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DE4411167A1 - Zweiteiliges Geschoß - Google Patents

Zweiteiliges Geschoß

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Publication number
DE4411167A1
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DE
Germany
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propellant
ignition
propellant charge
projectile according
cartridge
Prior art date
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Application number
DE4411167A
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English (en)
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DE4411167B4 (de
Inventor
Graham Richard Roach
Stephen Richard Fuller
Charles David Gareth Edwards
Steven Gilbert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Qinetiq Ltd
Original Assignee
UK Secretary of State for Defence
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Publication date
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Publication of DE4411167A1 publication Critical patent/DE4411167A1/de
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Publication of DE4411167B4 publication Critical patent/DE4411167B4/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/02Cartridges, i.e. cases with charge and missile
    • F42B5/18Caseless ammunition; Cartridges having combustible cases
    • F42B5/181Caseless ammunition; Cartridges having combustible cases consisting of a combustible casing wall and a metal base; Connectors therefor
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/38Separately-loaded propellant charges, e.g. cartridge bags
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C19/00Details of fuzes
    • F42C19/08Primers; Detonators
    • F42C19/0823Primers or igniters for the initiation or the propellant charge in a cartridged ammunition
    • F42C19/0826Primers or igniters for the initiation or the propellant charge in a cartridged ammunition comprising an elongated perforated tube, i.e. flame tube, for the transmission of the initial energy to the propellant charge, e.g. used for artillery shells and kinetic energy penetrators
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F42C19/00Details of fuzes
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    • F42C19/0823Primers or igniters for the initiation or the propellant charge in a cartridged ammunition
    • F42C19/0834Arrangements of a multiplicity of primers or detonators dispersed within a propellant charge for increased efficiency

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Geschosse, bei denen Treibladung in zwei getrennten Kartuschen untergebracht ist, und sie betrifft speziell ein Geschoß, wie es im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegeben ist.
Eine vornehmliche Aufgabe für den normalen Kampfpanzer ist es, Gelände zu erobern und zu halten. Um dies zu erreichen, muß er die Fähig­ keit besitzen, feindliche Panzerungen zu überwinden. In der letzten Zeit hat es nun erhebliche Verbesserungen in der Wirksamkeit von Panzerhüllen gegeben, und um diesen Verbesserungen zu begegnen und sicherzustellen, daß der Kampfpanzer diese Fähigkeit behält, sind entsprechende Verbesserungen der Leistungsfähigkeit von Munitionssystemen mit fester Treibladung für Panzerkanonen erforderlich. Solche Verbesserungen sind bislang in der Hauptsache durch eine Kombination aus erheblicher Erhöhung des Treibla­ dungsgewichts und Verwendung sehr langer Eindringkörper erzielt worden, um die gesteigerte kinetische Energie pro Flächeneinheit aufzubringen, die notwendig ist, um moderne Panzerhüllen zu überwinden. Aufgrund mehrerer Faktoren, in der Hauptsache wegen der Notwendigkeit, die Vereinbarkeit eines neuen Systems mit abgeänderten existierenden Kampfpanzerkonstruktio­ nen sicherzustellen, ergeben sich Einschränkungen für den maximal zulässi­ gen Geschoßdurchmesser, und so muß zur Unterbringung einer vergrößerten Treibladung die Gesamtlänge der Geschosse vergrößert werden.
Um die Handhabung solcher Geschosse und ihre Lagerung innerhalb eines Fahrzeugs zu erleichtern, ist es, in manchen Fällen, erforderlich, das Geschoß in zwei Teile aufzuspalten. Alle modernen Systeme verwenden Kartuschenhülsen, die entweder gänzlich oder teilweise verbrennbar sind, und diese müssen ein gewisses Maß an rauher Behandlung überleben und kön­ nen gelegentlich naß werden oder Feuchtigkeit ausgesetzt sein. Um sicher­ zustellen, daß die in den beiden Kartuschen enthaltenen Treibladungen und pyrotechnischen Elemente hinreichend geschützt sind, ist es erforderlich, robuste und wasserfeste Kartuschenhülsen vorzusehen.
Im allgemeinen ist der Ballistikfachmann bestrebt, Systeme zu entwerfen, die eine glatte, ununterbrochene Zündung des gesamten in der Schießkammer enthaltenen Treibmittels erzielen. Bei einem zweiteiligen System, bei dem das einzige Mittel zur Treibladungszündung im Hinterteil der Primärkartusche untergebracht ist, verzögert die Einführung von dick­ wandigen verbrennbaren Kappen zur Trennung der beiden Treibladungen von­ einander die Zündung des Treibmittels in der Sekundärkartusche, und dies kann zur Ausbildung von Druckwellen führen, die in Extremfällen eine sol­ che Stärke erreichen können, daß sie imstande sind, Geschütz oder Projek­ til zu beschädigen. Der letzte Fall kann Anlaß geben zur Detonation eines explosiven Projektils, während es sich noch im Lauf befindet. Die Verwen­ dung weniger dicker Trennwände zur Milderung dieses Problems macht die Kartuschen jedoch anfälliger für Feuchtigkeit und Beschädigung während der Handhabung.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein robustes zweiteiliges Geschoß zu schaffen, bei dem sich die Zündung des Treibmittels in kontrollierter Weise vollzieht, so daß die Tendenz zur Entstehung nachteiliger Druckwel­ len vermindert ist und die zur Ausbreitung der Zündung über die gesamte Treibladung erforderliche Zeit verkürzt wird.
Die gestellte Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch ein Geschoß, wie es im Patentanspruch 1 angegeben ist; vorteilhafte Weiter­ bildungen der Erfindung sind aus den Unteransprüchen ersichtlich.
So wird gemäß der Erfindung ein Geschoß geschaffen mit einer Pri­ märkartusche, die eine erste Treibladung und ein Treibmittelzündsystem einschließt, und einer Sekundärkartusche, die ein Projektil und eine zwei­ te Treibladung einschließt, wobei die beiden Kartuschen so in ein Rohr ladbar sind, daß das hintere Ende der Sekundärkartusche anschließend an das vordere Ende der Primärkartusche zu liegen kommt, und in einer Kartu­ sche außerdem ein Treibladungszünder so untergebracht ist, daß er sich bei geladenem Geschoß zwischen der ersten und der zweiten Treibladung befin­ det, das Treibmittelzündsystem Zündungsübertragungsmittel zum Weiterleiten der Zündung von der Rückseite der Primärkartusche zum Treibladungszünder aufweist und der Treibladungszünder Zündungsfortpflanzungsmittel zum seit­ lichen Ausbreiten der Zündung aufweist, so daß die Zündung sowohl der ersten als auch der zweiten Treibladung durch den Treibladungszünder aus­ gelöst wird.
Während des Ladevorgangs können die beiden Kartuschen getrennt bleiben, oder sie können in der Schießkammer oder in einem Selbstlader mit­ einander verbunden werden, um das gemeinsame Entfernen der Kartuschen zu erleichtern, wenn es notwendig werden sollte, das komplette Geschoß zu entladen.
Die Anwesenheit von Zündungsfortpflanzungsmitteln gewährleistet sehr rasche und gleichmäßige Fortpflanzung der Zündung von der Mittelachse nach außen. Die Auslösung verbreitet sich rascher als bei herkömmlichen Zündern aus in Segmente aufgespaltenem Gewebebeuteln. Infolgedessen werden alle Partien des Treibladungszünders im wesentlichen gleichzeitig ausge­ löst. Das stellt sicher, daß die Zündung der Treibladung transversal über die Kartusche hinweg im wesentlichen gleichzeitig erfolgt, und führt außerdem zu einem raschen Aufbau von zum Durchbrechen der verbrennbaren Kappen zwischen den beiden Kartuschen ausreichendem Druck, so daß das Zün­ den der ersten und der zweiten Treibladung nahezu gleichzeitig bewirkt wird. Die Verzögerung zwischen der Zündung der beiden Treibladungen, die bei anderen zweiteiligen Systemen auftritt, wird so wirksam verkleinert, und die Tendenz zum Entstehen von unerwünschten Druckwellen beim Abschie­ ßen des Geschosses wird so dramatisch verringert.
Der Treibladungszünder kann entweder in der Primärkartusche vor der ersten Treibladung oder in der Sekundärkartusche hinter der zweiten Treibladung angeordnet sein. Jedoch müssen bei der zweiten Bauform die Zündungsübertragungsmittel Zündungskopplungsmittel wie ein Zündrohr oder elektrische Kontakte aufweisen, um die Zündung vom vorderen Ende der ersten Treibladung zum Zünder in der zweiten Treibladung zu übertragen. Eine Konfiguration, bei der sich der Treibladungszünder am vorderen Ende der Primärkartusche befindet, ist einfacher und daher weniger anfällig für Fehlauslösung und somit vorzuziehen.
Eine geeignete Zündungsfortpflanzungseinrichtung enthält wenig­ stens ein verbrennbares oder sonst verzehrbares Fortpflanzungsmittel, das sich transversal durch zündbares Material im Treibladungszünder erstreckt. Verzehrbare Mittel für eine Fortpflanzung der Zündung nach außen haben den Vorteil, daß sie nach dem Abschuß wenig Rückstand im Geschützrohr hinter­ lassen. Zündschnur stellt ein bequemes verzehrbares Material dar, das eine besonders rasche Zündungsausbreitung vom Zentrum nach außen ermöglicht.
Alternativ dazu kann zu den Zündungsfortpflanzungsmitteln ein Verteilerrohr mit nach außen verlaufenden Kanälen (34) gehören, die vom vorderen Ende der Zündungsübertragungsmittel zu zündbarem Material inner­ halb des Treibladungszünders führen. Wenn so rasch wie möglich ein voll­ ständiges Zünden des Treibladungszünders bewirkt werden soll, kann vor­ zugsweise im Verteilerrohr eine Hilfsladung aus pyrotechnischem Material untergebracht werden, die durch die Zündungsübertragungsmittel gezündet wird und dadurch heiße Gase und Teilchen durch die nach außen verlaufenden Kanäle strömen läßt, um die Zündung des Treibladungszünders zu erleich­ tern.
Die gleichzeitige Transversalzündung von Treibmittel in einer Kartusche, wie sie sich durch die Verwendung eines Treibladungszünders erreichen läßt, der eingeschobene Zündungsfortpflanzungsmittel enthält, um in der oben beschriebenen Weise eine rasche seitliche Zündungsausbreitung zu erreichen, kann auch für sich ausgenutzt werden, wenn zum Beispiel ein Geschoß mit nicht zerstörbaren Endkappen verwendet werden soll, indem Zünder am vorderen Ende der Primärkartusche bzw. am hinteren Ende der Sekundärkartusche in Kombination mit Zündungskopplungsmitteln wie etwa einem Zündrohr oder elektrischen Kontakten zur Zündungsübertragung von der Primärkartusche zum Zünder in der Sekundärkartusche vorgesehen werden.
Um eine wirksame Zündung sowohl der ersten als auch der zweiten Treibladung zu erleichtern, enthält der Treibladungszünder vorzugsweise Schießpulver oder ein Material mit ähnlichen Verbrennungseigenschaften.
Um die Menge des nach dem Abschießen eines solchen Geschosses im Geschützrohr verbleibenden Materials zu vermindern, können die Zündungs­ übertragungsmittel vorzugsweise verbrennbares oder sonst verzehrbares Material aufweisen. In einer verbrennbaren Hülse enthaltene Zündschnur stellt ein bequemes verzehrbares Material dar. Zündschnur hat den Vorteil einer raschen Zündungsübertragung vom hinteren Ende der Primärkartusche zum Treibladungszünder, wodurch sich die Verzögerung zwischen dem Zünden des Auslösers und der Zündung der beiden Treibladungen vermindert. Die verbrennbare Hülse dient zum Schutz der Zündschnur vor Beschädigung, und sie hinterläßt nur sehr wenig Rückstand im Geschützrohr nach dem Verschießen des Geschosses.
Ein effektiver Schutz jedes Teils des Geschosses gegen Verunrei­ nigung während der Lagerung und der Handhabung jeder Kartusche erfordert ein robustes Gehäuse für die Aufnahme des Treibmittels. Die Rückstände im Geschützrohr nach dem Verschießen des Geschosses lassen sich vermindern, wenn die Gehäuse überwiegend aus verbrennbarem Material hergestellt sind. Ein typisches Kartuschengehäuse weist eine zylindrische Außenhülse auf, die an beiden Enden dicht abgeschlossen ist und die Treibladung und das Zündsystem aufnimmt. Das Hinterende der Primärkartusche ist am besten ein metallener Stutzen oder etwas Ähnliches, und das Vorderende der Sekundär­ kartusche wird wirksam abgedichtet durch das Projektil, aber die zylindri­ sche Außenhülle einer oder beider Kartuschen und die Mittel zum Abschlie­ ßen des vorderen Endes der Primärkartusche und des hinteren Endes der Se­ kundärkartusche bestehen zweckmäßig aus einem verbrennbaren Material.
Folglich sind die erste Treibladung und das Treibmittelzündsystem und der Treibladungszünder, wenn er in der Primärkartusche angeordnet ist, vorzugsweise in einem Gehäuse mit einem hohlen zylindrischen Rohr aus ver­ brennbarem Material enthalten, das am vorderen Ende der Primärkartusche durch eine Schicht aus verbrennbarem Material nahe der Vorderkante des hohlen zylindrischen Rohres abgeschlossen ist. Die zweite Treibladung ist vorzugsweise in einem ähnlichen Gehäuse mit einem hohlen zylindrischen Rohr aus verbrennbarem Material enthalten, das am hinteren Ende der Sekun­ därkartusche durch eine Schicht aus verbrennbarem Material nahe der Hin­ terkante des hohlen zylindrischen Rohres abgeschlossen ist.
Um die zum Zünden der Treibladung verfügbare Energie zu konzen­ trieren und so das Durchbrechen etwaiger das Zündsystem von der Treibla­ dung und insbesondere von der zweiten Treibladung trennender Barrieren zu erleichtern, ist es bevorzugt, den Aufbau von Druck innerhalb des Treib­ ladungszünders zuzulassen, bevor die Zündung der Treibladung ausgelöst wird. Um dies zu ermöglichen und die pyrotechnische Füllung zu schützen und zu halten, wird so vorzugsweise der Treibladungszünder durch Behälter­ elemente im wesentlichen eingeschlossen und von der ersten Treibladung isoliert. Die Behälterelemente bestehen vorzugsweise aus verbrennbarem Material. Das vermindert wiederum die im Geschützrohr nach dem Schuß ver­ bleibenden Rückstände. Ebenso ist es notwendig, einen Gasaustritt nach rückwärts durch jegliche in Verbindung mit den Zündungsübertragungsmitteln möglicherweise vorhandene Öffnung hindurch in den Behälterelementen auf einem Minimum zu halten, und zu diesem Zweck weist der Treibladungszünder vorzugsweise Mittel zum Einschränken des Durchgangs von Zündprodukten vom Treibladungszünder nach rückwärts entlang der Richtung der Zündungsüber­ tragungsmittel auf.
Da es eine besondere Notwendigkeit gibt, Feuchtigkeit von den Ge­ schossen fernzuhalten, ist das die Treibladung oder den Treibladungszünder enthaltende verbrennbare Material vorzugsweise im wesentlichen nicht po­ rös. Ein geeignetes im wesentlichen nicht poröses Material, das mit einer passend raschen Geschwindigkeit abbrennt und wenig Rückstände im Geschütz­ rohr hinterläßt, besteht aus Papier, Nitrozellulose und einem Kunststoff­ bindemittel enthält. Das fertige Gehäuse wird außen vorzugsweise mit einem wasserdichten Lack überzogen.
Das Geschoß kann Eingriffsmittel zum Verbinden des vorderen Endes der Primärkartusche mit dem hinteren Ende der Sekundärkartusche aufweisen, so daß für den Fall, daß das geladene Geschoß nicht abgefeuert wird, ein Herausziehen der Primärkartusche aus dem Geschützrohr automatisch zu einem Herausziehen auch der Sekundärkartusche führt. Außerdem kann in der Praxis ein Geschützsystem mit einem Bereich von zweiteiligen Geschossen für un­ terschiedliche Zwecke ausgerüstet sein, und eine solche Anordnung erlaubt dann nötigenfalls ein Herausziehen und Ersetzen eines Geschosses, um die Art des geladenen Geschosses zu wechseln. Die Verbindung zwischen den beiden Kartuschen kann in der Schießkammer oder in einem Automatiklader vor dem Laden des Geschosses in die Schießkammer vorgenommen werden.
Um sicherzustellen, daß die Zündung des Treibmittels transversal quer über das Geschoß im wesentlichen gleichzeitig erfolgt, nimmt der Treibladungszünder vorzugsweise im wesentlichen die gesamte Querschnitts­ fläche in Transversalrichtung des Geschosses ein.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung und ihrer Vorteile werden nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung bevorzugte Ausführungsbei­ spiele näher beschrieben; dabei zeigen in der Zeichnung:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Geschoß gemäß der Erfindung mit einem nur im Umriß dargestellten Zündsystem,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den vordersten Teil der Primärkartu­ sche des Geschosses von Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt durch den in Fig. 2 gezeigten Treibladungs­ zünder entlang der Schnittlinie A-A,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch den vordersten Teil eines alternativen Zündsystems, und
Fig. 5 einen Längsschnitt durch den vordersten Teil noch eines anderen alternativen Zündsystems.
In Fig. 1 ist ein gemäß der Erfindung ausgebildetes Geschoß in einem Längsschnitt dargestellt; dabei ist der vordere Teil des Projektils weggelassen, und das Zündsystem wird nur im Umriß gezeigt. Das dargestell­ te Geschoß weist eine Primärkartusche 2 mit einer verbrennbaren äußeren Hülle 9 und eine Sekundärkartusche 1 mit einer verbrennbaren äußeren Hülle 5 auf. Im vorderen Ende der Sekundärkartusche 1 ist ein langes stabförmi­ ges Projektil 6 angeordnet, das in einem Schuh 4 gehalten ist. Eine Treib­ ladung aus Treibmittelstäben 8, die nicht alle dargestellt sind, ist in der Hülle 5 untergebracht, und als Abschluß für das hintere Ende der Sekundär­ kartusche 1 ist dort eine verbrennbare Kappe 17 in die Hülle 5 eingesetzt.
Auf das von einem mit der Kappe 17 verklebten Projektilträger 11 an seinem Platz gehaltene Hinterende des Projektils 6 ist eine Rippeneinheit 7 auf­ geschraubt. Auch die Primärkartusche 2 enthält Treibmittelstäbe 8, und sie weist an ihrem hinteren Ende ein Stutzengehäuse 3 auf, der fest mit dem hinteren Ende der Hülle 9 verbunden ist. Die Primärkartusche 2 nimmt ein Treibmittelzündsystem mit einem elektrischen Zünder 10 und Zündungsüber­ tragungsmittel 13 auf, die durch eine in einem verbrennbaren Rohr 14 (Fig. 2) untergebrachte Zündschnur 12 gebildet sind und mit einem Treibladungs­ zünder 16 verbunden sind, wie dies im folgenden näher beschrieben wird.
Der Treibladungszünder 16 und der vorderste Teil der Primärkartu­ sche 2 sind in Fig. 2 in einem Längsschnitt gezeigt. Zwei verbrennbare Kappen 18 und 20 sind dadurch miteinander verbunden, daß sie mit einem ringförmigen Streifen 19 und einem Verteilerblock 24 verklebt sind. Die Bauteile 18, 19 und 20 sind aus Kraftpapier und Nitrozellulosepulpe mit einem Gehalt von 14 Gewichts-% an Kunstharz-Bindemittel hergestellt. Das Verhältnis von Nitrozellulose zu Kraftpapier ist etwa 2 : 1 in Gewichts­ teilen. Die Dicke der Kappen 18 und 20 beträgt 3,0 mm. Der Raum zwischen den beiden Kappen 18 und 20 wird von Schießpulver 22 eingenommen. Für ein 120 mm Geschoß haben sich 100 g G7-Pulver als ausreichend erwiesen. Dieser vorderste Teil des Zündsystems ist mit der Innenfläche der hinteren Hülle 9 verbunden. Ein Teil der Hinterseite des Verteilerblocks 24 ragt durch die Kappe 20 hindurch und ist mit dem Rohr 14 verklebt. Die Zündschnur 12, die in dem Rohr 14 enthalten ist, reicht in einen axialen Durchlaß im Ver­ teilerblock 24 hinein, wo sie endet. Vier radiale Kanäle 30 im Block 24 verlaufen von dem axialen Durchlaß 28 radial nach außen und ermöglichen den Enden von zwei Stücken Zündschnur 26 einen Kontakt mit der im axialen Durchlaß 28 befindlichen Zündschnur 12. Das verbrennbare Rohr 14 verläuft entlang der Länge der Primärkartusche 2 des Geschosses und endet an deren hinterem Ende am Stutzengehäuse 3, wobei die Zündschnur 12 an dieser Stel­ le mit dem elektrischen Zünder 10 verbunden ist.
Die Hüllen 5 und 9, das Rohr 14 und die Kappe 17 sind alle aus derselben harzgebundenen Mischung von Kraftpapier und Nitrozellulose her­ gestellt wie die Kappen 18 und 20.
Wenn das in Fig. 1, 2 und 3 gezeigte Geschoß abgefeuert werden soll, werden die Kartuschen 1 und 2 so durch die Ladeöffnung eines Ge­ schützlaufs hindurch geladen, daß die Sekundärkartusche 1 vor (d. h. näher zur Mündung) der Primärkartusche 1 liegt. Dabei kann die Sekundärkartusche 1 in den Geschützlauf gestoßen und die Primärkartusche 2 nachgeschoben werden. Alternativ dazu können die Kartuschen 1 und 2 gemeinsam geladen werden, wobei die Primäkartusche 2 die Sekundärkartusche 1 vor sich her schiebt. Wenn durch den elektrischen Zünder 10 ein elektrischer Strom geleitet wird, wird die Zündschnur 12 gezündet und überträgt die Zündung rasch zum Treibladungszünder 16. Das Rohr 14 verhindert eine unmittelbare Zündung der Treibmittelstäbe 8 in der Primärkartusche 2 durch die brennen­ de Zündschnur. Wenn die Zündung den in dem axialen Durchlaß 28 im Vertei­ lerblock 24 liegenden Abschnitt der Zündschnur 12 erreicht hat, werden die Enden der Zündschnüre 26 gezündet. Die Zündschnüre 26 verbreiten die Zündung rasch nach außen über das Schießpulver 22, das in sehr kurzer Zeit insgesamt zu brennen beginnt. Der axiale Durchlaß 28 im Verteilerblock 24 ist gerade groß genug dimensioniert, um einen Durchgang der Zündschnur 12 zu gestatten, so daß der Durchtritt von Verbrennungsprodukten vom Treibla­ dungszünder 16 zurück in das Rohr 14 beschränkt bleibt und sichergestellt ist, daß die Energie im Treibladungszünder 16 konzentriert wird.
