DE4444039A1 - Klotz zur Abstützung von Glasscheiben in Tür- oder Fensterrahmen und Verfahren zum Zusammenbau eines Tür- oder Fensterrahmens mit einer Glasscheibe - Google Patents
Klotz zur Abstützung von Glasscheiben in Tür- oder Fensterrahmen und Verfahren zum Zusammenbau eines Tür- oder Fensterrahmens mit einer GlasscheibeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Klotz zur Abstüt
zung von Glasscheiben in Tür- oder Fensterrahmen, mit einem
aus eigensteifem Kunststoff bestehenden Klotzkörper, der di
rekt auf einer Rahmenfläche abgestützt ist, und mit glassei
tig angeordnetem nachgiebigem Werkstoff.
Ein derartiger Klotz ist aus dem DE-GM 89 12 744 be
kannt. Der nachgiebige Werkstoff ist Bestandteil eines Schei
benstützteils, das vom Klotzteil separat ist und eine Stütz
schicht verringerten Reibungskoeffizienten aufweist, so daß
das mit dem nachgiebigen Werkstoff versehende Scheibenstütz
teil Relativbewegungen zum Klotzkörper ausführen kann. Diese
aufwendige Konstruktion des Klotzes ist dadurch bedingt, daß
der Klotz zur Abstützung von Scheiben mit mehrschichtigem
Verbundglas bestimmt ist. Mehrschichtiges Verbundglas ist be
sonders schwer und infolge von Fertigungstoleranzen können
sich Überstandslängen der einzelnen Schichten einer Glas
scheibe im Millimeterbereich ergeben. Für übliche Isolier
glasscheiben und weniger gewichtige Glasscheiben ist eine
derart aufwendige Konstruktion nicht erforderlich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen
Klotz mit den eingangs genannten Merkmalen so zu verbessern,
daß er mit einfachen Mitteln eine verringerte spezifische Be
lastung der Glasscheiben zu erreichen gestattet, also bei
spielsweise eine geringere spezifische Belastung der Kante
einer einzigen Glasscheibe wegen ungleichmäßigen Schnitts ei
ner Glaskante in deren Längsverlauf, verbunden mit einer zu
verlässigen relativen Haftung zwischen dem Klotz und der
Glasscheibe gegen Verrutschen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Klotzkörper,
mit gummiweichem Werkstoff fest verbunden ist, den er zumin
dest in einem für die unmittelbare Scheibenabstützung vorbe
stimmten Teilbereich einer glasseitigen Klotzkörperfläche
aufweist.
Dementsprechend bildet der Klotzkörper mit dem gummiwei
chen Werkstoff ein integrales Bauteil. Der Klotz ist eine
Handhabungseinheit, bei dem nicht dafür gesorgt werden muß,
daß zwei voneinander getrennte Teile fachgerecht zusammenge
baut werden, also unter Gewährleistung ihrer relativen Ver
schieblichkeit. Der gummiweiche Werkstoff kann der Belastung
durch die Glasscheibe entsprechend konfiguriert werden und
insbesondere ist es auch möglich, ihn nur abschnittsweise auf
der glasseitigen Klotzkörperfläche vorzusehen. Das ist insbe
sondere dann von Vorteil, wenn der Klotz durch den gummiwei
chen Werkstoff im wesentlichen lediglich gegen relatives Ver
schieben zur Glasscheibe gesichert werden soll. Die feste
Verbindung des gummiweichen Werkstoffs mit dem Klotzkörper
kann mit einfachen Mitteln erreicht werden, da es auf eine
hochbelastbare Verbindungsfestigkeit gegen relatives Ver
schieben nicht ankommt.
Eine besonders einfache, einfach herzustellende und zu
montierende Ausführungsform des Klotzes ist gegeben, wenn die
glasseitige Klotzkörperfläche vollflächig mit einer gleichmä
ßig starken Schicht, gummiweichen Werkstoffs versehen ist.
