DE4303017C2 - Kniehebelpresse - Google Patents
KniehebelpresseInfo
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B30B1/00—Presses, using a press ram, characterised by the features of the drive therefor, pressure being transmitted directly, or through simple thrust or tension members only, to the press ram or platen
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kniehebelpresse nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es sind Kniehebelpressen bekannt, bei denen die Hublage
des Stößels bezüglich des Pressengestells über eine
Verstellung der Stößelplatte oder des Pressentischs
einstellbar ist. Diese Einstellmöglichkeit ist bei Ar
beitsvorgängen, wie beispielsweise beim Drucken, Prä
gen, Nieten, Tiefziehen und Stanzen, insbesondere auf
grund des verhältnismäßig geringen Arbeitshubes häufig
erforderlich. Solchermaßen verstellbare Kniehebelpres
sen haben jedoch den Nachteil, daß die Verstellung des
Stößels nicht während des Betriebs der Presse durchge
führt werden kann, sondern daß die Presse dazu angehal
ten werden muß.
Bei einer Kniehebelpresse der eingangs angegebenen Art
ist es bekannt (DE-GM 81 33 452), einen zur Verstellung
der Hublage vorgesehenen Gewindetrieb als eine in eine
Gewindebohrung des Pressengestells einschraubbare Ge
windestange auszubilden, die über ein starr verbundenes
Handrad betätigbar ist. Die entlang der Hubachse sich
erstreckende Gewindestange weist eine Verlängerung auf,
welche direkt an das freie Ende des oberen Kniehebels
angeschlossen ist. Durch Betätigung des Handrads kann
somit zwar die Lage des oberen und unteren Totpunkts
des Stößels eingestellt werden. Beim Maschinenbetrieb
treten jedoch während des Arbeitshubs hohe Stößelkräfte
auf, die unmittelbar an die Gewindestange übertragen
werden, so daß eine Feinverstellung des Schraubgewindes
vor allem bei hohen Preßtaktfrequenzen erschwert ist.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, bei einer Kniehebelpresse gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 deren
Arbeitshub auch während des Preßbetriebs auf einfache
Weise mit hoher Genauigkeit in Hubrichtung lagever
stellbar zu machen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merk
male des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Aus
gestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, die Hublage
des Stößels bezüglich des Pressengestells über eine
Lageverstellung des Kniehebeltriebs in Hubrichtung ein
zustellen und dabei den bei belasteter Maschine auftre
tenden Kraftfluß auf die Stellvorrichtung zu minimie
ren. Dadurch wird bei unveränderter Hublänge der untere
Totpunkt des Stößels relativ zum Pressengestell bzw. zu
einem gestellfesten Werkstück oder Werkzeug lagegenau
veränderbar. Deshalb wird gemäß der Erfindung vorge
schlagen, daß die Stellvorrichtung einen an einem ge
stellfesten Schwenklager sowie an einer auf einer Ge
windespindel des Gewindetriebs verstellbaren Spindel
mutter angelenkten Stellhebel aufweist und daß das
Widerlager näher beim Schwenklager als bei der Spindel
mutter auf dem Stellhebel angeordnet ist.
Vorteilhafterweise erstrecken sich die Schwenklagerach
se und die spindelmutterseitige Anlenkachse jeweils
parallel zur Kniegelenkachse. Dadurch lassen sich die
Baumaße der Presse quer zur Kniehebelebene reduzieren.
Weiter ist es von Vorteil, die Gewindespindel um eine
zur Schwenklagerachse parallele Gelenkachse schwenkbar
am Pressengestell anzuordnen. Dadurch bleibt der Ab
stand zwischen Schwenklager und Spindelmutter während
des Stellvorgangs erhalten und der Stellhebel kann
direkt an der Spindelmutter angelenkt werden.
Vorteilhafterweise weisen die Gewindespindel und die
Spindelmutter ein selbsthemmendes Feingewinde auf.
Dadurch können Schwingungen aufgenommen werden, ohne
daß eine selbsttätige Verstellung der Spindelmutter und
damit der Hublage erfolgt.
Um die Zugänglichkeit der Stellvorrichtung für den Be
diener zu verbessern, ist es vorteilhaft, die Gewinde
spindel über einen Zahnriemenantrieb anzutreiben.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der
Zeichnung in schematischer Weise dargestellten Aus
führungsbeispiels näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt eine Seitenansicht einer Knie
hebelpresse in teilweise geschnittener vereinfachter
Darstellung.
Die in der Zeichnung dargestellte Kniehebelpresse 10
besteht im wesentlichen aus einem Pressengestell 12,
einem mittels eines Antriebsmechanismus 14 betätigbaren
Kniehebeltrieb 16 und einer Stellvorrichtung 18 zur
Einstellung der Hublage längs der Hubrichtung 20 eines
Stößels 22.
Der Antriebsmechanismus 14 weist einen mit einer Brems
kupplung 24 versehenen Getriebemotor 26 und einen von
dem Getriebemotor 26 angetriebenen Exzentertrieb 28
auf. Der Exzentertrieb 28 ist seinerseits über eine
Koppelstange 30 an ein Kniegelenk 32 des Kniehebel
triebs 16 angelenkt. Weiterhin sind die beiden Knie
hebel 34,36 des Kniehebeltriebs 16 an dem Kniegelenk
32 angelenkt, wobei der eine Kniehebel 34 in einem
Widerlager 38 der Stellvorrichtung 18 drehbar gelagert
ist und der andere Kniehebel 36 gelenkig an den Stößel
22 angeschlossen ist und wobei die Gelenke 32, 38 der
Kniehebel 34, 36 und die Gelenke 40, 42 des Antriebs
mechanismus 14 jeweils ein Wälzlager aufweisen. Der
Stößel 22 ist mit einer Pressenplatte 46 verbunden, die
mit vier Säulen 43 in je einer Kugelumlaufhülse 44 in
Hubrichtung 20 an dem Pressengestell 12 geführt ist.
Die Stellvorrichtung 18 weist einen Gewindetrieb 48
auf, der eine Gewindespindel 50 und eine in einem
selbsthemmenden Feingewinde 58 der Gewindespindel 50
geführten Spindelmutter 52 umfaßt. Die Gewindespindel
50 lagert mit ihrem gewindelosen Schaft unverschiebbar,
jedoch axial drehbar in einer Querbohrung 54 einer
achsparallel zur Kniegelenkachse am Pressengestell 12
gelagerten Lagerwelle 56.
Der Stellhebel 60 ist an seinem einen Ende an einem ge
stellfesten Schwenklager 62 und an seinem anderen Ende
an der Spindelmutter 52 mit zur Kniegelenkachse jeweils
paralleler Achse angelenkt, wobei das Widerlager 38 im
Bereich zwischen Schwenklager 62 und Spindelmutter 52,
näher beim Schwenklager 62 als bei der Spindelmutter 52
auf dem Stellhebel 60 angeordnet und der Stellhebel 60
etwa senkrecht zur Hubrichtung 20 ausgerichtet ist.
Beim Betrieb der Presse wird die rotierende Antriebsbe
wegung des Getriebemotors 26 über den Exzentertrieb 28
in eine oszillierende Streck- und Knickbewegung des
Kniehebeltriebs 16 umgesetzt. Dabei wird der obere
Kniehebel 34 in seinem Widerlager 38 geschwenkt, wäh
rend der untere Kniehebel 36 den Stößel 22 zwischen ei
nem oberen Totpunkt (Knicklage) und einem unteren Tot
punkt (Strecklage) in Hubrichtung 20 hin- und herbe
wegt. Die eigentliche Kraftübertragung auf ein auf dem
Pressentisch 64 befindliches Werkzeug bzw. Werkstück
erfolgt auf einer kleinen Hubstrecke in der Nähe des
unteren Totpunkts, wo der Stößel mit minimaler Geschwin
digkeit bewegt wird.
Die Stellvorrichtung 18 erlaubt auch während des Pres
senbetriebs eine Verstellung oder Nachjustierung der
Hublage und damit der Lage des unteren Totpunkts. Beim
Antrieb der Gewindespindel 50 mittels Zahnriementrieb
66 und Stellrad 68 wird die Spindelmutter 52 entlang
des Gewindes 58 bewegt. Dabei schwenkt der Stellhebel
60 um das gestellfeste Schwenklager 62 und lenkt gleich
zeitig die mit der Lagerwelle 56 drehende Gewindespin
del 50 etwas aus. Mit der Schwenkbewegung des Stellhe
bels 60 wird das Widerlager 38 auf einem Kreisbogen
etwa in Hubrichtung 20 bewegt. Dabei wird der an dem
Widerlager 38 angelenkte Kniehebeltrieb 16 entsprechend
verschoben und kann in einer gewünschten Stellung ge
stellfest positioniert werden.
Claims (5)
1. Kniehebelpresse mit einem in Hubrichtung (20) an
einem Pressengestell (12) geführten Stößel (22) und
einem Kniehebeltrieb (16), der einen gelenkig an
den Stößel (22) angeschlossenen (36) und einen an
einem Widerlager (38) angelenkten (34) Kniehebel
aufweist, wobei die Kniehebel (34, 36) über ein mit
einem Antriebsmechanismus (14) zusammenwirkendes
Kniegelenk (32) miteinander verbunden sind und wo
bei der Kniehebeltrieb (16) mittels einer an dem
Widerlager (38) angreifenden, einen Gewindetrieb
(48) aufweisenden Stellvorrichtung (18) zur Ein
stellung der Hublage des Stößels (22) in Hubrich
tung (20) bewegbar und gestellfest positionierbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellvorrich
tung (18) einen an einem gestellfesten Schwenklager
(62) sowie an einer auf einer Gewindespindel (50)
des Gewindetriebs (48) verstellbaren Spindelmutter
(52) angelenkten Stellhebel (60) aufweist und daß
das Widerlager (38) näher beim Schwenklager (62)
als bei der Spindelmutter (52) auf dem Stellhebel
(60) angeordnet ist.
2. Kniehebelpresse nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schwenklagerachse und die spin
delmutterseitige Anlenkachse sich jeweils parallel
zur Kniegelenkachse erstrecken.
3. Kniehebelpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gewindespindel (50) um eine
zur Schwenklagerachse parallele Gelenkachse schwenk
bar am Pressengestell (12) angeordnet ist.
4. Kniehebelpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindespindel (50)
und die Spindelmutter (52) ein selbsthemmendes Fein
gewinde aufweisen.
5. Kniehebelpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindespindel (50)
über einen Zahnriementrieb (18) von Hand (68) oder
motorisch antreibbar ist.
Priority Applications (1)
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