DE4341547A1 - Kupplungsscheibe mit einem verdrehgesicherten Reibring - Google Patents
Kupplungsscheibe mit einem verdrehgesicherten ReibringInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kupplungsscheibe entspre
chend dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
Aus der DE-OS 39 21 283 ist eine derartige Kupplungsscheibe
bekannt. Bei dieser ist eine Grundreibeinrichtung vorgesehen,
die zwischen der Stirnseite der Nabenverzahnung und dem einen
Deckblech angeordnet ist. Sie besteht aus einem Reibring, der
direkt an der Verzahnung anliegt, und aus einem Federring
zwischen dem Reibring und dem Deckblech.
Grundreibeinrichtungen dieser Art sind so abgestimmt, daß sie
die Reibkraft im Leerlaufbereich erzeugen. Bei besonders dif
fizilen Abstimmungen ist die Schwankungsbreite für die Reib
krafterzeugung bei einer solchen Konstruktion jedoch zu groß.
Bei einer solchen Konstruktion ist nicht einwandfrei gewähr
leistet, daß immer die gleiche Reibfläche beim Reibungseinsatz
zur Wirkung kommt. Es ist nämlich ohne weiteres möglich, daß
die Reibfläche wechselt, und zwar einmal von der Verzahnung
der Nabe auf den Reibring, vom Reibring auf die Feder und von
der Feder auf das Deckblech. Auch wenn der Reibbeiwert des
Reibringes gegenüber Stahl niedriger liegt als der Reibwert
Stahl auf Stahl, so kann durch Oberflächenrauhigkeit auch -
zumindest vorübergehend - die Reibfläche zwischen Feder und
Deckblech zum Einsatz kommen.
Der nach dem Stand der Technik mögliche Wechsel der Reibfläche
stört bei empfindlichen Fahrzeugen die Leerlaufabstimmung ganz
erheblich.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile
des Standes der Technik mit vertretbarem Aufwand zu beheben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Kennzeichen des
Hauptanspruches gelöst. Durch die verdrehgesicherte Anordnung
des Reibringes gegenüber der Nabe ist von vornherein sicher
gestellt, daß die zum Einsatz kommende Reibfläche entweder
zwischen Reibring und Feder oder zwischen Feder und Deckblech
liegen muß. Dabei ist davon auszugehen, daß bei ordnungsgemäß
hergestellten Oberflächen sowohl des Reibringes als auch der
Feder von Anfang an die Reibfläche zwischen Reibring und Feder
zum Einsatz kommt, weil hier der niedrigere Reibkoeffizient
vorliegt. Zumindest nach dem Einlaufvorgang an dieser Trenn
stelle ist sichergestellt, daß die Reibfläche zwischen Reib
ring und Feder zum Einsatz kommt, da sich der Reibring gegen
über der Nabe nicht bewegen kann. Dabei ist es besonders vor
teilhaft, eine bereits in der Nabe vorhandene Verzahnung für
die drehfeste Anordnung des Reibringes mit zu benutzen. Die
dabei vorgesehenen zwei am Umfang verteilten axialen Vor
sprünge am Reibring reichen für die Drehmomentmitnahme voll
kommen aus und sie umgehen das Problem, das bei mehreren axi
alen Vorsprüngen insofern besteht, als Teilungsfehler auftre
ten könnten.
Es wird weiterhin vorgeschlagen, daß die Kontur der ersten
Vorsprünge im wesentlichen der Kontur der Verzahnung ent
spricht. Aus diese Weise ist sichergestellt, daß die Flächen
pressung bei Reibmomenterzeugung auf ein Minimum herabgesetzt
wird.
