DE3111536A1 - "verfahren zum herstellen von leichtem beton" - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Beschreibung
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren der in Oberbegriff von Anspruch 1 erläuterten Art.
- Bei einem bekannten Verfahren dieser Art wird in den feuchten Beton ein Kunststoffschaumbildner in flüssiger Form eingespritzt.
- Ein derartiges Verfahren führt jedoch, zumindest beim Mischen von kleineren Mengen von Beton bzw. in kleineren Betonwerken, wo diese Schaumbildner mit Spritzpistolen in den Mischer eingespritzt werden, nicht zu befriedigenden Ergebnissen. Es lassen sich Feinrisse in den Fertigteilen und eine bröckelige Betonstruktur nicht vermeiden. Bei armierten Betonteilen müssen weiterhin zusätzliche Vorkehrungen für den Rostschutz der Stahlbewehrung getroffen werden.
- Es ist ferner bekannt, dem Beton Füllstoffe, in der Regel einporige mineralische Stoffe, wie z.B. Blähton und -schiefer, Bims oder Schlacke, beizumischen. Alle diese Stoffe sind spezifisch leichter als der Beton; ein zufriedenstellender Vermischungsgrad wird demnach nur bei relativ trockener Vrarbeitung, d.h. bei zähen Betonen, (K1) erreicht. In feuchteren Betonen (ab K2) schwimmen die leichteren Füllstoffe auf und lassen sich nicht dauerhaft einmischen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren aufzuzeigen, mit dem auf einfache tfeise auch bei relativ feuchter Verarbeitung ein leichter Beton mit homogener Leichtstoffverteilung hergestellt werden kann, der gute Baueigenschaften aufweist.
- Die Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst.
- Da sich die offenporigen Schaumkunststoffpartikel beim Einbringen in den feuchten Beton vollsaugen, findet eine Entmischung durch das unterschiedliche spezifische Gewicht nicht statt; die Schaunkunststoffpartikel lassen sich homogen verteilen. Trotzdem wird eine überraschend hohe Gewichtsverringerung erzielt. Mit diesen Verfahren lassen sich auch kleinste Mengen Betons mischen, ohne daß. nach dem Abbinden Risse auftreten. Der nach dem Verfahren hergestellte leichte Beton ist feuerfest und sägbar. Er weist sowohl eine ausreichende Druckfestigkeit, so daß er als statischer Beton eingesetzt werden kann, als auch eine hohe Formbeständigkeit, gute Wärmedämmung und einen hohen Tausalzwiderstand auf.
- Die in Unteranspruch 2 aufgeführten Schaumkunststoffe haben sich als besonders vorteilhaft erwiesen. Außerdem fallen derartige Schaumstoffflocken in jedem kunstschaumstoffverarbeitenden Betrieb, beispielsweise bei der Polsterherstellung, als Abfall an und sind somit relativ billig verfügbar.
- Besonders vorteilhafte Ergebnisse werden erzielt, wenn das Raumgewicht des verwendeten Schaumkunststoffs in den aus den Unteransprüchen 3 und 4 ersichtlichen Bereichen liegt.
- Bevorzugt werden Schaumkunststoff und Beton in den in Unteranspruch 5 angegebenen Verhältnissen gemischt.
- Besonders günstige Ergebnisse werden erzielt, wenn gemäß Unteranspruch 6 das erfindungsgemäße Verfahren mit der Zugabe von Mitteln zum Erhöhen des Gasgehalts kombiniert wird. Insbesondere kann das eingangs erwähnte, bekannte Verfahren, bei dem flüssige Kunststoff-Schaumbildner in den Beton eingespritzt werden, dadurch erheblich verbessert werden, daß die Schaumkunststoffpartikel nicht anstelle des flüssigen Schaumbildners, sondern zusätzlich zu diesem in den Beton eingeführt werden. Möglicherweise werden die Gasblaschen des Schauns von den Kunststoffpartikeln "eingefawgwen" und in der offenporigen Struktur eingeschlossen, wodurch der Zusammenhalt der eigentlichen Betonbestandteile nicht gestört wird. Jedenfalls wird durch den Zusatz der Schaunkunststoffpartikel der Nachteil dieses bekannten Verfahens, die Rissebildung und geringe Festigkeit sowie Bröcheligkeit, des erzeugten Betons, der einen wirtschaftlichen Einsatz in größerem Umfang bisher verhindert hat, überraschenderweise beseitigt.
- Der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gemischte leichte Beton kann sowohl als Ortbeton als auch zum Herstellen von Fertigteilen eingesetzt werden.
- Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Betonteile, insbesondere Bauplatten, sind aus in vergrößerten Ausschnitten aus der Zeichnung ersichtlich. Es zeigen: Fig. 1 eine nach den erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Platte ohne zusätzliche Erhöhung des Gasgehaltes, und Fig. 2 eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Platte mit zusätzlicher Erhöhung des Gasgehalts.
- In Fig. 1 besteht die Platte aus einer Betonmatrix 1 mit eingeschlosenen, mit Beton vollgesogenen Schaumkunststoff-Flocken 2, die zur Veranschaulichung hier deutlich gezeichnet sind, obwohl sie im fertigen Beton kaum mehr in Erscheinung treten. Die Schaumkunststoff-Flocken bestehen insbesondere aus Polyurethan.
- Aber auch mit Polyäthylen bzw. Polyester wurden gute Ergebnisse erzielt. Die Schaumkunststoff-Flocken sind offenporig bzw. offenzellig geschäumt. Die Poren, die sich zum Teil mit Zementschlempe vollsaugen, sind mit 3 bezeichnet.
- Das Raumgewicht des verwendeten Schaunkunststoffes soll ca.
- 13 bis 60 kg/ 3 bevorzugt 28 bis 30 kg/m3, betragen. Er wird durch den Mischungsvorgang wie ein Schwamm komprimiert und saugt sich mit Zementschlempe voll.
- Das Verhältnis von Schaumkunststoff zu Beton läßt sich innerhalb weiterer Grenzen variieren. Pro n3 fertigen Betons werden zwischen ca. 30 und 800 1 Schaumkunststoff-Flocken eingemischt.
- Je nach Mischungsverhältnis erhält man, bei einem größeren Schaumkunststoffanteil, einen Beton mit einer höheren Wärmedämmung bzw., bei einem größeren Betonanteil, einen konstruktiven Beton, der in der Lage ist, höhere Druckkräfte aufzunehmen.
- Die Platte nach Fig. 2 enthält zusätzlich ein Mittel zum Erhöhen des Gasgehalts. Dadurch bilden sich Gasporen , 7 die größtenteils in der Porenstruktur der Schaumkunststoff-Flocken enthalten sind, sich jedoch auch in der Betonmatrix finden.
- Das Verfahren wird durchgeführt, indem die Schaunkunststoffpartikel im gewünschten Gewichtsverhältnis einfach in den Beton eingemischt werden. Maximal- bzw. Mindestmengen an Beton, bei deren Über- bzw. Unterschreiten durch das Einmischen der Schaumkunststoffpartikel Nachteile im Endprodukt auftraten, konnten nicht festgestellt werden. Besonders feuchtere Betone (ab K2) ließen sich gut durchmischen; eine Entmischung trat auch während des Abbindens nicht auf.
- Werden Mittel zur Erhöhung des Gasgehalts eingesetzt, so werden diese ebenso während des Mischvorgangs eingebracht. Besonders zweckmäßig ist das Einspritzen eines flüssigen Schaumbildners auf Kunststoffbasis.
- Da sich der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Beton ohne weitere Vorkehrungen wie die bekannten Leichtbetone verarbeiten läßt, soll sich der Schutz auch auf daraus hergestellte Fertigteile, wie z.B. Bauplatten, erstrecken.
Claims (6)
- Verfahren zum Herstellen von leichtem Beton Patentansprüche 1 Verfahren zum Herstellen von leichtem Beton durch Einführen eines porenbildenden Kunststoffes in den feuchten Beton, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß ein fertiggeschäumter, offenporiger Kunststoff in Partikelform in den Beton eingemischt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß Polyurethan- oder Polyäthylen- oder Polyesterschaumflocken in dem Beton eingemischt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2, d a d u r c h g ek e n n z e i c h n e t , daß ein Schaumkunststoff mit einem Raumgewicht von 13 bis 60 kg/m3 verwendet wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß ein Schaumkunststoff mit einem Raumgeweicht von 28 bis 30 kg/m3 verwendet wird.
- 5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis4, 3 d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß pro m3 fertiger Beton ca. 30 - 800 1 Schaumkunststoffpartikel eingemischt werden.
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß zusätzlich zu den Schaumkunststoffpartikeln in den Beton ein Mittel zur Erhöhung des Gasgehalts, insbesondere ein Schaumbildner, eingemischt wird.
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|---|---|
| DE (1) | DE3111536A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3209520A1 (de) * | 1982-03-16 | 1983-09-29 | Heinz Ing.(grad.) 8644 Pressig Carl | Betonbauelement mit integrierten heizkanaelen |
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-
1981
- 1981-03-24 DE DE19813111536 patent/DE3111536A1/de not_active Ceased
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