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DE19802782A1 - Lochscheiben-Messer-Kombination für Schneidsätze von Fleischwölfen - Google Patents

Lochscheiben-Messer-Kombination für Schneidsätze von Fleischwölfen

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DE19802782A1
DE19802782A1 DE19802782A DE19802782A DE19802782A1 DE 19802782 A1 DE19802782 A1 DE 19802782A1 DE 19802782 A DE19802782 A DE 19802782A DE 19802782 A DE19802782 A DE 19802782A DE 19802782 A1 DE19802782 A1 DE 19802782A1
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perforated
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perforated disc
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Eberhard Dr Haack
Richard Meyenschein
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    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C18/00Disintegrating by knives or other cutting or tearing members which chop material into fragments
    • B02C18/30Mincing machines with perforated discs and feeding worms
    • B02C18/36Knives or perforated discs

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  • Food Science & Technology (AREA)
  • Crushing And Pulverization Processes (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Lochscheiben-Messer-Kombination für Schneidsätze von Fleischwölfen und für wolfähnliche Zerkleinerungsmaschinen, deren Förderschnecken drehbar im Druckgehäuse gelagert und mit ein- oder mehrteiligen Schneidsätzen ausgerüstet sind. Ein Schneidsatz für Fleischwölfe besteht in der einfachsten Form aus einer im Schneidgehäuse des Fleischwolfes fest angeordneten Lochscheibe und einem der Lochscheibe zuordneten und umlaufenden Messer, welches durch einen von der Achse der Förderschnecke vorstehenden Messerzapfen angetrieben wird. Durch die Anordnung von mehreren Messern und Lochscheiben ergeben sich die mehrteiligen Schneidsätze.
Die Scherkanten der Messer laufen dabei auf den Oberflächen der Lochscheiben um und das durch die Förderschnecke vorgetriebene Verarbeitungsgut wird auf der Innenseite der jewei­ ligen Lochscheibe durch das zugeordnete umlaufende Messer scherend zerkleinert.
Die Durchgangsbohrungen in den Lochscheiben sind dabei nach verschiedenen Systemen in den Lochscheibenkörpern eingebracht und nehmen, je nach Lage auf der Fläche einer Loch­ scheibe, in unterschiedlicher Weise an der Aufnahme und Förderung des Wolfgutes teil. Dies ist dadurch bedingt, daß die Bohrungen über den gesamten Lochscheibendurchmesser ver­ teilt und somit in verschiedenen Koordinaten vorgesehen sind und in unterschiedlicher Weise auch zu den Messerbalken des jeweils zugeordneten Messers stehen. Durch die unterschied­ liche Lage und den unterschiedlichen Druckaufbau im Rohstoff entstehen somit unterschiedliche Förderprozesse in den einzelnen Bohrungen bzw. Segmentabschnitten einer gesamten Lochscheibe.
Die in den Schneidsätzen zum Einsatz kommenden Lochscheiben und Messer sind in einer Vielzahl aus dem Stand der Technik bekannt. Den eingesetzten Lochscheiben kommt dabei die Aufgabe zu, das Verarbeitungsgut in den Bohrungen der Lochscheibe aufzunehmen, zu ver­ dichten, einzuspannen und mit den Bohrungskanten als Gegenschneide für das umlaufende Messer zu fungieren, um somit den Schnitt zu ermöglichen.
In der Funktion als Gegenschneide werden Werkzeugstähle und Edelstähle in gehärtetem Zu­ stand ab 50 HRC aufwärts bis 62 HRC für die Lochscheiben eingesetzt. Ferner sind Material­ auswahl und Belegungsdichte, die Anzahl der Durchgangslöcher in der jeweiligen Lochscheibe, von wesentlicher Bedeutung für den Durchsatz des zu wolfenden Gutes durch die jeweilige Lochscheibe und somit Qualitätsmerkmal für den gesamten Schneidsatz.
Alle bisherigen Lochscheiben gehen davon aus, möglichst eine Vielzahl von Durchgangsboh­ rungen als freie Durchgangsflächen in eine Lochscheibe einzubringen, wobei immer darauf ge­ achtet wird, daß diese Durchgangsbohrungen zu den Stirn- und Schneidflächen der Lochschei­ be scharfkantig und die Durchgangsbohrungen mit einer möglichst hochgradigen glatten Ober­ fläche zu versehen sind, damit das zu schneidende Gut ungestört durch die Durchgangsbohrun­ gen einer Lochscheibe austreten kann.
