DE4334281A1 - Druck- und Förderschnecke für Fleischwölfe - Google Patents
Druck- und Förderschnecke für FleischwölfeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Druck- und Förder
schnecke entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist die allgemeine Erkenntnis, daß Förderschnecken,
die Rohstoffe in Druckgehäusen von Fleischwölfen fördern,
gleichzeitig die Messer mit antreiben. Dabei muß der
Gegendruck, der als Preßdruck von den Scheiben über den
Rohstoff auf die Schnecke rückwirkt, bewältigt und gleich
zeitig die Messer angetrieben werden, um das Fleisch, was
in die Scheiben eindringt, abzuschneiden.
Bisher wurden die beiden Prozeßteile in einem mechanisch
ganzen Körper durch die Schnecke erfüllt bzw. von geson
dert angetriebenen Mittelwellen, die nur die Messersätze
treiben.
Der dazu notwendige Kraftbedarf steigt um ein Vielfaches
und findet nur noch in den bekannten Enterprice-Schneid
sätzen Anwendung, jedoch stehen dem erhöhten Kraftbedarf
keine wesentlichen Vorteile gegenüber.
In der Vergangenheit sind zur Erhöhung des Förderprozesses
des zu wolfenden Gutes Veränderungen an den Druck- und
Förderschnecken dergestalt vorgenommen worden, indem die
Schneckengänge mit unterschiedlichen Steigungen ausge
führt oder sogenannte Rückflußsperren an den Flanken
der Schneckengänge angeordnet wurden.
So bekannt aus den Patentschriften DD 286 117 und
DD 286 118.
Die Möglichkeit der Veränderung der Steigung der Druck-
und Förderschnecke wird auch dadurch erreicht, daß die
Druck- und Förderschnecke aus einzelnen Teilen mit
gleicher oder unterschiedlicher Steigung besteht, die auf
eine Welle aufgesetzt und zueinander verspannt werden.
Die bekannten Druck- und Förderschnecken werden in ihrer
Gesamtheit aus Stahl, Stahlguß oder einer Graugußlegierung
hergestellt, sind dadurch sehr materialintensiv und mit
hohem Fertigungsaufwand verbunden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Druck- und Förder
schnecke für Fleischwölfe zu entwickeln, die den gefor
derten Durchfluß- und Zerkleinerungsbedingungen gerecht
wird, eine Austauschbarkeit, je nach den vorherrschenden
Betriebsbedingungen, gewährleistet und den Abrieb von
Materialteilchen vom Druckrohr und der Druck- und Förder
schnecke weitestgehend ausschließt.
Die Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des
Hauptanspruches herausgestellten Merkmale gelöst.
In der Erkenntnis, daß die in den Fleischwolf eingelei
tete Kraft zu rund 10-30% zur Förderung des Verarbei
tungsgutes und der Rest für die Zerkleinerung des
Verarbeitungsgutes durch die Schneidsatzteile benötigt
wird, wurde eine Druck- und Förderschnecke geschaffen,
die aus zwei Teilen, einer hochfesten Welle, vorzugsweise
eine Stahlwelle, mit angearbeitetem Zweikant für den
Messerantrieb und einem auf der Stahlwelle aufgeschobenen
Druck- und Förderschneckenkörper, als Hohlkörper ausge
bildet, besteht.
Der Druck- und Förderschneckenkörper ist dabei aus einem
Kunststoff hergestellt, wird mit der Stahlwelle verbunden
und gleitet im Druckrohr bzw. Druckgehäuse des Fleisch
wolfes.
Zwischen beiden Teilen besteht eine formschlüssige Ver
bindung, die einerseits gewährleistet, daß die Austausch
barkeit des Schneckenkörpers nach den vorherrschenden Be
triebsbedingungen gegeben ist und andererseits die Posi
tionierung zu dem Schneidsatz sichert.
Weiterhin wird ein höherer Hygienestandard beim Reinigen
der Maschine erreicht, und eventuelle Reparaturen werden
vom Aufwand her verringert.
Durch die formschlüssige Verbindung entsteht somit eine
klare Fixierung des Schneckenkörpers mit der Welle und
damit wiederum eine klare Zuordnung der Messerkörper zum
letzten Schneckengang.
Die Welle übernimmt die Kraftübertragungsarbeit für die
Messer, während der Schneckenkörper die Kraftübertragungs
arbeit für die Förderung und den Druckaufbau gewährleistet.
Da die Kraftübertragung im Förderprozeß bedeutend geringer
ist als die Zerkleinerungsarbeit, kann hier von der
Festigkeit der Mittelwelle im bedeutenden Maße abgewichen
werden.
