DE4342499C2 - Vorrichtung zum Erfassen, Bewegen und/oder Drehen achssymmetrischer Gegenstände - Google Patents
Vorrichtung zum Erfassen, Bewegen und/oder Drehen achssymmetrischer GegenständeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erfassen, Bewegen und/oder
Drehen achssymmetrischer Gegenstände gemäß dem Gattungsbegriff des
Hauptanspruches.
In der DE-PS 41 07 931 ist eine gattungsmäßige Vorrichtung zum Erfassen,
Bewegen und/oder Drehen achssymmetrischer Gegenstände offenbart. Die
Vorrichtung weist mehrere Greiferelemente auf, die entweder ringförmig
gleichsinnig und gleichzeitig konzentrisch zur Mitte oder ebenso nach
außen bewegbar und im Randbereich eines Planetenrades eines drei
Planetenräder und ein Sonnenrad aufweisenden Planetengetriebes mittels
eines Haltebolzens befestigt sind. Die Planetenräder und die zusätzlich
vorgeschlagenen Zwischenräder sowie das Sonnenrad sind in einem
zweiteiligen Rahmen drehbar gehalten. Das Sonnenrad und der Rahmen sind
auf einem Wellenstuck angeordnet, das mit einem Antriebsaggregat
verbunden ist. Der den Greiferelementen zugewandte vordere Teil des
Rahmens weist ein Mittelteil und davon ausgehend drei abgewinkelte Arme
auf, in deren Endbereich das jeweilige Planetenrad sowie im mittleren
Bereich das Zwischenrad drehbar gelagert sind.
Diese bereits bekannte Vorrichtung ist grundsätzlich auch für das
Innenspannen von hohlen Gegenständen geeignet, da die Drehrichtung der
Vorrichtung veränderbar ist. Nachteilig ist, daß durch die Art der
Anordnung der Greiferelemente der kleinste noch zu spannende
Innendurchmesser recht groß ist und nicht weiter verringert werden kann.
Die Innenspannmöglichkeit wird durch folgende Parameter festgelegt -
Größe des Sonnenrades, Große des jeweiligen Planetenrades, Abstand
Mittelpunkt der Vorrichtung zum Drehpunkt des Planetenrades, Abstand
Drehpunkt Planetenrad zur Achse des Greiferelementes und Durchmesser des
Greiferelementes. Alle genannten Parameter sind direkt oder indirekt
voneinander abhängig und begrenzen im starken Maße den kleinsten noch
zu spannenden Innendurchmesser.
Zum allgemeinen Stand der Technik gehört noch die DE-PS 31 51 056, aus
der schwenkbare Spannhebel für ein mit einem Ladearm verbundenes Greifer
futter bekannt sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsmäßige Vorrichtung zum
Erfassen, bewegen und/oder Drehen achssymmetrischer Gegenstände
anzugeben, die ein sicheres Spannen von Gegenständen auch mit einem
Durchmesser kleiner 40 mm ermöglicht.
Diese Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruches
angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind
Bestandteil von Unteransprüchen.
Im Unterschied zur bekannten Vorrichtung wird das Greiferelement nicht
an einem zylindrischen Haltebolzen, sondern an einem gekröpften Hebel
befestigt. Diese Kröpfung hat den Vorteil, daß in der Grund- bzw.
Endstellung die üblicherweise drei Greiferelemente gegenseitig zur
Anlage kommen. Damit wird der kleinste zu spannende Innendurchmesser
durch die Umhüllende der drei Greiferelemente festgelegt. Je kleiner man
den Durchmesser des Greiferelementes wählt, umso weiter kann der
kleinste noch zu spannende Innendurchmesser abgesenkt werden.
Die unterste technisch machbare Grenze ergibt sich aus der Torsions- und
Biegesteifigkeit des Greifer- bzw. Hebelarmelementes. Besonders wirksam
kann man in den Grenzbereich dann gelangen, wenn man das Greifer- und
Halteelement aus einem Stuck herstellt. Diese Einteiligkeit hat aber den
Nachteil, daß man beim Innenspannen von hohlen Gegenständen mit etwa
immer gleichem Innendurchmesser selektiv nur einen bestimmten Bereich
des Mantelbereiches des Greiferelementes beansprucht und dieser
vorzeitig verschlissen wird. Bei einem separat angeordneten
Greiferelement kann man dieses erstens auswechseln und zweitens bei
einer entsprechenden Ausbildung des Querschnittes umstecken, so daß
andere Bereiche des äußeren Mantels beansprucht werden.
Die Kröpfung des Hebels ist so gestaltet, daß der in etwa radial
verlaufende Teil des Hebels im Erstreckungsbereich des vorderen
Rahmenteiles liegt und die beiden axial verlaufenden Teile des Hebels
mit dem Planetenrad bzw. Greiferelement verbunden sind. Die
Positionierung des radial verlaufenden Teiles im Erstreckungsbereich
des vorderen Rahmenteiles ist erforderlich, damit bei der Drehung der
Hebel diese nicht mit dem Stirnbereich des zu spannenden hohlen
Gegenstandes in Kollision geraten. In dieser gleichen Richtung wirkend
wird der vordere Rahmenteil so gestaltet, daß hervorstehende Bereiche
gebildet werden, die sich in etwa radial vom äußeren Randbereich bis zur
Mitte erstrecken und außerhalb der Bereiche liegen, in denen das
Planetenrad bzw. die Zwischenräder angeordnet werden. Dieser
hervorstehende Bereich ist der Anschlagbereich, an den die Stirnfläche
des zu drehenden Gegenstandes zur Anlage kommt. Damit insbesondere bei
Kunststoffteilen und bei Teilen, die mit Schmiermittelresten
verunreinigt sind, ein Durchrutschen vermieden wird, weist der genannte
Bereich eine Riffelung auf. Um auch für Gegenstände aus Metall bzw. aus
mit Blech verstärkten Kunststoffteilen eine entsprechende
Standzeit für die Anschlagfläche zu haben, wird die Riffelfläche in
bekannter Weise oberflächengehärtet, vorzugsweise nitriergehärtet.
Zur Sicherstellung einer exakt gleichlaufenden zentrischen Bewegung
aller Greiferelemente weist der in das Planetenrad sich erstreckende
axiale Endbereich des Hebels einen Querschnitt auf, der zusammen mit
einer entsprechenden Ausnehmung im Planetenrad eine formschlüssige
Verbindung ergibt. Vorzugsweise wird ein quadratischer Querschnitt
gewählt, es kann aber ebenso gut auch ein rechteckiger oder sechseckiger
Querschnitt sein oder der Querschnitt wie eine Keilwelle ausgebildet
sein. Alternativ könnte man ebenso den Hebel auch am Planetenrad
anschweißen. Dies hätte aber den Nachteil, daß der Hebel nicht
ausgewechselt werden kann. Bei der Montage des Planetengetriebes ist
unter Berücksichtigung der zuvor gemachten Ausführungen darauf zu
achten, daß die beispielsweise drei zusammenwirkenden Planetenräder so
justiert werden, daß die durch die Mitte der jeweiligen quadratischen
Ausnehmung sich erstreckenden Radien in der Verlängerung sich in einem
Punkt schneiden.
Vorzugsweise wird der andere das Greiferelement aufnehmende sich axial
erstreckende Endbereich des Hebels ebenfalls mit einem quadratischen
Querschnitt versehen. Dies hat den Zweck, damit das eine zylindrische
Mantelfläche aufweisende Greiferelement bei der Kontaktberührung mit der
Innenfläche des zu drehenden Gegenstandes sich nicht mitdrehen kann.
Auch hier könnte man alternativ, wie oben schon erwähnt, diesen
Hebelbereich einstückig als Greiferelement ausbilden bzw. das
Greiferelement mit dem Hebel durch eine Schweißnaht miteinander
verbinden. Beide Alternativlösungen haben aber den Nachteil, daß das
Greiferelement nicht ausgewechselt werden kann. Die Versuche haben
gezeigt, daß ein stehendes Greiferelement wirksamer die Reibungskräfte
auf die Innenoberfläche des Gegenstandes übertragen kann und die
Rutschgefahr geringer ist. Damit die äußere Mantelfläche des
Greiferelementes bei einer großen Stückzahl von zu spannenden
Gegenständen mit etwa immer dem gleichen Innendurchmesser nicht
vorzeitig verschleißt, bietet beispielsweise der quadratische
Querschnitt die Möglichkeit, das mittels einer Mutter befestigte
Greiferelement umzustecken und einen anderen Bereich der äußeren
Mantelfläche zu benutzen. Alternativ ist es auch möglich, das
Greiferelement mit einer Bohrung zu versehen und diese exzentrisch zur
Mantelfläche anzuordnen. Bei einem Verhältnis des Durchmessers der
Bohrung zur Exzentrizität von gleich größer zwanzig, ist das
Greiferelement in jeder Winkellage selbsthemmend. Damit das
Greiferelement aufsteckbar ist, müßte in diesem Fall der Endbereich des
Hebels zylindrisch ausgebildet werden. Die Herstellung von zylindrischen
Flächen ist immer kostengünstiger als beispielsweise eine quadratische
Querschnittsfläche. Das Umstecken des Greiferelementes entfällt, da beim
Verschleiß sich automatisch ein anderer Mantelbereich an der Innenfläche
anlegt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann für verschiedene Zwecke verwendet
werden, sei es Gegenstände auf einer Ablage zu drehen, um sie in die
passende Bearbeitungsposition zu bringen, sei es abzukühlende
Gegenstände zu wenden oder die den Endbereich des Gegenstandes
verschließende oder umhüllende Teile auf den Gegenstand aufzuschrauben
oder zu lösen. So ist es zum Beispiel übliche Praxis bei Gewinderohren
in die aufgeschraubte Muffe oder in den Innengewindebereich einer
Integralverbindung eine Schutzkappe, üblicherweise aus Kunststoff,
einzudrehen. Diese werden üblicherweise von Hand eingeschraubt, wofür je
nach Taktzeit entsprechendes Personal erforderlich ist, deren
Handgelenke wegen des immer wiederkehrenden Bewegungsablaufes stark
belastet werden. Vergleichbar wie die unter DE-PS 41 07 931 offenbarte
Vorrichtung ist auch die erfindungsgemäße Vorrichtung wahlweise für das
Innen- und Außenspannen achssymmetrischer Gegenstände geeignet. Damit
die Klemmwirkung voll zum Tragen kommt, müssen folgende Bedingungen
eingehalten werden. Bei einer Anordnung ohne Zwischenräder wird die
Klemmwirkung durch das am gekröpften Hebel erzeugte Moment dann
unterstützt, wenn der Gegenstandsdurchmesser größer gleich 2 × Abstand
Drehpunkt Sonnenrad zu Drehpunkt Planetenrad ist. Diese Bedingung gilt
sowohl für das Innen- als auch das Außenspannen. Der den Greiferelemente
zugewandte vordere Teil des Rahmens läßt durch seine Abwinkelung der
Arme nur eine Drehrichtung des Gegenstandes zu. Wird die umgekehrte
Drehrichtung gewünscht, z. B. falls Gegenstände nur gelöst werden
sollen, muß der vordere Rahmenteil spiegelbildlich angeordnet werden.
Bei der schon bekannten Anordnung mit Zwischenrädern wird die
Klemmwirkung dann unterstützt, wenn der Gegenstandsdurchmesser gleich
kleiner 2 × Abstand Drehpunkt Sonnenrad zu Drehpunkt Planetenrad ist.
Auch diese Bedingung gilt sowohl für das Innen- als auch das
Außenspannen. Bei einer gewünschten Änderung der Drehrichtung des
Gegenstandes müßte ebenfalls das vordere Rahmenteil spiegelbildlich
angeordnet werden. Der Vorteil gegenüber der schon bekannten Vorrichtung
ist darin zu sehen, daß Gegenstände mit wesentlich kleineren
Durchmessern sicher gespannt werden können. Durch die besondere
Ausbildung der Anschlagfläche wird die Wahrscheinlichkeit eines
Durchrutschens des zu drehenden Gegenstandes erheblich verringert.
In der Zeichnung wird anhand eines Ausführungsbeispieles die
erfindungsgemäße Vorrichtung erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 in einem etwas vergrößerten Maßstab eine erfindungsgemäße
Greifvorrichtung im Schnitt entlang der Linie A-B in Fig. 2,
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung X in Fig. 1,
Fig. 3 in einem etwas vergrößerten Maßstab eine Vorderansicht (a),
eine Seitenansicht (b) und eine Rückenansicht (c) des
gekröpften Hebels.
In Fig. 1 sind in einem etwas vergrößerten Maßstab eine
erfindungsgemäße Greifvorrichtung zum Erfassen, Bewegen und/oder Drehen
achssymmetrischer Gegenstände im Schnitt entlang der Linie A-B in Fig.
2 dargestellt. Die Greifvorrichtung 1 weist ein aus einem Sonnenrad 2
und drei Planetenrädern 3-5, sowie drei Zwischenrädern 6-8
bestehendes Planetengetriebe auf, das zwischen zwei Rahmenteilen 9, 10
gehalten wird. Das hintere 9 und das vordere 10 Rahmenteil und das
Planetengetriebe stützen sich auf ein mehrfach abgesetztes Wellenstück
11 ab, das mit einem Gewindezapfen 12 in einer hier nicht dargestellten
flexiblen Kupplung fliegend befestigt ist. Auf die Antriebseinrichtung
und das dazugehörige verfahrbare Haltegestell wird hier nicht näher
eingegangen, sondern auf Fig. 1 und dazugehöriger Beschreibung der
DE-PS 41 07 931 verwiesen.
In den äußeren Bereichen der Planetenräder 3-5 ist erfindungsgemäß je
ein gekröpfter Hebel 13-15 angeordnet. Die Art der Verbindung des
gekröpften Hebels 13-15 mit dem jeweiligen Planetenrad 3-5 wird in
Fig. 3 näher erläutert. Am anderen axial sich erstreckenden Endbereich
16-18 des Hebels 13-15 ist je ein eine zylindrische Mantelfläche
aufweisendes Greiferelement 19-21 befestigt. Die Befestigung erfolgt
mittels einer Schraube 22, die mit einer Unterlegscheibe 23 versehen in
eine Gewindebohrung 24 (siehe Fig. 3) eingreift. Der zwischen beiden
axial sich erstreckenden Endbereichen 16-18 bzw. 25-27 des Hebels
13-15 radial sich erstreckende Teil 28-30 liegt im axialen
Erstreckungsbereich des vorderen Rahmenteiles 10. Die radiale
Erstreckung des Hebels 13-15 wird nun so gewählt, daß in der in dieser
Fig. 1 dargestellten Grundstellung die drei Greiferelemente 19-21
gegenseitig zur Anlage kommen (siehe Fig. 2). Durch die Umhüllende der
drei Greiferelemente 19-21 wird der kleinste Innendurchmesser des zu
spannenden Gegenstandes 31 festgelegt, hier symbolisiert durch den
Durchmesserpfeil 32. Bei einer Drehung der Planetenräder 13-15 (siehe
Fig. 2) schwenken die Hebel nach auswärts und es ergibt sich die hier
gestrichelt gezeichnete Position des Greiferelementes 19′ mit dem
größten Innendurchmesser des zu spannenden Gegenstandes 31′, hier
gekennzeichnet durch den Durchmesserpfeil 33. Darunterliegend ist eine
weitere Position des Greiferelementes 19′′ gezeichnet, die sich bei
einer Schwenkung um 180 Grad ergibt. Diese Position ist nur für das zu
beachtende Erstreckungsmaß der Vorrichtung 1 von Bedeutung, da im
Zwischenschwenkbereich von 90 bis 180 Grad nicht sicher gespannt werden
kann. Dies hängt mit der zuvor erläuterten Randbedingung zusammen, daß
die Klemmwirkung durch das erzeugte Moment nur dann unterstützt wird,
wenn der Durchmesser 32, 33 gleich kleiner 2 × Abstand Drehpunkt
Sonnenrad 2 zu Drehpunkt Planetenrad 3-5 ist.
Um nach dem Wenden oder Drehen des ergriffenen Gegenstandes die
Greiferelemente 19-21 wieder zufahren zu können, ist auf der dem
Spannbereich abgewandten Seite der Greifvorrichtung 1 auf dem
Wellenstück 11 eine in Spannrichtung spannbare Feder 34 angeordnet. Das
eine Ende der Feder ist mittels einer Schraube 35 und einer
Unterlegscheibe 36 am Wellenstück 11 und das andere 37 am hinteren Teil
9 des Rahmens (siehe Fig. 2) befestigt.
Der der Stirnfläche des zu drehenden Gegenstandes 31, 31′ zugewandte
vordere Teil 10 des Rahmens ist als Anschlagfläche 38-40 ausgebildet.
Diese Anschlagflächen 38-40 stehen gegenüber den übrigen Bereichen des
vorderen Rahmenteiles 10 vor und zwar um mehr als die Dicke 41 des
Rahmenteiles 10. Diese Anschlagflächen 38-40 sind erforderlich, damit
mit einer entsprechenden Kraft auf die Stirnfläche des zu greifenden
Gegenstandes 31, 31′ ein Reibungsschluß erzeugt wird, der größer sein muß
als die innere Reibung des Planetengetriebes.
Die Rahmenteile 9, 10 mitsamt dem Planetengetriebe sind an dem schon
erwähnten Wellenstück 11 über eine Schraube 42 und einer Unterlegscheibe
43 miteinander verbunden. Die Schraube 42 zusammen mit der
Unterlegscheibe 43 dient der Axialsicherung und der Schraubenkopf
benötigt in radialer Richtung einen entsprechenden Platz. Das
wiederum hat zur Folge, daß der radiale Teil 28-30 des Hebels 13-15
in radialer Richtung nicht fortgeführt werden kann, sondern vorher in
einen schrägen Teil 44 abknicken muß. Die Schräge weist beispielsweise
einen Winkel von 45 Grad auf. Zu beachten dabei ist, daß wie in der
Zeichnung zu sehen ist, die Schräge 44 nicht in Kollision gerät mit der
Stirnfläche des zu spannenden Gegenstandes 31 mit dem kleinsten
Innendurchmesser.
Fig. 2 zeigt eine Ansicht der Greifvorrichtung in Richtung X in Fig.
1. In dieser Darstellung kann man gut die Ausbildung des den
Greiferelementen 19-21 zugewandten vorderen Teils 10 des Rahmens
erkennen. Dieser vordere Teil 10 weist ein Mittelteil und davon
ausgehend abgewinkelte Arme auf. An den Enden der Arme sind mittels
eines Bolzens 45-47 die Planetenräder 3-5 gelagert. Im mittleren
Bereich der Arme sind die ebenfalls mittels eines Bolzens 48-50
gelagerten Zwischenräder 6-8 angeordnet. Die in den Planetenrädern 3-5
eingezeichneten Pfeile zeigen die Drehrichtung an und der oberhalb der
Vorrichtung eingezeichnete Pfeil 51 zeigt die Drehrichtung des gesamten
Rahmens 9, 10 an, sobald die Greiferelemente 19-21 an der Innenwand
des Gegenstandes 31, 31′ zur Anlage gekommen sind.
Für einen ausreichenden Reibschluß zwischen Stirnfläche des zu drehenden
Gegenstandes 31, 31′ und dem vorderen Rahmenteil 10, sind wie schon
erwähnt, die hervorstehenden Bereiche 38-40 geriffelt. Diese Riffelung
ist in dieser Fig. 2 an der entsprechenden Schraffur zu erkennen. Um
auch für Stahlteile oder blechverstärkte Kunststoffteile eine
entsprechende Standzeit zu haben, werden diese Bereiche 38-40
beispielsweise nitriergehärtet oder in anderer Weise
oberflächengehärtet.
In Fig. 3 ist in einem etwas vergrößerten Maßstab eine Vorderansicht
(Teilbild a), eine Seitenansicht (Teilbild b) und eine Rückenansicht
(Teilbild c) eines gekröpften Hebels 13 dargestellt. Der Hebel 13 weist
zwei axial liegende Bereiche 16, 25 und einen radial 28 sowie einen
schrägverlaufenden Teil 44 auf. Um eine formschlüssige Verbindung
zwischen Hebel 13 und dazugehörigem Planetenrad 3 zu erzeugen, weist das
Ende des axialen Bereiches einen quadratischen Querschnitt 52 auf. In
gleicher Weise ist auch das Ende 53 des anderen axial sich erstreckenden
Bereiches 16 ausgebildet. Wie in Fig. 1 schon erwähnt, wird das
jeweilige Greiferelement 19 auf das Ende 53 aufgesteckt und mittels
einer Schraube 22 befestigt. Dazu weist der Endbereich 53 eine
Gewindebohrung 24 auf. Um das Innenspannen auch für Gegenstände mit
kleinerem Innendurchmesser, d. h. kleiner 40 mm zu ermöglichen, ist der
axiale Bereich 16 als Achteck 54 ausgebildet, wobei die Schüsselweite 55
so gewählt ist, daß sie kleiner ist als der äußere Durchmesser des
jeweiligen Greiferelementes 19. Theoretisch könnte dieser axiale Bereich
16 noch kleiner gebaut und der Durchmesser der Greiferelemente 19 noch
geringer gewählt werden, aber ab irgendeinem Querschnitt ist der Punkt
erreicht, an dem die Biege- und Torsionssteifigkeit nicht mehr
ausreicht, um die Kräfte ohne Bruch zu übertragen.
Zum anderen besteht die Gefahr, daß bei zu geringen Außenmaßen des
Greiferelementes 19 dieses sich in die Oberfläche des zu drehenden
Gegenstandes eingräbt, da die Flächenpressung zu groß wird.
Auf die alternative Herstellung des Greiferelementes in Verbindung mit
einer zylindrischen Ausbildung des Endbereiches des Hebels ist in der
Beschreibung bereits hingewiesen worden.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Erfassen, Bewegen und/oder Drehen achssymmetrischer
Gegenstände mit mehreren Greiferelementen, die entweder ringförmig
gleichsinnig und gleichzeitig konzentrisch zur Mitte oder ebenso
nach außen bewegbar und im Randbereich eines Planetenrades eines
mindestens zwei Planetenräder und ein Sonnenrad aufweisenden
Planetengetriebes mittels eines Haltebolzens befestigt sind und
Planetenräder und Sonnenrad in einem zweiteiligen Rahmen drehbar
gehalten werden und Sonnenrad und Rahmen auf einem Wellenstück
angeordnet sind, das mit einem Antriebsaggregat verbunden ist,
wobei der den Greiferelementen zugewandte vordere Teil des Rahmens
ein Mittelteil und davon ausgehend mindestens zwei abgewinkelte
Arme aufweist, in deren Endbereich das jeweilige Planetenrad
drehbar gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Haltebolzen für das Greiferelement (19-21) als gekröpfter
Hebel (13-15) ausgebildet ist, wobei der im wesentlichen radial
verlaufende Teil (28-30) des Hebels (13-15) im axialen
Erstreckungsbereich des vorderen Teils (10) des Rahmens liegt und
die radiale Erstreckung (28-30) des Hebels (13-15) so gewählt ist,
daß in der Grund- bzw. Endstellung die Greiferelemente (19-21)
gegenseitig zur Anlage kommen und die axial sich erstreckenden
Bereiche (16-18, 25-27) des Hebels (13-15) mit dem jeweiligen
Planetenrad (3-5) bzw. Greiferelement (19-21) verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der in das jeweilige Planetenrad (3) der Greiferelement (19)
sich erstreckende, axial verlaufende Endbereich (16, 25) des Hebels
(13) einen Querschnitt (52, 53) aufweist, der zusammen mit einer
entsprechenden Ausnehmung im Planetenrad (3) bzw. Greiferelement
(19) eine formschlüssige oder kraftschlüssige Verbindung bildet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt (52, 53) quadratisch, vielkantig oder rund ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der das Greiferelement (19-21) aufnehmende Endbereich des
Hebels (13-15) einteilig selbst als Greiferelement ausgebildet
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich an den radial verlaufenden Teil (28-30) des Hebels (13-15)
ein vom Rahmen (10) wegführender schrägverlaufender Teil (44)
anschließt, der dann übergeht in den den das Greiferelement (19-21)
aufnehmenden axial verlaufenden Endbereich (16).
6. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der vordere Teil (10) des Rahmens hervorstehende Bereiche
(38-40) aufweist, die sich in etwa radial vom äußeren Randbereich
bis zur Mitte erstrecken und außerhalb der die Planetenräder (3-5)
aufnehmenden Bereiche liegen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die hervorstehenden Bereiche (38-40) eine Riffelung aufweisen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Riffelung oberflächengehärtet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Sonnenrad (2) und den die Hebel (13-15) tragenden
Planetenrädern (3-5) in bekannter Weise ein die Drehrichtung der
Planetenräder (3-5) änderndes Zwischenrad (6-8) angeordnet ist.
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Country Status (1)
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-
1993
- 1993-12-07 DE DE19934342499 patent/DE4342499C2/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN107352382A (zh) * | 2017-09-18 | 2017-11-17 | 中车唐山机车车辆有限公司 | 吊具 |
| CN107352382B (zh) * | 2017-09-18 | 2018-10-09 | 中车唐山机车车辆有限公司 | 吊具 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4342499A1 (de) | 1995-06-08 |
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