DE4328698A1 - Getriebe an der Aufzugswelle eines Sonnenschutzbehangs - Google Patents
Getriebe an der Aufzugswelle eines SonnenschutzbehangsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Getriebe zur Übertragung von Dreh
momenten in beiden Drehrichtungen von einem rotierend an
treibbaren Antriebsglied auf ein mit der Aufzugswelle eines
Sonnenschutzbehangs, inbesondere einer raffbaren Jalousie
oder eines Raffstores, verbundenes Abtriebsglied.
Bei motorischem Antrieb des Sonnenschutzbehangs ist es be
kannt, bei der Montage am Gebäude die im Einzelfall ge
wünschte obere und untere Endlage anzufahren und durch ein
fache Betätigung eines Einstellorgans am Motor diese Stellung
zu fixieren, so daß sich danach der motorische Antrieb dort
automatisch abschaltet.
Bei Handantrieb, z. B. mittels einer Handkurbel, ist eine
solche Abschaltautomatik nicht möglich. Man sieht statt dessen
eine sog. Spindelsperre vor, die in typischer Ausbildung aus
einer bei Drehung der Aufzugswelle längs eines Gewindeab
schnitts wandernden Mutter besteht, welche bei Erreichen ei
ner Endlage des Behangs gegen einen Anschlag stößt. Der
schlagartige Aufprall der bewegten Massen auf den Anschlag
ist mit einer Belastungsspitze im Antriebsstrang verbunden,
die zum Bruch einzelner Antriebselemente führen kann. Man ist
deshalb gezwungen, das Getriebe in allen drehmomentübertra
genden Teilen wesentlich stärker und entsprechend voluminöser
und teurer auszulegen, als es allein für die Arbeitsfunktion
erforderlich wäre.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Ge
triebe der eingangs genannten Art zu schaffen, welches unab
hängig von der Art des Antriebs für ein automatisches Ab
schalten der Bewegung des Sonnenschutzbehangs in bestimmten
Endstellungen sorgt, ohne daß dabei Belastungsspitzen im An
triebsstrang auftreten.
Vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
das Getriebe eine schaltbare Kupplungseinrichtung aufweist,
durch welche in der oberen und/oder unteren Endstellung des
Behangs die Antriebsverbindung zwischen dem Antriebsglied und
dem Abtriebsglied trennbar ist.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß einerseits eine genaue
Endlageneinstellung möglich ist und ein automatisches Ab
schalten der Bewegung des Behangs in den Endlagen erfolgt,
andererseits bei der Auslegung des Getriebes individuell un
terschiedliche Antriebskräfte und -geschwindigkeiten unbe
rücksichtigt bleiben können, weil mit dem Abkuppeln der Auf
zugswelle vom Getriebeeingang bei Erreichen einer Endlage des
Behangs eine fortwirkende Antriebskraft ins Leere geht. Nach
dem punktgenauen Abkuppeln der Aufzugswelle können die beweg
ten Massen durch eine übliche Bremseinrichtung, z. B. eine
Bremsfeder, die in Aufzugsrichtung durch die Schwerkraft un
terstützt wird, weich abgebremst werden. Da die Belastung der
Getriebeteile auf die beim Aufziehen und Absenken des Behangs
auftretenden Kräfte beschränkt ist, können sie leichter,
kleiner und aus schwächeren Materialien hergestellt werden.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung hat das Getriebe
für jede Drehrichtung einen anderen Drehmomentpfad mit je
weils einer schaltbaren Freilaufkupplung, die in der in der
betreffenden Drehrichtung erreichten Endstellung des Behangs
auskuppelbar ist. Damit werden besonders gute Voraussetzungen
schaffen, weil das Schalten einer Kupplung jeweils nur von
einer einzigen Bedingung, nämlich dem Erreichen einer einzi
gen Endlage, abhängig ist.
Zweckmäßigerweise sind die beiden Freilaufkupplungen mit ent
gegengesetzten Drehmomentübertragungsrichtungen unmittelbar
vor dem Abtriebsglied angeordnet. Eine solche Ausführung ge
stattet Änderungen und unterschiedliche Übersetzungen im vor
gelagerten Teil des Getriebes, ohne daß sich an den schaltba
ren Freilaufkupplungen und der Einstellung der Endlagen des
Behangs etwas zu ändern braucht, weil es für das Auskuppeln
in den Endlagen nur auf den Drehweg des Abtriebsglieds an
kommt.
Die Erfindung beinhaltet auch Lösungen, bei denen die Frei
laufkupplungen durch eine geeignete Steuereinrichtung, welche
das Erreichen der Endlagen des Behangs registriert, z. B.
elektromagnetisch zwangsweise in die Freilaufstellung ge
schaltet werden. Aus Kostengründen vorgezogen wird jedoch ein
mechanischer Steuerungsmechanismus mittels jeweils eines ro
tierend antreibbaren Schaltnockens, der seinen Antrieb von
der Drehbewegung des Abtriebsglieds ableitet, bei der Bewe
gung des Behangs zwischen seinen beiden Endlagen weniger als
eine Umdrehung zurücklegt und jeweils in einer der Endlagen
gegen ein bewegliches, drehmomentübertragendes Teil der zu
geordneten Freilaufkupplung stößt und dieses in eine Neutral
stellung bewegt, so daß die drehmomentübertragende Verbindung
zwischen dem Antriebsglied und dem Abtriebsglied des Getrie
bes unterbrochen wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand
der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Getriebe an
einer Aufzugs- und Wendewelle einer raff
baren Jalousie;
Fig. 2 eine Stirnansicht des Getriebes nach Fig.
1;
Fig. 3 bis 6 Querschnitte durch das Getriebe nach
Schnittlinien A-A, B-B, C-C und D-D in
Fig. 1.
Das in der Zeichnung gezeigte Getriebe sitzt auf einer Auf
zugs- und Wendewelle 10 einer raffbaren Jalousie auf der lin
ken Seite des Behangs. Als Aufzugswelle 10 dient im Ausfüh
rungsbeispiel ein Vierkantrohr, das in bekannter Weise in ei
nem am Gebäude befestigten Jalousie-Gehäuse gelagert ist und
ggf. auch das Getriebe nach Fig. 1 tragen kann. Letzteres
braucht in diesem Fall dann nur noch durch Verbindung mit dem
Jalousie-Gehäuse gegen Drehung und axiale Verschiebung gehal
ten zu werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Auf
zugswelle 10 teilweise über das Getriebe am Gebäude zu la
gern. Außerdem kann die Aufzugswelle 10 selbstverständlich
auch eine runde Stange sein, an der die drehfest zu verbin
denden Teile z. B. durch eine Feder-Nut-Verbindung oder einen
Querstift festgelegt werden.
Das Getriebe nach Fig. 1 hat ein aus einem Gehäuseoberteil
12, einem Gehäuseunterteil 13 und einem Gehäuseboden 14 be
stehendes Gehäuse, an dessen linker Seite mit radialer Aus
richtung zur Aufzugswelle 10 ein Kegelritzel 16 drehbar gela
gert und mittels einer Paßscheibe 18 axial abgestützt ist.
Das Kegelritzel 16 ist mit einer zentralen Bohrung mit qua
dratischem Querschnitt versehen, in die von außen das als
Vierkant ausgebildete obere Ende einer Handkurbel eingeführt
werden kann, die dazu benutzt wird, durch Drehung des Kegel
ritzels 16 entgegen dem Uhrzeigersinn auch die Aufzugswelle
10, mit Blickrichtung von links nach rechts, entgegen dem
Uhrzeigersinn in Aufzugsrichtung zu drehen oder, bei umge
kehrter Drehrichtung, den Lamellenbehang der Jalousie abzu
senken.
Das Kegelritzel 16 steht mit einem im Getriebegehäuse um die
Mittellängsachse der Aufzugswelle 10 drehbar gelagerten Ke
gelrad 20 in Kämmeingriff. Wie aus Fig. 3 hervorgeht, hat die
Nabe des Kegelrads 20 eine zylindrische Bohrung, mit der sie
drehbar auf der Aufzugswelle 10 sitzt, also kein Drehmoment
auf diese überträgt. Da das Kegelrad 20 das letzte Getriebe
glied ist, welches Eingangsdrehmomente in beiden Drehrichtun
gen überträgt, wird es im Sinne der Erfindung als Antriebs
glied des Getriebes bezeichnet. Es kann je nach dem gewählten
Übersetzungsverhältnis der Kegelräder 16, 20 mit der Ein
gangsdrehzahl oder einer anderen Drehgeschwindigkeit rotie
ren.
Mit Bezug auf Fig. 1 greift das Kegelrad 20 auf der rechten
Seite in das Kegelritzel 16 ein. Das Getriebegehäuse 12, 14
bietet auf seiner linken Seite jedoch genügend Raum, um die
Nabe des Kegelrads 20 weiter nach links zu verlängern und die
Zähne des Kegelrads 20 auf der linken Seite, unmittelbar ne
ben der linken Endwand des Getriebegehäuses, in das Kegelrit
zel 16 eingreifen zu lassen. In dieser letztgenannten Ausfüh
rung kommt das Getriebe zur Anwendung, wenn es auf der rech
ten Seite eines Lamellenbehangs angebracht werden muß. Man
kann also für beide Einbausituationen grundsätzlich dasselbe
Getriebe, lediglich mit unterschiedlichen Kegelrädern 20,
verwenden.
Auf der Nabe des Kegelrads 20 ist über einen Freilauf 22 ein
erstes zentrales Zahnrad 24, ein Stirnrad, drehbar gelagert.
Infolge des Freilaufs erfolgt eine Mitnahme des Zahnrads 24
durch das Kegelrad 20 nur in einer Drehrichtung. Gemäß Fig.
3 besteht im Ausführungsbeispiel der Freilauf 22 aus drei
gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordneten, schwenkbar
an einem Käfig 21 gelagerten Wippen 23, die jeweils mit einer
Rolle 25 zusammenwirken. Jede Rolle ist in einer flachen,
sich in Umfangsrichtung unter der Wippe 23 erstreckenden
Einsenkung in der Umfangsfläche des Kegelrads 20 geführt. Die
Rolle 25 kann unter dem Drehpunkt der Wippe 23 durchrollen
und in der einen Endstellung an dem einen Ende der Einsenkung
das dort befindliche Ende der Wippe 23 radial nach außen füh
ren und in der anderen Endstellung das andere Ende der Wippe.
Die jeweils in Uhrzeigerrichtung weisenden Enden der Wippen
23 sind radial nach außen gebogen und können, wenn die Wippen
23 durch die Rollen 25 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt
sind, mit Einsenkungen in der inneren Umfangsfläche des Zahn
rads 24 in Eingriff kommen.
Wenn das Kegelrad 20 im Uhrzeigersinn angetrieben wird, be
wegen sich die Rollen 25 an das in Drehrichtung hintere Ende
der Einsenkungen in der Umfangsfläche des Kegelrads 20. Da
durch werden die Wippen 23 in Uhrzeigerrichtung, d. h. in
ihre Neutralstellung verschwenkt, in welcher sie nicht in
Eingriff mit dem Zahnrad 24 kommen können. Die Antriebsrich
tung des Kegelrads 20 im Uhrzeigersinn ist also die Freilauf
richtung, wie durch einen Pfeil "F" in Fig. 3 angedeutet.
Wird hingegen das Kegelrad 20 entgegen dem Uhrzeigersinn
angetrieben, bewegen sich die Rollen 25 an das in Uhrzeiger
richtung vordere Ende der flachen Einsenkungen in der Um
fangsfläche des Kegelrads 20 und lenken dadurch die radial
nach außen gebogenen Enden der Wippen 23 in die Einsenkungen
in der inneren Umfangsfläche des Zahnrads 24. Es erfolgt da
her eine Mitnahme des Zahnrads 24 entgegen dem Uhrzeigersinn,
wie durch einen Pfeil "M" in Fig. 3 angezeigt.
Der in Fig. 3 gezeigte Freilauf hat die Eigenschaft, daß er
sich auch dann im Trennzustand befindet, wenn das Kegelrad 20
im Uhrzeigersinn angetrieben wird und das Zahnrad 24 mit kur
zer Verzögerung beginnt, das Kegelrad 20 in gleicher Dreh
richtung zu überholen. Dann ergibt sich zwar dieselbe re
lative Drehbewegung zwischen den beiden Teilen 20 und 24 wie
beim Antrieb des Kegelrads entgegen der Uhrzeigerrichtung,
aber bei dem genannten Überholvorgang nehmen die Wippen 23
bereits ihre Neutralstellung ein, so daß die Teile 20 und 24
ungekuppelt bleiben.
In dem Gehäuseoberteil 12 und dem Gehäuseunterteil 13 sind
nach Art eines Planetenradsatzes mit gleichmäßiger Verteilung
über den Umfang und mit gleichem Abstand von der Mittellängs
achse der Aufzugswelle 10 um zu dieser parallele Achsen 26
drei Zahnradpaare drehbar gelagert, die jeweils aus einem mit
dem ersten zentralen Zahnrad 24 kämmenden, größeren, ersten
Nebenrad 28 und einem einstückig mit diesem ausgebildeten,
kleineren, zweiten Nebenrad 30 bestehen, welches mit einem
zweiten zentralen Zahnrad 32, ebenfalls einem Stirnrad,
kämmt, das frei drehbar auf der Nabe des Kegelrads 20 und im
Getriebegehäuse gelagert ist. In der Nabe des Zahnrads 32 ist
eine stirnseitig formschlüssig und daher drehfest mit dem Ke
gelrad 20 verbundene Büchse 34 mit gleicher Bohrung wie die
ses gelagert. Das erste zentrale Zahnrad 24 wird einerseits
durch eine Schulter an der Nabe des Kegelrads 20 und anderer
seits durch einen in diese eingesetzten Sprengring 36 axial
gehalten und das zweite zentrale Zahnrad 32 zwischen dem
Sprengring 36 und einer Schulter an der Büchse 34.
Der aus den beiden zentralen Zahnrädern 24 und 32 sowie den
mit diesen in Kämmeingriff stehenden Nebenrädern 28 und 30
bestehende Getriebeteil bildet eine Drehmoment-Übersetzungs
stufe in dem hinter dem Freilauf 22 liegenden Drehmomentpfad
des Getriebes. Die Drehmoment-Übersetzungsstufe wird nur
wirksam, wenn das Kegelritzel 16 und das Kegelrad 20 (mit Be
zug auf Fig. 3) entgegen dem Uhrzeigersinn, also in Mitnahme
richtung des Freilaufs 22, angetrieben werden. Das ist dieje
nige Drehrichtung, in welcher der Sonnenschutzbehang aufgezo
gen wird. Bei entgegengesetzter Drehrichtung des Kegelrads
20, d. h. mit Bezug auf Fig. 3 im Uhrzeigersinn, findet kein
Eingriff der Wippen 23 des Freilaufs 22 in die Einsenkungen
in der inneren Umfangsfläche des Zahnrads 24 statt, so daß
das Drehmoment des Kegelrads 20 nur auf die drehfest mit ihm
verbundene Büchse 34 übertragen wird. Bei gleicher Drehzahl
des Kegelrads 20 in beiden Drehrichtungen rotiert die Büchse
34 mit größerer Drehgeschwindigkeit als das zweite zentrale
Zahnrad 32, weil dieses nur mit der niedrigeren Ausgangsdreh
zahl der Drehmoment-Übersetzungsstufe 24, 28, 30, 32 ange
trieben wird. Dafür kann von der Nabe des zweiten zentralen
Zahnrads 32 ein entsprechend dem Drehzahlverhältnis höheres
Drehmoment abgenommen werden. Die Belastung der Nebenräder
28, 30 bleibt gering, weil auf jedes Nebenrad nur ein Drittel
des gesamten Drehmoments entfällt. Die planetenradartige An
ordnung hat den weiteren Vorteil, daß die Zahnräder 24 und 32
von den sie umgebenden Nebenradpaaren 28, 30 zentriert wer
den.
Auf der Nabe des abtriebsseitigen zentralen Zahnrads 32 und
auf der sich bis über deren rechtes axiales Ende hinaus er
streckenden Büchse 34 sitzt ein Kupplungsteil 38 eines insge
samt mit 40 bezeichneten Abtriebsglieds 40, das außerdem auf
einer Formschlußbüchse 42 gelagert und über diese drehmoment
übertragend mit der Aufzugswelle 10 verbunden ist. Die dreh
momentübertragende Verbindung zwischen der Nabe des Zahnrads
32 und dem Abtriebsglied 40 erfolgt über eine erste Freilauf
kupplung 44, die in Fig. 4 im Querschnitt dargestellt ist,
während die Drehmomentübertragung von der Büchse 34, die auch
einstückig mit dem Kegelrad 20 hergestellt sein könnte, auf
das Antriebsglied 40 über eine in Fig. 5 im Querschnitt ge
zeigte Freilaufkupplung 46 erfolgt. Die beiden Freilaufkupp
lungen 44, 46 haben denselben Aufbau, wirken aber in ent
gegengesetzten Drehrichtungen mitnehmend, wie ein Vergleich
der in Fig. 4 und 5 eingetragenen Pfeile F (Freilauf) und M
(Mitnahme) zeigt.
Die Freilaufkupplung 44 besteht aus einem Klemmsegment 48,
das mit seiner radial inneren Fläche auf der äußeren Umfangs
fläche der Nabe des abtriebsseitigen zentralen Zahnrads 32
reibend gleitet und in einer stirnseitigen Aussparung 50 des
im wesentlichen stirnradförmigen Kupplungsteils 38 des Ab
triebsglieds 40 aufgenommen ist. Die radiale Höhe der Ausspa
rung 50 verringert sich in Umfangsrichtung mit Bezug auf Fig.
4 entgegen dem Uhrzeigersinn, und das Klemmsegment 48 ist an
seiner radial äußeren Fläche so geformt, daß es sich in dem
sich radial verengenden Bereich der Aussparung 50 zwischen
dem Kupplungsteil 38 und der Nabe des Zahnrads 32 verkeilt
und so eine drehfeste Verbindung zwischen diesen beiden Tei
len herstellt. Eine zwischen dem Klemmsegment 48 und einer
Schulter am Kupplungsteil 38 eingespannte Druckfeder 52 hat
das Bestreben, das Klemmsegment 48 zu dem sich verengenden
Ende der Aussparung 50 hin und damit in die Klemm- und Mit
nahmestellung zu bewegen. Wird hingegen das Klemmsegment 48
gegen die Kraft der Feder 52 mit Bezug auf die Aussparung 50
im Uhrzeigersinn zu deren radial erweiterten Ende hin bewegt,
wird die Verkeilung zwischen der Zahnradnabe 32 und dem Kupp
lungsteil 38 aufgehoben, so daß sich diese beiden Teile rela
tiv zueinander in beiden Drehrichtungen frei drehen können.
Entsprechendes gilt auch für die Freilaufkupplung 46, welche
gemäß Fig. 5 ein Klemmsegment 54 und eine Druckfeder 56 auf
weist, die in einer stirnseitigen Aussparung 58 auf der ande
ren Seite des Kupplungsteils 38 aufgenommen sind. In diesem
Fall verengt sich die Aussparung 58 in Umfangsrichtung im
Uhrzeigersinn, und das Klemmsegment 54 liegt mit seiner ra
dial inneren Seite reibend an der äußeren Umfangsfläche der
drehfest mit dem Kegelrad 20 verbundenen Büchse 34 an. Wird
diese mit Bezug auf Fig. 5 im Uhrzeigersinn angetrieben,
nimmt sie das Klemmsegment 54 reibend mit und drängt es in
den radial engeren Bereich der Aussparung 58. Infolge der
dort auftretenden Verkeilung des Klemmsegments 54 zwischen
der Büchse 34 und dem Kupplungsteil 38 wird dann auch dieses
mitgenommen und somit die Aufzugswelle 10 ebenfalls im Uhr
zeigersinn gedreht. Wird dagegen das Klemmsegment 54 mit Be
zug auf Fig. 5 entgegen dem Uhrzeigersinn und der Wirkung der
Feder 56 in den radial weiteren Teil der Aussparung 58 be
wegt, sind die Büchse 34 und das Kupplungsteil 38 nicht mehr
miteinander verklemmt und können relativ zueinander in beiden
Drehrichtungen frei rotieren.
Soweit bisher beschrieben, eignet sich das Getriebe zum Auf
ziehen und Absenken des Sonnenschutzbehangs, unabhängig da
von, wie das Anhalten in den vorbestimmten Endlagen des Be
hangs erfolgt. Beim Aufziehen verläuft der Drehmomentzug über
das entgegen dem Uhrzeigersinn angetriebene Kegelritzel 16,
das Kegelrad 20, den Freilauf 22, das erste zentrale Zahnrad
24, die Nebenräder 28, 30, das zweite zentrale Zahnrad 32 und
die Freilaufkupplung 44 mit dem gemäß Fig. 4 entgegen dem
Uhrzeigersinn mitnehmenden Klemmsegment 48 zum Kupplungsteil
38 des über die Formschlußbüchse 42 mit der Aufzugswelle 10
verbundenen Abtriebsglieds 40. Bei dieser Aufzugsbewegung
dreht zwar auch die Büchse 34 entgegen dem Uhrzeigersinn,
ist jedoch durch die bei dieser Drehrichtung gelöste Frei
laufkupplung 46 vom Abtriebsglied 40 getrennt.
Wenn zum Absenken des Sonnenschutzbehangs das Kegelritzel 16
im Uhrzeigersinn angetrieben wird, verläuft der Drehmomentzug
über das Kegelrad 20, die drehfest mit diesem verbundene
Büchse 34 und die Freilaufkupplung 46 mit dem im Uhrzeiger
sinn mitnehmenden Klemmsegment 54 zum Kupplungsteil 38 des
Abtriebsglied 40. Da hierbei eine direkte drehfeste Verbin
dung zwischen den letztgenannten Teilen besteht, also keine
Drehmomentübersetzung stattfindet, dreht das Abtriebsglied 40
genauso schnell wie das als Antriebsglied dienende Kegelrad
20. In dieser Phase nimmt zwar das Klemmelement 48 das zweite
zentrale Zahnrad 32 und über die Nebenräder 28, 30 auch das
erste zentrale Zahnrad 24 in Uhrzeigerrichtung mit, wobei
letzteres schneller dreht als das Kegelrad 20, der gelöste
Freilauf 22 läßt jedoch diese Relativdrehung zu.
Um die bei bekannten manuellen Antrieben bei Erreichen der
Endlagen des Behangs auftretenden, schlagartigen Lastspitzen
zu vermeiden, sind bei dem als Ausführungsbeispiel beschrie
benen Getriebe Schaltkupplungen vorgesehen, welche in der
Endstellung den jeweils entsprechend der Drehrichtung bis da
hin wirksamen Drehmomentpfad unterbrechen. Es könnten hierzu
z. B. elektromagnetisch schaltbare Kupplungen in beiden Dreh
momentpfaden vorgesehen sein, die durch einen elektrischen
Schaltimpuls gesteuert werden, wenn der Behang in seine un
tere bzw. obere Endstellung gelangt. Daneben bestünde die
Möglichkeit, ebenfalls elektromagnetisch betätigbare Stell
glieder an den Freilaufkupplungen 44 und 46 anzubringen, die
in den Endlagen des Behangs das Klemmsegment 48 bzw. 54 gegen
die Wirkung der Feder 52 bzw. 56 in die Neutralstellung bewe
gen. Vorgezogen wird jedoch eine beispielhaft in der Zeich
nung gezeigte Ausführung, bei der jede der beiden Freilauf
kupplungen 44 und 46 jeweils nach einem bestimmten Drehweg,
auf dem die betreffende Freilaufkupplung Drehmoment überträgt
und an dessen Ende der Behang eine Endlage erreicht hat, me
chanisch ausgeschaltet wird.
Der mechanische Schaltmechanismus der Freilaufkupplung 44
wirkt gemäß Fig. 4 über einen Schaltnocken 60 auf das Klemm
segment 48, um dieses nach Erreichen der oberen Endstellung
des Behangs gegen die Feder 52 im Uhrzeigersinn in die Neu
tralstellung zu bewegen. Danach kann bei weiterer Antriebsbe
wegung des Kegelritzels 16 entgegen dem Uhrzeigersinn zwar
das Zahnrad 32 weiter gedreht werden, aber die drehmoment
übertragende Verbindung über das Klemmsegment 48 auf das Ab
triebsglied 40 ist unterbrochen, so daß dieses stehen bleibt.
Der Schaltnocken 60 ist auf der zum Kupplungsteil 38 weisen
den Seite eines mit Bezug auf Fig. 1 links von diesem drehbar
auf der Nabe des Abtriebsglieds 40 gelagerten Schaltrads 62
an einer Stelle seines Umfangs angebracht. In Fig. 1 ist der
in den Bereich der Freilaufkupplung 44 vorstehende Nocken 60
nur mit dünnen Linien angedeutet. Er bewegt sich bei Drehung
des Schaltrads 62 relativ zum Kupplungsteil 38 längs einer
seitlichen Ringnut 64 in letzterem, die in die Aussparung 50
mündet. Die Drehbewegung des Schaltrads 62 relativ zum Kupp
lungsteil 38 wird durch dessen Drehbewegung erzeugt. Zu die
sem Zweck sind der Kupplungsteil 38 und das Schaltrad 62 als
Stirnräder mit einer Verzahnung am Umfang ausgebildet, in die
ein im Getriebegehäuse um eine zur Mittellängsachse der Auf
zugswelle 10 parallele Achse drehbar gelagertes Schaltritzel
66 eingreift. Da letzteres um eine ortsfeste Achse drehbar
ist, wird es bei Drehung des Kupplungsteils 38 in entgegenge
setzter Richtung in Drehung versetzt und treibt seinerseits
das Schaltrad 62 in der Drehrichtung des Kupplungsteils 38
an. Wenn dieser dieselbe Zähnezahl hätte wie das Schaltrad
62, würden beide synchron umlaufen. Wählt man jedoch für das
Schaltrad 62 eine etwas größere Zähnezahl als für den Kupp
lungsteil 38, so bleibt das Schaltrad 62 bei der gleichsinni
gen Drehbewegung in Mitnahmerichtung der Freilaufkupplung 44
(Pfeil M in Fig. 4) gegenüber dem Kupplungsteil 38 zunehmend
weiter zurück und nähert sich dadurch dem Klemmsegment 48.
Die relative Drehwinkelstellung des Schaltrads 62 mit Bezug
auf den Kupplungsteil 38 zu Beginn der Aufzugsbewegung, also
in der unteren Endstellung des Behangs, und das Verhältnis
der Zähnezahlen sind so gewählt, daß der Nocken 60 am Anfang
der Aufzugsbewegung, längs der Ringnut 64 gemessen, den größ
ten Abstand von dem Klemmsegment 48 hat, sich dann während
der Aufzugsbewegung im Uhrzeigersinn entlang der Ringnut 64
bewegt und schließlich auf das Klemmsegment 48 trifft und
dieses aus der Klemmstellung in die neutrale Stellung bewegt,
wenn der Behang in seiner oberen Endstellung angehalten wer
den soll.
Wenn die von dem Behang zurückzulegenden Wege im voraus genau
bekannt sind, können die Verzahnungen des Kupplungsteils 38
und des Schaltrads 62 unterschiedliche Teilkreisdurchmesser
haben und jeweils mit im Teilkreisdurchmesser unterschiedlich
großen Verzahnungsabschnitten des Schaltritzels 66 kämmen. Im
gezeigten Ausführungsbeispiel haben die Verzahnungen des
Kupplungsteils 38 und des Schaltrads 62 denselben Außendurch
messer, aber dennoch unterschiedliche Zähnezahlen. Das
Schaltritzel 66 hat eine über seine axiale Länge gleichmäßige
Verzahnung, z. B. neun Zähne. Bei idealer Auslegung der Ver
zahnung des Kupplungsteils 38 hätte dieser z. B. 118 Zähne.
Es ergibt sich nur eine unbedeutende Abweichung von der idea
len Flankenform der Zähne, wenn man auf dem Kupplungsteil 38
einen Zahn weniger, also 117 Zähne erzeugt. Es ergibt sich
ebenfalls nur eine geringfügige Abweichung von der idealen
Flankenform der Zähne, wenn man das Schaltrad 62 statt mit
118 mit 119 Zähnen erzeugt. Die bei einem Teilkreisdurchmes
ser von etwa 40 mm verhältnismäßig hohen Zähnezahlen haben
erstens den Vorteil, daß die Abweichungen von der idealen
Zahnflankenform vernachlässigbar gering sind und zweitens,
daß sich die gewünschten Endstellungen in sehr kleinen Stu
fen, also mit großer Genauigkeit einstellen lassen. Im übri
gen spielen die Zahnflankenkorrekturen in der vorliegenden
Anwendung praktisch auch deshalb keine Rolle, weil diese Ver
zahnungen nur zum im wesentlichen kraftlosen Bewegen des Noc
kens 60 längs der Ringnut 64 dienen.
Auf der mit Bezug auf Fig. 1 rechten Seite des Kupplungsteils
38 ist ein weiteres Schaltrad 68 auf der Nabe des Abtriebs
glieds 40 drehbar gelagert, welches an einer Stelle seines
Umfangs mit einem axial zum Kupplungsteil 38 hin vorspringen
den Nocken 70 ausgebildet ist, der sich bei Drehung des
Schaltrads 68 relativ zum Kupplungsteil 38 längs einer Ring
nut 72 in letzterem bewegt, die in die Aussparung 58 mündet
(siehe Fig. 5). Auch das Schaltrad 68 hat im Beispielsfall
119 Zähne und kämmt ebenfalls mit dem Schaltritzel 66. Daraus
folgt, daß sich die beiden Nocken 60 und 70 bei Drehung des
Abtriebsglieds 40 in die eine oder die andere Richtung in
demselben Drehsinn bewegen, wobei sich jeweils der eine Noc
ken zum zugehörigen Klemmsegment 48 bzw. 54 hin bewegt, wäh
rend sich gleichzeitig der andere Nocken vom zugehörigen
Klemmsegment weg zu seiner anderen Extremstellung bewegt. Der
geringfügige Unterschied der Zähnezahlen des Kupplungsteils
38 einerseits und der Schalträder 62 und 68 andererseits be
wirkt, daß sich die Schaltnocken 60, 70 bei jeder Umdrehung
des Abtriebsglieds 40 nur ein sehr kleines Stück ihres Wegs
längs der Ringnut 64 bzw. 72 bewegen, so daß mehr als 50 Um
drehungen des Abtriebsglieds 40 ausgeführt werden können,
während die Nocken 60, 70 nur den Weg einer Teilumdrehung
zwischen ihren beiden Extremstellungen zurücklegen.
Um die Endlagen des Behangs in einfacher Weise bei dessen
Montage am Gebäude einstellen zu können, ist das Schaltrad 62
durch ein Federelement, z. B. eine Torsionsfeder 74 und in
entsprechender Weise das Schaltrad 68 durch eine Torsionsfe
der 76 vorbelastet. Die Torsionsfedern 74, 76 sind jeweils
mit ihrem einen Ende in einem stirnseitigen Schlitz 78 bzw.
80 im Kupplungsteil 38 festgelegt, während das andere Ende in
einen entsprechenden Schlitz im zugehörigen Schaltrad 62 bzw.
68 eingreift. Die Torsionsfedern 74 bzw. 76 sind jeweils so
vorgespannt, daß sie das Bestreben haben, die Schalträder 62
und 68 in diejenige Richtung zu drehen, in welcher der daran
angebrachte Nocken 60 bzw. 70 das zugeordnete Klemmsegment 48
bzw. 54 gegen die Wirkung der Feder 52 bzw. 56 aus der
Klemmstellung in die Neutralstellung bewegt.
Wie am besten aus Fig. 1 hervorgeht, ist das Schaltritzel 66
aus einer axialen Mittellage, in welcher es mit beiden
Schalträdern 62 und 68 kämmt, axial nach beiden Seiten so
weit verschieblich, daß es jeweils außer Eingriff mit einem
der Schalträder kommt. Es besteht daher die Möglichkeit, bei
der Montage in der oberen Endstellung des Behangs das Schalt
ritzel 66 mit Bezug auf Fig. 1 nach rechts zu verschieben und
dadurch außer Eingriff mit dem Schaltrad 62 zu bringen. Die
ses wird dann selbsttätig durch die Torsionsfeder 74 in die
in Fig. 4 gezeigte Stellung gedreht, in welcher der Nocken 60
das Klemmsegment 48 in die Neutralstellung bringt. Danach
wird das Schaltritzel 66 wieder in seine Mittellage zurückge
stellt und der Behang in seine untere Endlage abgesenkt. In
dieser wird das Schaltritzel 66 mit Bezug auf Fig. 1 nach
links verschoben, so daß das rechte Schaltrad 68 außer Ein
griff kommt und durch die Torsionsfeder 76 in die in Fig. 5
gezeigte Stellung gedreht werden kann, in welcher der Nocken
70 das Klemmsegment 54 in die Neutralstellung bewegt. Nachdem
das Schaltritzel 66 dann wieder in seine mittlere, d. h. die
Arbeitsstellung zurückgeführt worden ist, sind bereits die
Endlagen des Behangs mühelos korrekt eingestellt. Sie können
in gleicher Weise jederzeit verändert und neu eingestellt
werden.
Da das Schaltritzel 66 nur die zum Drehen der Schalträder 62,
68 notwendige, minimale Kraft zu übertragen hat, genügt eine
einfache radiale Lagerung in einer zwischen dem Gehäuseunter
teil 13 und dem Gehäuseboden 14 eingesetzten Lagerschale 82.
Es spielt dabei auch keine Rolle, daß der verzahnte Bereich
selbst statt zusätzlicher glatt zylindrischer Abschnitte des
Schaltritzels 66 an der inneren Lagerfläche der Lagerschale
82 radial abgestützt ist.
Zum Einstellen der Endlagen des Behangs ist das Schaltritzel
66 mittels eines in einem Schlitz der Lagerschale 82 in axia
ler Längsrichtung geführten Schaltstifts 84, der in eine Um
fangsnut des Schaltritzels 66 eingreift, mit dem verzahnten
Bereich längs der Lagerschale 82 verschieblich. Das Schalt
ritzel 66 muß nach der Verschiebung zur einen oder anderen
Seite in die mittlere Arbeitsstellung zurückgebracht werden,
z. B. durch Druckfedern 86, 88, die es schwimmend in der Mit
tellage halten. Wie in Fig. 1 gezeigt, greifen zu diesem
Zweck am Schaltritzel 66 angebrachte Endzapfen in die Enden
der als Schraubenfedern ausgebildeten Druckfedern 86, 88 ein.
Für die Sicherung der axialen Lage des Abtriebsglieds 40 und
der Schalträder 62, 68 im Getriebegehäuse sorgt ein Zwischen
ring 90. Er läuft mit dem Schaltrad 68 um und grenzt dieses
von einer Bremsfeder 92 ab, die als Schraubenfeder ausgebil
det ist und mit radialer Vorspannung in einer Bohrung im Ge
häuseboden 14 sitzt, so daß sie nur unter Anwendung eines
bestimmten Drehmoments in der Bohrung gedreht werden kann.
Die beiden im Umfangsabstand von 150° angeordneten Enden 94,
96 der Bremsfeder 92 sind radial nach innen gebogen. In dem
150°-Bereich greift ein äußerer Vorsprung 98 an der Form
schlußbüchse 42 mit Spiel in Umfangsrichtung zwischen die
beiden Federenden ein. Die Wickelrichtung der Bremsfeder 92
ist derart, daß sie sich im Durchmesser aufzuweiten bestrebt
ist, wenn die Formschlußbüchse 42 mit dem Vorsprung 98 in der
einen oder der anderen Umfangsrichtung gegen das eine bzw.
das andere Federende 94 oder 96 drückt. Außerdem greift in
den 210°-Bereich zwischen den Federenden mit geringem Spiel
in Umfangsrichtung das im komplementären Winkelbereich aus
gesparte Abtriebsglied 40 ein. Wenn dieses bei Drehung in der
einen Richtung gegen das eine Federende oder bei Drehung in
der anderen Richtung gegen das andere Federende drückt, ver
kleinert sich der Federdurchmesser, so daß die Bremswirkung
beseitigt wird.
Ebenso wie das Kegelrad 20 und die Büchse 34 kann auch das
Abtriebsglied 40 eine zylindrische Bohrung haben. Die mit ei
nem bestimmten, für die Funktion der Bremsfeder 92 notwendi
gen Spiel in Umfangsrichtung drehfeste Verbindung mit der
Aufzugswelle 10 wird im Ausführungsbeispiel dadurch herge
stellt, daß die Formschlußbüchse 42 innen einen zum Quer
schnitt der Aufzugswelle 10 passenden Vierkantquerschnitt hat
und mit dem Vorsprung 98 mit Spiel in die aus Fig. 6 ersicht
liche Aussparung des Abtriebsglieds 40 eingreift. Trotz des
quadratischen Querschnitts der Aufzugswelle 10 ergibt sich
ein sauberer Abschluß der äußeren Durchgangsbohrungen des
Getriebegehäuses, indem sich die Formschlußbüchse 42 mit
einem auf der Außenseite zylindrischen Abschnitt durch die
mit Bezug auf Fig. 1 rechte Bohrung erstreckt, in der sie
gelagert ist, und in die linke Bohrung eine ebenfalls außen
zylindrische, innen dem Querschnitt der Aufzugswelle 10
angepaßte Führungsbüchse 94 eingesetzt ist.
Es versteht sich, daß für die vorstehend beschriebenen Ge
triebeteile verschiedene Materialien, insbesondere Kunst
stoff, Leichtmetall und Stahl, in Frage kommen. Die Form der
einzelnen Teile und ihre Größe können weitgehend variiert
werden, wobei es lediglich darauf ankommt, daß die vorste
hend beschriebenen Funktionen erzielt werden.
Claims (25)
1. Getriebe zur Übertragung von Drehmomenten in beiden Dreh
richtungen von einem rotierend antreibbaren Antriebsglied
(20) auf ein mit der Aufzugswelle (10) eines Sonnen
schutzbehangs, insbesondere einer raffbaren Jalousie oder
eines Raffstores, verbundenes Abtriebsglied (40), dadurch
gekennzeichnet, daß es eine schaltbare Kupplungseinrich
tung (38, 44, 46, 60, 70) aufweist, durch welche in der
oberen und/oder unteren Endstellung des Behangs die An
triebsverbindung zwischen dem Antriebsglied (20) und dem
Abtriebsglied (40) trennbar ist.
2. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es
für jede Drehrichtung einen anderen Drehmomentpfad mit
jeweils einer schaltbaren Freilaufkupplung (44, 46) auf
weist, die in der in der betreffenden Drehrichtung er
reichten Endstellung des Behangs auskuppelbar ist.
3. Getriebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Freilaufkupplungen (44, 46) mit entgegengesetzter
Drehmomentübertragungsrichtung unmittelbar vor dem Ab
triebsglied (40) angeordnet sind.
4. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Naben von zwei konzentrisch gela
gerten Getriebeteilen (32, 34), die jeweils mindestens in
einer Drehrichtung antreibbar sind, über die gegenläufig
wirksamen Freilaufkupplungen (44, 46) mit einem mit dem
Abtriebsglied (40) verbundenen Kupplungsteil (38) kuppel
bar sind.
5. Getriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kupplungsteil (38) des Abtriebsglieds (40) axial zwischen
beweglichen Drehmomentübertragungsgliedern (48, 54) der
beiden gegenläufig wirksamen Freilaufkupplungen (44, 46)
angeordnet ist und mit diesen zusammenwirkt.
6. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Freilaufkupplungen (44, 46) jeweils
durch einen Schaltnocken (60, 70) schaltbar sind, welcher
in der zugeordneten Endstellung des Behangs an den beweg
lichen Drehmomentübertragungsgliedern (48, 54) angreift
und diese in eine Neutralstellung bewegt.
7. Getriebe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Nocken (60, 70) jeweils an einem um die Mittellängsachse
der Aufzugswelle (10) drehbar gelagerten Schaltrad (62,
68) angebracht ist, welches während einer vollständigen
Aufzugs- oder Absenkbewegung des Behangs weniger als eine
Umdrehung ausführt.
8. Getriebe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schalträder (62, 68) durch einen von der Drehung des Ab
triebsglieds (40) abgeleiteten Antrieb (38, 66) relativ
zu diesem antreibbar sind.
9. Getriebe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kupplungsteil (38) des Abtriebsglieds (40) und die
Schalträder (62, 68) um eine gemeinsame Drehachse dreh
bare, axial nebeneinander angeordnete Stirnräder sind,
welche mit einem oder mehreren drehfest verbundenen, um
eine parallele Nebenachse drehbar im Getriebegehäuse (12,
13, 14) gelagerten Schaltritzeln (66) kämmen, wobei zwi
schen der Verzahnung des Kupplungsteils (38) und dem mit
ihm kämmenden Schaltritzel (66) ein anderes Verhältnis
der Zähnezahlen besteht als zwischen jedem der beiden
Schalträder (62, 68) und dem mit ihm kämmenden Schaltrit
zel (66).
10. Getriebe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein
einziges Schaltritzel (66) mit einer bestimmten Zähnezahl
sowohl mit dem Stirnrad des Kupplungsteils (38) als auch
mit den Schalträdern (62, 68) kämmt, wobei einerseits
diese und andererseits das Stirnrad des Kupplungsteils
(38) denselben Durchmesser, aber unterschiedliche Zähne
zahlen haben.
11. Getriebe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
das Schaltritzel (66) aus einer axialen Mittellage, in
welcher es in Eingriff mit dem Kupplungsteil (38) des Ab
triebsglieds (40) und mit den Schalträdern (62, 68) ist,
durch ein äußerlich zugängliches Stellglied (84) nach
beiden Seiten soweit verschieblich ist, daß es außer Ein
griff mit jeweils einem der Schalträder (62, 68) kommt.
12. Getriebe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
das Schaltritzel (66) axial zwischen Druckfedern (86, 88)
gelagert ist.
13. Getriebe nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Schaltritzel (66) mit seinem ver
zahnten Bereich in einer am Umfang auf Seiten der Schalt
räder (62, 68) offenen Lagerschale (82) radial gelagert
ist.
14. Getriebe nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß zwischen dem Kupplungsteil (38) des Ab
triebsglieds (40) und jedem der Schalträder (62, 68) je
weils ein Federelement (74, 76) eingespannt ist, welches
das Bestreben hat, das Schaltrad (62, 68) in die Schalt
stellung zu drehen, in welcher der Schaltnocken (60, 70)
die Freilaufkupplung (44, 46) trennt.
15. Getriebe nach einem der Ansprüche 4 bis 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß jede Freilaufkupplung (44, 46) aus
einem Klemmsegment (48, 54) besteht, das in einer ra
dialen Aussparung (50, 58) zwischen der Nabe eines trei
benden Getriebeteils (32, 34) und dem Kupplungsteil (38)
geführt ist, wobei sich die Aussparung (50, 58) in derje
nigen Drehrichtung, in welcher die jeweilige Freilauf
kupplung (44, 46) Drehmoment überträgt, verengt, und das
Klemmsegment (48, 54) durch den Schaltnocken (60, 70)
gegen die Wirkung einer Rückstellfeder (52, 56) in den
radial weiteren Teil der Aussparung (50, 58) verschiebbar
ist.
16. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Abtriebsglied (40, 42, 98) mit
einer reibend am Getriebegehäuse (12, 13, 14) anliegenden
Bremsfeder (92) in Eingriff ist, welche durch das infolge
des Gewichts des Behangs ausgeübte Drehmoment im Durch
messer veränderbar und dadurch fester gegen das Gehäuse
andrückbar ist.
17. Getriebe nach einem der Ansprüche 4 bis 16, dadurch ge
kennzeichnet, daß die in entgegengesetzten Drehrichtungen
antreibbaren, mit den Freilaufkupplungen (44, 46) verbun
denen Getriebeteile (32, 34) durch das Antriebsglied (20)
mit unterschiedlicher Drehmomentübersetzung antreibbar
sind.
18. Getriebe nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß
der eine Drehmomentpfad (20, 34, 54, 38) eine in einer
Drehrichtung direkt gekuppelte Verbindung zwischen dem
Antriebsglied (20) und dem Abtriebsglied (40) ist und der
andere Drehmomentpfad eine Über- oder Untersetzungsstufe
(24-32) einschließt.
19. Getriebe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
die direkt gekuppelte Verbindung zwischen dem Antriebs
glied (20) und dem Abtriebsglied (40) in Absenkrichtung
des Behangs und eine Drehmomentübersetzungsstufe (24-
32) in Aufzugsrichtung des Behangs wirksam sind.
20. Getriebe nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeich
net, daß die Über- oder Untersetzungsstufe aus zwei
nebeneinander angeordneten, um die Mittellängsachse der
Aufzugswelle (10) drehbar gelagerten, zentralen Zahnrä
dern (24, 32) unterschiedlicher Durchmesser und wenig
stens zwei mit diesen kämmenden, um eine parallele Achse
(26) drehbar gelagerten, miteinander verbundenen Neben
rädern (28, 30) besteht.
21. Getriebe nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß
Nebenradpaare (28, 30) nach Art von Planetenrädern mit
gleichmäßigem Winkelabstand um die Mittellängsachse der
Aufzugswelle (10) verteilt sind.
22. Getriebe nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeich
net, daß ein Freilauf (22) zwischen dem Antriebsglied
(20) und dem Eingangsrad (24) der Drehmomentübersetzungs
stufe (24-32) angeordnet ist.
23. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das Antriebsglied (20) ein um
die Mittellängsachse der Aufzugswelle (10) drehbar gela
gertes Kegelrad ist, welches mit einem in einem Getrie
begehäuse (12, 13, 14) gelagerten, von Hand antreibbaren
Kegelritzel (16) kämmt.
24. Getriebe nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß
das Getriebegehäuse (12, 13, 14) auf beiden Seiten des
Kegelritzels (16) Raum hat für die Anordnung eines Kegel
rads (20).
25. Getriebe nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Freilauf (22) durch Wippen (23)
gebildet ist, welche durch auf dem Umfang des Antriebs
glieds (20) geführte Rollen (25) zwischen einer radial
eingeschwenkten Neutralstellung und einer radial ausge
schwenkten, in Einsenkungen des konzentrisch zum An
triebsglied (20) gelagerten, antriebsseitigen, zentra
len Zahnrads (24) eingreifenden Mitnahmestellung ver
schwenkbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4328698A DE4328698A1 (de) | 1993-08-26 | 1993-08-26 | Getriebe an der Aufzugswelle eines Sonnenschutzbehangs |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4328698A DE4328698A1 (de) | 1993-08-26 | 1993-08-26 | Getriebe an der Aufzugswelle eines Sonnenschutzbehangs |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4328698A1 true DE4328698A1 (de) | 1995-03-02 |
Family
ID=6496070
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4328698A Withdrawn DE4328698A1 (de) | 1993-08-26 | 1993-08-26 | Getriebe an der Aufzugswelle eines Sonnenschutzbehangs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4328698A1 (de) |
Cited By (3)
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| WO2011018223A2 (de) | 2009-08-13 | 2011-02-17 | Gerhard Geiger Gmbh & Co. | Getriebe |
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| CN118340410A (zh) * | 2024-05-13 | 2024-07-16 | 深圳绿米联创科技有限公司 | 移动设备的异常检测方法、装置、移动设备及窗帘系统 |
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1993
- 1993-08-26 DE DE4328698A patent/DE4328698A1/de not_active Withdrawn
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