So befaßt sich die DD 277 399 mit dem Problem einer optimalen Belegungsdichte von Loch­ scheiben mit entsprechenden Durchgangsbohrungen. Es wird dargelegt, daß das Flächenver­ hältnis von gebohrter zu ungebohrter Fläche einem Wert von 0,2 bis 0,3 aufweist, der Bele­ gungsgrad einem Wert < 60 bis 80% entsprechen soll, wobei die Stege ein System von Sekun­ därschneiden bilden und das Breitmaß einer derart ausgebildeten Lochscheibe in einem be­ stimmten Verhältnis zu den Bohrungsdurchmessern auszubilden ist. Dabei wird ausgeführt, daß das Breitenmaß derartigen Lochscheiben im Bereich von 0,125 bis 0,25× Bohrungsdurchmes­ ser liegen soll.
Dem Problem der materialmäßigen Ausführung von Lochscheiben unter Berücksichtigung der mechanischen Bearbeitung und der Paarung zum jeweiligen Messer, wenden sich die Lösungen nach den DE 38 21 930 und 43 38 347 zu.
So beschreibt die DE 38 21 930 einen Fleischwolf, dessen Lochscheibe und auch Messer mit einer keramischen Deckschicht versehen sind.
Als Keramikwerkstoffe kommen Aluminiumoxyd (Al2O3), Zirkonoxyd (ZO2), Siliziumkarbid (SiC) oder Mischungen dieser Werkstoffe zum Einsatz.
Um den technisch sehr aufwendigen Herstellungsprozeß und dessen Kosten zu verringern, wird mit der DE 43 38 347 eine Lochscheibe für Schneidsätze eines Fleischwolfes vorgestellt, welche dadurch charakterisiert ist, daß diese Lochscheibe aus einem Grauguß hergestellt ist, vorzugsweise aus einem Kugelgraphitguß oder aus einem laminaren Grauguß und deren Härte­ grade im Bereich von 25 bis 28 HRC liegen.
Alle bisherigen Lochscheiben sind in der beschriebenen Art ausgeführt, wobei eben bei der Ge­ staltung und Ausbildung der Lochscheiben darauf geachtet wurde, daß die Durchgangsbohrun­ gen möglichst scharfkantig und die Oberflächen der Durchgangsbohrungen mit einer möglichst hochgradigen glatten Oberfläche ausgeführt werden, damit das zu schneidende Gut ungestört durch die Durchgangsbohrungen einer Lochscheibe hindurchtreten kann, was sich eben als nachteilig erwiesen hat, da das Wolfgut durch diese Durchgangsbohrungen lediglich hindurch­ geführt wird. Dies immer vor dem Hintergrund, das zerkleinerte Gut möglichst in gerader För­ derrichtung durch die Lochscheiben und somit durch den jeweiligen Schneidsatz hindurchzu­ führen, was jedoch auf die Bindefähigkeit des Wolfgutes in keiner Weise positiv Einfluß nimmt.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Anordnungen von Messer und Lochscheiben in Schneidsätzen ist darin gegeben, daß unterschiedliche Schnittfolgen entstehen, was zu ungleichen Teilchengrößenausbildungen in den einzelnen Durchgangsbohrungen der Lochscheiben führt und sich ein unterschiedlicher Druck in den einzelnen Lochscheiben­ bereichen einstellt.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lochscheiben-Messer-Kombination für Schneidsätze von Fleischwölfen zu entwickeln, deren Kosten und technischer Aufwand bei der Herstellung von Lochscheiben wesentlich verringert wird, gleichzeitig soll die Verweilzeit des Wolfgutes innerhalb der Durchgangsbohrungen der Lochscheiben verlängert und die Bindefähigkeit des Wolfgutes durch Querschnittsverschiebung oder Querschnittsänderungen erhöht werden, gleichzeitig soll mit dem jeweils ausführenden Schnitt durch die jeweiligen Messerklingen eine gleichmäßige Fleischteilchengröße erzielt werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe nach den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Besondere Ausgestaltungen und vorteilhafte Lösungen sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Gemäß der Erfindung sind die Lochscheiben, entgegen aller bisherigen Ausführungen derart ausgebildet, daß ihre Durchgangsbohrungen keine glatten Bohrungen sind, sondern diese Durchgangsbohrungen sind in gestufter Form ausgeführt oder aber mit entsprechenden Ansät­ zen versehen. An diesen Ansätzen und Verengungen bzw. Übergängen wird das hindurchzu­ fördernde Gut gehalten und durch das nachfördernde Gut gewälzt, gewendet und schließlich nach mehrmaliger Durchmischung aus der jeweiligen Durchgangsbohrung herausgefördert und besitzt nach dem Verlassen der Endlochscheibe eines Schneidsatzes ein Gefüge, welches eine hohe Bindigkeit besitzt und somit ein gutes Wasseraufnahmevermögen des Wolfgutes realisiert wird.
