DE4404069A1 - Schraubkappe für einen Behälterstutzen - Google Patents
Schraubkappe für einen BehälterstutzenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schraubkappe für einen mit
Außengewinde versehenen Behälterstutzen, die aus einer
Deckplatte und einem mit Innengewinde versehenen,
hülsenförmigen Wandteil besteht und in die eine
Dichtungsscheibe eingebracht ist, welche bei auf den
Behälterstutzen aufgeschraubter Schraubkappe die Abdichtung
zum Behälterstutzen übernimmt.
Bei den bekannten Schraubkappen dieser Art ist die elastische
Dichtscheibe mit der Innenseite der Deckplatte der
Schraubkappe verklebt. Diese feste Verbindung von Deckplatte
und Dichtscheibe hat zur Folge, daß die Dichtscheibe beim
Abschrauben der Schraubkappe von dem Behälterstutzen synchron
mitgedreht wird. Dadurch wird die unter Spannung an der
Stirnseite des Behälterstutzens satt anliegende Dichtscheibe
auf der Stirnseite unter dieser Belastung einer Reibbewegung
ausgesetzt und zwar von Beginn der Abschraubbewegung der
Schraubkappe an. Dies hat zur Folge, daß die Dichtscheibe
abgenützt wird und bei häufigem Auf- und Abschrauben der
Schraubkappe keine eindeutige Abdichtung mehr bringt.
Um diese Reibung zwischen der Dichtscheibe und der Stirnseite
des Behälterstutzens zu vermeiden, ist auch schon eine
zweiteilige Schraubkappe bekannt, bei der die Verbindung
ein Ringteil übernimmt, in dem axial verstellbar ein
tellerförmiges Verschlußteil mit der Dichtungsscheibe
gelagert ist, wie die DE 33 22 326 A1 zeigt. Dabei ist das
Verschlußteil begrenzt in dem Ringteil verdrehbar. Beim
Abschrauben des Ringteils, das mit den Verschlußelementen
mit den Gegenverschlußelementen des Behälterstutzens im
Eingriff steht, bleibt das Verschlußteil infolge der Reibung
auf dem Behälterstutzen unverdrehbar gehalten. Ein derartiger
Aufbau einer zweiteiligen Schraubkappe ist nicht nur
kompliziert, die Schraubkappe wird durch den erhöhten
Teile- und Montageaufwand auch sehr teuer und ist als
billiges Massenteil nicht verwendbar.
Wie die EP 0 473 529 A1 zeigt, ist es auch bekannt, eine
am Rand abgekantete Dichtscheibe unter Eigenspannung in
einer Schraubkappe zu halten. Mit dieser Ausbildung der
Dichtscheibe soll die Abdichtung an der Stirnseite des
Behälterstutzens verbessert werden. Der Sitz der Dichtscheibe
in der Schraubkappe ist dabei nicht eindeutig, so daß bei
häufigem Auf- und Abschrauben der Schraubkappe die
Dichtscheibe sich unbeabsichtigt aus der Schraubkappe lösen
kann.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Schraubkappe der eingangs
erwähnten Art zu schaffen, bei der mit einfachen Mitteln
die Dichtscheibe eindeutig mit der Schraubkappe verbunden
bleibt, jedoch axial begrenzt gegenüber der Schraubkappe
verstellbar ist, um die Reibung zwischen der Dichtscheibe
und dem Behälterstutzen beim Beginn der Abschraubbewegung
der Schraubkappe zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß
die Schraubkappe in dem der Deckplatte zugekehrten Endbereich
des Wandteils eine Innenrastaufnahme aufweist, in die ein
an der Dichtscheibe angeformter Rastring mit vertikalem
Spiel einrastbar ist.
Die Rastverbindung stellt eine dauernde feste Verbindung
zwischen der Dichtscheibe und der Schraubkappe sicher, läßt
aber das axiale Verstellspiel zur Vermeidung der Reibung
zu. Dies alles kann allein durch die Ausgestaltung der
Schraubkappe und der Dichtscheibe erreicht werden. Es werden
keine weiteren Teile benötigt und die Dichtscheibe kann
sich nicht unbeabsichtigt aus der Schraubkappe lösen. Die
Schraubkappe kann nach wie vor als billiges Massenteil
hergestellt werden.
