DE4408246A1 - Dichtelement für druckbeaufschlagte Bauelemente - Google Patents
Dichtelement für druckbeaufschlagte BauelementeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Dichtelement aus Metall mit
mindestens zwei Dichtflächen für druckbeaufschlagte
Bauelemente, das einen Verbindungsbereich zweier Bau
elemente relativ zu einer Umgebung abdichtet und bei
dem jeweils eine der Dichtflächen jeweils einem der
Bauelemente zugewandt anordenbar ist.
Zur Abdichtung derartiger Bauelemente ist es grundsätz
lich möglich, Dichtelemente aus einem
Packungswerkstoff, wie expandiertes Graphit, oder aus
Metall zu verwenden. Bekannte Dichtelemente aus Metall
sind beispielsweise ringförmig angeordnet und werden
zwischen die miteinander zu verbindenden Bauelemente
eingespannt. Durch diese erforderliche Anordnung
wird jedoch der konstruktive Freiraum bei der Verwen
dung der Dichtelemente erheblich eingeschränkt. Darüber
hinaus können insbesondere bei hohen Drücken oft keine
ausreichenden Abdichtqualitäten bereitgestellt werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein
Dichtelement der einleitend genannten Art derart zu
konstruieren, daß die Flexibilität bei der Verwendung
erhöht und die Abdichtqualität verbessert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
im Bereich der Dichtflächen mit Außenwölbungen verse
hene Anlageflächen vorgesehen sind und daß mindestens
eine der Anlageflächen als Abrollkontur bei einer Ver
spannung der Bauelemente durch eine elastische Verfor
mung des Dichtelementes relativ zu einem der Bauelemen
te eine Anpreßdichtung ausbildet.
Durch die nach außen gewölbten Anlageflächen wird bei
einer Druckbeaufschlagung des Dichtelementes durch ein
Gegeneinanderpressen der abzudichtenden Bauelemente
stets für eine ausreichende Anlage an den Bauelementen
gesorgt. Durch die Geometrie des Dichtelementes wird
sichergestellt, daß entsprechende Druckbeaufschlagungen
stets zu einer Verspannung des Dichtelementes relativ
zu den Bauelementen führen. Durch eine geeignete Mate
rialauswahl kann dafür Sorge getragen werden, daß im
Bereich der Anlage des Dichtelementes an den Bauelemen
ten eine flächige gegenseitige Beaufschlagung erfolgt.
Die Verformung des Dichtelementes in diesem Bereich
erfolgt jedoch überwiegend in einem elastischen Be
reich, so daß bei einem Lösen der Verbindung weitgehend
die ursprüngliche Konturgebung des Dichtelementes wie
der eingenommen wird.
Das Dichtelement ist aufgrund seiner konstruktiven Ge
staltung insbesondere auch dafür geeignet, im Bereich
hoher auftretender Temperaturen eingesetzt zu werden.
Anwendungen im Bereich von Armaturen, Flanschen, Pum
pen, Behältern oder Kesseln können beispielsweise in
einem Temperaturbereich von etwa 600 Grad Celsius er
folgen. Darüber hinaus sind Druckbereiche abdichtbar,
die bei Dampfdrücken im Bereich von 300 Bar und bei
Wasserdrücken im Bereich von 600 Bar liegen. Konventio
nell verwendete Graphitdichtungen würden bei diesen
Temperaturbereichen nur eingeschränkt verwendet werden
können.
Eine günstige Krafteinleitung wird dadurch ermöglicht,
daß die Anlageflächen im Bereich eines Ringsegmentes
angeordnet sind, das von einem Rohrsegment gehaltert
ist.
Eine Aufweitung des Ringsegmentes bei einer Druck
beaufschlagung wird dadurch unterstützt, daß das Rohr
segment Schlitze aufweist, die sich im wesentlichen in
Richtung einer Gehäuselängsachse der Bauelemente er
strecken.
