DE4344560C2 - Geteiltes Schwungrad mit Verstärkung des Lagersitzes durch plastische Verformung - Google Patents
Geteiltes Schwungrad mit Verstärkung des Lagersitzes durch plastische VerformungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein geteiltes Schwungrad entsprechend dem
jeweiligen Oberbegriff der Ansprüche 1, 7 oder 9.
Aus der DE 34 12 961 A1 ist ein geteiltes Schwungrad für eine
Brennkraftmaschine bekannt, welches konzentrisch zur Kurbelwelle um eine
Drehachse umläuft. Dieses Schwungrad umfasst eine Primärmasse, die über
mehrere Schrauben an einer Fläche der Kurbelwelle senkrecht zur Drehachse
befestigt ist, eine Sekundärmasse, die über ein Lager an der Primärmasse drehbar
gelagert ist, eine Torsionsdämpfeinrichtung zwischen beiden Massen und eine
Reibungskupplung an der der Primärmasse abgewandten Seite der
Sekundärmasse zur Weiterleitung des Drehmomentes in ein Getriebe. Die
vorgenannten Schrauben sind radial innerhalb des Lagers konzentrisch zur
Drehachse angeordnet, während das Lager auf einem im Wesentlichen
zylindrischen Ansatz eines Blechformteils aufgesetzt ist, das an einem
Radialflansch der Primärmasse als separates Bauteil befestigt ist und in das durch
plastische Verformung ein Lagersitz eingearbeitet ist. Dieses Blechformteil liegt
mit seinem Boden unter Zwischenschaltung des Radialflansches an der hierfür
vorgesehenen Fläche der Kurbelwelle an und ist an dieser durch die eingangs
genannten Schrauben befestigt.
Während das in Fig. 1 der Offenlegungsschrift dargestellte Blechformteil an
seiner im Wesentlichen zylindrischen Wandung im axialen Erstreckungsksbereich
des Lagers über keine Versteifung verfügt, ist beim kräftiger ausgebildeten
Blechformteil entsprechend Fig. 3 im vorgenannten Bereich eine nach radial innen
weisende Materialanhäufung zur Stabilisierung des Lagersitzes vorgesehen.
Das Blechformteil gemäß der Offenlegungsschrift vermag zwar auf einfache
Weise ein Lager aufzunehmen, das zudem in Richtung der Getriebeseite durch
einen am Blechformteil vorgesehenen, in Richtung des Lagers greifenden radialen
Schenkel gegen axiale Relativbewegungen gesichert ist, jedoch fehlt an der
anderen Axialseite des Blechformteiles eine Axialsicherung zur Vermeidung von
Bewegungen des Lagers in dieser Richtung. So muss bei der Ausführung nach
Fig. 1 der massive und daher bevorzugt spanabhebend zu bearbeitende
Radialflansch als Axialsicherung dienen, während bei Fig. 3 ein Zwischenring
diese Aufgabe ggf. spielbehaftet und daher mit nur mäßiger
Positionierungsgenauigkeit übernimmt. Außerdem wird die erhöhte Stabilität des
Blechformteiles gemäß Fig. 3 mit einem relativ hohen Materialaufwand erkauft.
Auch die DE 34 40 927 A1 zeigt beispielsweise in den Fig. 1 oder 2 ein geteiltes
Schwungrad für eine Brennkraftmaschine, welches mit einem als separates
Bauteil ausgebildeten Blechformteil zur Aufnahme eines Lagers versehen ist.
Versteifende Maßnahmen sind an diesem Blechformteil nicht vorgesehen, so dass
mit einer vergleichbar labilen Aufnahme des Lagers gerechnet werden muss.
Nichts anderes zeigt auch die DE 41 18 686 A1 in ihrer Fig. 2, während in den
übrigen Fig. 1, 3 und 4 eine Ausführung dargestellt ist, bei welcher das
Blechformteil als Radialflansch der Primärmasse vorgesehen ist und an seinem
radial inneren Ende radial außen ein Lager aufnimmt, sich radial innen aber an
einem Bauteil der Kurbelwelle abstützt. Eine derartige Konstruktion mag zwar die
in Radialrichtung gewünschte Steifigkeit beinhalten, jedoch ist hierdurch der
axiale Durchgangsraum radial innerhalb des Lagers vergleichsweise stark
eingeschränkt. Außerdem ist ein Stützansatz an der Kurbelwelle technisch
aufwendig, da er eine speziell geformte Kurbelwelle für das zu befestigende
geteilte Schwungrad aufweisen muss.
Eine ebenfalls einstückige Ausbildung eines Blechformteiles für ein Lager mit
einem Radialflansch der Primärmasse zeigt die DE 41 17 581 A1 in ihrer Fig. 6,
wobei dieses Blechformteil im axialen Erstreckungsbereich des Lagers sogar eine
Materialanhäufung zur Stabilisierung des Lagersitzes aufweist. Auch verfügt
dieses Blechformteil motorseitig über eine Axialanlage für die Lagerung, während
allerdings getriebeseitig keine Maßnahme getroffen ist, um das Lager in der
gewünschten Axialposition zu sichern.
Die DE 42 04 342 C1 zeigt ein einstückig mit einem Radialflansch der
Primärmasse ausgebildetes Blechformteil zur Aufnahme eines Lagers, wobei
dieses Blechformteil allerdings im Aufnahmebereich des Lagers aufgrund einer
verfahrenstechnischen Abstreckung mit reduzierter Dicke ausgebildet ist. Damit
liegt eine nur geringe Gestaltfestigkeit für den das Lager aufnehmenden Lagersitz
vor, weshalb das Lager mit einem vergleichsweise dicken Lagerinnenring
ausgebildet sein muss. Am Lagersitz selbst sind Axialanschläge für den radial
inneren Lagerring vorgesehen, so dass das Lager in Richtung beider Axialseiten
bewegungsgesichert auf dem Blechformteil angeordnet ist. Nachteilig ist
allerdings die getriebeseitige Ausbildung der Axialsicherung mit Nasen, die in
spezielle Ausnehmungen des Lagerinnenrings hineingedrückt werden, so dass
diese konstruktive Ausführung der Axialsicherung nur mit einem speziell
ausgebildeten und daher entsprechend kostspieligen Lager seine Funktionalität
entfalten kann.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Stand der Technik dahin gehend
zu verbessern, dass bei gleicher oder geringerer Anzahl der Einzelteile und bei
nicht beeinträchtigter Funktion Material und somit Gewicht eingespart werden
kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe kann es vorgesehen sein, das Blechformteil einteilig
mit einem im Wesentlichen die Primärmasse bildenden Radialflansch auszuführen.
Durch die Maßnahme ist eine Verfeinfachung im Hinblick auf die Anzahl der
Einzelteile möglich, was sich vorteilhaft im Hinblick auf Lagerhaltung und
Montage auswirkt. Hierzu ist die Primärmasse im Bereich des Innendurchmessers
des Lagers im Querschnitt von der Fläche der Kurbelwelle etwa rechtwinklig
wegweisend und damit topfförmig ausgebildet, während sie an der von der
Kurbelwelle abgewandten Axialseite des Lagers nach radial innen mit einem
Flansch abgewinkelt ist. Durch den nach radial innen zu einem Flansch
abgewinkelten Bereich wird an der Primärmasse einerseits der Lagerbereich
stabilisiert, und andererseits sind in diesem Flansch gleichzeitig die
Durchgangsöffnungen für die Befestigungsschrauben vorgesehen.
Zur weiteren Versteifung des Lagerbereiches wird vorgeschlagen, dass die
Primärmasse anschließend an den Flansch etwa rechtwinklig zurück in Richtung
Fläche der Kurbelwelle abgewinkelt ist und an dieser mit einem Stirnende anliegt.
Damit ist ein zentrisch zur Drehachse umlaufender, steifer Hohlkörper gebildet,
der einerseits das Lager zur Lagerung der Sekundärmasse trägt und andererseits
zur Befestigung der Primärmasse an der Kurbelwelle dient.
Zur einfacheren Herstellung der Einzelteile ist es auch möglich, ein zweites
Blechformteil vorzusehen, welches mit einem radial verlaufenden Flansch an der
Außenseite des Flansches der Primärmasse aufliegt, der mit
Durchgangsöffnungen für die Befestigungsschrauben versehen ist und radial
innen, anschließend an den Flansch, mit einem etwa radial abgewinkelten, im
Wesentlichen zylindrischen Bereich in Richtung Fläche der Kurbelwelle verläuft.
Gemäß einer anderen Ausführungsform weist die Primärmasse zur axialen
Fixierung des Lagers in Richtung Kurbelwelle und zur radialen Führung des
Blechformteils im Durchmesserbereich des Lagersitzes eine axial von der Fläche
der Kurbelwelle weggerichtete Falte auf. Damit ist eine exakte
Axialpositionierung und Zentrierung beider Bauteile relativ zueinander möglich.
Der Axialanschlag in die andere Richtung ist dabei im Blechformteil ausgebildet.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Blechformteils sieht vor, die im
Wesentlichen zylindrische Wandung, die im Bereich des Lagersitzes nach radial
innen hin durch Materialanhäufung in Ringform versteift ist, in Richtung
Kurbelwelle mit einem Axialanschlag für das Lager in Form von einzelnen, am
Umfang verteilten, von radial innen her nach radial außen plastisch in die
zylindrische Wandung eingebrachten Erhöhungen auszubilden. Der auf diese
Weise gebildete Axialanschlag für das Lager zeichnet sich durch sehr geringe
Massen aus, da ohnehin vorhandenes Material allein durch gezielte plastische
Verformung eine zweite Funktion erhält. Der Axialanschlag in die andere Richtung
kann dabei ebenfalls durch plastische Verformung eines axial über den Lagersitz
überstehenden Fortsatzes gebildet werden.
Die Erfindung wird anschließend anhand von mehreren Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen im Einzelnen:
Fig. 1 die obere Hälfte eines Längsschnittes durch ein geteiltes Schwungrad;
Fig. 2 einen partiellen Längsschnitt durch den Lagerbereich;
Fig. 3 und 4 weitere partielle Längsschnitte durch Ausführungsvarianten.
Fig. 1 zeigt den Längsschnitt durch die Oberhälfte eines geteilten Schwungrades
1. Diese besteht aus einer Primärmasse 4, die über Schrauben 5 an der
Kurbelwelle 2 einer Brennkraftmaschine befestigt ist. Sämtliche Teile laufen um
die Drehachse 3 um. Die Primärmasse 4 weist in ihrem oberen Bereich einen
torusförmigen Raum auf, in welchem eine Torsionsdämpfeinrichtung 8
angeordnet ist. Diese besteht aus Schraubenfedern,
die von der Primärmasse 4 angesteuert werden und die das
Drehmoment auf die Sekundärmasse 6 übertragen. Die Sekundär
masse 6 ist über ein Lager 7 an der Primärmasse 4 gelagert und
kann sich dieser gegenüber relativ verdrehen. An der Sekun
därmasse 6 ist eine übliche Reibungskupplung 9 angeordnet, die
das von der Torsionsdämpfeinrichtung 8 übertragene Drehmoment
auf eine nicht dargestellte Getriebewelle weiterleitet. Die
Kurbelwelle 2 weist eine Fläche 10 auf, die senkrecht zur
Drehachse 3 verläuft und an welcher die Primärmasse 4 über
Schrauben 5 befestigt werden kann. Die Primärmasse 4 ist im
vorliegenden Fall einteilig mit einem zylindrischen Ansatz 12
versehen, der etwa im rechten Winkel, topfförmig von der Flä
che 10 der Kurbelwelle 2 wegweist und im Bereich des Lagers 7
nach radial innen über einen Flansch 13 abgewinkelt ist, wobei
in diesem Flansch 13 die Durchgangsöffnungen für die Schrau
ben 5 vorgesehen sind. Die Primärmasse 4 ist dabei aus einem
Blechmaterial mit ursprünglich einheitlicher Materialstärke
hergestellt und durch plastische Verformung zumindest im Be
reich des zylindrischen Ansatzes 12 und des Flansches 13 so
bearbeitet, daß mit möglichst wenig Material eine ausreichende
Stabilität wohl im Hinblick auf die Aufnahme des Lagers und
der Lagerkräfte als auch im Hinblick auf die Verbindung mit
der Kurbelwelle 2 erreicht wird. Dabei ist das Material der
Primärmasse radial innerhalb des Flansches 13 in Richtung auf
die Fläche 10 der Kurbelwelle 2 abgewinkelt ist und an dieser
mit einem Stirnende anliegt. Das so gebildete Blechformteil 11
ist durch plastische Verformung des ursprünglichen Materials
der Primärmasse 4 relativ dünnwandig ausgebildet und insbe
sondere durch den radial verlaufenden Flansch 13 radial in
nerhalb des Lagersitzes des Lagers 7 sehr formstabil. Gleich
zeitig ist durch die Axialabstützung radial innerhalb der
Schrauben 5 eine stabile Basis für die Schraubbefestigung an
der Kurbelwelle 2 gegeben. Dabei ist der Lagersitz für das
Lager 7 in den zylindrischen Ansatz so eingebracht, daß
gleichzeitig ein Axialanschlag in Richtung Kurbelwelle 2 si
chergestellt ist. Der Axialanschlag in die andere Richtung
kann beispielsweise durch eine Ringscheibe 26 erfolgen, die
zwischen den Köpfen der Schrauben 5 und dem Flansch 13 zwi
schengelegt ist.
In Fig. 2 ist ein teilschnitt wiedergegeben, bei welchem ein zweites
Blechformteil 14 separat von der Primärmasse 4 hergestellt
ist. Die Primärmasse 4 ist im wesentlichen entsprechend Fig. 1
im Bereich der Fläche 10 der Kurbelwelle 2 etwa axial
abgewinkelt und bildet einen zylindrischen Ansatz 12. Der zy
lindrische Ansatz 12 ist mit dem Lagersitz für das Lager 7
versehen und er ist nach radial innen durch einen Flansch 13
fortgesetzt. Dieser Flansch 13 endet radial innerhalb der
Durchgangsöffnungen für die Schrauben 5. Das separat herge
stellte zweite Blechformteil 14 weist einen radial verlaufenden
Flansch 15 auf, der nach der Montage sämtlicher Teile auf der
Außenseite des Flansches 13 der Primärmasse 4 aufliegt und der
ebenfalls Durchgangsöffnungen für die Schrauben 5 in Flucht
mit den Durchgangsöffnungen im Flansch 13 aufweist. Das
Blechformteil 14 ist radial innen anschließend an den
Flansch 15 mit einem etwa axial abgewinkelten, im wesentlichen
zylindrischen Bereich 16 versehen, der in Richtung Fläche 10
der Kurbelwelle 2 verläuft und sich auf dieser Fläche 10 ab
stützt. Beide Teile 4 und 14 können vor der Endmontage unter
einander fest verbunden sein, beispielsweise durch eine ge
genseitige Vernietung. Durch die plastische Verformung der
Primärmasse 4 zumindest im Bereich des zylindrischen An
satzes 12 und des Flansches 13 ist es möglich, hier Gewicht zu
sparen durch relativ dünnwandige Ausbildung, wobei der Lager
sitz für das Lager 7 dadurch stabilisiert ist, daß er am ra
dial äußeren Rand des umlaufenden Flansches 13 angeordnet ist.
Das zweite Blechformteil 14 kann dabei ebenfalls durch plastische
Umformung mit einer nicht einheitlichen Materialstärke verse
hen sein, wobei sich die Materialstärke dabei nur an der auf
tretenden Belastung orientieren muß.
In dem Ausführungsbeispiel entsprechend Fig. 3 ist zusätzlich
zur Primärmasse 4 ein Blechformteil 17 vorgesehen, welches
etwa topfförmig ausgebildet ist und mit seinem Boden 18 unter
Zwischenschaltung des radial inneren Bereiches der Primärmas
se 4 an der Fläche 10 der Kurbelwelle 2 anliegt und mit
Schrauben 5, die durch Durchgangsöffnungen im Boden 18 und in
der Primärmasse 4 hindurchgeführt sind, an der Kurbelwelle 2
befestigt ist. Die etwa zylindrisch ausgebildete Wand 19 des
Blechformteils 17 weist von der Fläche 10 der Kurbelwelle 2
weg und trägt das Lager 7. IM Bereich des Lagersitzes ist die
Wandung 19 mit einer etwa radial verlaufenden Materialanhäu
fung versehen, die den Lagersitz stabilisiert. Die Primärmas
se 4 weist eine von der Kurbelwelle weggerichtete Falte 20
auf, die direkt radial außerhalb der Wandung 19 des Blech
formteils 17 verläuft in einem Durchmesserbereich des Lager
sitzes für das Lager 7, so daß der Endbereich der Falte einen
Axialanschlag für das Lager 7 bildet. In die andere Richtung
ist in den Endbereich der Wandung 19 ein Axialanschlag 21
eingeformt. Die Falte 20 der Primärmasse 4 bildet eine Führung
für die Wandung 19 des Blechformteils 17 in radialer Richtung.
Das Blechteil 17 kann dabei durch plastische Verformung bei
spielsweise im Bereich des Bodens 18 dünnwandiger ausgeführt
sein als im Bereich der Wandung 19, so daß hier Gewicht ge
spart ist. Beide Teile 4 und 17 können vor der Montage an der
Kurbelwelle 2 durch separate Verbindungselemente fest mitein
ander verbunden sein. Ein solche Verbindung kann beispiels
weise durch Vernieten oder auch durch Verschweißen erfolgen.
Eine weitere mögliche Ausführungsvariante ist in Fig. 4 dar
gestellt. Hier ist der radial innere Bereich der Primärmasse 4
eben ausgeführt mit gleichbleibender Materialstärke und es ist
ein separates Blechformteil 22 vorgesehen, welches zusammen
mit der Primärmasse 4 über Schrauben 5 an der Kurbelwelle 2
befestigt ist. Das Blechformteil 22 ist ebenfalls etwa
topfförmig ausgebildet mit einer im wesentlichen zylindrischen
Wandung 19, die von der Primärmasse 4 wegweist und die im Be
reich der Anordnung des Lagers 7 durch plastische Materialan
häufung 23 radial innerhalb des Lagers 7 versteift ist. Die
axiale Fixierung des Lagers 7 erfolgt dabei in Richtung auf
die Kurbelwelle 2 zu in Form von einzelnen am Umfang
verteilten, von radial innen her nach radial außen plastisch
in die zylindrische Wandung 19 eingebrachte Erhöhungen 24 und
in die entgegengesetzte Richtung durch plastische Verformung
eines axial über den Lagersitz überstehenden Fortsatzes 25.
Die Wandung 19 geht im Bereich der Primärmasse in einen Bo
den 18 über, der konzentrisch zur Drehachse 3 verläuft und der
von außen her auf den radial inneren Bereich der Primärmasse 4
aufgesetzt ist. Gegenüber der Kurbelwelle 2 erfolgt die Ver
bindung über Schrauben 5, die durch entsprechende Durchgangs
öffnungen im Boden 18 und in der Primärmasse 4 hindurchgeführt
sind. Es bietet sich an, das Blechformteil 22 und die Primär
masse 4 vor der Verbindung mit der Kurbelwelle 2 gegenseitig
zu fixieren. Als Verbindungsmöglichkeiten bieten sich unter
anderem gegenseitige Vernietung oder Verschweißung an.
Claims (9)
1. Geteiltes Schwungrad für eine Brennkraftmaschine, welches konzentrisch zur
Kurbelwelle (2) um eine Drehachse (3) umläuft, umfassend eine mindestens
ein Blechformteil (11, 14) aufweisende Primärmasse (4), die über
Durchgangsöffnungen für mehrere Schrauben (5) zur Befestigung an einer
Fläche (10) der Kurbelwelle (2) senkrecht zur Drehachse (3) verfügt, eine
Sekundärmasse (6), die über ein Lager (7) an der Primärmasse (4) drehbar
gelagert ist, eine Torsionsdämpfeinrichtung (8) zwischen beiden Massen
(4, 6) sowie eine Reibungskupplung (9) an der der Primärmasse (4)
abgewandten Seite der Sekundärmasse (6) zur Weiterleitung des
Drehmomentes in ein Getriebe, wobei die Schrauben (5) radial innerhalb des
Lagers (7) konzentrisch zur Drehachse (3) angeordnet sind, das Lager (7) auf
einem im Wesentlichen zylindrischen Ansatz (12) des Blechformteils (11)
aufgesetzt ist, das einteilig mit der Primärmasse (4) ausgebildet und in das
durch plastische Verformung ein Lagersitz eingearbeitet ist, der etwa im
Bereich der axialen Erstreckung des Lagers (7) und nach radial innen
weisend eine Materialanhäufung zur Stabilisierung des Lagersitzes aufweist,
wobei das Blechformteil (11) im Bereich des Innendurchmessers des Lagers
(7) im Querschnitt von der Fläche (10) der Kurbelwelle (2) etwa rechtwinklig
wegweisend, topfförmig verläuft,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Blechformteil (11) an der der Kurbelwelle (2) abgewandten
Seitenfläche des Lagers (7) nach radial innen zu mit einem als
Materialanhäufung wirksamen Flansch (13) abgewinkelt ist und in diesem
Flansch die Durchgangsöffnungen für die Schrauben (5) angeordnet sind.
2. Schwungrad nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Blechformteil (11) anschließend an den Flansch (13) etwa
rechtwinklig zurück in Richtung Fläche (10) der Kurbelwelle (2) abgewinkelt
ist und an dieser mit einem Stirnende anliegt.
3. Schwungrad nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein zweites Blechformteil (14) vorgesehen ist, welches mit einem radial
verlaufenden Flansch (15) auf der Außenseite des Flansches (13) des ersten
Blechformteiles (11) aufliegt, ebenfalls mit Durchgangsöffnungen für die
Schrauben (5) versehen ist und radial innen, anschließend an den Flansch
(15), mit einem etwa axial abgewinkelten, im Wesentlichen zylindrischen
Bereich (16) in Richtung zur Fläche (10) der Kurbelwelle (2) verläuft.
4. Schwungrad nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der im Wesentlichen zylindrische Bereich (16) in seinem Endbereich an
der Fläche (10) der Kurbelwelle (2) abgestützt ist.
5. Schwungrad nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der radial äußere Rand des Flansches (15) als Axialanschlag für das
Lager ausgebildet ist.
6. Schwungrad nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass beide Blechformteile (11; 14) untereinander fest verbunden sind.
7. Geteiltes Schwungrad für eine Brennkraftmaschine, welches konzentrisch zur
Kurbelwelle (2) um eine Drehachse (3) umläuft, umfassend eine ein separates
Blechformteil (17) aufweisende Primärmasse (4), die ebenso wie das
Blechformteil (17) über Durchgangsöffnungen für mehrere Schrauben (5) zur
Befestigung an einer Fläche (10) der Kurbelwelle (2) senkrecht zur
Drehachse (3) verfügt, eine Sekundärmasse (6), die über ein Lager (7) an der
Primärmasse (4) drehbar gelagert ist, eine Torsionsdämpfeinrichtung (8)
zwischen beiden Massen (4, 6) sowie eine Reibungskupplung (9) an der der
Primärmasse (4) abgewandten Seite der Sekundärmasse (6) zur
Weiterleitung des Drehmomentes in ein Getriebe, wobei die Schrauben (5)
radial innerhalb des Lagers (7) konzentrisch zur Drehachse (3) angeordnet
sind, das Lager (7) auf einer im Wesentlichen zylindrischen Wandung (19)
des Blechformteils (17) aufgesetzt ist, die sich etwa senkrecht zu einem
Boden (18) erstreckt, der unter Zwischenschaltung der Primärmasse (4) an
der Fläche (10) der Kurbelwelle (2) anliegt und in die durch plastische
Verformung ein Lagersitz eingearbeitet ist, der etwa im Bereich der axialen
Erstreckung des Lagers (7) und nach radial innen weisend eine
Materialanhäufung zur Stabilisierung aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur axialen Fixierung des Lagers (7) in Richtung Kurbelwelle (2) und zur
radialen Führung des Blechformteils (17) im Bereich seiner Wandung (19) die
Primärmasse (4) im Durchmesserbereich des Lagersitzes eine axial von der
Fläche (10) der Kurbelwelle (2) weggerichtete Falte (20) aufweist, die einen
Führungsdurchmesser bildet, wobei das Ende der Falte (20) den einen
Axialanschlag des Lagers (7) bildet.
8. Schwungrad nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der andere Axialanschlag (21) für das Lager (7) im Blechformteil (17)
ausgebildet ist.
9. Geteiltes Schwungrad für eine Brennkraftmaschine, welches konzentrisch zur
Kurbelwelle (2) um eine Drehachse (3) umläuft, umfassend eine ein separates
Blechformteil (22) aufweisende Primärmasse (4), die ebenso wie das
Blechformteil (22) über Durchgangsöffnungen für mehrere Schrauben (5) zur
Befestigung an einer Fläche (10) der Kurbelwelle (2) senkrecht zur
Drehachse (3) verfügt, eine Sekundärmasse (6), die über ein Lager (7) an der
Primärmasse (4) drehbar gelagert ist, eine Torsionsdämpfeinrichtung (8)
zwischen beiden Massen (4, 6) sowie eine Reibungskupplung (9) an der der
Primärmasse (4) abgewandten Seite der Sekundärmasse (6) zur
Weiterleitung des Drehmomentes in ein Getriebe, wobei die Schrauben (5)
radial innerhalb des Lagers (7) konzentrisch zur Drehachse (3) angeordnet
sind, das Lager (7) auf einer im Wesentlichen zylindrischen Wandung (19)
des Blechformteils (22) aufgesetzt ist, die sich etwa senkrecht zu einem
Boden (18) erstreckt, der unter Zwischenschaltung der Primärmasse (4) an
der Fläche (10) der Kurbelwelle (2) anliegt und in die durch plastische
Verformung ein Lagersitz eingearbeitet ist, der etwa im Bereich der axialen
Erstreckung des Lagers (7) und nach radial innen weisend eine
Materialanhäufung (23) zur Stabilisierung aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der im Wesentlichen zylindrischen Wandung (19) des Blechformteils
(22) in Richtung Kurbelwelle (2) ein Axialanschlag für das Lager (7) in Form
von einzelnen, am Umfang verteilten, von radial innen her nach radial außen
plastisch in die zylindrische Wandung (19) eingebrachten Erhöhungen (24)
vorgesehen ist.
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| DE3440927A1 (de) * | 1983-11-10 | 1985-06-13 | LuK Lamellen und Kupplungsbau GmbH, 7580 Bühl | Drehmomentuebertragungseinrichtung |
| DE3412961A1 (de) * | 1984-04-06 | 1985-10-24 | Fichtel & Sachs Ag, 8720 Schweinfurt | Geteiltes schwungrad |
| DE4117581A1 (de) * | 1990-05-31 | 1991-12-05 | Luk Lamellen & Kupplungsbau | Drehmomentuebertragungseinrichtung |
| DE4118686A1 (de) * | 1991-06-07 | 1992-12-10 | Bayerische Motoren Werke Ag | Einrichtung zum daempfen von torsionsschwingungen |
| DE4204342C1 (en) * | 1992-02-14 | 1993-08-19 | Werner 6000 Frankfurt De Jacob | Flywheel esp. for IC engine - has hollow bearing journal, which is deep-drawn while reducing material thickness of one balance weight |
-
1993
- 1993-12-24 DE DE19934344560 patent/DE4344560C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4344560A1 (de) | 1995-06-29 |
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