DE4314549A1 - Fahrzeug-Rückspiegel - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Fahrzeug-Rückspiegel gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 1.
Es sind Rückspiegel bekannt, die ein Gehäuse umfassen, das
mittels eines Tragarmes an einem Teil einer
Fahrzeugkarosserie befestigt werden kann, mit einer
spiegelnden Platte in einer frontalen Öffnung des Gehäuses.
Die Verbindung zwischen spiegelnder Platte und Gehäuse wird
mittels einer Trageinrichtung hergestellt, die ein
Ausrichten der spiegelnden Platte in Bezug auf das Gehäuse
ermöglicht.
Eine bekannte Vorrichtung umfaßt ein Paar von Elementen,
deren eines am Gehäuse, und deren anderes an der
spiegelnden Platte befestigt ist. Die Elemente sind im
wesentlichen als kugelige Schalen ausgebildet, die
miteinander zusammenarbeiten. Eine Hilfs-
Befestigungseinrichtung zwischen den beiden Teilen,
beispielsweise ein Kardangelenk, weist ein Paar von
zueinander senkrechten Achsen relativer Drehbewegungen auf.
Ein Verdrehen um die genannten Achsen wird durch Bowdenzüge
ausgeführt, die mittels eines innerhalb des Fahrzeuges
vorgesehenen Knopfes betätigt werden. Die beiden kugeligen
Schalenelemente sind durch elastische Mittel
zusammengehalten, die am besten in die Bowdenzugeinrichtung
integriert ist.
Die bekannte Einrichtung zum Tragen und Ausrichten der
spiegelnden Platte hat zahlreiche Nachteile.
Vor allem sind die auf die Vorrichtung einwirkenden
Betriebskräfte hoch, und das Verdrehen verläuft
unregelmäßig, was eine Feineinstellung der Position der
Platte schwierig macht und zu einem Verklemmen führt. Dies
geht wiederum auf die hohe Reibung zwischen den einander
berührenden Teilen der kugeligen Schalenelemente zurück,
ferner auf die hohen Kräfte, die durch das elastische
Mittel ausgeübt werden, die andererseits notwendig sind, um
einen einwandfreien Kontakt zwischen den Elementen selbst
sicherzustellen. Das Problem wird dann gravierend, wenn
Fremdteile, wie Staub, zwischen die miteinander in
Berührung stehenden Teile eindringen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Auto-
Rückspiegel zu schaffen, der die genannten Nachteile nicht
aufweist; dabei soll sich die spiegelnde Platte
insbesondere leicht und kontinuierlich in jeder gewünschten
Ausrichtung einstellen lassen; der Bauaufwand soll so
gering wie möglich sein, und die Vorrichtung soll möglichst
wartungsfrei sein.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale von
Anspruch 1 gelöst.
Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert.
Darin ist im einzelnen folgendes dargestellt:
Fig. 1 ist eine Teil-Frontansicht eines Rückspiegels für
ein Motorfahrzeug mit einer Vorrichtung zum Tragen und
Ausrichten einer reflektierenden Platte, als erstes
Ausführungsbeispiel der Erfindung. Aus Gründen der größeren
Klarheit sind Einzelteile weggelassen.
Fig. 2 ist ein Querschnitt des Rückspiegels von Fig. 1
gemäß der Schnittlinie II-II in Fig. 1.
Fig. 3 ist ein Schnitt gemäß der Schnittlinie III-III in
Fig. 1.
Fig. 4 ist ein Schnitt gemäß der Schnittlinie IV-IV in
Fig. 1.
Fig. 5 ist eine Seitenansicht einer Hand-
Verstelleinrichtung zum Justieren der Position der
spiegelnden Platte in Fig. 1.
Fig. 6 ist eine Teil-Frontansicht eines Auto-Rückspiegels
mit einer Vorrichtung zum Tragen und Ausrichten der
spiegelnden Platte als weitere Ausführungsform der
Erfindung. Auch hierbei sind wieder Teile zwecks größerer
Klarheit weggelassen.
Fig. 7 ist eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie VII-VII
in Fig. 6.
Fig. 8 ist eine perspektivische Teilansicht der Trag- und
Ausrichtvorrichtung für die spiegelnde Platte des Spiegels
in Fig. 6.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Außenrückspiegel 1
umfaßt ein Außengehäuse 2 aus Kunststoff. Dieses kann
mittels eines nicht dargestellten Tragarmes an einem
äußeren Seitenteil der Karosserie des Fahrzeuges befestigt
werden. Eine spiegelnde Platte 3 ist in einer Frontöffnung
des Gehäuses 2 untergebracht.