Ein derartiger Klotz bietet der Glasscheibe eine vergleichs
weise große Auflagefläche, so daß die Schicht gummiweichen
Werkstoffs dünn gehalten werden kann. Sie bietet optimale
Sicherheit gegen Verrutschen.
Der Klotz kann aber auch so ausgebildet werden, daß er
mindestens einen auf die Klotzkörperfläche aufgebrachten Noc
ken aus gummiweichem Werkstoff aufweist. Eine solche Ausge
staltung ist bei geringeren Belastungen des Klotzes ausrei
chend, wenn auch die Anforderungen an die Sicherheit gegen
Verrutschen nicht allzu hoch sind. Vergleichsweise weit vor
springende Nocken ermöglichen einen Einsatz des Klotzes auch
bei entsprechend großen Toleranzen zwischen Glasscheibe und
Rahmenfläche.
Eine optimale Ausgestaltung des Klotzes wird ermöglicht,
wenn die glasseitige Klotzkörperfläche voll flächig mit einer
Schicht gummiweichen Werkstoffs versehen ist, der mindestens
einen vorspringenden, mit dem übrigen Werkstoff einstückigen
Nocken aufweist. Der Vorsprung des Nockens gewährleistet die
Überbrückung entsprechend großer Toleranzen zwischen der
Glasscheibe und der Rahmenfläche und die Vollflächigkeit der
gummiweichen Schicht sorgt für eine optimale Verteilung der
Kräfte bei Punktbelastungen an den Glasscheiben bzw. deren
Kanten.
Es kann vorteilhaft sein, den Klotz so auszubilden, daß
die glasseitige Klotzkörperfläche mindestens eine aus ihrer
Plattenebene federnd vorspringende Wölbung aus Kunststoff
aufweist, die über den gummiweichen Werkstoff vorsteht, der
auf den neben der Wölbung befindlichen Bereichen eine die
glasseitige Klotzkörperfläche voll flächig bedeckende Schicht
bildet. Auch dieser Klotz gestattet seinen Einsatz bei großen
Toleranzen zwischen der Glasscheibe und der Rahmenfläche und
sorgt für eine optimale Verteilung der Kräfte an den Punktbe
lastungsstellen der Glasscheiben. Die aus der Plattenebene
der Klotzkörperfläche vorspringende Wölbung, die aus Kunst
stoff besteht, gestattet eine leichtere Handhabung des Klot
zes, z. B. beim Verschieben des Klotzes in Anlage an der Glas
scheibe, um den Klotz zu positionieren. Die vergleichsweise
geringe Reibung der aus Kunststoff bestehenden Wölbung an der
Scheibenkante erleichtert das Verschieben, ohne daß der gum
miweiche Werkstoff bereits zu diesem Zeitpunkt an der
Glasscheibe anliegt. Auch ist es möglich, als nachgiebigen
Werkstoff plattenartiges Material einzusetzen, das ver
gleichsweise einfach und kostengünstig herzustellen ist.
Der Klotz kann in vorteilhafter Weise so ausgebildet
werden, daß die Nocken und die Wölbung die Schicht gummiwei
chen Werkstoffs überragende Vorsprünge sind, die sich zwi
schen Plattenlängskanten mit kreisbogenartiger Außenfläche
von der einen zur gegenüberliegenden Längskante erstrecken.
Infolgedessen nehmen die Nocken und die Wölbungen die gesamte
Plattenbreite zwischen den Plattenlängskanten ein, so daß die
verbleibenden Bereiche der glasseitigen Klotzkörperfläche mit
ebenen Schichten gummiweichen Werkstoffs bedeckt werden kön
nen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Klotzes wird
dadurch erreicht, daß er in der Nähe seiner beiden Enden je
einen Nocken oder je eine Wölbung aufweist, die bedarfsweise
sich zwischen den Längskanten erstreckende, gleichmäßig über
die Breite der Nocken oder Wölbungen verteilte Rippen aufwei
sen. Dadurch wird die Parallelität des Klotzes beim Anlegen
an die Glasscheibe gewährleistet und zugleich die Gefahr des
Verrutschens an der Glaskante verringert, insbesondere auch
dann, wenn die Anlagefläche nur gering ist und im Falle der
aus Kunststoff bestehenden Wölbung der Reibungskoeffizient
nur gering ist.
Vorteilhafterweise kann der Klotz so ausgebildet werden,
daß er an einer Längskante mindestens eine vertikal zur glas
seitigen Klotzkörperfläche vorspringende Seitenlasche hat,
die mit einem glasseitig aufzutragenden glashaftenden Kleber
zu versehen ist. Der Klotz kann dann an der Glasscheibe durch
Verkleben befestigt werden, so daß die Relativlage gesichert
ist und der Zusammenbau der Glasscheibe mit dem Rahmen ver
einfacht werden kann.
Es ist vorteilhaft, wenn der gummiweiche Werkstoff mit
dem Klotzkörper durch Anspritzen oder durch Verrasten fest
verbunden ist. Beide Verbindungsverfahren gewährleisten bei
minimalem Herstellungsaufwand eine ausreichend feste Verbin
dung, wobei das Anspritzen insbesondere bei großflächiger
Verbindung eingesetzt wird, also bei plattenartigem gummiwei
chem Werkstoff, und das Verrasten bei kleinerflächigem gum
miweichem Werkstoff, wenn dieser also beispielsweise ledig
lich als Einzelnocken ausgebildet ist.
Die Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Verfahren
zum Zusammenbau eines Tür- oder Fensterrahmens mit einer
Glasscheibe, die über mindestens einen Klotz mit dessen auf
einer Rahmenfläche direkt aufliegenden Klotzkörper abgestützt
wird, dessen glasseitige Klotzkörperfläche über nachgiebigen
Werkstoff an der Kante der Glasscheibe zur Anlage gebracht
wird.
Aus dem DE-GM 89 12 744 ist es bekannt, den Klotzkörper
direkt auf die Rahmenfläche aufzulegen und das die nachgie
bige Schicht aufweisende Stützteil an der Glaskante anzukle
ben, wozu die zur Abdichtung des Scheibeninnenraums erforder
liche Dichtungsmasse herangezogen wird. Das ergibt nicht nur
Schwierigkeiten beim Positionieren des den nachgiebigen Werk
stoff aufweisenden Teils an der Glasscheibe relativ zum auf
der Rahmenfläche aufgelegten Klotzkörper, sondern bedarf auch
eines Zusammenbaus, der das Gleiten des den nachgiebigen
Werkstoff aufweisenden Klotzteils auf dem Klotzkörper gewähr
leistet, beispielsweise durch entsprechende Reinheitssorg
falt. Ferner setzt dieses bekannte Verfahren voraus, daß zum
Verkleben stets ausreichend Dichtungsmasse kontaktiert werden
kann, da sonst ein besonderer Kleber eingesetzt werden müßte.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
das vorgenannte Verfahren dahingehend zu verbessern, den Zu
sammenbau des Rahmens und der Glasscheibe zu vereinfachen,
insbesondere ohne Rücksicht auf die Ausbildung einer Isolier
glasscheibe bezüglich im Klebebereich vorhandener Dichtungs
masse.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein gummiweichen
als nachgiebigen Werkstoff aufweisender Klotz, der an einer
Längskante mindestens eine vertikal zur glasseitigen Klotz
körperfläche vorspringende Seitenlasche aufweist, auf der
glasseitigen Laschenfläche mit einem glashaftenden Kleber
versehen wird, daß der Klotz dann vor dem Einsetzen der Glas
scheibe in den Rahmen seitlich an der Glasscheibe verklebt
wird, und daß danach die mit dem Klotz versehene Glasscheibe
unter direkter Auflage des Klotzkörpers auf der Rahmenfläche
in den Rahmen hineingeschoben wird.
