DE4338891A1 - Massenflußsensor - Google Patents
MassenflußsensorInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Massenflußsensor nach der Gattung
des Hauptanspruchs. Aus der US 45 01 144 ist bereits ein Massenfluß
sensor bekannt, bei dem ein Meßelement auf einer Membran, an der ein
Medium vorbeiströmt, angeordnet ist. Das Meßelement weist eine
höhere Temperatur als das Medium auf und aus dem Wärmeübergang in
das Medium wird die Stärke der Strömung des Mediums gemessen.
Weiterhin ist ein Medientemperaturmeßelement auf dem Rahmen, der die
Membran hält, angeordnet. Die Temperatur des Meßelementes wird
konstant zur Temperatur des Medientemperaturmeßelementes gehalten.
Weiterhin ist aus der US 45 01 144 bekannt, die dünne Membran in
einem Rahmen aus einkristallinem Silizium aufzuhängen. Aus der
DE-OS 41 06 287 sind Verfahren zum Einätzen von Ausnehmungen in
Siliziumplatten, die eine 100-Orientierung aufweisen, bekannt. Diese
Ausnehmungen können genutzt werden, um Siliziumrahmen, in denen eine
Membran aufgespannt ist, herzustellen. Aus der DE-OS 40 03 473 ist
ein Verfahren zur Herstellung von Bewegungssensoren bekannt, bei dem
in einen Siliziumwafer mit 110-Orientierung eine Ausnehmung einge
ätzt wird. Auch dieses Ätzverfahren kann genutzt werden, um einen
Siliziumrahmen herzustellen, in dem eine Membran aufgespannt ist.
Der erfindungsgemäße Massenflußsensor mit den kennzeichnenden Merk
malen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß eine An
passung des Ausgangssignals des Massenflußsensors an eine Änderung
der Temperatur des zu messenden Mediums besonders schnell erfolgt.
Fehlmessungen, die sich aufgrund plötzlicher Temperaturänderungen
des Mediums ergeben können, werden auf diese Weise zuverlässig
unterdrückt. Dies macht den Sensor insbesondere zur Anwendung in
Bereichen tauglich, die für andere, langsamere Sensoren proble
matisch sind, wie beispielsweise die Messung einer vom Motor ange
saugten Luftmasse in einem Kraftfahrzeug. Das erfindungsgemäße Ver
fahren nach Anspruch 14 hat gegenüber dem Stand der Technik den Vor
teil, daß die Herstellung von Massenflußsensoren, die besonders
schnell auf Temperaturänderungen des zu messenden Mediums reagieren,
mit besonders einfachen Mitteln möglich ist.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vor
teilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Hauptanspruch
angegebenen Masseflußsensors und des im Anspruch 14 angegebenen Ver
fahrens zur Herstellung eines Massenflußsensors möglich. Besonders
robuste und einfach herzustellende Sensoren ergeben sich, wenn die
Membran in einem Rahmen aus einkristallinem Silizium aufgehängt ist.
Um die Erwärmung des Medientemperaturmeßelementes
durch das Meßelement zu unterdrücken, wird dabei zwischen dem Meß
element und dem Medientemperaturmeßelemente ein isothermes Element
angeordnet. Einfache Ausführungsformen dieses isothermen Elements
bestehen in einem metallischen Balken oder einem Schlitz oder einem
Siliziumbalken mit einer Dicke die geringer als die Dicke des
Rahmens ist. Weiterhin kann das isotherme Element als Siliziumbalken
in der Dicke der Siliziumplatte ausgebildet sein, wobei dann jeder
Membran eine Ausnehmung zugeordnet ist. Die Ausnehmungen für die
Membran können dabei auf der Unterseite der Siliziumplatte ein
Rechteck oder ein Sechseck oder eine Parallelogramm bilden. Durch
die Ausgestaltung als Sechseck oder Parallelogramm wird der Flächen
verbrauch für die Herstellung der Massenflußsensoren verringert.
Besonders einfach erfolgt die Kontaktierung von Meßelement und
Medientemperaturmeßelement durch Anschlüsse und Leiterbahnen, die
auf dem Siliziumrahmen angeordnet sind. Der Einbau des Massenfluß
sensors in ein Gehäuse gestaltet sich besonders einfach, wenn die
Anschlüsse für Meßelement und Medientemperaturmeßelement relativ zum
Medienstrom beide auf derselben Seite der Siliziumplatte angeordnet
sind.
Ein isothermes Element, das aus einem Siliziumbalken besteht, wird
besonders einfach erzeugt, indem vor der Erzeugung der Membran
schicht Dotierstoffe in die Oberseite der Siliziumplatte eingebracht
werden, wobei die Dotierung und der Ätzprozeß so gewählt sind, daß
das dotierte Silizium beim Ätzen nicht geätzt wird. Ein anderes Ver
fahren zur Herstellung eines isothermen Elements aus Silizium be
steht in der Verwendung eines Ätzvorsprungs beim Ätzprozeß. Dieses
Verfahren hat den Vorteil, daß eine zusätzliche
Dotierung auf der Oberseite der Siliziumplatte nicht notwendig ist.
Für die Einätzung von zwei Ausnehmungen auf der Unterseite der
Siliziumplatte können Anordnungen von Rechtecken, Sechsecken oder
Parallelogrammen genutzt werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen darge
stellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es
zeigen
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen
Massenflußsensor, Fig. 2 eine Aufsicht auf den Massenflußsensor
nach Fig. 1, Fig. 3 in der Aufsicht ein weiteres Ausführungsbei
spiel eines Massenflußsensors, Fig. 4a einen Querschnitt und Fig.
4b eine Aufsicht auf einen weiteren Massenflußsensor, Fig. 5 und
Fig. 6 zeigen Querschnitte durch weitere Ausführungsbeispiele von
Massenflußsensoren, Fig. 7 bis 10 ein Herstellungsverfahren von
Massenflußsensoren wie in Fig. 6 gezeigt, Fig. 11 einen Quer
schnitt und Fig. 12 eine Aufsicht und Fig. 13 einen weiteren Quer
schnitt durch einen Massenflußsensor, Fig. 14 die Herstellung der
Membranen von Fig. 12, Fig. 15 einen Querschnitt und Fig. 16 eine
Aufsicht durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Massenfluß
sensors, und die Fig. 17 bis 19 die Anordnung verschiedener Aus
führungsformen der Massenflußsensoren auf Siliziumwafern.
In der Fig. 1 wird ein erfindungsgemäßer Massenflußsensor im Quer
schnitt und in der Fig. 2 in der Aufsicht gezeigt. Dabei ist auf
einer Membran 3 ein Meßelement 1 und auf einer Membran 4 ein Medien
temperaturmeßelement 2 angeordnet. Die beiden Membranen 3, 4 sind in
einem Rahmen 6 aus einkristallinem Silizium aufgehängt. Zwischen den
beiden Membranen 3, 4 ist ein isothermes Element als Siliziumbalken
13 gelegen. Der Massenflußsensor ist aus einer Siliziumplatte 7
durch Einbringen der beiden Ausnehmungen 16 in die Rückseite der
Siliziumplatte 7 hergestellt worden. Die Ausnehmungen 16 reichen bis
zu einer Membranschicht 9, die auf der Oberseite der Siliziumplatte
7 abgeschieden ist. Auf dem Rahmen 6 sind Anschlüsse 5 gelegen.
Durch die Anschlüsse 5 werden das Meßelement 1 und das Medientempe
raturmeßelement 2 mittels Leiterbahnen 8 kontaktiert. Über die An
schlüsse 5 kann ein elektrischer Kontakt zu anderen hier nicht ge
zeigten Schaltkreisen hergestellt werden.
Durch den Pfeil wird ein Massenstrom, beispielsweise ein Luftstrom,
angedeutet, der über die Oberfläche des Massenflußsensors streicht.
Das Meßelement 1 wird durch einen elektrischen Strom erwärmt, der
durch die Anschlüsse 5 und die Leiterbahnen 8 an das Meßelement 1
angelegt wird. Weiterhin wird der elektrische Widerstand des Meß
elementes 1 gemessen. Das Widerstandselement 1 ist dabei so ausge
legt, daß sich der Widerstand mit der Temperatur ändert. Das Meß
element 1 wird durch das vorbeiströmende Medium abgekühlt. Das Aus
maß dieser Abkühlung ist dabei abhängig vom Massenstrom des vorbei
strömenden Mediums. Bei konstant gehaltenem Heizstrom des Meß
elementes 1 kann dabei durch die Messung des Widerstandes des
Meßelementes 1 bestimmt werden, wie stark die Strömung des vorbei
strömenden Mediums ist. Dieses Meßelement 1 stellt nur eine mögliche
Form eines solchen Massenflußsensors dar. Ebensogut ist es möglich,
ein separates Heizelement und ein Temperaturmeßelement auf der
Membran 3 anzuordnen oder, wie in der US 45 01 144 gezeigt, ein
Heizelement mit zwei oder mehr Meßelementen zu versehen. All diesen
Massenflußsensoren liegt das Prinzip zugrunde, daß die Wärmemenge,
die durch das vorbeiströmende Medium vom Meßelement abgeführt wird,
abhängig zur Masse des vorbeiströmenden Mediums ist. Mit einer
Änderung der Temperatur des vorbeiströmenden Mediums ist daher auch
eine Änderung des Signals des Meßelements verbunden. Alle Massen
flußsensoren, die ein Meßelement aufweisen, das den Wärmeübergang in
das vorbeiströmende Medium ausnutzt, weisen daher zusätzlich einen
Medientemperaturmeßfühler 2 auf. Dieser Medientemperaturmeßfühler
wird dafür verwendet, den Einfluß der Temperatur des Mediums auf das
Meßsignal zu unterdrücken. In der Regel wird dies dadurch erreicht,
daß das Meßelement 1 eine konstante Übertemperatur aufweist, d. h.
die Temperatur des Meßelements 1 ist gegenüber der Temperatur des
Mediums immer um einen bestimmten konstanten Betrag erhöht. Ebenso
gut kann jedoch die Übertemperatur des Meßelements gegenüber der
Medientemperatur variieren, wobei dann der Meßwert des Medientempe
raturmeßelements 2 genutzt wird um den Meßwert des Meßelements 1 zu
korrigieren. Dabei werden, wie beispielsweise in der US 45 01 144
gezeigt wird, die Medientemperaturmeßelemente auf dem Rahmen ange
ordnet. Nachteilig an dieser Anordnung des Medientemperaturmeß
elementes auf dem Rahmen ist jedoch, daß das Medientemperaturmeß
element nur relativ langsam auf Änderungen der Temperatur des
Mediums reagiert. Für spezielle Anwendungen, beispielsweise beim
Einsatz in Kraftfahrzeugen, sind an die Ansprechzeit des Medien
temperaturfühlers besonders hohe Anforderungen zu stellen. Wenn z. B.
ein Kraftfahrzeug in der kalten Jahreszeit aus einer beheizten
Garage gefahren wird, kann es aufgrund des hohen und schnellen Luft
temperaturwechsels bei der Verwendung träger Massenfluß- und Medien
temperatursensoren
kurzfristig zu krassen Fehlmessungen der angesaugten Luftmasse
kommen. Ein anderes Beispiel ist beispielsweise ein Kraftfahrzeug
mit einem auf hohem Niveau warmgelaufenen Motor, welches abrupt z. B.
an einer Ampel zum stehen gebracht wird. In diesem Fall heizt sich
die Luft im Ansaugrohr fast schlagartig auf die hohe Umgebungs
temperatur des Motors auf, was ebenfalls wieder kurzfristig zu einer
Fehlmessung des Massenstroms führt, wenn der Massenflußsensor nicht
hinreichend schnell auf die Veränderung der Temperatur der Luft
reagiert. Die Reaktionszeit des hier gezeigten Medientemperaturmeß
elementes 2 ist besonders gering, da das Medientemperaturmeßelement
2 ebenfalls auf einer dünnen Membran 4 angeordnet ist. Die dünne
Membran 4 weist nur eine geringe Masse auf, so daß die Membran 4
durch das über die Membran 4 strömende Medium besonders schnell er
wärmt oder abgekühlt wird. Ebenso schnell wird infolgedessen das
Medientemperaturmeßelement 2 erwärmt oder abgekühlt. Beide Membranen
3, 4 sind so ausgelegt, daß das Meßelement 1 oder das Medientempe
raturmeßelement 2 thermisch möglichst gut vom Rahmen 6 entkoppelt
sind und thermisch möglichst gut mit dem Medienstrom gekoppelt sind.
Durch die thermische Entkopplung von Rahmen 6 und die gute thermi
sche Anbindung an das Medium, wird erreicht, daß sowohl Meßelement 1
wie auch Medientemperaturmeßelement 2 besonders schnell reagieren.
Dies wird dadurch erreicht, daß die Membranen 3, 4 in der Regel be
sonders dünn sind (in der Größenordnung von 1 Mikrometer) und
weiterhin aus einem Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit und
einer geringen spezifischen Wärmekapazität bestehen. Besonders ein
fach wird dies durch dünne Membranen aus Siliziumoxid oder Silizium
nitrid erreicht, die sich zudem besonders einfach auf der Oberfläche
von Siliziumplatten 7 herstellen lassen. Das hier gezeigte Prinzip
einer guten thermischen Ankopplung des Meßelements 1 und des Medien
temperaturmeßelements 2 an das vorbeiströmende Medium ist jedoch
auch auf andere Membranmaterialien übertragbar.
Wichtig ist weiterhin, daß das Meßelement 1 und das Medientempe
raturmeßelement 2 durch ein isothermes Element, hier als Silizium
balken 13, getrennt sind. Wären nämlich das Meßelement 1 und das
Medientemperaturmeßelement 2 auf ein und derselben Membran ange
ordnet, so würde durch das Meßelement 1, das ja erwärmt werden muß,
das Medientemperaturmeßelement 2 mit erwärmt werden. Das Medien
temperaturmeßelement 2 würde in diesem Fall somit nicht mehr die
Temperatur des Mediums messen, sondern einen Zwischenwert zwischen
Medientemperatur und Temperatur des Meßelementes 1.
In den Fig. 1 und 2 sind mit 20 die Ränder der Ausnehmungen 16
auf der Unterseite der Siliziumplatte 7 bezeichnet. Wie in der Auf
sicht in Fig. 2 zu erkennen ist, ist die Fläche, die innerhalb der
Ränder 20 der Ausnehmungen 16 liegt, wesentlich größer als die
Fläche, die für die Membranen 3, 4 benötigt wird. Die Ausnehmungen
16 sind durch anisotropes Siliziumätzen in die Siliziumplatte 7 ein
gebracht worden. Bei der Siliziumplatte 7 handelt es sich um eine
Siliziumplatte, die eine 100-Fläche auf der Oberseite und Unterseite
aufweist. In solche 100-orientierten Siliziumplatten 7 können Aus
nehmungen mit einer in der Aufsicht rechteckigen Form eingebracht
werden, indem Ätzlösungen verwendet werden, die die 111-Kristall
ebenen besonders langsam ätzen. Solche Ätzverfahren sind beispiels
weise in der DE-OS 41 06 287 beschrieben.
In Fig. 2 sind die beiden Membranen 3, 4 derart angeordnet, daß sie
relativ zur Strömungsrichtung des Mediums nebeneinandergelegen sind.
