehenen
Basis mit einem das zu trennende Rohr umfassenden, kraftbetrie
benen mit anlegbaren Werkzeugen bestückten Rotor, der in den
freien Enden von gegen das zu trennende Rohr vorschiebbaren
Messerhebeln gelagerte Kreismesser aufweist; zur Durchführung
eines Trennvorganges sind die Messerhebel durch eine im Schlit
ten bzw. Wagen angeordnete Antriebsvorrichtung über eine die
Basis und den Rotor durchgreifende Stellbuchse kraftbetrieben
gegen die Wandung des zu trennenden Rohres führbar,
dadurch gekennzeichnet,
daß im zu trennenden Rohr (8) ein Innendorn (54) geführt ist,
der mittels eines Seiles (50) gehalten ist, das über einen
Spalt des noch nicht geschlossenen Rohres mit einer gesonder
ten, zu der des Wagens (48) parallel oder synchron betriebenen
Antriebsvorrichtung (58) oder der des Wagens (48) oder Schlit
tens verbunden ist.
2. Trennvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Seil (50) antriebsmäßig mit dem Wagen (48) bzw. dem
Schlitten und/oder deren Antriebsvorrichtung (49) verbunden
ist.
3. Trennvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Innendorn (54) zylindrisch ausgebildet ist, aus Kunst
stoff besteht und mit seinem Durchmesser der Weite des jeweili
gen Rohres (8) angepaßt ist, und daß er im jeweils im Bereiche
der Kreismesser (7) geführten Längenbereich einen aus Stahl
bestehenden Mantel (56) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4413760A DE4413760A1 (de) | 1992-10-21 | 1994-04-21 | Trennvorrichtung für Rohre |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924235525 DE4235525A1 (de) | 1992-10-21 | 1992-10-21 | Trennvorrichtung für Rohre |
| DE4413760A DE4413760A1 (de) | 1992-10-21 | 1994-04-21 | Trennvorrichtung für Rohre |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4413760A1 true DE4413760A1 (de) | 1995-10-26 |
Family
ID=6470998
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924235525 Withdrawn DE4235525A1 (de) | 1992-10-21 | 1992-10-21 | Trennvorrichtung für Rohre |
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Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924235525 Withdrawn DE4235525A1 (de) | 1992-10-21 | 1992-10-21 | Trennvorrichtung für Rohre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE4235525A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10057689A1 (de) * | 2000-11-21 | 2002-06-06 | Benteler Automobiltechnik Gmbh | Verfahren zum maßgerechten endseitigen Beschneiden eines gebogenen metallischen rohrförmigen Hohlkörpers und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
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-
1994
- 1994-04-21 DE DE4413760A patent/DE4413760A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10057689A1 (de) * | 2000-11-21 | 2002-06-06 | Benteler Automobiltechnik Gmbh | Verfahren zum maßgerechten endseitigen Beschneiden eines gebogenen metallischen rohrförmigen Hohlkörpers und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
| DE10057689C2 (de) * | 2000-11-21 | 2002-10-17 | Benteler Automobiltechnik Gmbh | Verfahren zum maßgerechten endseitigen Beschneiden eines gebogenen metallischen rohrförmigen Hohlkörpers und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4235525A1 (de) | 1994-05-05 |
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