DE4328561C1 - Lenkradanordnung mit Mitteln zur Führung von wenigstens einer elektrischen Leitung zu einer Aufpralleinheit - Google Patents
Lenkradanordnung mit Mitteln zur Führung von wenigstens einer elektrischen Leitung zu einer AufpralleinheitInfo
- Publication number
- DE4328561C1 DE4328561C1 DE19934328561 DE4328561A DE4328561C1 DE 4328561 C1 DE4328561 C1 DE 4328561C1 DE 19934328561 DE19934328561 DE 19934328561 DE 4328561 A DE4328561 A DE 4328561A DE 4328561 C1 DE4328561 C1 DE 4328561C1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- housing shell
- steering wheel
- wheel arrangement
- impact unit
- lower housing
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
- B62D1/00—Steering controls, i.e. means for initiating a change of direction of the vehicle
- B62D1/02—Steering controls, i.e. means for initiating a change of direction of the vehicle vehicle-mounted
- B62D1/04—Hand wheels
- B62D1/10—Hubs; Connecting hubs to steering columns, e.g. adjustable
- B62D1/105—Non-rotatable hubs, e.g. the central part of the steering wheel not rotating
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Air Bags (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Lenkradanordnung mit wenigstens
einem um eine Lenkspindelachse drehbaren Teil und mit einer
relativ zu dem drehbaren Teil still stehenden Aufpralleinheit
sowie mit Mitteln zur Führung von wenigstens einer elektrischen
Leitung zu der Aufpralleinheit.
Eine solche Lenkradanordnung ist aus der DE 36 21 226 C1 be
kannt. Dabei wird eine Stromleitung zur Zündung eines Airbags
in der Aufpralleinheit durch einen stationären Kabelschacht
zwischen dem stationären Mantelrohr und der stillstehenden Auf
pralleinheit verlegt. Die Problematik der Führung elektrischer
Leitungen von still stehenden auf drehbare Teile einer Lenkrad
anordnung oder umgekehrt tritt hierbei nicht auf. Es ist jedoch
allgemein bekannt, bei Führungen elektrischer Leitungen zu
einer Lenkradanordnung, bei der sich die Aufpralleinheit zu
sammen mit dem Lenkrad dreht, zwischen dem stationären Mantel
rohr und dem drehbaren Teil aus Lenkrad und Aufpralleinheit
entweder Schleifkontakte oder eine elektrische Kontaktspirale
vorzusehen. Dabei ist der drehbare Teil in dem stationären Man
telrohr gelagert.
Aus der DE 39 08 179 C2 ist eine Lenkradanordnung für ein
Kraftfahrzeug bekannt, bei der ein Kontaktspiralengehäuse vor
gesehen ist, das einen an einem Lenkrad befestigten inneren
Zylinder und einen an einer Lenksäule befestigten äußeren
Zylinder aufweist. Zwischen den beiden Zylindern ist als Kon
taktspirale zum Herstellen der elektrischen Verbindung ein
flexibles, spiralförmiges Band vorgesehen. Um zu vermeiden, daß
die Kontaktspirale innerhalb des Kontaktspiralengehäuses durch
Lenkradumdrehungen überlastet wird, ist in dem Kontaktspiralen
gehäuse eine Planetenradanordnung vorgesehen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lenkradanordnung der ein
gangs genannten Art zu schaffen, bei der eine Leitungsführung
vom drehbaren Teil der Lenkradanordnung zur stationär gehalte
nen Aufpralleinheit in einfacher und platzsparender Weise ge
währleistet ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Mittel eine die Auf
pralleinheit tragende obere Gehäuseschale und eine auf dem
drehbaren Teil drehfest gehaltene untere Gehäuseschale auf
weisen, die zwischen sich eine elektrische Kontaktspirale auf
nehmen, wobei die obere Gehäuseschale an der unteren Gehäuse
schale um die Lenkspindelachse drehbar gleitgelagert und axial
abgestützt ist. Das so gebildete Gehäuse für die Kontaktspirale
erfüllt daher einerseits die Funktion der Leitungsführung zwi
schen drehbarem Teil und still stehender Aufpralleinheit und
dient andererseits direkt zur Lagerung der Aufpralleinheit
relativ zum drehbaren Teil. Die beiden Gehäuseschalen erfüllen
somit eine Doppelfunktion, die beim Stand der Technik durch
eine vom Kontaktspiralengehäuse getrennte Lagerung des dreh
baren Teiles nicht gegeben ist.
In Ausgestaltung der Erfindung weist die untere Gehäuseschale
eine zur Lenkspindelachse koaxiale Gleitlagerungsnabe auf, die
von einem Gleitlagerungsbund der oberen Gehäuseschale radial
umschlossen ist, der mit einem sich axial auf der unteren Ge
häuseschale abstützenden Stützflansch versehen ist. Diese Aus
gestaltung ist besonders vorteilhaft, wenn beide Gehäuseschalen
aus Kunststoff hergestellt sind. Der Stützflansch stützt die
Aufpralleinheit gegenüber dem sich drehenden Teil ab. Durch den
Gleitlagerungsbund und die Gleitlagerungsnabe ergeben sich die
korrespondierenden Teile der Gleitlagerung.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der Stützflansch
einen sich radial nach außen erstreckenden Gleitlagerfuß auf,
der bündig in eine ringförmige Aussparung der unteren Gehäuse
schale eingebettet ist. Dadurch wird die Fläche, über die sich
der Stützflansch auf der unteren Gehäuseschale abstützt ver
größert, wodurch sich ein verbesserter Kraftfluß ergibt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die obere Gehäuse
schale mit wenigstens einem axial nach oben ragenden Auflage
element versehen, auf dem ein tellerförmiges Abstützteil der
Aufpralleinheit aufliegt und drehfest mit diesem verbunden ist.
Dadurch wird das Abstützteil der Aufpralleinheit in Abstand zu
der oberen Gehäuseschale gehalten, was bei Belastungen des Ab
stützteiles aufgrund eines Auslösens des Airbags der Aufprall
einheit unzulässige Verformungen der oberen Gehäuseschale ver
meidet. Außerdem können durch diese Maßnahme Abstützteil der
Aufpralleinheit und obere Gehäuseschale auch getrennt ausge
wechselt werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das wenigstens eine
Auflageelement in geringem radialen Abstand zu dem Stützflansch
angeordnet. Dadurch wird bei Belastungen der Aufpralleinheit
ein verbesserter Kraftfluß in die Lenkradanordnung hinein er
reicht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Abstützteil mit
einem axial nach oben abragenden Innenbund versehen, der radial
von einem Rand eines die untere Gehäuseschale auf dem drehbaren
Teil axial fixierenden Montageringes überdeckt ist. Dieser Mon
tagering dient zur zusätzlichen Sicherung und Abstützung des
Abstützteiles bei hoher Betriebslast.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Abstützteil auf
der oberen Gehäuseschale in geringem axialen Abstand zur Ober
seite der oberen Gehäuseschale mittels axial nachgiebiger
Federelemente gehalten und mit wenigstens einem zur oberen Ge
häuseschale weisenden Kontaktelement zum Betätigen eines Sig
nalhornes versehen, dem auf der Oberseite der oberen Gehäuse
schale wenigstens ein korrespondierendes Kontaktelement zuge
ordnet ist. Dadurch erfüllt das Kontaktspiralengehäuse die
weitere Funktion der Signalhornbetätigung, indem in einfacher
Weise die Aufpralleinheit gegen die obere Gehäuseschale ge
drückt wird. Dadurch geraten die Kontaktelemente in Berührung,
wodurch der Stromkreis zum Betätigen des Signalhornes geschlos
sen wird. Da die Anbindung des Abstützteiles radial nach innen
verlagert ist, konnte auch die Kontaktierung für die Signal
hornbetätigung radial nach innen - nämlich in den Bereich des
Kontaktspiralengehäuses - verlagert werden. Seitliche Bewe
gungsspalte zwischen oberem Prallpolster und unterer Prallkör
perverkleidung, wie sie aus dem Mercedes-Benz Mittelklasse
modell 230 E bekannt sind, werden bei dieser Ausgestaltung
vermieden, da das Prallpolster der Aufpralleinheit um das Ab
stützteil bis in den Bereich des Kontaktspiralengehäuses nach
unten herumgezogen werden kann.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind am Abstützteil
Querbewegungen des Abstützteiles tilgende Stabilisierungsfedern
vorgesehen. Durch diese Stabilisierungsfedern werden Klapperge
räusche im Montagebereich des Abstützteiles während des Fahr
zeugbetriebes vermieden. Dadurch werden auch Querbewegungen
einer auf dem Abstützteil montierten Airbag-Einheit getilgt.
In weiterer Ausgestaltung ist die untere Gehäuseschale mit
einem radial nach innen weisenden Rand versehen, der im mon
tierten Zustand axial von einem Montagering abgedeckt ist.
Dadurch können durch eine Airbag-Einheit im Fahrbetrieb auf
tretende axiale Belastungen aufgenommen werden.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die anhand der Zeich
nungen dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt in einem Schnitt die Hälfte einer Ausführung
einer erfindungsgemäßen Lenkradanordnung, bei der
eine relativ zu einem nicht dargestellten Lenkrad
still stehende Aufpralleinheit bezüglich eines mit dem
Lenkrad drehfest verbundenen Pralltopfes gleitgela
gert ist,
Fig. 2 eine Seitenansicht eines Synchronriemens des Aus
gleichsgetriebes zum Stillsetzen der Aufpralleinheit
relativ zu dem sich drehenden Pralltopf, und
Fig. 3 ebenfalls in einem Schnitt eine Hälfte einer weiteren
Ausführung einer erfindungsgemäßen Lenkradanordnung
im Bereich der Gleitlagerung einer still stehenden
Aufpralleinheit auf einem drehbaren Pralltopf.
Die Lenkradanordnung nach Fig. 1 ist lediglich zur Hälfte dar
gestellt, da sie im wesentlichen symmetrisch zu einer Lenkspin
delachse (19) ist. Die Lenkradanordnung ist für ein Kraftfahr
zeug vorgesehen und weist eine nicht dargestellte Lenkspindel
auf, die in an sich bekannter Weise in einem - ebenfalls nicht
dargestelltem - stationären Mantelrohr um die Lenkspindelachse
(19) drehbar gelagert ist. Auf der aus dem Mantelrohr heraus
ragenden Stirnseite der Lenkspindel ist eine Lenkradnabe (2)
befestigt. Von dieser Lenkradnabe (2) ragen mehrere Lenkrad
speichen nach außen ab, die in an sich bekannter Weise ein
Lenkrad tragen. Aus Übersichtlichkeitsgründen sind weder Lenk
radspeichen noch Lenkrad dargestellt. Auf der Lenkradnabe (2)
ist ein Pralltopf (3) mittels Schraubverbindungen (16) befe
stigt, der mittels radial abragender Stützrippen (4) mit den
Lenkradspeichen des Lenkrades gekoppelt ist. Die über den Um
fang des Pralltopfes (3) verteilten Stützrippen (4) sind mit
tels Schraubverbindungen (17) an den jeweiligen Speichen des
Lenkrades befestigt. Der Pralltopf (3) dreht sich daher bei
einer Drehung des Lenkrades mit.
Der Pralltopf (3) weist in Richtung der Lenkspindelachse (19)
von der Lenkradnabe (2) weg einen zur Lenkspindelachse (19)
koaxialen stirnseitigen Abschlußbund (5) auf, der tellerartig
gestaltet ist. Auf diesem Abschlußbund (5) liegt eine zur Lenk
spindelachse (19) koaxiale untere Gehäuseschale (8) eines aus
Kunststoff bestehenden - nachfolgend noch näher beschriebenen -
Kontaktspiralengehäuses auf. Die untere Gehäuseschale (8) ist
auf dem Abschlußbund (5) des Pralltopfes (3) fixiert. Die
untere Gehäuseschale (8) weist auf ihrer zur Lenkspindelachse
(19) gerichteten Innenseite eine von der Gehäuseschale (8) ko
axial zur Lenkspindelachse (19) nach oben abragende, zylindri
sche Gleitlagerungsnabe (9) auf. An der unteren Gehäuseschale
(8) ist eine obere Gehäuseschale (7) des Kontaktspiralengehäu
ses gleitgelagert und axial abgestützt. Dazu ist die obere
Gehäuseschale (7) auf ihrer zur Lenkspindelachse (19) gerichte
ten Innenseite mit einem die Gleitlagerungsnabe (9) radial um
schließenden Gleitlagerungsbund (10) versehen, der sich mit
einem Stützflansch auf dem Boden der unteren Gehäuseschale (8)
abstützt. Da sowohl die obere Gehäuseschale (7) als auch die
untere Gehäuseschale (8) jeweils aus einem Kunststoffspritzguß
teil hergestellt sind, weisen beide Gehäuseschalen (7 und 8)
gute Gleiteigenschaften auf. Auf der dem Boden der unteren Ge
häuseschale (8) gegenüberliegenden Seite ist der Gleitlage
rungsbund (10) der oberen Gehäuseschale (7) an der Gleitlage
rungsnabe (9) der unteren Gehäuseschale (8) mittels eines
Sicherungsringes (14) axial gesichert. Die so gebildete
Gleitlagerung zwischen dem Gleitlagerungsbund (10) und der
Gleitlagerungsnabe (9) kann sowohl radiale als auch axiale
Kräfte aufnehmen.
Unmittelbar radial an den Gleitlagerungsbund (10) anschließend
weist die obere Gehäuseschale (7) einen von der unteren Ge
häuseschale (8) weg nach oben abragenden Auflagebund (12) auf,
auf dem ein Abstützteil (1) in Form einer tellerartigen Blech
platte aufliegt. Das Abstützteil (1) ist mit mehreren über sei
nen Umfang verteilten Schraubverbindungen (13) auf dem Auflage
bund (12) der oberen Gehäuseschale (7) befestigt. Das Abstütz
teil (1) trägt eine Aufpralleinheit der Lenkradanordnung, die
beim Ausführungsbeispiel eine nicht dargestellte Airbag-Anord
nung sowie eine diese überdeckende Prallplatte aufweist. Air
bag-Anordnung und Prallplatte sind mittels mehrerer Schraubver
bindungen (18) auf dem Abstützteil (1) fixiert. Die Aufprall
einheit ist in an sich bekannter Weise innerhalb des Lenkradum
fanges angeordnet. Das Abstützteil (1) und damit die Aufprall
einheit ist mittels eines nachfolgend noch näher beschriebenen
Umkehrgetriebes relativ zu dem sich drehenden Lenkrad und den
anderen sich drehenden Teilen der Lenkradanordnung - wie bei
spielsweise dem Pralltopf (3) - in Stillstand gehalten, um eine
gleichbleibende Position der Aufpralleinheit im Fahrgastraum
unabhängig von der jeweiligen Stellung der Lenkung zu gewähr
leisten.
Dazu ist am äußeren Rand der Unterseite der oberen Gehäuse
schale (7) ein zur Lenkspindelachse (19) konzentrischer Zahn
kranz (24) vorgesehen, der mit dem Zahnprofil eines als Syn
chronriemen dienenden Zahnriemens (25) kämmt. Der Zahnriemen
(25) umschlingt ein Zahnrad (23) (Fig. 2), das radial zur Lenk
spindelachse (19) auf einer an einem Fortsatz (20) der unteren
Gehäuseschale (8) angeformten Nabe drehbar gelagert ist. Der
Fortsatz (20) weist auf seiner zum Abschlußbund (5) gerichteten
Rückseite eine Aussparung (22) für die Aufnahme einer Mutter
zur Befestigung einer Lagerungsschraube (21) auf, die durch
eine Öffnung im Abschlußbund (5) nach innen hindurchragt. Die
Schraube (21) kann somit von außen gelöst und befestigt werden.
Der Zahnriemen (25) weist auf beiden Seiten ein Zahnprofil auf,
so daß er einerseits mit dem Zahnkranz (24) und andererseits
mit dem Zahnkranz (23) kämmt. Das untere Ende des Zahnriemens
(25) umschlingt ein weiteres Zahnrad (26), das ebenfalls radial
zur Lenkspindelachse (19) an einer Nabe (27) drehbar gelagert
ist, die drehfest mit der Lenkradnabe (2) verbunden ist. Der
Zahnriemen (25) kämmt außerdem im Bereich des unteren Zahnrades
(26) mit einem weiteren Zahnkranz (29), der stationär dem Man
telrohr zugeordnet ist.
Dabei sind Zahnriemen (25), Zahnrad (26) und Zahnkranz (29)
einander mittels eines unteren Kontaktspiralengehäuses zugeord
net. Die Nabe (27) ist an einem oberen Gehäuseteil (31) ange
formt, der Zahnkranz (29) an einem unteren Gehäuseteil (30).
Zwischen den beiden Gehäuseteilen (30 und 31) wird die untere
Kontaktspirale (32) aufgenommen, die die Leitungsführung vom
stationären Mantelrohr zu dem drehbaren Teil, nämlich Lenk
radnabe (2) und Pralltopf (3) übernimmt. Die obere Kontaktspi
rale (11) hingegen übernimmt die Führung der verbleibenden
elektrischen Leitungen vom drehbaren Teil, dem Pralltopf (3),
zu dem stillgesetzten Abstützteil (1) und damit zu der Auf
pralleinheit. Da die jeweiligen Teile des Ausgleichsgetriebes
direkt den jeweiligen Elementen der Kontaktspiralengehäuse zu
geordnet sind, wird das Verzahnungsflankenspiel des Umkehrge
triebes auf ein Minimum reduziert. Nach außen sind beide Kon
taktspiralengehäuse mittels je einer Labyrinthdichtung abge
dichtet, die durch jeweils einen nach innen abragenden Rand von
oberer und unterer Gehäuseschale (7; 8) bzw. oberem und unteren
Gehäuseteil (31, 30) gebildet sind.
Eine zusätzliche axiale Sicherung für die Gleitlagerung des Ab
stützteiles (1) auf dem Pralltopf (3) wird durch einen topf
artigen Montagering (6) geschaffen, dessen Rand die Gleitlage
rungsnabe (9) der unteren Gehäuseschale (8) einerseits und
einen nach oben abragenden Innenrand des Abstützteiles (1)
andererseits radial übergreift. Der Montagering (6) ist durch
mehrere Schraubverbindungen (15) mit dem Abschlußbund (5) des
Pralltopfes (3) starr verbunden. Der Innenrand des Abstütztei
les (1) ist dabei über seinen Umfang nur partiell nach oben
abgewinkelt, so daß er insbesondere im Bereich der Schraubver
bindungen (13) vollständig auf dem Auflagebund (12) aufliegt.
Bei einer starken Belastung der Aufpralleinheit und damit des
Abstützteiles (1) - insbesondere durch eine Airbag-Zündung -
verkrallen sich somit Innenrand und Rand des Montageringes (9)
ineinander, so daß ein gewaltsames Lösen des Abstützteiles (1)
und damit der Airbag-Einheit vermieden wird.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 entspricht im wesentlichen der
Lenkradanordnung nach Fig. 1, wobei funktionsgleiche Teile der
Lenkradanordnung auch mit den gleichen Bezugszeichen versehen
sind. Bei dieser Ausführung ist auf einem stirnseitigen Ab
schlußbund (5a) des Pralltopfes (3) eine untere Gehäuseschale
(8a) gelagert, die einen radial nach innen abragenden Rand (34)
aufweist. Dieser Rand (34) wird axial durch einen im wesent
lichen dem Montagering (6) entsprechenden Montagering (6a)
fixiert. Auch die Gleitlagerungsnabe (9a) der unteren Gehäuse
schale (8a) entspricht im wesentlichen der Ausführung nach Fig.
1. Der Gleitlagerungsbund (10a) der oberen Gehäuseschale (7a)
weist einen zusätzlichen ringartigen Stützlagerfuß (33) auf,
der mit einem L-förmigen Profil versehen ist. Dieser Stütz
lagerfuß (33) ist axial in den Gleitlagerungsbund (10a) einge
steckt und in diesem fixiert. Auf seiner Unterseite ist er bün
dig in eine entsprechende ringförmige Aussparung der unteren
Gehäuseschale (8a) eingebettet, so daß er in dieser ringförmi
gen Nut radial gleitbeweglich ist. Damit sich im Betrieb die
Kontaktspirale am Übergang des Stoßes zwischen Stützlagerfuß
(33) und Rand der Aussparung der unteren Gehäuseschale (8a)
nicht verhakt, ist auf den Boden der unteren Gehäuseschale (8a)
eine dünne Abdeckscheibe (35) aufgelegt. Das Abstützteil (1)
liegt nicht direkt auf der oberen Gehäuseschale (7a) auf,
sondern ist mittels konischer Schraubenfedern (43) in einem
definierten Abstand zur Gehäuseschale (7a) gehalten. Zur dreh
festen Halterung des Abstützteiles (1) auf der oberen Gehäuse
schale (7a) ragen von der oberen Gehäuseschale (7a) über ihren
Umfang verteilt drei Befestigungsansätze (37) axial nach oben
ab, die mit jeweils einer Gewindebohrung für die Aufnahme einer
Befestigungsschraube (36) versehen sind. Das Abstützteil (1)
ist im Bereich der Befestigungsansätze (37) mit Abstützbohrun
gen versehen, wobei die Bohrungen mit einem jeweils nach unten
umgebogenen Blechrand verstärkt sind. Auf diesen Blechrand ist
jeweils ein Kunststoffring (39) aufgesetzt, der die konische
Schraubenfeder (43) aufnimmt. Die konische Schraubenfeder (43)
ist am Grund des Befestigungsansatzes (37) innenzentriert. Um
Klappergeräusche dieser Halterung im Fahrzeugbetrieb zu vermei
den, ist jedem Kunststoffring (39) mittels einer Scheibe (38)
eine Stabilisierungsfeder (40) in Form einer stufenartig abge
winkelten Blechfeder zugeordnet, die durch die Befestigungs
schraube (36) angezogen wird. An ihrem anderen Ende ist die
Stabilisierungsfeder (40) an einem Abstützsockel (41) mittels
einer Verbindung (42) angeschlagen. Die axial elastische Beweg
lichkeit des Abstützteiles (1) dient zur Betätigung eines
Signalhornes.
Dazu sind an der Unterseite des Abstützteiles (1) mehrere über
seinen Umfang verteilte, metallisch vernietete Kontaktelemente
(45) vorgesehen, denen gegenüberliegend auf der Oberseite der
oberen Gehäuseschale (7a) die entsprechende Anzahl von Kontakt
elementen (44) zugeordnet sind. Den elektrischen Kontakten (44)
wird direkt eine entsprechende elektrische Leitung der Kontakt
spirale zugeführt. Auch die Kontakte (44 und 45) sind radial
weit nach innen gezogen, so daß der Durchmesser der Aufprall
einheit relativ klein gehalten werden kann. Die gesamte be
schriebene Lenkradanordnung ist somit äußerst platzsparend auf
gebaut, was der Forderung nach immer kleineren Lenkraddurchmes
sern entgegenkommt.
Claims (9)
1. Lenkradanordnung mit wenigstens einem um eine Lenkspindel
achse drehbaren Teil und mit einer relativ zu dem drehbaren
Teil still stehenden Aufpralleinheit sowie mit Mitteln zur Füh
rung von wenigstens einer elektrischen Leitung zu der Aufprall
einheit,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel eine die Aufpralleinheit (1) tragende obere Ge
häuseschale (7, 7a) und eine auf dem drehbaren Teil (3, 5, 5a)
drehfest gehaltene untere Gehäuseschale (8, 8a) aufweisen, die
zwischen sich eine elektrische Kontaktspirale (11) aufnehmen,
wobei die obere Gehäuseschale (7, 7a) an der unteren Gehäuse
schale (8, 8a) um die Lenkspindelachse (19) drehbar gleitge
lagert und axial abgestützt ist.
2. Lenkradanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die untere Gehäuseschale (8, 8a) eine zur Lenkspindelachse
(19) koaxiale Gleitlagerungsnabe (9, 9a) aufweist, die von
einem Gleitlagerungsbund (10, 10a) der oberen Gehäuseschale (7,
7a) radial umschlossen ist, der mit einem sich axial auf der
unteren Gehäuseschale (8, 8a) abstützende Stützflansch ver
sehen ist.
3. Lenkradanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stützflansch einen sich radial nach außen erstreckenden
Stützlagerfuß (33) aufweist, der bündig in eine ringförmige
Aussparung der unteren Gehäuseschale (8a) eingebettet ist.
4. Lenkradanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die obere Gehäuseschale (7) mit wenigstens einem axial nach
oben abragenden Auflageelement (12) versehen ist, auf dem ein
tellerförmiges Abstützteil (1) der Aufpralleinheit aufliegt und
drehfest mit diesem verbunden ist.
5. Lenkradanordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das wenigstens eine Auflageelement (12) in geringem radia
len Abstand zu dem Stützflansch des Gleitlagerungsbundes (10)
angeordnet ist.
6. Lenkradanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstützteil (1) mit einem axial nach oben abragenden
Innenrand versehen ist, der radial von einem Rand eines die
untere Gehäuseschale (8, 9, 9a) auf dem drehbaren Teil (3, 5)
axial fixierenden Montageringes (6, 6a) überdeckt ist.
7. Lenkradanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstützteil (1) auf der oberen Gehäuseschale (7a) in
geringem axialen Abstand zur Oberseite der oberen Gehäuseschale
(7a) mittels axial nachgiebiger Federelemente (43) gehalten ist
und mit wenigstens einem zur oberen Gehäuseschale (7a) weisen
den Kontaktelement (45) zur Betätigung eines Signalhorns ver
sehen ist, dem auf der Oberseite der oberen Gehäuseschale (7a)
wenigstens ein korrespondierendes Kontaktelement (44) zugeord
net ist.
8. Lenkradanordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Abstützteil (1) Querbewegungen des Abstützteiles (1)
tilgende Stabilisierungsfedern (40) vorgesehen sind.
9. Lenkradanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die untere Gehäuseschale (8a) mit einem radial nach innen
weisenden Rand (34) versehen ist, der im montierten Zustand
axial von einem Montagering (6a) abgedeckt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934328561 DE4328561C1 (de) | 1993-08-25 | 1993-08-25 | Lenkradanordnung mit Mitteln zur Führung von wenigstens einer elektrischen Leitung zu einer Aufpralleinheit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934328561 DE4328561C1 (de) | 1993-08-25 | 1993-08-25 | Lenkradanordnung mit Mitteln zur Führung von wenigstens einer elektrischen Leitung zu einer Aufpralleinheit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4328561C1 true DE4328561C1 (de) | 1994-09-15 |
Family
ID=6495975
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934328561 Expired - Fee Related DE4328561C1 (de) | 1993-08-25 | 1993-08-25 | Lenkradanordnung mit Mitteln zur Führung von wenigstens einer elektrischen Leitung zu einer Aufpralleinheit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4328561C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ES2185465A1 (es) * | 2000-11-15 | 2003-04-16 | Dalphi Metal Espana Sa | Dispositivo para mantener fijo el modulo airbag de un volante de direccion. |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3621226C1 (de) * | 1986-06-25 | 1988-01-14 | Daimler Benz Ag | Lenkradanordnung fuer Fahrzeuge |
| DE3908179C2 (de) * | 1988-03-14 | 1991-06-27 | Fuji Jukogyo K.K., Tokio/Tokyo, Jp |
-
1993
- 1993-08-25 DE DE19934328561 patent/DE4328561C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3621226C1 (de) * | 1986-06-25 | 1988-01-14 | Daimler Benz Ag | Lenkradanordnung fuer Fahrzeuge |
| DE3908179C2 (de) * | 1988-03-14 | 1991-06-27 | Fuji Jukogyo K.K., Tokio/Tokyo, Jp |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ES2185465A1 (es) * | 2000-11-15 | 2003-04-16 | Dalphi Metal Espana Sa | Dispositivo para mantener fijo el modulo airbag de un volante de direccion. |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP1113948B2 (de) | Lenkrad mit airbagmodul | |
| DE19710725C2 (de) | Energieabsorber für Lenksäulen für Kraftfahrzeuge | |
| EP1223073B1 (de) | Getriebe-Antriebseinheit, insbesondere für eine Sitzverstellung oder Servolenkung, mit mindestens einem Abstützelement | |
| DE60120590T2 (de) | Lenksystem und -rad für ein Fahrzeug | |
| DE60013328T2 (de) | Ausgleichsgetriebe | |
| DE3741615A1 (de) | Elektrischer motorantrieb fuer fensterheber von kraftfahrzeugen | |
| WO1998045145A2 (de) | Lenkrad mit airbagmodul | |
| DE4328561C1 (de) | Lenkradanordnung mit Mitteln zur Führung von wenigstens einer elektrischen Leitung zu einer Aufpralleinheit | |
| DE4235055C2 (de) | Gehäuse zur Aufnahme einer Kontaktspirale | |
| DE112016000250T5 (de) | Aufbau zur Montage einer Insassenschutzvorrichtung | |
| EP1732785A1 (de) | Airbaganordnung sowie getriebe und betriebsverfahren dafür | |
| EP1700771A2 (de) | Fahrzeuglenkvorrichtung mit feststehendem Mittelteil | |
| DE4404408C1 (de) | Stromleitungsverbinder zur Überbrückung von Leiterunterbrechungen zwischen gegeneinander drehbaren Teilen | |
| EP1500561B1 (de) | Fahrzeuglenkvorrichtung mit feststehendem Mittelteil | |
| EP3368380B1 (de) | Schutzabdeckung für ein wickelfedergehäuse, wickelfedergehäuseanordnung und fahrzeug mit einer solchen wickelfedergehäuseanordnung | |
| DE19542474C1 (de) | Lenkungsanordnung für ein Kraftfahrzeug | |
| EP1652738B1 (de) | Fahrzeuglenkvorrichtung mit feststehendem Mittelteil | |
| EP1060957B1 (de) | Baueinheit für ein Gassack-Modul und Gassack-Modul | |
| DE102014003422B4 (de) | Vorrichtung zur Befestigung eines Gassackmoduls in einem Kraftfahrzeug, Lenkrad, Lenkradbaugruppe sowie Verfahren zur Herstellung einer Lenkradbaugruppe | |
| DE4328563C1 (de) | Lenkradanordnung mit einer relativ zum Lenkrad stillstehenden Prallplatte | |
| DE102022203794A1 (de) | Vorrichtung für ein Fahrzeug und Fahrzeug | |
| DE20006595U1 (de) | Fahrzeuglenkrad | |
| DE4328565C1 (de) | Lenkradanordnung mit einem eine elektrische Einrichtung aufweisenden Mittelteil | |
| DE102023122421B3 (de) | Mantelrohrschaltermodul zur klemmenden Befestigung an einem Mantelrohr einer Lenkspindel eines Kraftfahrzeugs, zugehörige Anordnung und Verwendung | |
| DE19855051A1 (de) | Drehschalter mit begrenzter Drehung, insbesondere für Kraftfahrzeuge |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: DAIMLER-BENZ AKTIENGESELLSCHAFT, 70567 STUTTGART, |
|
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: DAIMLERCHRYSLER AG, 70567 STUTTGART, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |