DE4401139A1 - Lüftungselement für Dächer mit Abdichtorgan - Google Patents
Lüftungselement für Dächer mit AbdichtorganInfo
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Classifications
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- E04—BUILDING
- E04D—ROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
- E04D1/00—Roof covering by making use of tiles, slates, shingles, or other small roofing elements
- E04D1/36—Devices for sealing the spaces or joints between roof-covering elements
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
Die Erfindung betrifft ein Lüftungselement für Dä
cher, mit einer im First-, Walm- oder Gratbereich
angeordneten Lüfterkappe, der längsrandseitig min
destens ein elastisch nachgiebiges Abdichtorgan zu
geordnet ist.
Es ist bekannt, bei derartigen Lüftungselementen
Abdichtorgane aus Schaumstoff einzusetzen. Nachtei
lig ist, daß bei unterschiedlichen Abstandsdiffe
renzen und/oder scharfkantigen Übergängen der
Schaumstoff aufgrund seiner Struktur nicht in der
Lage ist, eine hinreichende Dichtigkeit zu erzie
len. Ferner ist nachteilig, daß der Schaumstoff ei
nem Alterungsprozeß unterliegt und im Laufe der
Zeit versprödet, so daß die Alters- und Funktions
beständigkeit nicht gewährleistet ist. Schließlich
erfordert Schaumstoff einen starken Komprimierungs
druck, der die Verlegung erschwert; auch sind zu
gängliche Bereiche dem Vogelfraß und der Verwitte
rung ausgesetzt. Die Verklebung der Schaumstoff
keile mit der Lüfterkappe birgt das Risiko in sich,
daß sich der Kleber löst und die Keile abfallen.
Bekannt ist es ferner, als Abdichtorgan eine Fein
fadenbürste mit einer Vielzahl von elastischen, in
zumindest weitgehend strömungsdichter Packung ange
ordneten Bürstenfäden einzusetzen. Hier besteht der
Nachteil, daß die freien Fadenenden - also die ein
zelnen Fadenspitzen - umknicken können, beispiels
weise wenn sie gegen Hindernisse wie rauhe Stellen,
Kanten und so weiter stoßen, wodurch die Dichtig
keit in Frage gestellt ist. Überhaupt haben die
Bürstenfäden sehr leicht die Eigenschaft, sich auf
zustellen, wodurch die strömungsdichte Packung
nicht mehr gewährleistet ist, und zudem macht dies
noch einen optisch schlechten Eindruck.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Lüf
tungselement der eingangs genannten Art zu schaf
fen, das einfach aufgebaut ist, eine optimale Ab
dichtung garantiert und sich homogen jedem Beda
chungsmaterial anpaßt. Diese Aufgabe wird erfin
dungsgemäß dadurch gelöst, daß das Abdichtorgan als
Schlaufenfadendichtung ausgebildet ist. Diese Aus
gestaltung hat den Vorteil, daß unerwünschte
Desorientierungen der Fäden vermieden sind. Dies
deshalb, weil aufgrund der Schlaufenstruktur keine
freien Fadenenden vorliegen, sondern stets eine
Krümmung im Endbereich gegeben ist, die einerseits
unbeabsichtigtes Hinterhaken und so weiter vermei
det und andererseits einen gewissen Kopplungseffekt
zu benachbarten Schlaufen vermittelt, so daß insge
samt eine Verkettung und Vernetzung der einzelnen
Schlaufen vorliegt, so daß sie sich gegenseitig po
sitiv beeinflussen, insbesondere niederhalten, und
eine enge, strömungsdichte Packung bewahren. Hier
durch ist stets eine optimale Dichtigkeit gewähr
leistet. Die erfindungsgemäße Schlaufenfadendich
tung weist somit ein sehr homogenes Verhalten auf.
Ein Komprimierungsdruck ist beim Gegenstand der Er
findung im wesentlichen nicht vorhanden, so daß die
erfindungsgemäße Schlaufenfadendichtung sehr ver
legefreundlich ist und die Bauteile nicht mecha
nisch stark belastet. Die Schlaufenfadendichtung
besteht - wie offensichtlich erkennbar ist - aus Fa
denmaterial, wobei sich durch Aneinanderlegen,
Überlappen und so weiter der einzelnen Schlaufen
eine Elastizität einstellt, die die Abdichtfunktion
gewährleistet.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgese
hen, daß die Schlaufenfadendichtung Schleifen auf
weist, bei denen sich jeweils der Hin- und Rückfa
den einander nicht überlappen. Unter Hinfaden einer
Schlaufe ist der Bereich zu verstehen, der bis zum
endseitigen Umkehrende führt; der Rückfaden ist der
Bereich, der wieder zurück zum Ausgangspunkt ver
läuft. Wenn keine Überlappung bei einer Schlaufe
vorliegt, so handelt es sich um eine sogenannte Mä
anderanordnung. Die vorstehenden Ausführungen be
deuten nicht, daß benachbarte Schlaufen sich nicht
überlappen, sondern dies ist aus Gründen der Dich
tigkeit selbstverständlich der Fall. Vielmehr ist
der Faden derart bei einer Schlaufe gelegt, daß
sein Hin- und sein Rückfaden einander nicht über
lappen beziehungsweise überkreuzen.
Alternativ ist es jedoch möglich, daß die Schlau
fenfadendichtung Schlaufen aufweist, bei denen sich
der Hin- und Rückfaden überlappen. Hierdurch wird
eine sogenannte Schlinge gebildet. Diese Überlap
pung kann derart ausfallen, daß sich eine Schlaufe
mit der Konfiguration einer 8 oder sogar einer
Mehrfach-8 einstellt. Es ist auch möglich, daß die
Überlappung derart erfolgt, daß die Schlaufe die
Konfiguration eines kleinen l′s aufweist.
Alternativ ist es möglich, daß die Schlaufen von
schraubenlinig verlaufenden Fäden gebildet sind.
Mithin liegen spiral- und wendelförmige Fäden vor.
Ferner ist es möglich, daß die Schlaufen von zopf
förmig verlaufenden Fäden gebildet sind.
Alle vorstehend erwähnten Möglichkeiten der Schlau
fenbildung können selbstverständlich auch in belie
biger Kombination an der Lüfterkappe realisiert
sein, wobei die Schlaufenbildung stets dazu führt,
daß sich die einzelnen Fäden miteinander vernetzen.
Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
vorgesehen, daß die Schlaufen beziehungsweise Hin-
und Rückfaden jeder Schlaufe im wesentlichen quer,
insbesondere etwa senkrecht zur Längserstreckung
der Lüfterkappe verlaufen. Die Schlaufenfadendich
tung ist vorzugsweise lösbar an der Lüfterkappe be
festigt, insbesondere derart, daß sie den jeweili
gen Längsrand der Lüfterkappe überragt. Diese lös
bare Befestigung kann beispielsweise mittels einer
Clipsverbindung erfolgen. Auch ist es möglich, die
Dichtung in entsprechende Halteelemente einzuschie
ben. Dieser Einschiebvorgang erfolgt vorzugsweise
in Längsrichtung der Lüfterkappe.
Zusätzlich oder alternativ kann auch vorgesehen
sein, daß die Schlaufen beziehungsweise Hin- und
Rückfäden jeder Schlaufe unter einem Winkel zur
Längserstreckung der Lüfterkappe verlaufen. Dieser
Winkel ist entweder als spitzer oder als stumpfer
Winkel ausgebildet. Spitze und stumpfe Winkel kön
nen auch alternierend oder in stochastischer Ver
teilung vorgesehen sein, wodurch sich der Vernet
zungseffekt verstärkt.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die
Schlaufen vliesartig vernetzt sind.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgese
hen, daß die Schlaufen zu benachbart zueinander an
geordneten Bündeln zusammengefaßt sind. Mehrere
Schlaufen sind also zu einem Bündel zusammen
gerafft, wobei die einzelnen Bündel neben- und/oder
übereinander angeordnet sind. Auf diese Art und
Weise wird eine dichte Packung gebildet. Das vor
der Zusammenstellung der gesamten Dichtung erfol
gende Bündeln der einzelnen Schlaufen hat den Vor
teil, daß die Bündel einfacher handhabbar sind, als
Einzelschlaufen, die zur Gesamtdichtung zusammenge
stellt werden müssen.
Insbesondere kann vorgesehen sein, daß zumindest
ein Anteil der Schlaufen mittels Querfäden mitein
ander verbunden sind. Diese Querfäden können eben
falls als Schlaufen ausgebildet sein, also insbe
sondere auch Mäanderform aufweisen oder 8-Form be
ziehungsweise Doppel-8-Form besitzen und auch als
kleine l′s ausgebildet sein. Diese Querfäden er
geben einen Zusammenhaltungseffekt, ohne dabei je
doch die Anpassungsfähigkeit der Dichtung nachtei
lig zu beeinflussen.
Die Querfäden verlaufen vorzugsweise im wesentli
chen parallel zur Längserstreckung der Lüfterkappe
oder sie erstrecken sich unter einem Winkel zur
Längserstreckung der Lüfterkappe, wobei es sich bei
diesem Winkel um einen spitzen oder um einen stump
fen Winkel handelt. Auch ist es möglich, unter
schiedliche Winkel auszubilden, wobei eine Winkel
versetzung periodisch vorgesehen sein kann oder
nach dem Zufallsprinzip vorgegeben wird.
Insbesondere können die Schlaufen von Endlosfäden
gebildet sein. Dies bedeutet, daß ein Endlosfaden
in entsprechende Schlaufenbildung gelegt und dann
zur Bildung der Dichtung mittels einer geeigneten
Haltevorrichtung gefaßt wird. Sofern neben den
Schlaufen auch Querfäden vorgesehen sind, können
diese Schlaufen und die Querfäden einstückig ausge
bildet sein, also aus einem einzigen Endlosfaden
bestehen.
Alternativ ist es jedoch auch möglich, daß die
Schlaufen aus abgelängten Fäden bestehen.
Die Schlaufen können unterschiedliche Längen
aufweisen, so daß beispielsweise eine gestufte
Dichtung entsteht. Vorzugsweise liegen die Schlau
fen mehrlagig aufeinander, um die gewünschte Pak
kungsstärke zu erzielen.
Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung an
hand von Ausführungsbeispielen und zwar zeigt:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Firstbe
reich des Daches eines Gebäudes,
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Fa
denlegung für ein Abdichtorgan,
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Fassung
des Fadenorgans,
Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel des Ab
dichtorgans in schematischer Darstellung
in gefaßtem Zustand,
Fig. 5 eine Anordnung nach einem weiteren Aus
führungsbeispiel entsprechend der Ausge
staltung in Fig. 4,
Fig. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines im
noch ungefaßten Zustand befindlichen Ab
dichtorgans,
Fig. 7 eine schematische Darstellung der Faden
legung nach einem anderen Ausführungsbei
spiel,
Fig. 8 die Anordnung der Fig. 7 in gefaßtem Zu
stand,
Fig. 9 das Abdichtorgan gemäß Fig. 3, jedoch in
gefaßtem Zustand,
Fig. 10 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
Abdichtorgans,
Fig. 11 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
Abdichtorgans,
Fig. 12 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
Abdichtorgans,
Fig. 13 eine schematische Darstellung von bündel
weise gefaßten Abdichtelementen eines Ab
dichtorgans,
Fig. 14 ein Ausführungsbeispiel mit gebündelten
Abdichtelementen eines Abdichtorgans ge
mäß der Fig. 13,
Fig. 15 eine schematische Darstellung von mit
Querfäden versehenen Schlaufenfäden eines
Abdichtorgans, wobei es sich um abgeläng
te Schlaufenfäden handelt,
Fig. 16 ein der Fig. 15 entsprechendes Ausfüh
rungsbeispiel, jedoch mit einem Endlos-
Faden,
Fig. 17 ein der Fig. 10 entsprechendes Ausfüh
rungsbeispiel, jedoch mit Querfäden,
Fig. 18 ein Abdichtorgan im noch nicht gefaßten
Zustand mit gleich langer Schlaufenlänge,
Fig. 19 ein Abdichtorgan entsprechend dem Aus
führungsbeispiel der Fig. 18, jedoch mit
unterschiedlicher Schlaufenlänge,
Fig. 20 das Ausführungsbeispiel der Fig. 18 im
gefaßten Zustand,
Fig. 21 eine perspektivische Darstellung eines
erfindungsgemäßen Abdichtorgans,
Fig. 22 eine perspektivische Darstellung des Ab
dichtorgans nach einem anderen Aus
führungsbeispiel,
Fig. 23 eine perspektivische Darstellung eines
Abdichtorgans mit unterschiedlich langer
Schlaufenlänge derart, daß ein keilförmi
ges Profil entsteht,
Fig. 24 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
mit unterschiedlich langen Schlaufen ver
sehenen Abdichtorgans, wodurch ein Stu
fenprofil entsteht,
Fig. 25 ein Ausführungsbeispiel eines Abdichtor
gans mit schräg verlaufenden Schlaufen,
Fig. 26 das Ausführungsbeispiel der Fig. 25, je
doch mit einseitig unterschiedlich langen
Schlaufen,
Fig. 27 das Ausführungsbeispiel der Fig. 25 in
gefaßtem Zustand,
Fig. 28 ein Ausführungsbeispiel eines Abdichtor
gans mit in extremer Schrägstellung ver
laufenden Schlaufen,
Fig. 29 ein Abdichtorgan, bei dem die Schlaufen
eine Wirr-Position einnehmen, also im we
sentlichen zufallsorientiert sind und
Fig. 30 eine Vorrichtung zur Erstellung eines er
findungsgemäßen Abdichtorgans.
Die Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch das Dach
eines Hauses im Bereich des Firstes. Die Erfindung
bezieht sich auf ein Lüftungselement 1, das jedoch
nicht nur im Firstbereich eines Daches Verwendung
finden kann, sondern auch in anderen Bereichen ein
setzbar ist, beispielsweise im Walm- oder Gratbe
reich. Das Lüftungselement 1 ist als Lüfterkappe 2
ausgebildet, die Seitenwände 3 sowie eine einstük
kig dazwischen liegende Deckenwand 4 aufweist. Die
Deckenwand 4 ist beidseitig eines Befestigungsbe
reichs 5 von Lüftungsöffnungen 6 durchsetzt.
Der Firstbereich des Daches weist Konterlatten 7
auf, auf denen (oder auf Sparren oder einer Voll
schalung) ein Lattenhalter 8 befestigt ist. Im Be
festigungsbereich des Lattenhalters 8 sind Latten 9
angeordnet, die zum Einhängen und Halten der Ziegel
10 dienen. Der Lattenhalter 8 trägt eine First-
Gratlatte 11, an der die Lüfterkappe 2 - im Befesti
gungsbereich 5 - mittels Schrauben 12 oder Nägeln
oder dergleichen befestigt ist. Die Schrauben 12
befestigen teilweise gleichzeitig eine Firstklammer
13, die dem Halten einer First-Abdeckung 14 dient.
Im Bereich von Innenseiten 15 oder der Außenseiten
der Seitenwände 3 der Lüfterkappe 2 sind Abdichtor
gane 16 befestigt. Dies kann beispielsweise mittels
einer Clips-Verbindung, einer Einsteck-Verbindung,
einer Klebeverbindung, einer Schraubverbindung oder
dergleichen erfolgen. Die Abdichtorgane 16 dienen
dazu, zumeist unregelmäßig große Spalten 18 zwi
schen dem unteren Ende der Seitenwände 3, der Lüf
terkappe 2 und dem Dacheindeckungsmaterial 10 im
wesentlichen strömungsdicht zu verschließen. Zur
Belüftung des Daches kann die Luft entlang von
Pfeilen 19 aufsteigen, durch die Lüftungsöffnungen
7 der Lüfterkappe 2 hindurchtreten (Pfeile 20) und
im Bereich zwischen Firstkappe 14 sowie oberhalb
des jeweiligen Abdichtorgans 16 nach außen treten
(Pfeil 21).
Im Nachfolgenden wird die Ausgestaltung der Ab
dichtorgane 16 näher erläutert.
Jedes erfindungsgemäße Abdichtorgan 16 ist als
Schlaufenfadendichtung 22 ausgebildet. Jede Schlau
fenfadendichtung 22 besteht aus einer Vielzahl von
Schlaufen 23, die aus Fadenmaterial 24 bestehen.
Bei dem Fadenmaterial 24 handelt es sich vorzugs
weise um ein Kunststoffmaterial, also einen
Kunststoffaden.
Jede Schlaufe 23 besteht aus einem Hinfaden 25 und
einem Rückfaden 26, wobei Hinfaden 25 und Rückfaden
26 im freien Endbereich 27 einstückig in einem Wen
debereich 28 ineinander übergehen, das heißt, es
wird aufgrund des Wendebereichs 28 ein bogenförmi
ges Schlaufenende 29 bei jeder Schlaufe 23 ausge
bildet.
Die Fig. 2 verdeutlicht, daß die einzelnen Schlau
fen 23 mittels eines Endlosfadens 30 mäanderförmig
gelegt sind. Werden diese - gemäß Fig. 3 - einer
Fassung 31 zugeordnet, so erfolgt dies vorzugsweise
derart, daß zur mäanderförmigen Längserstreckung
der Schlaufen 23 unter diese Mäanderanordnung ein
Klemmblech 32 gelegt wird, und auf die Mäanderan
ordnung wird ein Haltestreifen, beispielsweise ein
Draht 33 derart gelegt, daß er mittig zum Klemm
blech 32 verläuft. Wird nun das Klemmblech 32 der
Länge nach mittig gekantet, so wird der Draht 33
eingeklemmt und mit ihm die Mäanderanordnung um den
Winkel von 180° gefaltet, wodurch der Endlosfaden
30 im Bereich des Klemmbleches 32 gehalten ist. Es
entsteht dann die Anordnung gemäß Fig. 9, das
heißt, von der Fassung 31 werden eine Vielzahl von
Schlaufen 23 gehalten, wobei Hin- und Rückfaden 25,
26 etwa parallel zueinander verlaufen, das heißt,
sie sind kreuzungsfrei gefaßt. Selbstverständlich
verdeutlicht die Fig. 9 die so gebildete erfin
dungsgemäße Schlaufenfadendichtung 22 nur schema
tisch, da nur einige wenige Schlaufen 23 darge
stellt sind. In der Realität werden eine Vielzahl
derartiger Schlaufen 23 in dichtgedrängter Form und
auch in vielen Lagen und unterschiedlichen Längen
übereinanderliegend angeordnet, so daß sich insge
samt eine strömungsdichte Packung ergibt.
Die Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel, das im
wesentlichen dem Ausführungsbeispiel der Fig. 9
entspricht, jedoch sind Hin- und Rückfaden 25, 26
nicht kreuzungsfrei verlegt, sondern es ist eine
Kreuzung vorgesehen, so daß sich insgesamt die Kon
figuration einer 8 ergibt.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 5 unterscheidet
sich von dem der Fig. 4 dadurch, daß nicht eine
Einfach-8-Konfiguration, sondern eine Mehrfach-8-Konfiguration
bei jeder Schlaufe 23 vorgesehen ist,
das heißt, es gibt mehrere Kreuzungen von Hin- und
Rückfaden 25, 26.
Die Fig. 6 verdeutlich die Anordnung der Fig. 5,
indem dort eine Schlaufe 23 im noch nicht gefaßten
Zustand dargestellt ist. Sie wird - wie beim Ausfüh
rungsbeispiel der Fig. 3 beschrieben - mittels ei
nes Klemmbleches 32 sowie eines Drahtes 33 gefaßt
und dabei um 180° mittig umgelegt.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 7 zeigt die Kon
figuration von Schlaufen 23 in der Art eines klei
nen l′s. Vorzugsweise werden zur Bildung einer der
artigen Konfiguration ebenfalls Endlosfäden 30 ein
gesetzt. Diese werden - gemäß Fig. 8 - mittels einer
Fassung 31 im Bereich ihres einen Endes gehalten.
Die Fig. 10 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem
die Schlaufen 23 nicht im wesentlichen in einer Po
sition ausgerichtet sind, die senkrecht zur
Längserstreckung der Fassung 31 verläuft, wie dies
bei den vorstehenden Ausführungsbeispielen gegeben
ist, sondern die einzelnen Schlaufen 23 bilden mit
der Fassung 31 und damit - im montierten Zustand -
mit der Längserstreckung der Lüfterkappe 2 einen
spitzen beziehungsweise stumpfen Winkel. Vorzugs
weise sind die Schlaufen 23 derart angeordnet, daß
sie sich überkreuzen, wie aus der Fig. 10 hervor
geht. Die Packungsdichte ist generelle Vorausset
zung für Eintrags- und Strömungsdichtung und gilt
für alle Figuren von Fig. 1 bis Fig. 30.
Die Fig. 11 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Schlaufenfadendichtung 22, bei der die ein
zelnen Schlaufen 23 von schraubenlinig und spiral
förmig verlaufenden Fäden 34 gebildet sind.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungs
gemäßen Schlaufenfadendichtung 22 ist in der Fig.
12 dargestellt, bei der die Schlaufen 23 von zopf
förmig verlaufenden Fäden 34 gebildet sind.
Die Fig. 13 zeigt Schlaufen 23, die als Bündel 36
mittels eines geeigneten Raffelements 35 zusammen
gehalten sind. Diese einzelnen Bündel 36 werden zur
Bildung einer Gesamt-Schlaufenfadendichtung mittels
der Fassung 31 gehalten (Fig. 14), die vorzugswei
se wiederum als Klemmblech 32 ausgebildet sein
kann, der der Draht 33 zugeordnet wird. Durch Kan
ten des Klemmblechs 32 werden die einzelnen Bündel
36, die sich in Nebeneinanderanordnung und teilwei
se überlappender Anordnung befinden, gefaßt.
Die Fig. 15 zeigt ein Ausführungsbeispiel, das dem
der Fig. 9 entspricht. Ein Unterschied besteht je
doch darin, daß die einzelnen Schlaufen 23 mittels
Querfäden 37 miteinander vernetzt sind. Diese Quer
fäden 37 können - gemäß Fig. 15 - ebenfalls als
Schlaufen 38 ausgebildet sein.
Während beim Ausführungsbeispiel der Fig. 15 abge
längte Fäden 34 zum Einsatz kommen, ist beim
Ausführungsbeispiel der Fig. 16 ein Endlosfaden 30
eingesetzt, der sowohl die Schlaufen 23 als auch
die Schlaufen 38 bildet. Aufgrund der Querfäden 37
wird eine Verstärkung der Vernetzung der Schlaufen
23 herbeigeführt.
Die Fig. 17 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem
die Schlaufen 23 unter spitzen beziehungsweise
stumpfen Winkeln zur Längserstreckung der Fassung
31 verlaufen und bei dem auch die Querfäden 37
nicht eine parallele Position zur Längserstreckung
der Fassung 31 aufweisen, wie dies bei den
Ausführungsbeispielen der Fig. 15 und 16 der
Fall ist, sondern sie verlaufen unter einem Winkel,
also schräg, zur Längserstreckung der Fassung 31
und somit entsprechend schräg zur Längserstreckung
der Lüfterkappe 2.
Die Fig. 18 verdeutlicht nochmals eine Anordnung,
wie sie sich bereits aus der Fig. 3 ergibt, wobei
jedoch die Packungsdichte der einzelnen Schlaufen
23 verdeutlicht wird, das heißt, die einzelnen
Schlaufen 23, die benachbart zueinander liegen,
greifen ineinander und vernetzen sich somit zu ei
nem Gesamtgebilde.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 19 unterschei
det sich von dem der Fig. 18 dadurch, daß Schlau
fen 23 verwendet werden, die eine unterschiedlich
große Schlaufenlänge aufweisen, wodurch sich ein
gestufter oder keilförmiger Verlauf des Profils der
Schlaufenfadendichtung 22 einstellt.
In Fig. 20 ist die Anordnung der Fig. 18 im fer
tigen Zustand dargestellt.
Um auch die Dimension der Dickenausdehnung der er
findungsgemäßen Schlaufenfadendichtung 22 zu ver
deutlichen, zeigt die Fig. 21 eine perspektivische
Darstellung. Deutlich ist zu erkennen, daß das
Klemmblech 32 ein U-förmiges Profil aufweist. Die
einzelnen Schlaufen 23 liegen eng gedrängt in Ne
beneinander-, Ineinander- und Übereinanderanord
nung.
Die Fig. 22 zeigt ein weiteres Ausführungsbei
spiel, bei dem die Fassung 31 nicht als Klemmblech
32, sondern als Kunststoffteil ausgebildet ist, das
zur Befestigung der einzelnen Schlaufen 23 dient,
und in welchem die Schlaufen 23 verklebt und/oder
verschweißt befestigt sein können.
In der Fig. 23 wird eine im Profil keilförmig aus
gebildete Schlaufenfadendichtung 22 dargestellt,
die dadurch entsteht, daß entsprechend lange
Schlaufen 23 übereinandergelegt werden, derart, daß
die geringste Packungsdichte sich am Ende der
Schlaufen 23 und die größte Packungsdichte sich im
Bereich der Fassung 31 einstellt.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 24 unterscheidet
sich dadurch, daß die Schlaufen 23 derart angeord
net sind, daß sie ein stufenförmiges Profil der
Schlaufenfadendichtung 22 ergeben. Um eine Anord
nung zu schaffen, die etwa der der Fig. 8 ent
spricht, werden die Schlaufen 23 so, wie aus der
Fig. 25 ersichtlich ist, gelegt. Sie weisen die
Konfiguration einer großen Mehrfach-8 auf, wobei im
Bereich der Kreuzungspunkte der 8-Form die Fassung
31 angeordnet wird.
Die Fig. 26 entspricht etwa dem Ausführungsbei
spiel der Fig. 25, wobei jedoch unterschiedliche
Schlaufenlängen vorliegen, und zwar dies nur auf
einer Seite, der noch nicht umgeschlagenen Schlau
fenanordnung; auf der anderen Seite liegen gleich
lange Schlaufen 23 vor. Es kann auch derart vorge
gangen werden, daß die einzelnen Schlaufen 23 in
Mehrfach-8-Anordnung abgelegt werden.
Die Fig. 27 zeigt die Anordnung der Fig. 25 im
fertigen Zustand.
Die Fig. 28 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Schlaufenfadendichtung 22, bei
der die einzelnen Schlaufen 23 eine extreme Winkel
stellung zur Längserstreckung der Fassung 31 ein
nehmen, wodurch eine vielfältige Überlappung und
Verkettung entsteht.
Die Fig. 29 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Schlaufenfadendichtung 22, bei
der die einzelnen Schlaufen 23 eine Wirr-Lage zu
einander einnehmen, das heißt, es ist eine Art
Filz-Effekt erzielt, wodurch eine extreme Kopplung
der einzelnen Schlaufen 23 vorliegt.
Schließlich verdeutlicht die Fig. 30 ein mögliches
Herstellungsverfahren der Schlaufenanordnungen ei
ner erfindungsgemäßen Schlaufenfadendichtung 22.
Vorzugsweise sind eine Vielzahl von Spenderollen 39
vorgesehen, auf denen Fadenmaterial 24 als Endlos
fäden 30 aufgewickelt sind. Mittels eines Fadenle
gers 40, der entsprechend der Anzahl der Endlosfä
den 30 Augen 41 aufweist, durch die hindurch die
Endlosfäden 30 verlaufen, wird die Schlaufenbildung
durchgeführt, wobei gleichzeitig mehrere Schlaufen
23 gelegt werden können. Dies entsteht dadurch, daß
der Fadenleger 40 mittels einer nicht näher erläu
terten und dargestellten Vorrichtung 42 ent
sprechend bewegt wird, so daß gleichzeitig eine
Vielzahl von Schlaufen 23 entstehen. Eine Vorrich
tung, die das Abziehen der Endlosfäden 30 beim Le
gevorgang bewirkt, ist - aus Gründen der Vereinfa
chung - nicht dargestellt.
Claims (24)
1. Lüftungselement für Dächer, mit einer im First-,
Walm- oder Gratbereich angeordneten Lüfterkappe,
der mindestens ein elastisch nachgiebiges Abdicht
organ zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
das Abdichtorgan (16) als Schlaufenfadendichtung
(22) ausgebildet ist.
2. Lüftungselement nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schlaufenfadendichtung (22)
Schlaufen (23) aufweist, bei denen sich jeweils der
Hin- und Rückfaden (25, 26) nicht überlappen.
3. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fenfadendichtung (22) Schlaufen (23) aufweist, bei
denen sich jeweils der Hin- und Rückfaden (25, 26)
überlappen.
4. Lüftungselement nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich Hin- und Rückfaden (25, 26) ei
ner Schlaufe (23) in der Konfiguration einer 8 oder
einer Mehrfach-8 angeordnet sind.
5. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Hin- und
Rückfaden (25, 26) einer Schlaufe (23) in der Kon
figuration eines kleinen l′s angeordnet sind.
6. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fen (23) von schraubenlinig und/oder spiralförmig
verlaufenden Fäden (34) gebildet sind.
7. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fen (23) von zopfförmig verlaufenden Fäden (34)
gebildet sind.
8. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fen (23) beziehungsweise Hin- und Rückfaden (25,
26) jeder Schlaufe (23) im wesentlichen quer, ins
besondere etwa senkrecht, zu Längserstreckung der
Lüfterkappe (2) verlaufen.
9. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fen (23) beziehungsweise Hin- und Rückfaden (25,
26) jeder Schlaufe (23) unter einem Winkel, insbe
sondere spitzen oder stumpfen Winkel, zur Längser
streckung der Lüfterkappe (2) verlaufen.
10. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fen (23) vliesartig vernetzt sind.
11. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fen (23) zu benachbart zueinander angeordneten Bün
deln (36) zusammengefaßt sind.
12. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
ein Anteil Schlaufen (23) mittels Querfäden (37)
miteinander verbunden sind.
13. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Querfä
den (37) ebenfalls Schlaufen (38) bilden, insbeson
dere Mäanderform, 8-Form, Doppel-8-Form, Mehrfach-8-Form,
1-Form bilden.
14. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Querfä
den (37) im wesentlichen parallel zur Längserstrek
kung der Lüfterkappe (2) verlaufen.
15. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Querfä
den (37) unter einem Winkel zur Längserstreckung
der Lüfterkappe (2) verlaufen.
16. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fen (23, 38) von Endlosfäden (30) gebildet sind.
17. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Schlaufen
(23, 38) und Querfäden (37) einstückig miteinander
ausgebildet sind.
18. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fen (23, 38) aus abgelängten Fäden (34) bestehen.
19. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fen (23, 38) unterschiedliche Längen aufweisen.
20. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fen (23, 38) mehrlagig aufeinander liegen.
21. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fen (23, 38) in einzelnen Schlaufendichtungsbündeln
neben- oder übereinandergereiht auf/in der Fassung
(31, Einklemmhalterung) liegen.
22. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fen (23, 38) in Wirr-Lage -Filzeffekt- aufeinander
liegen.
23. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fen (23, 38) derart aufeinanderliegen, daß sie eine
keilförmige Kontur ausbilden.
24. Lüftungselement nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlau
fen (23, 38) derart aufeinander und nebeneinander
liegen, daß sie eine keilförmige Kontur ausbilden.
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