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DE44767C - Hemd ohne Schlitz - Google Patents

Hemd ohne Schlitz

Info

Publication number
DE44767C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shirt
piece
slit
neck
sewn
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44767D
Other languages
English (en)
Original Assignee
L. F. TURNER und A. L. CRAWFORD in Troy, New-York, V. St. A
Publication of DE44767C publication Critical patent/DE44767C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41BSHIRTS; UNDERWEAR; BABY LINEN; HANDKERCHIEFS
    • A41B1/00Shirts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Outer Garments And Coats (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3: Bekleidungsindustrie.
(New-York, V. St. Α.).
Hemd ohne Schlitz.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. October 1887 ab.
i Auf beiliegender Zeichnung ist in Fig. 1 eine Vorderansicht eines achsellosen Hemdes, in Fig. 2 eine Hinteransicht eines mit Achselstück versehenen Hemdes dargestellt; Fig. 3 zeigt den oberen Theil des Hemdenrumpfes, Fig. 4 den den letzteren bedeckenden Theil des Hemdes, Fig. 5 ein in der bisher üblichen Weise gefertigtes Hemd mit Halsausschnitt und Schlitz; Fig. 6 bis 11 zeigen Abänderungen in den vorbenannten Anordnungen.
Hemden werden gewöhnlich aus zwei Theilen, dem Vorder- und dem Hinterrumpf, durch Zusammennähen an den Seiten hergestellt, wobei oben ein besonderes Achselstück eingenäht sein kann und ein Ausschnitt g, Fig. 5, für den Hals in dem einen der beiden Theile angebracht ist mit einem Schlitz S, um das An- und Ausziehen des Hemdes bequem zu ermöglichen. Bei solchen Hemden ist der Schlitz S der Abnutzung und dem Einreifsen in den Rumpf sehr ausgesetzt, auch öffnet sich bei jeder Bewegung des Trägers der Schlitz sehr leicht.
Fig. ι zeigt ein Unterhemd, welches sich nach vorn öffnet. Der Vordertheil ist mit A bezeichnet, der Hintertheil mit B. Beide Theile sind mittelst der Seitensäume b und an den Aermeln mittelst der Nähte b' zusammengenäht, die man im vorliegenden Falle ebenfalls als Seitensäume bezeichnen kann; sie bezeichnen gleichzeitig die Aufsenkante der Aermellöcher. Das obere Ende des Rumpfes A ist an dem oberen Ende von B durch den Schultersaum a, der von der Halsöffnung bis zum Aermelloch läuft, jedoch nur an einer Seite des Halses befestigt, während auf der anderen Halsseite der Stoff nach der Linie J, welche von der Halsöffnung bis zum unteren Theile des anderen Aermelloches (s. auch Fig. 3)-läuft, schräg weggeschnitten ist.
Das Stück C, in Fig. 4 besonders dargestellt, ist in ähnlicher Weise wie der obere Theil von A geformt. Dieses Stück ist an seiner oberen Kante an B, Fig. 1, mittelst des Schultersaumes a und an der einen Seite des Aermelloches mittelst des Saumes b' befestigt; die Fläche C überdeckt den Rumpf A so, dafs die beiden Diagonalkanten J und J' sich unter nahezu einem rechten Winkel schneiden; das Ende C' des Stückes ist in den Saum b', welcher den Aermel an dem Rumpf A befestigt, eingelegt (Fig. 1), oder aber auch, wie Fig. 2 zeigt, in den Seitensaum b', welcher die beiden Rümpfe A und B vereinigt.
Es kann ferner auch das Ende C in einen Punkt auslaufen und braucht auch nicht bis nach dem Seitensaum zu reichen, wie beispielsweise durch die gestrichelte Linie J2 in Fig. ι dargestellt ist; endlich kann auch, wie durch die Linie L, Fig. 1, angedeutet, der Abschlufs in dem Schultersaum α erfolgen. Die untere Kante wird durch den Saum G an den Rumpf A angenäht.
Es kann infolge dieser Anordnung kein Schlitz mehr ausreifsen, und da das überdeckende Stück an beiden Seiten des Hemdes festsitzt, so liegt es auch beim Gebrauch fest gegen den Rumpf A an, und das Offenstehen
des Schlitzes wird unmöglich, ohne dafs Knöpfe nöthig wären. Das überlappende Stück dient aufserdem noch zum wirksamen Schutz der Lungen, sowohl auf der Rückseite wie auf der Vorderseite, und verhütet bei dünneren Unterkleidern wirksam das Durchtreten des Körperschweifses bis zum Oberhemd. Diese Ein- ■ richtung kann auch auf der Rückseite des Hemdes angebracht werden, wie Fig. 2 zeigt, wo der überlappende Theil wie früher an den Schultertheil angenäht ist, welcher ihn mit dem Achselstück E verbindet, anstatt direct mit dem Vorderrumpf. Man kann hier auch einen Knopf d an dem Achselstück oder dem Kragentheil F anbringen.