Die Rastverbindung zwischen der Dichtscheibe und der
Schraubkappe kann nach einer Ausgestaltung so ausgebildet
sein, daß an der Deckplatte ein in das Wandteil ragender
hülsenförmiger Ansatz angeformt ist, der ein zur Innenwandung
des Wandteils gerichteten umlaufenden Rastansatz trägt,
und daß die Dichtscheibe mit einem umlaufenden
Gegenrastansatz oder dem Rastring selbst diesen Rastansatz
hintergreift.
Die Rastverbindung kann auch so ausgestaltet oder verbessert
sein, daß das Wandteil auf seiner Innenwandung mit einem
umlaufenden Rastabsatz versehen ist, der den Rastring der
Dichtscheibe hintergreift.
Eine verbesserte Abdichtung zum Behälterstutzen wird nach
einer Ausgestaltung dadurch erreicht, daß die Dichtscheibe
im Anschluß an den Rastring topfartig ausgebildet ist und
mit der Topfaußenwand gegen die Innenwandung des
Behälterstutzens abdichtet.
Die Abdichtung wird dabei dadurch verbessert, daß die
Topfaußenwand der Dichtscheibe mit umlaufenden Dichtlamellen
versehen ist.
Die Festlegung der Dichtscheibe läßt sich auch bei einer
Schraubkappe wählen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß
an die freie Stirnseite des Wandteils über Sollbruchstellen
ein Garantiering angeformt ist, der mit einem angeformten
Rastansatz einen Rastabsatz des Behälterstutzens des
Behälters hintergreift.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung im
Längshalbschnitt dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert.
An einem Behälter 10 steht ein mit Außengewinde 12 versehener
Behälterstutzen 11 ab. Auf diesen Behälterstutzen 11 ist
eine aus Deckplatte 21 und hülsenförmigem Wandteil 22
bestehende Schraubkappe 20 aufschraubbar. Das Wandteil 22
weist dazu ein Innengewinde 23 auf, welches auf das
Außengewinde 12 des Behälterstutzens 11 abgestimmt ist.
An der freien Stirnseite des Wandteils 22 kann über
Sollbruchstellen 26 ein Garantiering 24 angeformt sein.
Der Garantiering 24 hintergreift mit nach innen gerichtetem
Rastansatz 25 einen Rastabsatz 14 des Behälterstutzens 11
oder des Behälters 10. Dabei können der Rastansatz 25 und
der Rastabsatz 14 umlaufend oder nur mit begrenzter
Umfangsabmessung als Nocken ausgebildet sein. Diese
Anbringung des Garantieringes 25 ist gemäß verschiedener
bekannter Ausgestaltungen möglich.
An der Innenseite der Deckplatte 21 der Schraubkappe 20
ist ein hülsenförmiger Ansatz 27 angeformt, der einen zur
Innenwandung des Wandteils 22 gerichteten umlaufenden
Rastansatz 28 trägt. Die Innenwandung des Wandteils 22 ist
im Anschluß an das Innengewinde 23 mit einem umlaufenden
Rastansatz 29 versehen, so daß innerhalb der Schraubkappe
20 im Anschluß an die Deckplatte 21 eine Innenrastaufnahme
33 geschaffen ist. In diese Innenrastaufnahme 33 wird ein
Rastring 34, der die Dichtscheibe 30 umschließt, mit axialem
Spiel eingerastet. An den Rastring 34 schließt sich eine
topfartige Dichtscheibe 30 an, wobei der hülsenförmige
Übergangswandteil 31 auf seiner Außenwandung mit umlaufenden
Dichtlamellen 32 versehen ist, die an der zugekehrten
Innenwandung des Behälterstutzens 11 zusätzlich abdichten,
wenn die Schraubkappe 20 die in dem Schnitt dargestellte
Verschlußstellung einnimmt. Dabei dichtet der Rastring 34
der topfartigen Dichtscheibe 30 an der Stirnseite 13 des
Behälterstutzens 11 ab.