Dadurch ist es möglich, Kunststoffschnecken, Aluminium
schnecken, Keramikschnecken oder andere Werkstoffe für
den Förder- und Druckprozeß einzusetzen.
Die Tatsache, daß der Antriebskörper für die Messer eine
glatte Welle mit Formschlußelementen darstellt, ermöglicht
den jederzeitigen Austausch der Schneckenkörper bei sich
ändernden Verarbeitungsbedingungen oder beispielsweise bei
Verschleiß.
Ein weiterer Vorzug ist es, daß Werkstoffe gleicher
Festigkeit, die zur Zeit eingesetzt werden (Schnecke und
Gehäuse aus Edelstahl), durch wesentlich günstigere
Paarungen ersetzt werden.
Der Verschleiß der Schneckengehäuse würde durch die Paarung
Schnecke/Kunststoffe und Gehäuse/Edelstahl nur zu Lasten
der Schnecke gehen. Damit wäre das kostengünstigere Teil
das Verschleißelement, und das teure Schneckengehäuse hätte
eine mehrfache Lebensdauer zu der jetzigen.
Infolge der Lagerung des Druck- und Förderschneckenkörpers
auf der Stahlwelle und vor allem durch die Materialart
Kunststoff ist ein Abrieb von metallischen Teilchen des
Druckgehäuses ausgeschlossen, es kommt nicht mehr zur
Kontamination des zu wolfenden Fleisches mit Schwer
metallen, beispielsweise Chrom.
Mit folgendem Ausführungsbeispiel soll die Erfindung näher
erläutert werden.
Die dazugehörige Zeichnung zeigt in
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Fleisch
wolfes,
Fig. 2 die Druck- und Förderschnecke,
Fig. 3 den Druck- und Förderschneckenkörper teilweise
im Schnitt.
Die Druck- und Förderschnecke 1 ist in bekannter Art und
Weise im Druckgehäuse 2 des Fleischwolfes gelagert, wobei
der Druck- und Förderschneckenkörper 3 auf der Stahl
welle 4 sitzt und mit dieser fest verbunden ist. Unmittel
bar an der Stahlwelle 4 ist der Wellenzapfen 5, lagegesichert
oder fest angearbeitet, zur Aufnahme des Schneidsatzes 6
vorgesehen.
Die Fig. 1 gibt eine schematische Gesamtdarstellung
wider und zeigt die unmittelbare Anordnung der Druck- und
Förderschnecke 1 im Fleischwolf.
Antriebsseitig ist die Druck- und Förderschnecke 1 im
nicht näher dargestellten Fleischwolfgehäuse gelagert, und
austrittsseitig erfolgt die Lagerung über die Schneidsatz
teile zum Druckgehäuse 2 des Fleischwolfes.
Dargestellt ist ein fünfteiliger Schneidsatz 6, bestehend
aus Vorschneider 7, Messer 8, Lochscheibe 9, Messer 10 und
der Endlochscheibe 11. Über eine Distanzbuchse und die
Überwurfmutter 12 werden diese Schneidsatzteile mit dem
Druckgehäuse 2 verbunden.
Aus dieser Darstellung ist weiterhin zu entnehmen, daß
der Druck- und Förderschneckenkörper 3 eine unterschied
liche Schneckensteigung besitzt, die im Aufnahmebereich
des Verarbeitungsgutes, unterhalb des Einfülltrichters 13,
größer ist und zum Schneidsatz 6 hin sich verringert, was
sich positiv auf den Druckaufbau und die Förderung des
Verarbeitungsgutes auswirkt.
Die Druck- und Förderschnecke 1 ist im einzelnen in
Fig. 2 dargestellt, und es wird aus dieser Zeichnung
ersichtlich, daß die Druck- und Förderschnecke 1 aus
zwei Teilen, dem Druck- und Förderschneckenkörper 3 und
der Stahlwelle 4, besteht.
Die Stahlwelle 4 besitzt den angearbeiteten Wellen
zapfen 5 zur Aufnahme des Schneidsatzes 6.
Die Verbindung von Druck- und Förderschneckenkörper 3
mit der Stahlwelle 4 kann in verschiedenen Ausführungen
erfolgen, wobei zu beachten ist, daß eine lösbare Ver
bindung, beispielsweise eine Querstiftverbindung, zu
wählen ist, um ein schnelles Auswechseln des Druck- und
Förderschneckenkörpers 3 zu gewährleisten.
Dies ist ein wesentlicher Vorteil der Erfindung, denn
durch die Austauschbarkeit des Druck- und Förderschnecken
körpers 3 ist unmittelbar die Einflußnahme auf dem
qualitätssichernden Förder- und Verarbeitungsprozeß
möglich, indem je nach zu verarbeitendem Gut und dessen
Zustand der geeignete Druck- und Förderschneckenkörper 3
eingesetzt werden kann.
Verarbeitungsgut, gefrostetes Fleisch mit einer Kern
temperatur von -20°C bis zum Verarbeitungsgut für Koch
wurst mit einer Temperatur von +80°C, also einer
Temperaturspanne bzw. Temperaturdifferenz von t = 100°C,
verlangt, um einen qualitativen Verarbeitungsprozeß zu
sichern, unterschiedliche Behandlung, speziell im Zuführ
bereich zum Schneidsatz 6.
Aber auch die Verarbeitung von Frischfleisch mit einer
Temperatur von 10-20°C ist in produktspezifischer
Weise möglich.
Der Druck- und Förderschneckenkörper 3 ist in einer Teil
schnittdarstellung in der Fig. 3 widergegeben.
Zum funktionellen Ablauf ist zu erklären, daß, wie oben
beschrieben, der Druck- und Förderschneckenkörper 3 auf
die Stahlwelle 4 aufgesetzt, mit dieser verbunden und in
das Druckgehäuse 2 des Fleischwolfes eingesetzt wird.
Das über den Einfülltrichter 13 aufgegebene Verarbeitungs
gut wird mittels der Druck- und Förderschnecke 1 zum
Schneidsatz 6 gefördert, dort zerkleinert und aus dem
Druckgehäuse 2 abgefördert.
Da der Druck- und Förderschneckenkörper 3 nur mit der
Stahlwelle 4 verbunden wird und die Schneidsatzteile
auf dem Wellenzapfen 5 der Stahlwelle 4 befestigt werden,
ergibt sich für den Druck- und Förderschneckenkörper 3
nur noch fördernde und druckspeichernde Funktion, was
sich wiederum positiv auf seine Dimensionierung aus
wirkt.
Der Abrieb von metallischen Teilchen des Druckgehäuses 2
wird vermieden, die Kontamination mit dem zu verarbei
tenden Fleisch ist ausgeschlossen.
Durch die Anordnung und Befestigung der Teile des
Schneidsatzes 6 auf dem Wellenzapfen 5 der Stahlwelle 4
ist gesichert, daß die Schneidsatzteile von der Stahl
welle 4 und nicht von der Druck- und Förderschnecke 1
getragen und mitgenommen werden und die Lagesicherung von
Druck- und Förderschneckenkörper 3 zum Schneidsatz 6
gegeben ist.
Die Positionierung des Druck- und Förderschneckenkör
pers 3 zum Schneidsatz 6 und somit seine Lagesicherung
auf der Stahlwelle 4 erfolgt in der Weise, daß der
letzte Schneckengang mit seinem höchsten Punkt, dem
Nullpunkt, zum davorliegenden Vorschneider/Messer 7; 8
dem austretenden Gut noch eine bestimmte Stützung gibt
und gleichzeitig ein ungestörter Abfluß aus der Druck-
und Förderschnecke 1 gesichert ist.
Claims (2)
1. Druck- und Förderschnecke für Fleischwölfe, die das
zu verarbeitende Gut im Druckgehäuse des Fleischwolfes
stützt und zum Schneidsatz fördert, dadurch gekenn
zeichnet, daß
die Druck- und Förderschnecke (1) aus zwei miteinander zu verbindenden Teilen, einer Welle (4) und einem in Kunststoff ausgeführten Druck- und Förderschnecken körper (3) besteht,
die Welle (4) einen den Schneidsatz (6) auf nehmenden Wellenzapfen (5) besitzt und
der Druck- und Förderschneckenkörper (3) mit seinem oberen letzten Schneckengang, dem Nullpunkt, zum Vorschneider/Messer (7; 8) positioniert, auf der Welle (4) angeordnet ist.
die Druck- und Förderschnecke (1) aus zwei miteinander zu verbindenden Teilen, einer Welle (4) und einem in Kunststoff ausgeführten Druck- und Förderschnecken körper (3) besteht,
die Welle (4) einen den Schneidsatz (6) auf nehmenden Wellenzapfen (5) besitzt und
der Druck- und Förderschneckenkörper (3) mit seinem oberen letzten Schneckengang, dem Nullpunkt, zum Vorschneider/Messer (7; 8) positioniert, auf der Welle (4) angeordnet ist.
2. Druck- und Förderschnecke nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß
den jeweils vorherrschenden Betriebsbedingungen ange
paßt, die Austauschbarkeit des Druck- und Förder
schneckenkörpers (3) zur Welle (4) gegeben und ein, den
lebensmitteltechnischen Bedingungen entsprechender,
hoher Hygienestandard gesichert ist.
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