DE4343589C1 - Fluidbetätigter Schlaghammer - Google Patents
Fluidbetätigter SchlaghammerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen fluidbetätigten Schlagham
mer zum Vortreiben von Gegenständen im Erdboden, und
insbesondere einen Schlaghammer mit dem ein Bohrstrang
in den Boden hinein vorgetrieben werden kann.
Aus DE 25 12 731 A1 und DE 24 61 633 B1 sind hydraulische
Schlaghämmer bekannt, die einen in einem Arbeits
zylinder bewegbaren Arbeitskolben aufweisen. Der Ar
beitskolben führt einen Arbeitshub aus, an dessen Ende
er auf einen mit dem Bohrgestänge verbundenen Amboß
schlägt, und anschließend einen Rückhub. Die Arbeits
hübe und Rückhübe des Arbeitskolbens werden von einem
Steuerkolben gesteuert, der seinerseits in Abhängigkeit
der jeweiligen Stellung des Arbeitskolbens gesteuert
wird. Derartige Schlaghämmer eignen sich für einen
wirksamen Vortrieb von Gegenständen in das Erdreich.
Schwierigkeiten ergeben sich häufig, wenn Gegenstände,
wie zum Beispiel Bohrrohre, wieder aus dem Boden herausgezogen
werden sollen. An dem unteren Ende eines Bohrstranges
befindet sich eine kegelige Bohrkrone. Beim Zurück
ziehen des Bohrstranges zieht sich diese Bohrkrone mit
einem Dübeleffekt am Bohrloch fest. Üblicherweise wird
dann beim Zurückziehen der Schlaghammer betätigt, um
das Bohrgestänge in Vibration zu versetzen und das Rohr
freizubekommen.
Aus DE 41 13 323 A1 ist ein Schlagwerk für ein Bohrge
stänge bekannt, bei dem die Schlagrichtung des Schlag
kolbens durch Umsetzen des Schlagwerks umkehrbar ist.
Diese Lösung setzt voraus, daß das Gehäuse an beiden
Enden offen ausgebildet ist. Das Umsetzen des Schlag
werks erfordert einen erheblichen Montageaufwand und
ist in der Praxis auf der Baustelle kaum durchführbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen fluid
betätigten Schlaghammer zu schaffen, der ohne Umrüstar
beiten sowohl zum Vortreiben von Gegenständen in das
Erdreich als auch zum Herausziehen benutzbar ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit
den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Der erfindungsgemäße Bohrhammer weist außer dem Ar
beitskolben einen Gegenschlagkolben auf, der auf den
Adapter einwirkt und Gegenschläge auf diesen ausübt.
Diese Gegenschläge werden natürlich nur dann ausgeübt,
wenn der Arbeitskolben entweder stillsteht oder seinen
Rückhub durchführt. Demnach ist es möglich, den Gegen
schlagkolben beim Betrieb des Bohrhammers ständig
aktiviert zu halten oder ihn abschaltbar zu machen.
Beim Rückwärtsschlagen werden nicht nur Vibrationen
erzeugt, sondern nach hinten gerichtete Schläge, wo
durch das Freikommen des zurückzuziehenden Gegenstandes
erleichtert wird.
Die Erfindung ist insbesondere beim Bohren mit einem
drehenden Bohrgestänge anwendbar, eignet sich aber auch
zum Vortreiben und Zurückziehen anderer Gegenstände,
zum Beispiel Spuntbohlen. Der Schlaghammer ist vorzugsweise am
rückwärtigen Ende eines Bohrstrangs als Außenhammer
angeordnet, jedoch kann er auch als Tieflochhammer aus
gebildet sein, der im Zuge eines Bohrstranges nahe der
Bohrkrone angeordnet ist.
Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung näher
erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch eine
erste Ausführungsform des Schlaghammers, bei
der der Rückschlagkolben zeitlich gegenläufig
zu dem Arbeitskolben Schläge ausführt, und
Fig. 2 eine abgewandelte Ausführungsform, bei der der
Rückschlagkolben von einer eigenen Steuerein
richtung gesteuert ist.
Der in Fig. 1 dargestellte Bohrhammer weist ein Hammer
gehäuse 20 auf, in dem ein Arbeitszylinder 21 enthalten
ist. In dem Arbeitszylinder 21 ist der Arbeitskolben 22
geführt. Das vordere Ende des Arbeitskolbens 22 schlägt
auf eine Amboßfläche 23 eines Adapters 24, der in dem
Hammergehäuse 20 in Grenzen längsverschiebbar geführt
ist. Der Adapter 24 ist das Einsteckende, das aus dem
Hammergehäuse 10 herausragt und an dem ein Bohrgestänge
befestigt werden kann.
Mit "vorne", ist jeweils diejenige Richtung bezeichnet,
die zum Bohrgestänge hinweist und mit "hinten" die ent
gegengesetzte Richtung.
Der Arbeitskolben 22 weist eine nach vorne gerichtete
ringförmige Arbeitsfläche 25 auf, die den ringförmigen
vorderen Zylinderraum 26 begrenzt. Dieser Zylinderraum
26 ist über eine Leitung 27 ständig mit einer Drucklei
tung 10 verbunden. Die Arbeitsfläche 25 begrenzt einen
verdickten Abschnitt 28 des Arbeitskolbens. Die andere
Begrenzung des Abschnitts 28 wird von einer Arbeits
fläche 29 gebildet, an die sich ein dünnerer Abschnitt
30 anschließt. Hinter dem dünneren Abschnitt 30 folgt
wieder ein dickerer Abschnitt 31, dessen rückwärtiges
Ende von einer Arbeitsfläche 32 gebildet wird. Die Ar
beitsfläche 32 begrenzt den rückwärtigen Zylinderraum
33 des Arbeitszylinders 21. Die Arbeitsfläche 32 ist
größer als die Arbeitsfläche 25.
Die Arbeitsfläche 25 bewegt sich entlang einer Steuer
nut 34 im vorderen Zylinderraum 26. Die Arbeitsfläche
29 bewegt sich entlang einer Steuernut 35. Im Bereich
des dünneren Abschnitts 30 des Arbeitskolbens mündet
eine mit der Rücklaufleitung 12 verbundene Leitung 36
in den Arbeitszylinder 21. Die Steuernuten 34 und 35
sind an eine Steuerleitung 37 angeschlossen. Der rück
wärtige Zylinderraum 33 des Arbeitszylinders ist an
eine Betriebsleitung 38 angeschlossen.
Die Steuerung des Arbeitskolbens 22 erfolgt durch den
Steuerkolben 41, der in dem Steuerzylinder 40 bewegbar
ist. Der Steuerkolben 41 ist als hohle Hülse ausgebil
det. Da der Steuerzylinder 40 mit der Druckleitung 27
verbunden ist, herrscht im Innern des Steuerkolbens 41
stets der volle hydraulische Druck. Der Steuerkolben 41
weist an einem Ende eine erste Arbeitsfläche A1 auf,
die ständig dem Druck ausgesetzt ist und radiale Rillen
aufweist, so daß der Druck an ihr angreifen kann. Am
entgegengesetzten Ende des Arbeitskolbens befindet sich
eine zweite Arbeitsfläche A2, die kleiner ist als die
Arbeitsfläche A1. Der Steuerkolben ist mit einem Ring
kragen 42 versehen, der an einem Ende durch eine
Steuerfläche A3 und am entgegengesetzten Ende durch
eine stets drucklose Fläche A4 begrenzt ist, die mit
der Rücklaufleitung 12 verbunden ist. Die Steuerfläche
A3 ist dem Druck der Steuerleitung 37 ausgesetzt. Der
Steuerkolben 41 ist ferner mit einer Ringnut 43 ver
sehen, die in jeder Stellung des Arbeitskolbens mit der
Rücklaufleitung 12 in Verbindung steht. Die Druck
leitung 27 ist ein Druckgasspeicher 44, der als Puffer
zur Glättung der hydraulischen Druckstöße angeschlossen
ist.
Das bisher beschriebene Schlaggerät arbeitet wie folgt:
In dem in Fig. 1 dargestellten Zustand ist die Be triebsleitung 38 über das Innere des Steuerkolbens 41 mit der Druckleitung 27 verbunden, so daß auf die Ar beitsfläche 32 der volle Druck wirkt. Da die Ar beitsfläche 32 größer ist als die Arbeitsfläche 25, auf die ebenfalls der volle Druck wirkt, führt der Ar beitskolben 22 seinen nach vorne gerichteten Arbeitshub aus, an dessen Ende er auf die Amboßfläche 23 schlägt.
In dem in Fig. 1 dargestellten Zustand ist die Be triebsleitung 38 über das Innere des Steuerkolbens 41 mit der Druckleitung 27 verbunden, so daß auf die Ar beitsfläche 32 der volle Druck wirkt. Da die Ar beitsfläche 32 größer ist als die Arbeitsfläche 25, auf die ebenfalls der volle Druck wirkt, führt der Ar beitskolben 22 seinen nach vorne gerichteten Arbeitshub aus, an dessen Ende er auf die Amboßfläche 23 schlägt.
Sobald die Arbeitsfläche 25 die Steuernut 34 passiert
hat, wird die Steuerleitung 37 von der Druckleitung 27
abgetrennt. Wenn die Steuerfläche 29 die Steuernut 35
passiert hat, wird die Steuerleitung 37 über die Nut 35
mit der Leitung 36 verbunden und dadurch drucklos.
Somit wirkt auf die Steuerfläche A3 des Steuerkolbens
41 kein Druck mehr. Der Steuerkolben wird zurückbewegt,
weil die Kraft, die auf die Arbeitsfläche A1 ausgeübt
wird, die Kraft übersteigt, die von demselben Druck auf
die Arbeitsfläche A2 ausgeübt wird. Wenn der Steuer
kolben seine obere Endstellung erreicht hat, wird die
Betriebsleitung 38 von dem Lieferdruck getrennt und
über die Ringnut 43 mit der Rücklaufleitung 12 ver
bunden. Dadurch wird der Rückhub des Arbeitskolbens 22
bewirkt. Sobald beim Rückhub die Nut 35 von dem ver
dickten Abschnitt 28 abgesperrt ist und die Nut 34 von
der Arbeitsfläche 25 freigegeben wird, entsteht in der
Steuerleitung 37 der volle Druck, der auf die Steuer
fläche A3 wirkt und den Steuerkolben in die untere End
stellung treibt. Die Summe der Arbeitsfläche A2 und der Steuerfläche A3
ist größer als die Arbeitsfläche A1.
Es sei angenommen, daß das Hammergehäuse 20 zum Vor
treiben des Bohrstranges nach vorne gedrückt wird. Der
Bohrstrang stützt sich an der Bohrlochsohle ab, so daß
der Adapter 24 in das Hammergehäuse 20 hineingedrückt
wird. Diese axiale Bewegung des Adapters 24 wird durch
die Keilverzahnung 45 des Adapters 24 begrenzt. Diese Keilverzahnung
ist in einem Hohlraum 46 des Hammergehäuses 20 in
Grenzen bewegbar. In die Keilnuten greift ein (nicht
dargestellter) Drehantrieb zum Drehen des Adapters 24,
und über diesen des Bohrgestänges, ein. Beim Vorschub
des Hammergehäuses 20 befindet sich der Adapter 24 in
seiner rückwärtigen Endstellung, in der der Arbeits
kolben 22 Schläge auf die Amboßfläche 23 ausübt. Bei
jedem Schlag kann sich der Adapter 24 innerhalb des von
dem Hohlraum 46 gebildeten Freiraumes axial bewegen.
Wird dagegen das Hammergehäuse 20 zurückgezogen, so
nimmt die Keilverzahnung 45 innerhalb des Hohlraums 46
ihre vordere Endstellung ein. Diese vordere Endstellung
wird durch einen Abstandhalter 47 begrenzt, der als
Rohrhülse ausgebildet ist und den Adapter 24 umgibt.
Der Abstandhalter 47 ist an der vorderen Stirnfläche
des Hammergehäuses 20 abgestützt und sein rückwärtiges
Ende 48 dient als Stützschulter zur Begrenzung der Vor
wärtsbewegung des Adapters 24.
Der Abstandhalter 47 ist von dem Rückschlagkolben 50
umgeben, der längs der Hülse gleitet. Der Rückschlag
kolben 50 weist einen Abschnitt 51 von vergrößertem
Außendurchmesser auf. Der Abschnitt 51 ist durch eine
Arbeitsfläche 52 begrenzt, der eine Steuerfläche 53
gegenüberliegt. Der Rückschlagkolben 50 ist in einem
Rückschlagzylinder 54 des Hammergehäuses 20 verschieb
bar. Der von der Arbeitsfläche 52 begrenzte vordere
Zylinderraum ist über eine Leitung 55 mit der Druck
leitung 10 verbunden und somit ständig dem vollen Druck
ausgesetzt. Der rückwärtige Zylinderraum, der durch die
Steuerfläche 53 begrenzt wird, ist über eine
Steuerleitung 56 mit dem Zylinderraum 33 des Ar
beitszylinders oder der Betriebsleitung 38 verbunden.
Die Steuerfläche 53 hat einen größeren Querschnitt als
die Arbeitsfläche 52. Während des Rückhubes des Ar
beitszylinders 22 ist der rückwärtige Zylinderraum 33
des Arbeitszylinders drucklos, so daß auch die rück
wärtige Steuerfläche 53 des Rückschlagkolbens 50 druck
los wird und der Rückschlagkolben gegen den Flansch am
rückwärtigen Ende 48 des hülsenförmigen Abstandhalters 47 schlägt.
Auf die beschriebene Weise wird der Rückschlagkolben 50
zusammen mit dem Arbeitskolben 22 von der Steuerein
richtung gesteuert. Die Steuerung beider Kolben
erfolgt um 180° phasenverschoben. Dies bedeutet, daß
der Rückschlagkolben 50 seinen Schlag ausführt, während
der Arbeitskolben 22 seinen Rückhub ausführt. Dadurch
wird vermieden, daß die Schläge des Rückschlagkolbens
die Schlagenergie des Arbeitskolbens vermindern. Ferner
ist zu berücksichtigen daß bei einem Vortrieb des am
Adapter 24 befestigten Bohrstranges eine Vorschubkraft
auf das Hammergehäuse 20 wirkt, so daß die rückwärtige
Anschlagfläche 57 der Keilverzahnung 45 an einer nach
vorne gerichteten Begrenzungsfläche 58 des Hohlraums 46
anliegt, so daß der Abstandhalter 47, auf dessen Ende
48 der Rückschlagkolben 50 schlägt, einen axialen Be
wegungsspielraum hat. Dadurch wird vermieden, daß beim
Vortrieb die Schläge des Rückschlagkolbens 50 auf den
Adapter 24 und den Bohrstrang wirken.
Beim Zurückziehen des Hammergehäuses 20 liegt dagegen
die vordere Gegenschlagfläche 59 der Keilverzahnung 45 an der
rückwärtigen Endfläche 60 des Abstandhalters 47 an. Die
Schläge des Rückschlagkolbens 50 werden über das
rückwärtige Ende 48 des Adapters auf die Gegenschlag
fläche 59 des Adapters 24 übertragen. Auch beim Zurück
ziehen des Hammergehäuses 20 ist der Arbeitskolben 22
in Betrieb. Die Schläge des Arbeitskolbens gelangen
dann aber nicht oder nur mit geringer Energie auf die
Amboßfläche 23 des Adapters 24, weil der Adapter sich
im Hammergehäuse in vorgeschobener Position befindet.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß der Arbeitskol
ben 22 und der Rückschlagkolben 50 stets beide gleich
zeitig in Betrieb sind, daß aber beim Vorschub nur die
Schläge des Arbeitskolbens 22 auf den Adapter 24 über
tragen werden und daß beim Zurückziehen des Hammer
gehäuses nur die Schläge des Rückschlagkolbens 50 auf
den Adapter 24 übertragen werden.
Das Ausführungsbeispiel von Fig. 2 gleicht weitgehend
demjenigen der Fig. 1, wobei der Arbeitskolben und die
Steuereinrichtung für den Arbeitskolben in Fig. 2 nicht
dargestellt sind. Unterschiedlich ist, daß der Rück
schlagkolben 50a in Fig. 2 eine eigene Steuerein
richtung 70 aufweist, die unabhängig ist von der
Steuereinrichtung des Arbeitskolbens.
Der Rückschlagkolben 50a ist mit einer nach vorne ge
richteten Steuerkante 71 versehen, auf die der Druck
einer Betriebsleitung 72 wirkt. Ferner ist der Rück
schlagkolben mit einer nach hinten gerichteten Ar
beitskante 73 versehen, die dem Druck einer Leitung 74
ausgesetzt ist, welche mit einer Druckleitung 10a ver
bunden ist. Der Rückschlagkolben 50a weist ferner eine
langgestreckte Umfangsnut 75 auf, die sich in jeder
Stellung des Rückschlagkolbens im Bereich einer Leitung
76 befindet, welche mit der Rücklaufleitung 12 ver
bunden ist. Ferner führt vom Rückschlagzylinder 54a
eine Steuerleitung 77 zu der Steuereinrichtung 70. Von
der Leitung 77 führt eine Zweigleitung 78 in der Nähe
der Leitung 74 in den Rückschlagzylinder 54a.
Die Steuerfläche 71 hat einen größeren Querschnitt als
die ständig dem Hochdruck ausgesetzte Arbeitsfläche 73.
Wenn die Leitung 72 drucklos wird, bewegt sich der
Rückschlagkolben 50a nach vorne. Dabei wird die Leitung
77 von der Nut 75 und von der Rücklaufleitung 76 ab
getrennt, während die Zweigleitung 78 mit Druck beauf
schlagt wird. Der Druck in der Steuerleitung 77 steuert
den Steuerkolben 80 in diejenige Position, in der die
Betriebsleitung 72 mit Druck beaufschlagt wird. Dadurch
wird der Rückschlagkolben beschleunigt, um auf das Ende
48 des Abstandhalters 47 zu schlagen und dieser Schlag
wird auf die Gegenschlagfläche 59 des Adapters 24 über
tragen. Gelangt der Rückschlagkolben 50a in seine rück
wärtige Endstellung, dann verbindet die Nut 75 die
Leitung 77 mit der drucklosen Leitung 76 und die Zweig
leitung 78 wird abgesperrt. Dadurch wird die Steuer
leitung 77 drucklos und der Steuerkolben 80 wird in
diejenige Position verschoben, in der er die Betriebs
leitung 72 mit der Rücklaufleitung 12 verbindet.
Der Rückschlagkolben 50a hat nicht nur eine eigene
Steuereinrichtung 70, sondern auch einen mit der Druck
leitung 11a verbundenen eigenen Druckgasspeicher 81.
Gemäß Fig. 2 ist eine Umschaltvorrichtung 85 in Form
eines Schaltventils vorgesehen, das eine von einer
Druckquelle kommende Druckleitung 14 entweder mit der
in den Arbeitszylinder 21 führenden Druckleitung 10
oder mit der in den Rückschlagzylinder 54a führenden
Druckleitung 10a verbindet. In der gezeichneten Stel
lung der Umschaltvorrichtung 85 ist die Druckleitung 10
mit der Leitung 14 verbunden. Folglich wird nur der
Arbeitskolben 22 betätigt, während der Rückschlagkolben
50a abgeschaltet ist. Wird die Umschaltvorrichtung 85
in die andere Position umgeschaltet, ist der Ar
beitskolben 22 inaktiv und der Rückschlagkolben 50a
wird betätigt. Die Umschaltvorrichtung 85 wird zweck
mäßigerweise in Abhängigkeit von der Bewegung der Vor
schubvorrichtung betätigt, die das Hammergehäuse 20
entweder vorschiebt oder zurückzieht. Ist die Vorschub
vorrichtung auf Vorschub geschaltet, dann wird automa
tisch die Umschaltvorrichtung 85 in die in Fig. 2 dar
gestellte Position geschaltet, und ist die Vorschubvor
richtung auf Zurückziehen geschaltet, dann wird die
Umschaltvorrichtung 85 so umgeschaltet, daß sie die
Druckleitung 10a mit der Leitung 14 verbindet.
Claims (6)
1. Fluidbetätigter Schlaghammer zum Vortreiben von
Gegenständen im Erdboden, mit
einem Hammergehäuse (20), das einen Ar beitszylinder (21) enthält, in dem ein Ar beitskolben (22) bewegbar ist,
einer Steuereinrichtung zum Einleiten von Druckfluid in den Arbeitszylinder (21) der art, daß der Arbeitskolben (22) abwechselnd vorwärtsgerichtete Arbeitshübe und Rückhübe ausführt,
wobei der Arbeitskolben (22) beim Arbeitshub gegen eine Amboßfläche (23) eines mit dem vor zutreibenden Gegenstand verbindbaren Adapters (24) schlägt,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Rückschlagkolben (50; 50a) vorgesehen ist, der Schläge auf eine der Amboßfläche (23) ent gegengerichtete Gegenschlagfläche (59) des Adapters (24) ausübt.
einem Hammergehäuse (20), das einen Ar beitszylinder (21) enthält, in dem ein Ar beitskolben (22) bewegbar ist,
einer Steuereinrichtung zum Einleiten von Druckfluid in den Arbeitszylinder (21) der art, daß der Arbeitskolben (22) abwechselnd vorwärtsgerichtete Arbeitshübe und Rückhübe ausführt,
wobei der Arbeitskolben (22) beim Arbeitshub gegen eine Amboßfläche (23) eines mit dem vor zutreibenden Gegenstand verbindbaren Adapters (24) schlägt,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Rückschlagkolben (50; 50a) vorgesehen ist, der Schläge auf eine der Amboßfläche (23) ent gegengerichtete Gegenschlagfläche (59) des Adapters (24) ausübt.
2. Schlaghammer nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Adapter (24) mit Längsspiel in
dem Hammergehäuse (20) geführt ist, daß ein Ab
standhalter (47) vorgesehen ist, der den Schlagweg
des Adapters (24) begrenzt und daß der Rückschlag
kolben (50; 50a) als Ringkolben ausgebildet ist,
der den Adapter (24) und den Abstandhalter (47)
umgibt.
3. Schlaghammer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Rückschlagkolben (50) zusam
men mit dem Arbeitskolben (22) von derselben
Steuereinrichtung gesteuert ist.
4. Schlaghammer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Rückschlagkolben (50a) von
einer eigenen Steuereinrichtung (70) unabhängig
von der Steuerung des Arbeitskolbens (22) ge
steuert ist.
5. Schlaghammer nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine Umschaltvorrichtung (85) vor
gesehen ist, die entweder die Steuereinrichtung
des Arbeitskolbens (22) oder die Steuer
einrichtung (70) des Rückschlagkolbens (50a)
aktiviert.
6. Schlaghammer nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenschlagfläche
(59) die Endfläche einer Keilverzahnung (45) ist,
an der ein Drehantrieb zum Drehen des Adapters
(24) angreift.
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| FR (1) | FR2713975A1 (de) |
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