DE4335083A1 - Zweitaktmotor mit rotierendem Walzendrehschieber zur Querschnittsverengung der Auspuffleitung - Google Patents
Zweitaktmotor mit rotierendem Walzendrehschieber zur Querschnittsverengung der AuspuffleitungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Zweitaktmotor mit wenigstens einem
Arbeitszylinder, in dem ein an einer Kurbelwelle angelenkter
Kolben bei seiner Bewegung zwischen einem oberen Totpunkt und
einem unteren Totpunkt eine vorzugsweise schlitzförmige Auslaß
öffnung und wenigstens eine vorzugsweise schlitzförmige Spül
öffnung für Gemischeinlaß freigibt, wobei durch die Auslaßöffnung
verbrannte Gase über einen Auslaßkanal an eine Auspuffleitung
zuführbar sind.
Zweitaktmotoren weisen trotz eines unkomplizierten klaren Aufbaus
und bestechender Einfachheit Nachteile auf, wodurch sie sich nur
bei kleinem Zylinderinhalt oder großen Dieselmotoren bisher
durchsetzen konnten. Bei einfachen Zweitaktmotoren erfolgt eine
Steuerung der Auslaß- bzw. Auspuffschlitze und der Spül- bzw.
Überströmschlitze nur vom Arbeitskolben. Wodurch nur ein sym
metrisches unveränderliches Steuerdiagramm mit gleichbleibenden
Steuerzeiten realisiert werden kann. Bei einem derartigen sym
metrischen Steuerdiagramm besteht das Problem, daß zuviel Ge
mischladung oder reine Luft ungenutzt durch die Auspuffschlitze
entweicht. Es gab bisher schon Entwicklungen bei Zweitaktmotoren,
bei denen Drehschieber in der Auspuffleitung vorgesehen sind,
welche diese entweder ganz öffnen und ganz schließen. Darüber
hinaus gab es bei Zweitaktmotoren Entwicklungen, bei denen die
Auspuffschlitze in Vorauslaß und Resthauptauslaß unterteilt sind,
wobei für den Vorauslaß eine vollständige Öffnung und eine ganze
Schließung durch einen Drehschieber vorgesehen ist. Darüberhinaus
existieren auch Zweitaktmotoren mit Nachladeventil.
Offenbart sind Zweitaktzylinder mit unterteilten Auspuffschlitzen
beispielsweise in der GB 744,248. Hier wird der Vorauslaß durch
einen Drehschieber vollständig geschlossen, der über die Kurbel
welle mittels Steuerkette oder Zahnrädern angetrieben wird. Eine
vergleichbare Konzeption zeigen auch die DE-OS 33 10 085 sowie
die DE-OS 37 12 750.
Aus der DE-AS 10 54 779 ist ein Zweitaktmotor bekannt, bei dem im
Auslaßkanal ein Drehschieber angeordnet ist, der für einen voll
ständigen periodischen Verschluß des Auslaßkanals von der Kurbel
welle angetrieben wird. Die Drehrichtung des Wellenschiebers ist
jedoch entgegengesetzt zur Ausströmrichtung. Überdies ist der
Drehschieber in ungünstiger Weise im unteren Bereich des Aus
laßkanals angeordnet.
Aus der DE-OS 41 18 254 ist ein Zweitaktmotor bekannt, bei dem
ein umlaufender Walzendrehschieber die Auspuffleitung periodisch
vollständig schließt, jedoch nur mit der halben Kurbelwellen
drehzahl läuft.
In der US 4,202,297 ist ein Zweitaktmotor mit variabler Aus
puffsteuerung bekannt, bei dem ähnlich einer Drosselklappe ein
walzenförmiges Steuerorgan um maximal 90° im Auslaßkanal zwischen
einer den Auslaßkanal völlig freigebenden und einer den Auslaßka
nal teilweise verschließenden Stellung schwenkbar. Die Steuerung
erfolgt dabei abhängig von der Motordrehzahl und/oder der Motor
last.
Der insoweit bekannte und zuvor diskutierte Stand der Technik
zeigt, daß es in der Fachwelt bekannt ist, bei kleinen Zwei
taktzylindern die Auspuffleitung zur Bildung eines Rückstaus
besonders zu gestalten, weil der Rückstau und die Auspuffdros
selung in der Auspuffanlage einen großen Einfluß auf die Füllung
des Arbeitszylinder haben. Der Rückstau bzw. die Auspuffdrosse
lung in der Auspuffleitung in der bisher bekannten Art sind aber
nur in einem begrenzten Drehzahlbereich wirkungsvoll. Im Leerlauf
oder bei geringen Drehzahlen ergeben sich zu große Gemisch- bzw.
