DE4329059A1 - Schneidvorrichtung für Kunststoffbahnen - Google Patents
Schneidvorrichtung für KunststoffbahnenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrich
tung, die eine Warenbahn aus Kunststoff in Kunststoffäden
schneidet, die ihrerseits nachfolgend zur Herstellung von
Düngemittelsäcken verwebt werden.
Düngemittelsäcke werden aus Kunststoffäden gewoben. Bei
einer herkömmlichen Vorrichtung zum Schneiden von plastischen
Warenbahnen zur Herstellung von Kunststoffäden sind die
Schneidkanten der Messer feststehend angeordnet, so daß nach
einem gewissen Zeitraum der Winkel der Schneiden nachjustiert
werden muß. Wenn die Schneiden vollständig stumpf werden,
müssen zur gleichen Zeit alle Messer gegen neue ausgetauscht
werden. Da jedoch die Schneiden während des Betrieb fixiert
sind, ist die Lebensdauer der Klingen relativ kurz. Darüber
hinaus übt die Kraft, die zum Ziehen der Kunststoffbahn er
forderlich ist, auf die Schneiden einen erheblichen Ver
schleiß aus, wodurch Kunststoffäden schlechter Qualität er
zeugt werden, wenn die Schneiden nicht rechtzeitig nachge
stellt werden. Weiterhin sind das Auswechseln der Klingen
bzw. Messer und die nachfolgend erforderliche Einstellung des
Winkels der Schneiden zeitaufwendig und mühsam.
Bei einer anderen bekannten Vorrichtung zum Schneiden
von Kunststoffbahnen sind eine Vielzahl von Schneidklingen
bzw. Messersätzen in Reihe auf einer festmontierten Stange
angebracht, und jeder Schneidmessersatz umfaßt eine Vielzahl
von radial ausgerichteten Klingen. Wenn eine der Klingen
stumpf wird, wird die Stange um einen Winkel gedreht, um eine
andere Klinge zu benutzen, und sämtliche Klingen werden
gleichzeitig ausgetauscht, wenn alle stumpf geworden sind.
Eine solche Vorrichtung weist jedoch ebenfalls keine lange
Lebensdauer auf, weil die Schneidkanten während des Betriebs
fixiert sind, wohingegen die Probleme des Auswechselns und
der Einjustierung nach wie vor bestehen.
Deshalb besteht seit langem ein unerfülltes Bedürfnis
hinsichtlich einer verbesserten Schneidvorrichtung, um die
oben geschilderten Probleme zu vermeiden, zumindest jedoch zu
verringern.
Eine Vorrichtung zum Schneiden einer Kunststoffbahn ent
sprechend der vorliegenden Erfindung umfaßt eine rotierbare
Stange und eine Vielzahl von kreisförmigen Messern, die
gleich beabstandet und fest an der Welle angebracht sind, um
mit ihr zusammen zu rotieren. Jedes Messer hat eine auf sei
nem umlaufenden Rand angeordnete Schneide. Auf der drehbaren
Welle sind Distanzscheiben angeordnet, um die Kreismesser in
einer solchen Weise zu halten, daß die Anzahl der Messer und
die Breite der zu schneidenden Kunststoffäden variiert werden
kann durch Änderung der Breite der Distanzscheiben. Die Le
bensdauer der Messer entsprechend der vorliegenden Konzeption
ist entsprechend größer als die der herkömmlich unbeweglichen
Schneidklingen. Ein weiterer Vorteil der rotierenden Messer
besteht darin, daß keine Justierung erforderlich ist. Um
einen noch besseren Schneideffekt zu erzielen, kann eine hin-
und hergehende Vorrichtung vorgesehen sein, um die rotierbare
Welle in derjenigen Richtung hin- und herzubewegen, längs der
sich die Kunststoffbahn bewegt.
Weitere Ziele und Vorteile sowie neue Merkmale der Er
findung werden aus der nachfolgenden, detaillierten Beschrei
bung noch deutlicher im Zusammenhang mit den Zeichnungen.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Schneidvorrichtung
für Warenbahnen aus Kunststoff entsprechend der vor
liegenden Erfindung;
Fig. 2 eine Frontansicht der Schneidvorrichtung in Verbindung
mit einem Untersetzungsgetriebemotor;
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht der Schneidvorrichtung
in Verbindung mit einem Ultraschallvibrator;
Fig. 4 eine Frontansicht der Schneidvorrichtung in Verbindung
mit einem Ultraschallvibrator;
Fig. 5 eine schematische Seitenansicht der Schneidvorrichtung
mit einem Exzentervibrationsmotor;
Fig. 6 eine Frontansicht der Schneidvorrichtung in Verbindung
mit einem Exzentervibrationsmotor;
Fig. 7 eine schematische Darstellung einer Maschine zur Her
stellung von Kunststoffäden;
Fig. 8 eine schematische Ansicht zur Darstellung einer
Schneidvorrichtung für Kunststoffäden nach einem
ersten Stand der Technik; und
Fig. 9 eine andere schematische Darstellung zur Illustration
einer anderen Schneidvorrichtung für Kunststoffäden
entsprechend einem anderen Stand der Technik.
Zum besseren Verständnis des Hintergrundes der Erfin
dung, wird zuerst Bezug genommen auf Fig. 7, in der eine Ma
schine 50 zur Herstellung von Kunststoffäden gezeigt ist. Das
Rohmaterial (Kunststoffsplitter, -späne bzw. Granulat) wird
aus einem Vorratsbehälter 51 einer nicht bezeichneten Heiz
einrichtung zugeführt und nach dem Erhitzen flüssig. Das
flüssige Material wird von einer Schnecke (ebenfalls nicht
bezeichnet) in eine Form 52 gefördert, wo das flüssige Mate
rial eine Warenbahn ausbildet, welche beim Hindurchführen
durch eine Kühlwanne 53 gekühlt wird. Die abgekühlte Waren
bahn wird mit Hilfe einer Schneidvorrichtung 54 in eine Viel
zahl von Reihen von Kunststoffäden geschnitten, die über Wal
zen 55 zu korrespondierenden Spulen geführt werden, auf die
die Kunststoffäden aufgewickelt werden. Die Kunststoffäden
werden anschließend zur Herstellung von Düngemittelsäcken
verwoben.
Fig. 8 zeigt eine herkömmliche Vorrichtung zum Schneiden
der Kunststoffbahnen. Die Vorrichtung umfaßt eine Stange 60
und eine Vielzahl von Klingen 61, die in Richtung der
Längsachse der Stange 60 voneinander beabstandet angeordnet
sind mit ihren Schneidkanten der Kunststoffbahn 70 zugewandt,
die, wenn sie von den Walzen 55 gezogen wird, in eine Viel
zahl von in Reihe angeordneten Plastikfäden geschnitten wird.
Nach einer gewissen Zeitspanne werden die Winkel der Klingen
61 mittels einer Schneckengetriebeanordnung 62 nachgestellt,
da einzelne Bereiche der Schneidkanten nicht mehr scharf
sind. Wenn die Schneiden vollständig unscharf werden, werden
alle Klingen 61 gleichzeitig gegen neue ausgetauscht. Während
des Betriebs werden die Schneidkanten stationär, d. h. unver
rückbar gehalten, was die Lebensdauer der Klingen 61 ver
kürzt. Darüber hinaus kann die Kraft, die zum Ziehen der
Kunststoffbahn erforderlich ist, erheblichen Verschleiß an
den Schneiden verursachen, so daß Kunststoffäden schlechter
Qualität erzeugt werden, wenn die Schneiden nicht rechtzeitig
nachjustiert werden. Darüber hinaus ist das Auswechseln der
Klingen 61 und die nachfolgende Einstellung des Winkels ihrer
Schneiden zeitaufwendig und mühsam.
Fig. 9 zeigt eine Vorrichtung entsprechend einem anderen
Stand der Technik zum Schneiden von Kunststoffbahnen, die
eine Vielzahl von Schneidelementsätzen trägt, die mit Abstand
voneinander in Längsrichtung der Achse einer ortsfesten
Stange 80 angeordnet sind. Jeder Schneidmessersatz umfaßt
eine Vielzahl von radial ausgerichteten Klingen 81. Wenn eine
der Klingen 81 unscharf wird, wird die Stange 80 um einen
Winkel verdreht, um eine andere Klinge 81 in Gebrauch zu neh
men, und alle Klingen 81 werden zugleich ausgetauscht, wenn
sämtliche stumpf geworden sind. Jedoch ist auch eine derar
tige Vorrichtung noch nicht hinreichend dauerhaft, weil die
Schneiden während des Betriebs feststehend angeordnet sind,
während die Probleme des Austauschs und der Nach- bzw. Wie
dereinstellung nach wie vor bestehen.
Unter Bezugnahme nunmehr auf Fig. 1 umfaßt die vorlie
gende Erfindung zum Schneiden von Kunststoffbahnen eine ver
besserte Vorrichtung, die eine Welle 20 umfaßt und eine Viel
zahl von Kreismessern 10, die gleichmäßig beabstandet und
fest auf Welle 20 montiert sind. Distanzscheiben 21 sind vor
gesehen, um die Messer 10 derart zu halten, daß die Zahl der
Messer und die Breite der zu schneidenden Kunststoffäden
durch Austausch der Distanzscheiben gegen solche anderer
Breite variiert werden können. Die Schneide 11 jedes Schneid
messers 10 ist an dessen Umfangskante vorgesehen.
Mit Bezug auf Fig. 2 ist die Welle an einen Antrieb 30
angeschlossen und von ihm angetrieben, wodurch die Kunst
stoffbahn 40 sanfter und gleichmäßiger von den rotierenden
Messern 10 geschnitten werden kann. Die Lebensdauer der Mes
ser ist entsprechend länger als die herkömmlich fixierter
Schneidklingen. Ein weiterer Vorteil der rotierenden Messer
10 besteht darin, daß keine Ein- und Nachstellung erforder
lich ist. Der Antrieb 30 kann mit konstanter oder variabler
Umfangsgeschwindigkeit rotieren, in Abhängigkeit von den je
weiligen Bedürfnissen. Bei dieser Ausführungsform handelt es
sich bei dem Antrieb 30 um einen Untersetzungsgetriebemotor.
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine andere Ausführungsform der
Erfindung, bei der die Welle 20 von einem Untersetzungsge
triebemotor 221 angetrieben wird, der mit einer Wellenkupp
lung 22 an der Welle 20 angreift. Ein oszillierender Ultra
schallvibrator 31 ist über eine Muffe 311 mit der Welle 20
derart verbunden, daß sich die Welle 20 in Bewegungsrichtung
der Kunststoffbahn 40 hin und her bewegen kann infolge der
oszillierenden Bewegung der vom Vibrator 31 angetriebenen
Muffe 310, wie dies in Fig. 3 mit den Pfeilen angedeutet ist.
Die hin- und hergehenden Bewegungen der Messer gewährleisten
einen besseren Schneideffekt und erzeugen Plastikfäden mit
glatten, geradlinigen und gleichförmigen Kanten.
Die Fig. 5 und 6 zeigen eine weitere Ausgestaltung der
Erfindung, bei der der oszillierende Ultraschallvibrator 31
und seine Muffe 311 durch einen Exzentervibrationsmotor 32
und dessen Muffe 321 ersetzt sind.
Obwohl die Erfindung im Hinblick auf ihre bevorzugte
Ausgestaltung erläutert wurde, können jedoch viele andere
mögliche Ausgestaltungen und Variationen in Frage kommen, ohne
vom Grundgedanken und Umfang der Erfindung abzuweichen, wie
sie nachfolgend beansprucht ist.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Schneiden einer Kunststoffbahn mit
einer rotierbaren Welle und einer Vielzahl von kreisförmigen
Schneidmessern, die in gleichmäßigen Abständen und fest auf
der drehbaren Welle montiert sind und mit ihr umlaufen, wobei
jedes Kreismesser eine an seiner peripheren Kante angeordnete
Schneide aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Messer mittels auf der rotierbaren Welle angeordneten
Distanzscheiben gehalten sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sie ein mit der rotierbaren Welle zusammenwirkendes Glied
umfaßt, das die rotierbare Welle veranlaßt, sich in einer
Richtung hin- und herzubewegen, längs der sich eine Kunst
stoffbahn bewegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934329059 DE4329059A1 (de) | 1993-08-28 | 1993-08-28 | Schneidvorrichtung für Kunststoffbahnen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19934329059 DE4329059A1 (de) | 1993-08-28 | 1993-08-28 | Schneidvorrichtung für Kunststoffbahnen |
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| DE4329059A1 true DE4329059A1 (de) | 1995-03-02 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE4329059A1 (de) |
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