DE4341129A1 - Hohlkörper und Zuschnitt zur Herstellung des Hohlkörpers - Google Patents
Hohlkörper und Zuschnitt zur Herstellung des HohlkörpersInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Hohlkörper gemäß des
Oberbegriffes von Anspruch 1 und einen Zuschnitt zur
Herstellung des Hohlkörpers gemäß Oberbegriff von Anspruch 3.
Bekannte Hohlkörper weisen Ecken zwischen den einzelnen
Seitenwänden auf, die Zuschnitte, aus denen die bekannten
Hohlkörper herstellbar sind weisen Sollknickstellen auf,
welche beim fertigen Hohlkörper die Ecken ergeben. Der
Materialbedarf für die Zuschnitte hängt direkt von der Form
des fertigen Hohlkörpers ab.
Aus Zuschnitten hergestellte Hohlkörper sind in der Regel aus
Karton oder Wellpappe hergestellt und werden im allgemeinen
Sprachgebrauch üblicherweise Kiste genannt.
Werden in derartige Kisten Gegenstände wie Dosen oder
Flaschen, also Gegenstände die zumindest teilweise
zylinderförmig gestaltet sind, verpackt, so entsteht im
Eckbereich der Seitenwände der Kiste ein Freiraum zwischen
Kiste und runder Außenfläche des Gegenstandes. Der
Materialbedarf für die Kiste ist daher höher als unbedingt
notwendig.
Um den Materialbedarf für die Zuschnitte zu verringern sind
beispielsweise aus der EP 04 86 860 Kisten bekannt, deren Ecke
zwischen den Seitenwänden abgefast ist. Durch die abgefasten
Ecken entsteht im Eckbereich dieser Kiste ein geringerer
Freiraum zwischen den Gegenständen und der Kiste als bei einer
Kiste mit nicht abgefasten Ecken. Dennoch verbleibt immer noch
ein Freiraum, denn die abgefaste Ecke kann nur in einer Linie
tangential an der Außenwand der Gegenstände anliegen. Daneben
verbleibt weiter ein Freiraum. Der Materialbedarf für den
Zuschnitt ist somit auch bei diesem Stand der Technik noch
größer als prinzipiell notwendig.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine Kiste und einen
Zuschnitt zu schaffen, aus welchem eine erfindungsgemäße Kiste
herstellbar ist, bei welcher der Freiraum zwischen Außenwand
der Gegenstände und Innenseite der Kiste minimiert wird und
somit der Materialbedarf für die Kiste so gering wie möglich
gehalten ist.
Diese Aufgabe ist gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale
der auf den Hohlkörper bezogenen Anspruch 1 und den auf die
Zuschnitt bezogenen Anspruch 3.
Die jeweiligen Unteransprüche betreffen Weiterbildungen oder
besondere Ausgestaltungsformen der Erfindung.
Die Erfindung macht sich dabei die Erkenntnis zu eigen, daß
der Freiraum im Eckbereich dadurch vermieden werden kann, wenn
der Eckbereich der Kiste mit einem Radius versehen ist und
dieser Radius in etwa dem Radius der in der Kiste zu
verpackenden Gegenstände entspricht.
Eine weitere erfindungsgemäße Erkenntnis wird darin gesehen,
daß beim Verarbeiten des Zuschnitts zu einer Kiste der Vorgang
des Radiusformens wesentlich erleichtert wird, wenn der
Zuschnitt in dem Bereich, der später den gerundeten Eckbereich
der Kiste ergibt eine verringerte Biegesteifigkeit aufweist.
Nachfolgend wird ein mögliches Ausführungsbeispiel der
Erfindung anhand der Bezugszeichenliste und zweier Zeichnungen
näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 den Zuschnitt und
Fig. 2 eine aus dem Zuschnitt gemäß Fig. 1 hergestellte Kiste.
Der Zuschnitt 1 besteht beispielsweise aus Wellpappe oder
Karton. Der Zuschnitt 1 ist unterteilt in eine Vielzahl von
Teilflächen. Die Teilflächen ergeben nach dem Falten und
Verkleben des flachen, quasi zweidimensionalen Zuschnitts
einen dreidimensionalen Hohlkörper. Dabei ergeben die in der
Zeichnung mit dem Bezugszeichen 2 versehenen Teilflächen die
Seitenwände des Hohlkörpers. Die Teilflächen 3 bilden beim
gefalteten Hohlkörper die abgerundeten Eckbereiche der
Seitenwände. Die Teilflächen 4 bilden den Boden- und
Deckelbereich des fertigen Hohlkörpers.
Im Zuschnitt 1 sind eine Vielzahl von Biegelinien 5, 6
angebracht. Die Biegelinien sind in das Material des
Zuschnittes eingeprägt. Die Struktur des Zuschnittsmaterials
ist entlang dieser Biegelinie 5, 6 geschwächt, wodurch der
Zuschnitt unter Belastung bevorzugt entlang dieser Biegelinien
5, 6 knickt. Durch die Anordnung der Biegelinien ist die Form
der aus dem Zuschnitt hergestellten Kiste schon weitestgehend
vorgegeben.
Um nun die abgerundeten Kanten beim fertigen Hohlkörper exakt
formen zu können ist die Biegesteifigkeit der Teilflächen 3
verringert. In der Fig. 1 ist dies durch die schraffierte
Darstellung der Teilflächen 3 zum Ausdruck gebracht. Das
Verringern der Biegesteifigkeit kann nun durch das Anbringen
einer Vielzahl von zusätzlichen Biegelinien innerhalb der
Teilflächen 3 erreicht werden. Beim Falten des Zuschnitts z. B.
um einen Formstempel nehmen dann die Teilflächen 3 bevorzugt
eine gekrümmte Form ein.
Ebenso kann man bei Zuschnitten aus sogenanntem
Wellpappekarton durch ein Zusammendrücken der Teilflächen 3
die Biegesteifigkeit ausreichend verringern. Die gewellte
Zwischenlage des Wellpappekartons wird dabei deformiert und
verliert damit ihre aussteifende Funktion. Beim Falten des
Zuschnitts nehmen dann die zusammengepreßten Teilflächen 3 in
gewünschter Weise bevorzugt eine gekrümmte Form ein.
Die Teile 4 des Zuschnittes 1 welche im aufgefalteten Zustand
den Boden- und Deckelbereich der Kiste ergeben weisen einen
Randbereich 41 auf, der konkav gekrümmt ist. Diese Formgebung
bewirkt, daß die Eckbereiche der Boden und Deckelbereiche
übereinstimmend mit den abgerundeten Eckbereichen der
Seitenflächen sind.
Die Fig. 2 zeigt eine aufgefaltete Kiste 1a. Um den
Zusammenhang der einzelnen Teile der Kiste 1a mit den
einzelnen Teilen des Zuschnittes 1 in der Zeichnung deutlich
erkennbar zu machen, wurden die für die einzelnen Teile des
Zuschnitts verwendeten Bezugszeichen mit zusätzlichen
Buchstaben versehen:
Die Kiste 1a weist einen Bodenbereich 4a und einen
Deckelbereich 4b mit abgerundeten Ecken auf. Die Seitenflächen
2a gehen in abgerundete Eckbereiche 3a über. Die abgerundeten
Eckbereiche 3a und die abgerundeten Ecken der Bodenbereiche 4a
und der Deckelbereiche 4b weisen übereinstimmende Radien auf.
Dies ergibt eine Kiste, mit abgerundeten Ecken ohne
irgendwelchen vorstehenden Teilen.
Die Radien der Eckbereiche der Kiste können dabei so gewählt
sein, daß sie mit dem Radius der in der Kiste zu verpackenden
Gegenständen übereinstimmen. Im Eckbereich der Kiste liegt das
Material, aus welchem die Kiste hergestellt ist an den
Gegenständen an. Es verbleibt somit kein unnötiger Freiraum
zwischen Kiste und Gegenstand, der Materialbedarf für den
Zuschnitt ist minimiert.
Es ergibt sich erfindungsgemäß gegenüber bekannten
Kistenformen auch dann bereits ein verringerter
Materialbedarf, wenn die Radien der Eckbereiche der Kisten
nicht exakt mit den Radien der in der Kiste verpackten
Gegenstände übereinstimmt.
Neben den objektiv nachprüfbaren Vorzügen hinsichtlich der
Materialeinsparungen, die auch unter dem Aspekt des
Umweltschutzes zu betrachten sind ergibt sich auch ein eher
subjektiver Vorzug durch das ansprechende Äußere der Kisten.
Bezugszeichenliste
1 Zuschnitt
1a Hohlkörper
2 Teilfläche
2a Seitenfläche
3 Teilfläche
3a Eckbereich
4 Teilfläche
4a Bodenbereich
4b Deckelbereich
5 Seitenfaltlinie
6 Deckel- bzw. Bodenfaltlinie
1a Hohlkörper
2 Teilfläche
2a Seitenfläche
3 Teilfläche
3a Eckbereich
4 Teilfläche
4a Bodenbereich
4b Deckelbereich
5 Seitenfaltlinie
6 Deckel- bzw. Bodenfaltlinie
Claims (9)
1. Hohlkörper hergestellt aus einem Zuschnitt mit, wobei der
Hohlkörper besteht aus
- - einer Standfläche
- - mindestens drei Seitenflächen, die in zueinander unterschiedlichen Ebenen liegen und
- - einer Deckelfläche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Seitenflächen jeweils in konkav gekrümmte Flächen übergehen und die konkav gekrümmten Flächen mit jeweils zwei der Seitenflächen in Verbindung stehen.
2. Hohlkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Standfläche und die Deckelfläche abgerundete Eckbereiche aufweist.
3. Zuschnitt geeignet zur Herstellung eines Hohlkörpers,
wobei
- - der Zuschnitt (1) aus einer Folge von Teilflächen (2, 3, 4) besteht,
- - die Teilflächen (2, 3, 4) durch den Rand des Zuschnittes und/oder durch Faltlinien (5, 6) begrenzt sind,
- - die Teilflächen (2, 3, 4) untereinander über Faltlinien (5, 6) verbunden sind
- - der Zuschnitt (1) eine erste Gruppe von Teilflächen (2) aufweist, welche dazu vorgesehen sind, die Seitenflächen (2a) des Hohlkörpers zu bilden,
- - der Zuschnitt eine zweite Gruppe von Teilflächen (3) aufweist, die jeweils zwischen den Seitenflächen angeordnet sind und welche dazu vorgesehen sind, die Eckbereiche (3a) des Hohlkörpers zu bilden,
- - der Zuschnitt eine dritte Gruppe von Teilflächen (4) aufweist, welche dazu vorgesehen sind, den Bodenbereich (4a) bzw. den Deckelbereich (4b) des Hohlkörpers zu bilden,
- - die Teilflächen (2) der ersten Gruppe von Teilflächen mit den Teilflächen (3) der zweiten Gruppe von Teilflächen über zueinander parallele Seitenfaltlinien (5) verbunden sind,
- - die Teilflächen (4) der dritten Gruppe von Teilflächen mit den Teilflächen (2) der ersten Gruppe von Teilflächen über Deckel- bzw. Bodenfaltlinien (6) verbunden sind und
- - die Seitenfaltlinien (5) senkrecht zu den Deckel- bzw. Bodenfaltlinien (6) verlaufend angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Biegesteifigkeit des Zuschnitts (1) im Bereich Teilflächen (3) der zweiten Gruppe von Teilflächen verringert ist.
4. Zuschnitt nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - zur Verringerung der Biegesteifigkeit die der zweiten Gruppe von Teilflächen zugehörigen Teilflächen (3) eine Vielzahl von zusätzlichen, parallel zu den Seitenfaltlinien (5) verlaufenden Hilfsfaltlinien (7) aufweisen.
5. Zuschnitt nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - zur Verringerung der Biegesteifigkeit die der zweiten Gruppe von Teilflächen (3) zugehörigen Teilflächen eine geringere Wandstärke aufweisen als die übrigen Teile des Zuschnitts (1).
6. Zuschnitt nach einem der vorangegangenen Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die der dritten Gruppe von Teilflächen (4) zugehörenden Teilflächen einen Randverlauf (41) aufweisen, der zumindest in Teilbereichen konkav gekrümmt ist.
7. Zuschnitt nach einem der vorangegangenen Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - der Hohlkörper zur Aufnahme von zumindest teilweise zylindrischen Gegenständen vorgesehen ist und
- - die Breite der Teilflächen aus der zweiten Gruppe (3) von Teilflächen in etwa einem Viertel des Außenumfangs der Gegenstände entspricht, die in dem aus dem Zuschnitt hergestellten Hohlkörper verpackbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934341129 DE4341129A1 (de) | 1993-12-02 | 1993-12-02 | Hohlkörper und Zuschnitt zur Herstellung des Hohlkörpers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934341129 DE4341129A1 (de) | 1993-12-02 | 1993-12-02 | Hohlkörper und Zuschnitt zur Herstellung des Hohlkörpers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4341129A1 true DE4341129A1 (de) | 1995-06-08 |
Family
ID=6504037
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934341129 Ceased DE4341129A1 (de) | 1993-12-02 | 1993-12-02 | Hohlkörper und Zuschnitt zur Herstellung des Hohlkörpers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4341129A1 (de) |
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