In Fig. 3 wird durch die gestrichelte Linie e das Stück angedeutet, welches von dem auf übliche Weise zugeschnittenen Vorderrumpf fortzunehmen ist. Dies Stück darf natürlich etwas gröfser oder kleiner abgeschnitten werden, so dafs die Linie J mehr oder weniger gebogen erscheint. Auch kann die Halsöffhung zum Theil im Vorderrumpf, zum Theil im Hinterrumpf desselben Hemdes sitzen.
Die dargestellte Ausführung des Hemdes ist besonders vortheilhaft bei Unterhemden, da das Hemd einen doppelten Schutz für die Lungen bietet. Bei solchen Unterkleidern werden gewöhnlich Vorder- und Hinterrumpf aus einem einzigen Stück Zeug geschnitten, das dann zusammengefaltet und an den Seiten durch Säume zusammengenäht wird, welche die Oeffhungen für die Arme und den Hals freilassen. In Fig. 6 ist ein solches aus einem Stück geschnittenes Hemd flach gelegt, bevor die Seiten zusammengenäht sind, dargestellt; die Falte ist durch die Linie x-x angegeben. Durch Wegschneiden eines Schultertheils von beiden Rumpfstücken wird nun ein Ausschnitt in dem Zeug hergestellt, der begrenzt ist durch die halbe Halsöffnung und die Strichlinien η η. Das Doppelstück C C, welches in Fig. 7 besonders dargestellt ist, wird dann aufgelegt und mit den Kanten an die Rümpfe, wie früher erläutert, festgenäht, so dafs ein Theil den fortgeschnittenen Tüeil der Rümpfe ersetzt", die Enden von C C werden in Aermd- oder Seitensäumen befestigt. Die Vorder- und Hinterrümpfe des Hemdes können aus mehreren Theilen bestehen, wie beispielsweise in Fig. 8 dargestellt, wo der Rumpf aus den Theilen Al und A? besteht. Die drei Theile A', A2 und C können alle durch einfache Säume verbunden werden.
In Fig. 9 ist ein einfaches Stück Zeug dargestellt, welches die Rümpfe bilden soll und welches durch einen bogenfömigen Schnitt, von der Halsöffnung bis zum Seitensaume b' laufend, getheilt ist, so dafs eine Kante J entsteht , welche lose an dem Rumpfe A liegt. Ein überlappendes Stück C, Fig. 10, wird dann mit seiner Kante /' an dem Hemd mittelst des Saumes K, Fig. 11, befestigt, die untere Kante ebenfalls, während die andere Hälfte von C, wie früher beschrieben, lose bleibt.
Wenn man noch in ähnlicher Weise wie bei A, Fig. 9, auch bei B einen solchen Schnitt macht, was durch die punktirte Linie i angedeutet wird, so würde ganz dasselbe Stück ausgeschnitten werden, wie in Fig. 6 angegeben ist; das Stück C, welches dann nach Fig. 10 doppelt genommen aufzusetzen ist, würde nun dieselbe Form wie in Fig. 7 erhalten.
Die vorliegende Erfindung läfst sich nicht nur für Hemden, sondern auch für andere Kleidungsstücke verwenden. ■ Es ist zu beachten, dafs der Diagonalschnitt /, der in die Halsöffnung ausläuft, nie in ein Rumpfstück endet, sondern nur in einen Saum, der zwei oder mehr Hemdentheile verbindet, wie es beispielsweise durch die Linie J3 in Fig. 8 gezeigt wird. Die dargestellte Form der Diagonallinie kann selbstredend nicht mafsgebend für das Wesen der vorliegenden Erfindung sein, welches vielmehr darin besteht, dafs die durch die Linie dargestellte Kante stets lose bleibt und nicht auf oder nahe der Halsöffnung angenäht wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei Hemden und ähnlichen Kleidungsstücken die den Schlitz entbehrlich machenden Klappen C, deren Enden an den Aermellochsäumen befestigt sind, deren von der Halsöffnung ausgehende und in den Seiten- oder Aermellochsaum endigende Kante J aber nicht festgenäht wird, um das An- und Ausziehen des Hemdes zu ermöglichen, während beim Einführen der Arme in die Aermel durch das Strecken der Schultertheile der feste Schlufs am Halse herbeigeführt wird.
    ■Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT44767D Hemd ohne Schlitz Expired - Lifetime DE44767C (de)

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Publication Number Publication Date
DE44767C true DE44767C (de)

Family

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DENDAT44767D Expired - Lifetime DE44767C (de) Hemd ohne Schlitz

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DE (1) DE44767C (de)

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