Weiterhin hat sich als sehr vorteilhaft herausgestellt, wenn
die ersten Vorsprünge vorzugsweise in Achsrichtung konisch
verlaufen und zwar vom Grundkörper des Reibringes wegweisend
schmäler werdend. Dadurch ist eine sehr einfache Montage mög
lich, da sich die konisch verlaufenden Vorsprünge leichter in
die Verzahnung der Nabe einfädeln lassen. Im Bereich des
Grundkörpers sind dann die Vorsprünge gegenüber der Verzahnung
der Nabe voll tragend ausgebildet, so daß kein Spiel in Um
fangsrichtung entstehen kann.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind zwei axiale
Vorsprünge vorgesehen und am Umfang verteilt angeordnet, die
umfangsmäßig eine geringere Ausdehnung aufweisen als die Lüc
ken der Außenverzahnung. Diese weiteren Vorsprünge stören nicht
beim Montagevorgang und können durch ihre spezielle Ausbildung
auch durch Teilungsfehler nicht Probleme aufgeben, sie dienen
dann auch nur der Sicherheit bei evtl. auftretendem Verschleiß
der ersten axialen Vorsprünge als Sicherung gegen relative
Verdrehung gegenüber der Nabe.
Dabei können die Herstellungstoleranzen der zweiten Vorsprünge
zumindest in Umfangsrichtung relativ grob ausgeführt werden.
Eine weitere Vereinfachung der Grundreibeinrichtung kann da
durch bewirkt werden, daß der Reibring mit seinem Grundkörper
in umfangsmäßigen Bereichen außerhalb der ersten axialen Vor
sprünge in Achsrichtung gewellt ausgeführt ist, so daß die
zusätzliche Anordnung einer Feder entfallen kann. Eine solche
Ausbildung hat den Vorteil der geringeren Bauteile, der ein
facheren Montage und der Sicherstellung einer immer gleich
bleibenden Grundreibung, da die Reibfläche zwischen den axial
gewellten Bereichen des Reibringes und dem Deckblech immer
gewährleistet ist.
Dabei ist der Grundkörper umfangsmäßig außerhalb der Vor
sprünge mit Wellenbergen versehen, die entgegengesetzt zu den
Vorsprüngen verlaufen und einen ebenen Flächenbereich aufwei
sen. Durch die Anordnung des ebenen Flächenbereiches ist si
chergestellt, daß die Berührung zwischen den Wellenbergen und
dem Deckblech bezüglich der Flächenpressung einen vorgegebenen
Wert nicht unterschreitet.
Bei einer solchen Ausbildung der Kupplungsscheibe entsprechend
dem Oberbegriff des Anspruches 8 wird vorgeschlagen, daß auf
der Außenverzahnung der Nabe auf einer Seite die Nabenscheibe
für die Leerlauffedereinrichtung fest angeordnet ist, das
Führungselement des der Nabenscheibe zugeordneten Deckbleches
mit einem axial gerichteten Schenkel auf der Nabenscheibe
aufliegt, auf der gegenüberliegenden Seite zwischen Deckblech
und Stirnseite der Verzahnung der axial angefederte Reibring
angeordnet ist und zwischen Reibring und Nabenscheibe die
Leerlauffedereinrichtung die Nabenscheibe angeordnet ist. Bei
dieser Konstruktion wird die Grundreibung sowohl über den
Reibring als auch über den axial gerichteten Schenkel des
Führungselementes auf der gegenüberliegenden Seite herge
stellt, wobei beide an der Reibkrafterzeugung beteiligten
Bauteile jeweils mit einem anderen Bauteil über Formschluß
verbunden sind. Dadurch sind die Reibflächen eindeutig fest
gelegt und die Grundreibung kann exakt abgestimmt werden. Des
weiteren wird die bereits in der Nabe vorhandene Verzahnung
für die drehfeste Befestigung des Reibringes mitbenutzt, und
zwar im Bereich, in dem sie nicht von der Verzahnung der Na
benscheibe besetzt ist. Damit ist eine besonders einfache und
von der Wirkung her exakte beherrschbare Grundreibeinrichtung
bei Kupplungsscheiben dieser Bauart gewährleistet. Zudem ist
diese Anordnung in Achsrichtung besonders raumsparend.