Durch dieses Verfahren wird erreicht, daß die Glas
scheibe völlig unabhängig vom Vorhandensein eines Klotzes
oder mehrerer Klötze mit dem Rahmen zusammengebaut werden
kann. Der Klotz braucht lediglich in einer vorbestimmten Po
sition seitlich an der Glasscheibe verklebt zu werden, also
mit einem Kleber, der sehr schnell die erforderlichen Kleb
kräfte entwickelt. Danach kann die Glasscheibe z. B. mit Hilfe
von Saughaltern gehoben und bewegt werden, auch indem der
Klotzkörper auf der Rahmenfläche gerutscht wird, z. B. bei
Holzfenstern mit seitlich glattem Nutboden. Ein Rutschen der
Glasscheibe auf einem vor ihrem Einbau in den Rahmen einge
brachten Klotz böte wegen des gummiweichen Werkstoffs die Ge
fahr, daß der Klotz verrutschen würde und vor allem, daß die
Glasscheibe nicht dichtest möglich an den sie fensteraußen
seitig begrenzenden Rahmenüberschlag geschoben würde.
Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung darge
stellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Klotzes mit ei
nem Klotzkörper und einem voll flächig aufgebrachten
gummiweichen Werkstoff,
Fig. 1a bis 1c eine Aufsicht, eine Seitenansicht in Rich
tung A und eine Unteransicht des Klotzes der Fig. 1,
Fig. 1d, 1e die Schnitte A-A und B-B der Fig. 1a, 1c,
Fig. 2, 3 weitere Varianten des Klotzes in perspektivi
scher Ansicht gemäß Fig. 1,
Fig. 2a einen Schnitt durch den Klotz der Fig. 2 im Be
reich einer federnd vorspringenden Wölbung, mit
einer zusätzlichen Detaildarstellung,
Fig. 3a einen der Fig. 2a entsprechenden Schnitt durch ei
nen Klotz gemäß Fig. 3, und die
Fig. 4a, 4b eine Brücke und eine Glasfalzeinlage, jeweils
mit einer gummiweichen Schicht.
Der in Fig. 1 dargestellte Klotz ist ein Gitterklotz, wie
sich aus Fig. 1c ergibt. Er besteht also aus einer geschlosse
nen Platte 22, die von mehreren Gitterstegen 23 unterstützt
ist, welche sich in Längsrichtung und in Querrichtung jeweils
rechtwinklig mit konstruktiv bedingtem Abstand zu einander
erstrecken. Der Klotz ist im wesentlichen länglich und seine
Breite bestimmt sich z. B. durch eine Rahmennut, in der er un
tergebracht wird. Der Klotzkörper 10 hat eine glasseitige
Klotzkörperfläche 11, die von einer Außenfläche der Platte 22
gebildet ist. Auf dieser glasseitigen Klotzkörperfläche 11
befindet sich eine Schicht 14 aus gummiweichem Werkstoff, der
die gesamte Fläche 11 abdeckt. Während der Klotzkörper 10
beispielsweise aus Polypropylen besteht, ist die gummiweiche
Schicht 14 eine Auflage aus thermoplastischem Elastomer.
Die Schicht 14 ist mit Nocken 15 versehen, die glassei
tig vorspringen. Diese Nocken 15 sind mit der Schicht 14 ein
stückig verbunden und lassen sich gemeinsam mit dieser Her
stellen, z. B. durch Spritzen. Die Nocken 15 sind nahe den En
den 19 des Klotzkörpers 10 angeordnet und gewährleisten einen
erheblichen Vorsprung, so daß dementsprechend Toleranzen zwi
schen der Glasscheibe und dem Rahmen bzw. der Klotzkörperflä
che 11 überbrückt werden können. Die Überbrückung bewirkt,
daß der Klotz rutschfest an der Glasscheibe anliegt, also
beispielsweise auch dann, wenn er durch die Glasscheibe bzw.
deren Gewicht nicht belastet wird, sondern zwischen ihr und
der Rahmenfläche an einem vertikalen Holm eingebaut ist.
Eine Besonderheit des Klotzes der Fig. 1 bis 1e besteht
darin, daß an einer der Längskanten 17 Seitenlaschen 21 ange
ordnet sind. Diese Seitenlaschen 21 springen glasseitig vor
und ihre Laschenfläche 24 kann mit einem Glaskleber bzw.
einem Kleber beschichtet werden, der eine schnelle tragende
Verbindung zu Glasschaft. Es ist dann möglich, den Klotz 10
an der Kante einer Glasscheibe zu befestigen, indem die Sei
tenlaschen 21 an die Glasaußenseite gedrückt werden. Das er
folgt, bevor die Glasscheibe in den Rahmen eingesetzt wird.
Der Kleber entwickelt eine Haltekraft, die es ermöglicht, die
Glasscheibe in den Rahmen einzusetzen, ohne dabei auf die
Haftung achten zu müssen. Der Klotz kann unter direkter Auf
lage des Klotzkörpers 10 auf der Rahmenfläche oder in Anlage
seitlich an der Rahmenfläche in den Rahmen hineingeschoben
werden. Da das Ankleben des Klotzes so erfolgte, wie der
Klotz im Einbauzustand relativ zur Glasscheibe positioniert
sein soll, ergibt sich keine Gefahr des Verrutschens des
Klotzes an der Kante der Glasscheibe, weil diese von der gum
miweichen Schicht 14 verhindert wird. Andererseits ist es
nicht notwendig, die Glasscheibe auf der gummiweichen Schicht
zu verschieben, was wegen der vergleichsweise großen Haftung
zwischen dieser gummiweichen Schicht und der Glasscheibe
nicht oder nur unter erschwerten Umständen möglich wäre.
Fig. 2 zeigt eine Variante eines Klotzes, dessen glassei
tige Klotzkörperfläche 11 mit zwei in der Nähe der Enden 19
angeordneten Wölbungen 16 versehen ist, die beispielsweise
den Positionen der Nocken 15 gemäß Fig. 1 entsprechen. Diese
Wölbungen 16 sind jedoch Bestandteil des Klotzkörpers 10, wo
bei sie aus der Plattenebene federnd vorspringen und mit ihr
in ihre Verformung erleichternder Weise verbunden sind. Das
Detail der Fig. 2a zeigt, daß die Wölbung hierzu beispielswei
se eine Vertiefung 25 an ihrer Unterseite aufweist. Diese
Vertiefung 25 ist eine Schwächung der Materialstärke der Wöl
bung 16, so daß sich diese bei Belastung durch die Glas
scheibe insbesondere hier verformen wird und ein Eindrücken
dieser Wölbung 16 durch das Gewicht der Glasscheibe ge
stattet. Die Ausbildung dieser Wölbung kann im einzelnen den
praktischen Anforderungen entsprechend erfolgen, beispiels
weise gemäß der EP 0 525 282 A1, auf die hiermit Bezug ge
nommen wird. Dadurch soll auch zum Ausdruck kommen, daß die
Wölbung 16 im übrigen beliebig sein kann, also auch abwei
chend von der Darstellung in Fig. 2a.
In Fig. 2 ist die glasseitige Klotzkörperfläche 11 neben
den Wölbungen 16 mit einer gleichmäßig starken Schicht 12
gummiweichen Werkstoffs versehen, die in drei Teilen aufge
bracht ist, nämlich endseitig von den Wölbungen 16 und zwi
schen diesen. Im Falle einer Belastung der Wölbungen 16 durch
eine Glasscheibe, werden die Wölbungen zusammengedrückt und
die Glasscheibe kommt zur Auflage auf der Schicht 12, so daß
sich eine entsprechend großflächige Haftung ergibt, wobei
vorspringende Auflagepunkte im Sinne des bei Holz bekannten
Buchenholzeffekts entlastet werden. Die auf den Wölbungen 16
vorgesehenen Rillen 20, die sich zwischen den Längskanten 17
des Klotzes erstrecken, wirken ebenso, wobei sie zugleich
auch zur Verringerung der Verschieblichkeit des Klotzes an
der Glasscheibe beitragen.
Fig. 3a zeigt einen Klotz, dessen glasseitige Klotzkör
perfläche 11 lediglich in der Nähe der Klotzenden 19 mit je
einem Nocken 13 aus gummiweichem Werkstoff versehen ist.
Diese Nocken dienen insbesondere der Überbrückung von Tole
ranzen zwischen Glasscheibe und Rahmen, reichen aber auch
aus, um dann zu verhindern, daß sich der Klotz ungewollt aus
der für ihn vorgesehen Stellung bewegen kann, z. B. an einem
vertikalen Rahmenholm. Der Aufwand an gummiweichem Werkstoff
ist in diesem Fall besonders gering. Die Verbindung des
Nockens 13 mit der Klotzkörperfläche 11 kann ebenso erfolgen,
wie im Fall der Ausführungsbeispiele der Fig. 1, 2, nämlich
durch Anspritzen oder Aufkleben. Es ist aber insbesondere in
diesem Fall auch möglich, eine Rastverbindung herzustellen,
indem der Klotzkörper bei seiner Herstellung durch Spritzen
mit einem Befestigungsloch versehen wird, in das ein beim
Herstellen des Nockens 13 durch Spritzen vorgesehener Rast
vorsprung eingerastet wird.
In allen Fällen der Fig. 1 bis 3 ist ersichtlich, daß
sich die Nocken 13, 15 bzw. Wölbungen zwischen den Platten
längskanten 17 über die gesamte Breite des Klotzes erstrec
ken, und zwar mit einer kreisbogenartigen Außenfläche 18, die
eine optimale Haftung bei geringstem Werkstoffaufwand vermit
telt, wie auch ein ansprechendes Aussehen.
In dem Fig. 4a, 4b ist dargestellt, daß die glasseitige
Klotzkörperfläche 11 eines Klotzes auch mit einer gleichmäßig
starken Schicht 12 gummiweichen Werkstoffs versehen werden
kann, ohne daß vorspringende Nocken oder Wölbungen zum Ein
satz kommen. Der Klotz ist dabei im Falle der Fig. 4a als
Brücke ausgebildet, also in an sich bekannter Weise mit einem
Wasserdurchlaß 26 zwischen Seitenstegen 27. Fig. 4b zeigt im
Vergleich dazu eine Glasfalzeinlage, welche also den Raum ei
ner Rahmennut eines Profilrahmens ausfüllt und ihrerseits
noch einen Klotz abstützen kann. Auch ein Klotz gemäß Fig. 1
bis 3 kann als Glasfalzeinlage zum Einsatz kommen, wobei die
Nocken 13, 15 bzw. die Wölbungen 16 zwischen sich einen Aufla
geklotz halten können, der dann nicht in Klotzlängsrichtung
verrutschen kann, z. B. an einem vertikalen Rahmenholm. Der
gummiweiche Werkstoff der Schichten 12, 14 und auch der gummi
weiche Werkstoff der Nocken 13, 15 behindert ein Verrutschen
eines solchen zusätzlichen Auflageklotzes, der dann erforder
lich sein kann, wenn größere Distanzen zwischen Glasscheibe
und Rahmenfläche ausgeglichen werden müssen.
Claims (11)
1. Klotz zur Abstützung von Glasscheiben in Tür- oder Fen
sterrahmen, mit einem aus eigensteifem Kunststoff beste
henden Klotzkörper (10), der direkt auf einer Rahmenflä
che abgestützt ist, und mit glasseitig angeordnetem
nachgiebigem Werkstoff, dadurch gekennzeichnet, daß der
Klotzkörper (10) mit gummiweichem Werkstoff fest verbun
den ist, den er zumindest in einem für die unmittelbare
Scheibenabstützung vorbestimmten Teilbereich einer glas
seitigen Klotzkörperfläche (11) aufweist.
