DE4444711A1 - Flammgeschützte Kunststoffmassen - Google Patents
Flammgeschützte KunststoffmassenInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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- C08K5/3467—Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring having more than two nitrogen atoms in the ring
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- C08K5/3492—Triazines
- C08K5/34922—Melamine; Derivatives thereof
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Kunststoffmassen mit einem
Schmelzflußindex von 0,1 bis 100 g/10 min, bei 230°C und unter
einem Gewicht von 2,16 kg, aus
- a) einem Polymerisat aus 25 bis 97 Gew.-% eines Propylenhomo polymerisats und 3 bis 75 Gew.-% eines Propylencopolymerisats mit einpolymerisierten C₂-C₁₀-Alk-1-enen, wobei der Comono merengehalt 15 bis 80 Gew.-%, bezogen auf die letztere Kompo nente beträgt,
- b) einem mit α,β-ethylenisch ungesättigten Carbonsäuren bzw. Car bonsaurederivaten gepfropftem Propylenpolymerisat oder Ethylenpolymerisat, welches einen Schmelzflußindex von 0,01 bis 400 g/10 min, bei 230°C und unter einem Gewicht von 2,16 kg und einen Gehalt an α,β-ethylenisch ungesättigten Carbonsäuren bzw. Carbonsäurederivaten von 0,1 bis 5 Gew.-% aufweist und
- c) einer stickstoffhaltigen Verbindung der folgenden allgemeinen Formel (I)
wobei die Reste R¹ gleich oder verschieden sein können und für
Wasserstoff, ein C₁-C₃₀-Alkyl, ein mit einem oder mehreren Sauer
stoffatomen und/oder Aminogruppen substituiertes C₂-C₃₀-Alkyl, ein
mit einem oder mehreren Sauerstoffatomen und/oder Aminogruppen
substituiertes C₂-C₃₀-Alk-1-enyl stehen oder aber einen Rest der
allgemeinen Formel (II) bedeuten,
wobei die Reste R² gleich oder verschieden sein können und für
Wasserstoff, ein C₁-C₄-Alkyl oder für eine Aminogruppe stehen und
m eine ganze Zahl im Bereich von 1 bis 100 bedeutet.
Außerdem betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung dieser Kunststoffmassen sowie Folien, Fasern und
Formkörper aus diesen Kunststoffmassen.
Es ist bekannt, durch Zusätze von geeigneten Flammschutzmitteln
die Brennbarkeit von Polyolefinen zu reduzieren. Flammschutz
mittel können in den Brennmechanismus entweder physikalisch durch
Kühlen, Beschichten und Verdünnen oder chemisch durch Reaktion in
der Gasphase oder in der festen Phase, beispielsweise durch Aus
bildung einer schützenden Kohle- oder Ascheschicht eingreifen
(K. Stoeckhert "Kunststoff-Lexikon", Carl Hanser Verlag, München
Wien 1981, 7. Auflage).
Durch Zusatz von halogenhaltigen Flammschutzmitteln in Gegenwart
von Antimontrioxid und Phenolen ist es möglich, Polyolefine mit
guten flammhemmenden Eigenschaften zu erhalten (JP-A 91/121149).
Nachteilig an derartigen Systemen ist allerdings, daß im Brand
fall Halogenwasserstoffe mit stark korrosiven Eigenschaften frei
gesetzt werden.
Es ist weiterhin bekannt, Metalloxide oder Metallhydroxide wie
beispielsweise Magnesiumhydroxid als Flammschutzmittel bei Poly
olefinen einzusetzen (JP-A 91/247660). Zur Erzielung guter flamm
hemmender Eigenschaften müssen aber in diesem Fall große Mengen
derartiger anorganischer Füllstoffe zugesetzt werden, wodurch die
mechanischen Eigenschaften der Polyolefine nachteilig beeinflußt
werden.
In den japanischen Offenlegungsschriften JP-A 79/15952 und
JP-A 88/291935 wird die Verwendung einer stickstoffhaltigen Ver
bindung, insbesondere von Melamin als Flammschutzmittel für Poly
propylen beschrieben. Dabei zeigt es sich aber, daß die dabei
erhaltenen Produkte im Vergleich zum nichtbehandelten Poly
propylen nunmehr schlechtere mechanische Eigenschaften aufweisen.
Weiterhin ist der JP-A 90/247244 zu entnehmen, durch Zusatz von
Mischungen stickstoffhaltiger Verbindungen wie Melamin mit rotem
Phosphor oder organischen Phosphorverbindungen und mit Magnesium
oxysulfat zu Polypropylen dieses flammfest zu machen. Derartige
Mischungen weisen aber u. a. den Nachteil auf, daß sie aufgrund
der Zusätze an toxikologisch bedenklichen Stoffen wie Phosphor
bzw. phosphororganischer Verbindungen technisch schwer zu hand
haben sind.
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, den
vorliegenden Mängeln abzuhelfen und ein flammfestes Polypropylen
zu entwickeln, welches nach einem technisch einfachen Verfahren
erhalten werden kann und darüber hinaus gute mechanische Eigen
schaften aufweist.
Diese Aufgabe wurde durch die eingangs definierten Kunststoff
massen gelöst.
Die erfindungsgemäßen Kunststoffmassen weisen einen Schmelzfluß
index von 0,1 bis 100 g/10 min, bei 230°C und unter einem Gewicht
von 2,16 kg, auf. Der Schmelzflußindex entspricht dabei der Menge
an Polymerisat, die innerhalb von 10 Minuten aus der nach DIN 53
735 genormten Prüfvorrichtung bei einer Temperatur von 230°C und
unter einem Gewicht von 2,16 kg ausgepreßt wird. Besonders bevor
zugt sind dabei solche Kunststoffmassen, deren Schmelzflußindex
0,1 bis 50 g/10 min, bei 230°C und unter einem Gewicht von
2,16 kg, beträgt.
Die erfindungsgemäßen Kunststoffmassen enthalten ein Polymerisat
a) aus 25 bis 97 Gew.-% eines Propylenhomopolymerisats und 3 bis
75 Gew.-% eines Propylencopolymerisats mit einpolymerisierten
C₂-C₁₀-Alk-1-enen, wobei der Comonomerengehalt 15 bis 80 Gew.-%,
bezogen auf die letztere Komponente beträgt. Bevorzugt sind dabei
Kunststoffmassen, deren Polymerisat a) aus 35 bis 95 Gew.-% eines
Propylenhomopolymerisats und 5 bis 65 Gew.-% eines Propylencopo
lymerisats besteht, wobei der Comonomerengehalt 20 bis 75 Gew.-%,
bezogen auf die letztere Komponente beträgt. Besonders bevorzugte
Kunststoffmassen enthalten ein Polymerisat a) aus 40 bis
93 Gew.-% eines Propylenhomopolymerisats und 7 bis 60 Gew.-%
eines Propylencopolymerisats. In diesem Fall liegt der Comono
merengehalt bei 25 bis 70 Gew.-%, bezogen auf die letztere Kompo
nente. Unter einpolymerisierten C₂-C₁₀-Alk-1-enen sind in diesem
Zusammenhang insbesondere Ethylen, But-1-en, Pent-1-en, Hex-1-en,
Hept-1-en oder Oct-1-en oder Gemische aus diesen Comonomeren zu
verstehen, wobei bevorzugt Ethylen oder But-1-en eingesetzt
werden.
Die Herstellung des erfindungsgemäß zu verwendenden Polymerisats
a) kann in den üblichen, für die Polymerisation von Propylen ver
wendeten Reaktoren entweder absatzweise oder bevorzugt kontinu
ierlich durchgeführt werden. Geeignete Reaktoren sind u. a. konti
nuierlich betriebene Rührkessel, wobei man auch eine Reihe von
mehreren hintereinander geschalteten Rührkesseln einsetzen kann.
Die Reaktoren enthalten ein Festbett aus feinteiligem Polymeri
sat, welches üblicherweise durch Rühren in Bewegung gehalten
wird.
Das Verfahren kann mit den in der Polymerisationstechnik üblichen
Ziegler-Natta-Katalysatoren sowohl in der Gasphase, als auch in
einer Lösung oder einer Aufschlämmung durchgeführt werden. Diese
enthalten u. a. neben einer titanhaltigen Feststoffkomponente noch
Cokatalysatoren. Als Cokatalysatoren kommen dabei Aluminium
verbindungen zusammen mit Elektronendonorverbindungen in Frage.
Zur Herstellung der titanhaltigen Feststoffkomponente werden als
Titanverbindungen im allgemeinen Halogenide oder Alkoholate des
drei- oder vierwertigen Titans verwendet, wobei die Chloride des
Titans, insbesondere Titantetrachlorid, bevorzugt sind. Vorteil
haft enthält die titanhaltige Feststoffkomponente einen fein
teiligen Träger, wofür sich Silicium- und Aluminiumoxide, sowie
Aluminiumsilicate der Bruttoformel SiO₂·aAl₂O₃, wobei a für einen
Wert von 0,001 bis 2, insbesondere von 0,01 bis 0,5 steht, gut
bewährt haben.
Die bevorzugt verwendeten Träger weisen einen Teilchendurchmesser
von 0,1 bis 1000 µm, insbesondere von 10 bis 300 µm, ein Poren
volumen von 0,1 bis 10 cm³/g, insbesondere von 1,0 bis 5,0 cm³/g
und eine spezifische Oberfläche von 10 bis 1000 m²/g, insbesondere
von 100 bis 500 m²/g auf.
Weiter werden bei der Herstellung der titanhaltigen Feststoff
komponente u. a. Verbindungen des Magnesiums eingesetzt. Als
solche kommen insbesondere Magnesiumhalogenide, Magnesiumalkyle
und Magnesiumaryle, sowie Magnesiumalkoxy- und Magnesiumaryloxy
verbindungen in Betracht, wobei bevorzugt Magnesiumdichlorid,
Magnesiumdibromid und Magnesiumdi-(C₁-C₁₀-alkyl)-Verbindungen ver
wendet werden. Daneben kann die titanhaltige Feststoffkomponente
noch Halogen, bevorzugt Chlor oder Brom, enthalten.
Außerdem enthält die titanhaltige Feststoffkomponente in der
Regel noch Elektronendonorverbindungen, beispielsweise mono- oder
polyfunktionelle Carbonsäuren, Carbonsäureanhydride und Carbon
säureester, Ketone, Ether, Alkohole, Lactone, sowie phosphor- und
siliciumorganische Verbindungen. Bevorzugt werden als Elektronen
donorverbindungen innerhalb der titanhaltigen Feststoffkomponente
Phthalsäurederivate der allgemeinen Formel (III)
verwendet, wobei X und Y jeweils für Chlor oder einen C₁- bis
C₁₀-Alkoxyrest oder gemeinsam für Sauerstoff stehen. Besonders
bevorzugte Elektronendonorverbindungen sind Phthalsäureester,
wobei X und Y C₁-C₈-Alkoxyreste, beispielsweise Methoxy-, Ethoxy-,
Propyloxy- oder Butyloxyreste bedeuten.
Weiter bevorzugte Elektronendonorverbindungen innerhalb der
titanhaltigen Feststoffkomponente sind u. a. Diester von 3- oder
4-gliedrigen, gegebenenfalls substituierten Cycloalkyl-1,2-
dicarbonsäuren, sowie Monoester von, gegebenenfalls substituier
ten Benzophenon-2-carbonsäuren. Als Hydroxyverbindungen werden
bei diesen Estern die bei Veresterungsreaktionen üblichen
Alkohole verwendet, u. a. C₁- bis C₁₅-Alkanole, C₅- bis C₇-Cyclo
alkanole, die ihrerseits C₁- bis C₁₀-Alkylgruppen tragen können,
ferner Phenole, Naphthole sowie die C₁-C₁₀-Alkylderivate dieser
Verbindungen.
Die titanhaltige Feststoffkomponente kann nach an sich bekannten
Methoden hergestellt werden. Beispiele dafür sind u. a. in der
EP-A 45 975, der EP-A 86 473, der EP-A 171 200, der GB-A 2 111
066 und der US-A 4 857 613 beschrieben.
Bei der Herstellung der titanhaltigen Feststoffkomponente wird
bevorzugt das nachstehende dreistufige Verfahren angewandt.
In der ersten Stufe versetzt man zunächst einen feinteiligen
Träger, bevorzugt Siliciumdioxid oder SiO₂·aAl₂O₃ mit einem
Wassergehalt von 0,5 bis 5 Gew.-% - wobei a für eine Zahl im
Bereich von 0,001 bis 2, insbesondere im Bereich von 0,01 bis 0,5
steht - mit einer Lösung der magnesiumhaltigen Verbindung in
einem flüssigen Alkan, wonach man dieses Gemisch 0,5 bis
Stunden lang bei einer Temperatur zwischen 10 und 120°C rührt.
Vorzugsweise setzt man pro Mol des Trägers 0,1 bis 1 mol der
Magnesiumverbindung ein. Anschließend fügt man unter ständigem
Rühren ein Halogen oder einen Halogenwasserstoff, insbesondere
Chlor oder Chlorwasserstoff im wenigstens zweifachen, bevorzugt
im wenigstens fünffachen molaren Überschuß, bezogen auf die
magnesiumhaltige Verbindung, hinzu. Nach etwa 30 bis 120 Minuten
trennt man den Feststoff von der flüssigen Phase ab.
In der zweiten Stufe bringt man das auf diese Weise erhaltene
Produkt in ein flüssiges Alkan ein und fügt danach ein C₁- bis
C₈-Alkanol, insbesondere Ethanol, ein Halogenid oder ein Alkoholat
des drei- oder vierwertigen Titans, insbesondere Titantetra
chlorid, sowie eine Elektronendonorverbindung, insbesondere ein
Phthalsäurederivat der allgemeinen Formel (III) hinzu. Dabei
setzt man pro Mol Magnesium des aus der ersten Stufe erhaltenen
Feststoffs 1 bis 5 mol, insbesondere 2 bis 4 mol, Alkanol, 2 bis
20 mol, insbesondere 4 bis 10 mol, des drei- oder vierwertigen
Titans und 0,01 bis 1 mol, insbesondere 0,1 bis 1,0 mol, der
Elektronendonorverbindung ein. Dieses Gemisch wird wenigstens
eine Stunde lang bei einer Temperatur zwischen 10 und 150°C
gerührt, der so erhaltene feste Stoff anschließend abfiltriert
und mit einem flüssigen Alkan, bevorzugt mit Hexan oder Heptan,
gewaschen.
In der dritten Stufe extrahiert man den aus der zweiten Stufe
erhaltenen Feststoff einige Stunden lang bei Temperaturen
zwischen 100 und 150°C mit überschüssigem Titantetrachlorid oder
einer im Überschuß vorliegenden Lösung von Titantetrachlorid in
einem inerten Lösungsmittel, vorzugsweise einem Alkylbenzol,
wobei das Lösungsmittel wenigstens 5 Gew.-% Titantetrachlorid
enthält. Danach wäscht man das Produkt solange mit einem
flüssigen Alkan, bis der Gehalt der Waschflüssigkeit an Titan
tetrachlorid weniger als 2 Gew.-% beträgt.
Die auf diese Weise erhältliche titanhaltige Feststoffkomponente
wird mit Cokatalysatoren als Ziegler-Natta-Katalysatorensystem
verwendet. Als Cokatalysatoren kommen dabei Aluminiumverbindungen
und Elektronendonorverbindungen in Betracht.
Geeignete Aluminiumverbindungen sind neben Trialkylaluminium auch
solche Verbindungen, bei denen eine Alkylgruppe durch eine
Alkoxygruppe oder durch ein Halogenatom, beispielsweise durch
Chlor oder Brom, ersetzt ist.
Bevorzugt werden Trialkylaluminiumverbindungen verwendet, deren
Alkylgruppen jeweils 1 bis 8 C-Atome aufweisen, beispielsweise
Trimethyl-, Triethyl- oder Methyldiethylaluminium.
Bevorzugt verwendet man neben der Aluminiumverbindung noch als
weiteren Cokatalysator Elektronendonorverbindungen wie beispiels
weise mono- oder polyfunktionelle Carbonsäuren, Carbonsäure
anhydride und Carbonsäureester, Ketone, Ether, Alkohole, Lactone,
sowie phosphor- und siliciumorganische Verbindungen. Besonders
geeignete Elektronendonorverbindungen sind dabei silicium
organische Verbindungen der allgemeinen Formel (IV)
R³nSi (OR⁴)4-n (IV)
wobei R³ gleich oder verschieden ist und eine C₁- bis C₂₀-Alkyl
gruppe, eine 5- bis 7-gliedrige Cycloalkylgruppe, die ihrerseits
eine C₁- bis C₁₀-Alkylgruppe tragen kann, oder eine C₆- bis C₂₀-
Aryl- oder Arylalkylgruppe bedeutet, R⁴ gleich oder verschieden
ist und eine C₁- bis C₂₀-Alkylgruppe bezeichnet und n für die
Zahlen 1, 2 oder 3 steht. Besonders bevorzugt werden dabei solche
Verbindungen, in denen R³ eine C₁- bis C₈-Alkylgruppe oder eine 5-
bis 7-gliedrige Cycloalkylgruppe, R⁴ eine C₁- bis C₄-Alkylgruppe
und n die Zahlen 1 oder 2 bedeuten.
Unter diesen Verbindungen sind Dimethoxydiisopropylsilan, Di
methoxyisopropylsek.butylsilan, Dimethoxyisobutylisopropylsilan,
Dimethoxydiisobutylsilan, Dimethoxydicyclopentylsilan und Di
ethoxyisobutylisopropylsilan hervorzuheben.
Bevorzugt werden solche Katalysatorsysteme verwendet, bei denen
das Atomverhältnis zwischen Aluminium aus der Aluminiumverbindung
und Titan aus der titanhaltigen Feststoffkomponente 1 : 1 bis
800 : 1, insbesondere 2 : 1 bis 200 : 1, und das Molverhältnis zwischen
der Aluminiumverbindung und der als Cokatalysator eingesetzten
Elektronendonorverbindung 1 : 1 bis 100 : 1, insbesondere 2 : 1 bis
80 : 1 beträgt. Die Katalysatorbestandteile können in beliebiger
Reihenfolge einzeln oder als Gemisch der Komponenten in das Poly
merisationssystem eingebracht werden.
Mit Hilfe derartiger Katalysatorsysteme können die erfindungs
gemäß einzusetzenden Polymerisate a) hergestellt werden. In einem
bevorzugten Herstellungsverfahren wird dabei aus der Gasphase
heraus in einer ersten Polymerisationsstufe Propylen polymeri
siert und dem daraus erhältlichen Propylenhomopolymerisat in ei
ner zweiten Polymerisationsstufe ein Gemisch aus Propylen und ei
nem oder mehreren C₂-C₁₀-Alk-1-enen hinzupolymerisiert.
Die Polymerisation des Propylens wird in der ersten Polymerisati
onsstufe bei einem Druck von 20 bis 40 bar, einer Temperatur von
60 bis 90°C und einer mittleren Verweilzeit des Reaktionsgemisches
von 1 bis 5 Stunden durchgeführt. Bevorzugt sind dabei Drücke von
20 bis 35 bar, Temperaturen von 65 bis 85°C und mittlere Verweil
zeiten von 1,5 bis 4 Stunden. Man wählt die Reaktionsbedingungen
vorzugsweise so, daß in der ersten Polymerisationsstufe pro mmol
der Aluminiumkomponente 0,05 bis 2 kg, bevorzugt 0,1 bis 1,5 kg,
Propylenhomopolymerisat gebildet werden. Zur Molmassenregelung
können die bei der Polymerisation von Alk-1-enen üblichen Regler,
beispielsweise Wasserstoff mitverwendet werden.
Dieses Propylenhomopolymerisat wird nach Beendigung der Reaktion
mit dem Katalysator aus der ersten Polymerisationsstufe ausge
tragen und in die zweiten Polymerisationsstufe eingeführt, wo
diesem ein Gemisch von Propylen und einem oder mehreren
C₂-C₁₀-Alk-1-enen hinzupolymerisiert wird. Der in der zweiten
Polymerisationsstufe vorherrschende Druck liegt 7, bevorzugt
10 bar, unter dem der ersten Polymerisationsstufe und beträgt 5
bis 30, vorzugsweise 10 bis 25 bar. Die Temperatur liegt bei 30
bis 100, bevorzugt bei 35 bis 80°C und die mittlere Verweilzeit
des Polymerisats beträgt 1 bis 5 Stunden, bevorzugt 1,5 bis 4
Stunden. In dieser zweiten Polymerisationsstufe wird das
Verhältnis der Partialdrücke zwischen Propylen und den einpoly
merisierten C₂-C₁₀-Alk-1-enen auf 0,1 : 1 bis 10 : 1 eingestellt.
Durch geeignete Wahl der Reaktionsparameter sollte ferner darauf
geachtet werden, daß das Gewichtsverhältnis zwischen den in der
ersten und den in der zweiten Polymerisationsstufe umgesetzten
Monomeren 0,2 : 1 bis 20 : 1, insbesondere 0,4 : 1 bis 15 : 1, beträgt.
Weiterhin enthalten die erfindungsgemäßen, flammgeschützten
Kunststoffmassen ein mit α,β-ethylenisch ungesättigten Carbon
säuren bzw. Carbonsäurederivaten gepfropftes Propylenpolymerisat
oder Ethylenpolymerisat b), welches einen Schmelzflußindex von
0,01 bis 400 g/10 min, bei 230°C und unter einem Gewicht von
2,16 kg und einem Gehalt an α,β-ethylenisch ungesättigten Carbon
säuren bzw. Carbonsäurederivaten von 0,1 bis 5 Gew.-% aufweist.
Bevorzugt sind dabei solche gepfropften Polymerisate b) mit einem
Schmelzflußindex von 0,1 bis 200 g/10 min, bei 230°C und unter Ge
wicht von 2,16 kg, nach DIN 53 735, die 0,2 bis 2 Gew.-% an
α,β-ethylenisch ungesättigten Carbonsäuren bzw. Carbonsäurederiva
ten aufweisen.
Unter den Bezeichnungen Propylenpolymerisat oder Ethylenpoly
merisat sollen dabei neben den jeweiligen Homopolymerisaten auch
die entsprechenden Copolymerisate mit untergeordneten Anteilen
anderer C₂-C₁₀-Alk-1-ene verstanden werden, beispielsweise Copoly
merisate, die neben Propylen auch untergeordnete Anteile an
Ethylen, But-1-en, Pent-1-en, Hex-1-en, Hept-1-en oder Oct-1-en
aufweisen, oder aber Copolymerisate, die neben Ethylen noch
untergeordnete Anteile an Propylen, But-1-en, Pent-1-en,
Hex-1-en, Hept-1-en oder Oct-1-en enthalten. Derartige Copoly
merisate können neben Propylen bzw. Ethylen auch mehrere ver
schiedene C₂-C₁₀-Alk-1-ene aufweisen. Als Polymerisate b) werden
vorzugsweise Propylenhomopolymerisate oder Propylencopolymerisate
mit 0,1 bis 50 Gew.-%, insbesondere mit 0,2 bis 45 Gew.-% an ein
polymerisiertem Ethylen verwendet.
Die Herstellung derartiger Propylenhomo- oder -copolymerisate er
folgt vorzugsweise durch Polymerisation mit Hilfe von Ziegler-
Natta-Katalysatorsystemen, analog zur Herstellung des Polymeri
sats a), so daß sich weitere Angaben diesbezüglich erübrigen.
Die Herstellung der entsprechenden Ethylenpolymerisate kann so
wohl in einer Suspension als auch in der Gasphase in üblichen
Polymerisationsreaktoren durchgeführt werden. Dabei kann sowohl
kontinuierlich als auch diskontinuierlich, im gerührten oder im
gewirbelten Festbett, bei Temperaturen von 50 bis 120°C, ins
besondere von 80 bis 120°C und Drücken von 5 bis 50 bar, ins
besondere von 20 bis 40 bar polymerisiert werden.
Die Herstellung der Ethylenpolymerisate wird üblicherweise mit
Hilfe von titan- und aluminiumhaltigen Ziegler-Katalysatoren oder
durch Phillips-Katalysatoren auf der Basis von chromhaltigen
Verbindungen durchgeführt, wobei Phillips-Katalysatoren bevorzugt
verwendet werden. Beispiele für besonders geeignete Phillips-
Katalysatoren sind u. a. aus der EP-A 429 937 und der
DE-A 41 32 894 bekannt. Bei diesen Phillips-Katalysatoren
verwendet man üblicherweise Chromtrioxid, welches auf einem
metallischen Träger aufgebracht ist.
Die gepfropften Polymerisate b) enthalten 0,1 bis 5 Gew.-%, ins
besondere 0,2 bis 2 Gew.-% eines sogenannten Pfropfmonomeren,
wobei als solches α,β-ungesättigte Carbonsäuren bzw. Carbonsäure
derivate verwendet werden. Unter α,β-ungesättigten Carbonsäuren
bzw. Carbonsäurederivaten sollen dabei die üblichen mit Propylen
oder Ethylen copolymerisierten Carbonsäuren sowie deren Ester-,
Anhydrid- oder Amidderivate verstanden werden. Bevorzugt werden
u. a. Maleinsäure, Fumarsäure, Itaconsäure, Acrylsäure, Croton
säure oder deren Anhydride eingesetzt, wobei Maleinsäureanhydrid
besonders geeignet ist.
Die Herstellung der gepfropften Polymerisate b) erfolgt vorzugs
weise dadurch, daß man bei Drücken von 1 bis 500 bar, vorzugs
weise bei Drücken von 1 bis 300 bar, 0,1 bis 5,0 Gew.-%, bezogen
auf das Propylenpolymerisat oder das Ethylenpolymerisat, des
Pfropfmonomeren, dem aufgeschmolzenen Propylenpolymerisat bzw.
Ethylenpolymerisat hinzumischt und die Pfropfreaktion bei Tempe
raturen von 200 bis 350°C durchführt. Vorzugsweise wird das
Pfropfmonomer dabei in Konzentrationen von 0,2 bis 2,0 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das Propylenpolymerisat oder das Ethylenpoly
merisat, eingesetzt. Die Pfropfreaktion läßt sich vorteilhaft bei
Temperaturen von 210 bis 290°C und Verweilzeiten von 0,5 bis
10 Minuten, insbesondere von 0,5 bis 5 Minuten, durchführen.
Es ist möglich, die Herstellung der gepfropften Polymerisate b)
sowohl in Anwesenheit als auch in Abwesenheit von radikalisch
zerfallenden Initiatoren, beispielsweise von organischen Per
oxiden, durchzuführen. Dabei können die in der Kunststofftechnik
üblichen Reaktoren, beispielsweise Extruder oder Brabender-
Mischer eingesetzt werden. Besonders gut eignen sich dabei Zwei
schneckenextruder. Die auf diese Weise erhältlichen gepfropften
Polymerisate b) enthalten üblicherweise 0,1 bis 5,0 Gew.-%, ins
besondere 0,2 bis 2,0 Gew.-%, des Pfropfmonomeren.
Darüber hinaus weisen die erfindungsgemäßen Kunststoffmassen noch
eine stickstoffhaltige Verbindung c) der folgenden allgemeinen
Formel (I) auf,
wobei die Reste R¹ gleich oder verschieden sein können und für
Wasserstoff, ein C₁-C₃₀-Alkyl, ein mit einem oder mehreren Sauer
stoffatomen und/oder Aminogruppen substituiertes C₂-C₃₀-Alkyl, ein
mit einem oder mehreren Sauerstoffatomen und/oder Aminogruppen
substituiertes C₂-C₃₀-Alk-1-enyl stehen oder aber einen Rest der
allgemeinen Formel (II) bedeuten,
wobei die Reste R² gleich oder verschieden sein können und für
Wasserstoff, ein C₁-C₄-Alkyl oder für eine Aminogruppe stehen und
m eine ganze Zahl im Bereich von 1 bis 100 bedeutet.
Bevorzugt verwendete stickstoffhaltige Verbindungen c) sind sol
che Verbindungen c) der folgenden allgemeinen Formel (I)
in der die Reste R¹ für Wasserstoff, ein C₁-C₁₀-Alkyl, ein mit
einem oder mehreren Sauerstoffatomen und/oder Aminogruppen sub
stituiertes C₂-C₁₀-Alkyl stehen oder aber einen Rest der allgemei
nen Formel (II) bedeuten,
wobei die Reste R² für Wasserstoff oder für eine Aminogruppe ste
hen und m eine ganze Zahl im Bereich von 1 bis 25 bedeutet.
Unter diesen stickstoffhaltigen Verbindungen c) ist wiederum eine
solche Verbindung c) besonders bevorzugt, bei der in der allge
meinen Formel (I) R¹ für Wasserstoff steht. Dabei handelt es sich
um das handelsübliche Produkt Melamin. Das Melamin kann sowohl
alleine als auch als Addukt mit 1,3,5-Triazin-2,4,6-triol, der
Cyanursäure, eingesetzt werden. Bevorzugt ist dabei auch die Ver
wendung des Melamins in Form des 1 : 1-Adduktes mit der Cyanur
säure.
Weitere bevorzugt eingesetzte stickstoffhaltige Verbindungen c)
sind u. a. die Umsetzungsprodukte von Melamin oder Derivaten des
Melamins mit organischen oder anorganischen Säuren.
Derartige stickstoffhaltige Verbindungen c) können nach üblichen
Synthesemethoden der organischen Chemie hergestellt werden
(EP-A 225 433; EP-A 408 947). Darüber hinaus sind sie auch im
Handel erhältlich.
Die erfindungsgemäßen Kunststoffmassen enthalten üblicherweise
20 bis 70 Gew.-% Polymerisat a),
1 bis 10 Gew.-% gepfropftes Polymerisat b) und
20 bis 70 Gew.-% der stickstoffhaltigen Verbindung c).
1 bis 10 Gew.-% gepfropftes Polymerisat b) und
20 bis 70 Gew.-% der stickstoffhaltigen Verbindung c).
Bevorzugt sind dabei solche Kunststoffmassen, die
30 bis 60 Gew.-% Polymerisat a),
1,5 bis 8 Gew.-% gepfropftes Polymerisat b) und
30 bis 60 Gew.-% der stickstoffhaltigen Verbindung c)
1,5 bis 8 Gew.-% gepfropftes Polymerisat b) und
30 bis 60 Gew.-% der stickstoffhaltigen Verbindung c)
aufweisen.
Die erfindungsgemäßen Kunststoffmassen sind erhältlich durch Um
setzung des Polymerisats a) mit dem gepfropften Polymerisat b)
und der stickstoffhaltigen Verbindung c) bei Temperaturen von 180
bis 280°C, Drücken von 1 bis 100 bar und mittleren Verweilzeiten
des Reaktionsgemisches von 0,2 bis 10 Minuten. Bevorzugt sind da
bei Temperaturen von 190°C bis 260°C, Drücke von 1 bis 50 bar und
mittlere Verweilzeiten von 0,2 bis 5 Minuten. Die Umsetzung der
einzelnen Komponenten erfolgt in den in der Kunststoffverar
beitung üblicherweise zur Vereinigung von Stoffen eingesetzten
Apparaturen, beispielsweise in Trommelmischern, in Mühlen, in
Schnecken- oder Scheibenextrudern, in Walzwerken oder Knetern.
Die Umsetzung kann sowohl in Anwesenheit als auch in Abwesenheit
von radikalisch zerfallenden Initiatoren, beispielsweise von or
ganischen Peroxiden, erfolgen. Bevorzugt arbeitet man aber ohne
radikalisch zerfallende Initiatoren.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Kunststoffmassen verwendet
man vorzugsweise 20 bis 70 Gew.-%, insbesondere 30 bis 60 Gew.-%
des Polymerisats a), 1 bis 10 Gew.-%, insbesondere 1,5 bis
8 Gew.-% des gepfropften Polymerisats b) und 20 bis 70 Gew.-%,
insbesondere 30 bis 60 Gew.-% der stickstoffhaltigen Verbindung
c).
Die erfindungsgemäßen Kunststoffmassen zeichnen sich durch eine
hohe Flammfestigkeit und gute mechanische Eigenschaften, ins
besondere durch eine hohe Bruchdehnung aus. Sie sind farb- und
geruchlos und können nach einem technisch wenig aufwendigen Ver
fahren hergestellt werden. Die erfindungsgemäßen Kunststoffmassen
eignen sich insbesondere zur Herstellung von Folien, Fasern und
Formkörpern.
Die Beispiele 1 bis 3 sowie die Vergleichsbeispiele A und B
wurden auf einem Zweischneckenextruder ZSK 40 der Firma Werner &
Pfleiderer mit einem Längen/Durchmesser-Verhältnis von 33 durch
geführt. Die dabei verwendeten Polymerisate a) und die gepfropf
ten Polymerisate b) wurden als Grieß oder Granulat dem Zwei
schneckenextruder zugeführt und dort mit der stickstoffhaltigen
Verbindung c) gemischt.
53,5 Gew.-Teile eines Propylenpolymerisats a) aus 72 Gew.-Teilen
Propylenhomopolymerisat und 28 Gew.-Teilen Propylen-Ethylencopo
lymerisat [bestimmt durch Extraktionsfraktionierung nach
W. Holtrup, Makromol. Chem. 178, 2335 (1977)], einem Ethylen
gehalt von 46 Gew.-%, bezogen auf die letztere Komponente [be
stimmt durch Infrarotspektroskopie] und einem Schmelzflußindex
von 5 g/10 min [bei 230°C und 2,16 kg, nach DIN 53 735] wurden im
Zweischneckenextruder mit 1,5 Gew.-Teilen eines gepfropften Poly
merisats b) und 45 Gew.-Teilen Melamin vermischt und extrudiert.
Als gepfropftes Polymerisat b) wurde ein Propylen-Ethylen-Copoly
merisat mit einem Ethylengehalt von 2 Gew.-% und einem Schmelz
flußindex von 22 g/10 min [bei 230°C und 2,16 kg, nach DIN 53 735]
verwendet, welches 0,4 Gew.-% gepfropftes Maleinsäureanhydrid
enthielt. Der Druck betrug dabei 100 bar, die Temperatur 200°C
und die mittlere Verweilzeit 30 Sekunden. Danach wurde das
Gemisch aus dem Zweischneckenextruder ausgetragen und granuliert.
Das erhaltene Produkt war farb- und geruchlos.
53 Gew.-Teile des im Beispiel 1 verwendeten Propylenpolymerisa
tes a) wurden unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1
mit 2 Gew.-Teilen des gepfropften Polymerisats b) und 45 Gew.-
Teilen Melamin vermischt und entsprechend aufgearbeitet. Das
erhaltene Produkt war farb- und geruchlos.
55 Gew.-Teile des im Beispiel 1 verwendeten Propylenpolymerisats
a) und 45 Gew.-Teile Melamin wurden unter den Bedingungen des
Beispiels 1 ohne Zusatz des gepfropften Polymerisats b) aufgear
beitet.
53 Gew.-Teile eines Propylenpolymerisats b) aus 67 Gew.-Teilen
Propylenhomopolymerisat und 33 Gew.-Teilen Propylen-Ethylencopo
lymerisat [bestimmt durch Extraktionsfraktionierung nach
W. Holtrup, Makromol. Chem. 178, 2335 (1977)], einem Ethylen
gehalt von 48 Gew.-%; bezogen auf die letztere Komponente [be
stimmt durch Infrarotspektroskopie] und einem Schmelzflußindex
von 3,5 g/10 min [bei 230°C und 2,16 kg, nach DIN 53 735] wurden
im Zweischneckenextruder mit 2 Gew.-Teilen des gleichen gepfropf
ten Polymerisats b) wie im Beispiel 1 und 45 Gew.-Teilen Melamin
vermischt und extrudiert. Die Temperatur betrug dabei 200°C, der
Druck 100 bar und die mittlere Verweilzeit 30 Sekunden. Danach
wurde das Gemisch aus dem Zweischneckenextruder ausgetragen und
granuliert. Das erhaltene Produkt war farb- und geruchlos.
55 Gew.-Teile des im Beispiel 3 verwendeten Propylenpolymerisats
b) und 45 Gew.-Teile Melamin wurden unter den Bedingungen des
Beispiels 3 ohne Zusatz des gepfropften Polymerisats b) aufgear
beitet.
Der Schmelzflußindex und die Bruchdehnung der auf diese Weise
erhaltenen Kunststoffmassen sind in der nachstehenden Tabelle
aufgeführt.
