DE4338382C2 - Als Abzug ausgebildetes Labormöbel - Google Patents
Als Abzug ausgebildetes LabormöbelInfo
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- B08B15/023—Fume cabinets or cupboards, e.g. for laboratories
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Description
Die Erfindung betrifft ein als Abzug ausgebildetes
Labormöbel mit einer Abzugskabine gemäß Oberbe
griff des Anspruchs 1.
Derartige Labormöbel sind bekannt. Die Abzugskabine
weist hierbei einen Innenraum auf, der durch den
geöffneten Schieber zugänglich ist. Der Schieber
wird dabei in der Regel durch eine Frontwand, bei
spielsweise aus Glas, gebildet, der eine Gegenge
wichtsanordnung zur Einstellung einer wählbaren
Zugriffsöffnung, wobei der Schieber dann in der
eingestellten Höhe verbleibt, zugeordnet ist. Durch
diese Zugriffsöffnung können beispielsweise bei ma
ximal geöffnetem Schieber in den Innenraum der Ab
zugskabine Laborapparaturen oder ähnliches einge
bracht werden. Während der Durchführung von Versu
chen kann der Schieber so weit geschlossen werden,
daß lediglich eine Zugriffsöffnung freibleibt,
durch die ein an dem Labormöbel tätiger Laborant
zur Durchführung von Versuchen oder ähnlichem in
den Innenraum eingreifen kann. Der möglichst weit
geschlossene Schieber dient dabei einerseits als
Sichtscheibe und andererseits beispielsweise als
Spritzschutz für den Laboranten. Die der Abzugska
bine zugeordnete Abzugseinrichtung dient dazu, in
der Abzugskabine einen Unterdruck zu erzeugen, so
daß bei den Versuchen eventuell auftretende schäd
liche Gase, Dämpfe usw. kontrolliert abgesaugt wer
den und nicht nach vorne ausbrechen können. Diese
Abzugseinrichtung befindet sich in der Regel oberhalb
der Abzugskabine und bewirkt eine Luftströmung
innerhalb der Abzugskabine, die durch die geöffnete
Zugriffsöffnung und den Innenraum der Abzugskabine
in Richtung der Abzugseinrichtung verläuft. Hierbei
ist jedoch nachteilig, daß bei teilweise geöffnetem
Schieber es an den den Innenraum der Abzugskabine
begrenzenden Seitenwänden im Bereich der Zugriffs
öffnung zu Verwirbelungen mit der von außen eintre
tenden nachströmenden Luft kommt. Diese Verwirbe
lungen können dazu führen, daß die im Innenraum der
Abzugskabine vorhandenen Gase und/oder Dämpfe zu
mindest teilweise aus der Zugriffsöffnung austreten
können und somit unmittelbar an der Abzugskabine
arbeitende Laboranten potentiell gefährdet sind.
Ein als Abzug ausgebildetes Labormöbel gemäß Ober
begriff des Anspruchs 1 ist aus DE 34 31 669 A1 be
kannt. Ferner offenbart die GB 1,129,911 ein als
Abzug ausgebildetes Labormöbel mit im Innenraum im
Bereich eines Schiebers gerundeten Ecken. Diese ge
rundeten Ecken dienen der Schaffung eines Freirau
mes, um dort Gegengewichte für den Schieber unter
bringen zu können. Darüber hinaus ist ein gattungs
gemäßer Laborabzug aus der EP 0 553 512 A1 bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein La
bormöbel der gattungsgemäßen Art zu schaffen, mit
dem ein unkontrolliertes Austreten von Gasen aus
dem Innenraum der Abzugskabine sicher vermieden
werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
daß das Luftleitprofil einen Bereich mit einem
dreieckförmigen Grundriß aufweist und die luftdurchlässige
Wand relativ zum Schieber schräggestellt ist. Hierdurch
wird erreicht, daß bei eingeschalteter Abzugsein
richtung die Luftleitprofile die Strömung so beein
flussen, daß eine Wirbelbildung vermieden wird, die
zu einem Austritt von Dämpfen aus der geöffneten
Zugriffsöffnung führen kann. Die durch die Ab
zugseinrichtung erzeugte Strömung wird dahingehend
unterstützt, daß die Luftleitprofile das sich in
dem Innenraum bildende Gas-Luftgemisch in Richtung
der Abzugseinrichtung beschleunigen. Die durch die
geöffnete Zugriffsöffnung nachströmende Luft hat
daher keine Möglichkeit mehr, sich so zu verwir
beln, daß einzelne sich im Innenraum der Abzugska
bine befindende Gasmengen durch die Zugriffsöffnung
zurückströmen können.
