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DE4315085A1 - Orthopädische Ballenwinkel-Korrektur-Orthese - Google Patents

Orthopädische Ballenwinkel-Korrektur-Orthese

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Publication number
DE4315085A1
DE4315085A1 DE19934315085 DE4315085A DE4315085A1 DE 4315085 A1 DE4315085 A1 DE 4315085A1 DE 19934315085 DE19934315085 DE 19934315085 DE 4315085 A DE4315085 A DE 4315085A DE 4315085 A1 DE4315085 A1 DE 4315085A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
toe
orthosis
rubber
layer
orthosis according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19934315085
Other languages
English (en)
Inventor
Karl-Heinz Lory
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LORY ORTHOPAEDIE SCHUHTECHNIK
Original Assignee
LORY ORTHOPAEDIE SCHUHTECHNIK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DE9206317U external-priority patent/DE9206317U1/de
Application filed by LORY ORTHOPAEDIE SCHUHTECHNIK filed Critical LORY ORTHOPAEDIE SCHUHTECHNIK
Priority to DE19934315085 priority Critical patent/DE4315085A1/de
Publication of DE4315085A1 publication Critical patent/DE4315085A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F5/00Orthopaedic methods or devices for non-surgical treatment of bones or joints; Nursing devices ; Anti-rape devices
    • A61F5/01Orthopaedic devices, e.g. long-term immobilising or pressure directing devices for treating broken or deformed bones such as splints, casts or braces
    • A61F5/019Toe correcting or spreading devices

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Nursing (AREA)
  • Orthopedic Medicine & Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine orthopädische Ballenwinkel-Kor­ rektur-Orthese nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Orthese ist beispielsweise aus der DE-PS 5 06 307 bekannt und soll zur Beseitigung der häufigen Erschei­ nung des Ballenwinkels im Bereich des Mittel- und Vorfußes dienen. Die gattungsgemäße Orthese weist zur Behebung dieser Deformität, d. h. der Abspreizung des ersten Mittelfußstrah­ les und seiner Ausbiegung sowie die seitliche Abwinkelung der Großzehe (Hallux valgus), eine Zehhülle auf, an der ein Zugband befestigt ist. Bei der bekannten Orthese wird über den Vorderfuß ein Gummiring gezogen, der an der Innenseite des Fußes mit einer Führungsschlaufe versehen ist. Das am oberen Ende der Zehhülle befestigte Zugband wird durch die seitliche Führungsschlaufe gezogen. Auf einem auf dem Zug­ band aufgenähten Knopf wird ein dünnes Gummiband befestigt, welches um die Verse herumgelegt und auf der Außenseite des Gummiringes aufknöpfbar ist. Um den Gummiring in seiner Lage zu halten, wird der Ober- und Unterteil des selben durch ein Band, das zwischen zwei Zehen hindurchgeleitet wird, verbun­ den.
Zur vorbeugenden Behandlung, aber auch zur postoperativen Nachsorge sind folgende weitere, äußerlich anzuwendende Hilfsmittel bekannt:
Im Vordergrund steht die korrigierende Nachtschiene nach Schede und Thomsen. Diese besteht aus einem Längsbügel aus Kunststoff oder Metall mit muldenartiger Ausformung für die Großzehe im Vorderteil und einem Einschnitt im hinteren Be­ reich für ein Zugband, welches um den Mittelfuß geschlungen wird. Beim Gebrauch wird die Schiene so auf den Fußrücken gelegt, daß der muldenförmig ausgebildete Schienenteil an der lateralen Seite der Großzehe anliegt, während das Zug­ band in der Schienenmitte über den Ballenwinkel geführt, so­ dann um den Mittelfuß gezogen und am hinteren Schienenteil wieder eingehängt wird. Diese Schiene kann nur nachts getra­ gen werden.
Eine ähnliche Schiene ist die Hallux valgus-Orthese nach Weckemann. Hierbei verläuft ein Stahlbügel an der medialen Seite des Fußes entlang. Sie kann in der Länge dem Fuß ange­ paßt werden. Der erste Mittelfußknochen wird von einem Form­ teil umgriffen, während eine Schlaufe um die Großzehe gezo­ gen und am Bügel eingehängt wird. Schließlich wird außen ein längsverlaufendes Zugband am vorderen und hinteren Ende der Schiene eingehängt, die ganze Orthese sodann durch ein Klettband um den Spann gehalten. Diese Schiene ist speziell für postoperative Zwecke gedacht und wird als Nachtschiene getragen. Eine dieser Schiene ähnliche Orthese ist aus der G 92 04 651.7 bekannt.
Darüberhinaus gibt es eine Reihe von Notbehelfen in Form von Schutzkissen. Meist bestehen diese aus einer Schaumgummipol­ sterung, in deren Mitte eine Grube dem Ballenwinkel Platz läßt. Auch sogenannte Zehenspreizer aus Schaumstoff, zwi­ schen die Zehen gesteckt, fallen unter diese Gruppe der Au­ genblickshilfen. Diese können vorübergehend schmerzlindernd wirken, haben jedoch letztendlich keine korrektive Wirkung, um einem Ballenwinkel vorzubeugen oder einen vorhandenen durch Korrektur zurückzubilden oder in postoperativem Sinne einer einsteifenden Tendenz des Gelenks zu begegnen bei gleichzeitiger Fixierung der Operationsergebnisse.
Die Nachteile der bisher bekannten Schienen und Orthesen sind vor allem darin zu sehen, daß die Schienen nur sehr um­ ständlich und mühevoll angelegt werden können, in Folge ih­ rer Bauart sehr stark auftragen und deshalb nur als Nacht­ schiene in Frage kommen. Gerade beim Tage unter Belastung des Fußes sollte jedoch eine korrigierende Wirkung der Or­ these vorhanden sein. Denn nur bei andauerndem Einsatz und Tragen der Schiene kann ein Erfolg in Aussicht gestellt wer­ den. Die gattungsgemäße Orthese ist darüberhinaus aufgrund einer Vielzahl von Einzelteilen sehr aufwendig aufgebaut.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Orthe­ se der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art zu schaffen, die einfach aufgebaut und ständig tragbar ist und dabei sowohl zur Vermeidung eines Ballenwinkels als auch als stabilisierendes Mittel nach Operationen einsetzbar ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des An­ spruchs 1.
Durch die einstückige Ausbildung von Zehhülle und Zugbandan­ ordnung wird zunächst der Aufbau der erfindungsgemäßen Or­ these erheblich vereinfacht. Gleichzeitig ergeben sich er­ hebliche Vorteile dadurch, daß die Orthese aufgrund ihres einfachen Aufbaus ohne großen Umstand angelegt und entfernt werden kann.
Durch die Elastizität des Materials und den genauen anatomi­ schen Paßsitz wird vorteilhafterweise das Großzehengrundge­ lenk in die ursprüngliche Lage zurückgezogen.
Aufgrund ihrer geringen Wandstärke kann die Orthese fast un­ bemerkt im Schuh und selbstverständlich auch nachts getragen werden, da beispielsweise kein störender Klettverschluß und kein Anziehen eines Strumpfes oder eine Socke als zusätzli­ che Hilfsmaßnahmen erforderlich sind.
Die erfindungsgemäße Orthese ist darüberhinaus waschbar und hat ein sehr leichtes Gewicht. Vorzugsweise kann die Orthese postoperativ zur Stabilisierung des Fußgelenkes getragen werden.
Da die erfindungsgemäße Orthese ein Arbeiten der Muskulatur ermöglicht, ergibt sich eine hervorragende Wirkung selbst beim Tragen im Schuh. Damit wird erreicht, daß die Gelenk­ flächen wieder optimal gleiten können, so daß es zu keiner bzw. zumindest einer verminderten Gelenkabnutzung und zur Schmerzfreiheit kommt.
Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.
Durch das Anbringen einer Textilunterlage auf der Seite der gummielastischen Lage, die am Zeh bzw. Fuß anliegt, ergibt sich der Vorteil, daß kein Verrutschen durch eine gewisse Materialhaftung am Fuß auftritt.
Darüberhinaus ist die erfindungsgemäße Orthese bei Verwen­ dung einer Textilunterlage besonders hautfreundlich und er­ gibt angenehme Trageigenschaften durch die Verwendung eines weichen Materiales. Ferner wird bei der bevorzugten Ausfüh­ rungsform gemäß Anspruch 2 durch die Textilunterlage er­ reicht, daß ein Verziehen der Orthese vermieden werden kann und diese problemlos an- und ausgezogen werden kann.
Ist die Zehhülle der erfindungsgemäßen Orthese mit seitli­ chen Ausnehmungen, die vorzugsweise außen größer ist als in­ nen, versehen, ergibt sich der Vorteil, daß das Nagelbett innen und außen frei liegt. Dies verhindert, daß der Nagel durch Druckaufbringung einwächst.
Das Vorsehen eines Belüftungsloches in der Zehhülle erhöht ebenfalls den Tragekomfort.
Weist die Zugbandvorrichtung zwei Zugstege auf, ergibt sich die Möglichkeit, eine Aussparung des Ballenwinkels zu erzeu­ gen, was eine Entlastung desselben und damit eine Schmerz­ vermeidung erzielt. Hierbei kann die Aussparung im Bedarfs­ falle individuell angepaßt werden.
Ferner ist es möglich, durch entsprechende Auslegung der Stege der Zugbandvorrichtung eine Lage des Halteteils zu erreichen, bei der dieses im Tragezustand direkt hinter dem Ballen aufliegt, was die Korrektur der Großzehe durch eine bessere Hebelwirkung erheblich verbessert. Vorzugsweise ist das bandförmige Halteteil hierbei als elastisches aus wei­ chem Material bestehendes Band ausgebildet.
Die erfindungsgemäße Orthese läßt sich vorkonfektionieren, z. B. durch Extrusionsblasen und Ausstanzen, und damit preiswert herstellen. Im allgemeinen genügen drei Grundgrö­ ßen für alle vorkommenden Fälle, wobei die Orthese durch zu­ sätzliche Anpassungsmaßnahmen im Bedarfsfall individuellen Gegebenheiten angepaßt werden kann.
Die erfindungsgemäße Orthese ist klein und leicht sowie ko­ stensparend in der Herstellung.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus nachfolgender Beschreibung eines Ausfüh­ rungsbeispiels anhand der Zeichnung.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform einer er­ findungsgemäßen Orthese,
Fig. 2 eine Ansicht der Orthese gemäß Fig. 1 aus Richtung des Pfeils II in Fig. 1,
Fig. 3 ein Stanzteil zur Ausbildung einer Zehhülle und einer Zugbandanordnung der Orthese gemäß den Fig. 1 und 2,
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des Schnittes entlang der Linie IV-IV in Fig. 1, und
Fig. 5 eine Seitenansicht auf einen Kunststoffstab zur Herstellung einer Orthese gemäß den Fig. 1 und 2.
Gemäß den Fig. 1 und 2 sind zwei Ansichten einer erfindungs­ gemäßen Orthese 1 dargestellt, die als orthopädische Ballen­ winkel-Korrektur-Orthese ausgebildet ist.
Wie die Fig. 1 und 2 verdeutlichen, weist die Orthese 1 eine fingerlingartige Zehhülle 2 auf, die zur Aufnahme einer in den Fig. 1 und 2 nicht dargestellten Großzehe eines mensch­ lichen Fußes dient.
Die Orthese 1 weist als Basiselemente die Zehhülle 2, eine seitliche Zugbandanordnung 3 und ein bandförmiges Halteteil 4 auf. Die seitliche Zugbandanordnung 3 liegt im getragenen Zustand der Orthese 1 an der Fußaußenseite an. Die Zugband­ anordnung 3 ist im Beispielsfalle einstückig mit der Zehhül­ le 2 ausgebildet. Ferner verbindet die Zugbandanordnung 3 die Zehhülle 2 mit dem bandförmigen Halteteil 4 für den Vor­ fuß.
Bei der in den Figuren dargestellten bevorzugten Ausfüh­ rungsform weisen die Zehhülle 2 und die an ihr einstückig angeformte Zugbandanordnung 3 eine Lage 5 aus gummielasti­ schen Material und eine Lage 6 auf, die als Textilunterlage ausgebildet ist (s. Fig. 4). Die Textilunterlage 6 ist hierbei auf der Seite der gummielastischen Lage 5 angeord­ net, die im Tragezustand auf den Fuß weist, so daß im getra­ genen Zustand der Orthese 1 die Textilunterlage 6 auf dem Fuß aufliegt, was ein angenehmes Tragegefühl und ein Vermei­ den von Anhaften der gummielastischen Lage am Fuß ermög­ licht.
Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, die Zehhülle 2 und die Zugbandanordnung 3 ausschließlich aus einer Lage aus dünnem gummielastischen Material 5 auszubilden, vorzugsweise aus Latex, Silikon, Kautschuk oder anderem thermoplastischen Elastomermaterial. Die Stärke dieser Lage beträgt hierbei vorzugsweise 0,5 bis 0,8 mm. Das in Fig. 4 dargestellte zweilagige Material für die Zehhülle 2 und die Zugbandanord­ nung 3 ist vorzugsweise 0,6 bis 0,8 mm stark.
Wie die Fig. 1 und 2 verdeutlichen, weist die Zehhülle 2 zwei seitliche Ausnehmungen 7, 8 auf. Die Ausnehmung 8 ist hierbei größer, d. h. weiter in den Bereich der Zugbandan­ ordnung 3 hineingezogen ausgebildet. Dadurch wird erreicht, daß im getragenen Zustand das innere und äußere Nagelbett frei bleiben, so daß kein Material auf diesen Bereichen aufliegt, was ein Einwachsen des Zehennagels in diesem Be­ reich verhindert.
Ferner weist die Zehhülle 2 zur Erhöhung des Tragekomforts eine Belüftungsöffnung 9 auf.
Gemäß den Fig. 1 und 2 ist bei der bevorzugten Ausführungs­ form zur Verbindung der Zugbandanordnung 3 mit dem bandför­ migen Halteteil 4 jeweils eine Naht 10 bzw. 11 vorgesehen, die die Enden des Halteteils 4 mit der Zugbandanordnung 3 verbinden, so daß ein ringförmig geschlossenes Halteteil 4 entsteht, das im getragenen Zustand der Orthese 1 direkt hinter dem Fußballen anliegt.
Insbesondere aus den Fig. 2 und 3 ergibt sich, daß im Bei­ spielsfalle die Zugbandanordnung 3 zwei im spitzen Winkel zueinander angeordnete Zugstege 12 und 13 aufweist. Die Zug­ stege 12 und 13 sind an ihrem der Zehhülle 2 abgewandtem Ende mittels eines Verbindungssteges 14 miteinander verbun­ den, was sich insbesondere aus Fig. 3 erschließt. Zwischen den Zugstegen 12 und 13 ist eine Aussparung 15 vorgesehen, die im getragenen Zustand den Ballenbereich freiläßt, was ebenfalls den Tragekomfort erheblich erhöht. Die Fig. 2 und 3 verdeutlichen hierbei, sich daß durch die Anordnung der Zugstege 12 und 13 eine angenähert dreieckförmige Form der Aussparung 15 mit gerundeten Eckbereichen ergibt.
Fig. 3 verdeutlicht eine Ausführungsform eines Folienteils aus einem der zuvor genannten gummielastischen Materialien, aus dem in einstückiger Art und Weise die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Zehhülle 2 und die Zugbandanordnung 3 herge­ stellt werden kann. Das in Fig. 3 dargestellte Folienteil stellt ein Stanzteil dar, dessen Kontur so ausgelegt ist, daß sich die aus den Fig. 1 und 2 ersichtliche Form der Zeh­ hülle 2 und der Zugbandanordnung 3 ergibt. Das in Fig. 3 dargestellte Folienteil wird aus einem Zuschnitt mit den entsprechenden Konturen hergestellt und gemäß der bevorzug­ ten Ausführungsform der Fig. 4 mit der Textilunterlage 6 versehen. Da es sich bei der Folie des Teils 3 um ver­ schweißbare Folien handelt, kann die Textilunterlage 6 durch das Aufbringen von Wärme (ca. 80-90°), vorzugsweise durch heißes Wasser oder einen Haartrockner, mit der Folie verbun­ den werden. Zur Ausbildung der aus den Fig. 1 und 2 ersicht­ lichen Form der Zehhülle 2 werden lediglich die aus den Fig. 3 ersichtlichen Kanten 16 und 17, bzw. 18 und 19 miteinander verschweißt, wozu vorzugsweise keinerlei Klebstoff erforder­ lich ist. Hieraus ergibt sich der vorteilhafte Nebeneffekt, daß bei der Herstellung keine schädlichen Klebstoffdämpfe entstehen.
Zur Herstellung der Zehhülle 2 wird vorteilhafterweise der in Fig. 5 dargestellte Kunststoffstab 20, vorzugsweise aus Teflon, verwendet. Der Kunststoffstab weist einen im wesent­ lichen zylindrischen Mittelteil 21 und zwei gegenüber dem Mittelteil 21 verjüngte Endbereiche 22 und 23 auf. Die End­ bereiche 22 und 23 weisen jeweils gerundete Stirnflächen 24 bzw. 25 auf.
Zur Herstellung der Zehhülle 2 werden die die Kanten 16 und 17 bzw. 18 und 19 aufweisenden Teilbereiche des Folienteiles um die gerundeten Endbereiche 24 und 25 gelegt, und sodann verschweißt.
Der Kunststoffstab 20 kann in einer Mehrzahl von Grundformen und Grundgrößen ausgebildet sein, mit denen die Großzahl der Orthesen je nach Zehenform hergestellt werden kann. Indivi­ duelle Anpassungsmaßnahmen ergeben sich durch die Möglich­ keit, die Zehhülle 2 durch Herunterziehen in Richtung auf den Mittelteil 21 zu weiten.
Ferner ist es nicht erforderlich, die Kanten der Orthese zu schärfen oder zu schleifen, da aufgrund der verwendeten Ma­ terialien ohnehin lediglich Maximalstärken von 0,5 bis 0,8 mm entstehen.
Zur endgültigen Fertigstellung der erfindungsgemäßen Orthese 1 muß nach dem Verschweißen der zuvor genannten Kanten des Folienteils gemäß der Fig. 2 lediglich noch das elastische Halteband 4 an den aus Fig. 2 ersichtlichen Nahtstellen 10 und 11 durch Vernähen befestigt werden.
Schließlich ist es möglich, die erfindungsgemäße Orthese 1 zumindestens im Bereich der Zehhülle 2 und der Zugbandanord­ nung 3 in hautähnlicher Farbe einzufärben, was bei der be­ vorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 4 durch eine entspre­ chend gefärbte Textilunterlage 6 erreicht werden kann.

Claims (15)

1. Orthopädische Ballenwinkel-Korrektur-Orthese (1)
  • - mit einer fingerlingartigen Zehhülle (2) zur Aufnahme der Großzehe;
  • - mit einer seitlichen Zugbandanordnung (3); und
  • - mit einem bandförmigen Halteteil (4) für den Vorfuß, das mittels der Zugbandanordnung (3) mit der Zehhülle (2) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Zehhülle (2) und die Zugbandanordnung (3) ein­ stückig ausgebildet sind und zumindestens eine Lage (5) aus dünnem gummielastischen Material (6) aufwei­ sen.
2. Orthese nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gummielastische Lage (5) auf ihrer Körperanlageseite mit einer Textilunterlage (6) beschichtet ist.
3. Orthese nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zehhülle (2) zwei seitliche im Tragezustand das innere und äußere Nagelbett freilassende Ausnehmungen (7, 8) aufweist.
4. Orthese nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Zehhülle (2) eine Belüftungsöff­ nung (9) aufweist.
5. Orthese nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Halteteil (4) mit der Zugbandan­ ordnung (3) vernäht ist.
6. Orthese nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Zugbandanordnung (3) zwei im stumpfen Winkel zueinander angeordnete Zugstege (12, 13) aufweist, die an ihrem der Zehhülle (2) abgewandtem Ende mittels eines Verbindungssteges (14) miteinander verbun­ den sind.
7. Orthese nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die gummielastische Lage (5) aus Kaut­ schuk, vorzugsweise Latex, oder Silikonkautschuk oder anderen thermoplastischen Elastomermaterialien oder aus elastischem Strickgewebe besteht.
8. Orthese nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Lage (5) eine Stärke von 0,5 bis 0,8 mm aufweist.
9. Orthese nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Halteteil (4) als elastisches ringförmig geschlossenes Band ausgebildet ist.
10. Orthese nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Zugbandanordnung (3) eine Ausspa­ rung (15) für den Ballenbereich aufweist.
11. Verfahren zur Herstellung einer Ballenwinkel-Korrektur- Orthese (1), gekennzeichnet durch folgende Verfahrens­ schritte:
  • - Herstellen eines Zuschnittes in Form eines Folien­ teiles aus gummielastischem Material;
  • - Erzeugen einer fingerlingartigen Zehhülle (2) durch Verbinden zweier Kantenpaare (16, 17 bzw. 18, 19) des Zuschnittes; und
  • - Befestigen eines bandförmigen Halteteils (4), an dem der Zehhülle (2) abgewandten Ende des Zuschnittes.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der Zehhülle (2) ein Kunststoffstab (20) verwendet wird, über dessen Enden (22 bzw. 23) die die zu verbindenden Kanten (16, 17 bzw. 18, 19) aufweisenden Enden geschlagen und im umgeschlagenen Zustand verbunden werden.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeich­ net, daß die Kanten (16, 17 bzw. 18, 19) zur Bildung der Zehhülle (2) verschweißt werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Folienteil mit einer Gewebe­ schicht beschichtet wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das bandförmige Halteteil (4) durch Vernähen mit dem Folienteil verbunden wird.
DE19934315085 1992-05-11 1993-05-06 Orthopädische Ballenwinkel-Korrektur-Orthese Withdrawn DE4315085A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2689754A1 (de) 2012-07-26 2014-01-29 Vitry Freres Schutz- und Korrekturvorrichtung von Hallux Valgus
IT201600128469A1 (it) * 2016-12-29 2017-03-29 Virginia Giordano correttore per alluce valgo in materiale elastico

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