DE4317949A1 - Automatische Spannvorrichtung - Google Patents
Automatische SpannvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine automatische Spannvor
richtung, die verwendet wird, um die Spannung eines Riemens,
wie etwa ein Steuerriemen zum Antreiben von Steuerwellen
einer kraftfahrzeugtechnischen Maschine, konstant zu halten.
Eine bekannte automatische Spannvorrichtung ist in der Japa
nischen ungeprüften Gebrauchsmusterveröffentlichung 1-69949
beschrieben.
Die aus dem Stand der Technik bekannte automatische Spann
vorrichtung umfaßt einen drehbar gelagerten Arm und eine
Riemenscheibenhalterung, die auf dem Arm befestigt ist, um
eine Riemenscheibe zu halten. Ein Bolzen erstreckt sich
durch ein Langloch, das in einer Bodenwand der Riemenschei
benhalterung ausgebildet ist. Ein Reibungsscheibenpaar ist
so auf dem Bolzen angebracht, daß die Bodenplatte dazwischen
eingeschlossen wird. Eine Spiraldruckfeder ist vorgesehen,
um eine der Reibungsscheiben gegen die Bodenplatte vorzu
spannen, um damit die Drehbewegung der Riemenscheibe zu
drosseln und die Vibration des Riemens durch den Reibungswi
derstand zu reduzieren, welcher auf die Kontaktbereiche zwi
schen dem Reibungsscheibenpaar und der Bodenplatte einwirkt.
Weiter ist eine Spannungsanpaßfeder vorgesehen, um den Arm
vorzuspannen, um somit die Riemenscheibe gegen den Riemen zu
pressen, wodurch die Spannung des Riemens konstant gehalten
wird.
Um das Vibrationsdämpfungsvermögen der aus dem Stand der
Technik bekannten automatischen Spannvorrichtung zu stei
gern, ist es notwendig, die Vorspannkraft der Druckfeder,
ebenso wie den Reibungskoeffizienten der Reibungsoberflächen
zu steigern. Um die Vorspannkraft der Spiraldruckfeder zu
erhöhen, muß ihr äußerer Durchmesser und ihre Länge ver
größert werden. Dies vergrößert die Gesamtgröße der automa
tischen Spannvorrichtung. Andererseits ist es unmöglich, den
Reibungskoeffizienten über ein bestimmtes Maß zu erhöhen. So
wird die Vibration der Riemenscheibe und somit die Vibration
und der Lärm des Riemens auch zunehmen, wenn die variable
Belastung des Riemens ein bestimmtes Maß übersteigt.
Ein weiteres Problem der aus dem Stand der Technik bekannten
automatischen Spannvorrichtung ist, daß sie als "Zwei-Wege-
Drossler" wirkt, was bedeutet, daß der Reibungswiderstand,
der an den Kontaktbereichen zwischen den Reibungsscheiben
und der Bodenplatte erzeugt wird, wenn die Riemenscheibe
sich in eine Richtung dreht, im wesentlichen die gleiche
ist, wie wenn sie sich in die andere Richtung dreht. Aus
diesem Grund wird es unmöglich, effektiv Änderungen der Rie
menspannung auszugleichen, die sich aus Änderungen der Ma
schinentemperatur und Umdrehungszahl ergeben, wenn der Rei
bungswiderstand auf einen relativ hohen Wert angesetzt wird.
