DE4304382A1 - Wasserführendes Haushaltsgerät wie Wasch- oder Geschirrspülmaschine oder Waschtrockner - Google Patents
Wasserführendes Haushaltsgerät wie Wasch- oder Geschirrspülmaschine oder WaschtrocknerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein wasserführendes Haushaltsgerät wie Wasch- oder
Geschirrspülmaschine oder Waschtrockner mit einer Programmsteuereinrichtung
mit einer Programmwahleinrichtung mit Bedienelementen zur Anwahl eines
Wasch- oder Spülprogramms und mit Anschlüssen für die Wasserversorgung.
Bei den oben genannten Haushaltsgeräten liegt das Bestreben der Hersteller derzeit
darin, deren Verbrauch von Trinkwasser und Strom bzw. Heizenergie zu
verringern.
Zu diesem Zweck ist es bekannt, die Geräte mit einem Warm- und Kaltwasseran
schluß zu betreiben (DE-OS 38 28 813). Durch den Anschluß des Gerätes an das
Warmwassernetz soll Energie zum Aufheizen der Waschflüssigkeit eingespart
werden. Daneben sind Geräte bekannt, die einen Teil der in Wasch- oder Spül
programmen verwendeten Flüssigkeit speichern und in dem darauf folgenden
Wasch-/Spülprogramm wiederverwenden (DE-OS 40 04 057). Alle diese Geräte
besitzen den Nachteil, daß sie sogenannte Einzweckgeräte sind, bei denen sich
der Kunde vor dem Kauf für die gewünschte Einsatzmöglichkeit entscheiden muß.
Anpassungen an andere Wasserversorgungssysteme sind später nicht oder nur
mit großem Aufwand durchführbar.
Weiterhin sind Zusatzgeräte bekannt, die einem Haushaltsgerät vorschaltbar sind
und so zum Anschluß verschiedener Wasserversorgungssysteme an das Haushalts
gerät dienen. Derartige Zusatzgeräte sind inzwischen für Warm- und Kaltwasser
anschlüsse aber auch für den Anschluß an einen Regenwasseranschluß bekannt
(DE-OS 38 25 417).
Ein Nachteil dieser Zuschaltgeräte liegt darin, daß nicht genügend Sicherheit ge
gen Wasserschäden durch diese Zuschaltgeräte geboten ist, da ein Wasserwäch
ter zum Beispiel nur extern angeordnet ist. Außerdem ist eine Programm-Anpas
sung des Haushaltsgerätes an die unterschiedlichen Wasserversorgungssysteme
bzw. eine freie Programmgestaltung in bezug auf das Wasserversorgungssystem
nur begrenzt möglich. Daneben sind die Herstellungskosten für solche Zusatz
geräte relativ hoch.
Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein umweltfreundliches wasserführen
des Haushaltsgerät mit integrierter variabler Anschlußmöglichkeit an die verschie
denen Wasserversorgungssysteme bei freier Programmgestaltung zu schaffen.
Diese Aufgabe wird bei dem erfindungsgemäßen Gegenstand durch die Merkmale
des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
ergeben sich aus den nachfolgenden Ansprüchen.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile liegen insbesondere darin, daß dem
Benutzer ein wasserführendes Haushaltsgerät zur Verfügung gestellt wird, welches
individuell auf die ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Einsparung von
Energie und Wasser anpaßbar ist. Ändern sich die äußeren Anschlußbedingungen
innerhalb der Lebensdauer des Gerätes, ist eine Umstellung einfach durch Än
derung der Programmsteuereinrichtung und Umbelegung der Anschlüsse möglich.
Ein weiterer Vorteil entsteht dadurch, daß das erfindungsgemäß gestaltete Gerät
durch geringe Modifikationen eines Modells mit alleiniger Trinkwassernutzung
aufgebaut werden kann und deshalb nur geringe Mehrkosten verursacht.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und
werden im folgenden näher unter Angabe weiterer Vorteile beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Waschmaschine (1) mit Darstellung der
verschiedenen Anschlußmöglichkeiten für Wasserversorgungs
systeme,
Fig. 2 den Waschmitteleinspülkasten (2) einer Waschmaschine (1) und
dessen Wasserversorgung nach dem bekannten Stand der Technik,
Fig. 3 bis 7 den Waschmitteleinspülkasten (2) einer Waschmaschine (1) mit
Anschlußmöglichkeiten an die verschiedenen
Wasserversorgungssysteme und von Hand vornehmbaren Trennung
der verschiedenen Wasserversorgungssysteme,
Fig. 8 den Waschmitteleinspülkasten (2) einer Waschmaschine (1) mit
freier Fließstrecke zur Trennung der Wasserversorgungssysteme
vom Trinkwassernetz,
Fig. 9 bis 11 den Waschmitteleinspülkasten (2) einer
Waschmaschine (1) mit Anschlußmöglichkeiten an die
verschiedenen Wasserversorgungssysteme und mit von der
Trinkwasserversorgung getrennten Einspülkanälen (8),
Fig. 12 den Waschmitteleinspülkasten (2) einer Waschmaschine (1) mit
vorgeschalteter Wasserweiche.
In der Fig. 1 ist ein wasserführendes Haushaltsgerät am Beispiel einer Wasch
maschine (1) mit Darstellung der verschiedenen Anschlußmöglichkeiten für
Wasserversorgungssysteme gezeigt. Als Waschflüssigkeiten sind einsetzbar:
- - aus vorhergehenden Waschgängen in einem Behälter (3) gesammelte Waschlauge, sogenannte Recyclinglauge (RL),
- - aus vorhergehenden Spülgängen in einem Behälter (3) gesammeltes Spülwasser, sogenanntes Recyclingwasser (RW),
- - in einem Behälter (3) gesammeltes, gefiltertes bzw. entkeimtes Regenwasser (ReW),
- - Brunnenwasser (BrW), welches nicht zur Trinkwasserversorgung dient,
- - über eine Teil- oder Vollenthärtungsanlage aus Trinkwasser oder sonstigem Wasser gewonnenes Weichwasser (WeW),
- - kaltes Trinkwasser, sogenanntes Kaltwasser (KW),
- - erwärmtes Trinkwasser, sogenanntes Warmwasser (WW).
Bei der erfindungsgemäß gestalteten Waschmaschine (1) kann der Benutzer aus
diesen Wasserversorgungssystemen neben dem Kaltwasser mindestens ein wei
teres, beliebiges System auswählen und über einen oder mehrere zusätzliche An
schlüsse in die Waschmaschine (1) einleiten. Da die Anschlußbelegung wechselt,
werden die Anschlüsse in allen Zeichnungen und im dazugehörigen Beschreibungs
text von links beginnend mit A1, A2 und A3 bezeichnet. Entsprechend werden
Magnetventile und die sich an die Magnetventile anschließenden Leitungen, die
den Anschlüssen nachgeordnet sind, in allen Zeichnungen und im dazugehörigen
Beschreibungstext mit
| V11, V12, . . .|L11, L12, . . . | |
| V21, V22, . . . | L21, L22, . . . |
| V31, V32, . . . | L31, L32, . . . |
| (Magnetventile) | (Leitungen) |
bezeichnet.
Um die Programmsteuerung (4) der Waschmaschine (1) an die angeschlossenen
Wasserversorgungssysteme anzupassen, gibt der Benutzer oder der Kundendienst
einmalig bei Aufstellung der Waschmaschine (1) über die Bedienelemente (5)
einen Code ein, der der jeweils angeschlossenen Systemkombination entspricht.
Dies kann beispielsweise durch Drücken von Tastenkombinationen erfolgen, die
bei der Anwahl eines normalen Programmablaufs nicht betätigt werden. Eine
weitere, in den Zeichnungen nicht dargestellte Möglichkeit, der Anpassung wäre
eine Neuprogrammierung des Steuerrechners über eine externe Schnittstelle.
Die Fig. 2 bis 12 zeigen Wasserführungen bei Waschmaschinen (1), die
Fig. 3 bis 1 2 insbesondere bei erfindungsgemäß gestalteten Wasch
maschinen (1), welche im folgenden näher erläutert werden:
Fig. 2 zeigt die Wasserführung einer Waschmaschine (1) nach dem bekannten
Stand der Technik. Die Waschmaschine (1) besitzt einen Anschluß (A1) für
Kaltwasser (KW), der sich im Gehäuseinneren in drei Leitungen L11, L12 und L13
verzweigt. Der Wasserfluß in diesen Leitungen wird über Magnetventile V11,
V12 und V13 von der Programmsteuerung (4) der Waschmaschine (1) gesteuert.
Hierzu betätigt der Steuerrechner der Programmsteuerung (4) Relais′ (6), die die
Magnetventile (V11, V12, V13) öffnen bzw. schließen.
Die drei Leitungen (L11, L12, L13) werden an die Anschlußstutzen (7) von
Einspülkanälen (8) im Waschmitteleinspülkasten (2) geführt. Diese Einspül
kanäle (8) sind jeweils über Fächern angeordnet, die zur Aufnahme von Wasch-
und Pflegemitteln dienen, und zwar dem Hauptwaschfach (9), dem Vorwasch
fach (10) und dem Spülmittelfach (11). Während des Programmablaufs wird in
den verschiedenen Programmabschnitten Vorwäsche, Hauptwäsche und Spülen
Wasser über die Einspülkanäle (8) in die entsprechenden Fächer eingeleitet und
das Wasch- bzw. Pflegemittel über eine Abflußleitung (12) in den Laugen
behälter (13) geleitet. Vom Laugenbehälter (13) ist eine Entlüftungsleitung (14) in
den Waschmitteleinspülkasten (2) zurückgeführt.
Die Fig. 3 bis 7 zeigen die Wasserführung von Waschmaschinen (1) mit
Anschlußmöglichkeiten an verschiedene Wasserversorgungssysteme (KW, WW,
BrW, ReW, WeW), bei denen durch von Hand ausführbare Modifikationen eine
vorgeschriebene Trennung von Leitungen mit Trinkwasser (KW, WW) und Nicht-
Trinkwasser (BrW, ReW, WeW) erfolgt.
Die Waschmaschine (1) gemäß Fig. 3 besitzt neben dem Anschluß für
Kaltwasser (KW) zwei weitere Anschlüsse für zusätzliche Wasserversorgungs
systeme. Anschluß A1 ist ohne Verzweigung an das Vorwaschfach (10),
Anschluß A3 an daß Hauptwaschfach (9) geführt. Anschluß A2 verzweigt sich in
zwei Leitungen L21 und L22, von denen L21 an das Spülmittelfach (11) und L22
an das Hauptwaschfach (9) geführt wird. Alle Leitungen (L1, L21, L22, L3) sind
über Magnetventile (V1, V21, V22, V3) von der Programmsteuerung (4) in
Abhängigkeit von der Programmierung des Steuerrechners schaltbar.
Wird einer der Anschlüsse nicht benutzt, so muß er über ein in den Zeichnungen
nicht dargestelltes Y-Rohr mit dem Anschluß für Kaltwasser (KW) verbunden
werden. Tabelle 1 zeigt die mögliche Anschlußbelegung der Waschmaschine (1)
gemäß Fig. 3. In Klammern sind die Programmabschnitte angegeben, in welchen
die verschiedenen Waschflüssigkeiten benutzt werden. Dabei bedeuten:
Die Tabelle zeigt, daß die Anschlußbelegung in Abhängigkeit von der Wahl der
Waschflüssigkeit vorgenommen werden muß.
Dies ist ebenfalls bei der Waschmaschine (1) gemäß Fig. 4 der Fall. Bei dieser
Waschmaschine (1) stehen dem Benutzer zwei Anschlüsse (A1, A2) zur
Verfügung, von denen einer mit Kaltwasser (KW) belegt sein muß. Anschluß A1
verzweigt sich in drei Leitungen L11, L12 und L13, die an die drei Fächer des
Waschmitteleinspülkastens (2) geführt werden und über Magnetventile
(V11, V12, V13) schaltbar sind.
Anschluß 2 ist ein Magnetventil (V2) nachgeordnet. Danach verzweigt er sich in
zwei Leitungen L21 und L22, von denen jeweils eine durch ein handgeschaltetes
Zweiwegeventil auswählbar ist. Die Ventilstellung ist in Abhängigkeit von der Art
des angeschlossenen Wasserversorgungssystems zu wählen. Leitung L22 wird an
das Hauptwaschfach (9) geführt, Leitung L21 verzweigt sich noch einmal in die
Leitungen L211 und L212, wobei L211 direkt an das Spülmittelfach (11)
und L212 magnetventilgesteuert an das Hauptwaschfach (9) geführt wird. In der
Leitung L21 ist vor der Verzweigung eine freie Fließstrecke (16) angeordnet, die
mit der Entlüftungsleitung (14) des Laugenbehälters (13) in Verbindung steht.
Diese freie Fließstrecke (16) soll einen Rückfluß von Nicht-Trinkwasser in das
Trinkwassernetz verhindern und besitzt eine vorschriftsmäßige Distanz von
mindestens 21 mm. Die nachfolgende Tabelle 2 zeigt die mögliche
Anschlußbelegung und die zugehörige Stellung des Zweiwegeventils (15) der
Waschmaschine (1) gemäß Fig. 4.
Fig. 5 zeigt eine Waschmaschine (1), bei der Anschluß A1 permanent an
Kaltwasser (KW) angeschlossen bleibt. Anschluß A2 kann wahlweise mit
Warmwasser (WW), Brunnenwasser (BrW) oder Weichwasser (WeW) belegt
werden oder unbelegt bleiben. Anschluß A1 verzweigt sich in drei Leitungen L11,
L12 und L13. Leitung L11 wird an das Spülmittelfach (11) geführt, L13 an das
Vorwaschfach (10). L12 kann über ein handbetätigtes Einwegventil (17) geöffnet
oder geschlossen werden. Alle drei Leitungen (L11, L12, L13) sind über
Magnetventile (V11, V12, V13) ansteuerbar. Anschluß A2 wird über ein
Magnetventil V2 und eine Leitung L2 direkt an das Hauptwaschfach (9) geführt.
Auch bei dieser Variante ist die Stellung des Einwegventils (17) von der Art der an
Anschluß A2 installierten Waschflüssigkeit abhängig. Die nachstehende Tabelle
zeigt die mögliche Anschlußbelegung und die zugehörige Stellung des Einweg
ventils (17) der Waschmaschine (1) gemäß Fig. 5.
Fig. 6a zeigt eine Waschmaschine (1) mit einem festen Anschluß A1 für
Kaltwasser (KW) und einem zweiten Anschluß A2 für eine zusätzliche Wasch
flüssigkeit. Anschluß 1 verzweigt sich in drei Leitungen L11, L12 und L13, die
durch Magnetventile (V11, V12, V13) gesteuert sind. L11 ist an das Spülmittel
fach (11) geführt, L13 an das Vorwaschfach (10). L12 besitzt eine Unter
brechung (18). Die freien Leitungsenden (19a, b), die durch diese Unter
brechung (18) entstehen, sind an der Rückwand (20) der Waschmaschine (1) auf
die Außenseite verlegt. Auf diese Leitungsenden (19a, b) ist in Abhängigkeit von
der an Anschluß A2 installierten Waschflüssigkeit Adapterstück I (s. Fig. 6b)
oder Adapterstück II (s. Fig. 6c) aufzusetzen. Das Adapterstück I schließt die
Leitung L12, das Adapterstück II führt sie an das Hauptwaschfach (9).
Anschluß 2 wird über ein Magnetventil (V2) und eine Leitung (L2) an das Haupt
waschfach (9) geführt. Die nachstehende Tabelle zeigt die mögliche Anschluß
belegung und das zugehörige Adapterstück.
Die Waschmaschine (1) gemäß Fig. 7 arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip. Sie
besitzt zwei Anschlüsse (A1, A2) für kaltes Trinkwasser (KW) und eine zusätzliche
Waschflüssigkeit. Anschluß A1 verzweigt sich in drei Leitungen L11, L12 und
L13, die durch Magnetventile (V11, V12, V13) gesteuert sind. L11 ist an das
Spülmittelfach (11) geführt, L13 an das Vorwaschfach (10), L12 an das
Hauptwaschfach (9). Anschluß 2 wird über ein Magnetventil (V2) gesteuert und
besitzt eine Leitung L2, die zu einem Anschlußstück (21) auf der Rückseite der
Waschmaschine (1) führt. Auf dieses Anschlußstück (21) sind Adapter I und II
aufsetzbar, die Leitung L2 entweder mit einer Leitung L21 (s. Fig. 7b, I) oder mit
einer Leitung L22 (s. Fig. 7c, II) verbunden. Der unbenötigte Leitungsabschnitt
wird durch den jeweils passenden Adapter verschlossen. Der weitere Verlauf der
Leitungen L21 und L22 entspricht dem in Fig. 4. Die nachstehende Tabelle zeigt
die mögliche Anschlußbelegung und das zugehörige Adapterstück.
Fig. 8 zeigt den Waschmitteleinspülkasten (2) einer Waschmaschine (1), bei dem
eine freie Fließstrecke von 21 mm innerhalb der Waschmitteleinspülleitung in die
Anschlußleitung für die zusätzliche Waschflüssigkeit mit einer Trennwand (22) zur
Trennung dieses Systems von der Trinkwasserleitung angeordnet ist. Bei dieser
Ausführungsform wird an dem Anschluß A1 Kaltwasser (KW), an den Anschluß
A2 die zusätzliche Waschflüssigkeit gelegt. Anschluß A1 verzweigt sich in drei
von Magnetventilen (V11, V12, V13) verschließbare Leitungen (L11, L12, L13),
die an das Spülmittelfach (11), das Vorwaschfach (10) und den ersten Bereich der
vor dem Hauptwaschfach (9) angeordneten freien Fließstrecke gelegt sind.
Anschluß 2 wird über eine von einem Magnetventil V2 verschließbare Leitung L2
direkt an den zweiten Bereich der freien Fließstrecke geführt.
Die Waschmaschinen (1) gemäß den Fig. 9 bis 11 besitzen modifizierte
Waschmitteleinspülkästen, bei denen mindestens in einem Einspülfach zwei
Einspülkanäle (8) mit getrennten Anschlüssen für die verschiedenen
Waschflüssigkeiten angeordnet sind. Hierdurch erfolgt eine Trennung der Nicht-
Trinkwasserzuleitung von der Trinkwasserleitung.
Bei der Waschmaschine (1) gemäß Fig. 9 sind im Hauptwaschfach (9) ein erster
und ein zweiter Einspülkanal (8a, b) getrennt angeordnet. Die in den Zeichnungen
nicht dargestellten Einspritzdüsen des ersten und zweiten Einspülkanals (8a, b)
besitzen untereinander einen Mindestabstand von 21 cm. Die anschließende
Tabelle zeigt die Ansteuerung der Ventile bei verschiedenen Anschlußbelegungen:
Fig. 11 zeigt eine Ausführungsform, bei der sowohl Hauptwaschfach (9) als auch
Vorwaschfach (10) zwei getrennte Einspülkanäle (8a, b bzw 8c, d) besitzen. Die
Waschmaschine (1) besitzt zwei Anschlüsse A1 und A2 für verschiedene Wasch
flüssigkeiten. Dabei wird an die Einspülkanäle 8b und 8c über Anschluß A1 die
Leitung für Kaltwasser (KW) und an die Einspülkanäle 8a und 8d über Anschluß
A2 die zusätzliche Waschflüssigkeit installiert.
Fig. 10 zeigt ebenfalls eine Ausführungsform, bei der Hauptwaschfach (9) und
Vorwaschfach (10) zwei getrennte Einspülkanäle (8) besitzen. Hier sind drei
Waschflüssigkeiten über verschiedene Anschlüsse A1, A2 und A3 anschließbar.
Das Kaltwasser wird in die Einspülkanäle 8b und 8c eingespeist. Zusätzlich kann
in den Einspülkanal 8c des Vorwaschfachs (10) über eine Verzweigung
Warmwasser (WW) über Anschluß A3 eingespeist werden. In die Einspülkanäle 8a
und 8d des Vorwaschfachs (10) und des Hauptwaschfachs (9) wird die an
Anschluß A2 gelegte zusätzliche Waschflüssigkeit (RW, RL, ReW, BrW, WeW)
eingespeist.
Fig. 12 zeigt eine Waschmaschine (1), bei der dem Waschmitteleinspülkasten (2)
eine programmgesteuerte Wasserweiche (23) vorangestellt ist. An diese Wasser
weiche können bis zu drei verschiedene Waschflüssigkeiten angeschlossen werden.
Die verschiedenen Waschflüssigkeiten werden von der Programmsteuerung (4) in
Abhängigkeit von der Belegung der Anschlüsse auf die einzelnen Einspülkammern
verteilt.
Claims (21)
1. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Wasch- oder Geschirrspülmaschine oder
Waschtrockner mit einer Programmsteuereinrichtung, mit einer Programmwahlein
richtung mit Bedienelementen zur Anwahl eines Wasch- oder Spülprogramms und
mit Anschlüssen für die Wasser-/Waschflüssigkeitsversorgung,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - neben einem Anschluß für kaltes Trinkwasser (KW) mindestens ein weiterer Anschluß für ein zusätzliches Wasserversorgungssystem mit einer anderen Waschflüssigkeit vorgesehen ist, der wahlweise für die Speisung mit Warmwasser (WW), Recyclingwasser (RW), Recyclinglauge (RL), Brunnenwasser (BrW), Weichwasser (WeW) oder Regenwasser (ReW) ausgelegt ist,
- - die Programmsteuereinrichtung an das angeschlossene zusätzliche Wasserversorgungssystem anpaßbar ist,
- - die Wasserführung des Gerätes Mittel zur Trennung der unterschiedlichen Waschflüssigkeiten besitzt.
2. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Wasch- oder Geschirrspülmaschine oder
Waschtrockner nach Anspruch 1 mit einer elektronischen Programmsteuerung (4),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Programmsteuerung (4) über eine mit Bedienelementen (5) eingebbare
Neuprogrammierung ihres Steuerrechners an das angeschlossene Wasserver
sorgungssystem anpaßbar ist.
3. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Wasch- oder Geschirrspülmaschine oder
Waschtrockner nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Neuprogrammierung des Steuerrechners durch Eingabe eines der Art
des(der) angeschlossenen Wasserversorgungssystems(e) entsprechenden Codes
automatisch erfolgt.
4. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Wasch- oder Geschirrspülmaschine oder
Waschtrockner nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Programmablauf in bezug auf die Art des(der) angeschlossenen Wasser
versorgungssystems(e) über die Bedienelemente (5) frei programmierbar ist.
5. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Wasch- oder Geschirrspülmaschine oder
Waschtrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Programmwahleinrichtung mit einer Anwahlmöglichkeit für Energie
sparprogramme ausgebildet ist.
6. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Waschmaschine (1) oder Waschtrockner
nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und mit einem Waschmitteleinspülkasten (2),
dadurch gekennzeichnet,
daß der Waschmitteleinspülkasten (2) ventilgesteuerte Anschlüsse für die
verschiedenen Waschflüssigkeiten aufweist.
7. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Waschmaschine (1) oder Waschtrockner
nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß neben dem Anschluß für Kaltwasser (KW) zwei weitere Anschlüsse für
zusätzliche Waschflüssigkeiten vorgesehen sind, wobei evtl. nicht benutzte
Anschlüsse durch ein Y-förmiges Verzweigungsrohr mit dem Kaltwasseranschluß
verbunden werden.
8. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Waschmaschine (1) oder Waschtrockner
nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens einem Wasseranschluß ein durch einen in Abhängigkeit von der
Art des zusätzlich angeschlossenen Wasserversorgungssystems betätigbaren
Schalter ansteuerbares Um- bzw. Abschaltventil nachgeordnet ist.
9. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Waschmaschine (1) oder Waschtrockner
nach Anspruch 8 mit einer elektronischen Programmsteuerung (4),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Programmsteuerung (4) an das angeschlossene zusätzliche Wasser
versorgungssystem in Abhängigkeit von der Stellung des Schalters anpaßbar ist.
10. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Waschmaschine (1) oder Waschtrockner
nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß in mindestens einem Leitungsweg zwischen einem Wasseranschluß und
einem Anschluß des Waschmitteleinspülkastens (2) eine durch eine Kupplungs
vorrichtung in Abhängigkeit von der Art des zusätzlich angeschlossenen Wasser
versorgungssystems verbindbare Unterbrechung angeordnet ist, welche auf die an
die Rückseite des Haushaltsgerätes herausgeführten Enden des/der Leitungs
wege(s) aufsteckbar ist.
11. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Waschmaschine (1) oder Waschtrockner
nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Leitungswegen zwischen den Wasseranschlüssen und den
Anschlüssen bzw. der Wasserführung des Waschmitteleinspülkastens (2) eine
programmgesteuerte Wasserweiche (23) angeordnet ist.
12. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Waschmaschine (1) oder Waschtrockner
nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Waschmitteleinspülkasten (2) als Rückflußverhinderer eine freie Fließ
strecke (16) mit Trennwand (22) für die unterschiedlichen Wasserversorgungs
systeme aufweist.
13. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Waschmaschine (1) oder Waschtrockner
nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Waschmittelfach des Waschmitteleinspülkastens (2) mit zwei
voneinander getrennten Anschlüssen für die unterschiedlichen Wasserversor
gungssysteme ausgebildet ist, denen je ein separater Einspülkanal (8) zugeordnet
ist.
14. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Waschmaschine (1) oder Waschtrockner
nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß zu Beginn der Einspülung von Wasser aus dem zusätzlichen Wasserversor
gungssystem zusätzlich oder wechselweise Kaltwasser in das jeweilige Wasch
mittelfach eingeleitet wird.
15. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Waschmaschine (1) oder Waschtrockner
nach einem der Ansprüche 12 bis 14 mit einem Trinkwasseranschluß und einem
weiteren Anschluß für ein zusätzliches Wasserversorgungssystem,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einspülung von Wasser aus dem zusätzlichen Wasserversorgungssystem
während der Hauptwäsche und während der ersten Spülgänge erfolgt.
16. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Waschmaschine (1) oder Waschtrockner
nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Belegung des weiteren Anschlusses mit Warmwasser eine Einspülung von
Warmwasser (WW) im Vorwaschgang und im Hauptwaschgang erfolgt.
17. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Wasch- oder Geschirrspülmaschine oder
Waschtrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß während der Einspülung von Wasser aus dem zusätzlichen Wasserversor
gungssystem der Wasserdruck bzw. der Volumenstrom überwacht wird und daß
die Programmsteuereinrichtung erste Schaltmittel besitzt, welche bei Unter
schreiten eines Grenzwertes die Zuschaltung oder die alternative Einleitung von
Trinkwasser verursacht.
18. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Wasch- oder Geschirrspülmaschine oder
Waschtrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Belegung des weiteren Anschlusses mit Warmwasser (WW) dieses nur bei
Wasch- bzw. Spülprogrammen eingespeist wird, bei denen eine Temperatur
gewählt wird, die höher als ein Grenzwert von ca. 30°C bis 50°C, vorzugsweise
30°C liegt.
19. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Wasch- oder Geschirrspülmaschine oder
Waschtrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Belegung des weiteren Anschlusses mit Warmwasser (WW) dessen
Temperatur überwacht wird und daß die Programmsteuereinrichtung zweite
Schaltmittel besitzt, welche bei Überschreiten eines Grenzwertes die Zumischung
von kaltem Trinkwasser verursacht.
20. Wasserführendes Haushaltsgerät wie Wasch- oder Geschirrspülmaschine oder
Waschtrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß abflußseitig eine vom Programmstatus abhängige Abwassertrennung erfolgt.
21. Waschmaschine (1) oder Waschtrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Einspülen des Wassers im Vorwaschgang und/oder im Haupt
waschgang eine Abschaltung der Heizung und des Trommelantriebsmotors für
einen vordefinierten, vorwählbaren oder programmabhängigen Zeitraum erfolgt.
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