2. Klotz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
glasseitige Klotzkörperfläche (11) vollflächig mit einer
gleichmäßig starken Schicht (12), gummiweichen Werk
stoffs versehen ist.
3. Klotz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er
mindestens einen auf die Klotzkörperfläche (11) aufge
brachten Nocken (13) aus gummiweichem Werkstoff auf
weist.
4. Klotz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die glasseitige Klotzkörperfläche (11)
vollflächig mit einer Schicht (12) gummiweichen Werk
stoffs versehen ist, der mindestens einen vorspringen
den, mit dem übrigen Werkstoff einstückigen Nocken (15)
aufweist.
5. Klotz nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die glasseitige Klotzkörperfläche (11) mindestens
eine aus ihrer Plattenebene federnd vorspringende Wöl
bung (16) aus Kunststoff aufweist, die über den gummi
weichen Werkstoff vorsteht, der auf den neben der Wöl
bung (16) befindlichen Bereichen eine die glasseitige
Klotzkörperfläche (11) vollflächig bedeckende Schicht
(12) bildet.
6. Klotz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wölbung (16) ein allseitig durchbrechungsfreier Bestand
teil der im übrigen ebenen Klotzkörperfläche (11) ist,
mit der sie in einer bei Belastung ihre Verformung er
leichternden Weise verbunden ist.
7. Klotz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Nocken (13, 15) und die Wölbung (16)
die Schicht (12, 14) gummiweichen Werkstoffs überragende
Vorsprünge sind, die sich zwischen Plattenlängskanten
(17) mit kreisbogenartiger Außenfläche (18) von der ei
nen zur gegenüberliegenden Längskante (17) erstrecken.
8. Klotz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß er in der Nähe seiner beiden Enden (19) je
einen Nocken (13, 15) oder je eine Wölbung (16) aufweist,
die bedarfsweise sich zwischen den Längskanten (17) er
streckende, gleichmäßig über die Breite der Nocken
(13, 15) oder Wölbungen (16) verteilte Rippen (20) auf
weisen.
9. Klotz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß er an einer Längskante (17) mindestens
eine vertikal zur glasseitigen Klotzkörperfläche (11)
vorspringende Seitenlasche (21) hat, die mit einem glas
seitig aufzutragenden glashaftenden Kleber zu versehen
ist.
10. Klotz nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß der gummiweiche Werkstoff mit dem Klotz
körper (10) durch Anspritzen oder durch Verrasten fest
verbunden ist.
11. Verfahren zum Zusammenbau eines Tür- oder Fensterrahmens
mit einer Glasscheibe, die über mindestens einen Klotz
mit dessen auf einer Rahmenfläche direkt aufliegendem
Klotzkörper (10) abgestützt wird, dessen glasseitige
Klotzkörperfläche (11) über nachgiebigen Werkstoff an
der Kante der Glasscheibe zur Anlage gebracht wird,
insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß ein gummiweichen als nachgiebigen
Werkstoff aufweisender Klotz, der an einer Längskante
mindestens eine vertikal zur glasseitigen Klotzkörper
fläche (11) vorspringende Seitenlasche (21) aufweist,
auf der glasseitigen Laschenfläche (24) mit einem glas
haftendem Kleber versehen wird, daß der Klotz dann vor
dem Einsetzen der Glasscheibe in den Rahmen seitlich an
der Glasscheibe verklebt wird, und daß danach die mit
dem Klotz versehene Glasscheibe unter direkter Auflage
des Klotzkörpers (10) auf der Rahmenfläche in den Rahmen
hineingeschoben wird.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4444039A DE4444039A1 (de) | 1994-12-10 | 1994-12-10 | Klotz zur Abstützung von Glasscheiben in Tür- oder Fensterrahmen und Verfahren zum Zusammenbau eines Tür- oder Fensterrahmens mit einer Glasscheibe |
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