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DE430076C - Verfahren zur Alkoholherstellung aus Sulfitablauge - Google Patents

Verfahren zur Alkoholherstellung aus Sulfitablauge

Info

Publication number
DE430076C
DE430076C DES51034D DES0051034D DE430076C DE 430076 C DE430076 C DE 430076C DE S51034 D DES51034 D DE S51034D DE S0051034 D DES0051034 D DE S0051034D DE 430076 C DE430076 C DE 430076C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alcohol
production
waste liquor
sulphite waste
column apparatus
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES51034D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
E S SANDBERG
H A E NILSSON
Original Assignee
E S SANDBERG
H A E NILSSON
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by E S SANDBERG, H A E NILSSON filed Critical E S SANDBERG
Application granted granted Critical
Publication of DE430076C publication Critical patent/DE430076C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/001Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

  • Verfahren zur Alkoholherstellung aus Sulfitablauge. Bisher wurde die Herstellung von Alkohol üus Sulfitlauge in der Weise bewirkt, daß die von den Kochern kommende Ablauge neutralisiert und gelüftet wurde, worauf die in derselben enthaltenen Zuckerarten durch Zusatz von Hefe vergoren wurden. Aus dieser vergorenen Lauge wurde alsdann der Alkohol in einem Kolonnenapparat abgetrieben. Infolge der Beschaffenheit der Lauge hinsichtlich ihres Gehaltes an organischen Stoffen, Salzen u. dgl. wurden leicht Krustenbildungen auf den Böden des Kolonnenapparates hervorgerufen, die Verstopfungen und Unterbrechungen in der Arbeit verursachten. Außerdem wurden sowohl Äthyl- als auch Methylalkohol in demselben Destillat erhalten.
  • Zur Vermeidung dieser Übelstände wird der Erfindung gemäß die nötigenfalls neutra= lisierte Lauge, nachdem sie in an und für sich bekannter Weise bis auf eine für die Gärung geeignete Konzentration eingedampft und dann, falls dies nicht vorher geschehen war, neutralisiert und hierauf in ebenfalls bekannter Weise vergoren -worden ist, bis auf eine sehr hohe, für die weitere Verarbeitung auf organische Substanz geeignete Konzentration (etwa 5o Prozent oder mehr Trockensubstanz) eingedampft, worauf das wäßrige alkoholhaltige Kondensat zwecks Gewinnung des Äthylalkohols in einem Kolonnenapparat destilliert wird.
  • Durch dieses Verfahren wird erreicht, daß die Abtreibung des Alkohols und die Konzentration der vergorenen Lauge in einer einzigen Operation geschieht. Des weiteren wird der Alkoholgehalt in dem Destillat, d. h. in der im Kolonnenapparat zu destillierenden Lösung, bedeutend erhöht, indem das Destillat etwa 5 Prozent Äthylalkohol enthält gegen etwa r Prozent in der Lauge. Aus diesem Grunde kann die Destillation im Kolonnenapparat viel wirtschaftlicher als früher ausgeführt werden. Zieht man des weiteren noch in Betracht, daß die zu destillierende Lösung eine wäßrige Lösung ist, die Verstopfungen im Kolonnenapparat nicht verursacht, so ist es offenbar, daß die Destillation im Kolonnenapparate viel ökonomischer werden muß als bisher. Außerdem wird der Äthvlalkohol auf Grund der vorbereitenden Konzentration praktisch frei von Methylalkohol, was ebenfalls von größter Wichtigkeit ist, weil es schwierig ist, beide Alkohole voneinander zu trennen. . Da bei der Vorkonzentration während der Abtreibung des Methylalkohols das Volumen der Lauge erheblich vermindert wird, werden bedeutend kleinere Gärgefäße und Kolonnenapparate erforderlich als bisher, «-as eine beträchtliche Verminde:-ung der Anlage- und Betriebskosten zur Folge hat. Endlich erhält man die zurückbleibende Ablauge in hochkonzentrierter und zur weiteren Verarbeitung zum Beispiel auf organische Substanz geeigneter Form.
  • Die bei den beiden Eindampfungen abgetriebenen-Dämpfe können außer dem Methvlbz«-. dem Äthylalkohol auch gewisse organische Säuren, wie Ameisensäure und Essig-Säure, enthalten. Diese Säuren oder eine derselben, z. B. die Essigsäure, werden gemäß der Erfindung aus den bei der einen oder den beiden - Eindampfungen abgetriebenen Dämpfen dadurch gewonnen, claß diese Dämpfe durch Absorptionsmittel, welche die Säuren binden können, geleitet werden, worauf Methvl-bzw. Äthylalkohol aus den zurückbleibenden Dämpfen gewonnen werden kann. Die -:Absorption erfolgt hierbei zweckmäßig in der Weise, daß die Ameisensäure und clie Essigsäure je für sich absorbiert werden, zum Beispiel derart, daß die Dämpfe zuerst durch eine C'alciumacetatlösung, welche die Ameisensäure absorbiert, und dann durch Kalkmilch, welche die Essigsäure absorbiert, geleitet werden.
  • Bekanntlich sind die organischen Säuren zum gewissen Teil in der Luge gebunden. Es ist daher vorteilhaft, sie in einem geeigneten Zeitpunkt der Behandlung, z. B. nach der Gärung der Lauge, freizumachen. Dies kann durch Zusatz einer Säure oder eines sauren Salzes erfolgen, um die größtmöglichste Menge der organischen Säuren aus der Lauge zu gewinnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahrer. zur Alkoholherstellung aus neutralisierter, eingedampfter und dann vergorener Sulfitablauge, dadurch gekennzeichnet, daß die vergorene Lauge bis auf eine für die weitere Verarbeitung auf organische Substanz geeignete Konzentration eingedampft wird, worauf man <las wäßrige alkoholhaltige Kondensat zwecks Gewinnung des Äthylalkohols in einem Kolonnenapparat destilliert.
DES51034D 1917-10-16 1919-09-09 Verfahren zur Alkoholherstellung aus Sulfitablauge Expired DE430076C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE430076X 1917-10-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE430076C true DE430076C (de) 1926-06-09

Family

ID=20309821

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES51034D Expired DE430076C (de) 1917-10-16 1919-09-09 Verfahren zur Alkoholherstellung aus Sulfitablauge

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE430076C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1015763B (de) * 1954-04-27 1957-09-19 Sven Erik Gustav Joensson Verfahren zum Eindampfen von Sulfitablauge od. dgl. und gleichzeitigen Gewinnen von Alkohol
DE974997C (de) * 1952-10-14 1961-07-20 Metallgesellschaft Ag Verfahren und Einrichtung zum Eindampfen von Sulfitablauge vor der Vergaerung und zurVorwaermung der vergorenen Ablauge

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE974997C (de) * 1952-10-14 1961-07-20 Metallgesellschaft Ag Verfahren und Einrichtung zum Eindampfen von Sulfitablauge vor der Vergaerung und zurVorwaermung der vergorenen Ablauge
DE1015763B (de) * 1954-04-27 1957-09-19 Sven Erik Gustav Joensson Verfahren zum Eindampfen von Sulfitablauge od. dgl. und gleichzeitigen Gewinnen von Alkohol

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