DE4323671A1 - Stufenlose Nockenwellenverstellung - Google Patents
Stufenlose NockenwellenverstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verstellvorrichtung zwischen einem an
treibenden und einem anzutreibenden Wellenabschnitt zur Erreichung
einer stufenlosen Winkelverstellung, in Anlehnung an die im Oberbe
griff des Anspruchs 1 genannten Merkmale.
Die in Brennkraftmaschinen eingesetzten Nockenwellen betätigen die
Gaswechselventile entsprechend dem Profil ihrer Nocken. Feste Ventil
steuerzeiten sind ein Kompromiß vor allem hinsichtlich der Anforde
rung an Nennleistung und Drehmoment. Es ist bekannt, zur Optimierung
der Steuerzeiten eine Phasenverschiebung der Steuerzeiten vorzunehmen,
das heißt bei einer Brennkraftmaschine wird die Stellung der Nocken
welle im Verhältnis zur Kurbelwelle um einen bestimmten Kurbelwinkel
verschoben, mit der Folge, daß eine Änderung der Ventilüberschneidung
entsteht. Bei kleinen Drehzahlen und im Niedriglastbetrieb ist unter
anderem aus Gründen der Laufruhe und der Abgasqualität eine kleine
Ventilüberschneidung vorteilhaft. Dagegen ist bei großen Drehzahlen
und zur Erreichung einer hohen Leistung eine große Ventilüberschnei
dung wünschenswert.
Zur Erreichung einer veränderten Ventilüberschneidung sind sogenannte
Phasenwandler im Nockenwellenantrieb bekannt. Diese verändern mecha
nisch die Lage der Nockenwelle relativ zur Kurbelwelle in Abhängigkeit
von Drehzahl und Last. Ziel dieser Maßnahme ist es, eine Verbrauchs
reduzierung und/oder eine Verbesserung des Drehmomentverlaufs zu erreichen.
Aus der EP-A-0 112 494 geht eine variable Nockenwellenverstellung
hervor, die einen hydraulisch betätigbaren Differenzkolben aufweist,
der kreisringförmig aufgebaut ist und mit einer Innen- und einer
Außenverzahnung versehen ist, wobei eine Verzahnung als Schrägver
zahnung ausgeführt ist. Eine axiale Verschiebung des Kolbens bei einer
Druckbeaufschlagung bewirkt eine Phasenverschiebung zwischen den über
die Verzahnung mit dem Kolben in Verbindung stehenden Bauteilen, dem
Nockenwellenantriebsritzel sowie einem unmittelbar mit der Nockenwelle
verbundenen Bauteil.
Als weitere bekannte Vorrichtung zeigt die EP-A-0 163 046 eine Vor
richtung zur Winkelverstellung einer Nockenwelle, bei der eine einge
baute Nockenwelle im Bereich einer Lagerstelle mit einer Druckmittel
zuführung für eine hydraulische Verstellvorrichtung versehen ist. Der
Aufbau sieht dazu Ölbohrungen im Gehäuse vor, in der die Nockenwelle
gelagert ist und über die Drucköl radial im Bereich der Nockenwellen
lagerung über Umlaufnuten in die Nockenwelle geleitet wird. Durch
Stichbohrungen gelangt das Drucköl weiter in axial verlaufende, in die
Nockenwelle eingebrachte Bohrungen, die das Drucköl zu Verstellkolben
weiterleiten, deren radiale Bewegung Einfluß auf die jeweils mit dem
Kolben verbundene Kugel nimmt, die andererseits an Verstellrampen
anliegt.
Abhängig vom Steuerdruck wird die Lage der Kugel und damit der Ver
stellrampen bestimmt, die Einfluß auf die Relativverschiebung zwischen
der antreibenden und der anzutreibenden Welle nimmt.
Nachteilig erfordern die bekannten Ausführungen einen speziellen
Nockenwellenaufbau wie auch entsprechende Anpassungsmaßnahmen für die
Druckmittelzuströmung, die aufwendig, kostenintensiv sind und eine
bauraumvergrößernde Wirkung besitzen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine geringe Verstellkräfte erfordernde
Vorrichtung zu realisieren mit einem großen Verstellbereich, die
einfach montierbar ist, eine spielfreie und geräuscharme Funktion
sicherstellt und außerdem kostengünstig herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 angegebenen kennzeichnenden
Merkmale gelöst.
Danach ist zur Winkelverstellung zwischen einer Nockenwelle und einem
Rollenträger, der mit einem Antriebsritzel versehen ist, eine zweistu
fige Keilübersetzung vorgesehen, mit der ein vorteilhaft großer Ver
stellbereich realisierbar ist. Der Aufbau sieht dazu eine mittelbare,
federkraftbeaufschlagte Kopplung der Nockenwelle mit dem Rollenträger
über Verstellkeile vor, die verschiebbar in einem drehfest auf der
Nockenwelle angeordneten Keilträger geführt sind. Vorteilhaft ergibt
sich dadurch auf engstem Bauraum ein den Erfordernissen entsprechender
Verstellbereich bei gleichzeitig geringem Verstellweg. Bedingt durch
die kraftschlüssig miteinander in Verbindung stehenden, die Verstel
lung auslösenden Bauteile, stellt sich weiter eine der Aufgabenstel
lung gerechte spielfreie und geräuscharme Verstellung ein. Die einzel
nen, die Verstellvorrichtung bildenden Bauteile sind weitestgehend
rotationssymmetrisch gestaltet, wodurch eine kostengünstige Verstell
vorrichtung herstellbar ist, die außerdem eine einfache Montage er
möglicht.
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist nach Anspruch 2 der Nocken
welle eine axial verschiebbare, mit Verstellrampen versehene Verstell
hülse zugeordnet, auf der radial verschiebbare Verstellkeile geführt
sind (1. Stufe der Keilübersetzung). Die Verstellkeile weisen seitlich
jeweils eine Keilfläche auf, an die Übertragungsrollen anliegen, die
im Rollenträger lagefixiert sind (2. Stufe der Keilübersetzung).
Erfindungsgemäß löst eine axiale Verschiebung der Verstellhülse und
der damit verbundenen Verstellrampen ein radiales Auslenken der Ver
stellkeile aus, deren Bewegung wiederum eine Relativverdrehung zwi
schen dem Rollenträger und dem Keilträger verursacht, womit eine
Phasenlagenänderung zwischen dem Nockenantrieb und der Nockenwelle
erreicht wird. Damit stellt sich auf engstem Bauraum eine gewünschte
Winkelverstellung zwischen dem antreibenden und dem angetriebenen
Wellenabschnitt ein.
Gemäß dem Anspruch 3 bildet der Rollenträger zur Erreichung einer
kompakten Bauweise mit dem Antriebsritzel eine Einheit und ist drehbar
auf einem Nabenabschnitt des Keilträgers geführt. Bedingt durch eine
gestufte Bauweise des Rollenträgers bildet dieser außerdem ein Festla
ger für die Nockenwelle, das heißt ein kombiniertes Radial-Axiallager.
Der weitestgehend die gesamte Verstellvorrichtung axial und radial
umschließende Rollenträger ist stirnseitig erfindungsgemäß mit einem
Deckel versehen, der zentrisch mit einer Ausnehmung zur Durchführung
der Verstellhülse versehen ist.
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist gemäß Anspruch 4 der vom
Rollenträger axial und radial überdeckte Keilträger lagefixiert mit
der Nockenwelle verbunden. Dazu bietet sich beispielsweise eine Ver
zahnung oder eine Verschraubung an.
Nach Anspruch 5 sind die Verstellrampen der Verstellhülse entgegen
gesetzt geneigt angeordnet, wodurch sich vorteilhaft die Reaktions
kräfte der dynamischen Nockenwellenwechselmomente weitestgehend kom
pensieren, was sich weiter förderlich auf die Verstellkraft zur Ver
lagerung der Verstellhülse auswirkt.
In einer weiteren Ausbildung ist gemäß Anspruch 6 zum wirksamen Spiel
ausgleich aller die Winkelverstellung auslösenden Bauteile eine exzen
trisch gelagerte Übertragungsrolle vorgesehen, die mittels eines
Verstellhebels und einer daran angreifenden Vorspannfeder ein Anliegen
der Übertragungsrolle am Verstellkeil in allen Betriebszuständen der
Brennkraftmaschine sicherstellt.
Gemäß der Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 7 ist zur Minde
rung der in die Verstellvorrichtung eingeleiteten Reaktionskräfte der
Nockenwelle, bedingt durch die Wechseldrehmomente, eine hydraulische
Dämpfung vorgesehen. Vorteilhaft sind dazu beispielsweise Ölräume
innerhalb der Verstellhülse vorgesehen, in die ein abgesetzter Ab
schnitt der Nockenwelle hineinragt, wobei die Ölräume über Leckspalte
verbunden sind. Eine Verschiebung der Verstellhülse bedingt somit
gleichzeitig ein Verlagern eines Ölvolumens zwischen zwei Ölräumen,
wobei der Durchfluß durch Leckspalte gehemmt wird, was gleichzeitig
eine Dämpfung der Stellbewegung bewirkt.
