DE4440716A1 - Rußfilteranlage für Verbrennungsmotor - Google Patents
Rußfilteranlage für VerbrennungsmotorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rußfilteranlage für Ver
brennungsmotoren, insbesondere Dieselmotoren, nach der
im Oberbegriff des Anspruches 1 näher definierten Art.
Ein Nachteil von Verbrennungsmotoren, insbesondere von
Dieselmotoren, ist die Partikelemission. Durch das
Vorsehen von Filtern in der Abgasleitung des Verbren
nungsmotores wird versucht, diese Partikelemission zu
reduzieren.
Allerdings tritt hierbei der Nachteil auf, daß das
Filter durch die Partikeln zugesetzt wird und somit
der Gegendruck im Abgassystem rasch ansteigt, was den
Betriebsbereich des Motors stark einschränkt. Es sind
daher Verfahren zum Reinigen von Abgaspartikelfiltern
bekannt.
Beispielsweise ist aus der DE-OS 38 37 472 ein Verfah
ren zur Regeneration eines Abgaspartikelfilters eines
Dieselmotores bekannt. Bei dem in der genannten Druck
schrift beschriebenen Verfahren wird ein Brenner ein
gesetzt, dem Brennstoff und sauerstoffhaltigen Gas in
variierbarem Verhältnis zugeführt wird. Nachteilig an
dem in der genannten Druckschrift offenbarten Verfah
ren ist jedoch, daß für den Betrieb des Brenners eine
zusätzliche Luftpumpe erforderlich ist.
Eine Rußfilteranlage für einen Dieselmotor ist aus der
DE-OS 37 29 861 bekannt. Die Regenerierung des Rußfil
ters erfolgt hierbei ebenfalls durch Ausbrennen der
Partikeln mit Hilfe eines Brenners, dem flüssiger
Brennstoff und Luft zugeführt wird. Um eine gute
Brennstoffaufbereitung zu erreichen, wird bei diesem
System eine Luftzerstäuberdüse verwendet.
Auch diese bekannte Vorrichtung weist den Nachteil
auf, daß für den Betrieb Druckluft und somit eine
Luftpumpe erforderlich ist. Ein weiterer Nachteil
liegt darin, daß der gesamte Abgasmassenstrom erhitzt
werden muß, was sehr energieaufwendig ist. Außerdem
weisen Querstrommischer erfahrungsgemäß einen hohen
Druckverlust auf, welche den Betriebsbereich des Mo
tors einschränken und den Kraftstoffverbrauch erhöhen.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu
grunde, eine Rußfilteranlage für Verbrennungsmotoren
zu schaffen, welche die genannten Nachteile des Stan
des der Technik beseitigt und die ohne zusätzliche
Luftquelle auskommt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kenn
zeichnenden Teil des Anspruches 1 genannten Merkmale
gelöst.
Durch die Aufteilung des Raumes zwischen der Abgaslei
tung und dem Abgaspartikelfilter in zwei Kammern, wo
bei die Trenn- bzw. Staueinrichtung einen Durchlaß mit
definiertem Strömungsquerschnitt aufweist, entsteht
ein Druckgefälle, welches die Aufteilung des Abgas
stromes in zwei Teilströme ermöglicht. Mit einem Teil
strom wird das Filter direkt beaufschlagt, der andere
Teil des Abgasstromes wird gezielt durch die Brennkam
mer geleitet.
Somit kann ein Teil des Abgases aus dem Dieselmotor,
welches für den Betrieb des Brenners genügend Rest
sauerstoff enthält, mit hoher Geschwindigkeit in den
Brennraum hineinströmen. Dabei wird die Stoßenergie
des pulsierenden Abgases ausgenutzt.
Eine Verwirbelungseinrichtung am Boden der Brennkammer
erzeugt innerhalb des Flammrohres eine stark verwir
belte turbulente Strömung, in die der Kraftstoff mit
Hilfe einer Zerstäuberdüse hineingespritzt wird. Das
auf diese Weise erzeugte Brenngemisch zündet spontan
und die Verbrennung läuft schadstoffarm ab.
Durch das Erzeugen eines Druckgefälles zwischen den
beiden Kammern, bei dem die kinetische Abgasenergie
aus der Abgasleitung genutzt wird, kann der Abgasmas
senstrom einfach und problemlos an die gewünschten
Stellen geleitet werden. Auf die Zuführung von Zusatz
luft kann verzichtet werden.
Die Erfinder haben hierbei erkannt, daß durch ein ein
faches Abtrennen des Raumes zwischen der Abgasleitung
und dem Rußfilter ein derartiges Druckgefälle unter
Ausnutzung der kinetischen Energie aus der Abgaslei
tung leicht herstellbar ist. Die Einrichtung zum Tren
nen des beschriebenen Raumes in zwei Kammern kann
hierbei auf verschiedenste Arten ausgeführt sein.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und den
nachfolgend anhand der Zeichnung prinzipmäßig darge
stellten Ausführungsbeispielen.
Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch ein Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II der Fig.
1,
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel einer Brennkammer und
eines Flammrohres, und
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform einer Brennkammer
und eines Flammrohres für die erfindungsgemäße
Rußfilteranlage.
Bezugnehmend auf Fig. 1 ist ein Schnitt durch die
Rußfilteranlage dargestellt.
Die Rußfilteranlage weist einen nur schematisch dar
gestellten Filter 1 auf, der in einem Gehäuse 2 an
geordnet ist. In dem Gehäuse 2 ist außerdem eine
Brennkammer 7 angeordnet, die ein Flammrohr 3 und
einen Brennkammerkopf 4 mit einer Verwirbelungsein
richtung 14 aufweist.
In den Brennkammerkopf 4 sind eine Zerstäuberdüse 5
zum Einspritzen von Brennstoff sowie eine Glühkerze 6
zum Zünden des Brenngemisches eingebaut. Das Brenn
gemisch besteht aus fein zerstäubten Brennstoff, wel
cher im Brennraum mit dem sauerstoffhaltigen Abgas aus
dem Dieselmotor vermischt wird.
Durch Öffnungen 8 im Flammrohr 3 wird in die Brennkam
mer 7 zusätzlich sauerstoffhaltiges Abgas eingebracht,
so daß eine vollständige schadstoffarme Verbrennung
gewährleistet ist. Die dem Filter 1 zugewandte offene
Seite des Flammrohres 3 ist abgeschrägt.
Das Gehäuse 2 weist einen Anschluß 9 auf, an dem eine
Abgasleitung 16, welche vom Verbrennungsmotor (nicht
dargestellt) zum Gehäuse 2 führt, angeschlossen ist.
Der Raum zwischen dem Anschluß 9 und dem Filter 1 ist
durch eine Trenn- bzw. Staueinrichtung 10 in zwei Kam
mern 11, 12 unterteilt. In dem vorliegenden Ausfüh
rungsbeispiel ist die Trenn- bzw. Staueinrichtung als
Stauwand 10 ausgeführt.
Nachfolgend soll die Funktionsweise der Rußfilteranla
ge beschrieben werden.
Durch den Anschluß 9 strömt das Abgas mit dem darin
enthaltenen Sauerstoffanteil aus dem Verbrennungsmotor
mit verhältnismäßig hoher Geschwindigkeit in das Ge
häuse 2 ein.
Aufgrund der Stauwand 10 baut sich in der Kammer 11,
das heißt in der der Abgasleitung 16 zugewandten Kam
mer, ein Druck auf, welcher sich aus dem statischen
Druck in der Kammer 11 und dem Staudruck des einströ
menden Massenstromes (siehe Pfeil) zusammensetzt. Die
Stauwand 10 kann teilweise offen, aber auch als ge
lochte Schottwand ausgebildet sein.
Da in den an die Kammer 11 angrenzenden Bereichen, der
Kammer 12 und in der Brennkammer 7, ein geringerer
Druck herrscht, wird der Abgasmassenstrom aufgeteilt.
Ein Teil desselben strömt direkt von der Kammer 11 in
die Kammer 12 und weiter zum Filter 1. Der andere Teil
des Abgasmassenstromes aus der Kammer 11 strömt in die
Brennkammer 7. Die Aufteilung des Abgasmassenstromes
hängt vom offenen Querschnitt in der Stauwand 10 ab.
Das Abgas, welches durch die Verwirbelungseinrichtung
14 und die Öffnungen 8 in den Brennraum 7 eintritt,
strömt aufgrund des Druckgefälles zwischen der Kammer
11 und der Brennkammer 7, mit relativ hoher Geschwin
digkeit in den Brennraum der Brennkammer 7 hinein. Im
Brennraum der Brennkammer 7 erzeugt die kinetische
Energie des Abgasmassenstromes aufgrund der auftreten
den Richtungsänderungen nach dem Durchströmen der Ver
wirbelungseinrichtung 14 und der Öffnungen 8 eine
starke Turbulenz. Der durch die Zerstäuberdüse 5 in
die turbulente Strömung eingespritzte Brennstoff, ver
mischt sich intensiv mit dem sauerstoffhaltigen Abgas
aus dem Dieselmotor und bildet ein leicht entzündbares
Gemisch, welches durch die Glühkerze 6 im Brennraum
der Brennkammer 7 gezündet wird.
Die nach der Zündung des beschriebenen Gemisches frei
werdende Wärme entweicht durch die in Richtung des
Filters 1 offene Seite des Flammrohres 3, wobei die am
Filter 1 angelagerten Partikeln durch den Heißgas
strahl aus der Brennkammer entzündet werden. Um die am
Filter 1 angelagerten Partikel über einen möglichst
großen Bereich zu entzünden, ist die dem Filter 1 zu
gewandte Seite des Flammrohres 3 abgeschrägt, so daß
die austretende Heißgasströmung fächerförmig aufge
teilt wird. Die Reinigung des Filters 1 erfolgt da
durch, daß die im Filter 1 angelagerten Rußpartikel
vom Heißgasstrahl aus der Brennkammer 7 entzündet wer
den, wobei sich die Flammenfront des brennenden Rußes
über das ganze Filter 1 ausbreitet.
Als Brennstoff wird der für den Verbrennungsmotor be
nötigte Kraftstoff verwendet; auf ein zusätzliches
Einbringen von Verbrennungsluft kann verzichtet wer
den, da das Abgas aus dem Verbrennungsmotor, wie be
reits erwähnt, ausreichend sauerstoffhaltig ist.
Der Anteil des Abgases, welcher nicht durch die Brenn
kammer 7 strömt, kann durch einen Durchlaß 13 in die
Kammer 12, also in Richtung auf den Filter 1 strömen.
Die Abgasmenge, welche durch den Durchlaß 13 strömt,
ergibt sich aus der Größe des Durchlasses 13.
Der Drall, welcher der Brennkammerströmung in der
Brennkammer 7 durch die Verwirbelungseinrichtung 14
aufgeprägt wird, stabilisiert die Flamme in der Brenn
kammer 7. Die Stabilisierungswirkung ist hierbei so
groß, daß sie sogar gegen das pulsierende, also schub
weise Einbringen des Abgasmassenstromes in das Gehäuse
2 standhält.
In dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 ist die
Staueinrichtung zwischen den Kammern 11 und 12 als
Stauwand 10 ausgeführt. Die Stauwand 10 kann aber auch
durch ein Lochblech ersetzt werden.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt entlang der Linie II-II der
Fig. 1. In dieser Ansicht ist die Verwirbelungsein
richtung, die in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
als Drallgitter 14 ausgeführt ist, deutlich zu erken
nen. Das Drallgitter 14 hat die Aufgabe, eine Drall
strömung mit hoher Geschwindigkeit zur Stabilisierung
der Flamme zu erzeugen. In die Drallströmung des
sauerstoffhaltigen Abgases wird der Kraftstoff mit der
Zerstäuberdüse 5 hineingespritzt, wodurch eine sehr
gute Brennstoffaufbereitung erreicht wird. Die Vor
teile einer derartigen guten Durchmischung wurden be
reits erwähnt.
Bezugnehmend auf Fig. 3 ist eine Seitenansicht eines
weiteren Ausführungsbeispiels des Flammrohres 3 bzw.
der Brennkammer 7 schematisch dargestellt. Alle ande
ren Bauteile der Rußfilteranlage können so wie in Zu
sammenhang mit den Fig. 1 und 2 beschrieben ausge
führt sein.
Im Gegensatz zu dem Flammrohr, das bereits im Zusam
menhang mit der Fig. 1 beschrieben wurde, weist das
Flammrohr 3 der Fig. 4 zusätzlich zu den Öffnungen 8
noch weitere Öffnungen auf, die nachfolgend als Pri
märbohrungen 15 bezeichnet werden.
Die Primärbohrungen 15 sind, wie die Öffnungen 8, in
der Wandung des Flammrohres 3 vorgesehen. Durch die
Primärbohrungen 15 kann ebenfalls sauerstoffhaltiges
Abgas in die Brennkammer 7 einströmen. Beim Einströmen
in die Brennkammer 7 treten starke Turbulenzen in der
Brennraumströmung auf, so daß der durch die Zerstäu
berdüse 5 eingespritzte Brennstoff mit dem sauerstoff
haltigen Abgas eine gute Gemischbildung erfährt.
