DE4400881A1 - Dreikammer-Glasmüllfahrzeug - Google Patents
Dreikammer-GlasmüllfahrzeugInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65F—GATHERING OR REMOVAL OF DOMESTIC OR LIKE REFUSE
- B65F3/00—Vehicles particularly adapted for collecting refuse
- B65F3/14—Vehicles particularly adapted for collecting refuse with devices for charging, distributing or compressing refuse in the interior of the tank of a refuse vehicle
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
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- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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Description
Die Erfindung betrifft ein Müllfahrzeug zur getrennten Sammlung von Glasmüll,
beispielsweise Weißglas, Grün- und Braunglas, mit einem in mehrere Abteile
unterteilten Laderaum, wobei die separaten Abteile wahlweise durch Bewegen von
Leitelementen bedienbar sind, wobei die Beladeeinrichtung unabhängig vom jeweils
zu ladenden Massengut stets den gleichen zur Oberseite des Laderaumes
führenden Beladeweg aufweist und daß die Leitelemente, z. B. Klappen,
Förderbänder, Schnecken und dgl. an dessen Oberseite zugeordnet sind, wobei je
nach Stellung bzw. Bewegungsrichtung der Leitelemente der gemeinsame
Beladeweg unmittelbar in das ausgewählte Abteil mündet.
Es sind bereits Fahrzeuge der genannten Bauart bekannt, beispielsweise nach der
DE-PS 29 14 532, welche jedoch vorzugsweise für zwei Müllarten, z. B. Weiß- und
Buntglas konzipiert sind. Zur Verbesserung der Recyclingquote, bzw. um das
Nachsortieren zu vereinfachen, geht man jedoch in manchen Gebieten immer mehr
daran, auch das Buntglas in dessen beiden Komponenten Grün- und Braunglas zu
sammeln. Die Fahrzeuge nach der DE-PS 29 14 532 weisen ein Leitsystem für den
in den Behälter entleerten Müll auf, bei welchem der Müll durch jeweils nur ein
Leitelement in das gewünschte Abteil dirigiert wird. Dadurch ist es nicht möglich, mit
einem Leitelement drei oder mehr Kammer zu bedienen.
Um diesen Nachteil der bekannten Müllfahrzeuge zu umgehen, wird daher
erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß den an der Oberseite des Behälters
angeordneten Leitelementen, wie z. B. Klappen, Förderschnecken, Förderbänder
und dgl. zusätzliche Leitelemente in Form von Klappen, Förderschnecken,
Förderbändern und dgl. nachgeschaltet sind, wobei die Achsen der Klappen bzw.
der Bewegungsrichtungen der Primär- und Sekundärleitelemente im allgemeinen
windschief zueinander stehen. Dadurch ist es erstmals möglich, daß bei gleichem
Beladeweg der Beladeeinrichtung mindestens drei Abteile eines Müllbehälters
wahlweise beschickbar sind, wobei das Umlegen der Klappen bzw. die Änderung der
Förderrichtung der Leitelemente hydraulisch erfolgt. Die richtige Zuordnung der
Position der Leitelemente z. B. abhängig von der Glasart kann auch mittels
elektronischer Erkennungssysteme erfolgen, wobei passive Codeträger an der
Unterseite des Mülltonnenrandes angeordnet sind. Bei Annäherung des
Müllcontainers an die Schüttung wird dann automatisch die Müllart eingelesen,
worauf dann mittels eines Microprozessors die richtige Positionierung der
Leitelemente durchgeführt wird.
Anhand von Zeichnungen soll nun die erfindungsgemäße Konstruktion
beispielsweise näher erläutert werden. Fig. 1 und Fig. 2 zeigen ein
erfindungsgemäßes Fahrzeug in Seitenansicht und Draufsicht. Fig. 3 und Fig. 4
zeigen eine andere Ausführungsform. Fig. 5 bis Fig. 10 zeigen unterschiedliche
Anordnungen und Ausführungsformen der Leitelemente.
Fig. 1 zeigt ein Fahrzeug -1-, an welchem ein Hilfsrahmen -2- vorgesehen ist, der
einen Behälter -3- trägt, welcher mittels vorderer Lager -4- und heckseitig
angeordneter Lagerung -5- mittels eines Teleskopzylinders -6-, wahlweise um die
vordere oder hintere Lagerstelle schwenkbar ist. Dies dient einerseits dazu den
Behälter -3- besser zu befüllen bzw. um den Behälter -3- in die Entleerposition zu
bringen. Der Behälter -3- weist eine schräg angeordnete Trennwand -7- auf deren
oberer Abschnitt als Klappe -8- ausgebildet ist, weiche um eine Achse -9- mittels der
Hydraulikzylinder -10, 10a- schwenkbar ist. Desweiteren weist der Behälter -3- eine
senkrecht stehende Trennwand -14- auf, an dessen oberem Ende ebenfalls eine um
die Achse -13- hydraulisch schwenkbare Klappe bzw. Weiche -11- vorgesehen ist,
wobei die beiden Achsen -9- bzw. -13- windschief zueinander stehen, bzw. in zwei,
in einem rechten Winkel zueinander stehenden Ebenen angeordnet sind. Durch die
Trennwände -7- bzw. -14- wird der Müllbehälter in drei Kammern I, II, III unterteilt.
Eine Hubkippeinrichtung -16- führt nun einen, vom zu ladenden Massengut
unabhängigen Beladeweg aus, wobei je nach Stellung der Klappe -8- das
heckseitige Abteil III oder die beiden frontseitig angeordneten Abteile beschickbar
sind. Je nach Stellung der zweiten Klappe -11-, wird nun das Abteil I oder II
beschickt. Die Hebelkonstruktion zur Bewegung der Klappe -11- ist nun so
konstruiert, daß diese um 180 Grad schwenkbar ist. In der Ausgangsposition liegt
die Klappe -11- in einer Ebene senkrecht zur Fahrtrichtung. In dieser Position kann
auch die Klappe -8- vollständig nach vor in Fahrtrichtung geschwenkt werden. Wird
die Klappe -11- mittels der beiden Hydraulikzylinder -12, 12a- in die Position -11′-
geschwenkt, also etwa 45 Grad zur Fahrtrichtung, wird die Kammer II befüllt, beim
Schwenken in die Position -11′′- die Kammer I. Die Erreichung der jeweiligen
Position kann mittels elektr. Endschalter optisch od. akustisch angezeigt werden
bzw. mittels automatischer Arretierung erreicht werden! Die Hydraulikventile sind
nun mittels logischer Verknüpfung so gesteuert bzw. steuerbar, daß z. B. die Klappe
-8- erst bewegt werden kann, wenn die zweite Klappe -11- sich in der Endposition
befindet! Der Schwenkbereich der Klappe -11- befindet sich in einer parallelen
Ebene zur Klappe -8-, wenn diese die heckseitige Position eingenommen hat. Die
beispielsweise ausgeführte Hubeinrichtung -16- kann sowohl Müllgroßbehälter, also
1100-l-Container als auch zwei nebeneinanderliegende 240-l-Behälter entleeren. Der
Behälter -3- weist einen entriegelbaren hinteren Deckel -15- auf, der beim Entleeren
automatisch öffnet. Ist die Trennwand -7- nicht extra nach unten schwenkbar
ausgeführt, muß der Behälter -3- so hoch gehoben werden, bis der Müll über die
obere Kante rutscht. Bei den Entleerung können ebenfalls wieder die einzelnen
Komponenten, je nach Klappenstellung der Klappen -8, 11- getrennt entleert werden!
Fig. 3 und Fig. 4 zeigen eine Ausführung, bei der die Trennwand -7- in zwei
unabhängig voneinander zu betätigende, hydraulisch schwenkbare Trennwände
-7a, 7b- geteilt ist. Damit braucht der Behälter -3- beim Entleeren nicht soweit nach
oben gekippt werden und die beiden Kammern I bzw. II können ebenfalls unabhängig
voneinander entleert werden! In Fig. 4 ist eine andere Konstruktion der
Schwenkeinrichtung für die Klappe -11- dargestellt, mittels zweier Zylinder -24-, um
ebenfalls einen Schwenkwinkel von 180 Grad zu erreichen. Die Hydraulikzylinder
-22, 23- schwenken die Trennwände -7a- bzw. -7b- bis zum Behälterboden, nachdem
die Kammer III entleert wurde. Eine beidseits angeordnete, hydr. Verriegelung -19-
entlastet die Trennwände -7a, 7b- in der oberen Ausgangsposition.
Fig. 5 zeigt eine Ausführung für den Schwenktrieb der Klappe -11- mittels zweier
Kegelräder -26, 27-, wobei das größere Rad -27- durch einen Hydraulikzylinder -25-
geschwenkt wird. Ferner ist bei dieser Ausführung die Achse -9- in einer parallele
Ebene zur Position der Klappe -8′- ausgeführt. In Fig. 6 sind die beiden
Trennwände -7a, 7b- senkrecht stehend ausgeführt, die hydr. Schwenkeinrichtung
ist dabei nicht eingezeichnet. Die Fig. 7 und Fig. 8 zeigen eine Ausführung der
Sekundärleitelemente mittels zweier an den Außenwänden des Behälters -3-
gelagerter, hydraulisch schwenkbarer Klappen -28, 29-. Die Trennwand -14- ist dabei
ebenfalls nur oberhalb der schrägen Trennwände -7a, 7b- angeordnet. Fig. 9 und
Fig. 10 zeigen eine Konstruktion im Rahmen der Erfindung, wobei als Leitelement
eine Schnecke -34- vorgesehen ist, weiche den Müll nach vor, zu einer Klappe -35-
fördert und je nach Stellung dieser Klappe -35- der Müll in die Kammer I oder II
gelangt! Bei Umkehrung der Förderrichtung der Schnecke -34- gelangt der Müll in
die Kammer III. Fig. 9 zeigt ferner einen Lifter bzw. Hubkippeinrichtung -39- welcher
unmittelbar am hinteren, klappbaren Deckel -39- befestigt ist und mit diesem
mitschwenkt. Die Hubarme -40- dienen zur Aufnahme der Müllbehälter -18-.
Damit sind nur einige Beispiele im Rahmen der Erfindung beschrieben worden.
Weitere Ausführungen im Rahmen des Erfindungsgedankens wären zum Beispiel
Müllfahrzeuge, bei welchen die heckseitige Kammer in zwei Abteile unterteilt ist. Die
Klappe -8- wäre dann in einer in Fahrtrichtung stehender schwenkbaren Achse
anzuordnen. Damit könnten auch sog. MEKAM-Tonnen entleert werden, also
Müllsammelbehälter, welche eine eigene Trennwand für zwei Komponenten
aufweisen. Desweiteren sei festgehalten, daß selbstverständlich sämtliche Arten
von Leitelementen auch an einem einzigen Fahrzeug miteinander kombinierbar sind.
Darüberhinaus besteht auch die Möglichkeit mehr als drei Kammern auszuführen,
sollte z. B. zusätzlich Dosenmüll od. dgl. gesammelt werden. Es ist also auch möglich
nicht nur zwei sondern auch mehrere Leitelemente in der gewünschten
Förderrichtung hintereinander anzuordnen! Daß natürlich auch andere Müllarten
als Glas mit dem erfindungsgemäßen Fahrzeug gesammelt werden können, braucht
nicht besonders erwähnt zu werden. Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung
besteht darin, die senkrecht stehende Trennwand -14- nicht in Behältermitte,
sondern exzentrisch, je nach Relation der Müllmengen zueinander anzuordnen.
Claims (8)
1. Müllfahrzeug zur getrennten Sammlung von Glasmüll, beispielsweise Weißglas,
Grün- und Braunglas, mit einem in mehrere Abteile unterteilten Laderaum, wobei die
separaten Abteile wahlweise durch Bewegen von Leitelementen bedienbar sind,
wobei die Beladeeinrichtung unabhängig vom jeweils zu ladenden Massengut stets
den gleichen, zur Oberseite des Laderaumes führenden Beladeweg aufweist und
daß die Leitelemente, z. B. Klappen, Förderbänder, Schnecken und dgl. an dessen
Oberseite zugeordnet sind, wobei je nach Stellung bzw. Bewegungsrichtung der
Leitelemente der gemeinsame Beladeweg in das ausgewählte Abteil mündet,
dadurch gekennzeichnet, daß den an der Oberseite des Behälters (3)
angeordneten Leitelementen (8, 34) zusätzliche Leitelemente (11, 28, 29, 35) in Form
von Klappen, Förderschnecken, Förderbändern und dgl. nachgeschaltet sind, wobei
die Achsen der Klappen (9, 13) bzw. der Bewegungsrichtungen der Primär- und
Sekundärleitelemente (8, 11, 28, 29, 34, 35) im allgemeinen windschief zueinander
stehen.
2. Müllfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Achsen
(9, 13) der Primär- und Sekundärleitelemente (8, 11, 28, 29, 34, 35) in einen rechten
Winkel zueinander einnehmenden Ebenen befinden.
3. Müllfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die quer zur
Fahrtrichtung stehende Trennwand (7) aus zwei hydraulisch unabhängig
voneinander bewegbaren Teilen (7a, 7b) besteht.
4. Müllfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sekundärleitelement (11) um eine Achse (13) in einem Winkel von 180 Grad
schwenkbar ist.
5. Müllfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sekundärleitelement (11) - wie an sich bekannt - als Fortsetzung der Trennwand
(14) ausgebildet ist.
6. Müllfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Müllcontainer
(18) zur automatischen Auswahl des Beladeweges zum Abteil der entsprechenden
Fraktion einen - an sich bekannten - Erkennungschip aufweisen, der nach dessen
Einlesung die Positionierung der Leitelemente (8, 11) initiiert.
7. Müllfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Beldeeinrichtung (39) am hinteren Deckel (15) befestigt ist.
8. Müllfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebenen der
Trennwände (7, 14) sich im wesentlichen in einem rechten Winkel zueinander
befinden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9421088U DE9421088U1 (de) | 1993-01-21 | 1994-01-14 | Dreikammer-Glasmüllfahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT8593 | 1993-01-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4400881A1 true DE4400881A1 (de) | 1994-08-11 |
Family
ID=3481126
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944400881 Ceased DE4400881A1 (de) | 1993-01-21 | 1994-01-14 | Dreikammer-Glasmüllfahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4400881A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN104495163A (zh) * | 2014-12-13 | 2015-04-08 | 广西玉柴专用汽车有限公司 | 对接斗翻转机构 |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2549370A (en) * | 1945-12-07 | 1951-04-17 | Earl A Ernst | Loading device |
| DE3332059A1 (de) * | 1983-09-06 | 1985-03-21 | Bartholomäus 6145 Lindenfels Bitsch | Muellbehaelter fuer automatische entleerung |
| DE2914532C2 (de) * | 1978-04-17 | 1988-10-13 | M-U-T Maschinen- Und Transportanlagen Gmbh, Stockerau, At |
-
1994
- 1994-01-14 DE DE19944400881 patent/DE4400881A1/de not_active Ceased
Patent Citations (3)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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| 8131 | Rejection |