DE4320852A1 - Leichtbetonbaustein - Google Patents
LeichtbetonbausteinInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B16/00—Use of organic materials as fillers, e.g. pigments, for mortars, concrete or artificial stone; Treatment of organic materials specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone
- C04B16/04—Macromolecular compounds
- C04B16/08—Macromolecular compounds porous, e.g. expanded polystyrene beads or microballoons
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- Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Leichtbetonbaustein unter
Verwendung von Polystyrol oder dgl., wie sie zur Her
stellung von Gebäuden im Wohnungs- und Gesellschaftsbau
in allen Größen eingesetzt werden.
Bekannt sind Bausteine aus den Bindemitteln Zement und
Kalk und dem Zuschlagstoff Sand.
Derartige Bausteine sind in der Regel zu schwer und be
sitzen eine zu geringe Wärmedämmung und kommen daher so
kaum zur Anwendung.
Zur Verbesserung oder Vermeidung dieser Nachteile ist es
bekannt, weitere Zuschlagstoffe wie textile Fasern,
Holz- und Kunststoffteilchen in den unterschiedlichsten
Zusammensetzungen zu verwenden. In letzter Zeit werden
verstärkte Bemühungen deutlich, als Porenbildner Kunst
stoffteilchen aus Polystyrol in den Formen von Granula
ten oder durch Vergasung gerundete und geglättete Kügel
chen zuzusetzen.
So wird in der DE-G 92 01 498.4 ein Leichtzuschlagstoff
in Form von zerkleinerten Polystyrol-Partikeln mit zerfa
serter, rauher Oberfläche zugegeben.
Desweiteren wird in der DE 40 34 721 zur Gewichtsredu
zierung aus Altpolystyrol zerkleinertes Polystyrolgranu
lat mit verschiedenen Korngrößen für verschiedene Anwen
dungsfälle eingesetzt.
Der wesentliche Vorteil des Einsatzes von Polystyrol
oder Styropor oder dgl. besteht in einer erheblichen Ge
wichtsminderung und einer hohen Wärmedämmung der Beton
elemente.
Alle genannten Lösungen haben gemeinsam, daß das Poly
styrol neben weiteren Zuschlagstoffen eingesetzt wird.
Der Erhöhung des Anteils von Polystyrolteilchen sind da
her Grenzen gesetzt, weil das zu Lasten der Anteile der
anderen Zuschlagstoffe geht. Das beeinträchtigt irgend
wann die Bindefähigkeit des Zementes, weil die Räume
zwischen den Polystyrolteilchen immer größer werden und
nicht mehr ausreichend gefüllt und die obendrein oft
glatten Oberflächen der Polystyrolteilchen daher nicht
mehr zur Genüge mit Zement umschlossen werden.
Sand wird daher zum Füllen dieser Hohlräume weiterhin
als notwendiger Hauptzuschlagstoff angesehen.
Sand ist aber im erheblich Umfang dafür verantwortlich,
daß Bausteine trotzt des relativ hohen Anteiles von Po
lystyrol immer noch zu schwer sind und noch eine zu ge
ringe Wärmedämmung aufweisen. Damit werden diese Bau
steine gerade den immer höher werden Ansprüchen zur ver
besserten Wärmedämmung nicht mehr gerecht.
Weiterhin führt Sand durch seine Salpeteranteile zu den
unbeliebten Ausblühungen an den Oberflächen der Baustei
ne.
Es besteht daher die Aufgabe, die Bestandteile von Sand
bei Leichtbetonbausteinen der vorliegenden Gattung wei
testgehend zu verringern.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß als Zuschlagstoff
ausschließlich granuliertes und/oder aufgeschäumtes Po
lystyrol verwendet wird und das Polystyrol aus Polysty
rolpartikeln und Polystyrolmehl besteht.
Die erfindungsgemäß benötigten Polystyrolpartikel und
das Polystyrolmehl wird durch die herkömmlichen Zerklei
nerungsverfahren aus dem handelsüblichen Granulat oder
dem stangenförmigen Halbzeug gewonnen. Auch vergaste Po
lystyrolpartikel bzw. Styropor sind verwendungsfähig.
Es ist zweckmäßig, Polystyrolpartikel mit unterschiedli
chen Korngrößen herzustellen und einzusetzen.
Besonders vorteilhaft ist es, das Polystyrol aus der
Zerkleinerung von gealtertem, insbesondere aus recyclen
fähigem Altpolystyrol zu gewinnen. Das trägt außerdem
zur Umweltschonung bei.
Dieser neuartige Leichtbetonbaustein besitzt hervorra
gende Eigenschaften.
Auf Grund der Substitution von Sand durch ausschließlich
Polystyrol ist die Verwendung eines höchsten Anteiles
von Polystyrolbestandteilen möglich. Der Leichtbetonbau
stein wird daher äußerst massereduziert und läßt sich so
leicht verarbeiten. Besonders in der Großplattenbauweise
kommt dieser Vorteil sehr zur Geltung.
Noch bedeutsamer sind die mit diesem Baustein erzielten
Wärmedämmeigenschaften, da der Baustein mit Ausnahme des
Zementes aus porigem Material besteht.
Durch die unterschiedlichen Korngrößen der Polystyrol
partikel und des feinen Polystyrolmehles wird die Bil
dung von Hohlräumen vermieden, was sich vorteilhaft auf
die Bindigkeit der Mischung und damit auf die Festigkeit
des Bausteines auswirkt.
Der Leichtbetonbaustein ist daher besonders geeignet für
den Bau von Außenwänden mit einer optischen oder funk
tionellen Außenverblendung.
Bei Innenwänden ist es von Vorteil, den Leichtbetonbau
stein mit Gipsputz, Kaltputz, Fliesen oder Klinkern zu
verkleiden.
Zur Verbesserung der Witterungsbeständigkeit werden
Leichtbetonbausteine, die nicht verkleidet eingesetzt
werden, mit einer handelsüblichen Versiegelung versehen.
Claims (5)
1. Leichtbetonbaustein, bestehend aus Zement und/oder
Kalk und granuliertem Polystyrol,
dadurch gekennzeichnet, daß als Zu
schlagstoff ausschließlich granuliertes und/oder aufge
schäumtes Polystyrol verwendet wird und das Polystyrol
aus Polystyrolpartikeln und Polystyrolmehl besteht.
2. Leichtbetonbaustein nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Po
lystyrolpartikel und das Polystyrolmehl durch Zerkleine
rung gewonnen wird.
3. Leichtbetonbaustein nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Po
lystyrolpartikel unterschiedliche Korngrößen besitzen.
4. Leichtbetonbaustein nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Po
lystyrolpartikel und das Polystyrolmehl aus Altpolysty
rol besteht.
5. Leichtbetonbaustein nach den Ansprüchen 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Leichtbetonbausteine eine Oberflächenversiegelung be
sitzen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934320852 DE4320852A1 (de) | 1993-06-23 | 1993-06-23 | Leichtbetonbaustein |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934320852 DE4320852A1 (de) | 1993-06-23 | 1993-06-23 | Leichtbetonbaustein |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4320852A1 true DE4320852A1 (de) | 1995-01-05 |
Family
ID=6491022
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934320852 Withdrawn DE4320852A1 (de) | 1993-06-23 | 1993-06-23 | Leichtbetonbaustein |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4320852A1 (de) |
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1993
- 1993-06-23 DE DE19934320852 patent/DE4320852A1/de not_active Withdrawn
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