Nach Anspruch 8 erfolgt eine Verlagerung der Verstellhülse mittels
eines Stellgliedes, das von einer elektronischen Regelung der Brenn
kraftmaschine ansteuerbar ist. Erfindungsgemäß ist damit eine an die
Drehzahl oder Last der Brennkraftmaschine angepaßte stufenlose Ver
stellung der Nockenwelle erzielbar.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
der Figurenbeschreibung, in der ein Ausführungsbeispiel dargestellt
ist. Es zeigen:
Fig. 1 in einem Längsschnitt den grundsätzlichen Aufbau einer
erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung;
Fig. 2 die Ansicht gemäß dem Schnitt A-A aus Fig. 1;
Fig. 3 in einer Detailansicht eine hydraulische Dämpfung zwi
schen der Nockenwelle und der Verstellhülse.
In Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Verstellvorrichtung 1 im einge
bauten Zustand dargestellt, die endseitig auf einem mehrfach abgestuf
ten Abschnitt einer Nockenwelle 2 angeordnet ist. Ein Rollenträger 3,
der endseitig ein Antriebsritzel 4 aufweist, ist drehbar auf einem
Keilträger 5 gelagert. Weiterhin bildet der Rollenträger 3 eine Radi
allagerstelle 6 und zwei Axiallagerstellen 7 für die Nockenwelle 2 in
einem Zylinderkopf 8 einer Brennkraftmaschine. Eine Dichtung 9 ist
zwischen dem Zylinderkopf und dem rotierenden Rollenträger 3 vorgese
hen. Phasengleich mit dem Keilträger 5 und folglich mit der Nockenwel
le 2 rotieren zwei gegenüberliegend in einem radial nach außen gestuf
ten Abschnitt im Keilträger 5 angebrachte, radial geführte Verstell
keile 10a, 10b. Die Verstellkeile 10a, 10b sind in Richtung der Nok
kenwelle 2 zeigend jeweils mit einer Rampenrolle 11a, 11b versehen,
die kraftschlüssig an einer Verstellrampe 12 anliegen. Die ebenfalls
gegenüberliegend angeordneten, eine gegenläufige zueinander parallele
Schräge aufweisenden Verstellrampen 12a, 12b bilden mit einer axial
verschiebbaren Verstellhülse 13 eine Einheit. Mit dem Rollenträger 3
rotieren phasengleich zwei Übertragungsrollen 14a, 14b, die fest
positioniert als Anschlag und Führung der Verstellkeile 10 dienen. Der
rotationssymmetrisch gestaltete Rollenträger 3 umschließt weitestge
hend alle Bauteile der Verstellvorrichtung 1 und ist stirnseitig mit
einem Deckel 15 versehen. Zentrisch weist der Deckel 15 eine Ausneh
mung auf zur Durchführung der Verstellhülse 13, die durch einen Dicht
ring 16 eine Abdichtung erfährt. Eine Verstellstange 17 ist über ein
Axiallager 18 mit der Verstellhülse 13 verbunden.
Eine Veränderung der Phasenlage zwischen der antreibenden Einheit,
bestehend aus dem Antriebsritzel 4 und Rollenträger 3 und dem anzu
treibenden Keilträger 5, ist auslösbar über die Verstellstange 17. In
Fig. 1 ist die Verstellstange 17 am linken Anschlag anliegend darge
stellt. Dadurch ist der Verstellkeil 10a radial nach innen auf der
Verstellhülse 13 anliegend verschoben und der Verstellkeil 10b radial
nach außen verlagert. Relativ zum Rollenträger 3 nimmt dabei der
Keilträger 5 eine maximale Drehlage im Gegenuhrzeigersinn gegenüber
der Nockenwelle 2 ein. Für eine im Uhrzeigersinn rotierende Nockenwel
le 2 (Fig. 2) bedeutet dies eine Verstellung nach "spät". Um eine
entgegengesetzte Verstellung der Nockenwelle 2 nach "früh" zu errei
chen, ist eine Bewegung der Verstellhülse 13 gemäß Fig. 1 in Richtung
"z" erforderlich (siehe Pfeilangabe). Dabei wird der Verstellkeil 10a
radial nach außen bewegt, wobei sich im gleichen Maße der untere
Verstellkeil 10b nach innen nachstellt. Synchron zur Verlagerung der
Verstellkeile 10a, 10b werden die Übertragungsrollen 14a, 14b im
Gegenuhrzeigersinn verdreht und damit gleichzeitig der Rollenträger 3.