Auch ist kein unmittelbares Anpassen der Riemenspannung mög
lich, wenn sich der Riemen abrupt lockert, wenn die Maschine
bei niedereren Temperaturen gestartet wird. Dies kann eine
Erhöhung des Lärms oder ein Überspringen der Getriebeverzah
nung, bedingt durch die Vibration des Riemens, zur Folge ha
ben. Im Gegensatz dazu wird die Riemenscheibe und der Riemen
freier vibrieren, wenn der Reibungswiderstand auf einen re
lativ kleinen Wert gesetzt wird. Wegen dieser beiden gegen
seitig widersprüchlichen Probleme war es schwierig, eine au
tomatische Spannvorrichtung bereitzustellen, die die Funk
tionen, die für eine solche automatische Spannvorrichtung
erforderlich sind, erfüllen kann.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine automa
tische Spannvorrichtung bereitzustellen, die der riemenspan
nenden Riemenscheibe erlaubt, Änderungen der Riemenspannung
nachzukommen, und somit die Riemenspannung konstant zu hal
ten, und die weiter verhindern kann, daß der Riemen Lärm er
zeugt und die Getriebeverzahnung überspringt.
Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben durch eine automati
sche Spannvorrichtung gelöst, die umfaßt: Eine fixierte
Achswelle, eine Riemenscheibenhalterung, die so auf der fi
xierten Achswelle gelagert ist, daß sie sich um die fixierte
Achswelle drehen kann, eine Riemenscheibe, die auf der Rie
menscheibenhalterung gehalten ist, eine Spanneinrichtung,
zur Drehung der Riemenscheibenhalterung in eine solche Rich
tung, so daß dem Riemen Spannung verliehen wird, wobei die
Riemenscheibenhalterung einen zylindrischen Bereich auf
weist, der koaxial zu der fixierten Achswelle angebracht
ist, und die fixierte Achswelle an solchen Stellen mit
Schulteroberflächen versehen ist, daß keilförmige Zwischen
räume zwischen den Schulteroberflächen und dem zylindrischen
Bereich beschrieben werden, dabei werden die keilförmigen
Zwischenräume zu den Richtungen hin enger, in welche sich
die Riemenscheibenhalterung dreht, um den Riemen zu lockern,
Reibungsteile, wovon jedes in den jeweiligen keilförmigen
Zwischenräumen angebracht ist, und die eine im wesentlichen
komplementäre Form in bezug auf die Form der keilförmigen
Zwischenräume aufweisen, und Federteile, wovon jedes in den
jeweiligen keilförmigen Zwischenräumen angebracht ist, um
die Reibungsteile in den engeren Bereich jedes keilförmigen
Zwischenraums vorzuspannen.
Die Riemenscheibenhaltevorrichtung kann ein exzentrischer
Ring sein, der eine zylindrische äußere Außenoberfläche auf
weist, auf der die Riemenscheibe drehbar gelagert ist und in
die eine Bohrung geformt ist, um die fixierte Achswelle auf
zunehmen, wobei die Bohrung eine Achse aufweist, die von dem
Mittelpunkt der zylindrischen äußeren Außenoberfläche ver
setzt ist.
Die Riemenscheibenhalterung kann auch ein armförmiges Teil
sein, an dessen einem Ende ein zylindrischer Bereich und an
dem anderen Ende eine Achse, um die Riemenscheibe drehbar zu
lagern, vorgesehen ist.
Um beständige Reibungseigenschaften zu erlangen, können die
Schulteroberflächen so angeordnet sein, daß sie sich spiral
förmig erstrecken oder einen kreisförmigen Verlauf
beschreiben, wobei ihre jeweiligen Mittelpunkte versetzt von
der Achse der fixierten Achswelle angeordnet sind, so daß
jeder keilförmige Zwischenraum einen Keilwinkel aufweist,
der im wesentlichen über die gesamte Kontaktoberfläche mit
den Reibungsteilen konstant ist.
Um die Beruhigungsdämpfung der Reibungsteile für die Drehbe
wegung der Riemenscheibenhalterung zu verbessern, kann der
Reibungskoeffizient des Kontaktbereichs zwischen jedem Rei
bungsteil und jeder Schulteroberfläche niedriger als der des
Kontaktbereichs zwischen jedem Reibungsteil und dem zylin
drischen Bereich bestimmt werden.
