DE4444036A1 - Sonnenblende für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Sonnenblende für KraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sonnenblende für Kraftfahrzeuge,
mit einem eine Blendfläche vorgebenden Grundkörper und minde
stens einem an dem Grundkörper angeordneten Befestigungsmittel
zur vorzugsweise schwenkbaren Anordnung des Grundkörpers an dem
Kraftfahrzeug.
Sonnenblenden der in Rede stehenden Art sind aus der Praxis und
aus der Patentliteratur hinreichend bekannt. Grundsätzlich um
faßt eine Sonnenblende für ein Kraftfahrzeug einen flachen, in
etwa trapezförmigen oder rechteckigen Grundkörper, an dem Befe
stigungsmittel angeordnet sind, die zur Festlegung am Fahrzeug
dienen. Häufig ist die Grundform des Grundkörpers zur Ausbil
dung und/oder Anordnung der Befestigungsmittel durch Ausnehmun
gen o. ä. abgewandelt.
In der GB-PS 1 352 821 ist bspw. eine Sonnenblende mit einem
plattenförmigen, hohlen Grundkörper beschrieben. Der Grundkör
per der Sonnenblende weist an seinen Enden jeweils eine End-
Aussparung mit einem sich in Längsrichtung erstreckenden Zapfen
auf, um den die Sonnenblende schwenkbar am Fahrzeug angelenkt
ist.
Aus den eingetragenen Unterlagen des DE-GM 72 28 578 ist eine
Sonnenblende mit einem Grundkörper und einem Schwenklager be
kannt, wobei das Schwenklager mit Teilen des Grundkörpers ein
stückig, als Spritzling, hergestellt ist.
Bei den bekannten Sonnenblenden ist nachteilig, daß es je nach
Stand der Sonne und Augenhöhe eines Fahrers oder Beifahrers
dazu kommen kann, daß kein ausreichender Schutz geboten wird.
Obschon im Stand der Technik die Verschwenkbarkeit des Grund
körpers gewährleistet ist und hierdurch in einem Kraftfahrzeug
auch eine Beschattung gegen seitlich eindringende Sonnenstrah
len realisiert werden kann, ist der durch die bekannten Sonnen
blenden gebotene Schutz oftmals nicht ausreichend. Die Längen
abmessung der Sonnenblende richtet sich im wesentlichen nach
der Breite der Oberkante der Frontscheibe, wobei der Platzbe
darf für den mittig angeordneten Rückspiegel berücksichtigt
werden muß. In der Regel unterschreitet die sonnenschutzwirk
same Länge der bekannten Sonnenblenden die Breite des Seiten
fensters des Fahrer- und Beifahrersitzes eines Kraftfahrzeuges
erheblich, wodurch gerade der Bereich parallel zu den Kopfstüt
zen und damit parallel zum Kopf des Fahrers oder Beifahrers un
geschützt ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
eine Sonnenblende der in Rede stehenden Art anzugeben, mit der
der Sonnenschutz in einem Kraftfahrzeug verbessert werden kann.
Zudem soll eine Erhöhung der Montagekosten der Sonnenblende im
Kraftfahrzeug vermieden werden.
Die erfindungsgemäße Sonnenblende löst die voranstehende Auf
gabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1. Danach ist eine
Sonnenblende der in Rede stehenden Art derat ausgestaltet und
weitergebildet, daß an dem Grundkörper ein Zusatzteil beweglich
angeordnet ist und daß das Zusatzteil in Betriebsstellung zur
Vergrößerung der Blendfläche von dem Grundkörper abragt.
Zunächst ist erkannt worden, daß die durch den Grundkörper
selbst gebotene sonnenschutzwirksame Fläche häufig nicht aus
reicht, um den Sehbereich des Fahrers oder Beifahrers wirksam
abzuschatten. Erfindungsgemäß ist erkannt worden, daß sich die
herkömmlichen Befestigungs- bzw. Montagekosten für die Anord
nung der Sonnenblende im Kraftfahrzeug dann nicht erhöhen, wenn
lediglich am Grundkörper Maßnahmen zur Verbesserung des Sonnen
schutzes getroffen werden.