Als Ergebnis dieser nach "z" verlagerten Verstellhülse 13 stellt sich
somit eine Relativverdrehung zwischen dem Antriebsritzel 4 und der
Nockenwelle 2 in Richtung "früh" ein.
Der Spielausgleich der Verstellvorrichtung 1 erfolgt über einen Spiel
ausgleichsexzenter 21, der eine exzentrisch gelagerte Übertragungs
rolle 14a aufweist, an der ein Verstellhebel 20 angeordnet ist, an
dessen Ende eine Vorspannfeder 19 befestigt ist, wodurch die Übertra
gungsrolle 14a an den Verstellkeil 10a angedrückt wird. Aufgrund der
Übersetzung der Exzenteranordnung reicht eine geringe Federkraft aus
um eine ausreichende Vorspannung zu erreichen, mit der einerseits eine
Spielfreiheit der Verstellvorrichtung 1 gewährleistet ist und anderer
seits verhindert wird, daß die Übertragungsrolle 14a bedingt durch das
Wechselmoment der Nockenwelle 2 vom Verstellkeil 10a abhebt. Die durch
diese Vorspannung ausgelösten Kräfte auf die Verstellrampen 12a, 12b
werden kompensiert aufgrund der gegensinnigen Wirkrichtung beider
Rampen und dadurch, daß sich die Kräfte gleichwertig an beiden Über
tragungsrollen 14a, 14b abstützen.
Bedingt durch die zweistufige Keilübersetzung:
Stufe 1, Übergang vom Rollenträger 3 auf den Verstellkeil 10;
Stufe 2, Übergang vom Verstellkeil 10 auf die Übertragungsrolle 14;
ergeben sich geringe Verstellkräfte. Zudem kompensieren sich teilweise die Reaktionskräfte auf die Verstellkeile 10a, 10b und damit auf die Verstellrampen 12a, 12b, die durch die dynamischen Wechselmomente her vorgerufen werden.
Stufe 1, Übergang vom Rollenträger 3 auf den Verstellkeil 10;
Stufe 2, Übergang vom Verstellkeil 10 auf die Übertragungsrolle 14;
ergeben sich geringe Verstellkräfte. Zudem kompensieren sich teilweise die Reaktionskräfte auf die Verstellkeile 10a, 10b und damit auf die Verstellrampen 12a, 12b, die durch die dynamischen Wechselmomente her vorgerufen werden.
In Fig. 3 ist eine hydraulische Dämpfung für die Verstellhülse 13
dargestellt. Dazu weist die Verstellhülse 13 zwei Ölräume 23a, 23b
auf, die über eine mittige Bohrung 25 verbunden sind. Ein endseitig
gestufter Abschnitt der Nockenwelle 2 ist durch die Bohrung 25 geführt
und am freien Ende mit einer Scheibe 26 versehen. Damit sind zwei
Leckspalte 24a, 24b gebildet im Bereich der Bohrung 25 und im Bereich
zwischen der Bohrung des Ölraums 23b und der Scheibe 26. Zur Befüllung
der Ölräume 23a, 23b gelangt eine Steuerflüssigkeit, insbesondere
Schmieröl, durch eine zentrisch in der Nockenwelle 2 eingebrachte
Längsbohrung 22 in die versetzt angeordneten Ölräume 23a, 23b. Damit
verursacht eine Axialbewegung der Verstellhülse 13 gleichzeitig ein
Verlagern einer Dämpfungsflüssigkeit von dem einen Ölraum in den
benachbarten Ölraum, wobei der Druckmittelfluß durch die beiden Leck
spalte 24a, 24b behindert wird.
Bezugszeichenliste
1 Verstellvorrichtung
2 Nockenwelle
3 Rollenträger
4 Antriebsritzel
5 Keilträger
6 Radiallager
7 Axiallager
8 Zylinderkopf
9 Dichtung
10 Verstellkeil
11 Rampenrolle
12 Verstellrampe
13 Verstellhülse
14 Übertragungsrolle
15 Deckel
16 Dichtring
17 Verstellstange
18 Axiallager
19 Vorspannfeder
20 Verstellhebel
21 Spielausgleichselement
22 Längsbohrung
23 Ölraum
24 Leckspalt
25 Bohrung
26 Scheibe
2 Nockenwelle
3 Rollenträger
4 Antriebsritzel
5 Keilträger
6 Radiallager
7 Axiallager
8 Zylinderkopf
9 Dichtung
10 Verstellkeil
11 Rampenrolle
12 Verstellrampe
13 Verstellhülse
14 Übertragungsrolle
15 Deckel
16 Dichtring
17 Verstellstange
18 Axiallager
19 Vorspannfeder
20 Verstellhebel
21 Spielausgleichselement
22 Längsbohrung
23 Ölraum
24 Leckspalt
25 Bohrung
26 Scheibe
Claims (8)
1. Verstellvorrichtung zwischen einem antreibenden, mit einem An
triebsritzel versehenen Wellenabschnitt und einem anzutreibenden
Wellenabschnitt, mit der eine stufenlose Winkelverstellung erreichbar
ist, insbesondere eingesetzt in Brennkraftmaschinen zum Antrieb einer
Nockenwelle oder einer Diesel-Einspritzpumpe, wobei die Wellenab
schnitte koaxial angeordnet sind und eine Verstellung mittels Ver
stellrampen erfolgt, die an einem Wellenabschnitt angeordnet sind und
mit am benachbarten Wellenabschnitt befindlichen, radial verschieb
baren Übertragungsmitteln kraftschlüssig verbunden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Winkelverstellung zwischen einer Nockenwelle
(2) und einem Rollenträger (3) eine zweistufige Keilübersetzung vor
gesehen ist, wobei eine mittelbare, federkraftbeaufschlagte Kopplung
der Nockenwelle (2) mit dem Rollenträger (3) über Verstellkeile (10a,
10b) erfolgt, die verschiebbar in einem drehfest auf der Nockenwelle
(2) angeordneten Keilträger (5) geführt sind, wobei die Verstellkeile
(10a, 10b) mit im Rollenträger (3) lagefixierten Übertragungsrollen
(14a, 14b) zusammenwirken.
2. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Nockenwelle (2) eine axial verschiebbare, mit Verstellrampen (12a,
12b) versehene Verstellhülse (13) zugeordnet ist, die mit radial im
Keilträger (5) verschiebbaren Verstellkeilen (10a, 10b) gekoppelt
sind, an deren Keilflächen die Übertragungsrollen (14a, 14b) anliegen.
3. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der mit dem Antriebsritzel (4) eine Einheit bildende
Rollenträger (3), drehbar auf einem Nabenabschnitt des Keilträgers (5)
geführt ist und stirnseitig einen Deckel (15) aufweist.
4. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der vom Rollenträger (3) axial und radial überdeckte
Keilträger (5) drehfest mit der Nockenwelle (2) verbunden ist.
5. Verstellvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verstellrampen (12a, 12b) zueinander entgegengesetzt geneigte An
laufflächen aufweisen.
6. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zum Spielausgleich aller die Winkelverstellung auslösenden Bauteile
eine exzentrisch gelagerte Übertragungsrolle (14a) dient, die mittels
einer Vorspannfeder (19) und eines Verstellhebels (20) ein Anliegen
der Übertragungsrolle (14a) am Verstellkeil (10a) sicherstellt.
7. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Minderung der in die Verstellvorrichtung (1) eingeleiteten Reak
tionskräfte der Nockenwelle (2) eine hydraulische Dämpfung vorgesehen
ist.
8. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verstellung der Verstellhülse (13) mittels eines Stellgliedes er
folgt, das von einer elektronischen Steuereinrichtung der Brennkraft
maschine ansteuerbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934323671 DE4323671A1 (de) | 1993-07-15 | 1993-07-15 | Stufenlose Nockenwellenverstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934323671 DE4323671A1 (de) | 1993-07-15 | 1993-07-15 | Stufenlose Nockenwellenverstellung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4323671A1 true DE4323671A1 (de) | 1995-01-19 |
Family
ID=6492844
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934323671 Withdrawn DE4323671A1 (de) | 1993-07-15 | 1993-07-15 | Stufenlose Nockenwellenverstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4323671A1 (de) |
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1993
- 1993-07-15 DE DE19934323671 patent/DE4323671A1/de not_active Withdrawn
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