DE4315085A1 - Orthopädische Ballenwinkel-Korrektur-Orthese - Google Patents
Orthopädische Ballenwinkel-Korrektur-OrtheseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine orthopädische Ballenwinkel-Kor
rektur-Orthese nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Orthese ist beispielsweise aus der DE-PS 5 06 307
bekannt und soll zur Beseitigung der häufigen Erschei
nung des Ballenwinkels im Bereich des Mittel- und Vorfußes
dienen. Die gattungsgemäße Orthese weist zur Behebung dieser
Deformität, d. h. der Abspreizung des ersten Mittelfußstrah
les und seiner Ausbiegung sowie die seitliche Abwinkelung
der Großzehe (Hallux valgus), eine Zehhülle auf, an der ein
Zugband befestigt ist. Bei der bekannten Orthese wird über
den Vorderfuß ein Gummiring gezogen, der an der Innenseite
des Fußes mit einer Führungsschlaufe versehen ist. Das am
oberen Ende der Zehhülle befestigte Zugband wird durch die
seitliche Führungsschlaufe gezogen. Auf einem auf dem Zug
band aufgenähten Knopf wird ein dünnes Gummiband befestigt,
welches um die Verse herumgelegt und auf der Außenseite des
Gummiringes aufknöpfbar ist. Um den Gummiring in seiner Lage
zu halten, wird der Ober- und Unterteil des selben durch ein
Band, das zwischen zwei Zehen hindurchgeleitet wird, verbun
den.
Zur vorbeugenden Behandlung, aber auch zur postoperativen
Nachsorge sind folgende weitere, äußerlich anzuwendende
Hilfsmittel bekannt:
Im Vordergrund steht die korrigierende Nachtschiene nach
Schede und Thomsen. Diese besteht aus einem Längsbügel aus
Kunststoff oder Metall mit muldenartiger Ausformung für die
Großzehe im Vorderteil und einem Einschnitt im hinteren Be
reich für ein Zugband, welches um den Mittelfuß geschlungen
wird. Beim Gebrauch wird die Schiene so auf den Fußrücken
gelegt, daß der muldenförmig ausgebildete Schienenteil an
der lateralen Seite der Großzehe anliegt, während das Zug
band in der Schienenmitte über den Ballenwinkel geführt, so
dann um den Mittelfuß gezogen und am hinteren Schienenteil
wieder eingehängt wird. Diese Schiene kann nur nachts getra
gen werden.
Eine ähnliche Schiene ist die Hallux valgus-Orthese nach
Weckemann. Hierbei verläuft ein Stahlbügel an der medialen
Seite des Fußes entlang. Sie kann in der Länge dem Fuß ange
paßt werden. Der erste Mittelfußknochen wird von einem Form
teil umgriffen, während eine Schlaufe um die Großzehe gezo
gen und am Bügel eingehängt wird. Schließlich wird außen ein
längsverlaufendes Zugband am vorderen und hinteren Ende der
Schiene eingehängt, die ganze Orthese sodann durch ein
Klettband um den Spann gehalten. Diese Schiene ist speziell
für postoperative Zwecke gedacht und wird als Nachtschiene
getragen. Eine dieser Schiene ähnliche Orthese ist aus der G
92 04 651.7 bekannt.
Darüberhinaus gibt es eine Reihe von Notbehelfen in Form von
Schutzkissen. Meist bestehen diese aus einer Schaumgummipol
sterung, in deren Mitte eine Grube dem Ballenwinkel Platz
läßt. Auch sogenannte Zehenspreizer aus Schaumstoff, zwi
schen die Zehen gesteckt, fallen unter diese Gruppe der Au
genblickshilfen. Diese können vorübergehend schmerzlindernd
wirken, haben jedoch letztendlich keine korrektive Wirkung,
um einem Ballenwinkel vorzubeugen oder einen vorhandenen
durch Korrektur zurückzubilden oder in postoperativem Sinne
einer einsteifenden Tendenz des Gelenks zu begegnen bei
gleichzeitiger Fixierung der Operationsergebnisse.
Die Nachteile der bisher bekannten Schienen und Orthesen
sind vor allem darin zu sehen, daß die Schienen nur sehr um
ständlich und mühevoll angelegt werden können, in Folge ih
rer Bauart sehr stark auftragen und deshalb nur als Nacht
schiene in Frage kommen. Gerade beim Tage unter Belastung
des Fußes sollte jedoch eine korrigierende Wirkung der Or
these vorhanden sein. Denn nur bei andauerndem Einsatz und
Tragen der Schiene kann ein Erfolg in Aussicht gestellt wer
den. Die gattungsgemäße Orthese ist darüberhinaus aufgrund
einer Vielzahl von Einzelteilen sehr aufwendig aufgebaut.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Orthe
se der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art zu
schaffen, die einfach aufgebaut und ständig tragbar ist und
dabei sowohl zur Vermeidung eines Ballenwinkels als auch als
stabilisierendes Mittel nach Operationen einsetzbar ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des An
spruchs 1.
Durch die einstückige Ausbildung von Zehhülle und Zugbandan
ordnung wird zunächst der Aufbau der erfindungsgemäßen Or
these erheblich vereinfacht. Gleichzeitig ergeben sich er
hebliche Vorteile dadurch, daß die Orthese aufgrund ihres
einfachen Aufbaus ohne großen Umstand angelegt und entfernt
werden kann.
Durch die Elastizität des Materials und den genauen anatomi
schen Paßsitz wird vorteilhafterweise das Großzehengrundge
lenk in die ursprüngliche Lage zurückgezogen.
Aufgrund ihrer geringen Wandstärke kann die Orthese fast un
bemerkt im Schuh und selbstverständlich auch nachts getragen
werden, da beispielsweise kein störender Klettverschluß und
kein Anziehen eines Strumpfes oder eine Socke als zusätzli
che Hilfsmaßnahmen erforderlich sind.
Die erfindungsgemäße Orthese ist darüberhinaus waschbar und
hat ein sehr leichtes Gewicht. Vorzugsweise kann die Orthese
postoperativ zur Stabilisierung des Fußgelenkes getragen
werden.
Da die erfindungsgemäße Orthese ein Arbeiten der Muskulatur
ermöglicht, ergibt sich eine hervorragende Wirkung selbst
beim Tragen im Schuh. Damit wird erreicht, daß die Gelenk
flächen wieder optimal gleiten können, so daß es zu keiner
bzw. zumindest einer verminderten Gelenkabnutzung und zur
Schmerzfreiheit kommt.
Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung zum Inhalt.
Durch das Anbringen einer Textilunterlage auf der Seite der
gummielastischen Lage, die am Zeh bzw. Fuß anliegt, ergibt
sich der Vorteil, daß kein Verrutschen durch eine gewisse
Materialhaftung am Fuß auftritt.
Darüberhinaus ist die erfindungsgemäße Orthese bei Verwen
dung einer Textilunterlage besonders hautfreundlich und er
gibt angenehme Trageigenschaften durch die Verwendung eines
weichen Materiales. Ferner wird bei der bevorzugten Ausfüh
rungsform gemäß Anspruch 2 durch die Textilunterlage er
reicht, daß ein Verziehen der Orthese vermieden werden kann
und diese problemlos an- und ausgezogen werden kann.
Ist die Zehhülle der erfindungsgemäßen Orthese mit seitli
chen Ausnehmungen, die vorzugsweise außen größer ist als in
nen, versehen, ergibt sich der Vorteil, daß das Nagelbett
innen und außen frei liegt. Dies verhindert, daß der Nagel
durch Druckaufbringung einwächst.
Das Vorsehen eines Belüftungsloches in der Zehhülle erhöht
ebenfalls den Tragekomfort.
Weist die Zugbandvorrichtung zwei Zugstege auf, ergibt sich
die Möglichkeit, eine Aussparung des Ballenwinkels zu erzeu
gen, was eine Entlastung desselben und damit eine Schmerz
vermeidung erzielt. Hierbei kann die Aussparung im Bedarfs
falle individuell angepaßt werden.
Ferner ist es möglich, durch entsprechende Auslegung der
Stege der Zugbandvorrichtung eine Lage des Halteteils zu
erreichen, bei der dieses im Tragezustand direkt hinter dem
Ballen aufliegt, was die Korrektur der Großzehe durch eine
bessere Hebelwirkung erheblich verbessert. Vorzugsweise ist
das bandförmige Halteteil hierbei als elastisches aus wei
chem Material bestehendes Band ausgebildet.
Die erfindungsgemäße Orthese läßt sich vorkonfektionieren,
z. B. durch Extrusionsblasen und Ausstanzen, und damit
preiswert herstellen. Im allgemeinen genügen drei Grundgrö
ßen für alle vorkommenden Fälle, wobei die Orthese durch zu
sätzliche Anpassungsmaßnahmen im Bedarfsfall individuellen
Gegebenheiten angepaßt werden kann.
Die erfindungsgemäße Orthese ist klein und leicht sowie ko
stensparend in der Herstellung.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus nachfolgender Beschreibung eines Ausfüh
rungsbeispiels anhand der Zeichnung.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform einer er
findungsgemäßen Orthese,
Fig. 2 eine Ansicht der Orthese gemäß Fig. 1 aus Richtung
des Pfeils II in Fig. 1,
Fig. 3 ein Stanzteil zur Ausbildung einer Zehhülle und
einer Zugbandanordnung der Orthese gemäß den Fig. 1
und 2,
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des Schnittes entlang
der Linie IV-IV in Fig. 1, und
Fig. 5 eine Seitenansicht auf einen Kunststoffstab zur
Herstellung einer Orthese gemäß den Fig. 1 und 2.
Gemäß den Fig. 1 und 2 sind zwei Ansichten einer erfindungs
gemäßen Orthese 1 dargestellt, die als orthopädische Ballen
winkel-Korrektur-Orthese ausgebildet ist.
Wie die Fig. 1 und 2 verdeutlichen, weist die Orthese 1 eine
fingerlingartige Zehhülle 2 auf, die zur Aufnahme einer in
den Fig. 1 und 2 nicht dargestellten Großzehe eines mensch
lichen Fußes dient.
Die Orthese 1 weist als Basiselemente die Zehhülle 2, eine
seitliche Zugbandanordnung 3 und ein bandförmiges Halteteil
4 auf. Die seitliche Zugbandanordnung 3 liegt im getragenen
Zustand der Orthese 1 an der Fußaußenseite an. Die Zugband
anordnung 3 ist im Beispielsfalle einstückig mit der Zehhül
le 2 ausgebildet. Ferner verbindet die Zugbandanordnung 3
die Zehhülle 2 mit dem bandförmigen Halteteil 4 für den Vor
fuß.
Bei der in den Figuren dargestellten bevorzugten Ausfüh
rungsform weisen die Zehhülle 2 und die an ihr einstückig
angeformte Zugbandanordnung 3 eine Lage 5 aus gummielasti
schen Material und eine Lage 6 auf, die als Textilunterlage
ausgebildet ist (s. Fig. 4). Die Textilunterlage 6 ist
hierbei auf der Seite der gummielastischen Lage 5 angeord
net, die im Tragezustand auf den Fuß weist, so daß im getra
genen Zustand der Orthese 1 die Textilunterlage 6 auf dem
Fuß aufliegt, was ein angenehmes Tragegefühl und ein Vermei
den von Anhaften der gummielastischen Lage am Fuß ermög
licht.
Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, die Zehhülle 2 und
die Zugbandanordnung 3 ausschließlich aus einer Lage aus
dünnem gummielastischen Material 5 auszubilden, vorzugsweise
aus Latex, Silikon, Kautschuk oder anderem thermoplastischen
Elastomermaterial. Die Stärke dieser Lage beträgt hierbei
vorzugsweise 0,5 bis 0,8 mm. Das in Fig. 4 dargestellte
zweilagige Material für die Zehhülle 2 und die Zugbandanord
nung 3 ist vorzugsweise 0,6 bis 0,8 mm stark.
Wie die Fig. 1 und 2 verdeutlichen, weist die Zehhülle 2
zwei seitliche Ausnehmungen 7, 8 auf. Die Ausnehmung 8 ist
hierbei größer, d. h. weiter in den Bereich der Zugbandan
ordnung 3 hineingezogen ausgebildet. Dadurch wird erreicht,
daß im getragenen Zustand das innere und äußere Nagelbett
frei bleiben, so daß kein Material auf diesen Bereichen
aufliegt, was ein Einwachsen des Zehennagels in diesem Be
reich verhindert.
Ferner weist die Zehhülle 2 zur Erhöhung des Tragekomforts
eine Belüftungsöffnung 9 auf.
Gemäß den Fig. 1 und 2 ist bei der bevorzugten Ausführungs
form zur Verbindung der Zugbandanordnung 3 mit dem bandför
migen Halteteil 4 jeweils eine Naht 10 bzw. 11 vorgesehen,
die die Enden des Halteteils 4 mit der Zugbandanordnung 3
verbinden, so daß ein ringförmig geschlossenes Halteteil 4
entsteht, das im getragenen Zustand der Orthese 1 direkt
hinter dem Fußballen anliegt.
Insbesondere aus den Fig. 2 und 3 ergibt sich, daß im Bei
spielsfalle die Zugbandanordnung 3 zwei im spitzen Winkel
zueinander angeordnete Zugstege 12 und 13 aufweist. Die Zug
stege 12 und 13 sind an ihrem der Zehhülle 2 abgewandtem
Ende mittels eines Verbindungssteges 14 miteinander verbun
den, was sich insbesondere aus Fig. 3 erschließt. Zwischen
den Zugstegen 12 und 13 ist eine Aussparung 15 vorgesehen,
die im getragenen Zustand den Ballenbereich freiläßt, was
ebenfalls den Tragekomfort erheblich erhöht. Die Fig. 2 und
3 verdeutlichen hierbei, sich daß durch die Anordnung der
Zugstege 12 und 13 eine angenähert dreieckförmige Form der
Aussparung 15 mit gerundeten Eckbereichen ergibt.
Fig. 3 verdeutlicht eine Ausführungsform eines Folienteils
aus einem der zuvor genannten gummielastischen Materialien,
aus dem in einstückiger Art und Weise die in den Fig. 1 und
2 dargestellte Zehhülle 2 und die Zugbandanordnung 3 herge
stellt werden kann. Das in Fig. 3 dargestellte Folienteil
stellt ein Stanzteil dar, dessen Kontur so ausgelegt ist,
daß sich die aus den Fig. 1 und 2 ersichtliche Form der Zeh
hülle 2 und der Zugbandanordnung 3 ergibt. Das in Fig. 3
dargestellte Folienteil wird aus einem Zuschnitt mit den
entsprechenden Konturen hergestellt und gemäß der bevorzug
ten Ausführungsform der Fig. 4 mit der Textilunterlage 6
versehen. Da es sich bei der Folie des Teils 3 um ver
schweißbare Folien handelt, kann die Textilunterlage 6 durch
das Aufbringen von Wärme (ca. 80-90°), vorzugsweise durch
heißes Wasser oder einen Haartrockner, mit der Folie verbun
den werden. Zur Ausbildung der aus den Fig. 1 und 2 ersicht
lichen Form der Zehhülle 2 werden lediglich die aus den Fig.
3 ersichtlichen Kanten 16 und 17, bzw. 18 und 19 miteinander
verschweißt, wozu vorzugsweise keinerlei Klebstoff erforder
lich ist. Hieraus ergibt sich der vorteilhafte Nebeneffekt,
daß bei der Herstellung keine schädlichen Klebstoffdämpfe
entstehen.
Zur Herstellung der Zehhülle 2 wird vorteilhafterweise der
in Fig. 5 dargestellte Kunststoffstab 20, vorzugsweise aus
Teflon, verwendet. Der Kunststoffstab weist einen im wesent
lichen zylindrischen Mittelteil 21 und zwei gegenüber dem
Mittelteil 21 verjüngte Endbereiche 22 und 23 auf. Die End
bereiche 22 und 23 weisen jeweils gerundete Stirnflächen 24
bzw. 25 auf.
Zur Herstellung der Zehhülle 2 werden die die Kanten 16 und
17 bzw. 18 und 19 aufweisenden Teilbereiche des Folienteiles
um die gerundeten Endbereiche 24 und 25 gelegt, und sodann
verschweißt.
Der Kunststoffstab 20 kann in einer Mehrzahl von Grundformen
und Grundgrößen ausgebildet sein, mit denen die Großzahl der
Orthesen je nach Zehenform hergestellt werden kann. Indivi
duelle Anpassungsmaßnahmen ergeben sich durch die Möglich
keit, die Zehhülle 2 durch Herunterziehen in Richtung auf
den Mittelteil 21 zu weiten.
Ferner ist es nicht erforderlich, die Kanten der Orthese zu
schärfen oder zu schleifen, da aufgrund der verwendeten Ma
terialien ohnehin lediglich Maximalstärken von 0,5 bis 0,8
mm entstehen.
Zur endgültigen Fertigstellung der erfindungsgemäßen Orthese
1 muß nach dem Verschweißen der zuvor genannten Kanten des
Folienteils gemäß der Fig. 2 lediglich noch das elastische
Halteband 4 an den aus Fig. 2 ersichtlichen Nahtstellen 10
und 11 durch Vernähen befestigt werden.
Schließlich ist es möglich, die erfindungsgemäße Orthese 1
zumindestens im Bereich der Zehhülle 2 und der Zugbandanord
nung 3 in hautähnlicher Farbe einzufärben, was bei der be
vorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 4 durch eine entspre
chend gefärbte Textilunterlage 6 erreicht werden kann.
Claims (15)
1. Orthopädische Ballenwinkel-Korrektur-Orthese (1)
- - mit einer fingerlingartigen Zehhülle (2) zur Aufnahme der Großzehe;
- - mit einer seitlichen Zugbandanordnung (3); und
- - mit einem bandförmigen Halteteil (4) für den Vorfuß, das mittels der Zugbandanordnung (3) mit der Zehhülle (2) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Zehhülle (2) und die Zugbandanordnung (3) ein stückig ausgebildet sind und zumindestens eine Lage (5) aus dünnem gummielastischen Material (6) aufwei sen.
2. Orthese nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
gummielastische Lage (5) auf ihrer Körperanlageseite mit
einer Textilunterlage (6) beschichtet ist.
3. Orthese nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zehhülle (2) zwei seitliche im Tragezustand das
innere und äußere Nagelbett freilassende Ausnehmungen
(7, 8) aufweist.
4. Orthese nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Zehhülle (2) eine Belüftungsöff
nung (9) aufweist.
5. Orthese nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Halteteil (4) mit der Zugbandan
ordnung (3) vernäht ist.
6. Orthese nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Zugbandanordnung (3) zwei im
stumpfen Winkel zueinander angeordnete Zugstege (12, 13)
aufweist, die an ihrem der Zehhülle (2) abgewandtem Ende
mittels eines Verbindungssteges (14) miteinander verbun
den sind.
7. Orthese nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die gummielastische Lage (5) aus Kaut
schuk, vorzugsweise Latex, oder Silikonkautschuk oder
anderen thermoplastischen Elastomermaterialien oder aus
elastischem Strickgewebe besteht.
8. Orthese nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Lage (5) eine Stärke von 0,5 bis
0,8 mm aufweist.
9. Orthese nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Halteteil (4) als elastisches
ringförmig geschlossenes Band ausgebildet ist.
10. Orthese nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Zugbandanordnung (3) eine Ausspa
rung (15) für den Ballenbereich aufweist.
11. Verfahren zur Herstellung einer Ballenwinkel-Korrektur-
Orthese (1), gekennzeichnet durch folgende Verfahrens
schritte:
- - Herstellen eines Zuschnittes in Form eines Folien teiles aus gummielastischem Material;
- - Erzeugen einer fingerlingartigen Zehhülle (2) durch Verbinden zweier Kantenpaare (16, 17 bzw. 18, 19) des Zuschnittes; und
- - Befestigen eines bandförmigen Halteteils (4), an dem der Zehhülle (2) abgewandten Ende des Zuschnittes.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Herstellung der Zehhülle (2) ein Kunststoffstab (20)
verwendet wird, über dessen Enden (22 bzw. 23) die die
zu verbindenden Kanten (16, 17 bzw. 18, 19) aufweisenden
Enden geschlagen und im umgeschlagenen Zustand verbunden
werden.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeich
net, daß die Kanten (16, 17 bzw. 18, 19) zur Bildung der
Zehhülle (2) verschweißt werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß das Folienteil mit einer Gewebe
schicht beschichtet wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß das bandförmige Halteteil (4) durch
Vernähen mit dem Folienteil verbunden wird.
Priority Applications (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE4315085A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2689754A1 (de) | 2012-07-26 | 2014-01-29 | Vitry Freres | Schutz- und Korrekturvorrichtung von Hallux Valgus |
| IT201600128469A1 (it) * | 2016-12-29 | 2017-03-29 | Virginia Giordano | correttore per alluce valgo in materiale elastico |
-
1993
- 1993-05-06 DE DE19934315085 patent/DE4315085A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2689754A1 (de) | 2012-07-26 | 2014-01-29 | Vitry Freres | Schutz- und Korrekturvorrichtung von Hallux Valgus |
| IT201600128469A1 (it) * | 2016-12-29 | 2017-03-29 | Virginia Giordano | correttore per alluce valgo in materiale elastico |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |