DE4343190A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Wickeln einer Fadenreserve - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Wickeln einer FadenreserveInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Wickeln einer
Fadenreserve auf einem Hülsenende einer Leerhülse einer
Kreuzspule in dem Spulenrahmen an einer Spuleinrichtung einer
Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine, an der eine
wanderfähige Servicevorrichtung die vollen Kreuzspulen gegen
Leerhülsen wechselt sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens.
Zur Weiterverarbeitung von Kreuzspulen, beispielsweise in einem
Gatter, ist es wichtig, daß das Fadenende der Kreuzspule
erreichbar bleibt, um beispielsweise mit dem Fadenanfang einer
nachfolgenden Kreuzspule verbunden zu werden. Aus diesem Grund
wird auf der Hülse, neben dem Garnkörper, eine Fadenreserve
angelegt. Diese Fadenreserve wird auf die noch leere Hülse, vor
dem Wickeln des Garnkörpers, gebildet.
In der Regel werden die Garnreserven an einer
Servicevorrichtung gewickelt, welche die vollen Kreuzspulen aus
dem Spulenrahmen an der Spulstelle der Kreuzspulen
herstellenden Textilmaschine entfernt und sie durch eine
Leerhülse ersetzt. Entweder wird dann im Spulenrahmen der
Spulstelle die Fadenreserve gewickelt, wie es beispielsweise
aus der europäischen Patentanmeldung 0 069 205 bekannt ist,
oder die Fadenreserve wird in der Servicevorrichtung, vor dem
Einsetzen der Hülse in den Spulenrahmen, gewickelt. Das ist
beispielsweise aus der DE 37 33 353 A1 bekannt.
Wird die Fadenreserve auf der Hülse im Spulenrahmen gebildet,
wird in der Regel der Faden beim Einspannen der Hülse in den
Spulenrahmen an der Spulstelle zwischen der Hülsenstirnseite
und der Hülsenaufnahme am Spulenrahmen eingeklemmt. Danach wird
die Fadenreserve gebildet. Wird die Kreuzspule gewickelt,
entsteht eine Relativbewegung zwischen der Hülse und der
Hülsenaufnahme. Dabei kann der eingeklemmte Faden
durchgescheuert werden. Die Fadenreservewicklung kann bei dem
Herausnehmen der Kreuzspule und beim Weitertransport
verlorengehen oder der Fadenanfang kann unter die
Spulenwicklung geraten und mit in die Fadenlagen eingewickelt
werden. Die Fadenreserve der Spule wird dadurch unbrauchbar.
Auch die Saugdüse der Spulstelle kann bei einer
Fadenverbindungsschaltung den Fadenanfang ansaugen und die
Reserve abziehen.
Wird die Fadenreserve in der die Kreuzspulen wechselnden
Servicevorrichtung im Kreuzspulenwechsler gebildet, ist ein
hoher technischer Aufwand erforderlich, weil zum Wickeln der
Fadenreserve im Kreuzspulenwechsler dafür eigens eine
Wickelvorrichtung und eine Fadenverlegevorrichtung vorgesehen
sein muß.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
sichere Fadenreserve auf der Hülse zu bilden und die Bildung
der Fadenreserve zu vereinfachen.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt entsprechend dem
erfindungsgemäßen Verfahren nach Anspruch 1 und mit Hilfe der
erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Anspruch 2.
Der Fadenanfang, der von einer Fadenlieferstelle geliefert wird
und als Fadenreserve auf das Hülsenende aufgewickelt werden
soll, wird vor Beginn des Wickelns an einem der Spulstelle von
der Servicevorrichtung zustellbaren Fadenhalteelement
festgelegt. Dadurch wird der Fadenanfang stets an einer
definierten Stelle festgelegt. Während des Wickelns der
Fadenreserve wird das Fadenhalteelement zwischen dem Ende der
Hülse, auf dem die Fadenreserve gewickelt wird, und dem
Spulenrahmen angeordnet. Das Fadenhalteelement dreht sich beim
Wickeln der Fadenreserve erfindungsgemäß mit.
Nach dem Wickeln der Fadenreserve wird der Hülse eine
Schneideinrichtung zum Schneiden des Fadenendes zugestellt, das
sich von der Fadenreserve zum Fadenhalteelement erstreckt. Die
Schneideinrichtung wird der Hülse so nah der Hülsenoberfläche
zugestellt, daß möglichst kein Fadenende über die
Reservewicklung hinausreicht, das zu Störungen beim Wickeln des
Garnkörpers und bei der Handhabung der Kreuzspule führt.
In einer Weiterbildung der Erfindung dient das
Fadenhalteelement zur Übertragung der Drehbewegung zum Wickeln
der Fadenreserve auf die Hülse. Das Fadenhalteelement kann zur
Übertragung der Drehbewegung entweder durch die Wickelwalze
oder durch einen eigenen Antrieb angetrieben werden. Dadurch,
daß das Fadenhalteelement mit der Hülse mit rotiert, besteht
keine Gefahr, daß das an dem Fadenhalteelement eingeklemmte
Fadenende unkontrollierte Bewegungen ausführt und eventuell
unter die Reservewicklung gewickelt wird oder sich am
Spulenhalter verfängt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist ein Sensor
vorgesehen zur Überwachung der Drehbewegung des
Fadenhalteelements. Dadurch ist es vorteilhaft möglich, das
Fadenhalteelement stets in einer Stellung zu stoppen, die
sowohl ein Einklemmen des Fadenanfangs als auch ein Abschneiden
des Fadenendes zwischen der Fadenreserve und dem
Fadenhalteelement an einer Stelle der Hülse erlaubt, wo das
Fadenende unter der Reservewicklung hervortritt. Dadurch
entsteht kein Fadenende von einer störend überstehenden Länge.
Es ist mit einem so angeordneten Sensor weiterhin möglich, die
Anzahl der auf die Hülse zu wickelnden Fadenwindungen zu
überwachen.
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung verbleibt das
Fadenhalteelement nach dem Wickeln der Fadenreserve in der
Hülse. Auch hier ist es möglich, den Faden, der sich von der
Fadenreserve bis zum Fadenhalteelement erstreckt, mittels einer
Schneidvorrichtung zu schneiden. Eine solche Schneidvorrichtung
ist beispielsweise aus der DE 42 11 749 A1 bekannt. Ein
Fadenhalteelement kann, wenn es in der Hülse verbleibt, als
Datenträger eingesetzt werden. Das Fadenhalteelement kann
beispielsweise einen beschreibbaren und lesbaren Speicher
aufweisen, in dem an der Spulstelle für die Weiterverarbeitung
relevante Daten eingeschrieben werden, welche dann an der
weiteren Verarbeitungsstation zur Steuerung des weiteren
Arbeitsablaufs gelesen werden können. Entweder verbleiben diese
Fadenhalteelemente ständig in den Hülsen oder sie werden an der
weiterverarbeitenden Arbeitsstelle entfernt, wobei die
eingelesenen Daten gelöscht werden, und erst wieder an der
Spulstelle durch die Servicevorrichtung, den
Kreuzspulenwechsler, in die leeren Hülsen eingesetzt.
Um das Antreiben der Leerhülse auf der Wickelwalze zu
erleichtern, kann das in der Hülse verbleibende
Fadenhalteelement einen Bund aufweisen, der mindestens um die
Dicke der Fadenreserve über den Durchmesser der Leerhülse
hinausragt und einen Reibbelag aufweist.
Anhand von Ausführungsbeispielen wird die Erfindung näher
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem
antreibbaren Fadenhalteelement, das einen Fadenanfang
gefangen hat, während des Einspannens in den
Spulenrahmen,
Fig. 2 ein antreibbares Fadenhalteelement in der Ansicht,
Fig. 3 die Vorrichtung nach Fig. 1 nach dem Wickeln der
Fadenreserve,
Fig. 4 die Entnahme des Fadenhalteelements aus der Spulstelle,
Fig. 5 ein Fadenhalteelement mit integrierter Saugdüse zum
Ansaugen des Fadenanfangs,
Fig. 6 ein Fadenhalteelement mit einer in der Hülsenbohrung
befindlichen Fadenklemme,
Fig. 7 ein in der Hülsenbohrung verbleibendes
Fadenhalteelement und
Fig. 7a eine Einzelheit des Fadenhalteelements.
In Fig. 1 ist an einer Spuleinrichtung 1 die erfindungsgemäße
Vorrichtung zum Wickeln einer Fadenreserve auf einem
Hülsenende einer Leerhülse einer Kreuzspule dargestellt. Es
sind nur die zum Verständnis der Erfindung beitragenden
Merkmale dargestellt und beschrieben.
Eine Leerhülse 2, im Schnitt dargestellt, wird von einem hier
nicht dargestellten Greifer einer hier nicht dargestellten
wanderfähigen Servicevorrichtung in den geöffneten Spulenrahmen
3 eingesetzt. Von dem Spulenrahmen 3 ist nur einer der
Haltebügel mit dem drehbaren Hülsenteller 4 dargestellt. Die
erfindungsgemäße Vorrichtung 5 zum Wickeln der Fadenreserve
hängt an einem Arm 6, der an der wanderfähigen
Servicevorrichtung, dem hier nicht dargestellten
Kreuzspulenwechsler, befestigt ist. Er kann die Vorrichtung 5
senkrecht von oben oder durch seitliches Einschwenken zwischen
die Hülse 2 und den Hülsenteller 4 positionieren, wobei ein
hier nicht dargestellter Antrieb des Arms in der
Servicevorrichtung eingesetzt wird.
An dem Arm 6 hängt drehbar ein tellerartiges Fadenhalteelement
7. Das Fadenhalteelement besitzt auf seinem Umfang auf beiden
Seiten einen ringförmigen Steg 8. Vier Laufrollenpaare 9, die
in dem Arm 6 angeordnet sind, tragen das Fadenhalteelement,
wobei durch jeweils zwei sich gegenüberliegende Rollenpaare die
jeweiligen Stege gehalten werden. Die Lagerung des
Fadenhalteelements 7 ist besonders deutlich aus der Fig. 2
ersichtlich.
In Fig. 1 trägt das Fadenhalteelement 7 auf seinem Umfang einen
Reibbelag 10. Wird der Spulenrahmen 3 mit der eingespannten
Hülse 2 und dem dazwischen eingeklemmten Fadenhalteelement 7
auf die Wickelwalze 11 abgesenkt, wird das Fadenhalteelement 7
durch die sich drehende Wickelwalze 11 über den Reibbelag 10
angetrieben.
Statt über die Wickelwalze kann das Fadenhalteelement 7 aber
auch über die Laufrollenpaare 9 angetrieben werden. Dazu kann
ein eigener Antrieb vorgesehen sein, wie aus Fig. 2
ersichtlich. Dieser Antrieb, bestehend aus einem Motor 12 und
einem von diesem Motor angetriebenen Reibrad 13. Dieses Reibrad
13 wird, wie aus Fig. 2 ersichtlich, gegen die am Außenumfang
des Fadenhalteelements an den Stegen 8 eingreifenden
Laufrollenpaaren 9 angedrückt und treibt diese an. Ist ein
eigener Antrieb des Fadenhalteelements 7 vorgesehen, braucht
das Fadenhalteelement auf seinen Umfang keinen Reibbelag 10 zu
tragen.
Um den Mittelpunkt M des Fadenhalteelements 7 angeordnet ist
der Zentrierkegel 14. Er besitzt eine solche konische
Ausformung, daß er auf seiner Innenfläche auf dem Hülsenteller
4 aufsitzt und mit seiner Außenfläche in das Innere der Hülse
2, in die Hülsenbohrung 15, eingreift.
Die Übergabe des Fadenanfangs an das Fadenhalteelement 7
geschieht wie folgt: Mittels eines Saugrohrs 16 ist der
Fadenanfang 17 von einer hier nicht dargestellten
Garnlieferstelle, wie durch den Pfeil 19 angedeutet, über die
betätigbare Fadenklemme 20 gezogen worden. Mittels eines
Betätigungshebels 21, der von einem hier nicht dargestellten
Betätigungsmechanismus in der Serviceeinrichtung in
Pfeilrichtung 22 bewegt wird, wird ein Kipphebel 23 betätigt,
der das unter der Spannung einer Feder 24 stehende Klemmelement
25 von dem Teller des Fadenhalteelements 7 abhebt und damit
öffnet. Während des Einlegens des Fadenanfangs 17 verhindert
der das Klemmelement 25 abhebende Kipphebel 23 das
unbeabsichtigte Drehen des Fadenhalteelements 7.
Damit der Faden stets von der Fadenklemme 20 ergriffen werden
kann, muß sich diese Fadenklemme 20 bei jedem Einlegen des
Fadens an derselben Stelle befinden. Diese Stellung wird durch
einen Sensor 28 in dem Arm 6 überwacht (Fig. 2). Erst wenn das
Klemmelement 25 dem Sensor 28 gegenübersteht, wird das Saugrohr
16 zum Einlegen des Fadens freigegeben. Das Saugrohr 16 verlegt
den Fadenanfang 17 so über das Fadenhalteelement 7, daß der
Faden hinter das Klemmelement 25 der geöffneten Fadenklemme 20
zu liegen kommt. Dann wird der Betätigungshebel 21 von der hier
nicht dargestellten Serviceeinrichtung zurückgezogen und unter
dem Druck der gespannten Feder 24 weicht der freigegebene
Klemmelement 25 in die Ausgangsstellung zurück. Dabei wird auch
das Klemmelement 25 gegen das Fadenhalteelement 7 gezogen und
klemmt den Faden ein. Jetzt wird die Schneideinrichtung 27
betätigt, welche entweder an dem Saugrohr 16 befestigt sein
kann oder eine eigene Zustelleinrichtung aufweist. Das von der
Fadenklemme 20 in das Saugrohr 16 hineinreichende Fadenstück,
was durch die Schneideinrichtung 27 abgetrennt wird, wird durch
den Saugluftstrom in dem Saugrohr 16 abgesaugt. Die
Schneideinrichtung 27 kann dieselbe Schneideinrichtung sein,
die nach dem Wickeln der Fadenreserve den von den der
Fadenreserve zur Fadenklemme 20 reichenden Faden
durchschneidet. Gleichzeitig wird der Faden, der von der hier
nicht dargestellten Fadenlieferstelle zur Fadenklemme 20
verläuft, von einem Fadenführer 26 erfaßt, damit er nach dem
Schließen des Spulenrahmens 3 und dem Einlegen der Hülse zu
einer Fadenreserve gewickelt werden kann.
Der Faden wird so verlegt, daß er nicht über den Zentrierkegel
14 verläuft und somit nicht von der Stirnseite 18 der Hülse 2
eingeklemmt werden kann. Um einen solchen Fadenverlauf
sicherzustellen, kann der Fadenführer 26 auch mit einer
Fadenklemme versehen sein, welche den Faden gespannt hält.
Zum Wickeln der Fadenreserve muß der Spulenrahmen 3 geschlossen
werden. Er wird in Pfeilrichtung 29 bewegt, so daß sich der
Hülsenteller 4 an die Innenwand des konischen Zentrierkegels 14
des Fadenhalteelements 7 an legt. Unter dem Druck des sich
schließenden Spulenrahmens 3 wird das Fadenhalteelement 7 mit
seinem konischen Zentrierkegel 14 in die Hülsenbohrung 15 der
Hülse 2 hineingeschoben, so daß die Hülse auf dem Zentrierkegel
14 zentriert und gehalten wird.
Wenn die Hülse 2 eingespannt ist und mit ihr das
Fadenhalteelement 7, wird der Arm 6 freigegeben und der
Spulenrahmen 3 in Pfeilrichtung 30 auf die angetriebene
Wickelwalze 11 abgesenkt. Dabei kommt der Reibbelag 10 des
Fadenhalteelements 7 mit dem Umfang der Wickelwalze 11 in
Berührung und dreht sich mit dieser. Dabei wird durch
Verschieben des Fadenführers 26 die Fadenreserve in bekannter
Weise auf der Hülse abgelegt.
Besitzt das Fadenhalteelement 7 einen eigenen Antriebsmotor 12,
so wird der Spulenrahmen 3 nicht abgesenkt. Durch Drehen des
Fadenhalteelements 7 mittels der über das Reibrad 13
angetriebenen Laufrollenpaare 9 wird die Fadenreserve gebildet.
Mit Hilfe des Sensors 28 kann während des Wickelns der
Fadenreserve die Anzahl der Umdrehungen des Klemmelements 25
überwacht werden. Durch Vorgabe einer Anzahl der Umdrehungen
kann die Anzahl der Reservewindungen auf der Hülse vorbestimmt
werden. Ist die Anzahl der Umdrehungen des Klemmelements 25
erreicht, ist auch die Anzahl der Reservewindungen erreicht.
Fig. 3 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung 5 zum Wickeln der
Fadenreserve nach Abschluß des Wickelns einer Fadenreserve 31.
Während sich die Wickelwalze 11 in Wickelrichtung drehte, wurde
über den Reibbelag 10 das auf der Wickelwalze 11 aufstehende
Fadenhalteelement 7 angetrieben. Durch Verschieben des
Fadenführers 26 in Pfeilrichtung 32 auf das Fadenhalteelement 7
zu, wurde die Fadenreserve 31 in nebeneinanderliegenden
Fadenwindungen auf der Leerhülse 2 abgelegt.
Fig. 4 zeigt die Situation, in der die Fadenreserve 31
fertiggewickelt ist. Der Spulenrahmen 3 ist geöffnet, wie durch
den Pfeil 33 angegeben. Damit wird das Fadenhalteelement 7
ebenfalls freigegeben. Damit die Hülse 2 nicht aus dem
Spulenrahmen 3 fällt, wird sie durch einen hier nicht
dargestellten Greifer gehalten. Es kann derselbe Greifer sein,
der die Leerhülse in den Spulenrahmen eingelegt hat. Der
Zentrierkegel 14 ist vom Hülsenteller 4 abgehoben worden und
aus der Hülsenbohrung 15 zurückgezogen worden. Über den Arm 6
wird das Fadenhalteelement 7 so weit angehoben, bis daß der
Faden 17 sich zwischen der Fadenreserve 31 und der Fadenklemme
20 gespannt erstreckt. Dadurch wird der Faden zugänglich für
eine Schneideinrichtung 35, welche die gleiche
Schneideinrichtung sein kann, die den Faden nach dem
Festklemmen an der Fadenklemme 20 abschneidet.
Wenn durch die Schneideinrichtung 35 der Faden 17, der sich von
der Fadenreserve 31 zur Fadenklemme 20 erstreckt, direkt an der
Hülsenoberfläche abgeschnitten wird, wird das an die
Schnittstelle herangeführte Saugrohr 37 eingeschaltet. Das
Saugrohr 37 kann identisch sein mit dem Saugrohr 16, was bei
der Verlegung des Fadens an die Fadenklemme 20 zuvor genutzt
worden ist. Auch hier können wieder die Schneideinrichtung 35
und das Saugrohr 37 eine Baueinheit bilden. Wenn das Saugrohr
37 eingeschaltet ist, wird der Betätigungshebel 21 in
Pfeilrichtung 36 nach unten bewegt. Der durch den
Betätigungshebel 21 betätigte Kipphebel 23 drückt gegen das
Klemmelement 25 und öffnet es. Dadurch wird das abgeschnittene
Fadenende freigegeben und in Pfeilrichtung 38 durch Saugrohr 37
abgesaugt.
Nach Zurückziehen der Schneideinrichtung 35 und des Saugrohrs
37 wird von der Servicevorrichtung über den Arm 6 das
Fadenhalteelement 7 in die Servicevorrichtung zurückgezogen.
Danach wird der Spulenrahmen 3 geschlossen und die Leerhülse 2
mit der Fadenreserve 31 direkt mittels des Hülsentellers 4
eingespannt. Der hier nicht dargestellte Greifer gibt die Hülse
2 frei und der Spulenrahmen 3 wird abgesenkt zur Einleitung des
Wickelns des Garnkörpers.
In Fig. 5 ist eine Vorrichtung 51 zum Wickeln der Fadenreserve
mit einer anderen Ausgestaltung des Fadenhalteelements 71
dargestellt. Gleichartige Konstruktionsmerkmale sind mit
denselben Bezugsziffern bezeichnet. Statt einer Fadenklemme
weist das Fadenhalteelement 71 eine Öffnung 40 auf, die sich
vor einem ringförmig den Mittelpunkt M umgebenden Saugkanal 41
bewegen kann. Der Saugkanal 41 mündet in den als Saugkanal
ausgebildeten Arm 61, der die Vorrichtung zum Wickeln der
Fadenreserve 51 trägt und an der hier nicht dargestellten
Serviceeinrichtung schwenkbar und verschiebbar angeordnet ist.
Wenn die Vorrichtung 51 mittels des Arms 61 der Spuleinrichtung
1 zugestellt wird, wird im kanalartig ausgebildeten Arm 61 und
damit auch in dem Saugkanal 41 ein Unterdruck angelegt, wie
durch die Pfeile 42 symbolisiert. Mittels dieses Unterdrucks
wird der Fadenanfang 17 in den Saugkanal 41 eingesaugt. Das
Fadenhalteelement 71 wird dann so lange gedreht, bis daß die
Öffnung 40 der Öffnung des Kanals 61 gegenübersteht. Die
Positionierung kann mit einem hier nicht dargestellten Sensor
überwacht werden. Die Anwesenheit des Fadens wird mittels eines
weiteren Sensors 43 im Kanal des Arms 61 festgestellt. Der
Faden 17 kann so über den Hülsenteller 4 gelegt werden, daß er
mittels der Stirnseite 18 der Hülse 2 zwischen der Stirnseite
18 und dem Zentrierkegel 14 des Fadenhalteelements 71
eingeklemmt wird.
Denkbar wäre aber auch, daß innerhalb des Arms 61 ein hier
nicht dargestelltes Klemmelement den Faden klemmt und somit
festhält. Dann wäre es nicht erforderlich, den Faden mittels
der Stirnseite 18 der Hülse festzuklemmen. Der Faden würde, wie
beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1, neben der Hülse verlaufen
und den in Fig. 5 dargestellten Verlauf 17′ einnehmen. Das
Wickeln der Fadenreserve erfolgt, wie bei der Beschreibung des
vorhergehenden Ausführungsbeispiels erläutert.
In Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine
Vorrichtung 52 zum Wickeln einer Fadenreserve mit einem
Fadenhalteelement 72 dargestellt. Dort ist im Bereich des
Mittelpunkts M des scheibenförmigen Halteelements 72, bei
aufgesetzter Hülse 2 in deren Innern 15 liegend, eine
Fadenklemme 45 angeordnet, die mittels einer Feder 46 an das
Halteelement 72 gedrückt wird. Wenn die Fadenklemme 45 im
mittleren Bereich des Fadenhalteelements 72 angeordnet ist,
kann bei konzentrischer Anordnung und symmetrischer Gestaltung
der Klemme auf den Nullstellungssensor und die Positionierung
des Fadenhalteelements 72 zum Einlegen des Fadens in die Klemme
verzichtet werden. Durch die innenliegende Klemme läßt sich das
Fadenhalteelement 7 im Durchmesser kleiner bauen.
Die Positionierung des Fadenhalteelements 72 nach dem Wickeln
der Fadenreserve kann über die elektronische Impulszählung
eines an dem Hülsenteller 4 angebrachten Impulsgebers erfolgen,
der hier nicht dargestellt aber Stand der Technik ist. Die
Drehimpulse der Hülse werden an die Steuerung der
Servicevorrichtung übertragen, welche die Vorrichtung 52 zum
Wickeln der Fadenreserve trägt. Der Drehwinkel der Hülse wird
errechnet und nach gewünschter Anzahl der Umdrehungen wird der
Motor gestoppt. Die Positionierung des Fadenhalteelements sowie
die Vorgabe der Anzahl der Umdrehungen des Fadenhalteelements
kann auch vom Wechsler dem Spulstellenrechner vorgegeben
werden, so daß die Anzahl der Umdrehungen des
Fadenhalteelements durch die Signale des Impulsgebers am
Hülsenteller gesteuert werden.
In Fig. 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine
Vorrichtung 53 zum Wickeln einer Fadenreserve mit einem
Fadenhalteelement 73 dargestellt. Es besteht aus einem Einsatz,
der in die Bohrung 15 der Hülse 2 eingesetzt wird. Er kann dort
bis zur Weiterverarbeitung der Spule verbleiben. Dieses als
Einsatz ausgebildete Fadenhalteelement 73 kann vor dem Einlegen
der Leerhülse in den Spulenrahmen von einer hier nicht
dargestellten Vorrichtung in die Hülsenbohrung 15 eingeführt
werden.
Das Fadenhalteelement 73 wird mittels eines elastischen Rings
55 in der Hülsenbohrung 15 fixiert. Das Fadenhalteelement 73
besitzt eine kegelförmig geformte Ausnehmung 48, mit der es auf
den kegelstumpfförmigen Hülsenteller 4 aufgesetzt werden kann.
Mit einem Bund 49 stützt sich das Fadenhalteelement 73 gegen
die Stirnseite 18 der Hülse ab und klemmt damit gleichzeitig
den Faden 17. Nach dem Einklemmen des Fadens wird dieser direkt
nahe der Hülsenoberfläche mittels einer Schneideinrichtung 50
abgeschnitten und das überschüssige Fadenende durch eine
Saugeinrichtung 54 abgesaugt. Der Faden kann aber auch vor dem
Einklemmen geschnitten werden und dann in die Hülse befördert
und einseitig an dem Fadenhalteelement geklemmt werden.
Leerhülsen, die von einer Wickelwalze angetrieben werden
sollen, sind ohne Garnlagen für das Antreiben zu glatt. Aus
diesem Grund ragt in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung
der Bund 49, mit dem sich das Fadenhalteelement 73 an die
Stirnseite 18 der Leerhülse 2 anlegt, um mindestens die Dicke
der Fadenreserve 31 über den Durchmesser der Leerhülse 2
hinaus. Um die Mitnahme durch die Wickelwalze 11 zu verbessern
trägt der Bund 49 auf seinem Umfang einen Reibbelag 57.
Die Fadenhalteelemente 73 können entweder in einem an der
fahrbaren Servicevorrichtung angebrachten Magazin mitgeführt
werden oder sie liegen in einem feststehenden, pro
Spuleinrichtung angeordneten Magazin bereit, von dem sie auch
automatisch zugeführt werden können.
Weiterhin ist vorgesehen, in den Fadenhalteelementen 73
elektronische Speicherbausteine 56 einzusetzen. In diese können
die Material- und Qualitätsdaten der Spulen, vorzugsweise von
der Servicevorrichtung, dem Kreuzspulenwechsler eingeschrieben
werden. Diese Daten können an einer weiterverarbeitenden
Maschine oder an einem Gatter gelesen und für die
Weiterverarbeitung des Garns verwertet werden.
Statt einer Lagerung in Laufrollenpaaren kann ein
Fadenhalteelement auch mittels eins Greifers zwischen den
Spulenrahmen und die Hülse eingesetzt werden. Ein solcher
Greifmechanismus, der anstelle der Laufrollenpaare in dem
jeweiligen Arm untergebracht sein kann, ist hier nicht
dargestellt. Wenn das Fadenhalteelement eingesetzt ist, gibt
der Greifer das Fadenhalteelement zum Wickeln der Fadenreserve
frei. Danach wird es wieder ergriffen und nach Öffnen des
Spulenrahmens entnommen.
Claims (8)
1. Verfahren zum Wickeln einer Fadenreserve auf einem
Hülsenende einer Leerhülse einer Kreuzspule in dem
Spulenrahmen an einer Spuleinrichtung einer Kreuzspulen
herstellenden Textilmaschine, an der eine wanderfähige
Servicevorrichtung die vollen Kreuzspulen gegen Leerhülsen
wechselt,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem Einsetzen einer Leerhülse in den Spulenrahmen
von der Serviceeinrichtung ein Fadenhalteelement an der
Spuleinrichtung bereitgehalten wird, daß der von einer
Fadenlieferstelle kommende Faden an dieses
Fadenhalteelement geführt und dort festgelegt wird, daß das
Fadenhalteelement in den Spulenrahmen zwischen Leerhülse
und Spule eingesetzt wird, daß das Fadenhalteelement
gedreht und durch die Drehung des Fadenhalteelements die
Fadenreserve gewickelt wird und daß der sich zwischen
Fadenreserve und Fadenhalteelement erstreckende Faden an
der Hülse getrennt wird und daß der über das
Fadenhalteelement hinausgehende Faden abgetrennt und
beseitigt wird.
2. Vorrichtung zum Wickeln einer Fadenreserve auf einem
Hülsenende einer Leerhülse einer Kreuzspule in dem
Spulenrahmen an einer Kreuzspulen herstellenden
Textilmaschine, an der der eine wanderfähige
Servicevorrichtung zum Wechseln der vollen Kreuzspulen
gegen Leerhülsen vorgesehen ist, zur Durchführung des
Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Servicevorrichtung mindestens ein Fadenhalteelement (7, 71,
72, 73) mit sich führt, das zwischen Leerhülse (2) und
Spulenrahmen (3) auf dem Hülsenteller (4) einsetzbar ist
und daß das Fadenhalteelement (7, 71, 72, 73) Mittel (20,
40, 45, 49) zur Festlegung des Fadens (17) an einem
definierten Ort des Fadenhalteelements aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Fadenhalteelement (7, 71, 72) zur Übertragung der
Drehbewegung auf die Hülse (2) zum Wickeln der Fadenreserve
(31) durch die Wickelwalze (11) antreibbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Fadenhalteelement (7) zur Übertragung der Drehbewegung
auf die Hülse (2) zum Wickeln der Fadenreserve (31) einen
eigenen Antrieb (12, 13) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Arm (6, 61) zur Zustellung des
Fadenhalteelements (7, 71, 72) ein Sensor (28) zur
Überwachung der Stellung des Fadenhalteelements (7, 71, 72)
vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Fadenhalteelement (73) in die Bohrung (15) der
Leerhülse (2) einsetzbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Fadenhalteelement (73) einen mindestens um die Dicke
der Fadenreserve (31) über den Durchmesser der Leerhülse
(2) hinausragenden Bund (49) mit einem Reibbelag (57)
aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Fadenhalteelement (73) ein beschreibbarer,
lesbarer und löschbarer Speicherbaustein (53) zum Speichern
und Lesen produktionsspezifischer Daten der Kreuzspule
eingesetzt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934343190 DE4343190A1 (de) | 1993-12-17 | 1993-12-17 | Verfahren und Vorrichtung zum Wickeln einer Fadenreserve |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934343190 DE4343190A1 (de) | 1993-12-17 | 1993-12-17 | Verfahren und Vorrichtung zum Wickeln einer Fadenreserve |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4343190A1 true DE4343190A1 (de) | 1995-06-22 |
Family
ID=6505346
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934343190 Withdrawn DE4343190A1 (de) | 1993-12-17 | 1993-12-17 | Verfahren und Vorrichtung zum Wickeln einer Fadenreserve |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4343190A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1447367A1 (de) * | 2003-02-15 | 2004-08-18 | Rieter Ingolstadt Spinnereimaschinenbau AG | Verfahren und Vorrichtung zum Warten einer Arbeitsstelle einer Textilmaschine |
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-
1993
- 1993-12-17 DE DE19934343190 patent/DE4343190A1/de not_active Withdrawn
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