DE4323963A1 - Verfahren, Vorrichtung und Anlage zum Waschen von Matratzen, insbesondere Schaumstoffmatratzen - Google Patents
Verfahren, Vorrichtung und Anlage zum Waschen von Matratzen, insbesondere SchaumstoffmatratzenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, eine Vorrichtung und
eine Anlage zum Waschen von Matratzen, insbesondere von
Schaumstoffmatratzen nach den Oberbegriffen der Patentan
sprüche 1, 15 bzw. 28.
Aus der EP 0157252 ist eine Waschanlage für Matratzen be
kannt, bei der die Matratzen hintereinander durch mehrere mit
Flüssigkeiten gefüllte Wannen geleitet und dabei gewaschen,
desinfiziert, gespült und getrocknet werden. Es ist ein be
sonderer konstruktiver Aufwand zur Führung und mechanischen
Bearbeitung der Matratze erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum
Waschen von Matratzen anzugeben, das an unterschiedliche An
forderungen hinsichtlich der vorzunehmenden Behandlungen, der
Menge und der Art der Matratzen leicht angepaßt werden kann
und das Waschen einer höheren Anzahl von Matratzen in der
gleichen Zeit ermöglicht. Ferner soll eine Vorrichtung ge
schaffen werden, die zur Durchführung des Verfahrens geeignet
und konstruktiv einfach gestaltet ist, und es soll eine An
lage zur Verfügung gestellt werden, die mit Hilfe der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung unter Anwendung des erfindungsge
mäßen Verfahrens und mit einer hohen Leistung und Wirtschaft
lichkeit betrieben werden kann.
Die Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens durch die Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst, dessen Lehre durch die Merkmale der
Ansprüche 2 bis 14 in zweckmäßiger Weise ergänzt wird.
Der die Vorrichtung betreffende Teil der Aufgabe wird durch
die Merkmale des Anspruchs 15 gelöst, wobei zweckmäßige Aus
gestaltungen Gegenstand der Ansprüche 16 bis 27 sind.
Bezüglich der Anlage ergibt sich die Lösung der Aufgabe aus
dem Anspruch 28, dessen Merkmale durch die Ansprüche 29 bis
35 weitergebildet werden.
Erfindungsgemäß wird die zu behandelnde Matratze in einer
Vorrichtung walkend behandelt, wobei sie sich nur mit ihrer
Unterseite in dem Waschbad befindet, während die Oberseite
mit der Flüssigkeit von oben beaufschlagt wird.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht es, eine Anlage
baukastenartig zusammenzustellen und den jeweiligen Gegeben
heiten anzupassen. So kann die Vorrichtung wahlweise zum Wa
schen, Desinfizieren oder Spülen eingesetzt werden. Dabei
können diese Vorgänge im Badwechselverfahren in ein und der
selben Vorrichtung nacheinander erfolgen, so daß für kleinere
Anlagen eine einzige Vorrichtung ausreicht. Andererseits kön
nen für größere Durchsätze mehrere gleichartige Vorrichtungen
hintereinander und/oder parallel angeordnet und im Durchlauf
betrieb betrieben werden, wobei sich ein unterschiedlicher
Zeitbedarf für die verschiedenen Behandlungsvorgänge ausglei
chen läßt.
Durch den baukastenartigen Aufbau der Anlage kann diese auch
auf einfache Weise an wechselnde Gegebenheiten angepaßt wer
den, d. h. durch Erweiterung oder unterschiedliche Zuordnung
der einzelnen Einrichtungen zueinander ist eine Anpassung an
die jeweiligen Betriebsbedingungen möglich. Auch wird eine
optimale Raumausnutzung erzielt, da die einzelnen Vorrichtun
gen an verschiedenen Orten angeordnet werden können, wenn sie
voneinander unabhängig arbeiten und über Fördereinrichtungen
miteinander verbunden sind.
Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nach
folgend anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine einzelne Vorrichtung zum Waschen, Desinfizieren
oder Spülen einer Matratze;
Fig. 2 die Anordnung mehrerer Vorrichtungen gemäß Fig. 1
hintereinander, und
Fig. 3 im Grundriß eine Anlage mit einer möglichen Anordnung
mehrerer Vorrichtungen zum Waschen, Desinfizieren,
Spülen und Trocknen von Matratzen in einem Gebäude.
Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Vorrichtung besteht
aus einem wannenförmigen Behälter 1, dessen Innenabmessungen
dem größten zu behandelnden Matratzenformat angepaßt sind. In
dem Behälter befindet sich eine Flüssigkeit 2, die eine
Wasch-, Desinfektions- oder Spülflüssigkeit sein kann.
In dem Behälter ist unterhalb des Flüssigkeitsspiegels 2a ein
Umlaufförderer in Form eines Gurtes 3 angeordnet, der um zwei
Umlenkwalzen 4, 5 geführt ist, von denen mindestens eine an
getrieben ist. Die von dem Gurt und den Umlenkwalzen gebil
dete Fördereinheit ist durch nicht dargestellte Mittel bezüg
lich des Flüssigkeitsspiegels 2a in der Höhe einstellbar. Der
Flüssigkeitsspiegel wird über einen Überlauf 32 eingestellt.
Dieser Überlauf kann entsprechend in seiner Höhe verstellbar
sein.
Auf dem Gurt 3 befindet sich die zu behandelnde Matratze 6,
die die Form eines flachen Quaders hat und mit einem Baum
wollüberzug versehen sein kann.
In einem einstellbaren Abstand oberhalb des Flüssigkeitsspie
gels 2a ist eine Walkwalze 7 gelagert, die sich über die ge
samte Breite des Gurtes 3 erstreckt. Die Walkwalze 7 ist über
die Länge des Gurtes in beiden Richtungen bewegbar und mit
einem in beide Drehrichtungen umschaltbaren Drehantrieb ver
bunden. Zusätzlich kann auch ein Antrieb für die lineare Hin-
und Herbewegung vorhanden sein. Sowohl ihre Drehgeschwindig
keit als auch die Geschwindigkeit der Hin- und Herbewegung
sind einstellbar.
Die Höhenlage der Walkwalze 7, die auf verschiedene Matrat
zendicken automatisch einstellbar ist, wird in der darge
stellten Weise so eingestellt, daß die Matratze 6 unterhalb
der Walze zusammengedrückt bzw. gestaucht wird. Bei einge
schaltetem Drehantrieb rollt dann die Walkwalze 7 auf der Ma
tratze 6 ab und walkt diese fortlaufend durch. Die Matratze
wird dabei von dem Gurt 3 unverschiebbar gehalten.
Damit die Matratze 6 ungehindert in das Bad eingeführt werden
kann, wird die Walkwalze in die rechte Endstellung bewegt,
während die Matratze an der linken Seite des Behälters einge
bracht wird. Durch das Antreiben der Walkwalze 7 wird verhin
dert, daß die Matratze 6 beim Anfahren der Walkwalze verscho
ben wird. Die Walkwalze rollt sich auf die Matratze auf.
Oberhalb der Walkwalze 7 befindet sich eine Flüssigkeitsver
teilungsanlage. Diese kann in Form einer Schwalldusche 8 mit
einer schlitzförmigen Austrittsöffnung ausgebildet sein, die
sich parallel zu der darunter befindlichen Walkwalze 7 er
streckt. Die Schwalldusche 8 ist in einer rahmenartigen Hal
terung so geführt, daß sie sich zusammen mit der Walkwalze 7
bewegt und die Flüssigkeit gezielt dem gerade gewalkten Be
reich zuführt.
Eine andere, bevorzugte Ausführung besteht in der dargestell
ten Weise aus einem flachen Gehäuse, dessen Unterseite mit
einer Vielzahl von Bohrungen versehen ist. Durch die aus den
Bohrungen austretende Flüssigkeit wird die darunter befindli
che Matratze gleichmäßig über ihre gesamte Fläche beregnet.
Anstelle der Schwalldusche kann auch eine Kugeldusche vorge
sehen werden, aus der die Flüssigkeit über einen größeren Be
reich gesprüht wird. Eine weitere Möglichkeit der Flüssig
keitszufuhr und -verteilung besteht darin, die Flüssigkeit in
das Innere der Walkwalze 7 zu leiten, die dann als Lochwalze
ausgebildet sein muß, so daß die Flüssigkeit unmittelbar dem
gewalkten Bereich zugeführt wird.
Die Flüssigkeit wird dem Behälter 1 entnommen und mit einer
Pumpe 9 durch eine Leitung 10 der Flüssigkeitsverteilungsan
lage zugeführt, von wo sie im Kreislauf zurück in den Behäl
ter 1 gelangt.
Am auslaufseitigen, in Fig. 1 rechten Ende des Behälters 1
sind zwei Preß- bzw. Quetschwalzen 11, 12 angeordnet, die
zwischen sich einen Spalt zum Durchführen der Matratze bil
den, wobei die Matratze von dieser aufgesaugten Flüssigkeit
weitgehend entwässert wird. Der Spalt befindet sich oberhalb
des Flüssigkeitsspiegels 2a und ist in der Weite einstellbar.
Die Preßwalzen sind mit einem geeigneten Antrieb gekuppelt,
der auf eine oder beide Walzen wirken kann.
Je nach dem anzuwendenden Verfahren sind unterhalb des Behäl
ters 1 mehrere Vorratsbehälter 13, 14, 15 angeordnet, von
denen jeder den gesamten Inhalt des wannenförmigen Behälters 1
aufnehmen kann. Durch eine Leitung 16 und ein Ventil 17 er
folgt die Zufuhr der Flüssigkeit aus dem Behälter 1 in einen
der Vorratsbehälter 13, 14 oder 15, und zum Füllen des Behäl
ters 1 aus einem der Vorratsbehälter dienen eine Leitung 18
und eine Pumpe 19. Der Überlauf 32 des Behälters 1 ist ebenso
wie die Vorratsbehälter 13, 14, 15 mit einem Kanalabfluß 33
verbunden.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt.
Die zu behandelnde Matratze 6 wird von der in Fig. 1 linken
Seite in die Vorrichtung eingeführt und mit der Vorderkante
auf den Gurt 3 gelegt. Der Gurt transportiert die Matratze 6
dann in Richtung des Pfeiles 34 in die in der Zeichnung
dargestellte Position. Die Walkwalze 7 befindet sich dabei in
ihrer rechten Endstellung.
Das Obertrum des Gurtes 3 ist in einer solchen Höhe einge
stellt, daß die eingeführte Matratze nicht vollständig, son
dern nur mit ihrer Unterseite in die Flüssigkeit eintaucht.
Die Eintauchtiefe hängt von der Dicke und der Dichte der Ma
tratze ab und wird so bemessen, daß die Matratze keinesfalls
in der Flüssigkeit aufschwimmt, sondern durch ihr Eigenge
wicht auf dem Gurt liegen bleibt.
Als nächstes wird die Walkwalze 7 in der gestrichelt darge
stellten Weise durch den Antrieb linksherum gedreht und nach
links bewegt. Der eigene Drehantrieb der Walkwalze bewirkt
dabei, daß die Walze auf der Matratze abrollt und sie dabei
unter sich zusammendrückt und nicht nach links verschiebt.
Zusätzlich wird die Matratze auch durch den Gurt gehalten.
Gleichzeitig mit dem Antrieb der Walkwalze 7 wird die Pumpe 9
eingeschaltet, so daß Flüssigkeit aus dem Behälter 1 durch
die Leitung 10 zu der Schwalldusche 8 gepumpt wird, die sich
in der erläuterten Weise über der Walkwalze befindet.