Die Anschlüsse 5 sind nur auf einer Seite der Siliziumplatte 7 ange
ordnet. Dadurch wird erreicht, daß bei einem Einbau des Massenfluß
sensors in ein Gehäuse die Kontaktierung der Anschlüsse 7 aus
schließlich von einer Seite erfolgt. Diese Anordnung der Anschlüsse
5 ist daher besonders günstig für den Einbau des Massenflußsensors in
ein Gehäuse.
In der Fig. 3 wird eine andere Anordnung der Membranen 3, 4 ge
zeigt. Die Membranen sind derart angeordnet, daß sie im Medienstrom
hintereinander liegen. Dabei ist das Medientemperaturmeßelement 2
vor dem Meßelement 1 gelegen, um zu verhindern, daß es durch die
durch das Meßelement verursachte Erwärmung des Medienstromes zu
einer Beeinflussung des Medientemperaturmeßelementes 2 durch das
Meßelement 1 kommt. Die Anschlüsse 5 sind derart auf dem Rahmen 6
angeordnet, daß die Anschlüsse 5 relativ zur Strömungsrichtung des
Mediums neben den Membranen 3, 4 liegen. Durch diese Anordnung der
Anschlüsse 5 neben den Membranen 3, 4 ist es möglich, die Anschlüsse
5 abzudecken, ohne daß es dabei zu einer Störung des Flusses des
Mediums kommt. Bereits geringe Erhebungen, die auf der Oberfläche
angeordnet sind, führen in den in der Strömungsrichtung abwärts ge
legenen Bereichen zu Wirbeln und so zu nicht reproduzierbaren
Strömungszuständen. Die Anschlüsse 5, auf denen Drähte oder ähn
liches befestigt werden, um das Meßelement 1 und das Medientempe
raturmeßelement 2 zu kontaktieren, sollten daher relativ zur
Strömungsrichtung neben dem Meßelement 1 bzw. dem Medientemperatur
meßelement 2 gelegen sein.
In der Fig. 4a ist ein Querschnitt und in der Fig. 4b eine Auf
sicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Massenflußsensors gezeigt. In einem Rahmen 6 sind zwei Membranen 3,
4 aufgespannt. Auf der Membran 3 ist ein Meßelement 1 gelegen, auf
der Membran 4 ist ein Medientemperaturmeßelement 2 gelegen. Die
beiden Membranen 3, 4 sind durch ein isothermes Element getrennt,
das als metallischer Balken 10 ausgebildet ist. Ebensogut sind
andere Materialien mit guter Wärmeleitung, wie beispielsweise Poly
silizium, verwendbar. Der Massenflußsensor ist wieder aus einer
Siliziumplatte 7 mit einer 100-Orientierung heraus strukturiert,
indem auf der Oberseite der Siliziumplatte 7 eine Membranschicht 9
erzeugt wurde und auf der Membranschicht 9 Strukturen für das Meß
element 1 und das Medientemperaturmeßelement 2 niedergelegt wurden.
Durch anisotropes Ätzen der Siliziumplatte 7 ausgehend von der Rück
seite wurde die Ausnehmung 19 eingebracht. Weiterhin wurde auf der
Oberseite der Siliziumplatte 7 auf der Membranschicht 9 eine
Struktur für den metallischen Balken 10 erzeugt.
Der metallische Balken 10 dient als isothermes Element, d. h. er
dient dazu, einen substantiellen Wärmefluß vom Meßelement 1 zum
Medientemperaturmeßelement 2 zu unterbinden. Da die beiden Membranen
3, 4 wieder aus einem dielektrischen Material mit geringer Wärme
leitfähigkeit und Wärmekapazität ausgebildet sind, reicht der Wärmefluß
durch die Membran 3 vom Meßelement 1 nicht aus, den
metallischen Balken 10 der im thermischen Kontakt mit dem Rahmen 6
steht, nennenswert zur erwärmen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang,
daß Metalle in der Regel eine sehr große Wärmekapazität und Wärme
leitfähigkeit aufweisen. Der metallische Balken 10 weist somit immer
näherungsweise die Temperatur des Siliziumrahmens 6 auf.
In der Fig. 5 ist der Querschnitt durch ein weiteres Ausführungs
beispiel des erfindungsgemäßen Massenflußsensors gegeben. In einem
Rahmen 6 aus einkristallinem Silizium sind zwei Membranen 3, 4 auf
gespannt, wobei auf der Membran 3 ein Meßelement 1 und auf der
Membran 4 ein Medientemperaturmeßelement 2 gelegen ist. Zwischen den
beiden Membranen 3, 4 ist als isothermes Element ein Schlitz 11 an
geordnet. Eine Aufsicht auf den Massenflußsensor nach Fig. 5 ent
spricht im wesentlichen der Aufsicht, wie sie in Fig. 4b gezeigt
wird, wobei dabei jedoch der metallische Balken 10 durch den Schlitz
11 ersetzt wird. Die Herstellung des Massenflußsensors nach Fig. 5
erfolgt in äquivalenter Weise wie die Herstellung des Massenfluß
sensors nach Fig. 4a und b. Auf einer Siliziumplatte 7 werden
wieder eine Membranschicht und Strukturen für das Meßelement und das
Medientemperaturmeßelement 2 erzeugt. Durch Einbringen der Aus
nehmung 19 wird der Rahmen 6 aus der Siliziumplatte 7 herausgeätzt.
Das Einbringen des Schlitzes 11 kann vor oder nach dem Ätzen der
Ausnehmung 19 erfolgen.
Der Schlitz 11 dient wieder als isothermes Element, d. h. er unter
drückt einen Wärmefluß vom Meßelement 1 zum Medientemperaturmeß
element 2. Zum einen ist nämlich das Wärmeleitvermögen des Schlitzes
11 sehr gering, zum anderen wird durch die Strömung das Medium im
Schlitz 11 permanent ausgetauscht, so daß der Schlitz 11 immer die
Temperatur des Mediums aufweist. Die Strukturierung des Schlitzes 11
in der Membranschicht 9 kann vor oder nach der Ätzung der Ausnehmung
19 erfolgen.
In der Fig. 6 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel des Massen
flußsensors gezeigt, der bis auf die Ausgestaltung des isothermen
Elements den Ausführungsbeispielen nach Fig. 4a, 4b und 5 ent
spricht. Als isothermes Element ist zwischen den beiden Membranen 3,
4 ein Siliziumbalken 12 angeordnet. Der Siliziumbalken 12 ist unter
halb der Membranschicht 9 angeordnet und ist mit dem Rahmen 6 ver
bunden. Durch diese Verbindung wird erreicht, daß der Siliziumbalken
12 annähernd die Temperatur des Rahmens 6 aufweist, da die thermi
sche Leitfähigkeit von Silizium hoch ist.
Zur Herstellung des Massenflußsensors nach Fig. 6 mit dem Silizium
balken 12 sind verschiedene Methoden denkbar. Zum einen können vor
der Herstellung der Membranschicht 9 auf der Siliziumplatte 7
Dotierstoffe in die Oberseite der Siliziumplatte 7 eingebracht
werden, wobei die geometrische Form des dotierten Siliziums dabei
der geometrischen Form des Siliziumbalkens 12 entspricht. Dabei
werden die Dotierstoffe und der Ätzprozeß für die Ausnehmung 19
derart gewählt, daß das dotierte Silizium beim Ätzen der Ausnehmung
19 nicht geätzt wird. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen,
daß die Siliziumplatte 7 eine p-Dotierung und der Siliziumbalken 12
eine starke p⁺-Dotierung aufweisen und die Ätzung der Ausnehmung
19 mit einer basischen Ätzlösung erfolgt. Eine weitere Möglichkeit
besteht darin, daß die Siliziumplatte 7 eine p-Dotierung und der
Siliziumbalken 12 eine n-Dotierung aufweist. Beim Ätzprozeß der Aus
nehmung 19 mit einer basischen Ätzlösung wird eine elektrische
Spannung zwischen dem n-dotierten Balken 12 und dem p-dotierten
Substrat 7 angelegt, die den Balken 12 vor dem Angriff der Ätzlösung
schützt.
Eine weitere Methode, ein isothermes Element als Siliziumbalken 12
nach Fig. 6 herzustellen, bei dem der Siliziumbalken 12 die gleiche
Dotierung aufweist, wie die Siliziumplatte 7, wird in den Fig. 7
bis 10 beschrieben.
In der Fig. 7 ist eine Siliziumplatte 7 gezeigt, auf deren Ober
seite eine Membranschicht 9 hergestellt ist. Die Membranschicht 9
besteht dabei vorzugsweise aus Siliziumnitrid oder Siliziumoxid. Auf
die Membranschicht 9 ist ein Meßelement 1 und ein Medientemperatur
meßelement 2 aufgebracht. Auf der Unterseite der Siliziumplatte 7
sind zwei Ätzmasken 30, 31, die sich teilweise überlappen, aufge
bracht. Der Bereich der Siliziumplatte 7, aus dem der Rahmen 6
herausstrukturiert wird, ist von beiden Ätzmasken 30, 31 bedeckt.
Der Bereich der Siliziumplatte 7, aus dem der Balken 12 heraus
strukturiert wird, ist nur von der einen Ätzmaske 30 bedeckt. Die
Ätzmaske 30 kann unabhängig von der Ätzmaske 31 entfernt werden.
Dabei können beispielsweise sowohl die Ätzmaske 30 wie auch die Ätz
maske 31 aus Siliziumoxid bestehen. Wenn die Siliziumplatte 7 mit
den beiden Ätzmasken 30, 31 in eine Ätzlösung getaucht wird, die
Siliziumoxid ätzt, so wird zunächst die Ätzmaske 30 entfernt. Erst
danach, wenn die Ätzmaske 31 freigelegt ist, wird die Ätzmaske 31
angegriffen. Durch die teilweise Übereinanderanordnung der Ätzmasken
31 und 31 kann somit erreicht werden, daß während eines Ätzprozesses
Bereiche der Siliziumplatte 7 zunächst mit einer Ätzmaske bedeckt
sind und im weiteren Verlauf der Ätzung nicht mehr mit einer Ätz
maske bedeckt sind. Die Nutzung dieser mehrschichtigen Ätzmaske zur
Strukturierung der Siliziumplatte 7 wird in den weiteren Fig. 8
bis 10 beschrieben. Weiterhin ist es auch möglich, daß die
Ätzmasken 30, 31 aus anderen Materialien bestehen, die selektiv
gegeneinander ätzbar sind. Denkbar wäre es beispielsweise, daß die
Ätzmaske 31 aus Siliziumoxid und die Ätzmaske 30 aus Siliziumnitrid
besteht.
In der Fig. 8 wird ein erster Ätzschritt zur Bearbeitung der
Siliziumplatte 7 gezeigt. Bei diesem ersten Ätzschritt wird die
Unterseite der Siliziumplatte 7 für eine begrenzte Zeit einer
basischen Ätzlösung ausgesetzt und somit die Ausnehmungen 32 in die
Rückseite der Siliziumplatte 7 eingeätzt. Der Boden der Ausnehmungen
32 wird wie die Oberfläche der Siliziumplatte 7 von einer 100-Ebene
des Siliziumeinkristalls gebildet. Da die Ränder der Ätzmasken 30
und 31 auf jeweils einer 111-Kristallebene gelegen sind, die einen
Winkel von 54,74° zur Oberfläche der Siliziumplatte 7 einnehmen,
werden die Seitenwände der Ausnehmungen 32, die einen Ätzvorsprung
bilden, durch 111-Kristallebenen gebildet.
In der Fig. 9 ist die erste Ätzmaske 30 von der Rückseite der
Siliziumplatte 7 entfernt. Die Bereiche der Siliziumplatte 7, aus
denen der Rahmen 6 heraus strukturiert wird, sind nach wie vor durch
die Ätzmaske 31 gegen den Angriff einer Ätzlosung geschützt.
Zwischen den beiden Ausnehmungen 32 ist nun der Bereich der
Siliziumplatte 7, aus dem der Siliziumbalken 12 herausstrukturiert
wird, nicht mehr gegen den Angriff einer Ätzlösung geschützt. Die
Grundfläche diese Bereiches wird von einer 100-Ebenen des Silizium
einkristalls gebildet, ebenso wird der Boden der Ausnehmungen 32 von
einer 100-Ebene des Siliziumeinkristalls gebildet. Wird nun die
Siliziumplatte 7, wie sie in der Fig. 9 gezeigt wird, weiterhin auf
ihrer Rückseite mit einer Silizium abtragenden Ätzlösung beauf
schlagt, so werden die Ausnehmungen 32 und der mittlere Bereich der
Siliziumplatte 7, aus dem der Siliziumbalken 12
heraus strukturiert wird, mit der gleichen Geschwindigkeit in die
Tiefe geätzt. Der Ätzvorsprung der Ausnehmungen 32 bleibt dabei er
halten.
In der Fig. 10 ist die Siliziumplatte 7 aus der Fig. 9 gezeigt,
nachdem die Ätzung in einem zweiten Ätzschritt weiter fortgesetzt
wurde und gerade zu dem Zeitpunkt, zu dem der Ätzvorsprung 32 die
Membranschicht 9 erreicht, abgebrochen worden ist. Zu diesem Zeit
punkt ist die Siliziumplatte 7 in den Bereichen, die in der Fig. 9
einen Ätzvorsprung 32 aufwiesen, vollständig bis zur Membranschicht
9 weggeätzt. Lediglich der Siliziumbalken 12, der in der Fig. 8
noch von der ersten Ätzmaske 30 bedeckt war, ist noch nicht voll
ständig weggeätzt. Wenn die Ätzung der Fig. 10 weiter fortgesetzt
würde, so würde sich die Dicke des Siliziumbalkens 12 weiter ver
ringern, bis die Ätzung nach dem Verschwinden des Balkens endgültig
zum Stillstand kommt. Die Funktion der Fig. 10 entspricht bis auf
die noch auf der Rückseite der Siliziumplatte 7 verbliebenen Ätz
maske 31 dem Massenflußsensor wie er in der Fig. 6 gezeigt wird.
In der Fig. 11 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfin
dungsgemäßen Massenflußsensors im Querschnitt gezeigt. In der Fig.
12 wird eine Unteransicht des Massenflußsensors nach Fig. 11 ge
zeigt. In der Fig. 13 wird ein weiterer Querschnitt durch den
Massenflußsensor der Fig. 11 und 12 gezeigt. In der Fig. 11 wird
eine Siliziumplatte 7 mit einer aufgebrachten Membranschicht 9 ge
zeigt, in die ausgehend von der Rückseite Ausnehmungen 17 einge
bracht sind. Durch die Ausnehmungen 17 wird aus der Siliziumplatte 7
ein Rahmen 6, in dem zwei Membranen 3, 4 aufgespannt sind, gebildet.
Zwischen den beiden Membranen 3, 4 ist ein isothermes Element, hier
als Siliziumbalken 14 in der Dicke der
Siliziumplatte 7 gelegen. Auf der Membran 3 ist ein Meßelement 1 und
auf der Membran 4 ein Medientemperaturmeßelement 2 gelegen. Aus
Gründen der Vereinfachung wurde auf die Darstellung des Meßelementes
1 und des Medientemperaturmeßelementes 2 in den Fig. 12 und 13
verzichtet. Die geometrische Form der Ausnehmungen 17 wird durch die
Unteransicht der Siliziumplatte 7 in der Fig. 12 dargestellt. Die
Ränder 101 bis 106 der Ausnehmungen 17 weisen auf der Unterseite der
Siliziumplatte 7 eine sechseckige Form auf, wobei der erste Rand 101
einen Winkel von 90° zum zweiten Rand 102 bildet, der zweite Rand
102 einen Winkel von 135° zum dritten Rand 103 bildet, der dritte
Rand 103 einen Winkel von 135° zum vierten Rand 104 bildet, der
vierte Rand 104 einen Winkel von 90° zum fünften Rand 105 bildet,
der fünfte Rand einen Winkel 135° zum sechsten Rand 106 bildet und
der sechste Rand 106 einen Winkel von 135° zum ersten Rand 101
bildet. Entsprechend bilden die Membranen 3, 4 ebenfalls eine sechs
eckige Form, wobei jedoch die Längenverhältnisse zwischen den
einzelnen Seiten nicht die gleichen wie die der Ränder 101 bis 106
der Ausnehmungen 17 sind. Weiterhin ist in der Fig. 12 die Schnitt
linie II-II eingezeichnet, entlang der die Fig. 11 den Querschnitt
durch den Massenflußsensor zeigt.
In der Fig. 13 ist ein Schnitt durch den Massenflußsensor entlang
der Linie III-III der Fig. 12 gezeigt. Die Fig. 13 zeigt einen
Schnitt durch die Membran 4 mit der dazugehörigen Ausnehmungen 17
der Siliziumplatte 7.
Die Oberfläche der Siliziumplatte 7 weist wie in den Fig. 11 und
13 dargestellt eine 100-Orientierung auf. Wie in der Fig. 11 zu
erkennen ist, liegen jeweils zwei Ränder 103, 106 der Ausnehmungen
17 auf jeweils einer 100-Ebene des Siliziumeinkristalls der
Siliziumplatte 7, die einen Winkel von 90° zur 100-Oberfläche der
Siliziumplatte 7 aufweisen. Von diesen Rändern 103, 106 erstrecken
sich die Seitenwände der Ausnehmungen 17 senkrecht bis zur Membran
schicht 9 bzw. zu den Membranen 3, 4. Vier Ränder 101, 102, 104, 105
der Ausnehmungen 17 liegen auf jeweils einer 111-Richtung des
Siliziumeinkristalls der Siliziumplatte 7, wobei diese 111-Kristall
ebenen einen Winkel von ca. 54,74° zur 100-Oberfläche des Silizium
einkristalls der Siliziumplatte 7 einnehmen. Entsprechend weisen die
Seitenwände der Ausnehmungen 17 die sich an diese Ränder 101, 102,
104, 105 anschließen einen Winkel von 54,74° zur 100-Oberfläche der
Siliziumplatte 7 und folglich auch zur Membranschicht 9 bzw. den
Membranen 3, 4 auf. Der Querschnitt in der Fig. 11 zeigt die
Seitenwände der Ausnehmungen 17, die einen rechten Winkel zur
Membranschicht 9 bilden. Der Querschnitt in Fig. 13 zeigt eine
Seitenwand einer Ausnehmung 17 die einen Winkel von 54,74° zur
Membranschicht aufweist und eine Seitenwand die rechtwinklig zur
Membranschicht 9 ist.
Der Massenflußsensor der Fig. 11 bis 12 funktioniert in äqui
valenter Weise wie die Massenflußsensoren der Fig. 1 bis 6. Das
isotherme Element, welches einen Wärmefluß von der Membran 3 des
Meßelements 1 zur Membran 4 des Medientemperaturmeßelementes 2
unterbindet wird hier durch den Siliziumbalken 14 gebildet. Der
Siliziumbalken 14 ist dabei in der Dicke der Siliziumplatte 7 ausge
bildet, und ist mit dem Rahmen 6 verbunden. Durch das gute
Wärmeleitvermögen von Silizium und die große Dicke des Balkens 14
ist dabei sichergestellt, daß der Balken 14 immer dieselbe Tempe
ratur aufweist wie der Rahmen 6.
In der Fig. 14 ist dargestellt, wie die Ausnehmungen 17 der Fig.
11 bis 13 in die Siliziumplatte 7 eingeätzt werden. Dieses Ätzver
fahren ist bereits aus der DE-OS 41 06 287 bekannt. In der Fig. 14
wird eine sechseckige Ätzmaske 50 gezeigt, die zur Ätzung der Aus
nehmungen 17 mit den Rändern 101 bis 106 verwendet wurde. Weiterhin
wird die Ausrichtung der Ätzmaske 50 bzw. der Ränder 101 bis 106 zur
Siliziumeinkristalls gezeigt. Der Bereich, der innerhalb der Ätz
maske 50 liegt, stellt den Bereich des Siliziums dar, der nicht
durch die Ätzmaske 50 bedeckt ist. Dieser Bereich wird von einer
100-Kristallfläche des Siliziumeinkristall gebildet, und wird von
der Ätzlösung, die in der Regel eine basische Ätzlösung ist, mit
einer bestimmten Ätzgeschwindigkeit in die Tiefe geätzt. Die Seiten
wände der Ätzmaske 50, die parallel zu den Rändern 103 und 106 der
Ausnehmungen 17 sind, werden dabei mit der gleichen Geschwindigkeit
unterätzt wie die Ätzung in die Tiefe erfolgt. In dieser Richtung
liegen nämlich, wie in der Fig. 14 gezeigt, 100-Ebenen des
Siliziumeinkristalls. Die Ätzmaske 50 wird in die Richtungen, die
parallel zu den Rändern 101, 102, 104, 105 der Ausnehmungen 17 sind,
nicht bzw. nur minimal unterätzt, da diese auf jeweils einer
111-Ebene des Siliziumeinkristalls gelegen sind, die von basischen
Ätzlösungen nur vernachlässigbar geätzt werden. In der Fig. 14 sind
die Kristallebenen durch Einheitsvektoren auf den Kristallflächen
angegeben. Da die Einheitsvektoren der 100-Ebene und der 100-Ebenen
in der Papierebenen liegen, weisen diese die normierte Länge 1 auf.
Bei dem hier vorgestellten Ätzverfahren für die Ausnehmungen 17
handelt es sich um ein Ätzverfahren, bei dem die geometrischen Ab
messungen der Ausnehmungen 17 teilweise durch die ätzstoppende
Wirkung der 111-Kristallebenen und teilweise durch die Zeitdauer der
Ätzungen definiert werden. Wird nämlich die Ätzung der Ausnehmungen
17 fortgesetzt, nachdem die Ausnehmungen 17 die Membranschicht 9
erreicht haben, so wird die Breite des Siliziumbalkens 14 verringert
bzw. die Breite der Ausnehmungen 17 in dieser Richtung vergrößert.
Erfahrungsgemäß lassen sich solche Ätzprozesse mit großer Präzision
beherrschen, so daß der Siliziumbalken 14 mit großer Reproduzier
barkeit hergestellt werden kann.
In den Fig. 15 und 16 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Massenflußsensors gezeigt. Die Fig. 15 zeigt
einen Querschnitt entlang der Linie IV-IV der Fig. 16. Die Fig. 16
zeigt eine Aufsicht auf die Unterseite des Massenflußsensors wie er
in der Fig. 15 gezeigt wird. In der Fig. 15 ist eine Silizium
platte 7 mit einer auf der Oberseite aufgebrachten Membranschicht 9
gezeigt, in deren Rückseite zwei Ausnehmungen 18 eingebracht sind.
Die Ausnehmungen 18 reichen bis zur Membranschicht 9 und bilden so
zwei Membranen 3, 4. Auf der einen Membran 3 ist ein Meßelement 1
und auf der anderen ein Medientemperaturmeßelement 2 angeordnet. Auf
die Darstellung des Meßelements 1 und des Medientemperaturmeß
elements 2 wurde in der Fig. 16 zur Vereinfachung der Darstellung
verzichtet. Wie in der Fig. 16 zu erkennen ist, bilden die Ränder
201 bis 204 der Ausnehmungen 18 auf der Unterseite der Silizium
platte 7 jeweils ein Parallelogramm.
Dabei weist der erste Rand 201 einen Winkel von ca. 109,5° zum
zweiten Rand 202 auf, der zweite Rand 202 weist einen Winkel von
ca. 70,5° zum dritten Rand 203 auf, der dritte Rand 203 weist einen
Winkel von ca. 109,5° zum vierten Rand 204 auf und der vierte Rand
204 weist einen Winkel von ca. 70,5° zum ersten Rand 201 auf. Wie im
Querschnitt in der Fig. 15 zu erkennen ist, sind die Wände der Aus
nehmungen 18 senkrecht zur Oberfläche der Siliziumplatte 7
orientiert. Bei der Siliziumplatte 7 handelt es sich um eine ein
kristaline Siliziumplatte, deren Oberfläche von einer 110-Ebene des
Siliziumeinkristalls gebildet wird. Zu dieser 110-Oberfläche sind
111-Ebenen des Siliziumkristalls senkrecht ausgerichtet, die hier
zur Ätzung der Ausnehmungen 18 genutzt werden. Die 111-Kristall
ebenen, die senkrecht zur 110-Oberfläche der Siliziumplatte 7 sind,
weisen zueinander einen Winkel von 109,5° (äußerer Winkel) bzw.
70,5° innerer Winkel auf. Durch Nutzung dieser 111-Kristallebenen,
die senkrecht zur 110-Oberfläche der Siliziumplatte 7 sind, lassen
sich somit Ausnehmungen 18 in die Siliziumplatte 7 einätzen, die
senkrechte Seitenwände aufweisen und einen parallelogrammförmigen
Grundriß haben. Das Einätzen solcher parallelogrammartiger Aus
nehmungen in 110-orientierte Siliziumplatten wird beispielsweise
auch in der DE-OS 40 03 473 beschrieben. In den Ecken der parallelo
grammförmigen Ausnehmungen 18 bilden sich noch weitere Kristall
wände 60 aus, die nicht rechtwinklig zur 110-Oberfläche der
Siliziumplatte 7 sind. Die Herstellung des in den Fig. 15 und 16
gezeigten Massenflußsensors erfolgt in äquivalenter Weise wie zu den
Fig. 1, 2 und 11 bis 13 beschrieben. Die Ätzmaske für die
Ätzungen für die Ausnehmungen 18 ist dabei so auf der Rückseite der
Siliziumplatte 7 so angeordnet,
daß der von den Rändern 201 bis 204 umschlossene Bereich der Ätz
lösung ausgesetzt wird. Eine Verlängerung der Ätzzeit ist bei dieser
Ätzung unkritisch, da bei fertiggeätzter Ausnehmung 18 ausschließ
lich 111-Kristallebenen offenliegen, die nur unwesentlich geätzt
werden. Die beiden Ausnehmungen 18 können daher auch besonders eng
nebeneinander angeordnet werden, da die Breite der isothermen
Struktur, die als Siliziumbalken 15 ausgebildet ist, sehr präzise
durch die Ätzmaske hergestellt werden kann.
Die Funktion des hier gezeigten Massenflußsensors entspricht wieder
den vorherigen Beschreibungen der anderen Massenflußsensoren.
Es versteht sich von selbst, daß die Massenflußsensoren der Fig.
1 bis 16 in der Massenfertigung durch parallele Bearbeitung einer
Vielzahl von Massenflußsensoren, die auf Siliziumwafern angeordnet
sind, bearbeitet werden. Dabei werden die beschriebenen Her
stellungsprozesse parallel auf eine Vielzahl von Massenflußsensoren
angewendet, und erst in einem letzten Herstellungsschritt werden die
Siliziumwafer durch Einbringen von Schnitten in einzelne Massen
flußsensoren aufgeteilt. Die verschiedenen in den Fig. 1 bis 16
beschriebenen Massenflußsensoren unterscheiden sich dabei hin
sichtlich der Fläche, die für ihre Realisierung auf den Silizium
wafern benötigt wird. Herstellungsprozesse bei denen 100-orientierte
Siliziumplatten genutzt werden, haben dabei einen größeren Flächen
bedarf, wenn die 111-Kristallebenen, die einen Winkel von 54,75° zur
100-Oberfläche einnehmen, bei der Ätzung der Ausnehmungen genutzt
werden. Dieser erhöhte Flächenbedarf von 100-orientiertem Silizium
läßt sich verringern, wenn bei der Ätzung neben den 111-Kristall
ebenen, die einen Winkel von 54,74° zur 100-Oberfläche aufweisen,
auch die
100-Kristallebenen genutzt werden, die rechtwinklig zur 100-Ober
fläche der Siliziumwafer sind. Ein Beispiel für diesen Ätzprozeß ist
beispielsweise in den Fig. 11 bis 14 dargestellt. Bei der Ver
wendung von 110-Siliziumwafern ist der Flächenbedarf wegen der senk
rechten Ätzwände besonders gering, dafür muß eine leichte Un
symmetrie des Designs des Massenflußsensors in Kauf genommen werden,
was jedoch die Funktion der Massenflußsensoren nicht wesentlich
stört. Die Ausrichtung der Massenflußsensoren auf Siliziumwafern
wird in den Fig. 17 bis 19 gezeigt.
In der Fig. 17 ist eine Siliziumwafer mit einer 100-orientierten
Oberfläche gezeigt. Auf dieser Oberfläche sind Massenflußsensoren
gezeigt, die unter Nutzung der 111-Kristallebenen, die einen Winkel
von 54,74° zur Oberfläche des Siliziumwafers 70 aufweisen, herge
stellt sind. Dabei handelt es sich um die Massenflußsensoren der
Fig. 1 bis 3, wobei die hier gezeigte Ansicht von unten auf die
Ausnehmungen 16 schaut. In äquivalenter Weise werden die Massen
flußsensoren der Fig. 4 bis 10, die ebenfalls die 111-Kristall
ebenen, die einen Winkel von ca. 54,74° zur 100-Oberfläche auf
weisen, für die Herstellung nutzen auf dem Siliziumwafer 70 ange
ordnet. Durch Einbringen von Trennschnitten 73 wird der Silizium
wafer 70 in einzelne Massenflußsensoren zerlegt. In der Fig. 17 ist
dies exemplarisch für einen einzelnen Massenflußsensor dargestellt.
In der Fig. 18 ist eine Siliziumwafer 72 gezeigt, dessen Oberfläche
von einer 100-Kristallebene gebildet wird. Auf diesem Siliziumwafer
72 sind Massenflußsensoren angeordnet, zu deren Herstellung sowohl
111-Kristallebenen, die einen Winkel von 54,74° zur Oberfläche des
Wafers 72 aufweisen, als auch 100-Kristallebenen, die rechtwinklig
zur Oberfläche des Wafers 72 sind, genutzt worden sind. Die hier
gezeigten Massenflußsensoren entsprechen den Massenflußsensoren der
Fig. 11 bis 14. Gezeigt wird eine Ansicht der Unterseite der Aus
nehmungen 17. Exemplarisch sind hier wieder für einen einzelnen
Massenflußsensor die Trennschnitte 73 gezeigt, mit denen der
einzelne Massenflußsensor aus dem Siliziumwafer (72) herausgetrennt
wird. Wegen des geringeren Flächenbedarfs der Massenflußsensoren
nach den Fig. 11 bis 14 können auf dem Siliziumwafer 72 mehr
Massenflußsensoren angeordnet werden, als auf dem Siliziumwafer 70.
In der Fig. 19 wird eine Siliziumwafer 75 gezeigt, dessen Ober
fläche von einer 110-Kristallebene gebildet wird. Auf dem Silizium
wafer 75 sind Massenflußsensoren nach den Fig. 15 und 16 ange
ordnet. Gezeigt wird eine Unteransicht auf die Ausnehmungen 18.
Wegen des geringeren Flächenbedarfs der Massenflußsensoren nach den
Fig. 15 und 16 können im Vergleich zum Wafer 70 der Fig. 17 mehr
Massenflußsensoren auf dem Wafer 75 angeordnet werden. Exemplarisch
sind wieder die zum Vereinzeln eines Massenflußsensores notwendigen
Trennschnitte 73 gezeigt.
Es ist für einen Fachmann ein leichtes, zusätzlich zu den hier vor
gestellten Ausführungsbeispielen, andere Massenflußsensoren zu
finden, die ebenfalls das erfindungsgemäße Prinzip nutzen. Bei
spielsweise kann ein isothermer Balken nach der Fig. 4a oder 6 mit
einer Membrangeometrie der Fig. 16 kombiniert werden.
Claims (22)
1. Massenflußsensor mit einem Meßelement (1) auf einer Membran (3)
an dem ein Medium vorbeiströmt, wobei das Meßelement (1) gegenüber
dem Medium eine höhere Temperatur aufweist und aus dem Wärmeübergang
in das Medium die Stärke der Strömung des Mediums mißt, und mit
einem Medientemperaturmeßelement (2), das die Temperatur des Mediums
mißt, wobei in Abhängigkeit von der Temperatur des Mediums die
Messung des Mediumstroms korrigiert oder die Temperatur des Meß
elementes (1) verändert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das
Medientemperaturmeßelement (2) auf einer zweiten Membran (4) ange
ordnet ist.
2. Massenflußsensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Membranen (3, 4) in einem Rahmen (6) aus einkristallinem Silizium
aufgehängt sind, daß die Membranen (3, 4) und der Rahmen (6) aus
einer Siliziumplatte (7) mit einer Membranschicht (9) auf der Ober
seite (21) herausstrukturiert sind, indem in die Unterseite (22) der
Siliziumplatte (7) mindestens eine Ausnehmung (16, 17, 18, 19) die
bis zur Membranschicht (9) reicht, eingebracht ist, und daß zwischen
Meßelement (1) und Medientemperaturmeßelement (2) ein isothermes
Element angeordnet ist.
3. Massenflußsensor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
isotherme Element als Balken (10) auf der Oberseite (21) der Membran
(3, 4) ausgebildet ist.
4. Massenflußsensor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
isotherme Element als Schlitz (11) in der Membran (3, 4) ausgebildet
ist.
5. Massenflußsensor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
isotherme Element als Siliziumbalken (12), mit einer Dicke, die
geringer als die Dicke des Rahmens (6) ist, ausgebildet ist.
6. Massenflußsensor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Siliziumbalken (12) eine andere Dotierung als der Rahmen (6) auf
weist.
7. Massenflußsensor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Siliziumbalken (12) die gleiche Dotierung aufweist wie der Silizium
rahmen (6).
8. Massenflußsensor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in
die Siliziumplatte (7) zwei Ausnehmungen (16, 17, 18), die bis zur
Membranschicht (9) reichen, eingebracht sind, daß zu jeder Membran
(3, 4) eine Ausnehmung (16, 17, 18) gehört, und daß das isotherme
Element als Siliziumbalken (13, 14, 15) in der Dicke der Silizium
platte (7) ausgebildet ist.
9. Massenflußsensor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Oberfläche der Siliziumplatte (7) eine 100-Fläche ist, daß die
Ränder (2) der Ausnehmung (16) auf der Unterseite (22) der Silizium
platte (7) jeweils ein Rechteck, vorzugsweise ein Quadrat, bilden,
daß die Ränder (20) dieser Rechtecke auf jeweils einer 111-Fläche
der Siliziumplatte (7) liegen, wobei diese 111-Flächen einen Winkel
von
ca. 54,7 Grad zur 100-Oberfläche der Siliziumplatte bilden, und daß
die beiden Rechtecke so angeordnet sind, daß die Seiten der Recht
ecke parallel zueinander sind.
10. Massenflußsensor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Oberfläche der Siliziumplatte (7) eine 100-Fläche ist, daß die
Ränder (101 bis 106) der Ausnehmungen (17) auf der Rückseite der
Siliziumplatte (7) jeweils ein Sechseck bilden, daß der erste Rand
(101) einen Winkel von 90 Grad zum daran anschließenden zweiten Rand
(102) bildet, daß der zweite Rand (102) einen Winkel von 135 Grad
zum daran anschließenden dritten Rand (103) bildet, daß der dritte
Rand (103) einen Winkel von 135 Grad zum daran anschließenden
vierten Rand (104) bildet, daß der vierte Rand (104) einen Winkel
von 90 Grad zum daran anschließenden fünften Rand (105) bildet, daß
der fünfte Rand (105) einen Winkel von 135 Grad zum daran an
schließenden sechsten Rand (106) bildet, daß der sechste Rand (106)
einen Winkel von 135 Grad zum ersten Rand (101) bildet, daß der
erste, zweite, vierte und fünfte Rand (101, 102, 104, 105) auf einer
jeweils einer 111-Fläche der Siliziumplatte (7) liegen, wobei diese
111-Flächen einen Winkel von ca. 54,7 Grad zur 100-Oberfläche der
Siliziumplatte (7) bilden, daß der dritte und der sechste Rand (103,
106) auf jeweils einer 100-Fläche liegen, die senkrecht zur
100-Oberfläche der Siliziumplatte (7) sind, und daß die Ausnehmungen
(17) so angeordnet sind, daß der dritte bzw. der sechste Rand (103,
106) der beiden Ausnehmungen (17) zueinander parallel sind.
11. Massenflußsensor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Oberfläche der Siliziumplatte (7) eine 110-Fläche ist, daß die
Ränder (201 bis 204) der Ausnehmungen (18) auf der Unterseite (22)
der Siliziumplatte (7) jeweils ein Parallelogramm bilden, daß der
erste Rand (201) einen Winkel von ca. 109,5 Grad zum daran an
schließenden zweiten Rand (202) bildet, daß der zweite Rand (202)
einen Winkel von ca. 70,5 Grad zum daran anschließenden dritten Rand
(203)
bildet, daß der dritte Rand (203) einen Winkel von ca. 109,5 Grad
zum daran anschließenden vierten Rand (204) bildet, daß der vierte
Rand (204) einen Winkel von ca. 70,5 Grad zum ersten Rand (201)
bildet, daß die Ränder (201 bis 204) auf jeweils einer 111-Fläche
der Siliziumplatte liegen, die senkrecht zur 110-Oberfläche der
Siliziumplatte (7) sind, und daß die Ausnehmungen (18) so angeordnet
sind, daß die Seiten der beiden Vierecke parallel zueinander sind.
12. Massenflußsensor nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß auf dem Siliziumrahmen (6) Anschlüsse (5) und
Leiterbahnen (8) angeordnet sind, die zur elektrischen Kontaktierung
des Meßelements (1) und Medientemperaturmeßelements (2) dienen.
13. Massenflußsensor nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
das Meßelement (1) und das Medientemperaturmeßelement (2) im Medien
strom nebeneinander angeordnet sind, und daß die Anschlüsse (5) für
Meßelement (1) und Medientemperaturmeßelement (2) relativ zum
Medienstrom beide auf derselben Seite der Siliziumplatte (7) neben
dem Meßelement (1) oder dem Medientemperaturmeßelement (2) ange
ordnet sind.
14. Verfahren zur Herstellung eines Massenflußsensors, wobei auf der
Oberseite (21) einer Siliziumplatte (7) eine Membranschicht (9) er
zeugt wird, wobei auf der Membranschicht (9) Strukturen für ein Meß
element (1) und ein Medientemperaturmeßelement (2) erzeugt werden,
wobei das Meßelement (1) gegenüber dem Medium eine höhere Temperatur
aufweist und aus dem Wärmeübergang in das Medium die Strömung des
Mediums mißt, wobei das Medientemperaturmeßelement (2) die Tempe
ratur des Mediums mißt, wobei in die Unterseite (22) der Silizium
platte (7) durch anisotropes Ätzen eine Ausnehmung (19) eingebracht
wird, die bis zur Membranschicht (9) reicht, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausnehmung (19) den Bereich der Siliziumplatte (7) unterhalb
von Meßelement (1) und
Medientemperaturmeßelement (2) umfaßt, und daß Strukturen für ein
isothermes Element, welches zwischen Meßelement (1) und Medien
temperaturmeßelement (2) angeordnet ist, erzeugt werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß für das
isotherme Element ein Balken (10) auf der Oberseite (21) der
Membranschicht (9) erzeugt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß für das
isotherme Element ein Schlitz (11) in die Membranschicht (9) einge
bracht wird.
17. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß für das
isotherme Element vor dem Erzeugen der Membranschicht (9) Dotier
stoffe in Teile der Oberseite (21) der Siliziumplatte (7) einge
bracht werden, und daß die Dotierung und der Ätzprozeß so gewählt
sind, daß das dotierte Silizium beim Ätzen der Ausnehmung (19) nicht
geätzt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Ätzen der Ausnehmung (19) eine erste Ätzmaske (30) und eine zweite
Ätzmaske (31) auf der Unterseite (22) der Siliziumplatte (7) aufge
bracht wird, daß der Bereich der den Rahmen (6) bildet, von der
ersten Ätzmaske (30) und der zweiten Ätzmaske (31) bedeckt wird, daß
der Bereich der das isotherme Element bildet, mit der ersten Ätz
maske (30) bedeckt wird, daß die Oberfläche der Siliziumplatte (7)
eine 100-Oberfläche ist, daß die Ränder der ersten Ätzmaske (30) und
der zweiten Ätzmaske (31) jeweils auf 111-Flächen liegen, die einen
Winkel von ca. 54,7 Grad zur 100-Oberfläche der Siliziumplatte (7)
einnehmen, daß in einem ersten Ätzschritt ein Ätzvorsprung (32) in
die Unterseite (22) der Siliziumplatte (7) eingeätzt wird, daß da
nach die erste Ätzmaske (30) entfernt wird, daß dann in einem
zweiten Ätzschritt die Ausnehmung (19) bis zur Membranschicht (9)
eingeätzt wird, wobei der zweite Ätzschritt beendet wird sobald der
Ätzvorsprung (32) die Membranschicht (9) erreicht hat.
19. Verfahren zur Herstellung eines Massenflußsensors, wobei auf der
Oberseite (21) einer Siliziumplatte (7) eine Membranschicht (9) er
zeugt wird, wobei auf der Membranschicht (9) Strukturen für ein Meß
element (1) und ein Medientemperaturmeßelement (2) erzeugt werden,
wobei das Meßelement (1) gegenüber dem Medium eine höhere Temperatur
aufweist und aus dem Wärmeübergang in das Medium die Strömung des
Mediums mißt, wobei das Medientemperaturmeßelement die Temperatur
des Mediums mißt, dadurch gekennzeichnet, daß in die Unterseite (22)
der Siliziumplatte (7) durch anisotropes Ätzen mindestens zwei Aus
nehmungen (16, 17, 18) eingeätzt werden, die bis zur Membranschicht
(9) reichen, und daß eine der Ausnehmungen (16, 17, 18) unter dem
Meßelement (1) und eine der Ausnehmungen (16, 17, 18) unter dem
Medientemperaturmeßelement (2) angeordnet ist.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die
Oberfläche der Siliziumplatte (7) eine 100-Fläche ist, daß die
Ränder (2) der Ausnehmung (16) auf der Unterseite (22) der Silizium
platte (7) jeweils ein Rechteck, vorzugsweise ein Quadrat, bilden,
daß die Ränder (20) dieser Rechtecke auf jeweils einer 111-Fläche
der Siliziumplatte (7) liegen, wobei diese 111-Flächen einen Winkel
von ca. 54,7 Grad zur 100-Oberfläche der Siliziumplatte bilden, und
daß die beiden Rechtecke so angeordnet sind, daß die Seiten der
Rechtecke parallel zueinander sind.
21. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die
Oberfläche der Siliziumplatte (7) eine 100-Fläche ist, daß die
Ränder (101 bis 106) der Ausnehmungen (17) auf der Rückseite der
Siliziumplatte (7) jeweils ein Sechseck bilden, daß der erste Rand
(101) einen Winkel von 90 Grad zum daran anschließenden zweiten Rand
(102) bildet, daß der zweite Rand (102) einen Winkel von 135 Grad
zum daran anschließenden dritten Rand (103) bildet, daß der dritte
Rand (103) einen Winkel von 135 Grad zum daran anschließenden
vierten Rand (104) bildet, daß der vierte Rand (104) einen Winkel
von 90 Grad zum daran anschließenden fünften Rand (105) bildet, daß
der fünfte Rand (105) einen Winkel von 135 Grad zum daran an
schließenden sechsten Rand (106) bildet, daß der sechste Rand (106)
einen Winkel von 135 Grad zum ersten Rand (101) bildet, daß der
erste, zweite, vierte und fünfte Rand (101, 102, 104, 105) auf je
weils einer 111-Fläche der Siliziumplatte (7) liegen, wobei diese
111-Flächen einen Winkel von ca. 54,7 Grad zur 100-Oberfläche der
Siliziumplatte (7) bilden, daß der dritte und der sechste Rand (103,
106) auf jeweils einer 100-Fläche liegen, die senkrecht zur
100-Oberfläche der Siliziumplatte (7) sind, und daß die Ausnehmungen
(17) so angeordnet sind, daß der dritte bzw. der sechste Rand (103,
106) der beiden Ausnehmungen (17) zueinander parallel sind.
22. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die
Oberfläche der Siliziumplatte (7) eine 110-Fläche ist, daß die
Ränder (201 bis 204) der Ausnehmungen (18) auf der Unterseite (22)
der Siliziumplatte (7) jeweils ein Parallelogramm bilden, daß der
erste Rand (201) einen Winkel von ca. 109,5 Grad zum daran an
schließenden zweiten Rand (202) bildet, daß der zweite Rand (202)
einen Winkel von ca. 70,5 Grad zum daran anschließenden dritten Rand
(203) bildet, daß der dritte Rand (203) einen Winkel von ca. 109,5
Grad zum daran anschließenden vierten Rand (204) bildet, daß der
vierte Rand (204) einen Winkel von ca. 70,5 Grad zum ersten Rand
(201) bildet, daß die Ränder (201 bis 204) auf jeweils einer
111-Fläche der Siliziumplatte liegen, die senkrecht zur 110-Ober
fläche der Siliziumplatte (7) sind, und daß die Ausnehmungen (18) so
angeordnet sind, daß die Seiten der beiden Parallelogramme parallel
zueinander sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4338891A DE4338891A1 (de) | 1993-02-25 | 1993-11-13 | Massenflußsensor |
| JP6022709A JPH06249693A (ja) | 1993-02-25 | 1994-02-21 | 質量流量センサおよびその製造方法 |
| US08/202,402 US5452610A (en) | 1993-02-25 | 1994-02-25 | Mass-flow sensor |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4305797 | 1993-02-25 | ||
| DE4338891A DE4338891A1 (de) | 1993-02-25 | 1993-11-13 | Massenflußsensor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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