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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer Verdrahtung
in einem Halbleiterbauelement, insbesondere in einem Kontaktlöcher aufweisenden
Halbleiterbauelement, mit zwischengefügter Diffusionsbarrierenschicht.
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Der
Verdrahtungsvorgang wird als wichtigster Punkt der Herstellungstechnologie
von Halbleiterbauelementen angesehen, weil er die Leistungsfähigkeit
(z.B. die Betriebsgeschwindigkeit), die Ausbeute und die Zuverlässigkeit
der Bauelemente bestimmt. Die Stufenbedeckung des Metalls stellte
in weniger dicht gepackten, konventionellen Halbleiterbauelementen
wegen den diesen Bauelementen mit größeren Strukturabmessungen inhärenten Eigenschaften,
z.B. Kontaktlöcher
mit geringem Seitenverhältnis
(Tiefe/Breite-Verhältnis) und
flachen Stufen, keine ernsthafte Schwierigkeit dar.
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In
den letzten Jahren wurden jedoch mit wachsender Integrationsdichte
der Halbleiterbauelemente die Kontaktlöcher beträchtlich schmäler (mit
Durchmessern von weniger als einem halben Mikrometer), während die
im Oberflächenbereich
des Halbleitersubstrats gebildeten störstellendotierten Gebiete viel
flacher wurden. Aufgrund des daraus resultierenden größeren Seitenverhältnisses
der Kontaktlöcher
und der größeren Stufen ist
es für
diese gegenwärtigen
Halbleiterbauelemente größerer Packungsdichte
notwendig geworden, den üblichen
Aluminium-Metallisierungsprozeß zu
verbessern, um die standardgemäßen Entwurfsziele
einer hohen Betriebsgeschwindigkeit, einer hohen Ausbeute und einer
guten Zuverlässigkeit
des Halbleiterbauelements zu erreichen. Mit der konventionellen
Vorgehensweise ist es außerdem
schwierig, Kontaktlöcher
mit Durchmessern von weniger als 1μm zu füllen, wobei die Gefahr der
Bildung von Hohlräumen
in den Kontaktlöchern
des Halbleiterbauelements besteht.
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Im
Bemühen,
die unzureichende Stufenbedeckung durch Aluminium zu überwinden,
sind Verfahren zur Füllung
der Kontaktlöcher
durch Schmelzen des Aluminiums z.B. in der JP 62-109341 (A) offenbart.
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Darüber hinaus
hat der Erfinder der vorliegenden Anmeldung ein Verfahren entwickelt,
das einen Schritt zur Abscheidung von Aluminium oder einer Aluminiumlegierung
bei niedriger Temperatur zur Bildung einer Metallschicht und einen
Schritt zur Wärmebehandlung
der Metallschicht im Vakuum bei einer hohen Temperatur (unterhalb
des Schmelzpunkts) beinhaltet, um die Metallschichtpartikel fließfähig zu machen,
siehe
DE 40 28 776
A1 .
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Anfangs
wurde bei der Herstellung von Halbleiterbauelementen reines Aluminium
zur Bildung der metallischen Verdrahtungsschicht verwendet, aber
aufgrund der Temperaturerhöhung
in einem nachfolgenden Sinterschritt absorbiert die Aluminiumschicht
Siliziumatome aus dem Siliziumsubstrat, weshalb das konventionelle
Verfahren zur Bildung von Sperrschichtkurzschlüssen neigt. Aus diesem Grund
ist es gängig,
Al-1%Si, d.h. mit Silizium übersättigtes
Aluminium, als Material für
die metallische Verdrahtungsschicht zu verwenden.
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Wenn
jedoch eine Metallverdrahtung in einem Halbleiterbauelement unter
Benutzung des obigen Al-1%Si-Materials erzeugt wird, wird während der
Wärmebehandlung
des Halbleiterwafers bei einer Temperatur von größer als ungefähr 450°C in einem
nachfolgenden Sinterschritt Si aus dem Al-Film unter Bildung einer Si-Ablagerung
zwischen dem Al-Film und seinen benachbarten Schichten ausgeschieden
und wächst
festkörperepitaktisch
unter Bildung eines Si-Klümpchens
in den Kontaktlöchern,
was den Widerstand der Verdrahtungsschicht oder deren Kontaktwiderstand
erhöhen
kann.
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Um
die Bildung von Al-Spitzen aufgrund der oben beschriebenen Reaktion
zwischen der metallischen Verdrahtungsschicht und dem Siliziumsubstrat
oder die Erzeugung von Si-Ausscheidungen und Si-Klümpchen zu
unterbinden, ist die Erzeugung einer Diffusionsbarrierenschicht
zwischen der Verdrahtungsschicht und dem Siliziumsubstrat oder einer
Isolationsschicht vorgeschlagen worden. Zum Beispiel wird in der
US-Patentschrift 4 897 709 (Yokohama et al.) ein Verfahren zur Erzeugung
eines Titannitrid (TiN)-Films
als Diffusionsbarrierenschicht an der Innenseite des Kontaktlochs
offenbart. Außerdem
ist aus der JP 61-183942 (A) ein Verfahren bekannt, bei dem eine
aus einer hochschmelzenden Metallschicht und einer Titannitridschicht
bestehende Doppelschicht als Barrierenschicht gebildet und anschließend wärmebehandelt
wird. Die Titannitridschicht reagiert mit dem Halbleitersubstrat
im unteren Teil des mit dem Halbleitersubstrat verbindenden Kontaktlochs, um
auf diese Weise eine Silizidschicht aus einem hochschmelzenden Metall
zu erzeugen, die aus thermisch stabilen Komponenten besteht, wodurch
der Barriereneffekt verstärkt
und der Kontaktwiderstand verringert werden kann.
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Die
Erzeugung der oben erwähnten
Diffusionsbarrierenschicht ist angesichts der Tatsache, daß Halbleiterbauelemente
auf Strukturdimensionen kleiner als 1μm herunterskaliert wurden, ziemlich
unumgänglich. Diese
Diffusionsbarrierenschicht wird im allgemeinen zur Verbesserung
der Diffusionsbarriereneigenschaft wärmebehandelt. Dieser Vorgang
der Wärmebehandlung
der Diffusionsbarrierenschicht wird üblicherweise durch Tempern
der Diffusionsbarrierenschicht in einer Stickstoffatmosphäre durchgeführt. Solange
die Diffusionsbarrierenschicht nicht getempert ist, kann unerwünschterweise
während
des Sputterns von Al oder einer Al-Legierung bei einer Temperatur
von wenigstens 450°C
oder während
eines nachfolgenden Sinterns dieses Materials der Sperrschichtkurzschlußeffekt
auftreten.
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Anhand
der 7 bis 10 wird ein Beispiel zur Bildung
einer Verdrahtung in einem Halbleiterbauelement unter Verwendung
einer konventionellen Diffusionsbarrierenschicht erläutert.
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7 veranschaulicht
einen Schritt zur Durchführung
einer Ionenimplantation in das Halbleitersubstrat. Im einzelnen
wird nach der Bildung einer Feldoxidschicht (3) auf dem
Halbleitersubstrat (1) zur Unterteilung des Halbleitersubstrats
(1) in zwei Bereiche, d.h. einen aktiven Bereich und einen
Isolationsbereich, eine Kontaktstellenoxidschicht (5) in
einer Dicke von ungefähr
30nm durch thermische Oxidation gebildet. Anschließend wird
As in einer Dosis von 5 × 1015 Atomen/cm2 zur
Bildung eines n+-störstellendotierten Bereichs
sowie BF2 in einer Dosis von 5 × 1015 Molekülen/cm2 zur Bildung eines p+-störstellendotierten
Bereiches implantiert.
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8 veranschaulicht
einen Oxidationsschritt. Nach dem Schritt von 7 wird
bei 950°C
in einer trockenen O2-Atmosphäre eine
Oxidation durchgeführt.
Dabei werden die in 7 gezeigten, eindotierten Störstellen
erstmals aktiviert, um die n+- und p+-dotierten Gebiete (7 und 8)
zu erzeugen.
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9 veranschaulicht
einen Schritt zur Bildung von Kontaktlöchern. Hierzu wird eine isolierende
Zwischenschicht (9) auf die gesamte Oberfläche der
erhaltenen Struktur aufgebracht und anschließend bei 950°C in einer
N2-Atmosphäre für 240 Minuten getempert, so
daß sie
planarisiert wird. Dabei werden die eindotierten Störstellen
ein zweites Mal aktiviert. Danach werden die Kontaktlöcher (10)
durch die isolierende Zwischenschicht (9) hindurch mittels
eines üblichen
Fotolithographieprozesses erzeugt.
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10 veranschaulicht
Schritte zur Bildung einer Diffusionsbarrierenschicht und einer
darüberliegenden
metallischen Verdrahtungsschicht. Hierzu werden nach dem Schritt
von 9 Titan und Titannitrid ganzflächig auf der resultierenden
Struktur abgeschieden, um die aus einer Titanschicht (11)
und einer Titannitridschicht (13) zusammengesetzte Diffusionsbarrierenschicht
zu erzeugen. Anschließend
wird der Wafer in einer Stickstoffatmosphäre bei einer Temperatur von
450°C getempert.
Auf der Diffusionsbarrierenschicht wird dann eine Al-Si-Cu-Legierung
zur Bildung einer Metallschicht abgeschieden, die durch einen fotolithographischen Prozeß strukturiert
wird, um eine Verdrahtungsschicht (15) für ein Halbleiterbauelement
bereitzustellen. Die Verdrahtungsschicht (15) wird 30 Minuten
lang bei 400°C
gesintert.
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Wenn
die metallische Verdrahtungsschicht nach der oben erläuterten
konventionellen Vorgehensweise auf der Diffusionsbarrierenschicht
gebildet wird, weisen das Titan und das Titannitrid bezüglich eines
Kontaktlochs mit großem
Seitenverhältnis
(z.B. größer als
1,2) eine unzureichende Stufenbedeckung auf und werden zudem leicht
während
des Tempervorgangs im Ofen oxidiert, wodurch ein höherer Kontaktwiderstand
entsteht. Dieser Effekt wird insbesondere für Kontaktlöcher mit Ausdehnungen im Submikrometerbereich
noch bedeutsamer.
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Zur Überwindung
der obigen Schwierigkeiten (beispielsweise, um den Kontaktwiderstand
im p+-Kontaktgebiet zu reduzieren) wurde
von Yoshikawa et al. ein Verfahren vorgeschlagen, das die Erzeugung
der Kontaktlöcher,
eine BF2-Ionenimplantation in das Substrat
mit einer Dosis von 1 × 1015 Molekülen/cm2 und dann eine Aktivierung der p+-Störstellen
durch eine Kurzzeittemperung (RTA) für 10 sec oder länger bei
einer Temperatur von 800°C
oder höher
beinhaltet, um den Kontaktwiderstand im p+-Kontaktgebiet
herabzusetzen (siehe Semiconductor World, November 1989, S. 36 bis
38). Diese Vorgehensweise ist jedoch unbefriedigend, da ein zusätzlicher,
zweischrittiger Prozess (Ionenimplantation und Aktivierung) anzufügen ist,
was den Metallverdrahtungsvorgang aufwendiger macht, so dass sich
der Durchsatz an Halbleiterbauelementen verringern kann.
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In
der Offenlegungsschrift
EP
0 443 296 A1 ist ein Verfahren zur Rückseitenmetallisierung eines
Halbleitersubstrats durch Abscheiden mehrerer Metallschichten nach
einer Ionenimplantationsdotierung zwecks Amorphisierung der Substratoberfläche offenbart,
bei dem eine oder mehrere Metallschichtlagen aufgebracht werden
und dann ein Tempervorgang in einem Vakuum oder einer Inertgasatmosphäre bei einer
Temperatur deutlich unterhalb von 500°C für eine Zeitspanne von deutlich
weniger als 60 Minuten ausgeführt
wird, z.B. bei höchstens
etwa 400°C
für ca.
30 Minuten. Die erste Metallschichtlage ist beispielsweise eine
Titanschichtlage, auf die z.B. eine Nickelschichtlage und eine Goldschichtlage
folgen.
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In
der Offenlegungsschrift
EP
0 477 990 A2 ist ein Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften
einer dünnen
Schicht auf einem Substrat offenbart, bei dem die dünne Schicht
in einem Vakuum auf dem Substrat abgeschieden und ohne Vakuumunterbrechung
bei einer erhöhten
Temperatur von z.B. 450°C
getempert wird. Die dünne
Schicht besteht z.B. aus Titannitrid, Titan-Wolfram oder Tantalnitrid. Auf die dünne Schicht kann
z.B. ein Aluminiumfilm aufgebracht werden, der dann in einem Vakuum
getempert wird.
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In
der Offenlegungsschrift JP 04-067622 A ist ein Halbleiterbauelement-Herstellungsverfahren
beschrieben, bei dem auf ein Siliciumsubstrat mit störstellendiffundiertem
Bereich eine PSG-Isolationsschicht mit darin gebildetem Kontaktloch
aufgebracht wird. Darauf wird eine Titannitridschicht aufgebracht
und einem Vakuumaufheizprozess bei 400°C für 3 Minuten zwecks Stickstoffausgasung
unterzogen. Dann wird auf der so behandelten Titannitridschicht
eine Aluminiumschicht aufgebracht. Aufgrund des Stickstoffausgasungsprozesses
soll eine Nitridbeimischung zu der Aluminiumschicht während deren
Bildung vermieden werden.
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Der
Erfindung lieg als technisches Problem die Bereitstellung eines
Verfahrens zur Herstellung einer Verdrahtung in einem Halbleiterbauelement
zugrunde, welches, insbesondere für Kontaktlöcher mit hohem Seitenverhältnis, zu
einem geringen Kontaktwiderstand zwischen dem unter der Diffusionsbarrierenschicht
gelegenen Halbleitersubstrat und der auf der Diffusionsbarrierenschicht
liegenden Metallverdrahtungsschicht führt.
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Dieses
Problem wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
Nach dem Aufbringen einer ersten Diffusionsbarrierenschicht findet
hierbei eine Wärmebehandlung
für eine
vorbestimmte Zeitdauer in einem Vakuum statt. An diese Wärmebehandlung
schließt
sich die Bildung einer zweiten Diffusionsbarrierenschicht an, woran
sich ggf. der oben erwähnte, übliche Temperprozess
anschließen
kann, bevor dann die Metallverdrahtungsschicht aufgebracht wird.
Es stellt sich heraus, dass der Kontaktwiderstand für die Metallverdrahtungsschicht
gegenüber
den bekannten Verfahren, die den Wärmebehandlungsschritt unter
Vakuumbedingungen nicht enthalten, beträchtlich reduziert ist. Dies
verbessert auch die Gleichmäßigkeit
der Kontaktwiderstandswerte für
die verschiedenen, über
den Halbleiterwafer verteilt angeordneten Kontaktlöcher, woraus
sich eine höhere
Betriebsgeschwindigkeit des Halbleiterbauelements ergibt.
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Günstige Bereiche
der Parameter für
den Wärmebehandlungsschritt
sind im Anspruch 2 angegeben. Bevorzugt ist hierbei eine Wärmebehandlung
zwischen 5 Minuten und 1 Stunde bei 550°C oder zwischen 2 Minuten und
5 Minuten bei 625°C.
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In
den übrigen
Unteransprüchen
sind weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung angegeben.
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Nachfolgend
beschriebene erfindungsgemäße und nicht
erfindungsgemäße Verfahren
sowie das zu deren besserem Verständnis oben erläuterte Verfahren
sind in den Zeichnungen dargestellt.
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Es
zeigen:
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1 und 2 Querschnitte
durch ein Halbleiterbauelement, das mit einer nach einem nicht erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten Verdrahtung versehen wird,
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3 bis 6 Querschnitte
durch ein Halbleiterbauelement, das mit einer nach einem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten Verdrahtung versehen wird und
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7 bis 10 Querschnitte
durch ein Halbleiterbauelement, das mit einer nach einem konventionellen
Verfahren hergestellten Verdrahtung versehen wird.
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Die
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele
werden nachfolgend im einzelnen anhand der 3 bis 6 beschrieben,
wobei zum besseren Verständnis
auch noch ein nicht erfindungsgemäßes Beispiel anhand der 1 und 2 erläutert wird.
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Beispiel 1
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Ein
nicht erfindungsgemäßes Beispiel
eines Verfahrens zur Erzeugung einer Verdrahtung in einem Halbleiterbauelement
wird anhand der 1 und 2 erläutert.
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1 veranschaulicht
einen Schritt zur Bildung von Kontaktlöchern und einer Diffusionsbarrierenschicht.
Hierfür
wird zunächst
nach der Bildung einer Feldoxidschicht (33) auf dem Halbleitersubstrat
(31) zur Festlegung eines aktiven Bereiches und eines Isolationsbereiches
eine thermische Oxidschicht (35) in einer Dicke von ungefähr 50nm
durch thermische Oxidation erzeugt. Als nächstes erfolgt eine Ionenimplantation
in üblicher
Vorgehensweise, um n+- und p+-Störstellen
zu implantieren. Danach wird die resultierende Struktur ganzflächig getempert,
um die ionenimplantierten Störstellen
zu aktivieren, so daß sich
die n+- und p+-störstellendotierten
Gebiete (37 und 37')
bilden.
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Anschließend wird
unter Verwendung von Borphosphorglas (BPSG) eine isolierende Zwischenschicht (39)
ganzflächig
auf die resultierende Struktur in einer Dicke von ungefähr 1050nm
aufgebracht und dann auf der isolierenden Zwischenschicht (39)
ein (nicht gezeigtes) Fotolackmuster zur Erzeugung der Kontaktlöcher gebildet.
Die resultierende Struktur wird in eine Tiefe von ungefähr 300nm
durch Naßätzen unter
Verwendung eines gepufferten Oxidätzmittels (BOE) geätzt, wonach
die isolierende Zwischenschicht (39) sowie die thermische
Oxidschicht (35) mittels reaktivem Ionenätzen (RIE)
geätzt
werden, bis das Halbleitersubstrat (31) freiliegt, um vier
Kontaktlöcher
(41) mit jeweiligen Maßen
(Breite/Länge)
von 0,45μm/0,55μm, 0,5μm/0,6μm, 0,6μm/0,7μm und 1,0μm/1,0μm zu erzeugen.
Nach dem Ablösen
des Fotolackmusters wird dann eine entstandene natürliche Oxidschicht
unter Verwendung von heißer
Schwefelsäure
und verdünnter
Flußsäure (HF)
entfernt.
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Anschließend wird
ganzflächig
auf die resultierende Struktur, d.h. auf der Innenseite der Kontaktlöcher (41),
dem freiliegenden Oberflächenteil
des Halbleitersubstrats (31) und der isolierenden Zwischenschicht (39),
eine aus Titan bestehende Diffusionsbarrierenschicht (43)
in einer Dicke von ungefähr
30nm durch einen konventionelles Sputterverfahren aufgebracht.
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2 veranschaulicht
einen Schritt zur Wärmebehandlung
der Diffusionsbarrierenschicht und zum Aufbringen einer Metallschicht.
Hierzu wird, nachdem der in 1 erhaltene
Halbleiterwafer einer Atmosphärenumgebung
ausgesetzt wurde, der Halbleiterwafer in einer Vakuumkammer gehalten,
deren Druck auf 1,33·10–5 Pa,
eingestellt ist, während
ein Inertgas, z.B. Ar mit einem Druck von 0,53 Pa, in die Kammer
gepumpt wird. Der Halbleiterwafer wird danach für ungefähr 5 Minuten bei einer Temperatur
von 550°C
wärmebehandelt.
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Als
nächstes
wird eine Al-Si-Cu-Legierung ganzflächig auf der resultierenden
Struktur abgeschieden, um auf der Diffusionsbarrierenschicht (43)
eine Metallschicht (45) zu bilden, aus der dann mittels
eines konventionellen Prozesses eine Metallverdrahtungsschicht für das Halbleiterbauelement
gewonnen wird.
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Die
Kontaktlochwiderstände
von solchermaßen
hergestellten Verdrahtungsschichten wurden gemessen, die Resultate
hiervor sind in Tabelle 1 gezeigt. Der Widerstandswert wurde dabei
zwischen zwei Endpunkten einer Kontaktkettenstruktur gemessen. Die
Kontaktkette beinhaltet Metallverbindungsleitungen, das störstellendotierte
Gebiet des Halbleitersubstrats und ohmsche Kontakte. In allen erfindungsgemäßen Beispielen wurde
zur Messung des Kontaktlochwiderstands eine Kontaktkettenstruktur
verwendet, in der 1200 Kontaktlöcher
seriell angeordnet sind.
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Beispiel 2
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Für dieses
Beispiel der Herstellung einer Verdrahtung in einem Halbleiterbauelement
wird das Vorgehen nach Beispiel 1 wiederholt, mit der Ausnahme,
daß die
Wärmebehandlung
für eine
Zeitdauer von 15 Minuten durchgeführt wird.
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Die
Kontaktlochwiderstände
einer solchermaßen
erzielten Verdrahtung wurden wiederum gemessen, und die Resultate
hiervon sind ebenfalls in Tabelle 1 gezeigt.
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Beispiel 3
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Für dieses
Beispiel der Herstellung einer Verdrahtung in einem Halbleiterbauelement
wird die Vorgehensweise nach Beispiel 1 wiederholt, mit der Ausnahme,
daß die
Wärmebehandlung
für eine
Zeitdauer von 30 Minuten durchgeführt wird.
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Die
Kontaktlochwiderstände
einer solchermaßen
erhaltenen Verdrahtung wurden wiederum gemessen, und die Resultate
hiervon sind wiederum in Tabelle 1 gezeigt.
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Beispiel 4
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Bei
diesem Beispiel der Herstellung einer Verdrahtung in einem Halbleiterbauelement
wird das Vorgehen von Beispiel 1 mit folgenden Ausnahmen wiederholt.
Zum einen wird als Diffusionsbarrierenschicht (43) eine
Doppelschicht verwendet, die von einer ersten Diffusionsbarrierenschicht
aus Titan in einer Dicke von ungefähr 30nm und einer zweiten Diffusionsbarrierenschicht
aus Titannitrid in einer Dicke von ungefähr 90nm gebildet ist. Zum anderen
wird die Wärmebehandlung
anschließend
15 Minuten lang durchgeführt,
ohne den Wafer einer Atmosphärenumgebung
auszusetzen.
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Die
Kontaktlochwiderstände
einer solchermaßen
erhaltenen Verdrahtung wurden wiederum gemessen, und die Resultate
hiervon sind ebenfalls in Tabelle 1 gezeigt.
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Kontaktwiderstandswerte
für die
Beispiele 1 bis 4 und das Vergleichsbeispiel 1 in Einheiten von Ohm/Kontaktloch.
Die Werte basieren jeweils auf einer Kontaktkettenstruktur mit 1.200
Kontaktlöchern.
Die Zahlen in Klammern bedeuten eine Standardabweichung über 44 Meßpunkte.
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Vergleichsbeispiel 1
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Hierfür wird zur
Herstellung einer Verdrahtung in einem Halbleiterbauelement die
Vorgehensweise nach Beispiel 1 wiederholt, mit der Ausnahme, daß nach der
Bildung der Diffusionsbarrierenschicht eine Wärmebehandlung bei 450°C in einer
Stickstoffatmosphäre
für 30
Minuten in einem Ofen gemäß dem oben
erwähnten
konventionellen Verfahren durchgeführt wird.
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Die
Kontaktwiderstände
einer solchermaßen
erhaltenen Verdrahtung wurden gemessen, und die Resultate hiervon
sind gleichfalls in Tabelle 1 wiedergegeben.
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Wie
aus Tabelle 1 ersichtlich ist, sind die Kontaktwiderstandswerte
für das
konventionelle Herstellungsverfahren weder sonderlich einheitlich,
noch sonderlich niedrig. Ein größeres Seitenverhältnis und
ein kleinerer Kontaktlochdurchmesser erhöht dort den Kontaktwiderstand
und die Ungleichmäßigkeit.
Im Vergleich dazu werden der Kontaktwiderstandswert bei erfindungsgemäßer Herstellung
der Verdrahtung unabhängig von
der Art der Störstellen
im störstellendotierten
Bereich beträchtlich
verringert und die Gleichmäßigkeit
der Kontaktwiderstandswerte erhöht.
Darüber
hinaus ist in Beispiel 4 zu erkennen, daß, wenn die Wärmebehandlung
nach der Erzeugung der Diffusionsbarrierenschicht anschließend durchgeführt wird,
ohne den Wafer Atmosphärenbedingungen
auszusetzen, ein geringerer Kontaktwiderstand erhalten wird als
in dem Fall, in dem die Diffusionsbarrierenschicht nach ihrer Bildung
der Atmosphäre
ausgesetzt ist.
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Ausführungsbeispiel 1
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Ein
erfindungsgemäßes Beispiel
eines Verfahrens zur Herstellung einer Verdrahtung in einem Halbleiterbauelement
wird anhand der 3 bis 6 erläutert.
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3 zeigt
einen Schritt zur Erzeugung von Kontaktlöchern (61). Nach Bildung
einer Feldoxidschicht (53) und einer thermischen Oxidschicht
(55) auf einem Halbleitersubstrat (51) in derselben
Weise, wie dies zu 1 im Beispiel 1 beschrieben
ist, wird eine Ionenimplantation durchgeführt, um n+-
und p+-Störstellen
in den Oberflächenbereich
der aktiven Gebiete des Halbleitersubstrats (51) zu implantieren.
Anschließend
wird ein Temperprozeß ausgeführt, um
die implantierten n+- und p+-Störstellen
zu aktivieren, so daß n+- und p+-störstellendotierte
Gebiete (57 und 57')
entstehen.
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Als
nächstes
wird ganzflächig
auf die resultierende Struktur Borphosphorglas (BPSG) abgeschieden, um
eine isolierende Zwischenschicht (59) mit einer Dicke von
400nm zu bilden, wonach ein (nicht gezeigtes) Fotolackmuster zur
Erzeugung der Kontaktlöcher
auf der isolierenden Zwischenschicht (59) gebildet wird.
Danach wird ein RIE-Schritt unter Verwendung des Fotolackmusters
als Ätzmaske
durchgeführt,
um die Kontaktlöcher
(61) durch die isolierende Zwischenschicht (59)
hindurch zu erzeugen, wonach das Fotolackmuster abgelöst wird.
Hierbei werden vier Kontaktlöcher
mit den jeweiligen Ausdehnungen (Breite/Länge) wie in Tabelle 1 erzeugt,
d.h. mit 0,45μm/0,55μm, 0,5μm/0,6μm, 0,6μm/0,7μm und 1,0μm/1,0μm.
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4 veranschaulicht
einen Schritt zur Bildung von Abstandshaltern (63) an den
Seitenwänden
der Kontaktlöcher
(61). Hierzu wird nach dem Schritt von 3 ein
Oxid, das eine gute Stufenbedeckung aufweist, zum Beispiel ein Hochtemperaturoxid
(HTO), ganzflächig
auf die resultierende Struktur aufgebracht, um eine Isolationsschicht
mit einer Dicke von 150nm zu bilden.
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Anschließend wird
die Isolationsschicht durch einen RIE-Prozeß anisotrop geätzt, so
daß sich
an den Seitenwänden
der Kontaktlöcher
(61) Oxidschicht-Abstandshalter (63) bilden. Auf
diese Weise wird die Ausdehnung der Kontaktlöcher (61) in jeder
Richtung um 0,3μm
verringert, so daß Kontaktlöcher mit
jeweiligen Abmessungen von 0,15μm/0,25μm, 0,2μm/0,3μm, 0,3μm/0,4μm und 0,7μm/0,7μm entstehen.
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5 veranschaulicht
einen Schritt zur Bildung und Wärmebehandlung
einer ersten Diffusionsbarrierenschicht (65). Hierbei wird
in derselben Weise wie im Beispiel 1 ganzflächig auf der resultierenden
Struktur, d.h. auf dem freiliegenden Oberflächenteil des Halbleitersubstrats
(51), auf den Abstandshaltern (63) und auf der
isolierenden Zwischenschicht (59), Titan durch einen Sputterprozeß abgeschieden,
wodurch die erste Diffusionsbarrierenschicht (65) mit einer
Dicke von ungefähr
20nm bis 30nm entsteht. Als nächstes
wird, nachdem der auf diese Weise erhaltene Halbleiterwafer der
Atmosphäre
ausgesetzt und dann in eine Vakuumkammer mit einem Druck von 1,33·10–5 Pa
gebracht wurde, ein Inertgas, z.B. Ar, in die Kammer geleitet, bis
ein Druck von 4mTorr erreicht wird, woraufhin der Wafer für zwei Minuten
bei 600°C
wärmebehandelt
wird.
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6 veranschaulicht
einen Schritt zur Bildung und Wärmebehandlung
einer zweiten Diffusionsbarrierenschicht (67) sowie zur
Bildung einer Metallverdrahtungsschicht (69). Hierzu wird
nach dem Schritt von 9 zunächst Titannitrid auf der ersten
Diffusionsbarrierenschicht (65) abgeschieden, um die zweite
Diffusionsbarrierenschicht (67) mit einer Dicke von ungefähr 20nm
bis 30nm zu bilden. Danach wird der Halbleiterwafer in derselben
Weise wie im Vergleichsbeispiel 1 in einem Ofen in einer Stickstoffatmosphäre 30 Minuten lang
bei 450°C
wärmebehandelt.
Dann wird eine Al-Si-Cu-Legierung ganzflächig auf der resultierenden
Struktur in derselben Weise wie im Beispiel 1 zur Bildung der Metallverdrahtungsschicht
(69) abgeschieden, die dann nach einer konventionellen
Vorgehensweise strukturiert wird, um eine Verdrahtung in dem Halbleiterbauelement
zu erhalten.
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Die
Kontaktlochwiderstände
von solchermaßen
erhaltenen Verdrahtungsschichten wurden gemessen, und die Resultate
hiervon sind in Tabelle 2 dargestellt.
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Ausführungsbeispiel 2
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Bei
diesem Beispiel zur Herstellung einer Verdrahtung in einem Halbleiterbauelement
wird die Vorgehensweise von Ausführungsbeispiel
1 wiederholt, mit der Ausnahme, daß die Wärmebehandlung der ersten Diffusionsbarrierenschicht
(65) bei einer Temperatur von 625°C durchgeführt wird.
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Die
Kontaktlochwiderstände
von solchermaßen
erhaltenen Verdrahtungsschichten wurden wiederum gemessen, und die
diesbezüglichen
Resultate sind ebenfalls in Tabelle 2 dargestellt.
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Vergleichsbeispiel 2
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Bei
diesem Beispiel zur Herstellung einer Verdrahtung in einem Halbleiterbauelement
wird die Vorgehensweise von Beispiel 5 wiederholt, mit der Ausnahme,
daß nach
Bildung der ersten und der zweiten Diffusionsbarrierenschicht (65, 67)
ein Wärmebehandlungsprozeß nach einem
konventionellen Vorgehen in einer Stickstoffatmosphäre für 30 Minuten
bei 450°C
durchgeführt
wird.
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Die
Kontaktlochwiderstände
von solchermaßen
erhaltenen Verdrahtungsschichten wurden wiederum gemessen, und die
Resultate hiervon sind ebenfalls in Tabelle 2 dargestellt.
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Kontaktwiderstandswerte
für die
Beispiele 5 und 6 sowie das Vergleichsbeispiel 2 in Einheiten von Ohm/Kontaktloch.
Die Werte basieren jeweils auf einer Kontaktkettenstruktur mit 1.200
Kontaktlöchern.
Die Zahlen in Klammern bedeuten eine Standardabweichung über 44 Meßpunkte.
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Wie
aus Tabelle 2 ersichtlich ist, wird der Kontaktlochwiderstand analog
zu den Beispielen 1 bis 4 auch bei diesen erfindungsgemäßen Verfahrensvarianten
zur Herstellung einer Verdrahtung in einem Halbleiterbauelement
im Vergleich zur konventionellen Vorgehensweise beträchtlich
verringert.
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Es
ist zudem festzustellen, daß der
Widerstandswert der Kontaktlöcher
in diesen Beispielen wegen der erfindungsgemäßen Art der Wärmebehandlung
beträchtlich
reduziert wird, und zwar in stärkerem
Maße am
p+-störstellendotierten
Gebiet (57')
als am n+-störstellendotierten Gebiet (57).
Auch wenn die Temperatur im Wärmebehandlungsschritt
auf 650°C
erhöht
wurde, wurden vergleichbare Widerstandswerte wie in den Beispielen
5 und 6 erhalten.
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Während die
Erfindung unter Bezugnahme auf spezielle Ausführungsbeispiele genauer erläutert wurde,
ist es klar, daß der
Fachmann verschiedene Änderungen
und Modifikationen hiervon vornehmen kann, ohne den Umfang der Erfindung
zu verlassen, wie er sich aus den beigefügten Patentansprüchen unter
Berücksichtigung
der Beschreibung ergibt.