Verbrennungsluftverluste, die im Leerlauf zu zahlreichen Zünd
aussetzern führen, wodurch sich ein unruhiger Leerlauf ergibt. In
dem oberen Drehzahlbereich besteht das Problem, daß der Arbeits
zylinder sehr schlecht ausgespült wird und es zu Überhitzung
kommen kann.
Mit der Erfindung soll ein Zweitaktmotor der eingangs genannten
Art verfügbar gemacht werden, der über den gesamten Drehzahlbe
reich ein hohes Drehmoment liefert.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 ge
kennzeichneten Merkmale gelöst und bevorzugte weitere Ausge
staltungen der Erfindung sind den nachgeordneten Patentansprüchen
zu entnehmen.
Der vorgesehene rotierende Walzendrehschieber an der Oberseite
des Auslaßkanals des Zweitaktmotors begünstigt durch die vorgese
hene Querschnittsverengung die reine Druckwellenaufladung vor
teilhaft durch schwingungstechnische Abstimmung über den gesam
ten Drehzahlbereich. Dies ergibt sich auch aus der Betrachtung
des Druckverlaufs beim Zweitakt-Arbeitsverfahren (Druckdiagramm).
Danach fällt der Überdruck bei Bewegung des Arbeitszylinders von
OT nach UT von dem Moment, in dem der Arbeitskolben den oder die
Auslaßschlitze freigibt, bis zum Öffnen der Überströmschlitze.
Die ausströmenden Auspuffgase haben sich bis zum Öffnen der
Überströmschlitze entspannt, wobei der Überdruck erst sinkt und
anschließend durch die Sogwirkung der Auspuffgase Frischgemisch
und Verbrennungsluft in den Arbeitszylinder eingesaugt wird. Der
erfindungsgemäße vorgesehene synchron, also 1 : 1, mit der Motor-
bzw. Kugelwellendrehzahl rotierende Walzendrehschieber sorgt für
ein rasches Entspannen der Auspuffgase. Dann wirken die Auspuff
gase sogartig und danach erfolgt der Aufbau eines Rückstaus vom
Walzendrehschieber zum Arbeitszylinder. Dabei ergibt sich bei nur
geringem Spüldruck eine gute Füllung, d. h. ein guter Liefergrad
in allen Drehzahlbereichen.
Vorteilhaft wird eine deutlich verbesserte Gemischverbrennung
über den gesamten Drehzahlbereich mit einem verringerten Schad
stoffanteil im Auspuffgas erreicht.
Der Antrieb des Walzendrehschiebers ist dabei so vorgesehen, daß
bei Freigabe des bzw. der Auslaßöffnungen bzw. Auspuffschlitze
der Auslaßkanal allmählich ganz geöffnet wird, also ohne Drosse
lung bzw. ohne Verengung ist. Dabei erfolgt die Walzendrehschie
bersteuerung vorzugsweise mit einer Nacheilung von etwa 3 bis 50
des Drehwinkels des Walzendrehschiebers bzw. der Kurbelwelle.
Anders ausgedrückt, ist zum Zeitpunkt der Freigabe der Auslaßöff
nung bzw. Auspuffschlitze vom Kolben noch eine geringfügige
Drosselung des Auslaßkanals durch den Walzendrehschieber vor
handen, die bei der weiteren Drehung der Kurbelwelle um etwa 3
bis 5° verschwindet.
Wenn sich anschließend der Arbeitskolben weiter zum unteren
Totpunkt bewegt, dreht sich auch der Walzendrehschieber weiter,
wobei ungefähr im Bereich des unteren Totpunkts der Walzendreh
schieber sich in der Stellung befindet, in der er den Auslaßka
nalquerschnitt maximal ungefähr auf etwa 40 bis 60%, vorzugs
weise ungefähr die Hälfte verengt. Wenn der Arbeitskolben sich
vom unteren Totpunkt wieder zum oberen Totpunkt bewegt, bleibt
der Auslaßkanal zunächst bis zum Schließen durch den Arbeits
kolben maximal verengt. Die Querschnittsverengung hat die Bildung
eines guten Rückstaus vom Walzendrehschieber zum Arbeitszylinder
zur Folge. Das symmetrische bzw. gleichbleibende Steuerdiagramm
ändert sich hierbei nicht, sondern es wird nur ein Rückstau
aufgebaut. Aufgrund der vorgesehenen Motorkonzeption ergibt sich
bei nur geringem Spüldruck eine gute Füllung, d. h. ein guter
Liefergrad in allen Drehzahlbereichen.