Zur Nutzung von Keilkräften zur Erzeugung von Anpreß
drücken wird vorgeschlagen, daß die eine Anlagefläche
im wesentlichen schräg zur Gehäuselängsachse und die
andere Andruckfläche im wesentlichen parallel zur Ge
häuselängsachse angeordnet ist.
Eine definierte elastische Materialverformung wird da
durch unterstützt, daß im Bereich einer von der Anlage
fläche aufgespannten Umfangskontur zwischen dem Ring
segment und einem das Rohrsegment halternden Dichtungs
kopf eine Materialverjüngung angeordnet ist.
Zur Vermeidung eines Auftretens von Kerbkräften wird
vorgeschlagen, daß jeder der Schlitze im Bereich seiner
dem Ringsegment zugewandten Ausdehnung in eine Bohrung
übergeleitet ist.
Eine Montage und Demontage wird dadurch erleichtert,
daß sich durch das Rohrsegment mindestens eine Bohrung
zur Aufnahme eines Stiftes hindurcherstreckt.
Gemäß einer anderen Ausführungsform wird zur Ausnutzung
des abzudichtenden Druckes für eine zusätzliche Anpreß
kraft der Dichtung vorgesehen, daß das Ringsegment un
mittelbar in den Dichtungskopf einmündet.
Eine zweckmäßige Geometrie wird dadurch bereitgestellt,
daß der Dichtungskopf in Richtung der Gehäuselängsachse
eine stärkere Dimensionierung aufweist, als das Ring
segment quer zur Gehäuselängsachse.
Zur Abdichtung relativ zu einem Außengehäuse wird vor
geschlagen, daß das Ringsegment im Bereich seiner dem
Dichtungskopf abgewandten seitlichen Ausdehnung mit der
Anlagefläche versehen ist.
Die Abdichtung relativ zu einem inneren Element erfolgt
dadurch, daß der Dichtungskopf mit der Anlagefläche
versehen ist.
Zur Ermöglichung einer mechanischen Verspannung des
Dichtelementes wird vorgeschlagen, daß das Ringsegment
im Bereich seiner der Anlagefläche abgewandten Ausdeh
nung mit einer Auflauffläche versehen ist, die schräg
zur Gehäuselängsachse angeordnet ist.
Ein günstiger Kraftlinienverlauf innerhalb des Dicht
elementes wird dadurch bereitgestellt, daß das
Ringsegment in Richtung auf den Dichtungskopf eine zu
nehmende Materialdicke aufweist.
Zur Gewährleistung eines wirkungsgradgünstigen Einsat
zes des abzudichtenden Überdruckes für Dichtungszwecke
wird vorgeschlagen, daß das Ringsegment außenseitig mit
einer Materialausnehmung versehen ist.
Die Materialbeständigkeit kann dadurch erhöht werden,
daß mindestens im Bereich einer der Anlageflächen eine
Metallbeschichtung angeordnet ist.
Zur Vermeidung eines Auftretens von Kerbkräften im
Übergangsbereich des Ringsegmentes in den Dichtungskopf
wird vorgeschlagen, daß das Ringsegment L-förmig in den
Dichtungskopf übergeleitet ist und daß im Bereich einer
vom Ringsegment und dem Dichtungskopf aufgespannten
Übergangskontur ein gerundeter Wandungsverlauf vorgese
hen ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfin
dung schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise Darstellung eines Querschnittes
durch einen Absperrschieber, der mit einem
Dichtelement ausgestattet ist, das entlang
einer Keilfläche geführt ist,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit II
in Fig. 1,
Fig. 3 eine modifizierte Darstellung des Absperr
schiebers gemäß Fig. 1, bei dem ein von einem
Andruckring verspanntes Dichtelement verwendet
wird
und
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit IV
in Fig. 3.
Gemäß der Ausführungsform in Fig. 1 ist das Dichtele
ment (1) im Bereich einer Armatur (2) angeordnet, die
mit einem Absperrschieber (3) in ein Rohr (4) hinein
ragt. Der Absperrschieber (3) ist über eine Betäti
gungsstange (5) mit einem Handrad verbindbar. Die Arma
tur (2) weist ein im wesentlichen zylinderisches Ge
häuse (6) auf, das in einem Gehäuseinnenraum (7) einen
Verschlußdeckel (8) führt. Der Verschlußdeckel (8) wird
durch das Dichtelement (1) relativ zum Gehäuse (6) ab
gedichtet.