Dank des Umstandes, daß das Schießpulver 22 zwischen den Kappen 18 und 20 eingeschlossen ist, baut sich Druck auf, bevor die Zündung von irgendwelchem Treibmittel ausgelöst wird. Dadurch, daß ein Aufbau von Temperatur und Druck zwischen den Kappen 18 und 20 zugelassen und dann plötzlich freigesetzt wird, wenn die Kappen 18 und 20 bersten, kommt es zu einer raschen Übertragung der Zündung auf die Treibmittelstäbe 8 in der Primärkartusche 2. Diese plötzliche Freisetzung von komprimierten heißen Gasen durchbricht und zündet außerdem die Kappe 17 in der Sekundärkartu­ sche 1 und zündet die Treibmittelstäbe 8 in der Sekundärkartusche 1. Die Zündung des Treibmittels erfolgt sowohl in der Primärkartusche 2 als auch in der Sekundärkartusche 1 des Geschosses im wesentlichen gleichzeitig. Dann breitet sich die Zündung im Treibmittel gleichförmig aus, und der entstehende Gasdruck schießt das Projektil 6 und den Schuh 4 aus dem Lauf. Alle anderen Komponenten des Geschosses außer dem Stutzengehäuse 3 und dem Verteilerblock 24 bestehen aus verbrennbarem Material und werden aufge­ braucht. Der Verteilerblock 24 wird durch die rasch expandierenden heißen Gase, die beim Verbrennen des Treibmittels entstehen, aus dem Lauf heraus­ geschleudert. Das Stutzengehäuse wird dann aus dem Lauf herausgenommen, und ein neues Geschoß für den nächsten Schuß kann geladen werden.
Eine alternative Ausführungsform zu der in Fig. 1, 2 und gezeig­ ten ist in Fig. 4 dargestellt. Dort sind nur der Treibladungszünder 16 und der vorderste Teil der Primärkartusche 2 wiedergegeben, weil der Rest des Geschosses identisch ist mit dem in Fig. 1 gezeigten, und gleiche Bauteile sind mit gleichen Bezugszahlen bezeichnet. Ein zentral angeordneter Ver­ teiler 32 liegt zwischen zwei Kappen 18 und 20, die mittels eines ringför­ migen Streifens 19 zusammengeklebt sind. Dieses Ensemble ist am hinteren Ende der Hülle 9 auf deren Innenfläche aufgeklebt. Der Verteiler 32 ent­ hält eine zentrale Kammer 36, in der eine Hilfsladung untergebracht ist, die einen dünnwandigen verbrennbaren Behälter 37 aufweist, in dem sich eine kleine Menge Schießpulver 22 befindet. An das hintere Ende des Be­ hälters 37 ist das vordere Ende eines Stücks Zündschnur 12 angeklebt, um die Übertragung der Zündung auf das Schießpulver 22 im Behälter 37 zu er­ leichtern. In radialer Richtung gehen von der Kammer 36 vier Kanäle 34 aus, die in den mit Schießpulver 22 gefüllten Raum zwischen den Kappen 18 und 20 führen.
Nachdem die Zündung an das vordere Ende der Zündschnur 12 weiter­ gegeben worden ist, brennt der Behälter 37 ab, wodurch die Zündung des Schießpulvers 22 im Behälter 37 möglich wird. Dann werden durch die Kanäle 34 hindurch heiße Gase und Teilchen ausgestoßen und entzünden das Schieß­ pulver 22 zwischen den Kappen 18 und 20. Auf der Rückseite der Hilfsladung weist der Verteiler 32 einen Abschnitt 42 mit reduziertem Innendurchmesser auf, der die Kammer 36 teilweise abschließt und einen Durchlaß 43 fest­ legt. Dies schränkt den Durchtritt der heißen Gase und Teilchen zurück in das verbrennbare Rohr 14 ein und stellt sicher, daß der Großteil der Gase und Teilchen durch die Kanäle 34 hindurch ausgestoßen wird. Die Zündung breitet sich durch das Schießpulver 22 hindurch in seitlicher Richtung rasch aus, und der Durchlaß 43 auf der Rückseite des Verteilers 32 dient nun dazu, den Durchgang von Verbrennungsprodukten vom Treibladungszünder 16 zurück in das Rohr 14 zu beschränken und sicherzustellen, daß die Energie im Treibladungszünder 16 konzentriert wird. Sodann läuft die Zündung des Treibmittels in beiden Teilen des Geschosses so ab, wie dies oben beschrieben worden ist.
Eine weitere alternative Ausführungsform zu den in Fig. 1, 2, 3 und 4 gezeigten ist in Fig. 5 dargestellt. Gezeigt werden der Treibla­ dungszünder 16 und der vorderste Teil der Primärkartusche 2 sowie deren hinterster Abschnitt im Bereich des Stutzengehäuses 3. Soweit Bauteile denen in früher behandelten Ausführungsformen ähneln, sind sie mit glei­ chen Bezugszahlen bezeichnet.
Ein zentral angeordneter Verteiler 32, der gleich ausgeführt ist wie der in Fig. 4 veranschaulichte, ist zwischen zwei Kappen 18 und 20 an­ geordnet, die mittels eines ringförmigen Streifens 19 zusammengeklebt sind und einen Schießpulver 22 enthaltenden Raum festlegen. In einer zentralen Kammer 36 im Verteiler 32 ist eine Hilfsladung 38 untergebracht, zu der ein dünnwandiger verbrennbarer Behälter 37 gehört, in dem eine kleine Menge Schießpulver 22 enthalten ist.
Bei dieser Ausführungsform ist das Zündungsübertragungsmittel eine Zündröhre, die aus einem verbrennbaren Rohr 14 aufgebaut ist, das entlang der Länge der Primärkartusche 2 des Geschosses verläuft und an seinem hinteren Ende eine mit einem elektrischen Zünder 10 verbundene Zündladung 40 enthält. Auf der dem hinteren Ende der Hilfsladung 38 zuge­ wandten Seite weist der Verteiler 32 einen Abschnitt 42 mit verringertem Innendurchmesser auf und legt so einen Durchlaß 43 fest, durch den ein Rückschlag von durch das Zünden des vor diesem Abschnitt befindlichen Schießpulvers erzeugten heißen Gasen und Teilchen in das Rohr 14 hinein verhindert wird. Um ein Zünden der Hilfsladung 38 mittels eines Zündrohr­ mechanismus zu erleichtern, erstreckt sich die Ladung nach hinten über den Abschnitt 42 mit verringertem Innendurchmesser hinaus, und ist der am wei­ testen hinten liegende Teil des Behälters 37 eine leicht zu zerbrechende Papierscheibe 44.
Beim Abfeuern des Geschosses zündet der elektrische Zünder 10 die Zündladung 40. Flamme und brennende Teilchen werden das Rohr 14 entlang zum hinteren Ende der Hilfsladung 38 transportiert, die Papierscheibe 44 birst und verbrennt anschließend zusammen mit dem Rest des brennbaren Be­ hälters 37, und das Schießpulver innerhalb des hinteren Stücks der Hilfs­ ladung 38 wird gezündet. Die Zündung pflanzt sich durch den Durchlaß 43 hindurch rasch fort zu dem im vor dem Abschnitt 42 mit verringertem Innen­ durchmesser befindlichen Teil der Hilfsladung 38 enthaltenen Schießpulver. Dann werden heiße Gase und Teilchen durch die Kanäle 34 im Verteiler 32 hindurch ausgestoßen, und die Zündung pflanzt sich in der oben beschriebe­ nen Weise fort.
Bei allen oben beschriebenen Ausführungsformen kann eine rasche und wirksame Übertragung der Zündung zwischen der Primärkartusche und der Sekundärkartusche stattfinden, und dank des Umstandes, daß die Treibla­ dungszündung vom vorderen Ende der Primärkartusche aus in beiden Kartu­ schen nahezu gleichzeitig ausgelöst wird, ist die Tendenz zum Aufbau un­ günstiger Druckwellen während des Abbrennens des Treibmittels vermindert.
Abgesehen von dem Projektil 6 und dem Schuh 4, die beim Abschuß aus dem Geschützrohr ausgestoßen werden, und dem Stutzengehäuse 3 und je nach Ausführungsform dem Verteilerblock 24 oder dem Verteiler 32 sind alle Komponenten des Geschosses aus verbrennbarem Material hergestellt. Diese Komponenten verbrennen daher beim Abfeuern des Geschosses und hinterlassen lediglich Trümmer, die zusammen mit dem Verteilerblock 24 oder dem Vertei­ ler 32 beim Durchgang der rasch expendierenden Gase aus dem Geschützrohr herausgekehrt werden, die beim Abbrennen des Treibmittels entstehen.
In bevorzugter Ausführung läßt sich der Gegenstand der Erfindung zusammenfassend beschreiben als ein zweiteiliges Geschoß, das eine vordere Kartusche mit einem Projektil und einer Treibladung, eine hintere Kartu­ sche mit einer Treibladung und einem Treibmittelzündsystem und einem Treibladungszünder aufweist, der so angeordnet ist, daß er sich zwischen der ersten und der zweiten Treibladung befindet, wenn das Geschoß geladen ist. Dabei enthält das Treibmittelzündsystem Zündungsübertragungsmittel zum Übertragen der Zündung von der Hinterseite der hinteren Kartusche zum Treibladungszünder, und dieser weist Zündungsfortpflanzungsmittel, vor­ zugsweise in Form einer Zündschnur, zum seitlichen Ausbreiten der Zündung auf, um das rasche gleichzeitige Zünden beider Treibladungen zu erleich­ tern.

Claims (21)

1. Geschoß mit
  • - einer Primärkartusche (2), die eine erste Treibladung und ein Treib­ mittelzündsystem einschließt, und
  • - einer Sekundärkartusche (1), die ein Projektil und eine zweite Treib­ ladung einschließt, wobei die beiden Kartuschen so in ein Rohr ladbar sind, daß das hintere Ende der Sekundärkartusche anschließend an das vordere Ende der Primär­ kartusche zu liegen kommt,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einer Kartusche außerdem ein Treibladungszünder (16) so unterge­ bracht ist, daß er sich bei geladenem Geschoß zwischen der ersten und der zweiten Treibladung befindet,
daß das Treibmittelzündsystem Zündungsübertragungsmittel (13) zum Wei­ terleiten der Zündung von der Rückseite der Primärkartusche (2) zum Treibladungszünder (16) aufweist und
daß der Treibladungszünder (16) Zündungsfortpflanzungsmittel zum seit­ lichen Ausbreiten der Zündung aufweist, so daß die Zündung sowohl der ersten als auch der zweiten Treibladung durch den Treibladungs­ zünder (16) ausgelöst wird.
2. Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Treibladungszünder (16) im wesentlichen am vorderen Ende der Primärkartusche (2) angeordnet ist.
3. Geschoß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zu den Zündungsfortpflanzungsmitteln wenigstens ein verzehrbares Fortpflanzungsmittel (26) gehört, das sich transversal durch den Treibladungszünder (16) erstreckt.
4. Geschoß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens eine Fortpflanzungsmittel (26) eine Zündschnur ist.
5. Geschoß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zu den Zündungsfortpflanzungsmitteln ein Verteilerrohr (32) mit nach außen verlaufenden Kanälen (34) gehört.
6. Geschoß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Verteilerrohr (32) eine Hilfsladung (22) aus pyrotechnischem Material untergebracht ist.
7. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Treibladungszünder (16) Schießpulver (22) enthält.
8. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündungsübertragungsmittel (13) verzehrbares Material aufweisen.
9. Geschoß nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem verzehrbaren Material eine in einer verbrennbaren Hülse (14) enthaltene Zündschnur (12) gehört.
10. Geschoß nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zu dem verzehrbaren Material ein verbrennbares Zündrohr gehört.
11. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Treibladung und das Treibmittelzündsystem in einem Gehäuse mit einem hohlen zylindrischen Rohr (9) aus verbrennbarem Material enthalten sind, das am vorderen Ende der Primärkartusche (2) durch eine Schicht aus verbrennbarem Material abgeschlossen ist.
12. Geschoß nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich der Treibladungszünder (16) in dem Gehäuse untergebracht ist.
13. Geschoß nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Treibladungszünder (16) durch Behälterelemente (18, 20) im we­ sentlichen eingeschlossen und von der ersten Treibladung isoliert ist.
14. Geschoß nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Treibladungszünder (16) außerdem Mittel (43) zum Einschränken des Durchgangs von Zündprodukten vom Treibladungszünder nach rück­ wärts entlang der Richtung der Zündungsübertragungsmittel (13) auf­ weist.
15. Geschoß nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälterelemente (18, 20) aus verbrennbarem Material bestehen.
16. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Treibladung in einem Gehäuse (5) mit einem hohlen zylindrischen Rohr aus verbrennbarem Material enthalten ist, das am hinteren Ende der Sekundärkartusche (1) durch eine Schicht (17) aus verbrennbarem Material abgeschlossen ist.
17. Geschoß nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das verbrennbare Material im wesentlichen nicht porös ist.
18. Geschoß nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das verbrennbare Material Papier, Nitrozellulose und ein Kunststoff­ bindemittel enthält.
19. Geschoß nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das verbrennbare Material auf der Außenseite mit einer wasserfesten Substanz überzogen ist.
20. Geschoß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Treibladungszünder (16) im wesentlichen die gesamte Querschnitts­ fläche in Transversalrichtung des Geschosses einnimmt.
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