Wird die Schraubkappe 20 abgeschraubt, dann kann sie ohne
Mitnahme der Dichtscheibe 30 so weit abgeschraubt werden,
bis der Rastansatz 28 und/oder der Rastabsatz 29 an dem
Gegenrastansatz 35 und/oder dem Rastring 34 der Dichtscheibe
30 anliegt. Bei weiterem Abschrauben der Schraubkappe 20
wird dann die Dichtscheibe 30 axial vom Behälterstutzen
11 abgehoben und kann sich mit der Schraubkappe 20 drehen.
Damit ist vermieden, daß am Anfang des Abschraubvorganges
die Schraubkappe 20 die Dichtscheibe 30 mitdreht und diese
an der Stirnseite des Behälterstutzens 11 abreibt. Der
Teileaufwand bleibt auf die Schraubkappe und die Dichtscheibe
beschränkt und die Rastverbindung zwischen der Schraubkappe
20 und der Dichtscheibe 30 ist einfach herzustellen.
Claims (6)
1. Schraubkappe für einen mit Außengewinde versehenen
Behälterstutzen, die aus einer Deckplatte und einem
mit Innengewinde versehenen, hülsenförmigen Wandteil
besteht und in die eine Dichtungsscheibe eingebracht
ist, welche bei auf den Behälterstutzen aufgeschraubter
Schraubkappe die Abdichtung zum Behälterstutzen
übernimmt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraubkappe in dem der Deckplatte (21)
zugekehrten Endbereich des Wandteils (22) eine
Innenrastaufnahme (33) aufweist, in die ein an der
Dichtscheibe (30) angeformter Rastring (34) mit
vertikalem Spiel einrastbar ist.
2. Schraubkappe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Deckplatte (21) ein in das Wandteil (22) ragender hülsenförmiger Ansatz (27) angeformt ist, der ein zur Innenwandung des Wandteils (22) gerichteten umlaufenden Rastansatz (28) trägt, und
daß die Dichtscheibe (30) mit einem umlaufenden Gegenrastansatz (35) oder dem Rastring (34) selbst diesen Rastansatz (28) hintergreift.
daß an der Deckplatte (21) ein in das Wandteil (22) ragender hülsenförmiger Ansatz (27) angeformt ist, der ein zur Innenwandung des Wandteils (22) gerichteten umlaufenden Rastansatz (28) trägt, und
daß die Dichtscheibe (30) mit einem umlaufenden Gegenrastansatz (35) oder dem Rastring (34) selbst diesen Rastansatz (28) hintergreift.
3. Schraubkappe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Wandteil (22) auf seiner Innenwandung mit einem
umlaufenden Rastabsatz (29) versehen ist, der den
Rastring (34) der Dichtscheibe (30) hintergreift.
4. Schraubkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtscheibe (34) im Anschluß an den Rastring
(34) topfartig ausgebildet ist und mit der Topfaußenwand
gegen die Innenwandung des Behälterstutzens (11)
abdichtet.
5. Schraubkappe nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Topfaußenwand der Dichtscheibe (30) mit
umlaufenden Dichtlamellen (32) versehen ist.
6. Schraubkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß an die freie Stirnseite des Wandteils (22) über
Sollbruchstellen (26) ein Garantiering (24) angeformt
ist, der mit einem angeformten Rastansatz (25) einen
Rastabsatz (14) des Behälterstutzens (11) des des
Behälters (10) hintergreift
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944404069 DE4404069C2 (de) | 1994-02-09 | 1994-02-09 | Schraubkappe für einen Behälterstutzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944404069 DE4404069C2 (de) | 1994-02-09 | 1994-02-09 | Schraubkappe für einen Behälterstutzen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4404069A1 true DE4404069A1 (de) | 1995-08-10 |
| DE4404069C2 DE4404069C2 (de) | 1995-12-21 |
Family
ID=6509858
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944404069 Expired - Fee Related DE4404069C2 (de) | 1994-02-09 | 1994-02-09 | Schraubkappe für einen Behälterstutzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4404069C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US10689164B2 (en) | 2014-01-03 | 2020-06-23 | Sonoco Development, Inc. | Container with heat-sealed composite plastic and metal screw closure |
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1994
- 1994-02-09 DE DE19944404069 patent/DE4404069C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4404069C2 (de) | 1995-12-21 |
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