Es ist jedoch auch möglich, den Reibring auf der Seite des
Führungselementes anzuordnen und auf der gegenüberliegenden
Seite die Nabenscheibe für die Leerlauffedereinrichtung. Dabei
ist zwischen der Nabe für die Leerlauffedereinrichtung und dem
entsprechenden Deckblech ein Winkelring angeordnet, der die
axiale Kraftabstützung darstellt und gleichzeitig an der Er
zeugung der Grundreibung teilnimmt. Auch bei dieser Konstruk
tion wird die bereits in der Nabe vorhandene Verzahnung für
die drehfeste Befestigung des Reibringes mitbenutzt und so die
wirksame Reibfläche von vornherein festgelegt. Die für die
Erzeugung der Grundreibung notwendige Axialkraft kann dabei
von einer separaten Feder aufgebracht werden, es ist jedoch
auch möglich diese Feder dadurch zu ersetzen, daß der Reibring
selbst in Achsrichtung elastisch ausgebildet ist und unter
Vorspannung verbaut ist, so daß eine separate Feder entfallen
kann.
Die Erfindung wird anschließend anhand von Beispielen näher
erläutert. Es zeigen im einzelnen:
Fig. 1 den Längsschnitt durch die obere Hälfte einer
Kupplungsscheibe;
Fig. 2 und 3 Schnitt und Ansicht eines Reibringes;
Fig. 4 und 5 Teilansichten entsprechend den Fig. 2 und 3;
Fig. 6 und 7 Schnitt und Ansicht eines weiteren Reibringes;
Fig. 8 den Teillängsschnitt durch die obere Hälfte
einer weiteren Konstruktion.
Fig. 1 zeigt eine Kupplungsscheibe 1 mit der Gesamt-Einbausi
tuation. Die Kupplungsscheibe ist konzentrisch zu einer Dreh
achse 3 angeordnet und besteht aus einer Nabe 2, auf der zwei
Deckbleche 7 und 8 beispielsweise über ein am Deckblech 7 an
geordnetes Führungselement 13 zumindest radial geführt sind.
Beide Deckbleche 7 und 8 sind untereinander drehfest verbunden
und auf Abstand gehalten und das Deckblech 7 trägt radial au
ßen die Reibbeläge 9. Axial zwischen beiden Deckblechen 7 und
8 ist eine Nabenscheibe 4 angeordnet, die nach radial innen
weist und gegenüber der Nabe drehfest über eine Verzahnung
angeordnet ist. Dabei trägt die Nabe 2 eine Außenverzahnung 6
und die Nabenscheibe 4 eine Innenverzahnung 5. In Fenstern 10
der Nabenscheibe 4 sowie in Fenstern 11 der Deckbleche 7 und 8
sind Federn 12 angeordnet, die bei Drehmomentübertragung durch
die Kupplungsscheibe 1 beaufschlagt werden und so eine Rela
tivverdrehung zwischen den Deckblechen 7 und 8 mit den Reib
belägen 9 einerseits und der Nabenscheibe 4 mit der Nabe 2
andererseits zur Minderung von Drehschwingungen gewährleisten.
Im vorliegenden Fall ist noch eine Leerlauffedereinrichtung
vorgesehen, die aus der Nabenscheibe 26 mit zu beiden Seiten
angeordneten Deckblechen 27 und 28 besteht sowie ebenfalls aus
Federn, die in Fig. 1 nicht zu sehen sind, die aber
wirkungsmäßig zwischen der Nabenscheibe 26 und den Deck
blechen 27 und 28 in entsprechenden Fenstern angeordnet sind.
Dabei ist die Nabenscheibe 26 fest mit der Nabe 2 verbunden
und die beiden Deckbleche 27 und 28 sind drehfest mit der Na
benscheibe 4 verbunden. In diesem Fall der Anordnung einer
Leerlauffedereinrichtung ist es nötig, daß die Nabenschei
be 4 mit ihrer Verzahnung 5 umfangsmäßig ein Spiel aufweist
gegenüber der Verzahnung 6 in der Nabe 2. Innerhalb dieses
umfangsmäßigen Spielen ist die Leerlauffedereinrichtung wirk
sam. Es ist jedoch auch möglich, die vorliegende Erfindung an
einer Kupplungsscheibe zu verwirklichen, die keine Leerlauf
federeinrichtung aufweist, so daß ein einem solchen Fall die
Verzahnung 5 und 6 umfangsmäßig ohne Spiel ausgeführt sind.
Weiterhin sind verschiedene Reibeinrichtungen in der Kupp
lungsscheibe 1 angeordnet, und zwar einmal eine Reibeinrich
tung für den Lastbereich mit der Bezugsziffer 24 und ggf. eine
zusätzliche verschleppte Reibeinrichtung 25. Diese Reibein
richtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt und müssen
von ihrem Aufbau her nicht weiter beschrieben werden.
Weiterhin ist eine Grundreibeinrichtung 15 vorgesehen, die
sowohl im Leerlaufbereich als auch im Lastbereich wirksam ist
und auf die abstimmungsmäßig besonderer Wert gelegt werden
muß. Sie besteht im vorliegenden Fall aus einem axial gerich
teten Schenkel 14 des Führungselements 13 im Deckblech 7 und
aus einem Reibring 16 zwischen der Außenverzahnung 6 der Na
be 2 und dem anderen Deckblech 8, der durch eine Feder 29
beispielsweise in Form einer Wellfeder abgestützt wird, die
sich am Deckblech 8 anlegt. Der fest mit der Nabe 2 verbunden,
um eine eindeutige Festlegung der Reibfläche auf dieser Seite
zu erzielen. Die Kraft der Feder 29 stützt sich über die bei
den Deckbleche 7 und 8 und über das Führungselement 13 auf der
Nabenscheibe 26 der Leerlauffedereinrichtung ab. Auf dieser
Seite ist die Festlegung der Reibfläche zwischen dem
Schenkel 14 des Führungselementes 13 und der Nabenscheibe 26
eindeutig.
Ein Ausführungsbeispiel des Reibringes 16 ist aus den Fig.
2 und 3 ersichtlich. Der Reibring 16 besteht aus einem
Grundkörper 18, der kreisringförmig ausgebildet ist und kon
zentrisch zur Drehachse 3 in der Kupplungsscheibe 1 verbaut
ist. Der Grundkörper 18 weist an wenigstens zwei am Umfang
verteilten Stellen axial gerichtete erste Vorsprünge 20 auf,
deren Kontur so ausgebildet ist, daß sie in den Zahnlücken der
Verzahnung 6 der Nabe 2 in Achsrichtung eingreifen können und
dabei in Umfangsrichtung spielfrei aufeinander abgestimmt
sind. Die Anordnung von zwei axialen Vorsprüngen 20 ist sofern
vorteilhaft, als dadurch keine Teilungsfehler in Umfangsrich
tung auftreten können, die die exakte Montage des Reib
ringes 16 erschweren würden. Dabei sind in vorteilhafter Weise
diese axialen Vorsprünge 20 des Reibringes 16 gemäß Fig. 4 in
Achsrichtung gesehen konisch ausgeführt, so daß bei der Mon
tage des Reibringes 16 dieser leicht in die Verzahnung 6 der
Nabe 2 eingefädelt werden kann. Dabei ist die umfangsmäßige
Erstreckung dieser axialen Vorsprünge 20 - dargestellt am
Maß X - derart, daß im Fußbereich, also im Bereich des Über
ganges der Vorsprünge 20 in den Grundkörper 18, mit Sicherheit
Spielfreiheit gegenüber den Zahnlücken der Verzahnung 6 der
Nabe 2 gewährleistet ist. Die umfangsmäßige Kontur dieser
axialen Vorsprünge 20 ist auf die Kontur der Zahnlücken der
Verzahnung 6 ausgerichtet. Damit wird umfangsmäßig eine ge
ringe Flächenbelastung realisiert.
Es ist möglich, am Umfang des Reibringes 16 weitere zweite
axiale Vorsprünge 21 vorzusehen, die entsprechend der Anzahl
der Zahnlücken der Verzahnung 6 in der Nabe 2 angebracht sind.
Diese zweiten axialen Vorsprünge 21 sind vorzugsweise gemäß
Fig. 5 ausgebildet, d. h. sie sind umfangsmäßig durch das Maß Y
festgelegt, welches kleiner ist als das Maß X gemäß Fig. 4.
Dadurch wird einerseits vermieden, daß Teilungsfehler zu Mon
tageschwierigkeiten des Reibringes 18 führen, andererseits ist
jedoch sichergestellt, daß bei möglichem Verschleiß der ersten
axialen Vorsprünge 20 in Umfangsrichtung die weiteren axialen
Vorsprünge 21 die Kraftübertragung gewährleisten. Es ist mög
lich, die Toleranzen für das Maß Y der Vorsprünge 21 gröber zu
halten als bei den Vorsprüngen 20 gemäß Fig. 4.
Eine Ausführungsvariante für einen Reibring ist in den Fig. 6
und 7 dargestellt. Der hier zum Einsatz kommende Reibring 17
ist bezüglich seiner axialen Vorsprünge 20 entsprechend dem
Reibring 16 der Fig. 2 bis 4 ausgebildet, allerdings ist der
hier vorgesehene Grundkörper 1 : 9 in Achsrichtung gewellt ausge
führt. Er weist in den Umfangsbereichen, die zwischen den
Vorsprüngen 20 angeordnet sind, in Richtung auf das Deck
blech 8 entsprechend Fig. 1 mit Wellenbergen 22, die jeweils
einen ebenen Flächenbereich 23 aufweisen. Diese Ausbildung des
Reibringes 17 vereinigt in sich den Reibring und die axiale
Federkraftbeaufschlagung des Reibringes durch die axial ela
stische Wirkung der Wellenberge 22. Der Reibring 17 ist in
Achsrichtung zwischen dem Stirnende der Verzahnung 6 und dem
Deckblech 8 unter axialer Vorspannung eingebaut, so daß die in
Fig. 1 vorgesehene Feder 29 entfallen kann. Beim Reibring 17
können natürlich auch die beim Reibring 16 zusätzlich vorge
sehenen zweiten axialen Vorsprünge 21 angeordnet werden. Sie
werden dann zumindest teilweise nur im verbauten Zustand des
Reibringes 17 unter axialer Vorspannung mehr oder weniger tief
in die Verzahnung 6 eingreifen.
Fig. 8 zeigt eine Kupplungsscheibe 1, bei welcher im Gegensatz
zu Fig. 1 der Reibring 16 auf der Seite des Führungsele
mentes 30 und somit auf der Seite des Deckbleches 7 angeordnet
ist. Der Reibring 16 greift auch hier mit seinen axialen Vor
sprüngen in die Lücken der Außenverzahnung 6 der Nabe 2 zur
drehfesten Verbindung ein. Dabei kann der Reibring 16 ent
sprechend den Fig. 2 bis 5 ohne eigene axiale Elastizität
ausgebildet sein und durch eine separate Feder 29 beaufschlagt
sein, die zwischen dem Reibring 16 und dem Führungselement 30
angeordnet ist - ggf. unter Zwischenschaltung einer
Ringscheibe 33 gegenüber dem Führungselement 30. Auf der der
Außenverzahnung 6 gegenüberliegenden Seite des Reibringes 16
ist an der Nabe 2 eine Leerlaufnabenscheibe 26 zumindest
drehfest angeordnet und an ihr stützt sich ein Winkelring 31
ab, der andererseits an der Innenseite des Deckbleches 8 an
liegt. Damit ist der Kraftweg für die Axialkraft zur Erzeugung
der Grundreibeinrichtung geschlossen, in dem sich die Feder 29
bzw. der eigenelastisch ausgebildete Reibring 16 über das
Führungselement 30 am Deckblech 7 abstützt, die
Kraftweiterleitung über die die beiden Deckbleche 7 und 8
verbindenden Abstandsniete erfolgt, weiterhin über den Win
kelring 31 auf die Leerlaufnabenscheibe 26 und diese ist wie
derum an der Außenverzahnung 6 der Nabe 2 axial abgestützt.
Aus der Zeichnung geht weiterhin hervor, daß die Nabenschei
be 4 mit einer Innenverzahnung 5 in die Außenverzahnung 6 der
Nabe 2 eingreift und zwar mit einem umfangsmäßigen Drehspiel,
welches dem Wirkungsbereich der Leerlauffederung entspricht.
Diese wird erreicht durch Federn 32 in Fenstern der Naben
scheibe 26 sowie der beiden Leerlaufdeckbleche 27 und 28, wo
bei die beiden Leerlaufdeckbleche untereinander drehfest an
geordnet sind und ebenfalls drehfest mit der Nabe 4 verbunden
sind. Dies wird über axial verlaufende Nasen des Leerlauf
deckblechs 27 erzielt, die in entsprechende umfangsmäßige
Öffnungen des Leerlaufdeckblechs 28 umfangsmäßig spielfrei
eingreifen und die weiterhin in entsprechende Öffnungen der
Nabenscheibe 4 ebenfalls umfangsmäßig ohne Spiel eingreifen.
Dabei stützen sich die Nasen des Leerlaufdeckblechs 27 axial
an der Oberfläche der Nabenscheibe 4 ab um hier für die Last
reibeinrichtungen 24 eine axiale Kraftabstützung zu gewähr
leisten. Die axial Kraftabstützung der Lastreibeinrichtung 24
erfolgt, ausgehend vom Deckblech 7 über die Verbindungsniete
zwischen den beiden Deckblechen 7 und 8, über die auf der In
nenseite des Deckbleches 8 angeordnete Lastreibeinrichtung 24
in Form eines Reibringes, über das Leerlaufdeckblech 27, über
die Nabenscheibe 4 und über die zwischen Nabenscheibe 4 und
Deckblech 7 angeordnete Lastreibeinrichtung 24. Somit ist die
Lastreibeinrichtung 24 unabhängig von der Leerlaufreibein
richtung abstimmbar.
Claims (9)
1. Kupplungsscheibe für eine Reibungskupplung im Antriebs
strang eines Kraftfahrzeuges, umfassend eine konzentrisch
zu einer Drehachse angeordnete Nabe mit Nabenscheibe zum
drehfesten Aufsetzen auf eine Getriebewelle, Deckbleche
zu beiden Seiten der Nabenscheibe, die drehfest unter
einander und auf Anstand gehalten sind, von denen eines
die Reibbeläge trägt, Fenster in der Nabenscheibe und in
den Deckblechen zur Anordnung von Federspeichern zur re
lativen Verdrehung bei Drehmomentbeaufschlagung, eine
radiale Führung zwischen dem einen Deckblech und der Nabe
über ein Führungselement, eine nach radial außen weisende
Außenverzahnung in der Nabe, in die die Nabenscheibe mit
einer Innenverzahnung eingreift, eine Grundreibeinrich
tung mit wenigstens einem Reibring, der konzentrisch zur
Drehachse angeordnet und an der senkrecht zur Drehachse
verlaufenden Stirnseite der Außenverzahnung anliegt und
durch Federkraft beaufschlagt wird, dadurch gekennzeich
net, daß der Reibring (16, 17) einen Grundkörper (18, 19)
aufweist, von dem wenigstens zwei am Umfang verteilte
erste axiale Vorsprünge (20) in diejenigen Bereiche der
Lücken der Außenverzahnung (6) der Nabe (2) in Umfangs
richtung eingreifen, die axial nicht von der Innenver
zahnung (5) der Nabenscheibe (4) besetzt sind.
2. Kupplungsscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontur der ersten Vorsprünge (20) im wesentlichen
der Kontur der Verzahnung (6) entspricht.
3. Kupplungsscheibe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die ersten Vorsprünge (20) vorzugsweise in Achsrich
tung konisch verlaufen, und zwar vom Grundkörper (18, 19)
wegweisend schmäler werdend.
4. Kupplungsscheibe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß zweite axiale Vorsprünge (21) vorgesehen und am Um
fang verteilt angeordnet sind, die umfangsmäßig eine ge
ringere Ausdehnung (Y) aufweisen als die Lücken der Au
ßenverzahnung (6).
5. Kupplungsscheibe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Herstellungstoleranzen der zweiten Vorsprün
ge (21) zumindest in Umfangsrichtung gröber ausgebildet
sind.
6. Kupplungsscheibe nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Reibring (17) in umfangsmäßigen
Bereichen außerhalb der ersten axialen Vorsprünge (20)
mit seinem Grundkörper (19) axial in Richtung des ihm
zugeordneten Deckbleches (8) zu gewellt ausgebildet ist -
zur Erzeugung einer axialen Vorspannkraft.
7. Kupplungsscheibe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Grundkörper (19) umfangsmäßig außerhalb der Vor
sprünge (20) mit Wellenbergen (22) versehen ist, die
entgegengesetzt zu den Vorsprüngen (20) verlaufen und
einen ebenen Flächenbereich (23) aufweisen.
8. Kupplungsscheibe nach den Ansprüchen 1 bis 7, wobei zwi
schen der Innenverzahnung der Nabenscheibe und der Au
ßenverzahnung der Nabe ein Spiel in Umfangsrichtung vor
gesehen ist und zwischen Nabenscheibe und Nabe Feder
speicher für eine Leerlauffedereinrichtung vorgesehen
sind, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Außenverzah
nung (6) der Nabe (2) auf einer Seite die Nabenschei
be (26) für die Leerlauffedereinrichtung drehfest
angeordnet ist, das Führungselement (13) des der Naben
scheibe (26) zugeordneten Deckbleches (7) mit einem axial
gerichteten Schenkel (14) zur Bildung eines Axialan
schlages auf der Nabenscheibe (26) aufliegt, auf der ge
genüberliegenden Seite zwischen Deckblech (8) und der
Stirnseite der Verzahnung (6) der axial angefederte
Reibring (16) angeordnet ist und zwischen Reibring (16)
und Nabenscheibe (26) der Leerlauffedereinrichtung die
Nabenscheibe (4) angeordnet ist.
9. Kupplungsscheibe nach den Ansprüchen 1 bis 7, wobei zwi
schen der Innenverzahnung der Nabenscheibe und der Au
ßenverzahnung der Nabe ein Spiel in Umfangsrichtung vor
gesehen ist und zwischen Nabenscheibe und Nabe Feder
speicher für eine Leerlauffedereinrichtung vorgesehen
sind, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Außenverzah
nung (6) der Nabe (2) auf einer Seite die Nabenschei
be (26) für die Leerlauffedereinrichtung drehfest ange
ordnet ist, ein Winkelring (31) zwischen Innenseite des
der Nabenscheibe (26) zugeordneten Drehbleches (8) und
der Nabenscheibe (26) zwischengeschaltet ist und auf der
anderen Seite zwischen dem Führungselement (30) des an
deren Deckbleches (7) und der Stirnseite der Außenver
zahnung (6) der axial angefederte Reibring (16) angeord
net ist und zwischen Reibring (16) und Nabenscheibe (26)
der Leerlauffedereinrichtung die Nabenscheibe (4) ange
ordnet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4345561A DE4345561B4 (de) | 1992-12-08 | 1993-12-07 | Kupplungsscheibe mit Reibring auf der Seite des Führungsringes |
| DE4341547A DE4341547A1 (de) | 1992-12-08 | 1993-12-07 | Kupplungsscheibe mit einem verdrehgesicherten Reibring |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4241280 | 1992-12-08 | ||
| DE4341547A DE4341547A1 (de) | 1992-12-08 | 1993-12-07 | Kupplungsscheibe mit einem verdrehgesicherten Reibring |
Publications (1)
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| DE4341547A1 true DE4341547A1 (de) | 1994-06-09 |
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ID=6474679
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| DE4341547A Ceased DE4341547A1 (de) | 1992-12-08 | 1993-12-07 | Kupplungsscheibe mit einem verdrehgesicherten Reibring |
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