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DE191435C - - Google Patents

Info

Publication number
DE191435C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sleeve
garment
flap
sewn
arm
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT191435D
Other languages
English (en)
Publication of DE191435C publication Critical patent/DE191435C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D27/00Details of garments or of their making
    • A41D27/10Sleeves; Armholes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Details Of Garments (AREA)
  • Outer Garments And Coats (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV* 191435-KLASSE 3 b. GRUPPE
AUGUST WALTER in LONDON.
Kleidungsstück. Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Dezember 1906 ab.
Die Erfindung betrifft ein Kleidungsstück der Art, daß der untere Teil des Ärmelloches einen Lappen trägt, der mit dem Hauptteil des Kleidungsstückes aus einem Stück besteht und in den Ärmel eingekeilt und vernäht wird. Die Kleidungsstücke werden so hergestellt, daß sie eine vollständig freie Beweglichkeit gestatten, dabei aber doch unter den Armen gut sitzen. Es sind dies
ίο Eigenschaften, die ein und dasselbe Kleidungsstück bisher zu gleicher Zeit nicht aufwies. Unterkleider,, wie Unterjacken und lose sitzende Hemden, sowie Flanell- und andere leichte Jacken, die mehr zum Schutz unter Vernachlässigung ihres Aussehens getragen werden, besitzen lange Armlöcher, um die freie Beweglichkeit nicht zu beeinträchtigen. Dahingegen werden Gehröcke, Besuchs- und Gesellschaftsanzüge, bei denen gutes Aussehen und guter Sitz die Hauptsache ist, mit kleinen Ärmellöchern und engen, dicht unter den Armen sitzenden Ärmeln zugeschnitten, wodurch zwar ein schönes Aussehen erzielt, dagegen die freie Beweglichkeit beeinträchtigt wird:
Um nun auch den guten Sitz der mit engen Ärmellöchern versehenen Oberkleider bei Unterkleidern zu erzielen, könnten letztere ohne Rücksicht auf freie Beweglichkeit in derselben Weise wie die Oberkleider hergestellt werden. Solche Unterkleider können jedoch in Fällen, wo eine freie Bewegung erforderlich ist, gar nicht getragen werden. Daher ist es üblich, Unterkleider mit weiten Ärmellöchern und Ärmeln herzustellen.
Gemäß der Erfindung ist nun das in Frage kommende Kleidungsstück derart hergestellt, daß anstatt eines für die freie Beweglichkeit . nötigen großen Ärmelloches dieses nur verhältnismäßig klein geschnitten, dagegen unter dem Arm derartig Stoff belassen ist, daß er sich bei dem fertigen Kleid unter den Arm legt und, indem er sich der Armhöhle mehr oder weniger anpaßt, ein Anheben des Armes über die Horizontale hinaus gestattet, ohne ein Zerren an den Seiten des Kleidungsstückes hervorzurufen.
Die Zeichnung erläutert die Erfindung beispielsweise an einem Unterhemd. Fig. 1 ist eine Vorderansicht desselben, und zwar mit einem angenähten und einem noch nicht angenähten Ärmel. Der unter den Arm zu faltende Stoffteil wird dadurch gebildet, daß beim Zuschneiden des Kleidungsstückes a an jedem Ärmelloch c ein mit dem Hauptteil zusammenhängender Lappen b belassen wird. Dieser Lappen b wird beim Annähen des Ärmels in den oberen Teil desselben sozusagen eingekeilt und mit ihm vernäht, so daß der Lappen b einen Teil des oberen Ärmels bildet. Wird beim Tragen des Kleidungsstückes der Arm hochgehoben, so entfaltet sich der Lappen b einfach, ohne am Seitenteil zu zerren, und beim Herablassen faltet sich der Lappen b unter dem Arm so zusammen, daß das Armloch mehr oder weniger die Gestalt eines Halbmondes annimmt und so an Tiefe abnimmt. Fig. 2 zeigt einen Teilschnitt nach A-A der Fig. 1 bei herabgelassenem Arm.
Bei einer Unterjacke z.B., deren Körper aus einem Schlauch von Trikotgevvebe be-
steht, werden, anstatt an den Seiten für die Ärmellöcher einen Teil des Stoffes fortzuschneiden, diagonale Einschnitte c gemacht, wie in Fig. ι rechts angegeben. Diese Einschnitte erstrecken sich durch die doppelte Stärke des Gewirkes bei flach zusammengelegtem Schlauchkörper a, und zwar von oben an der Schulter bis zu einem entsprechenden Punkt einwärts und abwärts. Bei dem Einsetzen der Ärmel werden dann diese Lappen b derart angenäht, daß sie an den unteren Teil der Ärmel passen und eine Vervollständigung der Ärmel bilden.
In den meisten Fällen wird ein einfacher Diagonalschnitt von den Schultern herunter in die Doppeldicke des Stoffes genügen, um die dreieckförmigen, einen Teil des Ärmels bildenden Lappen b zu erzeugen. In einigen Fällen kann es jedoch vorteilhafter sein, einen V-föynigen Schnitt anzuwenden, wobei dann der eine Rand das Ärmelloch bildet und der andere zum Annähen an den Ärmel dient. Der ausgeschnittene Teil bildet Abfall und wird nicht benötigt. Die Abmessungen und die Form des Schnitts hängen naturgemäß von den Besonderheiten bzw. von den Maßen der Personen ab, für die das Kleidungsstück bestimmt ist, und \ron der Art desselben. So kann es beispielsweise wünschenswert sein, bei einem Jackett oder Flanellhemd für den Lappen, den Ärmel und das Armloch einen andern Schnitt anzuwenden als bei einem Trikotunterhemd von entsprechenden Abmessungen.
In Fig. 3 ist beispielsweise ein Teil eines gemäß der Erfindung hergestellten, flach zusammengelegten Flanellhemdes in Vorderansicht dargestellt. Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt durch den wie im Gebrauch herabhängenden Ärmel des Hemdes. In diesem Beispiel hat der Lappen b eine flach runde Form entsprechend der Armhöhle und ist mit dem entsprechend gestalteten Ende des Ärmels von gewöhnlicher Form verbunden.
Die in dieser Weise hergestellten Kleidungsstücke gewähren dem Träger große Beweglichkeit, ohne Unbehagen zu verursachen, und diese Bequemlichkeit wird erzielt, ohne daß Materialverluste entstehen. Vielmehr wird Material erspart, da bei Trikotunterjacken und -hemden keine separaten Einsatzstüeke (Zwickel) oder besonders zugeschnittene Ärmel benötigt werden. Die lästigen und leicht zerreißbaren Nähte unter der Armhöhle fallen fort und verringert sich deshalb auch die Zahl der auszuführenden Nähte.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Kleidungsstück, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Teil des Ärmelloches sich ein Lappen (b) befindet, der mit dem Hauptteil des Kleidungsstückes aus einem Stück besteht und in den Ärmel eingekeilt und vernäht wird.
2. Eine Ausführungsform nach Anspruch ι, insbesondere für ein aus einem Trikotgewebe hergestelltes Kleidungsstück, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Ärmel zu vernähende Lappen (b) durch einen diagonalen Einschnitt am Schulterende des flach zusammengelegten Trikotgewebes entstanden ist, wodurch der Armlochschnitt verkleinert und Material gespart wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT191435D Active DE191435C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE191435C true DE191435C (de)

Family

ID=454830

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT191435D Active DE191435C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE191435C (de)

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