Bei ihrer Bewegung drückt die Walkwalze 7 die Matratze 6 in
der gezeigten Weise zusammen und quetscht dabei aus dem zu
sammengedrückten Bereich die aufgesaugte Flüssigkeit aus. Bei
dem nachfolgenden Ausdehnen des Matratzenmaterials wird wie
der Flüssigkeit aus dem Behälter 1 aufgesaugt. Zusätzlich
wird aus der Schwalldusche 8 Flüssigkeit von oben zugeführt.
Auf diese Weise wird die Matratze gewalkt und gleichzeitig
unter reichlicher Flüssigkeitszufuhr wechselweise gequetscht
und entlastet, so daß eine gründliche Durchflutung erfolgt.
Wenn nach mehrmaligem Hin- und Herrollen der Walkwalze 7 die
Behandlung beendet ist, wird die Walze in die linke Position
gebracht und der Gurt 3 wieder angetrieben, um die Matratze 6
den Preßwalzen 11, 12 zuzuführen. Diese ziehen die Matratze
zwischen sich hindurch, wobei die ausgequetschte Flüssigkeit
in den Behälter 1 zurückläuft.
Es wäre auch möglich, den Gurt 3 und/oder eine geeignete Un
terlage am Ende der Bearbeitung soweit anzuheben, daß die Ma
tratze 6 vollständig aus der Flüssigkeit herausgehoben wird
und daß dann die Walkwalze 7 zum Auspressen der Flüssigkeit
verwendet wird.
Nach dem Auspressen wird die Matratze dem nächsten Behand
lungsschritt zugeführt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auf unterschiedliche
Weise im Rahmen einer Gesamtanlage zum Behandeln von Matrat
zen eingesetzt werden.
Für kleinere Anlagen genügt eine einzige derartige Vorrich
tung, die dann nach dem Badwechselverfahren betrieben wird.
Hierzu wird in der beschriebenen Weise die Matratze 6 einge
führt, der Behälter 1 mit einer Waschflüssigkeit gefüllt und
die Matratze gewaschen. Nach Abschluß dieses Vorgangs wird
die Waschflüssigkeit durch die Leitung 16 und das Ventil 17
in den Vorratsbehälter 13 abgelassen. Dabei kann die Walk
walze 7 noch ein- oder mehrmals bei abgeschalteter Pumpe 9
und abgelassener Waschflüssigkeit über die Matratze geführt
werden, um möglichst viel von der Flüssigkeit auszuquetschen.
Der Gurt 3 kann dabei auch angehoben werden oder die Walk
walze auch abgesenkt werden, um eine bessere Entwässerung zu
erreichen.
Als nächstes wird die Pumpe 19 eingeschaltet, um durch die
Leitung 18 Desinfektionsflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter
14 in den Behälter 1 zu pumpen. Die Behandlung erfolgt dann
in gleicher Weise.
Nach der Desinfektion, die sich über eine vorgeschriebene
Zeitspanne erstrecken kann, erfolgt in der bereits beschrie
benen Weise ein weiterer Flüssigkeitswechsel, wobei für den
nachfolgenden Spülvorgang Wasser als Spülflüssigkeit aus dem
Vorratsbehälter 15 in den Behälter 1 gepumpt wird.
Bei Bedarf können einzelne Vorgänge auch mehrfach durchge
führt werden, wofür ggfs. eine größere Zahl von Vorratsbehäl
tern erforderlich ist.
Für Anlagen mit größerer Leistung können mehrere Vorrichtun
gen hintereinander angeordnet werden, um die Matratzen im
Durchlaufverfahren zu waschen. Ein Beispiel für eine derar
tige Anlage ist in Fig. 2 schematisch dargestellt. Hier sind
drei Einzelvorrichtungen der in Fig. 1 gezeigten Art in Reihe
angeordnet, die hintereinander von den Matratzen durchlaufen
werden. Die Matratzen werden in die erste Vorrichtung 20 ein
geführt und einer ersten Waschbehandlung unterworfen und dann
nacheinander in die Vorrichtungen 21 und 22 überführt, in
denen sie dann desinfiziert und gespült werden. Von der Vor
richtung 22 erfolgt der Transport in eine weitere Vorrichtung
zum Trocknen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, erfolgt dabei das Waschen nicht
im Badwechselverfahren, sondern im Gegenstromverfahren, d. h.
die Waschflüssigkeit wird entgegen der Transportrichtung der
Matratzen durch Pumpen 23 und 24 und Leitungen 26 und 27 von
einer Vorrichtung in die nächste gefördert und verläßt die
erste Vorrichtung durch einen Überlauf 29. Die Pumpen 25 ver
sorgen die Dusche über die Leitung 28 mit Flüssigkeit. Wenn
die Vorrichtungen 20, 21, 22 in unterschiedlichen Höhen ein
gebaut werden, kann ggfs. die Flüssigkeitsförderung durch na
türliches Gefälle erfolgen und auf die Pumpen 23 und 24 ver
zichtet werden.
Beim Durchlaufverfahren gemäß Fig. 2 können auch die einzel
nen Vorrichtungen in anderer Weise betrieben werden als im
Zusammenhang mit dem Badwechselverfahren erläutert. Bei die
ser Variante werden während des Walkens der Matratze 6 durch
die Walkwalze 7 der Gurt 3 und die Entwässerungswalzen nicht
angehalten, sondern weiter betrieben, so daß sich die Ma
tratze langsam durch die Vorrichtung bewegt und kontinuier
lich behandelt wird. Die Transportgeschwindigkeit des Gurtes
und der Entwässerungswalzen muß dabei merklich niedriger sein
als die Lineargeschwindigkeit der Walkwalze. Mit dieser Be
triebsweise ist ein vollständig kontinuierliches Arbeiten der
Anlage möglich.
Eine weitere Möglichkeit der Anordnung von mehreren Vorrich
tungen in einer Gesamtanlage ist im Grundriß in Fig. 3 ge
zeigt. Diese Anlage trägt der Tatsache Rechnung, daß das
Desinfizieren in allgemeinen mehr Zeit benötigt als das Wa
schen.
Die in Fig. 3 als Beispiel skizzierte Anlage besteht aus
einer mit "W" gekennzeichneten Vorrichtung zum Waschen der
Matratzen, zwei mit "D" gekennzeichneten Vorrichtungen zum
Desinfizieren, einer mit "S" gekennzeichneten Vorrichtung zum
Spülen und zwei mit "T" bezeichneten Vorrichtungen zum Trock
nen. Die einzelnen Vorrichtungen W, D, D, S können auch hin
tereinander angeordnet sein, wie dies im rechten Teil der
Fig. 3 dargestellt ist.
Wie in Fig. 3 dargestellt, arbeiten die beiden Desinfizier
einrichtungen parallel und werden von der Wascheinrichtung W
abwechselnd beschickt , so daß der erhöhte Zeitbedarf ausge
glichen wird. Oder sie arbeiten hintereinander, wobei die Ma
tratze in jeder Desinfiziereinrichtung D nur jeweils die
Hälfte der Desinfizierungszeit verweilt. Von der Spüleinrich
tung S werden die Matratzen zu den hier parallel angeordneten
Trocknern geleitet.
Wie in Fig. 3 angedeutet, sind die einzelnen Vorrichtungen
räumlich nicht in einer Reihe angeordnet, sondern zum Teil
voneinander getrennt. Sie können sich je nach den örtlichen
Gegebenheiten auch in verschiedenen Räumen befinden. Der
Transport der Matratzen von einer Vorrichtung zu der nächsten
erfolgt dabei durch geeignete Förderer 30, 31, die z. B. als
Hubfahrband ausgebildet sein können.
Wie ohne weiteres ersichtlich, sind auch beliebige andere
Kombinationen möglich.