Hierzu ist es notwendig, die Primärbohrungen 15 in ei
nem nicht zu großen Abstand von der Zerstäuberdüse 5
entfernt vorzusehen.
Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
Flammrohres 3. Aus Übersichtlichkeitsgründen wurde
hier ebenfalls auf die Darstellung aller weiteren Bau
teile der Rußfilteranlage verzichtet.
Zusätzlich zu den Öffnungen 8 im Flammrohr 3 ist an
dem der Zerstäuberdüse 5 zugewandten Ende des Flamm
rohres 3 ein Ringspalt 14 vorgesehen, der ebenfalls
die Funktion einer Verwirbelungseinrichtung zur Flam
menstabilisierung hat. Aufgrund des hohen Druckge
fälles zwischen der Kammer 11 und der Brennkammer 7
strömt das sauerstoffhaltige Abgas mit hoher Geschwin
digkeit in die Brennkammer 7 ein und wird durch geeig
net gestaltete Abrißkanten im Ringspalt 14 bzw. nach
dem Verlassen des Ringspaltes 14 verwirbelt. Der Ring
spalt 14 ist hierbei in der Nähe der Zerstäuberdüse 5
angeordnet, so daß aufgrund der Verwirbelungen des
eintretenden Abgasmassenstromes gleichzeitig auch der
eingespritzte Brennstoff verwirbelt wird und sich
somit eine gute Gemischaufbereitung ergibt.
Selbstverständlich kann die Verwirbelungseinrichtung
14 auch andersartig ausgeführt sein. Aufgrund des
Druckgefälles zwischen der Kammer 11 und dem Brennraum
7 sind noch unterschiedliche andersartige Ausführungs
formen der Verwirbelungseinrichtung 14 möglich.
Die Größe des Durchlasses 13 (siehe Fig. 1 und Fig. 2)
zwischen den Kammern 11 und 12 ist abhängig von der
Größe des Abgasmassenstromes sowie von der zu erzie
lenden Beschleunigung des Abgasmassenstromes beim Ein
strömen in die Brennkammer 7.
Claims (7)
1. Rußfilteranlage für Verbrennungsmotoren, insbeson
dere Dieselmotoren, mit einem an eine Abgasleitung
des Verbrennungsmotors angeschlossenen Filter und
einem Brenner zum Freibrennen des Filters, wobei
der Brenner eine Zerstäuberdüse für Brennstoff und
eine Brennkammer aufweist, ,welche in dem Gehäuse
des Filters vorgesehen ist, wobei die Brennkammer
durch ein sich in Richtung des Filters erstrecken
des Flammrohr abgegrenzt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
durch eine Trenn- bzw. Staueinrichtung (10) der
Raum zwischen der Abgasleitung (16) und dem Filter
(1) in zwei Kammern (11, 12) unterteilt ist, wobei
die Brennkammer (7) durch Öffnungen (8, 15) in dem
Flammrohr (3) mit der der Abgasleitung zugewandten
Kammer (11) verbunden ist und die offene Seite des
Flammrohres (3) der an den Filter (1) angrenzenden
Kammer (12) zugewandt ist, wobei beide Kammern
(11, 12) durch wenigstens einen Durchlaß (13)
miteinander verbunden sind.
2. Rußfilteranlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Trenn- bzw. Staueinrichtung als Stauwand (10)
ausgeführt ist, in der Durchtrittsöffnungen ange
ordnet sind.
3. Rußfilteranlage nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der in die Brennkammer (7) eingespritzte Kraftstoff
durch eine Verwirbelungseinrichtung (14) mit dem
sauerstoffhaltigen Abgas vermischbar ist.
4. Rußfilteranlage nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verwirbelungseinrichtung als Drallgitter (14)
ausgeführt ist.
5. Rußfilteranlage nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verwirbelungseinrichtung als Primärgitter (14)
ausgeführt ist.
6. Rußfilteranlage nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verwirbelungseinrichtung als Ringspalt (14) in
dem dem Filter (1) abgewandten Ende des Flammrohres
(3) ausgeführt ist.
7. Rußfilteranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die dem Filter (1) zugewandte Seite des Flammrohres
(3) abgeschrägt ist.
Priority Applications (1)
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ID=6533339
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