Ferner ist erfinderisch, daß die eingesetzten Messer mit unterschiedlich angeordneten und ausgebildeten Messerbalken bzw. Messerklingen ausgebildet sind, die sowohl als durchgehende Messerbalken, vom Außenring des Messers zur Nabe des Messers, als auch als hängende Klinge, vom Außenring des Messers zur Nabenmitte gerichtet und als stehende Klinge, von der Messernabe zum Außenring des Messers gerichtet, ausgebildet sind.
Die Anordnung dieser Messerbalken/Messerklingen ist dabei so gewählt, daß die Zwischenräume zwischen 2 bzw. 3 Messerbalken/Messerklingen bezogen zur Fläche der jeweiligen Lochscheibe gleich groß sind und somit gleich große Schneidzonen bilden. Somit ergeben sich auch gleich große Abstände a, die die Abstände von Schneidklinge zu Schneidklinge dokumentieren.
Diese Messerform bestimmt dabei die Teilchengröße als zeitliche Einwirkung auf die in die Bohrungen der Lochscheibe eingedrungenen Rohstoffe.
Dabei bedingen die Ausbildung und Anordnung der Bohrungen in dem Lochscheibenkörper und die Ausbildung der Messer sowie die Paarung von Messer und Lochscheiben einen bestimmten Wirkzusammenhang und gewährleisten Wirkabstände der Messerbalken/Messer­ klingen zu einer bestimmten Anzahl von Bohrungen der Lochscheiben, die im Wirkbereich des jeweiligen Messerbalkens/Messerklinge liegen.
Somit werden gleiche Abstände der einzelnen Messerklingen zu den Durchgangsbohrungen der Lochscheiben sowie gleiche Bohrungsanzahlen in den einzelnen Schneidzonen realisiert, gleichzeitig werden gleiche Teilchengrößen des Wolfgutes erreicht und auch entsprechende homogene Bearbeitungszustände durch die Wirkungen innerhalb der Bohrungen der Lochscheiben.
Es gehört auch zur Erfindung, daß die Durchgangsbohrungen der Lochscheiben in bekannter Weise unterschiedliche Querschnittsformen aufweisen können, die jedoch so in dem jeweiligen Lochscheibenkörper eingebracht werden, daß immer in den einzelnen Schneidzonen die Anzahl und der Abstand der Durchgangsbohrungen gleich groß ist. Hinsichtlich der Querschnitts­ formen können die Durchgangsbohrungen kreisrunde aber auch anders ausgebildete Querschnittsformen besitzen, so beispielsweise quadratische Querschnittsformen oder mehreckige polygone Querschnittsformen.
Wesensmerkmal der neuen Lösung ist jedoch, daß die Durchgangsbohrungen der Lochschei­ ben nicht geradlinig, sondern gestuft mit unterschiedlichen Querschnittsflächengrößen ausgebil­ det sind und zonenartig mit gleicher Lochanzahl in einem definierten Abstandsbereich zu den Messerbalken/Messerklingen stehen. Dabei können die Durchgangsbohrungen mit ein und mehreren Absätzen bzw. Einengungen ausgebildet sein, die sich verengend zur Austrittsseite ausbilden oder aber auch in der Kombination großer Querschnitt, kleiner Querschnitt, großer Querschnitt ausgebildet sind.
Möglich ist auch, daß die einzelnen Durchgangsbohrungen in ihren Mittenachsen versetzt zu­ einander ausgebildet sind, was sich vorteilhaft bei der Herstellung derart ausgebildeter Loch­ scheiben auswirkt.
Durch die gewählte Ausbildung der Bohrungsdurchmesser von Lochscheiben beim Wolfen von Fleisch, wird erreicht, daß die Oberflächen der Fleischkornung eines jeden abgeschnittenen Fleischteilchens bewußt in den Durchgangsbohrungen bei ihrem Eintritt aufgerauht, massiert und gerieben werden, während die zonenförmige Messerbalkenanordnung für die gleich­ mäßige Korngröße der Teilchen sorgt, um die Bindefähigkeit für bestimmte Produktgruppen mit gleichmaßigem Schnittbild von Fleischerzeugnissen zu erhöhen und damit die technologische Endproduktqualität zu steigern, wodurch der Prozeßvorgang der Bearbeitung verkürzt wird.
Mit nachfolgendem Ausführungsbeispiel soll die Erfindung näher erläutert werden.
In der dazugehörigen Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen von erfindungsgemäß ausgestalteten Lochscheiben und Messer dargestellt, so zeigt die
Fig. 1 Durchgangsbohrungen mit einem Verengungsquerschnitt,
Fig. 2 Durchgangsbohrungen mit mehreren Verengungsquerschnitten,
Fig. 3 gestuft abgesetzte Durchgangsbohrungen,
Fig. 4 Durchgangsbohrungen in Kombination mehrerer Verengungsquerschnitte.
Fig. 5 Messer mit stehenden, hängenden und durchgehenden Messerklingen
Fig. 6 Weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Messers
Fig. 7 Ansicht auf ein Messer mit davor angeordneter Lochscheibe, in Rohstoff-Flußrichtung gesehen.
Die nach der Erfindung ausgebildeten Lochscheiben 1 entsprechen von der äußeren Form und ihrem Grundaufbau den bekannten Lochscheiben und bestehen dabei aus einem Lochscheiben­ körper 2, welcher mit einer Mittelbohrung 3 ausgeführt ist, über die die einzelnen Lochschei­ ben 1 Aufnahme finden auf dem Achs-Antriebszapfen einer nicht näher dargestellten Förder­ schnecke, während die Messer aus verschiedenartigen abstandhaltenden Klingensystemen bestehen.
Die Stirnseiten 9; 10 der Lochscheiben 1 sind als parallele Flächen ausgebildet, wobei die Stirn­ seite 9 zur Rohstoff-Flußrichtung 8 ausgerichtet ist und die Messerlaufseite der jeweiligen Lochscheibe 1 darstellt, während die andere Stirnseite 10 die Rohstoffaustrittsseite bildet. Wie aus der Darstellung nach Fig. 1 ersichtlich, sind die Durchgangsbohrungen 4 der Loch­ scheiben 1 achsparallel zur Mittelachse der jeweiligen Lochscheibe 1 im Lochscheibenkörper 2 ausgebildet. Die Schneiden der Messer 15 gemäß der Fig. 5; 6 bilden zonenartige Messer-Ab­ standssysteme, sogenannte Schneidzonen 16, die dafür sorgen, daß Teilchen gleicher Größe entstehen.
Wie gleichfalls aus dieser Fig. 1 ersichtlich, sind die Durchgangsbohrungen 4 gestuft ausge­ bildet und zwar in der Art, daß die Durchmesser der Eintrittsbohrungen 5 und der Austritts­ bohrungen 7 ein unterschiedliches Maß besitzen und im Übergangsbereich von der Eintritts­ bohrung 5 zur Austrittsbohrung 7 eine funktionsbedingte Unterteilung des Rohstoff-Flusses erzielt wird, sich somit die erfindungsgemaßen Verweilzonen 11 und Massagezonen 12 ergeben, während die Teilchengrößen innerhalb der Schneidzonen 16 bestimmt werden und so zu gleichmäßig bearbeiteten Fleischteilchen führen.
Der funktionelle Zusammenhang zwischen den Eintrittsbohrungen 5 und den als Massageboh­ rung wirkenden Austrittsbohrungen 7 sowie dem Messerbalkensystem, Schneidzonen 16, wird unmittelbar bedingt durch die geometrischen Abmaße der Durchgangsbohrungen 4, die unterteilt sind in Eintrittsbohrungen 5, Mittelbohrungen 6 und Austrittsbohrungen 7. Dabei ist wesentlich, daß in Ableitung aus den einzelnen Durchmesserangaben sich die Längenbereiche der jeweiligen Verweilzonen 11 und der Massagezonen 12 ergeben.
So wird die Verweilzone 11 der in der Fig. 1 dargestellten Lochscheibe 1 mit einem Längen­ maß von 3 bis 4× dem Durchmessermaß der Eintrittsbohrung 5 ausgebildet und das Gesamt­ breitenmaß der Lochscheibe 1 wird bestimmt nach dem Verhältnis 5 bis 6×D1+D2/2.
Dabei bedeuten:
D1 = Durchmesser der Austrittsbohrung F,
D2 = Durchmesser der Mittelbohrung 6,
D3 = Durchmesser der Eintrittsbohrung 5.
Bei der in der Darstellung gemäß Fig. 2 dargestellten Lochscheibe 1 handelt es sich um eine mehrfach gestuft ausgebildete Lochscheibe 1, die im weitesten Sinne auch als Massageloch­ scheibe bezeichnet werden kann. Deshalb, da im Lochscheibenkörper 2 einer so ausgebildeten Lochscheibe 1 Durchgangsbohrungen 4 mit mehreren Übergangsstellen ausgebildet sind. So sind diese Durchgangsbohrungen 4 nach dieser Darstellung in drei unterschiedlichen Durchmesserbereichen ausgebildet, die einmal die Eintrittsbohrung 5, die Mittelbohrung 6 und die Austrittsbohrung 7 ergeben.
Bei dieser Ausführungsvariante ergibt sich die Verweilzone 11 unmittelbar im Längenbereich der Mittelbohrung 7, die sich wertmäßig aus der Beziehung 1 bis 2×D2 dem Durchmesser der Mittelbohrung 6, ergibt.
Das unmittelbare Durchmesserverhältnis der Eintrittsbohrungen 5 zu den Austrittsbohrungen 7 liegt im Bereich 0,5 bis 0,95, während die Verweilzonen, bezogen auf die gleichen Bohrungs­ durchmesser der Eintrittsbohrungen 5 und der Austrittsbohrungen 7, mit Längen im Bereich von 1 bis 2 oder, je nach gewünschter Häufigkeit der vorzunehmenden Durchmengung und Massage des Rohstoffes, im Bereich 3 bis 4× dem jeweiligen Bohrungsdurchmesser der Ein­ tritts- bzw. Austrittsbohrungen 5, 7 entsprechend, ausgebildet sind.
Weitere Ausführungen bezüglich der Einbringung und Anordnung der Durchgangsbohrungen 4 in Lochscheiben 1 sind in den Fig. 3 und 4 dargestellt.
Bei der Ausbildung der Lochscheiben 1 gemäß Fig. 3 sind die Eintrittsbohrungen 5 und Aus­ trittsbohrungen 7 in ihrem Durchmessermaß gleich ausgebildet, die unmittelbare funktionsbe­ dingte Unterteilung der Verweilzone 11 und der Massagezone 12 wird durch einen sich ausbil­ denden Ansatz 13 zwischen diesen beiden Bohrungen 5; 7 erzielt.
Dies in der Art und Weise, daß die Achsen der Eintrittsbohrungen 5 und der Austrittsbohrun­ gen 7 achsparallel versetzt zueinander ausgebildet sind.
Diese Variante ist fertigungstechnisch sehr günstig auszuführen. Dies in der Art und Weise, da die Stirnseiten 9; 10 einzubringenden Eintritts- und Austrittsbohrungen 5; 7 von der jeweiligen Stirnseite 9; 10 in den Lochscheibenkörper 2 eingebracht werden können, welcher halt kosten­ günstig herzustellen ist.
Bei der Darstellung gemäß Fig. 4 besitzen sowohl die Eintrittsbohrungen 5 als auch die Aus­ trittsbohrungen 7 das gleiche Durchmessermaß, und die Übergangsstelle zwischen diesen bei­ den Bohrungen ist als Verweilzone 11 ausgestattet und ausgebildet, indem zwischen den Ein­ trittsbohrungen 5 und den Austrittsbohrungen 7 jeweils eine Übergangsbohrung 14 mit gerin­ gerem Durchmesser vorgesehen ist.
Eine vorteilhafte Nutzung der vorgestellten erfinderischen Lochscheiben 1 besteht in einer paarweisen Anordnung derart ausgebildeter Lochscheiben 1. Was bedeutet, daß auf dem An­ triebszapfen einer Förderschnecke ein oder mehrere Lochscheiben 1 nebeneinander angeordnet werden, wodurch eine Änderung der Verweilzeiten des zu zerkleinernden Rohstoffes innerhalb der Verweilzonen 11 und Massagezonen 12 erreicht wird. Eine derartige Anordnung mehrerer Lochscheiben 1 ist immer dann sinnig, wenn die Verweil- und Massagezeiten, in abhängig des zu wolfenden Gutes, anzupassen sind.
Ferner erhaften die erfindungsgemäßen Lochscheiben 1 eine Wärmebehandlung, die so gewählt wird, daß die Härten der Stirnseiten 9; 10 unterschiedliche Werte aufweisen. So besitzen die Stirnseiten 9 der Messerlaufseiten höhere Härtewerte als die der Messerlaufseite abgewandten Stirnseiten 10.
Wesentlicher Vorteil all dieser Ausführungsvarianten der vorgestellten erfindungsmäßen Loch­ scheiben ist der, daß infolge der Ausbildung der Übergangsstellen zwischen den einzelnen ge­ stuft ausgebildeten Durchgangsbohrungen 4, nämlich den Eintrittsbohrungen 5, den Mittelboh­ rungen 6 und den Austrittsbohrungen 7, bewußt sogenannte Stau-, Massage- und Reibsysteme geschaffen werden, die den durch die Durchgangsbohrungen 4 hindurchdringenden Rohstoff einer Umwälzung, einer Reibung innerhalb des Rohstoffgutes unterziehen, um die Bindigkeit des Rohstoffes, vorzugsweise des Rohstoffes Fleisch, zu erhöhen, was schließlich eine höhere Wasseraufnahmefähigkeit des gewolften Gutes bewirkt, wodurch schließlich auch die ökono­ mischen und die qualitätsbestimmenden Merkmale des Wolfgutes des Fleisches, erhöht werden.
Während die Ausbildung und Gestaltung der Durchgangsbohrungen 4 der Loch­ scheiben 1 wesentlich sind für die Durchmischung, Mengung und der Erhöhung der Bindefähigkeit des Wolfgutes verantwortlich sind, kommt den mit den Lochscheiben 1 in Wirkzusammenhang stehenden Messern 15 die Aufgabe zu, gleich große Schneidzonen 16 zu bilden, in denen durch die Ausbildung und Anordnung von hängenden Klingen 17, stehenden Klingen 18 und durchgehenden Klingen 19 gleiche Schnittfolgen zum Abschneiden der in den Durchgangsbohrungen 4 der Lochscheiben 1 eingedrungenen Rohstoffteilchen zu ermöglichen.
Dies wird dadurch realisiert, daß einmal die Messer 15 gemäß obigen Ausführungen und wie in den Fig. 5 und 6 dargestellt, ausgeführt sind und zum anderen dadurch, daß die einzelnen Klingen 17; 18; 19 unter einem bestimmten Abstand a angeordnet sind.
Dir Paarung einer Lochscheibe 1 mit einem zugeordneten Messer 15 zeigt die Fig. 7, aus der gleichzeitig ersichtlich ist, wie durch die Paarung von Messer 15 zur Lochscheibe 1 sich die Schneidzonen 20 herausbilden, und es ist gleichfalls gezeigt, daß die einzelnen Klingen 17; 18; 19 unter einem gleich großen Abstand a angeordnet sind.
Durch die Ausbildung und Anordnung der Klingen 17; 18; 19 innerhalb eines Messers 15 wird gesichert, daß dem zu wolfenden Rohstoff genügend Zeit verbleibt, in die Durch­ gangsbohrungen 4 der Lochscheibe 1 einzudringen und sich als Teilchen einer bestimmten Korngröße auszubilden, und es ist sichergestellt, daß über die gesamte Schnittfläche der Lochscheibe 1 ein gleichmäßiger Schnitt erfolgt, was eben gleich große Körnungen der Rohstoffteilchen garantiert.
Bedingt durch die gleichen Abstandsmaße a für die einzelnen Klingen 17; 18; 19 ergibt sich somit die gleiche Schnittfolge über den gesamten Bereich, was bedeutet, daß die Schnitte im äußeren Bereich der Lochscheibe 1 wie im inneren Bereich der Lochscheibe 1 gleichzeitig erfolgen.

Claims (10)

1. Lochscheiben-Messer-Kombination für Schneidsätze von Fleischwölfen und für nach dem Wolfprinzip arbeitenden Zerkleinerungsmaschinen, die mit einfachen oder mehrteiligen Schneidsätzen bestückt sind, wobei das zu der Förderschnecke des Fleischwolfes angetriebene Messer an der Fläche der mit Durchgangslöchern versehenen Lochscheibe gleitend anliegt, das in der Förderschnecke transportierte und vom Messer abgeschnittene Gut über die Durchgangslöcher nach außen aus dem Schneidsatz herausgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochscheiben (1) und Messer (15) zueinander gepaart und unter Bildung gleich­ großer Schneidzonen (20) innerhalb eines Schneidsatzes angeordnet sind, wobei das Messer (15) mit hängenden, stehenden und durchgehenden Klingen (17; 18; 19) aus­ gebildet ist und die in den Lochscheibenkörpern (2) von Lochscheiben (1) vorgesehenen Durchgangsbohrungen (4) gestuft und mit unterschiedlichen Durchmessern ausgeführt sind, die Durchgangsbohrungen (4) je eine Verweilzone (10) sowie eine Massagezone (11) besitzen und die Durchgangsbohrungen (4) achsparallel zur Mittelachse der Lochscheibe (1) im Lochscheibenkörper (2) angeordnet sind.
2. Lochscheiben-Messer-Kombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gestuft gestalteten Durchgangsbohrungen (4) in Form von Eintrittsbohrungen (5), Mittelbohrungen (6) sowie Ausgangsbohrungen (7) ausgebildet und deren Durchmesser nach der Beziehung D3/D2/D1 = 0,5 bis 0,95 bestimmt sind.
3. Lochscheiben-Messer-Kombination nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstuftung der Durchmesser D3; D2; D1 der Durchgangsbohrungen (4) in den Berei­ chen der Eintrittsbohrungen (5), der Mittelbohrungen (6) und der Austrittsbohrungen (7), vom größeren Durchmesser D3 der Eintrittsbohrung (5), auf der als Messerlauf­ seite ausgebildeten Stirnseite (9) einer Lochscheibe (1), zum kleineren Durchmesser D1 der Austrittsbohrungen (7) auf der Messerlaufseite abgewandten Stirnseite (11) einer Lochscheibe erfolgt.
4. Lochscheiben-Messer-Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Längen der Verweilzonen (11) und der Massagezonen (12) in Abhängigkeit der Durchmesser der Durchgangsbohrungen (4) festlegbar und nach der Beziehung 3 bis 4×D3 bzw. 1 bis 3×D2 bestimmt sind.
5. Lochscheiben-Messer-Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Lochscheiben (1) nach der Beziehung 5 bis 6×D1+D2+D3/2 bestimmt sind.
6. Lochscheiben-Messer-Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochscheiben (1) ein- oder mehrfach zu einer Kompaktlochscheibe gepaart auf dem Schneckenzapfen einer Förderschnecke angeordnet sind.
7. Lochscheiben-Messer-Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnseite (9), die Messerlaufseite, der Lochscheibe (1) eine höhere Härte als die Stirnseite (10) aufweist und der Härteverlauf von der Stirnseite (9) zur Stirnseite (10) abfallend linear verläuft.
8. Lochscheiben-Messer-Kombination nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die hängenden, stehenden und durchgehenden Klingen (17; 18; 19) des Messers (15) unter einem gleich großen Abstand a ausgebildet sind.
9. Lochscheiben-Messer-Kombination nach einem der Ansprüche 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß infolge des gleichen Abstandes der einzelnen Klingen (17; 18; 19) des Messers (15) ein gleichzeitiger Schnitt in den einzelnen Schneidzonen (20) erfolgt
10. Lochscheiben-Messer-Kombination nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsbohrungen (4) in Durchflußrichtung verjüngend ausgebildet sind.
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