In bevorzugter Ausgestaltung des Laborabzugs ist vor
gesehen, daß die luftdurchläs
sige Wand sich mindestens über eine
maximal mögliche Zugriffsöffnung in den Innenraum
erstreckt und das Luftleitprofil unmittelbar auf ei
ner Arbeitsfläche der Abzugskabine beginnt. Durch
diese Ausgestaltung wird erreicht, daß unabhängig
der Öffnungsstellung des Schiebers, das heißt, daß
der Schieber auch maximal geöffnet sein kann, je
derzeit sicher eine Wirbelbildung vermieden werden
kann. Die luftdurchlässige Wand stellt gleichzeitig
für die durch die Zugriffsöffnung einströmende Luft
einen Widerstand dar, so daß die durch die Öffnun
gen in der luftdurchlässigen Wand durchtretende
Luft beschleunigt wird. Die auf der dem Innenraum
zugewandten Seite der luftdurchlässigen Wand aus
tretende beschleunigte Luft hat dadurch die Mög
lichkeit, die Umgebungsluft und damit auch die in
der Umgebungsluft enthaltenen Gase oder Dämpfe
mitzureißen. Da diese Strömungsbeschleunigung in
den Innenraum der Abzugskabine hinein erfolgt, kön
nen die Gase keinesfalls in Richtung der Zugriffs
öffnung gelangen. Dadurch, daß die Luftleitprofile
unmittelbar auf der Arbeitsfläche beginnen und sich
über die gesamte maximal mögliche Zugriffsöffnung
erstrecken, kann dieses kontinuierlich in den In
nenraum hinein erfolgende, wenn man so will, Ein
blasen, unabhängig von der Größe der Zugriffsöff
nung erfolgen.
Nach einer Weiterbildung des Abzugs ist vorge
sehen, daß das Luftleitprofil schieberseitig einen
Spalt besitzt. Der Spalt kann sich vorzugsweise
über die gesamte dem Schieber zugewandte Breite des
Luftleitprofils erstrecken. Durch die Anordnung
dieses Spalts wird es möglich, da in dem Innenraum
der Abzugskabine durch die Abzugseinrichtung ein
Unterdruck herrscht, von außerhalb der Abzugskabine
Luft gezielt durch den Spalt für das Luftleitprofil
anzusaugen, so daß die von dem Luftleitprofil aus
gehende Luftströmung in den Innenraum der Abzugska
bine hinein noch verstärkt wird. Damit ist der Vor
teil verbunden, je größer die Luftströmung ist, um
so besser kann das an der Austrittsseite des Luft
leitprofils vorhandene Luftgasgemisch in Richtung
des Innenraums der Abzugskabine hinein gelenkt
werden.
In weiterer bevorzugter Ausgestaltung des Abzugs
ist vorgesehen, daß das Luftleitprofil mit einem
Energie- und/oder Sanitärkanal verbunden ist. Durch
diese multifunktionelle Ausbildung ist es möglich,
dem Labormöbel eine Einheit zuzuordnen, die neben
der Aufnahme von Elektro- und/oder Sanitärinstalla
tionen, wie beispielsweise Steckdosen, Sicherungs
elemente, Wasser, Luft und Gasleitungen und deren
Armaturen, gleichzeitig das Entstehen von Wirbeln
und damit das mögliche Austreten von Gasen und/oder
Dämpfen gemäß DIN 12924 aus der Zugriffsöffnung
verhindert. Durch die kombinierte Ausbildung des
Luftleitprofils mit dem Energie- und/oder Sanitär
kanal kann insgesamt ein sehr kompaktes, universell
einsetzbares und sicheres Labormöbel zur Verfügung
gestellt werden.
