DE4320319A1 - Verfahren zur Herstellung eines hochangereicherten Nickelsteins und metallisierten Sulfidsteins - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines hochangereicherten Nickelsteins und metallisierten SulfidsteinsInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen
eines hochangereicherten Nickelsteins und stark oxidierter
Schlacke in einem Flammschmelzofen und zum Reduzieren der
Schlacke aus dem Flammschmelzofen und zum Sulfidisieren des ge
bildeten Steins in einem elektrischen Ofen. Der in dem Flamm
schmelzofen und in dem elektrischen Ofen gebildete Stein werden
beide direkt einer weiteren hydrometallurgischen Aufbereitung
unterzogen.
Die primäre Produktion von Nickel basiert auf zwei unterschied
lichen Typen von Rohmaterialien: sulfidischen und oxidischen Er
zen. Sulfidisches Erz enthält 35% und oxidisches 65% der bekann
ten weltweiten Nickelreserven. Der Anteil der sulfidischen Erze
bei der Nickelproduktion beträgt grob um die 60%. Ein wichtiger
Aspekt für die Verwendung sulfidischer Erze ist die Tatsache,
daß sie oft als Nebenprodukte gefunden werden, z. B. bei Kupfer,
Kobalt und Edelmetallen. Darüber hinaus können sulfidische Erze
mit geringem Aufwand in Konzentrate überführt werden. Die Nut
zung der an die Sulfide gebundenen exothermen Hitze beim Schmel
zen bedingt weiterhin einen beträchtlichen Vorteil im Vergleich
mit oxidischen Erzen.
Sulfidische Erze mit einem Nickelgehalt von 0,5 bis 2% können
durch ein Anreicherungsverfahren in ein Konzentrat mit einem
(Nickel-Kupfer) Gehalt zwischen 6 und 20% überführt werden.
Prinzipiell verläuft die pyrometallurgische Aufbereitung sulfi
discher Nickelkonzentrate in ähnlicher Weise wie die Aufberei
tung sulfidischer Kupferkonzentrate. Das Ziel dieser Aufberei
tung ist die Eliminierung von Eisen und Schwefel durch selektive
Oxidation und Verflüssigung. Im Falle des Nickels wird als
hauptsächliches Endprodukt ein Nickelstein mit einem geringen
(0,5 bis 3%) Eisengehalt erreicht, und im Falle des Kupfers ein
Roh- oder Blasenkupfer. Metallisches Kupfer kann durch die Oxi
dierung von Cu2S bei relativ geringen Temperaturen von 1200 bis
1300°C erhalten werden, wohingegen die Produktion von metalli
schem Nickel Temperaturen über 1600°C erfordert.
Bei der Verwendung der Suspensionsschmelztechnik vollzieht sich
die Herstellung eines hochangereicherten Nickelsteins aus sulfi
dischen Konzentraten in folgender Weise: Das fein zerteilte Kon
zentrat wird getrocknet und in einem Flammschmelzofen in Nickel
stein geschmolzen, der weiterhin beträchtliche Anteile an Eisen
und Schwefel enthält. Der Nickelstein wird weiterhin in einem
Pierce-Smith-Konverter in einen hochangereicherten Stein mit
einem Gesamtgehalt von Nickel und Kupfer im Bereich zwischen 72
und 77% überführt. Der Schwefelanteil des hochangereicherten
Steins variiert zwischen 7 und 20% entsprechend der Qualität des
Konzentrats und den nachfolgenden Raffinationsverfahren. In der
Regel ist der Eisengehalt des hochangereicherten Steins sehr ge
ring, nämlich kleiner 3%.
Um die Nickelgewinnung zu verbessern, müssen die Schlacken aus
dem Flammschmelzofen und dem Konverter gereinigt werden. Bei dem
Flammschmelzverfahren wird dies generell in einem elektrischen
Ofen durchgeführt, aus dem der Stein, der als Ergebnis der Koks
reduktion erhalten wird, dem Konverter wieder zugeführt wird.
Die schwefeldioxidhaltigen Gase, die im Laufe des Verfahrens in
dem Flammschmelzofen und im Konverter erzeugt werden, werden für
die Produktion von Schwefelsäure verwendet.
Der oben beschriebene Zweiphasenprozeß -für die Produktion
hochangereicherten Nickelsteins hat sich als gut und zuverlässig
herausgestellt, obwohl er mit gewissen Nachteilen verbunden ist.
Darüber hinaus werden in dem Verfahren zwei Schwefeldioxid ent
haltende Gasflüsse erzeugt, von denen einer, z. B. der Konverter-
Gasfluß, aufgrund der Natur des diskontinuierlichen Verfahrens
sehr stark fluktuiert. Dies jedoch macht die Gasaufbereitung und
die Schwefelsäureproduktion teuer. Das Schwenken des Konverters
bringt rauchartige Verunreinigungen in den Arbeitsbereich, weil
die Konverterabdeckung während des Konvertierungsprozesses zur
Seite geschoben werden muß. Hinzu kommt, daß die geschmolzenen
Materialien in diesem Verfahren in offenen Kesseln von dem
Flammschmelzofen in den Konverter überführt werden müssen, von
dem Konverter in den elektrischen Ofen und von dem elektrischen
Ofen in den Konverter zurück. Aufgrund dieser Überführung der
Schmelzen werden mehrere unterschiedliche Zwischenprodukte in
dem Verfahren erzeugt, und deren Aufbereitung verursacht zusätz
liche Kosten.
Die finnische Patentanmeldung 890 395 zeigt ein Verfahren und
eine Vorrichtung für die Herstellung hochangereicherten Nickel
steins, deren Ziel es ist, den oben beschriebenen Herstellungs
prozeß für hochangereicherten Nickelstein zu vereinfachen und
einige der dort auftretenden Nachteile zu vermeiden. In diesem
Verfahren werden die durch den Konvertierungsprozeß verursachten
Nachteile durch die Verwendung einer Kombination eines Suspensi
onsschmelzofens und eines elektrischen Ofens bei der Produktion
hochangereicherten Nickelsteins eliminiert.
Bei dem Verfahren gemäß FI-Patentanmeldung 890 395 wird ein
hochangereicherter Stein direkt in einem Suspensionsschmelzofen,
z. B. einem Flammschmelzofen, hergestellt. Als Konsequenz des ho
hen Nickelgehalts in dem hochangereicherten Stein und des hohen
Sauerstoffpotentials in dem Ofen ist der Nickelgehalt der in dem
Ofen entstehenden Schlacke ebenfalls hoch. Diese Schlacke wird
in einem elektrischen Ofen reduziert, der entweder als separate
Einheit ausgebildet oder mit dem Suspensionsschmelzofen über
eine bestimmte Abtrenneinrichtung verbunden ist. Der in dem
elektrischen Ofen erzeugte Stein wird zumindest teilweise wieder
dem Suspensionsschmelzofen zugeführt. Der wieder zugeführte
Stein reduziert weiterhin die Schlacke aus dem Suspensions
schmelzofen und verringert so den Anteil des Materials, der in
dem elektrischen Ofen reduziert werden muß. Der in dem Flamm
schmelzofen erzeugte hochangereicherte Nickelstein kann eben
falls dem elektrischen Ofen wieder zugeführt werden. Demgemäß
machen es dieses Verfahren und diese Vorrichtung zur Herstellung
hochangereicherten Nickelsteins möglich, den Konvertierungs
schritt aus dem Verfahren zu eliminieren.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Produkti
onsprozeß für hochangereicherten Nickelstein weiter zu vereinfa
chen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gemäß An
spruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
In diesem Verfahren wird die Herstellung des hochangereicherten
Nickelsteins aus sulfidischem Nickelkonzentrat ebenfalls ohne
Verwendung eines Konverters direkt in dem Flammschmelzofen
durchgeführt. Die in der Schlacke aus dem Flammschmelzofen gelö
sten wertvollen Metalle werden in einem elektrischen Ofen zu
rückgewonnenen, wo zusätzlich zu der oxidierten Schlacke und
einem Reduktionsmittel ebenfalls eine schwefelenthaltende Sub
stanz oder eine andere den Schmelzpunkt absenkende Substanz,
z. B. Kupfer oder ein fluidisierendes Agens, zugegeben wird, um
den Schmelzpunkt des Steins einzustellen. Ohne die Schwefelzuga
be würde der Schwefelgehalt in dem Metallsulfidstein relativ ge
ring bleiben, wodurch sein Schmelzpunkt und seine Viskosität
entsprechend hoch sein würden. Sowohl der in dem Flamm
schmelzofen erzeugte hochangereicherte Nickelstein als auch der
in dem elektrischen Ofen erzeugte Stein werden direkt einer hy
drometallurgischen Aufbereitung ohne zusätzliche Rezirkulation
zugeführt.
Wie oben bereits erklärt wurde, können bestimmte Nickelerze mit
modernen Verfahren in hochqualitative Konzentrate überführt wer
den. Auf der anderen Seite kann ein Konzentrat, das ein geringes
Eisen/Magnesia-Verhältnis hat und deswegen nicht für das Suspen
sionsschmelzen geeignet ist, mit technischen Anreicherungsver
fahren in eine hochangereicherte Fraktion (hoher Nickelanteil,
geeignetes Fe/MgO-Verhältnis) und in eine abgereicherte Fraktion
aufgeteilt werden, die hydrometallurgisch aufbereitet werden
kann.
Wenn das oben genannte angereicherte Konzentrat entsprechend dem
erfindungsgemäßen Verfahren aufbereitet wird, wird die Rückfüh
rung des Nickels in den hochangereicherten Stein des Flamm
schmelzofens so hoch, daß eine Wiederrückführung des Steins aus
dem elektrischen Ofen als Reduktionsmittel in dem Flamm
schmelzofen unnötig wird. Bei Verwendung einer ausreichend kon
zentrierten Zuführmischung kann die Nickelrückführung in den im
Flammschmelzofen gewonnenen Stein über 50% liegen.
Beim Aufschmelzen eines Rohmaterials mit einem geringen Nickel
gehalt in einem angereicherten Stein ist die Schlackenmenge in
dem Flammschmelzofen so hoch, daß sie das gesamte in dem Konzen
trat enthaltene Nickel herauslösen kann, so daß aus dem Flamm
schmelzofen kein angereicherter Stein mehr erhalten wird, son
dern lediglich hochoxidierte Schlacke mit einem hohen Nickelge
halt. Wenn diese Schlacke daraufhin in einem elektrischen Ofen
aufbereitet wird, wird das Nickel in einem metallisierten Sulfi
dstein mit einem hohen Eisengehalt gewonnen. Daher müssen große
Eisenmengen in dem hydrometallurgischen Verfahren aufbereitet
werden. Um zumindest einen Teil des in den Rohstoffflüssen ent
haltenen Nickels als angereicherten Stein mit einem geringen
Eisengehalt zu erhalten, muß dem Flammschmelzofen etwas Redukti
onsmittel zugeführt werden. In dem Verfahren der finnischen Pa
tentanmeldung 890 395 ist dieses Reduktionsmittel der Stein
(Matte) aus dem elektrischen Ofen.
Wenn das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung angereicher
ten Nickelsteins entweder bei einer neu erstellten oder einer
bereits existierenden Anlage angewandt wird, werden für das Ver
fahren und die Anlage ähnliche Vorteile erreicht, wie in dem
Verfahren der finnischen Patentanmeldung 890 395. Bei Anwendung
des Verfahrens der vorliegenden Erfindung werden das Verfahren
und die Anlage weiter vereinfacht, verglichen mit dem oben ge
nannten bekannten Verfahren, so daß eine Rezirkulation des gra
nulierten oder geschmolzenen Steins aus dem elektrischen Ofen
unnötig wird.
Die Erfindung wird nachfolgend detaillierter mit Bezug auf die
beiliegende schematische Zeichnung beschrieben, die einen seit
lichen Schnitt einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
zeigt.
Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfah
rens enthält einen Flammschmelzofen 1 und einen elektrischen
Ofen 2. Die wesentlichen Teile des Flammschmelzofens 1 sind der
Reaktionsschacht 3, der Abscheider 4 und der Aufnahmeschacht 5.
Mit dem Aufnahmeschacht ist ein Abwärmekessel 6 verbunden.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird in den oberen Teil des
Reaktionsschachtes 3 des Flammschmelzofens vom Ofengewölbe ab
wärts ein oxidierendes Reaktionsgas 7, Konzentrat 8, ein
schlackebildendes Agens, z. B. Flußmittel 9, und Flugstaub 10 zu
geführt, der aus der Kühlung der Abgase erhalten wurde. Zusätz
lich zu dem Flußmittel können andere schlackenbildende Stoffe
dem Ofen zugeführt werden, z. B. Rückstände aus Auslagprozessen
des Steins aus dem elektrischen Ofen. In dem Reaktionsschacht
reagieren die zugeführten Materialien miteinander und bilden
eine Steinschicht 11 auf dem Boden des Abscheiders 4 und eine
Schlackeschicht 12 auf der Oberseite der Steinschicht. Wie oben
bereits erwähnt wurde, ist der gewonnene Stein angereicherter
Nickelstein und die Schlacke ist stark oxidiert. Die in dem
Schmelzofen erzeugten Gase werden über den Aufnahmeschacht 5 dem
Abwärmekessel 6 zugeführt, von dem aus Flugstaub 10 in den
Schmelzofen rückgeführt wird.
Nach der Granulierung wird der beim Flammschmelzen gewonnene
angereicherte Nickelstein direkt einem hydrometallurgischen Aus
laugverfahren 13 zugeführt und die Schlacke aus dem Flamm
schmelzofen 1 wird dem elektrischen Ofen 2 zugeführt. In dem
elektrischen Ofen wird die Schlacke mit Koks 14 als Reduktions
mittel reduziert. Zusätzlich hierzu wird schwefelenthaltendes
Material, z. B. Pyrit 15′ in den elektrischen Ofen eingeführt. Als
Ergebnis des Reduktionsprozesses werden Metallsulfidstein 16 und
Schlacke 17 erzeugt. Erfindungsgemäß wird der Metallsulfidstein
weiter einer hydrometallurgischen Aufbereitung 18 zugeführt, die
entweder gemeinsam mit dem in dem Flammschmelzofen erhaltenen
Stein oder separat durchgeführt wird. Der Edelmetallanteil der
erzeugten Schlacke ist so gering, daß sie als Abfall entsorgt
werden kann. Aus der obigen Beschreibung wird deutlich, daß das
erfindungsgemäße Verfahren nicht nur beträchtlich einfacher als
das kommerzielle Verfahren ist, sondern ebenfalls deutlich ein
facher als das beschriebene Verfahren nach dem Stand der Tech
nik, bei dein der Stein aus dem elektrischen Ofen rückgeführt
wird und der Stein aus dem Flammschmelzofen weiter einem elek
trischen Ofen zugeführt werden kann. Unter den Vorteilen der
vorliegenden Erfindung ist auszuführen, daß z. B. die Gewinnung
von Kobalt besser als in konventionellen oder den beschriebenen
Verfahren nach dem Stand der Technik durchgeführt werden kann,
weil in diesem der Kobaltgehalt der Schlacke wegen der Rezirku
lation hochbleibt.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren kann der in dem hydrometal
lurgischen Verfahren erhaltene eisenhaltige Auslaugrückstand
ebenfalls verwendet werden, weil dieser Rückstand z. B. zur Ein
stellung des Fe/MgO-Verhältnisses der in dem Flammschmelzofen
erzeugten Schlacke eingesetzt werden kann und somit zur Verbes
serung einer schlechten Fluidität verwendet werden kann, die
möglicherweise durch einen hohen MgO-Gehalt verursacht werden
kann. Bei dem direkten Schmelzverfahren wird nahezu das gesamte
Eisen in die Schlacke oxidiert, was z. T. den MgO-Gehalt der
Schlacke abschwächt.
Das Verfahren der vorliegenden Erfindung wurde angewandt bei
einer sulfidischen Nickelkonzentratlegierung mit 15,7% Nickel,
1,0% Kupfer, 0,47% Kobalt, 30,2% Eisen, 27,1% Schwefel und 7,2%
Siliziumdioxid. Das Konzentrat wurde dem Reaktionsschacht eines
Flammschmelzofens zugeführt, in den ebenfalls pro Tonne zuge
führten Konzentrats 91 kg Rückstand aus dem Auslaugprozeß des
Steins aus dem elektrischen Ofen zugeführt wurde, 253 kg silizi
umdioxidenthaltendes Flußmittel und 83 kg Flugstaub, der aus den
Abgasen des Flammschmelzofens abgeschieden wurde. In den Reakti
onsschacht wurde ebenfalls pro Tonne Konzentrat 347 m3 Sauer
stoff/Luft-Mischung zugeführt, mit einem Sauerstoffgehalt von
80%.
Das aus dem Abscheider des Flammschmelzofens erhaltene Produkt
war hochangereicherter Nickelstein mit 70,6% Nickel, 5,9% Kup
fer, 0,55% Kobalt und 18,6% Schwefel. Der geschmolzene Stein
wurde granuliert und einer weiteren hydrometallurgischen Behand
lung zugeführt. Zusätzlich hierzu wurde aus dem Abscheider des
Flammschmelzofens eine Schlacke erhalten, die 7,8% Nickel, 0,2%
Schwefel, 34,1% Eisen und 27,7% Siliziumdioxid enthielt. Die Ge
winnung des in dem Konzentrat enthaltenen Nickels in dem ange
reicherten Stein des Flammschmelzofens lag grob bei 50%.
Die Schlacke aus dem Flammschmelzofen wurde weiterhin einem
elektrischen Ofen zugeführt, in dem die Schlacke mit Koks in
einer Oberflächenreduktion reduziert wurde. Um den Schmelzpunkt
des bei dem Reduktionsvorgang erhaltenen Metallsulfidsteins ein
zustellen, wurde dem Ofen ebenfalls Pyrit zugeführt. Ohne die
Zuführung eines schwefelenthaltenden Materials wird aus der Re
duktion der oxidischen Schlacke ein Stein mit einem extrem ge
ringen Schwefelgehalt und mit einem hohen Schmelzpunkt gewonnen.
Der Stein aus dem elektrischen Ofen wurde ebenfalls granuliert
und danach hydrometallurgisch behandelt, um das Nickel daraus zu
gewinnen. Der Schlackenabfall aus dem elektrischen Ofen enthielt
0,3% Nickel, 0,2% Kupfer und 0,02% Kobalt.
In diesem Prozeß ist die Gewinnung von Nickel extrem hoch, weil
der Nickelgehalt im Schlackenabfall einem Nickelverlust von nur
1,36% entspricht. Die Gewinnung von Kobalt ist ebenfalls besser
als bei einem konventionellen Prozeß oder als bei dem beschrie
benen Verfahren nach dem Stand der Technik, weil bei- dem erfin
dungsgemäßen Verfahren der Stein oder die Schlacke nicht zurück
geführt wird, was bisher zu einer Anreicherung von Kupfer, z. B.
in dem Schlackenabfall, führte.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung eines hochangereicherten Nickel
steins und metallisierten Sulfidsteins,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verfahren folgende Schritte enthält:
- (a) Das aufzubereitende Nickelsulfid-Konzentrat und das Reaktionsgas werden zusammen mit einem Flußmittel dem Reaktionsschacht eines Flammschmelzofens zuge führt;
- (b) in dem Flammschmelzofen werden hochangereicherter Nickelstein und Schlacke gebildet;
- (c) der hochangereicherte Nickelstein wird granuliert und einer hydrometallurgischen Aufbereitung zuge führt;
- (d) die in dem Flammschmelzofen erzeugte Schlacke wird zusammen mit einem Reduktionsmittel und einem schwefelenthaltenden oder einem anderen schmelz punktabsenkenden oder fluidisierenden Material einem elektrischen Ofen zugeführt, so daß in dem elektrischen Ofen Metallsulfidstein und Abfall schlacke gewonnen werden;
- (e) der Metallsulfidstein wird einer weiteren hydro metallurgischen Aufbereitung zugeführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Verfahrensschritt (a) Flugstaub dem Reaktionsschacht
zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Flammschmelzofen ein eisenenthaltender Auslaugrückstand
aus dem Auslaugprozeß des in dem elektrischen Ofen erhaltenen
Steins zugeführt wird.
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