Die erfindungsgemäßen Kunststoffmassen sind nur mäßig entflammbar
und weisen u. a. eine deutlich verbesserte Bruchdehnung auf.
Claims (9)
1. Kunststoffmassen mit einem Schmelzflußindex von 0,1 bis
100 g/10 min, bei 230°C und unter einem Gewicht von 2,16 kg,
aus
- a) einem Polymerisat aus 25 bis 97 Gew.-% eines Propylen homopolymerisats und 3 bis 75 Gew.-% eines Propylenco polymerisats mit einpolymerisierten C₂-C₁₀-Alk-1-enen, wobei der Comonomerengehalt 15 bis 80 Gew.-%, bezogen auf die letztere Komponente beträgt,
- b) einem mit α,β-ethylenisch ungesättigten Carbonsäuren bzw. Carbonsäurederivaten gepfropftem Propylenpolymerisat oder Ethylenpolymerisat, welches einen Schmelzflußindex von 0,01 bis 400 g/10 min, bei 230°C und unter einem Gewicht von 2,16 kg und einen Gehalt an α,β-ethylenisch ungesättigten Carbonsäuren bzw. Carbonsäurederivaten von 0,1 bis 5 Gew.-% aufweist und
- c) einer stickstoffhaltigen Verbindung der folgenden allge meinen Formel (I)
wobei die Reste R¹ gleich oder verschieden sein können und
für Wasserstoff, ein C₁-C₃₀-Alkyl, ein mit einem oder mehreren
Sauerstoffatomen und/oder Aminogruppen substituiertes
C₂-C₃₀-Alkyl, ein mit einem oder mehreren Sauerstoffatomen
und/oder Aminogruppen substituiertes C₂-C₃₀-Alk-1-enyl stehen
oder aber einen Rest der allgemeinen Formel (II) bedeuten,
wobei die Reste R² gleich oder verschieden sein können und
für Wasserstoff, ein C₁-C₄-Alkyl oder für eine Aminogruppe
stehen und m eine ganze Zahl im Bereich von 1 bis 100 be
deutet.
2. Kunststoffmassen nach Anspruch 1, wobei das Polymerisat a)
aus 35 bis 95 Gew.-% eines Propylenhomopolymerisats und 5 bis
65 Gew.-% eines Propylencopolymerisats besteht und der
Comonomerengehalt 20 bis 75 Gew.-%, bezogen auf die letztere
Komponente beträgt.
3. Kunststoffmassen nach den Ansprüchen 1 oder 2, wobei das
Polymerisat b) 0,1 bis 5 Gew.-% gepfropftes Maleinsäure
anhydrid aufweist.
4. Kunststoffmassen nach den Ansprüchen 1 bis 3, wobei als
stickstoffhaltige Verbindung c) eine solche Verbindung der
folgenden allgemeinen Formel (I) verwendet wird.
in der die Reste R¹ für Wasserstoff, ein C₁-C₁₀-Alkyl, ein mit
einem oder mehreren Sauerstoffatomen und/oder Aminogruppen
substituiertes C₂-C₁₀-Alkyl stehen oder aber einen Rest der
allgemeinen Formel (II) bedeuten,
wobei die Reste R² für Wasserstoff oder für eine Aminogruppe
stehen und m eine ganze Zahl im Bereich von 1 bis 25 be
deutet.
5. Kunststoffmassen nach Anspruch 4, wobei als stickstoffhaltige
Verbindung c) eine solche Verbindung der allgemeinen Formel
(I) verwendet wird, in der die Reste R¹ für Wasserstoff
stehen.
6. Kunststoffmassen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, enthaltend
20 bis 70 Gew.-% Polymerisat a),
1 bis 10 Gew.-% gepfropftes Polymerisat b) und
20 bis 70 Gew.-% der stickstoffhaltigen Verbindung c).
1 bis 10 Gew.-% gepfropftes Polymerisat b) und
20 bis 70 Gew.-% der stickstoffhaltigen Verbindung c).
7. Verfahren zur Herstellung von Kunststoffmassen gemäß den An
sprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymeri
sat a), das gepfropfte Polymerisat b) und die stickstoffhal
tige Verbindung c) bei Temperaturen von 180 bis 280°C, Drüc
ken von 1 bis 100 bar und mittleren Verweilzeiten des Reakti
onsgemisches von 0,2 bis 10 Minuten miteinander umgesetzt
werden.
8. Folien, Fasern und Formkörper aus den Kunststoffmassen nach
den Ansprüchen 1 bis 6.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944444711 DE4444711A1 (de) | 1994-12-15 | 1994-12-15 | Flammgeschützte Kunststoffmassen |
| EP95119093A EP0717076A1 (de) | 1994-12-15 | 1995-12-05 | Flammgeschützte Kunststoffmassen |
| JP32284695A JPH08231785A (ja) | 1994-12-15 | 1995-12-12 | 難燃性プラスチック材料 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944444711 DE4444711A1 (de) | 1994-12-15 | 1994-12-15 | Flammgeschützte Kunststoffmassen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4444711A1 true DE4444711A1 (de) | 1996-06-20 |
Family
ID=6535895
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944444711 Withdrawn DE4444711A1 (de) | 1994-12-15 | 1994-12-15 | Flammgeschützte Kunststoffmassen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4444711A1 (de) |
-
1994
- 1994-12-15 DE DE19944444711 patent/DE4444711A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8130 | Withdrawal |