Bezugszeichenliste
1 Behälter
2 Flüssigkeit
2a Flüssigkeitsspiegel
3 Drahtgeflechtgurt
4 Umlenkwalze
5 Umlenkwalze
6 Matratze
7 Walkwalze
8 Schwalldusche
9 Pumpe
10 Leitung
11 Preßwalze
12 Preßwalze
13 Vorratsbehälter
14 Vorratsbehälter
15 Vorratsbehälter
16 Leitung
17 Ventil
18 Leitung
19 Pumpe
20 Einzelvorrichtung
21 Einzelvorrichtung
22 Einzelvorrichtung
23 Pumpe
24 Pumpe
25 Pumpe
26 Leitung
27 Leitung
28 Leitung
29 Überlauf
30 Förderer
31 Förderer
32 Überlauf
33 Kanalabfluß
34 Förderrichtung
2 Flüssigkeit
2a Flüssigkeitsspiegel
3 Drahtgeflechtgurt
4 Umlenkwalze
5 Umlenkwalze
6 Matratze
7 Walkwalze
8 Schwalldusche
9 Pumpe
10 Leitung
11 Preßwalze
12 Preßwalze
13 Vorratsbehälter
14 Vorratsbehälter
15 Vorratsbehälter
16 Leitung
17 Ventil
18 Leitung
19 Pumpe
20 Einzelvorrichtung
21 Einzelvorrichtung
22 Einzelvorrichtung
23 Pumpe
24 Pumpe
25 Pumpe
26 Leitung
27 Leitung
28 Leitung
29 Überlauf
30 Förderer
31 Förderer
32 Überlauf
33 Kanalabfluß
34 Förderrichtung
Claims (35)
1. Verfahren zum Waschen von Matratzen, insbesondere
Schaumstoffmatratzen mit einer Wasch- und ggfs. einer
Desinfektionsflüssigkeit und einer Spülflüssigkeit,
Auspressen der Flüssigkeit und anschließendem Trocknen,
wobei die zu waschende Matratze flach liegend in einen
mit Flüssigkeit gefüllten Behälter eingebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1) nur soweit
mit Flüssigkeit gefüllt wird, daß sich die auf einer
Unterlage aufliegende Matratze (6) mit ihrer Unterseite
in der Flüssigkeit befindet, und daß sich die oberhalb
des Flüssigkeitsspiegels befindliche Oberseite der Ma
tratze mit Flüssigkeit beaufschlagt und mechanisch be
arbeitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Flüssigkeit nur so weit oberhalb der Unterlage in
den Behälter (1) eingefüllt wird, daß die nur teilweise
in die Flüssigkeit eintauchende Matratze (6) durch ihr
Eigengewicht auf der Unterlage aufliegt und nicht auf
schwimmt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die mechanische Bearbeitung der Matratze (6) durch die
Hin- und Herbewegung einer Walkwalze (7) auf der Ober
seite der Matratze (6) gleichzeitig mit der Beaufschla
gung der Matratze mit Flüssigkeit erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Geschwindigkeit der Hin-und Herbewegung der Walk
walze (7) in Abhängigkeit von der Matratzenart und/oder
dem Matratzenmaterial eingestellt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Walkwalze (7) beim Einbringen der Matratze
(6) in eine von der Einbringungsöffnung des Behälters
(1) entfernte Endstellung gebracht wird und zur an
schließenden Durchführung der Walkarbeit angetrieben
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Matratze (6) in demselben Behälter (1) wenigstens
einem Wasch- und Desinfektions- und Spülzyklus unter
worfen wird, indem die jeweilige Flüssigkeit abgelassen
und durch eine andere ersetzt wird (Badwechselverfah
ren).
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die nach jedem Zyklus abgelassene Flüssigkeit in einen
eigenen Vorratsbehälter (13, 14, 15) geleitet und für
denselben Zyklus eines nachfolgenden Waschvorgangs wie
der in den Behälter (1) zurückgeführt wird, wobei be
stimmte Mengen der jeweiligen Flüssigkeit erneuert wer
den.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Matratze (6) wenigstens einem Wasch- und Desinfek
tions- und Spülzyklus unterworfen wird, indem sie für
jeden Zyklus in einen anderen Behälter (1) mit jeweils
einer eigenen Flüssigkeit transportiert wird, wobei be
stimmte Mengen der jeweiligen Flüssigkeit erneuert wer
den. (Durchlaufverfahren).
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Flüssigkeit entgegengesetzt zur Transportrichtung
der Matratze bzw. Matratzen (6) von einem Behälter in
den vorhergehenden gefördert wird (Durchlaufverfahren
mit Gegenstrom).
10. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeich
net, daß die Matratze (6) während des Wasch- bzw. Des
infektions- bzw. Spülvorgangs kontinuierlich durch den
Behälter gefördert wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Matratze (6) nach jedem Wasch-
bzw. Desinfektionszyklus und Spülzyklus ausgepreßt
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Matratze (6) zwischen zwei Preßwalzen (11, 12) hin
durchgeführt wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß beim Badwechselverfahren nach
dem Wasch- bzw. Desinfektions- bzw. Spülzyklus die Be
aufschlagung mit Flüssigkeit unterbrochen und die Flüs
sigkeit aus dem Behälter abgelassen wird und das Aus
pressen mit Hilfe des Walkwerkzeugs (7) erfolgt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
das Walkwerkzeug (7) zur Erzielung einer verbesserten
Entwässerung während seiner Hin- und Herbewegung abge
senkt wird.
15. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 14 mit einem wannenförmigen Behäl
ter (1) zur Aufnahme der Flüssigkeit (2), gekennzeich
net durch einen in dem Behälter unterhalb des Flüssig
keitsspiegels (2a) angeordneten Umlaufförderer (3),
einen mit Abstand über dem Flüssigkeitsspiegel (2a) an
geordneten Flüssigkeits-austritt (8), eine Pumpenanord
nung (9) zum Fördern von Flüssigkeit aus dem Behälter
(1) zu dem Flüssigkeitsaustritt (8), eine oberhalb des
Flüssigkeitsspiegels bewegbare Walkwalze (7) und einen
Überlauf (32) zum Einstellen des Flüssigkeitsspiegels
(2a) im Behälter (1).
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der Umlaufförderer aus einem um zwei Umlenkwalzen
geführten Gurt (3) besteht.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Umlaufförderer (3) in der Höhe unter
halb des Flüssigkeitsspiegels (2a) einstellbar ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flüssigkeitsaustritt (8) zusammen mit der Walk
walze (7) bewegbar angeordnet ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flüssigkeitsaustritt als Schwalldusche (8) aus
gebildet ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flüssigkeitsaustritt als Kugeldusche ausgebil
det ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flüssigkeitsaustritt im wesentlichen über der
gesamten Fläche des Flüssigkeitsspiegels flächig ver
teilte Flüssigkeitsaustrittsöffnungen aufweist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß der Flüssigkeitsaustritt innerhalb der Walkwalze
(7) angeordnet ist und die Walkwalze mit Flüssig
keitsaustrittsöffnungen versehen ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, daß die Walkwalze (7) linear hin- und
hergehend beweglich sowie in beiden Drehrichtungen dre
hend angetrieben ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 23, dadurch
gekennzeichnet, daß die Walkwalze (7) in der Höhe über
dem Umlaufförderer (3) einstellbar ist.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 24, dadurch
gekennzeichnet, daß dem wannenförmigen Behälter (1)
mehrere Vorratsbehälter (13, 14, 15) zur Aufnahme un
terschiedlicher Wasch- bzw. Desinfektionsflüssigkeiten
und Spülflüssigkeiten zugeordnet sind und daß die Vor
ratsbehälter über Zu- und Ableitungen (16, 18) sowie
Ventile (17) und Pumpen (19) mit dem wannenförmigen Be
hälter (1) verbunden sind.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 25, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einzelvorrichtungen (20, 21,
22) über Leitungen (26, 27), Ventile und/oder Pumpen
(23, 24) mit mindestens einem weiteren gleichartigen
wannenförmigen Behälter verbunden ist.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 26, dadurch
gekennzeichnet, daß in Förderrichtung (34) nach dem Um
laufförderer (3) und parallel zu diesem in dem wannen
förmigen Behälter (1) zwei Preßwalzen (11, 12) angeord
net sind, die zwischen sich einen über dem Flüssig
keitsspiegel liegenden Preßspalt zum Auspressen der Ma
tratze (6) bilden.
28. Anlage zum Waschen und ggfs. Desinfizieren und Spülen
von Matratzen unter Anwendung des Verfahrens nach we
nigstens einem der Ansprüche 1 bis 14 und der Vorrich
tung nach wenigstens einem der Ansprüche 15 bis 27, da
durch gekennzeichnet, daß mindestens zwei der Vorrich
tungen zum Waschen und Desinfizieren und Spülen hinter
einander zum aufeinanderfolgenden Behandeln von takt
weise zugeführten Matratzen (6) angeordnet sind.
29. Anlage nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß
dem Ausgang einer Vorrichtung (W) zum Waschen minde
stens zwei Vorrichtungen (D) zum Desinfizieren zugeord
net sind, denen die Matratzen abwechselnd zugeführt
werden.
30. Anlage nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeich
net, daß im Anschluß an die Vorrichtung bzw. Vorrich
tungen (D) zum Desinfizieren mindestens eine Vorrich
tung (S) zum Spülen der Matratze angeordnet ist.
31. Anlage nach einem der Ansprüche 28 bis 30, dadurch ge
kennzeichnet, daß den hintereinander angeordneten Vor
richtungen (W, D, S) zum Waschen und Desinfizieren und
Spülen die Flüssigkeit nacheinander im Gegenstrom zur
Transportrichtung der Matratzen zugeleitet wird.
32. Anlage nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß
die hintereinander angeordneten Vorrichtungen ein un
terschiedliches Höhenniveau aufweisen und daß die Zu
leitung der Flüssigkeit durch natürliches Gefälle er
folgt.
33. Anlage nach einem der vorhergehenden Anlagenansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtungen (W, D, S)
zum Waschen und Desinfizieren und Spülen räumlich ge
trennt und durch Förderer (30, 31) verbunden sind.
34. Anlage nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens einer der Förderer (30, 31) ein Hubfahrband
oder dgl. ist.
35. Anlage nach einem der vorhergehenden Anlagenansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß den Vorrichtungen (W, D, S)
zum Waschen und Desinfizieren und Spülen mindestens
eine Vorrichtung (T) zum Trocknen der Matratzen zuge
ordnet ist.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19934323963 DE4323963A1 (de) | 1993-07-16 | 1993-07-16 | Verfahren, Vorrichtung und Anlage zum Waschen von Matratzen, insbesondere Schaumstoffmatratzen |
| EP94111060A EP0634514A1 (de) | 1993-07-16 | 1994-07-15 | Verfahren, Vorrichtung und Anlage zum Waschen von Matratzen, insbesondere Schaumstoffmatratzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934323963 DE4323963A1 (de) | 1993-07-16 | 1993-07-16 | Verfahren, Vorrichtung und Anlage zum Waschen von Matratzen, insbesondere Schaumstoffmatratzen |
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|---|---|
| DE4323963A1 true DE4323963A1 (de) | 1995-01-19 |
Family
ID=6493038
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19934323963 Withdrawn DE4323963A1 (de) | 1993-07-16 | 1993-07-16 | Verfahren, Vorrichtung und Anlage zum Waschen von Matratzen, insbesondere Schaumstoffmatratzen |
Country Status (2)
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|---|---|
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| DE (1) | DE4323963A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102023005331A1 (de) | 2023-04-06 | 2024-10-10 | MSC Medizinprodukte-Service-Center e. K. | Matratzentransportvorrichtung, insbesondere zur Verwendung in Krankenhäusern und Pflegeheimen, Verfahren zum Transportieren und Desinfizieren von Matratzen sowie Verwendung einer Matratzentransportvorrichtung in Krankenhäusern und Pflegeheimen |
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1994
- 1994-07-15 EP EP94111060A patent/EP0634514A1/de not_active Ceased
Cited By (1)
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| EP0634514A1 (de) | 1995-01-18 |
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