Bei dieser Anordnung werden die Reibungsteile, die in Kon
takt mit dem zylindrischen Bereich gehalten werden, in die
engeren Bereiche der keilförmigen Zwischenräume geschoben,
wenn die Riemenspannung steigt und die Riemenscheibe durch
den Riemen in eine solche Richtung geschoben wird, daß die
Riemenscheibenhalterung vorgespannt wird, um sich von dem
Riemen wegzudrehen. Infolgedessen wird die Reibungskraft
zwischen den Reibungsteilen und dem zylindrischen Bereich
steigen, wodurch vermieden wird, daß die Riemenscheibenhal
terung sich in die Riemenlockerungsrichtung dreht.
Wenn sich hingegen der Riemen lockert und die Riemenschei
benhalterung vorgespannt wird, sich in eine solche Richtung
zu drehen, so daß der Riemen geschoben wird, werden die Rei
bungsteile, die in Kontakt mit dem zylindrischen Bereich ge
halten werden, gegen den breiteren Bereich der keilförmigen
Zwischenräume geschoben, so daß sich die Riemenscheibenhal
terung schnell in die Riemenspannrichtung drehen kann. In
folgedessen kann die Riemenspannung konstant gehalten wer
den.
Die automatische Spannvorrichtung gemäß der vorliegenden Er
findung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Riemenscheiben
halterung auf Reibungswiderstand trifft, der bei Drehung
richtungsabhängige Eigenschaften aufweist. Bei dieser Anord
nung kann die Riemenscheibe in angemessener Weise Änderungen
der Riemenspannung folgen, und die Vibrationen der Riemen
scheibe und des Riemens werden minimiert. Die Riemenspannung
wird somit konstant gehalten, und so wird die Lebensdauer
des Riemens verlängert. Diese Anordnung kann auch schnell
jeden gelockerten Zustand des Riemens aufheben, wenn die Ma
schine in einer kalten Umgebung gestartet wird, und weiter
kann diese Anordnung den Riemen vor Überspringen der Getrie
beverzahnung schützen und den Riemenlärm reduzieren.
Weiter, da der Keilwinkel der keilförmigen Zwischenräume
über deren gesamten Umfang konstant ist, kann eine bestän
dige Reibungseigenschaft erlangt werden. Selbst wenn die
Reibungsoberflächen leicht abgenützt werden, kann der Ober
flächendruck auf die Reibungsteile im ursprünglichen Maß
aufrechterhalten werden, weil die Federteile gegen die Rei
bungsteile drücken. Aus diesem Grund ist die automatische
Spannvorrichtung im ganzen beständig und zuverlässig. Ferner
ist sie von kompakter Größe, hat ein geringes Gewicht und
ist kostengünstig, da sie aus nur wenigen Teilen gefertigt
ist.
Weitere Merkmale und Aufgaben der vorliegenden Erfindung
werden aus der folgenden Beschreibung unter Bezugnahme der
begleitenden Zeichnungen offensichtlich.
Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht eines ersten Ausführungs
beispiels der automatischen Spannvorrichtung gemäß
der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 ist ein Längsschnitt der Vorrichtung gemäß der
vorliegenden Erfindung,
Fig. 3 ist ein Schnitt entlang der Linie III-III in Fig.
2,
Fig. 4A und B sind Schnitte weiterer Ausführungsformen der Rei
bungsteile,
Fig. 5 ist ein Längsschnitt eines weiteren Ausführungs
beispiels gemäß der vorliegenden Erfindung,
Fig. 6 ist ein Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 5.
Fig. 1 bis 3 zeigen eine automatische Spannvorrichtung gemäß
der vorliegenden Erfindung, die verwendet wird, um die
Spannung eines eine Steuerwelle antreibenden Riemens einer
kraftfahrzeugtechnischen Maschine anzupassen. Wie in den
Figuren gezeigt ist, wird eine fixierte Achswelle 1 in einem
Maschinenblock 3 angebracht, indem ein Bolzen 2 befestigt
wird. Ein Gleitlager 4 ist auf der fixierten Achswelle 1 an
gebracht. An dem Gleitlager 4 ist eine
Riemenscheibenhalterung 5 in Form eines exzentrischen Rings
angebracht, die ein Loch 7 zur Aufnahme der Achswelle auf
weist, das vom Mittelpunkt ihrer zylindrischen Außenfläche 6
versetzt ist. Eine Riemenscheibe 9 ist drehbar um die
zylindrische Außenoberfläche 6 der Riemenscheibenhalterung 5
durch ein Lager 8 angebracht.
Die Riemenscheibenhalterung 5 hat einen zylindrischen Be
reich 10, der konzentrisch in bezug auf die fixierte Achs
welle 1 angeordnet ist. An die äußere Außenoberfläche des
zylindrischen Bereichs 10 ist ein zylindrischer Bereich 12
angepreßt, der an einem Ende eines Arms 11 angebracht ist.
Eine spannungsanpassende Feder 13 ist an dem anderen Ende
des Arms 11 vorgesehen, um die Riemenscheibenhalterung 5 in
solch eine Richtung vorzuspannen, daß die Riemenscheibe 9
gegen den Riemen 14 gedrückt wird.
Die fixierte Achswelle 1 hat eine Vielzahl von Schulterober
flächen 15, die winklig in bestimmten Intervallen voneinan
der beabstandet, auf deren äußeren Außenfläche im inneren
Bereich des zylindrischen Bereichs 10 der Riemenscheibenhal
terung 5 angebracht ist. Ein keilförmiger Zwischenraum 16
wird zwischen jeder Schulteroberfläche 15 und der inneren
Außenfläche des zylindrischen Bereichs 10 beschrieben.
Die keilförmigen Zwischenräume 16 haben ihr schmales Ende
vorne gelegen, in bezug zur Richtung, in der die Riemen
scheibenhalterung 5 sich dreht, um den Riemen zu lockern. In
jedem keilförmigen Zwischenraum 16 ist ein Reibungsteil 17,
das eine komplementäre Form in bezug auf die Form des
keilförmigen Zwischenraums 16 aufweist, angebracht, und ein
Federteil 18, um das Reibungsteil 17 gegen das schmälere En
de des keilförmigen Zwischenraums 16 vorzuspannen.
Die Schulteroberflächen 15 können sich spiralförmig er
strecken oder einen kreisförmigen Verlauf beschreiben, wobei
die jeweiligen Mittelpunkte von der Achse der fixierten
Achswelle 1 versetzt sind, so daß ihr Keilwinkel α im we
sentlichen konstant über die gesamte Außenkontaktoberfläche
mit den Reibungsteilen 17 ist.
Bei dieser Anordnung wird die Riemenscheibenhalterung 5 ge
zwungen, sich in eine Riemenlockerungsrichtung, die durch
den Pfeil in Fig. 1 dargestellt ist, zu drehen, wenn die
Spannung des Riemens 14 ansteigt und die Riemenscheibe 9 von
dem Riemen 14 geschoben wird. Folglich werden die Rei
bungsteile 17, die in Kontakt mit dem zylindrischen Bereich
10 gehalten werden, in die engeren Bereiche der keilförmigen
Zwischenräume 16 geschoben. Dies bringt eine erhöhte Reibung
zwischen den Reibungsteilen 17 und dem zylindrischen Bereich
10 mit sich. So wird die Drehbewegung der Riemenscheiben
halterung 5 verlangsamt.
Der Keilwinkel α ist so bestimmt, daß die erforderliche
Gleitbewegung zwischen den Reibungsteilen 17 und dem zylin
drischen Bereich 10 möglich ist. Wenn die Kraft, mit der die
Riemenscheibe 9 von dem Riemen 14 geschoben wird, die Summe
der Reibungskraft zwischen den Reibungsteilen 17 und dem
zylindrischen Bereich 10 und der Federkraft der span
nungsanpassenden Feder 13 übersteigt, wird sich die Riemen
scheibenhalterung 5 in die Riemenlockerungsrichtung drehen,
bis sich die Kräfte untereinander ausgleichen.
Andererseits wird die Riemenscheibenhalterung 5 durch die
Federkraft der spannungsanpassenden Feder 13 gezwungen, sich
in eine solche Richtung zu drehen, so daß sich die Spannung
des Riemens erhöht, wenn die Spannung des Riemens 14
abfällt. Auf diese Weise werden die Reibungsteile 17, die in
Kontakt mit dem zylindrischen Bereich 10 gehalten werden,
heraus gegen den breiteren Bereich der keilförmigen
Zwischenräume 16 geschoben. Somit nimmt die Reibungskraft
zwischen dem zylindrischen Bereich 10 und den Reibungsteilen
17 ab, wodurch die Riemenscheibenhalterung 5 sich schnell in
die riemenspannende Richtung drehen kann.
So erfährt die Riemenscheibenhalterung 5 größeren Wider
stand, wenn sie sich in die Riemenlockerungsrichtung dreht,
als wenn sie sich in die Riemenspannungsrichtung dreht. In
anderen Worten dient diese Vorrichtung als automatische
Spannvorrichtung, die eine sogenannte "Einweg-Dämpfungsfunk
tion" aufweist.
Es können so die Vibrationen der Riemenscheibe 9 und des
Riemens 14, bedingt durch Spannungsschwankungen des Riemens
14, effektiv unterdrückt werden. Wenn die Riemenspannung in
großem Maß zunimmt oder abnimmt, wird sich die Riemenscheibe
9 in die jeweilige Richtung drehen und so die Spannung des
Riemens 14 konstant halten.
Wenn die Riemenspannung abnimmt, wird sich die Riemenscheibe
9 schnell in die Riemenspannrichtung drehen, bis der minima
le Wert der Spannungsschwankung die Federkraft der span
nungsanpassenden Feder 13 ausgleicht. So kann diese Vorrich
tung Spannungsschwankungen, die durch die Änderung der Ma
schinengeschwindigkeit bedingt sind, nachkommen. Ebenso kann
diese Vorrichtung schnell jede abrupte Lockerung des Riemens
aufheben, wenn die Maschine in einer kalten Umgebung
gestartet wird.
Fig. 4 zeigt Beispiele der Reibungsteile 17. Das Reibungs
teil 17, das in Fig. 4a gezeigt ist, hat seine innere Ober
fläche, die von der Schulteroberfläche 15 abgewandt ist, mit
einem Fluorharzfilm 19 beschichtet, so daß seine innere
Oberfläche einen kleineren Reibungskoeffizienten aufweist
als seine äußere Oberfläche.
Das Reibungsteil 17, das in Fig. 4b gezeigt ist, hat einen
Doppel-Schicht-Aufbau, der eine innere Schicht 20 und eine
äußere Schicht 21 umfaßt. Die innere Schicht 20 besteht aus
einem technischen Kunstharz mit einem niedrigen Reibungs
koeffizienten. Die äußere Schicht 21 ist aus einem techni
schen Kunstharz gemacht, das einen hohen Reibungskoeffizien
ten aufweist. Dadurch, daß die innere und äußere Oberfläche
der Reibungsteile 17 aus Materialien mit verschiedenen Rei
bungskoeffizienten gefertigt sind, können sich die Reibungs
teile 17 schnell in die Richtung, in der sich die Riemen
scheibenhalterung 5 dreht, bewegen. Aus diesem Grund kann
die Riemenscheibe 9 Spannungsschwankungen des Riemens 14
schneller folgen.
Eine andere Lösung, die oben beschriebene Differenz der Rei
bungskoeffizienten zu erzielen, ist, daß die Riemenscheiben
halterung 5 aus einem Material gefertigt ist, das einen hö
heren Reibungskoeffizienten aufweist als das Material, aus
dem die fixierte Achswelle 1 gefertigt ist.
Die Schulteroberflächen 15 der fixierten Achswelle 1
und/oder der innere Bereich des zylindrischen Bereichs 10
der Riemenscheibenhalterung 5 können auch oberflächenbehan
delt werden, z. B. plattiert, so daß der innere Bereich des
zylindrischen Bereichs 10 einen höheren Reibungskoeffizien
ten als die Schulteroberfläche 15 hat.
Um den Reibungswiderstand der Oberfläche zu reduzieren, kann
ein Chrombelag, ein zusammengesetzter Belag, der Tetrafluor
ethylenharz enthält, oder eine Fluorbeschichtung angewandt
werden. Die innere Oberfläche des zylindrischen Bereichs der
Riemenscheibenhalterung 5 kann einer Behandlung wie etwa
galvanischer Nickelplattierung unterzogen werden, um einen
relativ hohen Reibungskoeffizienten zu schaffen, wobei die
Schulteroberfläche 15 auf der fixierten Achswelle 1 einer
Trockenbeschichtung von Molybdändisulfid oder einer zusam
mengesetzten Beschichtung von Molybdändisulfid und Fluorharz
unterzogen werden kann.
Um den Unterschied der Reibungskoeffizienten zu schaffen,
können die vorher beschriebenen Maßnahmen, einerseits das
Verwenden von verschiedenen Materialien und andererseits die
Oberflächenbehandlung, auch miteinander kombiniert werden.
Fig. 5 und 6 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
automatischen Spannvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung. Die Riemenscheibenhalterung 5, wie sie in diesem
Ausführungsbeispiel gezeigt ist, ist in der Form eines Arms,
der an seinem einen Ende einen zylindrischen Bereich 10
aufweist und an dessen anderem Ende eine Achse 22 vorgesehen
ist, um die Riemenscheibe 9 zu lagern.
Der zylindrische Bereich 10 ist auf der fixierten Achswelle
1 angebracht. Kupplungsscheiben 25 sind zwischen einem
Flansch 23, der an einem Ende des zylindrischen Bereich 10
angebracht ist, und der Stirnseite der fixierten Achswelle
1, und zwischen dem Flansch 23 und einem Flansch 24 des Bol
zens 2 angeordnet.
Die fixierte Achswelle 1 hat eine Vielzahl von Schulterober
flächen 15, die in ihrer äußeren Außenoberfläche ausgebildet
sind. Die keilförmigen Zwischenräume 18 sind zwischen den
Schulteroberflächen 15 und dem zylindrischen Bereich 10
beschrieben. Das Reibungsteil 17 und die Feder 18 sind in
jedem keilförmigen Zwischenraum 16 angebracht. Die Riemen
scheibe 9 ist drehbar auf der Achse 22 durch das Lager 8 be
festigt.
In diesem Ausführungsbeispiel kann der Riemenscheibenhub
groß sein, selbst wenn der äußere Durchmesser der Riemen
scheibe 9 begrenzt ist, da die Riemenscheibenhalterung 5
armförmig ist. Das bedeutet, daß die Riemengestaltung freier
konzipiert werden kann, so daß die Riemenscheibe 9 sich dre
hen kann, um der Bewegung des Riemens 14 zu folgen, selbst
wenn er sich in einem beträchtlichen Ausmaß lockert.
Weil die Riemenscheibe 9 und der zylindrische Bereich 10 im
wesentlichen in der gleichen Ebene angebracht sind, macht
der Arm unter der Druckkraft, die auf die Riemenscheibe 9
von dem Riemen 14 übertragen wird, eine freie Drehbewegung.
Aus diesem Grund nützen sich die Reibungsteile 17 nicht un
gleichmäßig ab. Ebenso macht es diese Anordnung möglich, die
axiale Länge des zylindrischen Bereichs 10 zu erhöhen, ver
glichen mit der Anordnung, in der die Riemenscheibe 9 und
der zylindrische Bereich 10 zueinander koaxial angeordnet
sind. Aus diesem Grunde können Reibungsteile 17, die eine
größere Kontaktfläche aufweisen, verwendet werden. Die so
erhaltene automatische Spannvorrichtung zeigt hervorragende
Dämpfeigenschaften.
Claims (7)
1. Eine automatische Spannvorrichtung, die umfaßt: Eine
fixierte Achswelle, eine Riemenscheibenhalterung, die
so auf der fixierten Achswelle gelagert ist, daß sie
sich um die fixierte Achswelle drehen kann, eine Rie
menscheibe, die auf der Riemenscheibenhalterung gehal
ten ist, eine Spanneinrichtung, zum Drehen der Riemen
scheibenhalterung in eine solche Richtung, daß dem Rie
men Spannung verliehen wird, wobei eine der Einrichtun
gen, entweder die Riemenscheibenhalterung oder die fi
xierte Achswelle, einen zylindrischen Bereich aufweist,
der koaxial zu der jeweiligen anderen Einrichtung ange
ordnet ist, und wobei die jeweilige andere Einrichtung
an solchen Stellen Schulteroberflächen ausgebildet hat,
daß keilförmige Zwischenräume zwischen den Schul
teroberflächen und dem zylindrischen Bereich beschrie
ben werden, wobei die keilförmigen Zwischenräume in die
Richtung hin enger werden, in welche sich die Riemen
scheibenhalterung dreht, um den Riemen zu lockern,
Reibungsteile, wovon jedes in den jeweiligen keilför
migen Zwischenräumen angebracht ist und die eine im
wesentlichen komplementäre Form in bezug auf die Form
der keilförmigen Zwischenräume aufweisen, und Feder
teile, wovon jedes in den jeweiligen keilförmigen Zwi
schenräumen angebracht ist, um die Reibungsteile in den
engeren Bereich eines jeden keilförmigen Zwischenraums
vorzuspannen.
2. Automatische Spannvorrichtung nach Anspruch 1, wobei
die Riemenscheibenhalterung einen zylindrischen Bereich
aufweist, der koaxial zu der fixierten Achswelle ange
ordnet ist und wobei in die fixierte Achswelle Schul
teroberflächen geformt sind.
3. Automatische Spannvorrichtung nach den Ansprüchen 1
oder 2, wobei die Riemenscheibenhalterung ein
exzentrischer Ring ist, der eine zylindrische äußere
Außenoberfläche aufweist, auf der die Riemenscheibe
drehbar gelagert ist und in die eine Bohrung
ausgebildet ist, um die fixierte Achswelle aufzunehmen,
wobei die Achse der Bohrung von dem Mittelpunkt der
zylindrischen äußeren Außenoberfläche versetzt ist.
4. Automatische Spannvorrichtung nach den Ansprüchen 1
oder 2, wobei die Riemenscheibenhalterung ein
armförmiges Teil ist, an dessen einem Ende der
zylindrische Bereich und an dessen anderem Ende eine
Achse, um die Riemenscheibe drehbar zu lagern,
vorgesehen ist.
5. Automatische Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 4, wobei die Schulteroberflächen sich spiralför
mig erstrecken oder einen kreisförmigen Verlauf be
schreiben, wobei ihre jeweiligen Mittelpunkte versetzt
von der Achse der fixierten Achswelle angeordnet sind.
6. Automatische Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 4, wobei jeder der keilförmigen Zwischenräume ei
nen Keilwinkel aufweist, der im wesentlichen konstant
über die gesamte Kontaktoberfläche mit den Reibungstei
len ist.
7. Automatische Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 6, wobei der Reibungskoeffizient an den Kontakt
bereichen zwischen jedem Reibungsteil und jeder Schul
teroberfläche niedriger ist als der an den Kontaktbe
reichen zwischen jedem Reibungsteil und dem zylindri
schen Bereich.
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