Die Rotationsrichtung des Walzendrehschiebers ist in dem Aus
laßkanal in Gasaustrittsrichtung orientiert, und der Walzen
drehschieber besitzt einen zylinderförmigen Querschnitt mit einer
vorzugsweise bis etwa 40% des Durchmessers ausgebildeten seg
mentförmigen Abplattung für den ungedrosselten Zustand des Aus
laßkanals.
Der Walzendrehschieber im Auslaßkanal ist im Bereich der Obersei
te des Austrittkanals, also an der dem oberen Totpunkt zugewand
ten Seite des Ausgangskanals vorgesehen und quer zur Längsachse
des Auslaßkanals, vorzugsweise ohne spezielle Abdichtung und mit
großer Toleranz, gelagert. Dabei ist die Anordnung so getroffen,
daß der Walzendrehschieber nahe des Arbeitszylinders in einem
Abstand gelagert ist, der für den Arbeitszylinder und den Walzen
drehschieber noch eine ausreichende Kühlung gewährleistet, d. h.
damit der Walzendrehschieber an der Kühlung des Arbeitszylinders
teilnimmt.
Der Walzendrehschieber dreht sich synchron, also mit derselben
Drehzahl, wie die Kurbelwelle, und ist mit dieser durch form
schlüssig arbeitende Antriebselemente wie Zahnräder, Steuerkette
oder Zahnriemen verbunden. Der runde Walzendrehschieber rotiert
in einem Drehschiebergehäuse, wobei zwecks Lagerung des Walzen
drehschiebers an beiden Enden der Walzendrehschieber und das
Drehschiebergehäuse breiter sind als der Auslaßkanalquerschnitt.
Die Lagerung des Walzendrehschiebers im Drehschiebergehäuse
erfolgt mit großer Toleranz, um bei großen Temperaturunterschie
den ein Klemmen des Walzendrehschiebers zu vermeiden. Der Walzen
drehschieber braucht auch zudem die Auslaßleitung nicht abzudich
ten, so daß aufwendige Abdichtungsmaßnahmen entfallen. Das Dreh
schiebergehäuse ist entweder an der Außenseite des Zylinders
integriert oder separat ausgebildet.
Falls mehrere Arbeitszylinder in einer Reihe stehen, können die
jeweiligen Walzendrehschieber an einer Welle gebildet sein, wie
beispielsweise bei einer Nockenwelle bei einem Ventilantrieb.
Dabei können die freigearbeiteten segmentförmigen Abplattungen
für jeden Arbeitszylinder entsprechend im Drehwinkel angepaßt
sein, woraus sich ein Versatz entsprechend dem Kurbelwellenwin
kelversatz ergibt.
Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die beige
fügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schnittansicht durch ein Ausführungsbeispiel ei
nes Arbeitszylinders eines Zweitaktmotors mit einem
Walzendrehschieber im Auslaßkanal;
Fig. 2 eine Ausschnittsdarstellung zur Veranschaulichung der
relativen Stellung zwischen Kolben 17 und Walzendreh
schieber 21 bei der Bewegung des Kolbens von OT nach
UT, im Moment, wenn der Kolben den Auslaßschlitz frei
gibt;
Fig. 3 eine ausschnittsweise Darstellung ähnlich Fig. 2 nach
weiterer Annäherung des Kolbens an UT, wenn der Kolben
die Spülschlitze freigibt; und
Fig. 4 eine ausschnittsweise Darstellung der relativen Stel
lungszuordnung von Kolben und Walzendrehschieber in
der ersten Phase des Kolbens von UT nach OT.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch einen Zweitaktmotor 10 mit einem
Arbeitszylinder 11, der oben mittels eines Zylinderkopfs 12
abgeschlossen ist, der eine Einschrauböffnung 13 für eine nicht
dargestellte Zündkerze oder eine Einspritzdüse für Diesel be
sitzt. An der Unterseite des Arbeitszylinders 11 ist ein Kurbel
gehäuse 14 montiert, in dem eine Kurbelwelle 15 in nicht darge
stellter Weise gelagert ist. An einer Kröpfung 15′ der Kurbelwel
le 15 ist eine Pleuelstange 16 angelenkt, die an ihrem anderen
Ende in bekannter Weise an einem Kolben 17 angelenkt ist. Der
Kolben 17 ist in bekannter Weise an der Innenwand des Arbeits
zylinders über Dichtringe 18 abgedichtet, wie auch aus Fig. 2 zu
ersehen ist.
In der Seitenwand des Arbeitszylinders 11 sind einer der Spül
schlitze 19 und ein vergleichsweise größerer Auslaßschlitz als
Teil eines Auslaßkanals 20 gebildet. Oberhalb des Auslaßkanals 20
befindet sich die Lagerung eines Walzendrehschiebers 21, der mit
einem Zahnrad 22 verbunden ist, welches mit einem Zahnriemen 23
kämmt. Der Zahnriemen 23 befindet sich in kämmenden Eingriff mit
einem Zahnrad 24, das an der Kurbelwelle derart befestigt ist,
daß die Kurbelwellenachse mit der Drehachse des Zahnrades 24
zusammenfällt. Die Drehrichtung des Walzendrehschiebers 21 ist
durch einen Pfeil angedeutet.
In den Figuren ist zur Vereinfachung eine Spülöffnung 19 für Ge
mischeinlaß gezeigt. Es sind mehrere Spülöffnungen 19 in gleicher
Höhe vorgesehen. Darüberhinaus können sich auch die Auslaßöffnung
zum Auslaßkanal 20 und die Spülöffnung 19 in jeder anderen wink
ligen Zuordnung bezogen auf die Symmetrielängsachse des Arbeits
zylinders 11 befinden, insbesondere einander gegenüberliegend.
In den Fig. 2 bis 4 sind in schematisierten Ausschnittsdarstel
lungen verschiedene Stellungen des Walzendrehschiebers 21 in
Abhängigkeit von der Stellung des Kolbens 17 gezeigt, wobei in
Fig. 4 der obere Totpunkt der Kolbenbewegung mit OT und der
untere Totpunkt der Kolbenbewegung mit UT bezeichnet sind.
In Fig. 2 befindet sich der Kolben 17 auf dem Weg von OT nach UT,
wie durch einen schwarzen, nach unten gerichteten Pfeil angedeu
tet. In Fig. 2 ist die Stellung gezeigt, bei der die Kolbendicht
ringe 18 des Zylinders 17 gerade den Auslaßkanal 20 freizugeben
beginnen. Der Walzendrehschieber 21, der im Bereich des Auslaßka
nals 20 einen zylinderförmigen Querschnitt 26 mit ausgearbeiteter
segmentförmiger Abplattung 25 aufweist, befindet sich in dieser
Stellung etwa 3 bis 5° vor der Stellung in der der Auslaßkanal
völlig ungedrosselt ist und die Abplattung 25 bündig mit der
oberen Wand des Auslaßkanals 20 abschließt. Der Druck oberhalb
des Kolbens 17 baut sich bei der in Fig. 2 gezeigten Stellung so
rasch ab, daß die Auspuffgase für das anschließend in Fig. 3
gezeigte Auffüllen des Arbeitszylinders 11 nach Aufsteuern der
Spülschlitze 19 in günstiger Weise einen Sogdruck hervorrufen.
Fig. 3 zeigt die nächste Phase der Bewegung des Kolbens 17 in
Richtung auf den unteren Totpunkt nach erfolgter Aufsteuerung des
Spülschlitzes 19, wobei erkennbar ist, daß sich zwischenzeitlich
auch schon der Walzendrehschieber 21 entgegen dem Uhrzeigersinn
zur zunehmenden Einengung des Querschnitts des Auslaßkanals 20
weiter bewegt hat.
Fig. 4 zeigt einen Zustand, bei dem der Kolben 17 gerade begonnen
hat, sich von seinem unteren Totpunkt aufwärts zu seinem oberen
Totpunkt zu bewegen, wobei der Walzendrehschieber 21 eine maxima
le Verengung des Querschnitts des Ausgangkanals 20 hervorgerufen
hat. Diese maximale Verengung bleibt noch bei der weiteren Bewe
gung des Walzendrehschiebers aufgrund der zylindersegmentförmigen
Gestaltung des Abschnitts 26 erhalten, bis der untere Dichtring
18 des Kolbens 17 den Auslaßschlitz des Ausgangkanals 20 ge
schlossen hat. Durch das Hineinbewegen des Walzendrehschiebers 21
in den Querschnitt des Ausgangkanals 20 wird in dieser Phase in
günstiger Weise ein Rückstau vom Walzendrehschieber zum Arbeits
zylinder aufgebaut, der zu einer wirkungsvollen Füllung des
Arbeitszylinders bei nur geringem Überdruck beiträgt, da es zu
einer deutlichen Verringerung des Entweichens ungenutzter Frisch
ladung oder reiner Luft durch die Auspuffschlitze beiträgt.
Die erfindungsgemäße Konzeption mit rotierenden Walzendreh
schiebern zur Querschnittsverengung der Auspuffleitung je Zy
linder synchron zur Kurbelwellendrehung sind für Zweitaktmotoren
mit Kurbelkastenvorverdichtung sowie für Zweitaktmotoren mit
Extraverdichtern (Kompressoren) oder mit nur einer reinen Sogwir
kung (Frischgas-Frischluft) mit Spülung durch die Auspuff
schwingung geeignet.
Claims (11)
1. Zweitaktmotor (10) mit wenigstens einem Arbeitszylinder
(11), in dem ein an einer Kurbelwelle (15) angelenkter
Kolben (17) bei seiner Bewegung zwischen einem oberen Tot
punkt (OT) und einem unteren Totpunkt (UT) eine Auslaßöff
nung und wenigstens eine Spülöffnung (19) für Gemischeinlaß
freigibt, wobei durch die Auslaßöffnung verbrannte Gase über
einen Auslaßkanal (20) an eine Auspuffleitung abführbar
sind,
wobei für den Auslaßkanal (20) ein Walzendrehschieber (21)
vorgesehen ist, der synchron mit der Kurbelwelle (15) ro
tiert und durch den der Querschnitt des Auslaßkanals (20)
bei Bewegung des Kolbens (17) vom unteren Totpunkt (UT) zum
oberen Totpunkt (OT) auf etwa 40 bis 60% drosselbar ist.
2. Zweitaktmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Querschnitt des Auslaßkanals (20) durch den Walzendreh
schieber auf etwa 50% drosselbar ist.
3. Zweitaktmotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß der Querschnitt des Auslaßkanals (20) durch den
Walzendrehschieber (21) annähernd ungedrosselt ist, wenn der
Kolben (17) während seiner der Bewegung vom oberen Totpunkt
(OT) zum unteren Totpunkt (UT) die Auslaßöffnung freigibt.
4. Zweitaktmotor nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Rotationsrichtung des Wal
zendrehschiebers (21) in dem Auslaßkanal (20) in Gasaus
trittsrichtung orientiert ist.
5. Zweitaktmotor nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Walzendrehschieber (21) einen
teilzylinderförmigen Querschnitt (26) mit einer segmentför
migen Abplattung (25) für den ungedrosselten Zustand des
Auslaßkanals (20) aufweist.
6. Zweitaktmotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die segmentförmige Abplattung (25) etwa bis 40% des
Durchmessers des Drehschiebers (21) ausgebildet ist.
7. Zweitaktmotor nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Walzendrehschieber (21) über
formschlüssig arbeitende Antriebselemente (22-24) mit der
Kurbelwelle (15) verbunden ist.
8. Zweitaktmotor nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Walzendrehschieber (21) nahe
dem Arbeitszylinder (11) gelagert ist.
9. Zweitaktmotor nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Walzendrehschieber (21)
oberhalb des Auslaßkanals (20) quer dessen Längsachse gela
gert ist.
10. Zweitaktmotor nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß für den Walzendrehschieber (21)
eine Lagerung ohne spezielle Abdichtung und mit großer
Toleranz vorgesehen ist.
11. Zweitaktmotor nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß für mehrere Arbeitszylinder (11)
die Walzendrehschieber (21) auf einer gemeinsamen Welle
phasenentsprechend vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4335083A DE4335083A1 (de) | 1993-10-14 | 1993-10-14 | Zweitaktmotor mit rotierendem Walzendrehschieber zur Querschnittsverengung der Auspuffleitung |
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| DE4335083A DE4335083A1 (de) | 1993-10-14 | 1993-10-14 | Zweitaktmotor mit rotierendem Walzendrehschieber zur Querschnittsverengung der Auspuffleitung |
Publications (1)
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|---|---|
| DE4335083A1 true DE4335083A1 (de) | 1995-04-20 |
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| DE4335083A Withdrawn DE4335083A1 (de) | 1993-10-14 | 1993-10-14 | Zweitaktmotor mit rotierendem Walzendrehschieber zur Querschnittsverengung der Auspuffleitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE4335083A1 (de) |
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