Im Bereich einer Innenfläche des Gehäuses (6) ist in
einem dem Absperrschieber (3) abgewandten Bereich ein
Segmentring (9) eingesetzt, an dem sich ein Druckring
(10) abstützt. Der Druckring (10) ragt in eine ringför
mige Außenausnehmung (11) des Verschlußdeckels (8) hin
ein. Eine Kopffläche (12) des Druckringes (10) ist
schräg zu einer Gehäuselängsachse (13) angeordnet. Im
wesentlichen parallel zur Kopffläche (12) erstreckt
sich eine Keilfläche (14) des Verschlußdeckels (8). Das
Dichtelement (1) ist im wesentlichen seitlich zwischen
dem Druckring (10) und dem Gehäuse (6) angeordnet und
ragt bis in den Bereich der Keilfläche (14).
Aus Fig. 1 ist zusätzlich erkennbar, daß im Bereich der
Durchführung der Betätigungsstange (5) durch den Ver
schlußdeckel (8) hindurch in einer Dichtungsbohrung
(15) eine Innendichtung (16) angeordnet ist, die bei
spielsweise als Graphitschnur ausgebildet ist. Die
Innendichtung (16) wird relativ zu einem Auflagering
(17) von einer Spannmutter (18) fixiert und zusammenge
drückt.
Die detaillierte Einbaugeometrie des Dichtelementes (1)
ist vergrößert in Fig. 2 dargestellt. Die Außenausneh
mung (11) des Verschlußdeckels (8) weist eine Anphasung
(19) auf und das Gehäuse (6) ist im Bereich eines Über
ganges einer Auflagefläche (20) für den Segmentring (9)
in eine die Außenausnehmung (11) begrenzende Innenwand
(21) mit einer Anphasung (22) versehen. Zwischen der
Keilfläche (14) und der Kopffläche (12) erstreckt sich
ein Spalt (23), der eine Dimensionierung von etwa 0,5
Millimeter aufweist. Ebenfalls ist ein Vertikalspalt
(24) zwischen dem Druckring (10) und dem Dichtelement
(1) vorgesehen.
Das Dichtelement (1) besteht im wesentlichen aus einem
dem Verschlußdeckel (8) zugewandt angeordneten Ringseg
ment (25), das von einem Rohrsegment (26) getragen ist,
das in Richtung der Gehäuselängsachse (13) mit
Schlitzen (27) versehen ist. Insbesondere ist daran
gedacht, etwa vier bis sechs Schlitze (27) vorzusehen.
Die Schlitze (27) münden im Bereich ihrer dem Ringseg
ment (25) zugewandten Ausdehnung in Bohrungen (28) ein,
um ein Auftreten von Kerbspannungen zu vermeiden. Das
Ringsegment (25) weist sowohl im Bereich seiner dem
Verschlußdeckel (8) zugewandten Ausdehnung als auch im
Bereich seiner dem Gehäuse (6) zugewandten Ausdehnung
Anlageflächen (29) auf, die eine nach außen gewölbte
ballige Kontur besitzen. Zur Gewährleistung eines aus
reichenden Anliegens der dem Gehäuse (6) zugewandten
Anlagefläche (30) ist das Rohrsegment (26) außenseitig
mit einer Materialverjüngung (31) versehen. Die
Materialverjüngung (31) erstreckt sich ausgehend vom
Ringsegment (25) bis in den Bereich eines
Dichtungskopfes (32), der am Gehäuse (6) anliegt und
das Dichtelement (1) abstützt.
Der Druckring (10) ist mit einem Vorsprung (33) verse
hen, der das Dichtelement (1) im Bereich des Dichtungs
kopf es (32) beaufschlagt. Der Vorsprung (33) ist über
eine Rundung (34) in den sich parallel zum Dichtelement
(1) erstreckenden Teil des Druckringes (10) übergelei
tet, um ein Auftreten von Kerbspannungen zu vermeiden.
Zur Erleichterung einer Montage und Demontage weist der
Druckring (10) darüber hinaus im Bereich einer vom Seg
mentring (9) beaufschlagten Andruckfläche (35) eine
Gewindebohrung (36) auf. Eine weitere Erleichterung der
Montage und Demontage kann dadurch erfolgen, daß im
Bereich des Druckringes (10) eine Querbohrung (37) an
geordnet ist, in die ein Stift (38) eingesetzt ist, der
bis in eine Bohrung (39) des Dichtelementes (1) hinein
ragt. Insbesondere ist daran gedacht, radial zur Gehäu
selängsachse (13) eine Mehrzahl von Stiften (38) vorzu
sehen. Zweckmäßig ist beispielsweise eine Anzahl von
drei bis fünf Stiften (38).
Bei einer Montage werden zunächst der Druckring (10)
und das Dichtelement (1) in die Außenausnehmung (11)
des Verschlußdeckels (8) eingesetzt und anschließend
wird der Verschlußdeckel (8) relativ zum Segmentring
(9) verspannt. Bei dieser Verspannung wird das Dicht
element (1) zunächst zwischen dem Vorsprung (33) des
Dichtringes (10) und der Keilfläche (14) des Verschluß
deckels (8) eingespannt. Bei einer weiteren Erhöhung
der Spannkräfte wird das Ringsegment (25) des Dichtele
mentes (1) mit seinen Anlageflächen (29, 30) gegen den
Verschlußdeckel (8) einerseits und gegen das Gehäuse
(6) andererseits gepreßt. Aufgrund der Außenwölbungen
der balligen Anlagenfläche (29,30) ist auch bei einer
elastischen Verformung des Dichtelementes (1) stets
eine ausreichende Anlage an den Dichteflächen gewähr
leistet.
Durch den Vertikalspalt (24) wird dem Dichtelement (1)
ein ausreichender Platz zur Durchführung von Aus
gleichsbewegungen bereitgestellt. Die Verspannung wird
solange fortgeführt, bis die Keilfläche (14) zur Anlage
an der Kopffläche (12) kommt. Durch diese mechanische
Begrenzung wird eine Überlastung des Dichtelementes (1)
vermieden.
Die bei der Verkeilung auftretenden Spannkräfte führen
zu einer Aufweitung des Ringsegmentes (25). Diese Auf
weitung wird durch die Schlitze (27) im Rohrsegment
(26) unterstützt, da hierdurch ein leichteres Auswei
chen des Ringsegmentes (25) nach außen ermöglicht wird.
Zur weiteren Erleichterung der Montage ist insbesondere
daran gedacht, den Segmentring (9) mehrteilig auszubil
den. Es ist beispielsweise eine vierteilige Ausbildung
des Segmentringes (9) möglich.
In Fig. 3 ist eine modifizierte Ausführungsform der
Armatur (2) und des zugeordneten Dichtringes (1) darge
stellt. Der detaillierte Aufbau zu dieser Ausführungs
form ist vergrößert in Fig. 4 abgebildet.
Das Dichtelement (1) gemäß dieser Ausführungsform be
steht im wesentlichen aus dem Ringsegment (25), das
unmittelbar in den Dichtungskopf (32) einmündet. Im
Bereich der dem Dichtungskopf (32) abgewandten Ausdeh
nung des Ringsegmentes (25) ist dem Gehäuse (6) zuge
wandt die Anlagefläche (30) angeordnet. Die Anlageflä
che (29) ist dem Verschlußdeckel (8) zugewandt im Be
reich des Dichtungskopfes (32) angeordnet. Der Dich
tungskopf (32) wird in einer Dichtungsausnehmung (40)
des Segmentringes (9) geführt. Zusätzlich zur Abstüt
zung auf dem Verschlußdeckel (8) stützt sich der Dich
tungskopf (32) auch auf einem Vorsprung (41) des Ge
häuses (6) ab. Der Vorsprung (41) ist über eine gerun
dete Vertiefung (42) zur Vermeidung eines Auftretens
von Kerbkräften in die dem Segmentring (9) zugewandte
Begrenzungsfläche des Gehäuses (6) übergeleitet.
In einem dem Dichtungskopf (32) abgewandt angeordneten
Bereich des Ringsegmentes (25) ist dem Verschlußdeckel
(8) zugewandt eine Auflauffläche (43) vorgesehen. Die
Auflauffläche (43) wird von einem Andruckring (44) be
aufschlagt, der vom Verschlußdeckel (8) gehaltert ist.
Der Andruckring (44) erstreckt sich im wesentlichen
radial zur Gehäuselängsachse (13). Zwischen dem Dicht
element (1) und dem Verschlußdeckel (8) ist auch bei
der Ausführungsform gemäß Fig. 4 ein Vertikalspalt (24)
angeordnet. Zusätzlich ist zwischen dem Segmentring (9)
und dem Verschlußdeckel (8) ein Horizontalspalt (45)
vorgesehen. Zwischen dem Ringsegment (25) und dem Ge
häuse (6) ist eine Materialausnehmung (46) vorgesehen,
die eine Zuführung von Umgebungsdruck in diesen Bereich
ermöglicht. Grundsätzlich ist es möglich, die Material
ausnehmung (46) bis in den Bereich des Segmentringes
(9) hinein zu dimensionieren.
Bei einem Zusammenfügen des Gehäuses (6), des Ver
schlußdeckels (8), des Dichtelementes (1) und des Seg
mentringes (9) gleitet der Andruckring (44) an der Auf
lauffläche (43) entlang und drückt die Anlagefläche
(30) gegen das Gehäuse (6). Die Verspannung der Bauele
mente gegeneinander wird fortgesetzt, bis der Ver
schlußdeckel (8) gegen den Segmentring (9) geführt ist.
In dem Endstadium der Montage ist somit der Horizontal
spalt (45) nicht mehr vorhanden und die Anlagefläche
(29) ist in erforderlicher Weise elastisch verformt.
Zusätzlich zur Beaufschlagung des Ringsegmentes (25)
über den Andruckring (44) wirkt auf das Dichtelement
(1) auch ein Innendruck der Armatur (2) über einen
Hauptspalt (47) zwischen dem Gehäuse (1) und dem Ver
schlußdeckel (8) ein. Dieser Innendruck führt zusätz
lich zu einer Verspannung des Dichtelementes (1) rela
tiv zum Gehäuse (6) und erhöht somit die Dichtwirkung.
Der abzudichtende Druck wirkt somit unterstützend für
die Dichtwirkung.
Als Material für das Dichtelement (1) können unter
schiedliche Metalle verwendet werden. Beispielsweise
ist eine Verwendung bestimmter Stahllegierungen mög
lich. Zur Erhöhung der Beständigkeit im Bereich der
Anlagefläche (29, 30) ist auch daran gedacht, das Dicht
element mindestens im Bereich dieser Anlageflächen
(29, 30) mit geeigneten Metallen zu beschichten. Grund
sätzlich kann auch das gesamte Dichtelement (1) aus
einem Trägermaterial und einer Beschichtung ausgebildet
sein.
Eine Verwendung in größeren Temperaturbereichen mit
guter Dichtwirkung wird insbesondere auch dadurch un
terstützt, daß die Materialien für den Verschlußdeckel
(8), das Gehäuse (6) und das Dichtelement (1) derart
gewählt werden, daß annähernd gleiche thermische Aus
dehnungskoeffizienten vorliegen. Hierdurch wird auch
bei sich ändernden Temperaturen eine konstante Geome
trie relativ zueinander bereitgestellt.
Der Horizontalspalt (45) kann mit einer Dimensionierung
von etwa 0,5 Millimeter ausgebildet sein. Als Andruck
ring (44) kann ein geteilter und gehärteter Ring ver
wendet werden. Grundsätzlich ist aber auch eine mehr
teilige Ausbildung des Andruckringes (44) denkbar.
Claims (16)
1. Dichtelement aus Metall mit mindestens zwei Dicht
flächen für druckbeaufschlagte Bauelemente, das
einen Verbindungsbereich zweier Bauelemente relativ
zu einer Umgebung abdichtet und bei dem jeweils
eine der Dichtflächen jeweils einem der Bauelemente
zugewandt anordenbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
im Bereich der Dichtflächen mit Außenwölbungen ver
sehene Anlageflächen (29, 30) vorgesehen sind und
daß mindestens eine der Anlageflächen (29, 30) als
Abrollkontur bei einer Verspannung der Bauelemente
durch eine elastische Verformung des Dichtelementes
(1) relativ zu einem der Bauelemente eine Anpreß
dichtung ausbildet.
2. Dichtelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Anlageflächen (29, 30) im Bereich eines
Ringsegmentes (25) angeordnet sind, das von einem
Rohrsegment (26) gehaltert ist.
3. Dichtelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Rohrsegment (26) Schlitze
aufweist, die sich im wesentlichen in Richtung einer
Gehäuselängsachse (13) der Bauelemente erstrecken.
4. Dichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die eine Anlagefläche
(29) im wesentlichen schräg zur Gehäuselängsachse
(13) und die andere Andruckfläche (30) im wesent
lichen parallel zur Gehäuselängsachse (13) ange
ordnet ist.
5. Dichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß im Bereich einer von der
Anlagefläche (30) aufgespannten Umfangskontur zwi
schen dem Ringsegment (25) und einem das Rohr
segment (26) halternden Dichtungskopf (32) eine
Materialverjüngung (31) angeordnet ist.
6. Dichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß jeder der Schlitze (27)
im Bereich seiner dem Ringsegment (25) zugewandten
Ausdehnung in eine Bohrung (28) übergeleitet ist.
7. Dichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß sich durch das Rohr
segment (26) mindestens eine Bohrung (39) zur Auf
nahme eines Stiftes (38) hindurcherstreckt.
8. Dichtelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Ringsegment (25) unmittelbar in den
Dichtungskopf (32) einmündet.
9. Dichtelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß der Dichtungskopf (32) in Richtung der
Gehäuselängsachse (13) eine stärkere Dimensionie
rung aufweist, als das Ringsegment (25) quer zur
Gehäuselängsachse (13).
10. Dichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß das Ringsegment (25) im
Bereich seiner dem Dichtungskopf (35) abgewandten
seitlichen Ausdehnung mit der Anlagefläche (30)
versehen ist.
11. Dichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß der Dichtungskopf (32)
mit der Anlagefläche (29) versehen ist.
12. Dichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß das Ringsegment (25) im
Bereich seiner der Anlagefläche (30) abgewandten
Ausdehnung mit einer Auflauffläche (43) versehen
ist, die schräg zur Gehäuselängsachse (13) angeord
net ist.
13. Dichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, da
durch gekennzeichnet, daß das Ringsegment (25) in
Richtung auf den Dichtungskopf (32) eine zunehmende
Materialdicke aufweist.
14. Dichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, da
durch gekennzeichnet, daß das Ringsegment (25)
außenseitig mit einer Materialausnehmung (46) ver
sehen ist.
15. Dichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 14, da
durch gekennzeichnet, daß mindestens im Bereich
einer der Anlageflächen (29, 30) eine Metallbe
schichtung angeordnet ist.
16. Dichtelement nach einem der Ansprüche 1 bis 15, da
durch gekennzeichnet, daß das Ringsegment (25)
L-förmig in den Dichtungskopf (32) übergeleitet ist
und daß im Bereich einer vom Ringsegment (25) und
dem Dichtungskopf (32) aufgespannten Übergangskon
tur (48) ein gerundeter Wandungsverlauf vorgesehen
ist.
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