Schließlich ist erkannt worden, daß der Sonnenschutz verbessert
werden kann, wenn die Blendfläche eines Grundkörpers vergrößert
wird, indem dem Grundkörper ein Zusatzteil zugeordnet ist, das
bei Bedarf in eine Betriebsstellung verbringbar ist und in der
Betriebsstellung von dem Grundkörper abragt. Auf diese Weise
kann der Fahrer oder der Beifahrer auf unterschiedliche Sonnen
einstrahlungen variabel reagieren.
Aus praktischen Erwägungen hinsichtlich des Platzbedarfs, der
Handhabbarkeit und der Materialkosten der Sonnenblende wird das
Zusatzteil flächig ausgeführt. Die Hauptflächen des Zusatzteils
und des Grundkörpers sind parallel zueinander angeordnet, so
daß einfache Bewegungsabläufe bei geringer Platzbeanspruchung
realisierbar sind.
In der Betriebsstellung könnten der herkömmlich flache Grund
körper und das flächige Zusatzteil nebeneinander in einer
Ebene, insbesondere unter Kontaktierung der Schmalseiten, ange
ordnet sein. Unter dem Gesichtspunkt einer einfachen Führung
und/oder Lagerung des Zusatzteils am Grundkörper wird es bevor
zugt, wenn in der Betriebsstellung ein Überlappungsbereich ver
bleibt, so daß die Parallelität der Hauptflächen des Grundkör
pers und des Zusatzteil beibehalten wird.
Im Hinblick auf die Unterschreitung der Seitenfensterbreite
durch die Länge des Grundkörpers einer verschwenkbaren Sonnen
blende ist es von besonderem Vorteil, wenn das Zusatzteil in
Betriebsstellung in Richtung der Längsachse des Grundkörpers
von dem Grundkörper abragt. Hierdurch wird der bisher unge
schützte Bereich Seitenfensterbereich parallel zur Kopfstütze
wirksam beschattet. Zusätzlich oder auch alternativ könnte auch
ein Verbreiterung der Sonnenschutzfläche ermöglicht werden, in
dem ein Abragen des Zusatzteils senkrecht zur Längsachse des
Grundkörpers und parallel zu einer Hauptfläche des flächigen
Grundkörpers realisiert wird. Auf diese Weise kann auch der
Sehbereich von Personen geringer Körpergröße beschattet werden.
Damit nun bei normalen Lichtverhältnissen die üblichen, bewähr
ten Sonnenblendenabmessungen eingehalten werden können, er
streckt sich das Zusatzteil in Nullstellung im wesentlichen im
Bereich des Grundkörpers und überschreitet dessen Längen- und
Breitenabmessungen nicht oder nur unwesentlich.
Um die durch den Grundkörper vorgegebene Länge und Breite voll
ausschöpfen zu können, wird die Formgebung des Zusatzteils in
vorteilhafter Weise an die Abmessungen des Grundkörpers ange
paßt. Im Hinblick auf die Befestigung des Zusatzteils am Grund
körper kann es von Vorteil sein, wenn das Zusatzteil zumindest
ein wenig geringer dimensioniert ist als der Grundkörper.
Zur zumindest teilweisen Lagerung des Zusatzteils in der Null-
oder Betriebsstellung und zur zumindest teilweise verdeckten
Anordnung des Zusatzteils könnte der Grundkörper eine Aufnahme
aufweisen. Fertigungstechnisch vorteilhaft könnte die Aufnahme
als integraler Bestandteil des Grundkörpers ausgebildet sein.
Gemäß einer einfachen Variante könnte der Grundkörper bspw.
schienenartige Bestandteile aufweisen und sich im Querschnitt
der Form eines L-, U- oder Doppel-T-Profils annähern, wobei die
Profilschenkel und das Profilmittelteil - nämlich eine Haupt
fläche des Grundkörpers - quasi als Führungsmittel für das Zu
satzteil dienen. Generell und insbesondere bei profilartiger
Ausgestaltung des Grundkörpers ist es vorteilhaft, wenn ein
Flächenkontakt zwischen den einander zugewandten Hauptflächen
des Zusatzteils und des Grundkörpers zur Ausnutzung der Haft
reibung hergestellt wird.
In der Nullstellung könnte das Zusatzteil gänzlich innerhalb
der Aufnahme angeordnet sein. Alternativ könnte das Zusatzteil
in der Nullstellung auch geringfügig vom Grundkörper abragen,
so daß eine Betätigung des Zusatzteils erleichtert wird. Die
die Aufnahme bildenden Bestandteile des Grundkörpers könnten
auch Ausnehmungen aufweisen, durch die das Zusatzteil betätig
bar ist.
Nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Zusatzteil
in der Aufnahme verschiebbar geführt und kann bequem aus der
Aufnahme heraus - bzw. in diese hineingeschoben werden.
Zur leichteren Handhabbarkeit könnte dem Zusatzteil an dem in
der Betriebsstellung abragenden Ende ein Griffelement zugeord
net sein. Ein derartiges Griffelement könnte bspw. gegenüber
dem Zusatzteil breiter und stärker dimensioniert sein, so daß
eine einfache Betätigung, auch während des Führens des Kraft
fahrzeuges, ermöglicht wird.
Nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Grundkörper
zur Ausbildung der Aufnahme als Hohlkörper ausgeführt. Hier
durch kann das Zusatzteil in seiner Nullstellung vollständig
verdeckt angeordnet werden. Eine alternative Ausführungsform
sieht vor, dem Grundkörper schienenartige Elemente zuzuordnen
oder den Grundkörper selbst eine profilschienenähnliche Formge
bung zu verleihen.
Zum Ein- und Ausbringen des Zusatzteils in die bzw. aus der
Aufnahme eines als Hohlkörper ausgeführten Grundkörpers ist
eine Öffnung vorgesehen, die in ihren Dimensionen an das Zu
satzteil angepaßt ist. Alternativ ist es möglich, zwei in
Längsrichtung des Grundkörpers gegenüberliegende Öffnungen vor
zusehen, so daß das Zusatzteil in diametrale Richtungen ver
schoben werden kann. Auch eine dritte Öffnung könnte vorgesehen
werden, wobei das aus dieser Öffnung ausgebrachte Zusatzteil zu
einer Verbreiterung der Blendfläche führt.
In der Aufnahme eines als Hohlkörper ausgebildeten Grundkörpers
könnten nun Führungsmittel angeordnet sein, die die Verschieb
barkeit des Zusatzteils ermöglichen. An der Innenwandung des
Grundkörpers könnte eine Nut vorgesehen sein, in die das Zu
satzteil entweder mit seinem Kantenbereich oder mittels eines
Führungsstiftes eingreift.
Wird ein Führungsstift in einer Nut geführt, könnte zweckmäßi
gerweise ein Anschlag vorgesehen werden, der ein ungewolltes
Lösen des Zusatzteils vom Grundkörper wirksam ausschließt.
Sieht der als Hohlkörper ausgebildete Grundkörper nur eine Öff
nung vor, könnte der Führungsstift am innerhalb des Grundkör
pers verbleibenden Endabschnitt des Zusatzteils angeordnet wer
den, so daß die Länge des Zusatzteils in der Betriebsstellung
nahezu vollständig ausgenutzt werden kann. Insgesamt ist bei
jedem das Grundteil in Richtung der Längsachse verlängernden
Zusatzteil darauf zu achten, daß ein angreifendes Biegemoment
unschädlich ist.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform könnte auch bei einem
als Hohlkörper ausgebildete Grundkörper am Zusatzteil ein vor
anstehend beschriebenes Griffelement im Sinne eines Abschluß
stückes vorgesehen sein, das die Öffnung in vorteilhafter Weise
verschließt.
Außer einer verschiebbaren Führung des Zusatzteils im oder ent
lang des Grundkörpers könnte auch eine schwenkbare Lagerung des
Zusatzteils am Grundkörper in Betracht kommen. Hierzu könnte
dem Grundkörper ein Schwenkelement, wie bspw. ein Zapfen, zuge
ordnet sein, der sich senkrecht zur Längsachse und zu einer
Hauptfläche des Grundkörpers erstreckt und um den das Zusatz
teil im gewünschten Winkel gedreht werden kann. Eine derartige
Lagerung ermöglicht eine variable Blendflächenvergrößerung in
unterschiedliche Richtungen.
Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der erfindungs
gemäßen Sonnenblende könnte das Zusatzteil auch in Zwischen
stellungen zwischen der Null- und der Maximalstellung festge
legt werden. Hierzu sind entweder bestehende Klemmkraftwirkun
gen und Haftkräfte ausnutzbar oder durch die Führungs- bzw. La
gerungsmittel werden Raststufen realisiert. Auf diese Weise ist
die Beschattung der Fensterfläche den Bedürfnissen entsprechend
variierbar.
In materialmäßiger Hinsicht besteht das Zusatzteil aus einem
biegesteifen Material, bspw. aus Kunststoff. Hierbei könnte
eine Anpassung an die materialmäßige und farbliche Gestaltung
des Grundkörpers erfolgen. Vorteilhaft ist ein gefärbter, abge
dunkelter, transparenter Kunststoff, der außerdem eine gerin
gere Materialstärke aufweist als der Grundkörper. Durch die Ma
terialtransparenz wird eine Einschränkung des Sehbereichs über
den Grundkörper hinaus vermieden. Durch die geringere Material
stärke wird das Gesamtgewicht der Sonnenblende herabgesetzt ,
so daß die Halte- bzw. Schwenkmittel des Grundkörpers zur Befe
stigung am Fahrzeug keine wesentlich größeren Lasten aufnehmen
müssen und daher auf bereits vorhandene Haltemittel zurückge
griffen werden kann.
Denkbar wäre auch die Anordnung mehrerer Zusatzteile an einem
Grundkörper, so daß eine Vergrößerung des Grundkörpers in drei
Richtungen erfolgen kann, nämlich zum einen jeweils in Richtung
der Längsache und zum anderen senkrecht zur Längsachse und par
allel zur Hauptfläche des Grundkörpers.
Zur Realisierung verschiedener Abdunklungsstufen könnten auch
mehrere deckungsgleiche transparente Zusatzteile geringer Mate
rialstärke im oder am Grundkörper übereinanderliegend gelagert
sein und einzeln oder in gewünschter Kombination in Betriebs
stellung verbracht werden.
Im Hinblick auf die Auswechselbarkeit des Zusatzteils ist es
von besonderem Vorteil, dieses lösbar mit dem Grundkörper zu
verbinden.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vor
liegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und
weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende
Erläuterung mehrerer Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der Zeichnung zu verweisen.
In Verbindung mit der Erläuterung
der angeführten Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der
Zeichnung werden im allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und
Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Prinzipskizze
der erfindungsgemäßen Sonnenblende innerhalb
eines Fahrzeuges,
Fig. 2 in schematischer Darstellung ein erstes Ausfüh
rungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sonnen
blende,
Fig. 3 in schematischer Darstellung ein zweites Ausfüh
rungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sonnenblende
und die
Fig. 4 bis 6 in quergeschnittener Darstellung drei weitere,
verschiedene Ausführungsbeispiele der erfin
dungsgemäßen Sonnenblende.
Die Fig. 1 bis 6 zeigen eine Sonnenblende für Kraftfahrzeuge
mit einem Grundkörper 1, der zunächst die Blendfläche vorgibt.
Aus den Fig. 1 bis 3 ist ersichtlich, daß an dem Grundkörper 1
Befestigungsmittel 2 vorgesehen sind, die einerseits zur
schwenkbaren Anordnung, andererseits zur Festlegung des Grund
körpers 1 an einem Kraftfahrzeug 3 dienen.
Erfindungsgemäß ist an dem Grundkörper 1 ein Zusatzteil 4 be
weglich angeordnet, wobei das Zusatzteil 4 in Betriebsstellung
zur Blendflächenvergrößerung von dem Grundkörper 1 abragt. Aus
Fig. 1 geht hervor, daß durch das Zusatzteil 4 der verschwenk
ten Sonnenblende ein größerer Bereich des nicht näher bezeich
neten Seitenfensters des Kraftfahrzeuges 3 abgeschattet werden
kann.
In sämtlichen Ausführungsbeispielen ist das Zusatzteil 4 flä
chig ausgeführt und erstreckt sich parallel zu einer Hauptflä
che des Grundkörpers 1. Besonders aus den Fig. 1 bis 3 ist zu
erkennen, daß das Zusatzteil 4 in eine Null- oder Betriebsstel
lung verbringbar ist. In Fig. 2 verdeutlichen die Strich- und
Punktdarstellungen des Zusatzteils 4 zwei unterschiedliche Be
triebsstellungen. Des weiteren ist dort erkennbar, daß das Zu
satzteil 4 und der Grundkörper 1 in der Betriebsstellung einen
Überlappungsbereich 5 ausbilden.
Aus den Fig. 1 bis 3 ist weiter ersichtlich, daß das Zusatzteil
in Richtung der Längsachse 6 des Grundkörpers 1 abragt. In der
Prinzipskizze gemäß Fig. 1 ist mit dem Pfeil A veranschaulicht,
daß eine Hin- und Herbewegung in Richtung der Längsachse 6 re
alisierbar ist. Daüberhinaus ist mit dem Pfeil B eine weitere
prinzipiell mögliche Bewegungsrichtung des Zusatzteils 4 - näm
lich abgewinkelt zur Längsachse 6 und parallel zu einer Haupt
fläche des Grundkörpers 1 - angegeben. Die Nullstellung des in
Fig. 1 gezeigten Zusatzteils 4 nimmt das Zusatzteil 4 aufgrund
seiner weitgehend an den Grundkörper 1 angepaßten Formgebung
und aufgrund der gegenüber dem Grundkörper 1 geringeren Abmes
sungen innerhalb des Bereiches des Grundkörpers 1 ein.
Das Zusatzteil 4 des in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbei
spiels weist eine gegenüber der Form des Grundkörpers 1 abgeän
derte Formgebung auf. Das dort dargestellte freie Ende des Zu
satzteils 4 ist abgeschrägt ausgeführt und kann - wie durch die
punktierte Darstellung angedeutet - in Richtung der Längsachse
6 bewegt werden. In Verbindung mit Fig. 1 ist zu erkennen, daß
die Abschrägung dem zur Frontscheibe des Kraftfahrzeuges 3 be
nachbarten Bereich des Seitenfensters entspricht.
Gemäß den Fig. 4 bis 6 bildet der Grundkörper 1 eine Aufnahme 7
für das Zusatzteil 4 aus. Das Zusatzteil 4 ist in der Aufnahme
7 verschiebbar geführt, wobei bei den in den Fig. 4 und 5
dargestellten Ausführungsbeispielen lediglich eine Verschiebung
in Längsrichtung - nämlich senkrecht zur Zeichenblattebene -
stattfindet. Gemäß den Fig. 1 und 6 weist das Zusatzteil 4 ein
Griffelement 8 auf.
Die Querschnittsdarstellung des in Fig. 4 gezeigten Ausfüh
rungsbeispiels der erfindungsgemäßen Sonnenblende zeigt einen
als Hohlkörper ausgebildeten Grundkörper 1. Die Aufnahme 7 ent
spricht dem Hohlraum. Des weiteren weist der Grundkörper 1 eine
hier nicht gezeigte Öffnung zum Ein- und Ausfahren des Zusatz
teils 4 auf. Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel sind
Führungsmittel vorgesehen. Der Grundkörper 1 weist dazu eine
Nut 9 auf, in die ein Führungsstift 10 des Zusatzteils 4 ein
greift. Der Führungsstift 10 ist hier integraler Bestandteil
des Zusatzteils 4.
Gemäß dem in Fig. 5 gezeigten Ausführungsbeispiel weist der
Grundkörper 1 einen im wesentlichen C-förmigen Querschnitt auf.
Durch die abgewinkelte Ausbildung der Profilschenkel wird quasi
eine Führungsschiene ausgebildet, in die die Kantenbereiche des
Zusatzteils 4 eingreifen und in der das Zusatzteil 4 verschoben
werden kann.
Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit zwei Zusatzteilen 4.
Der Grundkörper 1 ähnelt in seinem Querschnitt einer Kombina
tion aus C- und U-Profil mit unterschiedlich dimensionierten
Schenkeln und weist weitere, die Aufnahme 7 bildende, nicht nä
her bezeichnete Bestandteile auf. Zur Führung des ersten Zu
satzteils 4 in Richtung der Pfeiles B - nämlich senkrecht zur
Längsachse 6, die sich hier senkrecht zur Zeichenblattebene er
streckt, und parallel zu einer Hauptfläche des Grundkörpers 1,
die sich hier ebenfalls senkrecht zur Zeichenblattebene er
streckt - weist der Grundkörper 1 an der Innenwandung seiner
Stirnseite eine Nut 9 auf. In die Nut 9 greift der Kantenbe
reich des ersten Zusatzteils 4 ein.
Zur Führung des zweiten Zusatzteils 4 in Längsrichtung - d. h.
senkrecht zur Zeichenblattebene - ist der untere Profilschenkel
abgewinkelt ausgeführt. Das in Längsrichtung geführte Zusatz
teil 4 kontaktiert den Grundkörper 1 und weist an seinem, unge
führten Ende einen die Haftreibung vergrößernden Belag 11 auf.
Zur Betätigung des ersten, gemäß Pfeil B verschiebbaren Zusatz
teil 4 ist ein Griffelement 8 befestigt, das an einem Anschlag
12 am unteren Abschnitt des Grundkörpers 1 zur Anlage kommt,
wenn sich das Zusatzteil 4 in Maximalstellung befindet.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist das Zusatzteil 4
mittels eines Schwenkelementes 13 entsprechend Pfeil C drehbar
am Grundkörper 1 gelagert. Vorteilhaft ist hier, daß mit einem
einzigen Zusatzteil 4 unterschiedlichste Stellungen, sowohl
senkrecht, parallel als auch schräg zur Längsachse 5 realisier
bar sind und so eine Abstimmung auf den Einfallswinkel der Son
nenstrahlen und auf die Körpergröße optimal erfolgen kann. Mit
den in Fig. 3 gestrichelt und punktiert dargestellten Zusatz
teilen 4 sollen verschiedenen Stellungen verdeutlicht werden.
Das Schwenkelement 12 übt eine derart große Klemmkraft auf das
Zusatzteil 4 aus, daß dieses in der vorgegebenen Stellung ver
bleibt.
Bei den verschiebbar geführten Ausführungsformen der
erfindungsgemäßen Sonnenblende ist ebenfalls eine Realisierung
unterschiedlicher Stellungen vorgesehen. Die dortigen
Führungsmittel sind derart bemessen, daß eine Klemmkraft oder
zumindest eine Haftkraft auf das Zusatzteil 4 ausgeübt wird,
die eine selbsttätige Bewegung des Zusatzteils ausschließt,
jedoch so gering ist, daß die Betätigung des Zusatzteils 4 un
problematisch ist.
Die Zusatzteile 4 der in den Fig. 5 und 6 gezeigten Sonnenblen
den sind als transparente, abgedunkelte, weitgehend biegesteife
Kunststoffolien bzw. -platten ausgeführt.
Hinsichtlich weiterer, in der Figur nicht gezeigter Merkmale
wird auf den allgemeinen Teil der Beschreibung verwiesen.
Abschließend sei darauf hingewiesen, daß die erfindungsgemäße
Lehre nicht auf die voranstehend erörterten Ausführungsbei
spiele eingeschränkt ist. Vielmehr sind die unterschiedlichsten
Konstruktionen der erfindungsgemäßen Sonnenblende möglich.
Bezugszeichenliste
1 Grundkörper
2 Befestigungsmittel
3 Kraftfahrzeug
4 Zusatzteil
5 Überlappungsbereich
6 Längsachse
7 Aufnahme
8 Griffelement
9 Nut
10 Führungsstift
11 Belag
12 Anschlag
13 Schwenkelement
A Bewegungsrichtung des Zusatzteils 4
B Bewegungsrichtung des Zusatzteils 4
C Bewegungsrichtung des Zusatzteils 4
2 Befestigungsmittel
3 Kraftfahrzeug
4 Zusatzteil
5 Überlappungsbereich
6 Längsachse
7 Aufnahme
8 Griffelement
9 Nut
10 Führungsstift
11 Belag
12 Anschlag
13 Schwenkelement
A Bewegungsrichtung des Zusatzteils 4
B Bewegungsrichtung des Zusatzteils 4
C Bewegungsrichtung des Zusatzteils 4
Claims (22)
1. Sonnenblende für Kraftfahrzeuge mit einem eine Blendfläche
vorgebenden Grundkörper (1) und mindestens einem an dem Grund
körper (1) angeordneten Befestigungsmittel (2) zur vorzugsweise
schwenkbaren Anordnung des Grundkörpers (1) an dem Kraftfahr
zeug (3),
dadurch gekennzeichnet, daß an dem Grund
körper (1) ein Zusatzteil (4) beweglich angeordnet ist und daß
das Zusatzteil (4) in Betriebsstellung zur Vergrößerung der
Blendfläche von dem Grundkörper (1) zumindest partiell abragt.
2. Sonnenblende nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Zusatzteil (4) flächig ausgeführt ist und daß die Hauptflä
chen des Grundkörpers (1) und des Zusatzteils (4) zueinander
parallel angeordnet sind.
3. Sonnenblende nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Zusatzteil (4) und der Grundkörper (1) in Betriebsstellung
einen Überlappungsbereich (5) ausbilden.
4. Sonnenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Zusatzteil (4) den Grundkörper (1) in
Richtung der Längsachse (6) des Grundkörpers (1) vergrößert.
5. Sonnenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß sich das Zusatzteil (4) in Nullstellung im
wesentlichen im Bereich des Grundkörpers (1) erstreckt.
6. Sonnenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Zusatzteil (4) eine weitgehend an den
Grundkörper (1) angepaßte Formgebung aufweist.
7. Sonnenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Zusatzteil (4) zumindest geringfügig
kleiner dimensioniert ist als der Grundkörper (1).
8. Sonnenblende nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Grundkörper (1) eine Aufnahme (7) für das Zusatzteil (3)
aufweist.
9. Sonnenblende nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
sich das Zusatzteil (4) in Nullstellung im wesentlichen im Be
reich der Aufnahme (7) erstreckt.
10. Sonnenblende nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeich
net, daß das Zusatzteil (4) in der Aufnahme (7) verschiebbar
geführt ist.
11. Sonnenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem Zusatzteil (4), vorzugsweise am in
Betriebsstellung vom Grundteil (1) abragenden Ende, ein Griff
element (8) vorgesehen ist.
12. Sonnenblende nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Grundkörper (1) zur Ausbildung der Auf
nahme (7) als Hohlkörper ausgebildet ist und mindestens eine
Öffnung zum Ein- und Ausbringen des Zusatzteils (4) aufweist.
13. Sonnenblende nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
Führungsmittel vorgesehen sind, wobei der Grundkörper (1) bzw.
die Aufnahme (7) mindestens eine Nut (9) umfaßt und das Zusatz
teil (4) vorzugsweise mittels eines Führungsstiftes (10) in die
Nut (9) eingreift.
14. Sonnenblende nach Anspruch 13, wobei das Zusatzteil einen
Führungsstift aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Auf
nahme, vorzugsweise im Bereich des Ein- bzw. Austritts des Zu
satzteils einen Anschlag für den Führungsstift aufweist.
15. Sonnenblende nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß das Griffelement die Öffnung in der Null
stellung des Zusatzteils verschließt.
16. Sonnenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß der Grundkörper (1) mindestens ein Mittel
(13) zur schwenkbaren Lagerung des Zusatzteils (4) aufweist.
17. Sonnenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungs- bzw. Lagerungsmittel (9, 10,
13) derart ausgestaltet sind, daß das Zusatzteil (4) in Zwi
schenstellungen zwischen Null- und Maximalstellung festlegbar
ist.
18. Sonnenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß das Zusatzteil (4) aus einem wenig flexi
blen, vorzugsweise biegesteifen, Material besteht.
19. Sonnenblende nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
das Zusatzteil (4) aus transparentem, abgedunkelten oder farbi
gem Kunststoff besteht.
20. Sonnenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß das Zusatzteil (4) eine wesentlich gerin
gere Stärke aufweist als der Grundkörper (1).
21. Sonnenblende nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß
dem Grundkörper (1) mehrere Zusatzteile (4) zugeordnet sind.
22. Sonnenblende nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, daß das Zusatzteil lösbar mit dem Grundkörper
verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944444036 DE4444036A1 (de) | 1994-12-10 | 1994-12-10 | Sonnenblende für Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19944444036 DE4444036A1 (de) | 1994-12-10 | 1994-12-10 | Sonnenblende für Kraftfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4444036A1 true DE4444036A1 (de) | 1996-06-13 |
Family
ID=6535475
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19944444036 Withdrawn DE4444036A1 (de) | 1994-12-10 | 1994-12-10 | Sonnenblende für Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4444036A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10022044B4 (de) * | 2000-05-05 | 2011-02-17 | Volkswagen Ag | Blendschutzeinrichtung für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Kraftfahrzeug |
-
1994
- 1994-12-10 DE DE19944444036 patent/DE4444036A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10022044B4 (de) * | 2000-05-05 | 2011-02-17 | Volkswagen Ag | Blendschutzeinrichtung für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Kraftfahrzeug |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8122 | Nonbinding interest in granting licenses declared | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SALZER, BRUNO MICHAEL, 74336 BRACKENHEIM, DE |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |