DE4328094C2 - Betätigungsvorrichtung für den Verbrennungsmotor eines Gerätes zur Landschafts,- Hof- oder Gartenpflege - Google Patents
Betätigungsvorrichtung für den Verbrennungsmotor eines Gerätes zur Landschafts,- Hof- oder GartenpflegeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Vorrichtung zum Inbetriebsetzen oder
Stillsetzen eines durch einen Verbrennungsmotor angetriebenen
Gerätes zur Landschafts-, Hof- oder Gartenpflege, insbesondere
Rasenmäher, Vertikutierer, Kehrgerät, das
einen Führungsholm aufweist, der zur Führung des Gerätes von
Hand durch eine Bedienungsperson dient, mit einem über eine
Batterie mit Strom versorgbaren Anlasser zum Starten des Ver
brennungsmotors, mit einer Schalteinrichtung zum Schließen oder
Unterbrechen des Zündstromkreises und des Anlasserstromkreises.
Bei einem solchen, in der US 36 96 593 beschriebenen und mit
einem elektrischen Starter ausgerüsteten Rasenmäher, ist sowohl
ein Hebel für die Gasregulierung des Verbrennungsmotors als auch
ein Zündschloß vorgesehen, mit welchem der Zündstromkreis ge
schlossen und der Anlasser eingeschaltet werden kann. Über das
Zündschloß ist der Zündstromkreis in einer ersten Schaltstellung
und in einer zweiten Schaltstellung der Anlasserstromkreis zur
Betätigung des Anlassers für das Inbetriebsetzen des Verbren
nungsmotors per Zündschlüssel zu überführen. Die Rückführung des
Zündschlüssels in die Position, in der nur der Zündstromkreis
geschlossen ist, erfolgt durch Loslassen des Zündschlüssels, der
selbsttätig in diese Position zurückkehrt. Durch das Gasregu
lierungsgestänge muß die Bedienungsperson die geeignete Be
triebsstellung auffinden.
Der Startvorgang ist jeweils entsprechend zu wiederholen, nach
dem beispielsweise für das Entleeren des Fangsackes oder Fang
korbes eines Rasenmähers zunächst das Gerät stillgesetzt wurde.
Da dies umständlich ist, geschieht es, daß die Bedienungsperson
trotz gegenteiliger Vorschrift die Fangeinrichtung bei laufendem
Verbrennungsmotor und damit in oder Regel umlaufendem Arbeits
werkzeug abnimmt und wieder anhängt.
Ferner sind bereits Vorrichtungen bekannt, bei denen ein Schalt
hebel vorhanden ist, der auf den Zündstromkreis und eventuell
eine Bremseinrichtung einwirkt, so daß die Bremse betätigt und
der Zündstromkreis unterbrochen wird, wenn der Betätigungshebel
von der Bedienungsperson losgelassen wird. Zusätzlich ist eine
Startvorrichtung, beispielsweise ein von Hand zu betätigendes
Zündschloß, vorhanden. Von Nachteil ist dabei, daß der jeweils
erneute Startvorgang unbequem ist, da die Bedienungsperson ent
scheiden muß, wann die Anlasserbetätigung abzubrechen ist, weil
der Motor gestartet ist oder aber nicht startet.
In DE 32 26 166 A1 ist ein automatisches Motorabschalt- und
Wiederanlaßsystem für ein Kraftfahrzeug beschrieben, bei dem
eine Unterbrechung des Zündstromkreises erfolgt, wenn eine be
stimmte Zeit überschritten wird, nachdem der Verbrennungsmotor
die Leerlaufdrehzahl erreicht hat. Ein neuer Startvorgang wird
durch Betätigung der Kupplung eingeleitet, in dem der Zündstrom
kreis und der Anlasserstromkreis geschlossen wird. Der Anlasser
stromkreis wird jedoch dann wieder unterbrochen, wenn eine vor
gegebene Drehzahl, die oberhalb der Startdrehzahl liegt, über
schritten wird. Hierdurch soll eine verringerte Umweltbelastung
und ein ökonomischer Betrieb bei größeren Stillstandzeiten des
Fahrzeuges automatisch erreicht werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Betätigung
für den Verbrennungsmotors eines solchen Gerätes zu schaffen,
über welche der Startvorgang vereinfacht und der Betrieb siche
rer gestaltet wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein
Schaltbügel am Führungsholm vorgesehen ist, der zwischen einer
ersten und einer zweiten Position verstellbar ist, daß der
Schaltbügel selbsttätig die erste Position einnimmt und in die
zweite Position durch die Bedienungsperson überführbar ist, daß
eine Schalteinrichtung vorgesehen ist, welche Mittel zu Erfas
sung der Drehzahl des Verbrennungsmotors, einen Drehzahlverglei
cher und Mittel zum Schließen und Unterbrechen des Zündstrom-
und Anlasserstromkreises umfaßt, daß der Zündstromkreis und der
Anlasserstromkreis in der ersten Position des Schaltbügels un
terbrochen sind, daß bei Überführung des Schaltbügels von der
ersten in die zweite Position, die Schalteinrichtung den
Zündstromkreis und den Anlasserstromkreis schließt, daß die
Schalteinrichtung den Anlasserstromkreis bei Überschreitung
einer vorgegeben Drehzahl, die oberhalb der Startdrehzahl des
Verbrennungsmotors liegt, unterbricht und daß die Schalteinrich
tung den Zündstromkreis bei in der zweiten Position befindlichen
Schaltbügel unterbricht, wenn der Verbrennungsmotor, ausgehend
von einer Drehzahl, die oberhalb der Startdrehzahl liegt, eine
solche annimmt, die gegen Null geht, so lange bis der
Schaltbügel in die erste Position zurückgeführt ist.
Bei Betätigung des Schaltbügels und Halten desselben durch die
Bedienungsperson erfolgt automatisch die Betätigung des Anlas
sers durch Schließen des Anlasserstromkreises sowie des Zünd
stromkreises und Öffnen des Anlasserstromkreises, wenn der Ver
brennungsmotor die vorbestimmte Drehzahl erreicht hat. Wird der
Schaltbügel losgelassen, so kehrt er automatisch in die erste
Position zurück, in der der Verbrennungsmotor und die zum Be
trieb desselben erforderlichen Stromkreise unterbrochen sind.
Ferner wird erreicht, daß dann, wenn der Verbrennungsmotor bei
spielsweise während des Betriebes durch eine an den Arbeitswerk
zeugen auftretende Belastung abgewürgt wird, zunächst eine Rück
führung des Schaltbügels in die erste Position erforderlich ist,
um den Verbrennungsmotor erneut über den Anlasser starten zu
können.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Schalt
einrichtung ein Zeitglied aufweist, das den Stromkreis zur Betä
tigung des Anlassers nach Überschreiten einer vorgegebenen Zeit
unterbricht.
Dadurch wird gewährleistet, daß dann, wenn der Verbrennungsmotor
in der vorgegebenen Zeit nicht anspringt, der Anlaßvorgang un
terbrochen wird. Eine zu lange Einschaltdauer des Anlassers
würde eine Überbeanspruchung der Batterie und des Anlassers zur
Folge haben. Dies wird durch die vorgeschlagene Maßnahme wirksam
verhindert. Dies bedeutet aber auch, daß der Schaltbügel zu
nächst in seine erste Position wieder zurückgeführt werden muß,
um erneut eine Betätigung des Anlassers zu ermöglichen.
Für Geräte, die besonders schnell stillgesetzt werden sollen,
kann auch eine Bremse vorgesehen sein, welche über die Schalt
einrichtung beeinflußt ist, welche bei Überführung des Schalt
bügels in die erste Position die Bremse, die auf den Verbren
nungsmotor und/oder das Arbeitswerkzeug einwirkt, mechanisch
oder elektrisch betätigt.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung schematisch dargestellt.
Es zeigt
Fig. 1 ein als Rasenmäher gestaltetes Gerät zur
Garten-, Rasen-, Hof- oder Landschaftspflege
mit der erfindungsgemäßen Betätigungs
vorrichtung,
Fig. 2a und 2b eine Draufsicht auf einen Teil des Füh
rungsholmes des Gerätes mit den beiden mög
lichen Stellungen des Schaltbügels und
Fig. 3 ein Blockdiagramm bezüglich der Schaltein
richtung.
In Fig. 1 ist ein Rasenmäher 1 mit seinem Gehäuse 2 dar
gestellt. Im Mähraum 3 des Gehäuses 2 ist der Messerbalken
4 um eine Hochachse drehbar angeordnet. Der Messerbalken 4
wird von dem Verbrennungsmotor 5 drehend angetrieben. Der
Messerbalken 4 ist unmittelbar auf der Motorwelle angeord
net. Zusätzlich kann eine Bremse vorgesehen sein, die auf
die Motorwelle einwirkt oder zwischen dem Verbrennungsmo
tor 5 und dem Messerbalken 4 angeordnet ist. Das Gehäuse 2
des Rasenmähers 1 ist mit Rädern 6 versehen und über diese
auf einer Aufstandsfläche von Hand bewegbar. Es handelt
sich um einen handgeführten Rasenmäher 1, der hierzu mit
einem Führungsholm 7 versehen ist, der am Gehäuse 2 be
festigt ist. Die Längsholme 8 des Führungsholms 7 sind an
ihren Enden durch einen Querholm 9 miteinander verbunden.
Dieser dient zum Angriff von Hand und zur Bewegung bzw.
Führung des Rasenmähers 1 durch eine Bedienungsperson. Zum
Querholm 9 hin ist ein Schaltbügel 10 vorhanden. Wie aus
den Fig. 2a und 2b ersichtlich, besteht der Schaltbügel
10 aus dem parallel zum Querholm 9 verlaufenden Griffsteg
11 und den beiden von diesem weg sich parallel zu den
Längsholmen 8 erstreckenden Schenkeln 12. Die Schenkel 12
und der Griffsteg 11 bilden ein U. An den freien Enden der
Schenkel 12 ist der Schaltbügel 10 in zwei an den beiden
Längsholmen 8 festgelegten Lagergehäusen 13 gelagert. Der
Schaltbügel 10 ist von der in Fig. 2a ersichtlichen er
sten Position, bei dem sein Griffsteg 11 dem Querholm 9
entfernt ist und in der der Verbrennungsmotor 5 stillge
setzt ist, in die Betriebsposition gemäß Fig. 2b über
führbar, bei der der Schaltbügel 10 um etwa 180° gegenüber
seiner ersten Position gemäß Fig. 2a verschwenkt ist und
dem Querholm 9 angenähert ist. Der Schaltbügel 10 kann mit
seinem Griffsteg 11 beim Führen des Rasenmähers 1 durch
die Bedienungsperson zusammen mit dem Querholm 9 umfaßt
werden. Der Schaltbügel 10 ist zu seiner ersten Position
gemäß Fig. 2a hin durch eine Feder beaufschlagt, so daß er,
wenn er losgelassen wird, in diese Position zurückkehrt. Der
Schaltbügel 10 kann im Bereich seiner Anlenkung an die Längs
holme 8 ein Lagergehäuse 13 aufweisen, das zusätzlich mit einer
Kupplung versehen ist, so daß der Schaltbügel 10 mit dem zur
Schalteinrichtung 17 führenden Bowdenzug 16 zunächst durch Betä
tigung der Kupplung verbunden werden muß. Ferner ist eine Batte
rie 18 vorhanden, die zur Stromversorgung eines Anlassers 19 zum
Inbetriebsetzen des Verbrennungsmotors 5 und der Schalteinrich
tung dient.
Der Bowdenzug 16 betätigt einen Schalter 20 der Schalteinrich
tung 17 gemäß Fig. 3. Hierdurch wird ein Zeitglied 21 aktiviert. Ferner wird
über den Verknüpfer 22 ein Speicher 23 aktiviert. Gleichzeitig
wird der Zündstromkreis und der Stromkreis zum Anlasser 19 geschlossen. Ein Dreh
zahlsensor 24 stellt die Ist-Drehzahl fest. Diese wird im Ver
gleicher 25 mit einem vorgebbaren Drehzahlwert verglichen. Dies
ist der Wert, bei dem der Verbrennungsmotor üblicherweise seine
Startdrehzahl erreicht hat. Meldet der Vergleicher 25 ein Über
schreiten der Soll-Drehzahl, so wird über den Verknüpfer 22 der
Stromkreis zum Anlasser 19 unterbrochen. Wird während der Ein
schaltdauer des Zeitgliedes 21 dieser Zustand nicht erreicht,
erfolgt ebenfalls eine Unterbrechung des Stromkreises zum An
lasser 19.
Der Speicher 23 hält fest, wenn ein Startvorgang erfolgt ist.
Wird dann über den Drehzahlsensor 24 festgestellt, daß die Ist-
Drehzahl die Soll-Drehzahl unterschreitet, veranlaßt der Spei
cher 23 über den Verknüpfer 22, daß der Zündstromkreis geöffnet
wird und solange geöffnet gehalten wird, bis der Schalter 20 und
damit der Schaltbügel 10 in seine Ausgangsposition zurückgeführt
ist. Diese entspricht der ersten Position des Schaltbügels 10,
so daß ein neuer Startvorgang, wie zuvor beschrieben, einzuleiten ist.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Inbetriebsetzen oder Stillsetzen eines
durch einen Verbrennungsmotor angetriebenen Gerätes zur
Landschafts-, Hof- oder Gartenpflege, insbesondere Rasenmä
her, Vertikutierer, Kehrgerät, das einen Führungsholm
aufweist, der zur Führung des Gerätes von Hand durch eine
Bedienungsperson dient, mit einem über eine Batterie mit
Strom versorgbaren Anlasser zum Starten des Verbrennungs
motors, mit einer Schalteinrichtung zum Schließen oder
Unterbrechen des Zündstromkreises und des Anlasser
stromkreises,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Schaltbügel (10) am Führungsholm (7) vorgesehen
ist, der zwischen einer ersten und einer zweiten Position
verstellbar ist, daß der Schaltbügel (10) selbsttätig die
erste Position einnimmt und in die zweite Position durch
die Bedienungsperson überführbar ist, daß eine Schaltein
richtung (17) vorgesehen ist, welche Mittel zu Erfassung
der Drehzahl des Verbrennungsmotors (5), einen Drehzahlver
gleicher (25) und Mittel zum Schließen und Unterbrechen des
Zündstrom- und Anlasserstromkreises umfaßt, daß der Zünd
stromkreis und der Anlasserstromkreis in der ersten Posi
tion des Schaltbügels (10) unterbrochen sind, daß bei Über
führung des Schaltbügels (10) von der ersten in die zweite
Position, die Schalteinrichtung (17) den Zündstromkreis und
den Anlasserstromkreis schließt, daß die Schalteinrichtung
(17) den Anlasserstromkreis bei Überschreitung einer vor
gegeben Drehzahl, die oberhalb der Startdrehzahl des Ver
brennungsmotors (5) liegt, unterbricht und daß die Schalt
einrichtung (17) den Zündstromkreis bei in der zweiten
Position befindlichen Schaltbügel (10) unterbricht, wenn
der Verbrennungsmotor (5), ausgehend von einer Drehzahl,
die oberhalb der Startdrehzahl liegt, eine solche annimmt,
die gegen Null geht, so lange bis der Schaltbügel (10) in
die erste Position zurückgeführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schalteinrichtung (17) ein Zeitglied (21) aufweist,
das den Stromkreis zur Betätigung des Anlassers (19) nach
Überschreiten einer vorgegebenen Zeit (t) unterbricht.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schalteinrichtung (17) bei Überführung des Schalt
bügels (10) in die erste Position eine auf den Verbren
nungsmotor (5) und/oder ein Arbeitswerkzeug (4) des Gerätes
(1) einwirkende Bremse mechanisch und/oder elektrisch betä
tigt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19934328094 DE4328094C2 (de) | 1993-08-20 | 1993-08-20 | Betätigungsvorrichtung für den Verbrennungsmotor eines Gerätes zur Landschafts,- Hof- oder Gartenpflege |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19934328094 DE4328094C2 (de) | 1993-08-20 | 1993-08-20 | Betätigungsvorrichtung für den Verbrennungsmotor eines Gerätes zur Landschafts,- Hof- oder Gartenpflege |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4328094A1 DE4328094A1 (de) | 1995-02-23 |
| DE4328094C2 true DE4328094C2 (de) | 1995-11-09 |
Family
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Country Status (1)
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Families Citing this family (1)
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1993
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