Die spiegelnde Platte 3 ist mittels einer Kugelgelenk-Trag-
und Ausrichtvorrichtung 5 mit dem Gehäuse 2 verbunden.
Gemäß der Erfindung umfaßt die Vorrichtung 5 (Fig. 2) ein
erstes, im wesentlichen schalenförmiges Element 6, das am
Gehäuse 2 befestigt ist, sowie ein zweites Element 7, das
im wesentlichen als kugeliges Segment mit einem gegen das
Innere des Gehäuses 2 sich verkleinernden Durchmesser
ausgerüstet ist. Dieses zweite Element 7 nimmt einen Teil
des ersten Elementes auf. Im übrigen ist es an einer Platte
8 befestigt; auf welcher wiederum eine spiegelnde Platte 3
befestigt ist, beispielsweise mittels eines doppelseitigen
Klebstreifens.
Das erste Element 6 ist durch einen ebenen Boden 9
begrenzt, der dem Innenraum des Gehäuses 2 zugewandt ist,
sowie durch eine Seitenwand 10 in Gestalt eines
Kugelsegmentes. Auf dem Boden 9 stehen drei diesem
angeformte Vorsprünge 14, um eine feste Verbindung über
Schrauben 15 mit entsprechenden Vorsprüngen 16
herzustellen, die sich vom Gehäuse 2 aus mit diesem
einteilig verbunden erstrecken. Seitenwand 10 weist drei
zylindrische Aussparungen 17 auf, deren Achsen parallel zu
einer Achse A des ersten Elementes 6 verlaufen. Jede
Aussparung nimmt eine Kugel 18 auf und kommuniziert mit dem
Innenraum über eine radiale Öffnung 19, die axial im Boden
9 mündet, um das Einführen einer entsprechenden Kugel zu
ermöglichen. Diese Öffnung hat eine kleinere Weite, als der
Durchmesser der Kugel, derart, daß die Kugel in radialer
Richtung nicht herausfallen kann, daß jedoch ein kleiner
Teil der Kugel radial herausragen und mit einer Innenfläche
21 des zweiten Elementes 7 zusammenarbeiten kann.
Die Vorrichtung 15 umfaßt weiterhin ein drittes Element 24,
das am zweiten Element 7 nahe bei einer Öffnung 25
befestigt und der Platte 3 zugewandt ist. Element 24
umfaßt, genauer gesagt eine Zentralscheibe 26 (Fig. 1) und
eine Mehrzahl von Speichen 27 - am besten mit drei Speichen - die
sich radial von Scheibe 26 aus nach außen erstrecken.
Diese Speichen 27 bilden einen Bajonettverschluß mit dem
zweiten Element 7, so wie in Fig. 4 gezeigt, und wie im
folgenden noch genauer beschrieben.
Wie man am besten aus den Fig. 1 und 2 erkennt, vor
allem aus Fig. 2, enthält eine zylindrische Hülse 28 eine
Spiralfeder 29, die sich axial von Scheibe 26 gegen den
Boden 9 des ersten Elementes 6 hin erstreckt. Diese Feder
arbeitet mit einer Kugel 30 zusammen, die teilweise von
einem Endbereich des Gehäuses 28 aufgenommen ist, und hält
die Kugel 30 in Kontakt mit einer konkaven Rollfläche 31,
die dem mittleren Bereich des Bodens 9 des ersten Elementes
6 angeformt ist. Damit die Vorrichtung kinematisch
einwandfrei arbeitet, müssen der Krümmungsmittelpunkt der
Rollfläche 31 und der Innenfläche 21 des zweiten Elementes
in einem einzigen C miteinander zusammenfallen - siehe
Fig. 2.
Was den Einbau von Element 24 am zweiten Element 7
anbetrifft, so ist darauf zu verweisen, daß das zweite
Element 7 eine Innenfläche aufweist, sowie drei Schlitze
24, die genau wie die Speichen 27 einen gegenseitigen
winkligen Abstand haben. Jeder Schlitz 34 - siehe Fig. 4 -
bildet eine frontale Einlaßöffnung 35, die einen
entsprechenden Endzapfen 36 einer Speiche 37 aufnehmen
kann, ferner einen in Umfangsrichtung geneigten Abschnitt
37 und einen Endbereich 38 mit einem V-förmigen Sitz 39.
Element 24 wird derart eingebaut, daß die Öffnung in
Gehäuse 28 nach oben weist. Feder 29 und Kugel 30 befinden
sich in der genannten Öffnung. Das zweite Element 7 wird in
das erste Element 6 eingepaßt, in welches die Kugeln 18
zuvor eingeführt wurden, wobei die Achse dieses Elementes
vertikal verläuft.
Wie man sehr gut aus Fig. 4 erkennt, wird die Verbindung
von Element 24 mittels einer Bajonettkupplung hergestellt.
Zunächst wird eine relative Axialbewegung zwischen Element
24 und Element 7 erzeugt, am besten mit einem Werkzeug, das
an einem axialen Ende von Element 7 gegenüber Element 24
angesetzt wird. Eine solche relative axiale Bewegung führt
dazu, daß die Endzapfen 36 der Speichen 27 entgegen der
Kraft der Feder 29 in die Eintrittsöffnung 35 des Schlitzes
34 eingreifen. Sodann werden Element 7 und Element 24
relativ zueinander verdreht, was zu einer Verschiebung der
Zapfen 36 entlang der Zwischenabschnitte des Schlitzes 34
führt, und zu einem weiteren Zusammendrücken von Feder 29.
Schließlich findet ein Eingreifen in die V-förmigen Sitze
39 statt, in welchen die Zapfen 36 durch die elastische
Kraft der Feder 29 sicher gehalten werden.
Das erste Element 6 weist eine Außenverzahnung 40 auf -
siehe Fig. 3 - die mit großem Spiel in eine Nut 41
eingreift, welche ihrerseits entlang einer erzeugenden der
Innenfläche 21 des zweiten Elementes eingeformt ist.
Hierdurch wird eine relative Verdrehung zwischen dem ersten
Element 6 und dem zweiten Element 7 um die Achse A
verhindert.
Schließlich weist Scheibe 26 auf ihrem Umfang drei
Verankerungsstellen 43 für entsprechende Bowdenzüge 44 auf,
deren Scheiden 45 am Boden 9 des ersten Elementes 6
befestigt sind. Die Verankerungsstellen 43 weisen einen
gegenseitigen winkligen Abstand auf. Sie umfassen eine
zylindrische Buchse 46, innerhalb welcher eine Axialwand 47
gebildet ist, die zusammen mit der inneren Fläche der
genannten Buchse zwei Kammern 48, 49 bildet. Der
Zwischenraum 48 stellt eine Öffnung dar, die die axiale
Einführung eines Kabels 45 erlaubt, während im Raum 49 eine
Querwand 50 zum Erfassen durch einen Nippel 51 des Kabels
45 vorgesehen ist. Wand 47 und Wand 50 sind mit
Zwischenschlitzen 52 ausgestattet, was ein Durchführen des
Kabels aus dem Raum 48 in den Raum 49 erlaubt, dessen Weite
jedoch geringer ist, als die Querabmessungen des Nippels
51, so daß dieser letztere in Raum 49 in montiertem Zustand
verriegelt ist.
Die Kabel 44 werden durch eine manuelle Justiervorrichtung
zum Ausrichten der Platte betätigt, was von bekannter
Bauart ist - siehe Fig. 5. Die Vorrichtung 53 umfaßt im
wesentlichen ein Element 54, das an der Fahrzeugkarosserie
befestigt werden kann, und das aus einem Stab 55 sowie
einem becherförmigen Gehäuse 56 koaxial zum Stab besteht.
An einem Ende des Stabes 55 innerhalb des Fahrzeuges ist
ein Knopf 57 befestigt, an welchem die freien Ende der
Kabel 44 befestigt sind, die ihrerseits durch das
schalenförmige Gehäuse 56 hindurchgeführt sind. Im Bereich
eines Endes des Stabes 55 und koaxial zu diesem ist ein
Gleitring 58 vorgesehen, an welchem die freien Ende der
Scheiden 45 befestigt sind. Zwischen Ring 58 und dem
schalenförmigen Gehäuse 56 ist eine vorgespannte Feder 59
zwischengelagert, die koaxial zum Stab 55 angeordnet ist,
und die eine Spannung auf das Kabel ausübt.
Die Vorrichtung 5 arbeitet wie folgt:
Eine auf das Kabel 45 aufgebrachte Zugspannung führt zu
einem Verdrehen von Element 24, und damit auch zu einem
Verdrehen des zweiten Elementes 7 und der spiegelnden
Platte 3 um eine Achse, die durch den Punkt C
hindurchläuft, und die rechtwinklig zur Linie verläuft,
welche den Gelenkpunkt des Kabels trifft, zu Punkt C
selbst. Durch Verdrehen des Knopfes der Einstellvorrichtung
werden unterschiedliche Spannungen auf die Kabel 45
aufgebracht, ganz allgemein gesprochen auf alle drei Kabel,
und die resultierende Verdrehung ist durch Überlagerung der
Wirkungen dieser Kräfte definiert.
Die Vorrichtung 5 arbeitet somit als Kugelgelenk, um
Rotationen um jegliche Achsen zu erlauben, die sich
innerhalb einer Ebene befinden, die rechtwinklig zur Achse
A verläuft und durch Punkt C hindurchläuft.
In den Fig. 5, 6 und 7 erkennt man einen Auto-
Rückspiegel 60 gemäß einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung.
Spiegel 60 umfaßt ein Gehäuse 61 und eine spiegelnde Platte
62, die wiederum durch eine Vorrichtung 63 zum Tragen und
Ausrichten der spiegelnden Platte miteinander verbunden
sind.
Vorrichtung 63 umfaßt in der Hauptsache ein erstes Element
64, das im wesentlichen als frontal offene Box ausgebildet
ist, und das am Gehäuse 61 befestigt ist, wie im folgenden
erläutert werden wird. Vorrichtung 63 umfaßt weiterhin ein
zweites Element 65, das an Platte 62 befestigt ist und aus
einer flachen Platte 66 besteht, die einen zentralen
Bereich 67 ihn Gestalt einer kugeligen Schale aufweist,
welche sich von der gegenüberliegenden Seite von Platte 62
gegen das Innere des ersten Elementes 64 hin erstreckt. Die
Außenfläche 68 von Teil 67 arbeitet mit einer Mehrzahl von
Kugeln 69 zusammen, die sich in entsprechenden Sitzen 70
befinden, welche ihrerseits einem Boden 71 des ersten
Elements 64 angeformt sind.
Die Vorrichtung 53 enthält weiterhin ein erstes Element 74,
umfassend eine zentrale Hülse 75, sowie drei Speichen 76,
die sich im wesentlichen radial von Hülse 75 aus erstrecken
und an ihren Enden jeweils einen Teil 77 aufweisen, dessen
Achse parallel zur Achse des zentralen Gehäuses 71
verlaufen. Zwei der genannten Buchsen 77 sind durch einen
Umfangsteil 78 des Elementes 74 miteinander verbunden.
Element 74 ist unter Belassen eines großen Zwischenraumes
im zweiten Element 65 untergebracht. Die zentrale Hülse 75
des Elementes 74 befindet sich, genauer gesagt, innerhalb
des kugeligen, schalenförmigen Teiles 67, während die
Speichen 76 mit weitem Abstand in entsprechend geformten
Öffnungen 79 untergebracht sind, die der Platte 66 des
zweiten Elementes 65 angeformt sind. Element 74 ist am
ersten Element 64 und am Gehäuse 61 des Spiegels 60 mittels
Klemmschrauben 80 befestigt, die in den Buchsen 77
untergebracht sind. Vom ersten Element 64 aus erstrecken
sich drei einteilige Buchsen 84, deren jede einen
zylindrischen Abschnitt 85a aufweist, erfaßt von einer
entsprechenden Buchse, ferner einen kegelstumpfförmigen
Abschnitt 85b, der einen entsprechenden kegelstumpfförmigen
Vorsprung des Gehäuses 61 aufnehmen kann, in welchen die
entsprechende Schraube 80 eingeschraubt ist. Der
zylindrische Abschnitt 85a und der kegelstumpfförmige
Abschnitt 85b sind voneinander getrennt durch einen axial
zwischen Vorsprung 86 und Buchse 77 eingepreßten Ring 85c.
Dem zylindrischen Abschnitt 85a einer jeden Buchse 84 ist
eine entsprechende Ringwulst 87 angeformt, die mit einer
entsprechenden Ringnut 88 der entsprechenden Buchse 77 eine
Schnappverbindung herstellt. Hierdurch läßt sich die
Vorrichtung 73 vormontieren, die anschließend am Gehäuse 61
als vorgefertigte Einheit befestigt werden kann.
Innerhalb des zentralen zylindrischen Gehäuses 61 von
Element 60 sind eine Feder 89 untergebracht, und teilweise
eine Kugel 90, die mit der Innenfläche 91 des kugeligen
Schalenteiles 67 des zweiten Elementes 65 durch die Feder
89 in Kontakt gehalten wird. Ganz analog zur
Ausführungsform des Spiegels 1 hat auch hier das zweite
Element 65 drei Ankerstellen 94 für entsprechende
Bowdenzüge, von denen lediglich in Fig. 6 die Nippel 96
erkennbar sind. Die nicht gezeigten Scheiden der Züge oder
Kabel sind am Boden des ersten Elementes 64 befestigt. Die
Bowdenzüge werden mittels einer manuellen
Ausrichtvorrichtung für die spiegelnde Platte betätigt und
sind von bekannter Bauart, ähnlich jener für den Spiegel 1,
so wie unter Bezugnahme auf Fig. 4 beschrieben.
Das Betätigen von Spiegel 60 ist ganz ähnlich jenem von
Spiegel 1, weil nämlich unterschiedliche Spannungen, die
auf die Bowdenzüge aufgebracht werden, eine Verdrehung des
zweiten Elementes 65 bewirken, und damit der Platte 62, die
hieran befestigt ist, um eine Achse, die durch den
gemeinsamen Krümmungsmittelpunkt der Flächen 68 und 91 des
kugeligen, schalenförmigen Teiles 67 verläuft.
Aus der Betrachtung der Merkmale der Spiegel 1, 60, die
gemäß der Erfindung gestaltet sind, ergeben sich die
Vorteile der Erfindung.
Vor allem wird zwischen den relativ zueinander beweglichen
Teilen ein Kontakt unter Zwischenfügung der Kugeln, und
damit bei relativ geringer Reibung, hergestellt. Weiterhin
wird der Kontakt im wesentlichen durch die Feder 29 bzw. 89
sichergestellt; demgemäß läßt sich die bei der
Handjustiervorrichtung 53 vorgesehene Feder derart
gestalten, daß sie eine relativ geringe elastische Kraft
aufbringt, die gerade ausreicht, um Spiel in der Bowdenzug-
Kontrolle auszugleichen oder weitgehend auszugleichen.
Demgemäß ist auch die von Hand auf den Knopf aufzubringende
Kraft gering. Deswegen geht die Handjustierung der Position
der spiegelnden Platte ganz sanft vonstatten und führt zu
einem genauen Ergebnis.
Sollte Spiegel 1 zufolge des Eindringens von Fremdkörpern,
beispielsweise Sandkörnern, einmal klemmen, so läßt sich
dies ganz leicht beseitigen: Man braucht lediglich die
manuelle Belastung des Knopf es zu steigern, da dies zu
einer Kompression von Feder 29 führt, und demgemäß auch zu
einer Vergrößerung des Abstandes zwischen den sich relativ
zueinander bewegenden Teilen - hauptsächlich zwischen den
Kugeln 18 und Element 7.
Im Falle des Spiegels 60 führt eine größere Belastung auf
Element 65 nicht zu dessen Axialverschiebung, da dieses von
den Kugeln 69 ganz starr getragen ist. Das Verhalten von
Spiegel 60 wird jedoch wesentlich weniger beeinträchtigt
durch Dimensionsabweichungen, als dasjenige von Spiegel 1.
Demgemäß erfordert diese Ausführungsform eine geringere
Präzision. Während bei Spiegel 1 kleine
Dimensionsabweichungen des Innendurchmessers des zweiten
Elementes 7 zu sehr unterschiedlichen Arbeitsbedingungen
führen können, aufgrund eines unterschiedlichen
Kompressionsgrades der Feder 29, vermögen
Dimensionsabweichungen der Fläche 68 bei Spiegel 60 keine
ähnlichen Wirkungen hervorzurufen, und zwar aufgrund der
entgegengesetzten Krümmungen der einander berührenden
Teile.
Claims (9)
1. Rückspiegel (1; 60) für ein Fahrzeug mit einem
Außengehäuse (2; 61), einer spiegelnden Platte (3;
62), die in einer frontalen Öffnung (4) des Gehäuses
(2; 61) aufgenommen ist, mit einer Vorrichtung (5; 63)
zum Tragen und Ausrichten zum Herstellen einer
Verbindung zwischen der spiegelnden Platte (3; 62) und
dem Gehäuse (2; 61), mit einem der Vorrichtung (5; 63)
zugeordneten ersten Element (6; 64), das am Gehäuse
(2; 61) befestigt ist, sowie mit einem zweiten Element
(7; 65), das an der spiegelnden Platte (3; 62) befestigt
ist, wobei die beiden Elemente miteinander
zusammenarbeiten mittels eines Kugelgelenkes (7,18;
68, 69) und mit einer Bowdenzug-Betätigungseinrichtung
(44,45) zum Justieren der Position des zweiten
Elementes (7; 65) in Bezug auf das erste Element
(6; 64),
dadurch gekennzeichnet, daß ein drittes Element
(24; 74) vorgesehen ist, das mit dem ersten oder mit
dem zweiten Element (7; 64) verbunden ist, daß eine
erste Kugel (30; 90) vorgesehen ist, die vom dritten
Element (24; 74) getragen ist, ferner ein elastisches
Mittel (29; 89), das vom dritten Element (24; 74)
aufgenommen ist und mit der ersten Kugel (30; 90)
zusammenarbeitet, um die erste Kugel (30; 90) in
Kontakt zu halten mit einer kugeligen Rollfläche
(31; 91), die einen zentralen Bereich (9; 67) des
jeweils anderen (6; 65) des ersten und zweiten
Elementes angeformt sind, und daß das erste und das
zweite Element (6,7; 64, 65) durch die elastische Kraft
der elastischen Mittel gegeneinander beaufschlagt
sind.
2. Spiegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Kugelgelenk (21,18; 68, 69) eine kugelige Fläche (21; 68)
aufweist, die einem (7; 64) der beiden Elemente
angeformt ist, daß eine Mehrzahl weiterer Kugeln
(18; 69) in entsprechenden Sitzen (17; 70) des anderen
(6; 65) der beiden Elemente angeordnet sind und mit der
kugeligen Fläche (21; 68) zusammenarbeiten, und daß die
Rollfläche (31; 91) und die kugelige Fläche (21; 68)
einen gemeinsamen Krümmungsmittelpunkt (C) aufweisen.
3. Spiegel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das dritte Element (24; 74) einen
zentralen Körper aufweist, das einen zylindrischen
Sitz (28; 75) für die erste Kugel (30; 90) sowie für das
elastische Mittel (29; 89) aufweist, und daß eine
Mehrzahl von Speichen (27; 76) vorgesehen ist, die sich
in wenigstens angenähert radialer Richtung vom
zentralen Körper (28; 75) aus erstrecken und an ihren
Enden Verbindungsmittel (36; 77) zu einem der beiden
Elemente (7; 64) aufweisen.
4. Spiegel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das zweite Element (7) die Gestalt
eines Kugelsegmentes aufweist und Befestigungselement
(8) für die Platte (3) starr trägt, daß das erste
Element (6) einen Boden (9) aufweist, welchem die
kugelige Rollfläche (31) angeformt ist, ferner eine
Seitenwand (10) mit einer Mehrzahl von Sitzen (17) für
die Kugeln (18), und daß die weiteren Kugeln (18) mit
einer Innenfläche (21) des zweiten Elementes (7)
zusammenarbeiten.
5. Spiegel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das dritte Element (24) an das zweite Element (7)
durch eine Bajonettkupplung (34, 36) starr
angeschlossen ist.
6. Spiegel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das dritte Element (24) eine
Verankerungsvorrichtung (43) für die Bowdenzug-
Betätigungseinrichtung (44) aufweist.
7. Spiegel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das zweite Element (65) eine
Platte (66) mit einer zentralen kugeligen Schalen (67)
aufweist, und daß das erste Element (64) eine Mehrzahl
von Sitzen (70) für entsprechende der weiteren Kugeln
(71) aufweist, die mit einer Außenfläche (68) der
kugeligen Schalenfläche (67) zusammenarbeitet.
8. Spiegel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das dritte Element (74) im zweiten Element (65)
untergebracht und am ersten Element (64) über
Öffnungen (79) des zweiten Elementes (65) befestigt
ist, und daß die erste Kugel (90) mit einer
Innenfläche (91) des kugeligen Schalenteiles (67) des
zweiten Elementes (65) zusammenarbeitet.
9. Spiegel nach Anspruch 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das zweite Element (65) eine
Verankerungsvorrichtung (94) für die Bowdenzug-
Betätigungsvorrichtung (44) aufweist.
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- 1993-05-05 GB GB9309230A patent/GB2266690B/en not_active Expired - Fee Related
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