In weiterer Ausgestaltung des Abzugs ist vorge
sehen, daß der Energie- und/oder Sanitärkanal einen
Zuluftkanal bildet und vorzugsweise an seiner dem
Luftleitprofil zugewandten Wandung Durchbrüche auf
weist. Durch diese Ausbildung des Energie- und/oder
Sanitärkanals als Zuluftkanal kann auf die weitere
Ausbildung von Luftzuführungen verzichtet werden,
über die den Luftleitprofilen die in den Innenraum
der Abzugskabine einströmende Luft zugeführt wird.
Wenn der Energie- und/oder Sanitärkanal dazu vor
zugsweise an seiner unteren und/oder oberen Stirn
fläche offen ist oder Öffnungen aufweist, ist
einerseits eine günstige Strömungsführung möglich,
die für einen stets ausreichend großen Luftvolumen
strom sorgt und andererseits kann durch die Nicht
sichtbarkeit von nach außen vorhandenen Öffnungen
der optische Eindruck des Labormöbels nicht beein
trächtigt werden. Gegebenenfalls kann durch die
Ausbildung des Energie- und/oder Sanitärkanals als
Zuluftkanal durch die durch diesen strömende Luft
eine zusätzliche Kühlwirkung für in dem Kanal
angeordnete Installationen erfolgen. Die Durch
brüche zwischen dem Kanal und dem Luftleitprofil
sind dabei so angeordnet, daß eine ausreichende
Luftzufuhr zu dem Luftleitprofil, insbesondere in
dem Bereich der maximal möglichen Zugangsöffnung,
gewährleistet ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Abzugs
ergeben sich aus den übrigen in den Unteransprüchen
genannten Merkmalen.
Der Laborabzug wird nachfolgend in Ausführungs
beispielen anhand der zugehörigen Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Labor
möbels;
Fig. 2 eine Schnittdarstellung durch ein
Labormöbel in Draufsicht;
Fig. 3 eine Schnittdarstellung durch den
Schieber-Bereich eines Labormöbels in
einer anderen Ausführungsvariante und
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer
kombinierten Luftleitprofil- und Energie-
und/oder Sanitärkanalanordnung.
Fig. 1 zeigt einen Abzug 10, der eine Abzugskabine
12 aufweist. Die Abzugskabine 12 besitzt eine
Rückwand 14 und Seitenwände 16. An der Vorderfront
besitzt die Abzugskabine 12 einen Schieber 18, der
in beidseitig angeordneten Führungen 20 höhenver
stellbar ist. Zur Höhenverstellung ist dem Schieber
18 eine hier nicht dargestellte Gegengewichts
anordnung zugeordnet, die gleichzeitig ein Ver
bleiben des Schiebers 18 in der gewählten Höhe ge
währleistet. Sowohl der Schieber 18 als auch die
Seitenwände 16 können aus Glas, aber auch bei
spielsweise aus Holz oder Metall bestehen. Die
Abzugskabine 12 ist auf einem Unterschrank 22
angeordnet, dessen Arbeitsfläche 24 gleichzeitig
die Arbeitsfläche für die Abzugskabine 12 bildet.
Der Unterschrank 22 besitzt hier zwei Türen 26,
kann jedoch auch als einfacher Untertisch ausgebil
det sein. Die hier dem Unterschrank 22 zugeordnete
Arbeitsfläche 24 kann auch der Abzugskabine 12
zugeordnet sein. Oberhalb der Abzugskabine 12 ist
eine Abzugshaube 28 angeordnet, der eine hier nicht
dargestellte Abzugseinrichtung zugeordnet ist. Die
Abzugseinrichtung kann entweder ein Saugzug oder
ein auf der Abzugshaube 28 angeordneter Ventilator
sein. Der Schieber 18 ist durch die Abzugshaube 28
hindurch verschiebbar oder bei entsprechender Ausgestaltung
der Abzugshaube 28 und des Schiebers 18
kann dieser in diese hinein verschiebbar sein.
Durch den Schieber 18, die Rückwand 14 und die
Seitenwände 16 wird ein Innenraum 30 der Abzugs
kabine 12 gebildet, in dem zwei Luftleitprofile 32
angeordnet sind. Die Luftleitprofile 32 sind dabei
an den Seitenwänden 16, und zwar im Bereich des
Schiebers 18, angeordnet. Die Luftleitprofile 32
beginnen auf der Arbeitsfläche 24 und erstrecken
sich über die gesamte Höhe des Innenraums 30.
Im folgenden soll die Funktion des Abzuges 10 kurz
erläutert werden. Bei vollkommen bzw. ausreichend
geöffnetem Schieber 18 können in den Innenraum 30
der Abzugskabine 12 Labor- und/oder Versuchsanord
nungen eingebracht werden. Der Schieber 18 wird nun
soweit geschlossen, daß zwischen der Arbeitsfläche
24 und dem Schieber 18 eine Zugriffsöffnung 34
verbleibt, durch die eine Person in den Innenraum
30 eingreifen kann. Damit wird erreicht, daß der
heruntergeführte Schieber 18 einerseits als Spritz
schutz für die Person dient und das Austreten von
schädlichen Gasen und/oder Dämpfen in Richtung der
an dem Abzug 10 arbeitenden Person vermieden wird.
Durch Inbetriebnahme der über der Abzugshaube 28
angeordneten Abzugseinrichtung wird in dem Innen
raum 30 ein Unterdruck erzeugt, der die Gase und
die Luft aus dem Innenraum 30 absaugt. Dabei stellt
sich eine Luftströmung ein, die Luft von außerhalb
durch die Zugriffsöffnung 34 in die Abzugskabine
hinein führt und im Innenraum 30 der Abzugskabine
12 in Richtung der Abzugshaube 28 gerichtet ist.
Hiermit wird vermieden, daß im Bereich der Zu
griffsöffnung 34 im Innenraum 30 eventuell ent
stehende schädliche Gase oder Dämpfe aus der Ab
zugskabine 12 austreten können. Durch die Luft
leitprofile 32 wird diese Luftströmung so beein
flußt, daß sich an den Seitenwänden 16 keine
Verwirbelungen bilden können, die ein zumindest
teilweises Austreten von Gasen an der Zugriffs
öffnung 34 verhindern. Damit wird für eine an der
Abzugskabine 12 arbeitende Person die Sicherheit
wesentlich erhöht.
In der in Fig. 2 gezeigten Draufsicht wird die
Anordnung und die Funktion der Luftleitprofile 32
verdeutlicht. Gleiche Teile wie in Fig. 1 sind mit
gleichen Bezugszeichen versehen und hier nicht
nochmals erläutert. Die Luftleitprofile 32 besitzen
einen dreieckförmigen Grundriß, der von einer in
Richtung des Innenraums 30 weisenden luftdurch
lässigen Wand 36 und einer etwa parallel zum
Schieber 18 verlaufenden Wand 38 gebildet wird. Der
dritte Schenkel wird von einem Bereich der
Seitenwand 16 gebildet. Zwischen der Wand 38 und
der Seitenwand 16 ist ein Spalt 40 vorgesehen. Der
Spalt 40 kann gemäß einer anderen Ausführungs
variante sich auch von der Seitenwand 16 bis zur
Wand 36 erstrecken, so daß die Wand 38 in diesem
Fall entfällt. Die luftdurchlässige Wand 36 wird
beispielsweise durch ein Lochblech 41 gebildet.
Während des Betriebes der Abzugskabine 12, das
heißt, während die über der Abzugshaube 28 angeordnete
Abzugseinrichtung die Luft bzw. das Luft-
Gasgemisch aus dem Innenraum 30 absaugt, wird bei
teilweise geöffnetem Schieber 18 im Bereich der
Zugriffsöffnung 34 durch den Spalt 40 Luft in die
Luftleitprofile 32 gesaugt. Diese Luft trifft nun
innerhalb der Luftleitprofile 32 auf die luft
durchlässige Wand 36 und tritt dort durch die
Öffnungen in den Innenraum 30 ein. In Verbindung
mit dem Spalt 40 und dem dreieckförmigen Grundriß
der Luftleitprofile 32 wirken diese als Diffusor,
so daß von der luftdurchlässigen Wand 40 in den
Innenraum 30 hinein eine gleichmäßige Luftströmung
entsteht. Diese Luftströmung, die entsprechend der
Anzahl der Öffnungen in der luftdurchlässigen Wand
40 aus einzelnen Luftströmen besteht, reißt die
sich in der Nähe der Luftleitprofile 32 im Innen
raum 30 befindende Luft bzw. das Luft-Gasgemisch
mit und führt dieses von der Zugriffsöffnung 34 weg
in den Innenraum 30 hinein. Eine Luftbewegung von
dem Innenraum 30 in Richtung der Zugriffsöffnung 34
wird dadurch sicher vermieden.
In der Fig. 3 ist in der teilweisen Draufsicht auf
eine Abzugskabine 12 eine andere Ausführungs
variante gezeigt. Gleiche Teile wie in Fig. 1 und
2 sind mit gleichen Bezugszeichen versehen, obwohl
sie hier teilweise einen anderen Aufbau, jedoch die
gleiche Funktion, besitzen. Die Abzugskabine 12
besitzt hier beidseitig an den vorderen Abschlüssen
der Seitenwände 16 angeordnete Energie- und/oder
Sanitärkanäle (im weiteren Kanäle) 42. Diese Kanäle
42 dienen einerseits zur Aufnahme von Elektro-
und/oder Sanitärinstallationen, wobei hier bei
spielsweise bei dem rechten Kanal 42 eine Steckdose
44 und bei dem linken Kanal 42 ein Sicherungs
automat 46 angedeutet ist. Selbstverständlich kön
nen hier auch jede beliebige andere Installationen,
beispielsweise Anzeigegeräte, Sicherungen usw. aber
auch Zuleitungen für Luft, Wasser, Gas oder
ähnlichem und deren Armaturen angeordnet sein. Die
Kanäle 42 können auch so ausgelegt sein, daß sie
die Gegengewichte - hier nicht dargestellt - für
den Schieber 18 aufnehmen. Dies könnte beispiels
weise in einem hier mit 46 bezeichneten Bereich des
rechten Kanals 42 erfolgen. Die Kanäle 42 besitzen
gleichzeitig die Führungen 20 für den Schieber 18.
An einer rückwärtigen Wand 48 der Kanäle 42
schließt sich ein Bereich 50 an, der durch einen
vorderen Bereich der Seitenwand 16, der luftdurch
lässigen Wand 36 und einer parallel zur Seitenwand
16 verlaufenden Montagewand 52 sowie der Wand 48
gebildet wird. Die luftdurchlässige Wand 36 kann
wiederum als Lochblech 40 ausgeführt sein. Es sind
jedoch auch andere Gestaltungen denkbar, die über
die Fläche der luftdurchlässigen Wand 36 verteilte
Durchtrittsöffnungen aufweisen. Die Wand 48 besitzt
in der Fig. 3 nicht sichtbare Durchbrüche, die
eine Verbindung zwischen dem Bereich 46 und dem
Bereich 50 herstellen. Die Lochbleche 40 können
gleichzeitig als Träger für Elektro- und/oder Sani
tärarmaturen ausgebildet sein. Bei dem hier linken
Luftleitprofil 32 ist die Anordnung einer Steckdose
54 im Lochblech 40 angedeutet. Dieses besitzt dann
zur Aufnahme der Armaturen entsprechend ausgebildete
Durchbrüche. Auf nähere Einzelheiten der An
ordnung der Elektro- und/oder Sanitärarmaturen und
deren Anschluß soll jedoch hier nicht weiter
eingegangen werden. Die Kanäle 42 sind jeweils an
ihrem unteren stirnseitigen Abschluß 56 und ihrem
oberen stirnseitigen Abschluß 58 offen. In der in
Fig. 3 gezeigten Draufsicht sind die Abschlüsse 56
und 58 nicht deutlich zu erkennen und deswegen nur
mit den Pfeilen angedeutet.
Insgesamt ergibt sich durch die in Fig. 3 gezeigte
Ausführung folgende Funktion. Bei Betrieb der Ab
zugseinrichtung wird das in dem Innenraum 30
befindende Luft- und/oder Luft-Gasgemisch in Rich
tung der Abzugskabine 28 abgesaugt. Da hierauf in
dem Innenraum 30 ein Unterdruck entsteht, strömt
einerseits durch die Zugriffsöffnung 34 Luft von
außerhalb der Abzugskabine 12 in den Innenraum 30
nach. Durch die offenen Abschlüsse 56 und 58 der
Kanäle 42 wird ebenfalls Luft angesaugt, die durch
die Durchbrüche in der Wand 48 in den Bereich 50
der Luftleitprofile 32 eintritt. Hier trifft diese
angesaugte Luft auf die Lochbleche 40 und tritt in
einer Vielzahl von Einzelströmen in den Innenraum
30 ein. Die sich an der Innenraumseite des
Lochbleches befindende Luft bzw. Luft-Gasgemisch
wird hierdurch mitgerissen und in den Innenraum 30
hinein und von dort, wie bereits erwähnt, in
Richtung der Abzugskabine 12 abgesaugt. Die Kanäle
42 erfüllen damit neben der eigentlichen Funktion
der Aufnahme von Elektro- und/oder Sanitärinstal
lationen gleichzeitig die Funktion eines Zuluftkanals
für die Luftleitprofile 32. Ein Austreten
von Luft oder Luft-Gasgemischen aus dem Innenraum
30 bei geöffnetem Schieber 18 durch die Zugriffs
öffnung 34 wird somit sicher vermieden.
In der Fig. 4 ist in einer perspektischen Ansicht
nochmals eine Einheit aus einem Kanal 42 und einem
Luftleitprofil 32 näher gezeigt. Gleiche Teile wie
in Fig. 3 sind wieder mit gleichen Bezugszeichen
versehen und hier nicht nochmals erläutert. Aus
Gründen der Übersichtlichkeit wurde auf die
Darstellung von Elektro- und/oder Sanitärinstal
lationen in dem Kanal 42 verzichtet. In der
perspektivischen Ansicht sind deutlich die in der
Wand 48, bereits in Fig. 3 erwähnten und hier mit
60 bezeichneten Durchbrüche zu erkennen. Die Durch
brüche 60 verbinden den Kanal 42 mit dem Bereich 50
der Luftleitprofile 32. An der Wand 48 des Kanals
42 ist weiterhin eine Stützwand 62 angeordnet, die
zur Stabilisierung der Gesamtanordnung aus dem
Kanal 42 und dem Luftleitprofil 32 an der hier
nicht dargestellten Seitenwand 16 anliegt.
Insgesamt ist hier mit dem Kanal 42 und dem Luft
leitprofil 32 eine Anordnung geschaffen, die einer
seits eine universelle Funktionalität in bezug auf
den gesamten Abzug 10 aufweist und andererseits die
Sicherheit für eine an dem Abzug 10 arbeitende
Person wesentlich erhöht. Nach einer in den Fig.
1 bis 4 nicht gezeigten Ausführung können die in
den luftdurchlässigen Wänden 36 bzw. Lochblechen 40
vorgesehenen Öffnungen so ausgebildet sein, daß
diese einen sich ändernden Querschnitt aufweisen
und/oder eine Richtungsablenkung des durch sie hin
durchtretenden Luftstromes, beispielsweise in Rich
tung der Abzugshaube 28 bewirken. Hierdurch kann
auch bei sehr hohen Konzentrationen von schädlichen
Stoffen in dem Innenraum 30 ein sicheres und
gesteuertes Herausführen dieser aus dem Innenraum
30 unterstützt werden, ohne daß etwa Teile davon
aus der Zugriffsöffnung 34 in Richtung von davor
stehenden Personen austreten können.
Claims (13)
1. Als Abzug ausgebildetes Labormöbel, mit einer
Abzugskabine, die mittels mindestens einer Verti
kal-Schiebetür oder mittels eines Schiebers verschließbar ist, und
die eine Abzugseinrichtung zur Erzeugung eines Un
terdrucks in einem Innenraum der Abzugskabine auf
weist, wobei im Innenraum der Abzugskabine an jeder
Seitenwand im Bereich des Schiebers ein Profil an
geordnet ist, und wobei das Profil ein Luftleitpro
fil ist, das eine luftdurchlässige Wand aufweist,
die von einer Luftströmung durchsetzbar ist zur
Vermeidung einer Luftbewegung vom Innenraum in
Richtung der Zugriffsöffnung in der Nähe der Luft
leitprofile, dadurch gekennzeichnet, dass das Luft
leitprofil (32) einen Bereich mit einem dreieckför
migen Grundriss aufweist und die luftdurchlässige
Wand (36) relativ zum Schieber schräggestellt ist.
2. Labormöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass die
Wand (36) sich mindestens
über eine maximal mögliche Zugriffsöffnung (34) zu
dem Innenraum (30) erstreckt.
3. Labormöbel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Luftleitpro
fil (32) unmittelbar auf einer Arbeitsfläche (24)
der Abzugskabine (12) beginnt.
4. Labormöbel nach einem der Ansprü
che 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftleitpro
fil (32) schieberseitig einen sich über die Höhe
des Luftleitprofils (32) erstreckenden Spalt (40)
besitzt.
5. Labormöbel nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt (40)
durch eine Öffnung zwischen der Seitenwand (16) und
der luftdurchlässigen Wand (36) gebildet ist.
6. Labormöbel nach einem der Ansprü
che 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftleitpro
fil (32) mit einem Energie- und/oder Sanitärkanal
(42) verbunden ist.
7. Labormöbel nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (42)
einen Zuluftkanal bildet.
8. Labormöbel nach einem der Ansprü
che 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (42) an
seiner dem Luftleitprofil (32) zugewandten Wand
(48) Durchbrüche (60) aufweist.
9. Labormöbel nach einem der Ansprü
che 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (42) an
seiner unteren und/oder oberen Stirnfläche (56; 58)
Öffnungen aufweist.
10. Labormöbel nach einem der An
sprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die luft
durchlässige Wand (36) ein Lochblech (40) ist.
11. Labormöbel nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Öffnungen des Lochblechs (40)
einen sich ändernden Querschnitt aufweisen.
12. Labormöbel nach Anspruch 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, dass die Öffnungen des Lochblechs
(40) derart ausgebildet sind, dass sich eine Ablen
kung des durch sie hindurchtretenden Luftstroms be
wirken.
13. Labormöbel nach einem der An
sprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die luft
durchlässige Wand (36) Elektro- und/oder Sanitär
einrichtungen (54) aufnimmt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19934338382 DE4338382C2 (de) | 1993-11-10 | 1993-11-10 | Als Abzug ausgebildetes Labormöbel |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19934338382 DE4338382C2 (de) | 1993-11-10 | 1993-11-10 | Als Abzug ausgebildetes Labormöbel |
Publications (2)
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| DE4338382A1 DE4338382A1 (de) | 1995-05-11 |
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ID=6502257
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934338382 Expired - Lifetime DE4338382C2 (de) | 1993-11-10 | 1993-11-10 | Als Abzug ausgebildetes Labormöbel |
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