DE4340340C1 - Verfahren bzw. Einrichtung zur Bestimmung des Frischdampfmassenstromes in der Frischdampfleitung eines Dampfkraftwerks - Google Patents
Verfahren bzw. Einrichtung zur Bestimmung des Frischdampfmassenstromes in der Frischdampfleitung eines DampfkraftwerksInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren bzw. eine Einrich
tung zur Bestimmung des Frischdampfmassenstromes in der Frisch
dampfleitung eines Dampfkraftwerks gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 7.
Es ist allgemein bekannt in Kraftwerken den Massenstrom in der
Frischdampfleitung mit Hilfe eines Drosselgerätes zu ermitteln,
wobei in der Regel Düsen oder Venturirohre eingesetzt werden.
Die Bestimmung des Durchflusses mittels eines Drosselgerätes ist
nicht rückwirkungsfrei, da die notwendige Einschnürung zur Er
zeugung eines Druckunterschiedes zu einem bleibenden Druckver
lust führt. Dieser Druckverlust bedeutet für den Kraftwerksbe
treiber eine Wirtschaftlichkeitseinbuße.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Einrichtung zur verlustfreien Bestimmung des Frischdampfmassen
stromes anzugeben.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 bzw. eine Einrichtung gemäß dem Anspruch 7 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in weiteren Ansprüchen ange
geben.
Das erfindungsgemäße Verfahren weist eine Reihe von Vorteilen
auf. Die Vermeidung eines Druckverlustes in der Frischdampflei
tung bewirkt eine Erhöhung des Kraftwerkswirkungsgrades. Die
erreichte Genauigkeit der Aussage über den Frischdampfmassen
strom ist gleich, oder kann sogar besser sein als bei der her
kömmlichen Messung. Der zur Durchführung des Verfahrens herange
zogene Frischdampfdruckmeßwert kann entweder am Kesselaustritt
oder vor der Turbine erfaßt werden. Mit Hilfe des Verfahrens
kann in jedem Fall ein Frischdampfmassenstrom am Kesselaustritt
und an dem Turbineneingang gebildet werden. Zur Durchführung der
Berechnungen genügt ein Rechenblock für arithmetische Operatio
nen und für das Radizieren.
Der Dampfmassenstrom am Eintritt der Turbine wird nur anhand der
gemessenen Drücke vor der Beschaufelung (mit der totalen Beauf
schlagung) und hinter der Hochdruckturbine, und der Frischdampf
temperatur berechnet. Im Prinzip wird also die Hochdruckturbine,
bzw. ein Abschnitt des Hochdruckturbinenteiles, der durch mehre
re, nacheinanderfolgende Turbinenstufen gekennzeichnet ist, als
Meßorgan eingesetzt. Die Turbinenregelventilstellung wird für
die Bestimmung des FD-Massenstromes nicht herangezogen.
Der Dampfmassenstrom der Hochdruck-Umleitstation wird anhand der
Stellung des Umleitventils, des Frischdampfdruckes und des Ge
gendruckes berechnet. Die Summe der beiden Massenströme also
durch die Turbine und durch die Umleitung stellt den Frisch
dampfmassenstrom an der Stelle der Rohrleitung vor der Turbine
dar, der über die betriebsmäßig notwendige stationäre Genauig
keit verfügt. Das dynamische Verhalten des Frischdampf(FD)-Mas
senstromes, der bestimmt
wurde, ist identisch mit dem tatsächlichen, da die dynami
sche Genauigkeit ausschließlich durch die Genauigkeit der
verwendeten Meßgrößen, besonders jedoch durch die der
Dampfdrücke bestimmt wird. Dadurch wird dem Bedienungsper
sonal in der Warte die gleiche Information über den Frisch
dampfmassenstrom vor der Turbine, unmittelbar wie bei der
bekannten Frischdampfmassenstrommessung vermittelt.
Die gleiche Information wird auch über den Frischdampfmas
senstrom am Kesselaustritt vermittelt, falls die Meßstelle
für den Frischdampfdruck sich auch am Kesselaustritt und
nicht nur vor der Turbine befindet. Die Angabe über den
Frischdampfmassenstrom an dieser Stelle weist die gleiche
stationäre Genauigkeit wie die Angabe für den an der Stelle
vor der Turbine auf. Auch dynamisch betrachtet wird eine
zutreffende Information über den Prozeßablauf am
Kesselaustritt vermittelt, weil die dynamische Nachbildung
der Verbindungsrohrleitung zwischen dem Kesselaustritt und
Turbineneintritt relativ genau realisierbar ist.
Eine weitere Erläuterung des Verfahrens und von Ausgestal
tungsmöglichkeiten erfolgt nachstehend anhand von in den
Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen zu Einrich
tungen zur Durchführung des Verfahrens.
Es zeigen:
Fig. 1 Blockschaltbild einer Einrichtung zur Durchfüh
rung des Verfahrens,
Fig. 2 Einrichtung zur Adaption der Parameter für dyna
mische Glieder in der Einrichtung gemäß Fig. 1.
Fig. 1 zeigt das Blockschema einer Einrichtung zur Bildung
des Frischdampfmassenstromes FD. Die Einrichtung enthält
erste und zweite Blöcke 1 und 2, denen Meßwerte zugeführt
sind und die auf der Grundlage dieser Meßwerte Frisch
dampf(FD)-Massenstromwerte berechnen und ausgeben.
Der erste Block 1 enthält einen ersten Rechenblock 3, dem
die Meßsignale Dampfdruck vor der totalen Turbinenbeschau
felung pvB, Druck am Hochdruck(HD)-Turbinenaustritt pHD,A
sowie die Frischdampftemperatur ϑFD zugeführt sind.
Im Rechenblock 3 wird der FD-Massenstrom durch die HD-Tur
bine HD nach einer Methode berechnet, die als Stodola-Ke
gel - A. Stodola, Die Dampfturbinen, Springer-Verlag,
Berlin, 1910, Seite 216 bis 217 - bekannt ist.
Der Stodola-Kegel läßt sich durch nachstehenden
mathematischen Ausdruck beschreiben:
Darin bedeuten:
HD = FD-Massenstrom durch die HD-Turbine
RvB = Dampftemperatur in Kelvin (ϑ[°C] + 273)
Index o = im Bezugszustand, z. B. Nennzustand
Index vB = vor der Beschaufelung
Index HD,A = am HD-Turbinen-Austritt
n = polytropischer Koeffizient, der wie folgt berechnet wird:
HD = FD-Massenstrom durch die HD-Turbine
RvB = Dampftemperatur in Kelvin (ϑ[°C] + 273)
Index o = im Bezugszustand, z. B. Nennzustand
Index vB = vor der Beschaufelung
Index HD,A = am HD-Turbinen-Austritt
n = polytropischer Koeffizient, der wie folgt berechnet wird:
ηtdi = thermodynamischer Wirkungsgrad des betrachteten
HD-Turbinenabschnittes
k = adiabatischer Koeffizient des überhitzten Dampfes
k = adiabatischer Koeffizient des überhitzten Dampfes
d. h. vom druckverhältnis abhängig
ist, ist auch
d. h. auch vom gleichen Druckverhältnis
abhängig.
Diese aus der Garantiemessung bekannte Abhängigkeit
wird bei der Berechnung von HD nach
Gleichung (1) benutzt. Dadurch wird eine große Genauigkeit
erzielt, praktisch die gleiche wie bei der Garantiemessung.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann der nachstehende
vereinfachte mathematische Ausdruck benutzt werden:
RFD = Frischdampftemperatur in Kelvin (ϑ[°C] + 273);
Index o bedeutet "im Bezugszustand", z. B. im Nennzustand.
Nämlich dann, wenn man einen Fehler zuläßt, der bei dem
Verhältnis (HD/HD,o) = 1 zwar Null ist, jedoch mit
kleiner werdendem Verhältnis zunimmt. Wenn beispielsweise
der Index o für den maximalen Lastpunkt (100%) gilt und die
minimale Leistung im Blockleistungsregelbereich beim Last
punkt 40% liegt, erreicht der Fehler beim minimalen Last
punkt HD HD,o = 0,4 etwa 10%.
Zur Bildung des vom Block 1 ausgegebenen Prozentwertes des
FD-Massenstromes vor der Turbine FD,T[%], wird an einer
ersten Additionsstelle 8 ein Dampfmassenstrom der HD-Um
leitstationen HDU addiert.
Der Massenstrom HDU wird in einem zweiten Rechenblock 4
gebildet, dem nachstehende Meßwerte zugeführt sind: Der
Frischdampfdruck pFD, der Dampfdruck am HD-Turbinenaustritt
pHD,A, die Frischdampftemperatur ϑFD und die Stellung des
Umleitventils yHDU.
Mit Hilfe eines Umschalters 5 kann ein nachgebildeter
FD-Druck dem Block 4 zugeführt werden, falls der FD-Druck
nicht vor der Turbine, sondern am Kesselaustritt am
Kraftwerksblock gemessen wird. Die Nachbildung erfolgt
durch den Block 2.
Der Dampfmassenstrom der Umleitstation HDU wird im Block 4
nach der nachstehenden Gleichung berechnet:
ψ = Durchflußfunktion
Index T bedeutet: vor der Turbine
Um die Abweichung gegenüber dem klassischem thermodynami
schen Fall zu erfassen, wird ein Korrekturfaktor αKorr
eingeführt. Dieser ist abhängig vom Druckverhältnis und der
Temperatur. Die Abhängigkeit des Korrekturfaktors von den
beiden unabhängigen Variablen wird während der Garantiemes
sung an der Turbine ermittelt.
Der Wert des Frischdampfmassenstroms vor der Turbine FD,T
wird außer als Prozentwert zusätzlich als Absolutwert aus
gegeben und zu diesem Zweck an einer ersten Multiplikati
onsstelle 16 mit einem Skalierungskoeffizienten multipli
ziert.
Stationär betrachtet ist der Frischdampfmassenstrom am Kes
selaustritt FD,K identisch dem Massenstrom vor der Turbine
FD,T. Beim transienten Vorgang gilt die Übereinstimmung
nicht mehr. Falls vom Betrieb verlangt, läßt sich das
dynamische Verhalten des Massenstroms am Kesselaustritt
FD,K mit guter Genauigkeit anhand des berechneten Frisch
dampfmassenstroms vor der Turbine FD,T und des Meßsignals
Frischdampfdruck am Kesselaustritt pFD,K dynamisch nachbil
den. Dies erfolgt durch den zweiten Block 2, mittels seiner
ersten und zweiten dynamischen Glieder 6 und 7. Die zur
Einstellung der dynamischen Glieder 6, 7 benutzten Parame
ter Zeitkonstante T und Koeffizient KL lassen sich bereits
in der Planungsphase anhand der Konstruktionsdaten der
Frischdampfrohrleitung leicht bestimmen. Das erste dyna
mische Glied 6 ist ein PT1-Glied, dem das Ausgangssignal
der ersten Additionsstelle 8, also der Prozentwert des
Frischdampfmassenstromes vor der Turbine FD,T zugeführt ist. Das Ausgangssignal des ersten dynamischen Glieds 6 mit PT1-Verhalten wird an einer dritten Additionsstelle 10 zum Ausgangssignal des zweiten dynamischen Glieds 7 mit DT1-Verhalten addiert zur Bildung des Frischdampfmassen stroms am Kesselaustritt FD,K, der als Prozentwert ausge geben wird, und außerdem nach Multiplikation an der zweiten Multiplikationsstelle 17 mit einem Skalierungskoeffizenten als Absolutwert.
Frischdampfmassenstromes vor der Turbine FD,T zugeführt ist. Das Ausgangssignal des ersten dynamischen Glieds 6 mit PT1-Verhalten wird an einer dritten Additionsstelle 10 zum Ausgangssignal des zweiten dynamischen Glieds 7 mit DT1-Verhalten addiert zur Bildung des Frischdampfmassen stroms am Kesselaustritt FD,K, der als Prozentwert ausge geben wird, und außerdem nach Multiplikation an der zweiten Multiplikationsstelle 17 mit einem Skalierungskoeffizenten als Absolutwert.
Auf den Eingang des zweiten dynamischen Glieds 7 ist der
Meßwert des Frischdampfdruck am Kesselausgang pFD,K ge
führt. An der zweiten Additionsstelle 9 wird der Frisch
dampfdruckwert pFD,K mit einem zweiten Signal verknüpft zur
Bildung eines simulierten Druckwertes pFD,T, der zum Um
schalter 5 geführt ist. Falls der Druck pFD,T nicht gemes
sen wird, wird der Schalter auf den simulierten Druck pFD,T
umgeschaltet. Das zweite Signal ist gebildet durch Multipli
kation des Massenstromwertes FD,K durch Multiplikation
an einer dritten Multiplikationsstelle 18 mit dem Koeffi
zienten 1/KL der an einer ersten Divisionsstelle 19 gebil
det wird.
Bei Anlagen, bei denen die Parameter TL und KL aufgrund der
erforderlichen dynamischen Genauigkeit nicht konstant ein
gestellt werden können, ist eine Adaption mit Hilfe eines
Adaptionsblocks 15 möglich, der in Fig. 2 dargestellt ist.
Dem Adaptionsblock 15 sind außer dem vom ersten Block 1 ge
lieferten Signal Frischdampfmassenstrom vor der Turbine
FD,T auch die Meßsignale Frischdampfdruck am Kesselaus
tritt pFD,K und die Frischdampftemperatur ϑFD geführt.
In Fig. 2 ist dargestellt, daß der Adaptionsblock 15 einen
dritten Rechenblock 20 und einen vierten Rechenblock 21
enthält.
Im Block 20 wird der druck- und temperaturabhängige Parame
ter TL und im Block 21 der "FD"-massenstromabhängige Para
meter KL berechnet. Jede Änderung der drei Eingangsmeßwerte
hat die Änderung der beiden Parameter TL und KL zur Folge
und dadurch auch des dynamischen Verhaltens der Blöcke 6
und 7 in Fig. 1. Die Übernahme der beiden Parameter in die
Blöcke 6, 7 (Fig. 1) kann entweder verzögerungsfrei oder
verzögert (von FD,T dynamisch entkoppelt) stattfinden.
Diese mögliche dynamische Entkopplung ist in Fig. 2 durch
die Einfügung des mit gestrichelten Linien dargestellten
und nicht bezeichneten Blockes angedeutet.
Ein mit Bezugszeichen 61 versehener Block stellt die Schal
tung für das PT1-Glied mit adaptierbaren Parametern KL und
TL dar, in der Übertragungsfunktion
Ein Block 71 stellt die Schaltung für das DT1-Glied mit den
adaptierbaren Parametern KL und TL in der Übertragungsfunk
tion
dar.
Zur Definition von TL und KL:
worin bedeuten:
k = adiabatischer Koeffizient des überhitzten Dampfes
a₁ = Konstante [s/kg]
mo = Gewicht des sich in der Rohrleitung zwischen dem Kessel und Turbine befindenden Dampfes [kg]
k = adiabatischer Koeffizient des überhitzten Dampfes
a₁ = Konstante [s/kg]
mo = Gewicht des sich in der Rohrleitung zwischen dem Kessel und Turbine befindenden Dampfes [kg]
a₂ = Konstante
Index o = im Bezugs-Beharrungszustand
Index o = im Bezugs-Beharrungszustand
Der Block 61 ist eine Ausgestaltung des Blockes 6 aus Fig.
1, wenn die beiden Parameter adaptiert werden; der
Block 71 entspricht dann dem Block 7 aus Fig. 1.
Mit Bezugszeichen 27, 28 sind Integrationsglieder in den
PT1- bzw. DT1-Gliedern 61, 71 versehen. Die Ausgänge der
Rechenblöcke 20, 21 sind mit einer zweiten Divisionsstelle
23 verbunden, deren Ausgang den inversen Wert der Zeitkon
stante für die Blöcke 61, 71 liefert. Mit 24 bis 26 sind
Multiplizierer zur Realisierung der jeweiligen Zeitkonstan
ten bezeichnet, mit 11 bis 14 sind Additionsstellen be
zeichnet.
Bezugszeichenliste
1 erster Block
2 zweiter Block
3 erster Rechenblock
4 zweiter Rechenblock
5 Umschalter
6 erstes dynamisches Glied
7 zweites dynamisches Glied
8 erste Additionsstelle
9 zweite Additionsstelle
10 dritte Additionsstelle
11 vierte Additionsstelle
12 fünfte Additionsstelle
13 sechste Additionsstelle
14 siebte Additionsstelle
15 Adaptionsblock
16 erste Multiplikationsstelle
17 zweite Multiplikationsstelle
18 dritte Multiplikationsstelle
19 erste Divisionsstelle
20 dritter Rechenblock
21 vierter Rechenblock
23 zweite Divisionsstelle
24 vierte Multiplikationsstelle
25 fünfte Multiplikationsstelle
26 sechste Multiplikationsstelle
27 erstes Integrationsglied
28 zweites Integrationsglied
61 PT1-Glied
71 DT1-Glied
KL Koeffizient
HD Dampfmassenstrom der HD-Turbine
HDU Dampfmassenstrom der Umleitstation
FD Frischdampfmassenstrom
FD,T Frischdampfmassenstrom vor der Turbine
FD,K Frischdampfmassenstrom am Kesselaustritt
pFD Frischdampfdruck
pFD,K Frischdampfdruck am Kesselausgang
pFD,T Frischdampfdruck am Turbineneingang
pHD,A Dampfdruck am Hochdruckturbinenaustritt
pvB Dampfdruck vor der Turbinenbeschaufelung
TL Zeitkonstante
yHDU Stellung des Umleitventils
ϑFD Frischdampftemperatur in °C
RFD Frischdampftemperatur in Kelvin
2 zweiter Block
3 erster Rechenblock
4 zweiter Rechenblock
5 Umschalter
6 erstes dynamisches Glied
7 zweites dynamisches Glied
8 erste Additionsstelle
9 zweite Additionsstelle
10 dritte Additionsstelle
11 vierte Additionsstelle
12 fünfte Additionsstelle
13 sechste Additionsstelle
14 siebte Additionsstelle
15 Adaptionsblock
16 erste Multiplikationsstelle
17 zweite Multiplikationsstelle
18 dritte Multiplikationsstelle
19 erste Divisionsstelle
20 dritter Rechenblock
21 vierter Rechenblock
23 zweite Divisionsstelle
24 vierte Multiplikationsstelle
25 fünfte Multiplikationsstelle
26 sechste Multiplikationsstelle
27 erstes Integrationsglied
28 zweites Integrationsglied
61 PT1-Glied
71 DT1-Glied
KL Koeffizient
HD Dampfmassenstrom der HD-Turbine
HDU Dampfmassenstrom der Umleitstation
FD Frischdampfmassenstrom
FD,T Frischdampfmassenstrom vor der Turbine
FD,K Frischdampfmassenstrom am Kesselaustritt
pFD Frischdampfdruck
pFD,K Frischdampfdruck am Kesselausgang
pFD,T Frischdampfdruck am Turbineneingang
pHD,A Dampfdruck am Hochdruckturbinenaustritt
pvB Dampfdruck vor der Turbinenbeschaufelung
TL Zeitkonstante
yHDU Stellung des Umleitventils
ϑFD Frischdampftemperatur in °C
RFD Frischdampftemperatur in Kelvin
Claims (11)
1. Verfahren zur Bestimmung des Frischdampfmassenstromes in
der Frischdampfleitung eines Dampfkraftwerks, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Hochdruck(HD)-Turbine oder ein durch mehrere
Turbinenstufen gebildeter HD-Turbinenteil als Meßeinrichtung
verwendet wird, indem Dampfdrücke vor und nach der HD-Turbine
bzw. dem HD-Turbinenteil und die Frischdampftemperatur meßtech
nisch erfaßt werden und auf der Grundlage so gewonnener Meßwerte
der Frischdampfmassenstrom berechnet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Berechnung nach nachstehender Gleichung durchgeführt wird:
worin bedeuten:
p = Dampfdruck
HD = FD-Massenstrom durch die HD-Turbine
RvB = Dampftemperatur in Kelvin (ϑ[°C] + 273)
Index o = im Bezugszustand, z. B. Nennzustand
Index vB = vor der Beschaufelung
Index HD,A = am HD-Turbinen-Austritt
n = polytropischer Koeffizient, der wie folgt berechnet wird: ηtdi = thermodynamischer Wirkungsgrad des betrachteten HD-Turbinenabschnittes
k = adiabatischer Koeffizient des überhitzten Dampfes.
p = Dampfdruck
HD = FD-Massenstrom durch die HD-Turbine
RvB = Dampftemperatur in Kelvin (ϑ[°C] + 273)
Index o = im Bezugszustand, z. B. Nennzustand
Index vB = vor der Beschaufelung
Index HD,A = am HD-Turbinen-Austritt
n = polytropischer Koeffizient, der wie folgt berechnet wird: ηtdi = thermodynamischer Wirkungsgrad des betrachteten HD-Turbinenabschnittes
k = adiabatischer Koeffizient des überhitzten Dampfes.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Berechnung nach nachstehender vereinfachter Gleichung
durchgeführt wird:
worin bedeuten:
HD = Dampfmassenstrom der HD-Turbine,
RFD = Frischdampftemperatur in Kelvin,
pvB = Frischdampfdruck vor der Turbinenbeschaufelung,
pHD,A = Dampfdruck am Hochdruckturbinenaustritt,
Index o bedeutet "im Bezugszustand", z. B. im Nennzustand.
HD = Dampfmassenstrom der HD-Turbine,
RFD = Frischdampftemperatur in Kelvin,
pvB = Frischdampfdruck vor der Turbinenbeschaufelung,
pHD,A = Dampfdruck am Hochdruckturbinenaustritt,
Index o bedeutet "im Bezugszustand", z. B. im Nennzustand.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß bei einem Dampfkraftwerk mit
einer Umleitstation ein Dampfmassenstrom HDU durch die
Umleitung berücksichtigt wird durch Berechnung nach folgender
Gleichung:
worin bedeuten:
yHDU = Stellung des Umleitventils,
pFD,T = Frischdampfdruck am Turbineneingang,
pHD,A = Dampfdruck am Hochdruckturbinenaustritt,
ϑFD = Frischdampfdruck in °C,
ψ = Durchflußfunktion,
αKorr = Korrekturfaktor.
yHDU = Stellung des Umleitventils,
pFD,T = Frischdampfdruck am Turbineneingang,
pHD,A = Dampfdruck am Hochdruckturbinenaustritt,
ϑFD = Frischdampfdruck in °C,
ψ = Durchflußfunktion,
αKorr = Korrekturfaktor.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß als Meßwert ein am Kesselausgang gemessener
Dampfdruck pFD,K herangezogen wird zur Nachbildung des verfah
rensgemäß benötigten Dampfdrucks vor der Turbine pFD,T, wenn
dieser nicht gemessen wird.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Nachbildung des FD-Massenstromes am Kes
selausgang (FD,K) und des FD-Druckes am Turbineneingang (pFD,T)
dynamische Glieder verwendet werden, deren Parameter (TL, KL)
konstante Werte sind.
7. Einrichtung zur Bestimmung des Frischdampf(FD)massen
stromes (mFD) in der Frischdampfleitung eines Dampfkraftwerks,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hochdruck(HD)-Turbine des Dampf
kraftwerks oder ein durch mehrere Turbinenstufen gebildeter
HD-Turbinenteil als Meßorgan eingesetzt ist, wobei die Dampf
drücke am Ein- und Austritt der Turbine bzw. des Turbinenteils
sowie die FD-Temperatur gemessen werden und auf der Basis dieser
Meßwerte in einen Rechenblock (3) der FD-Massenstrom (FD) be
rechnet wird.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
anstelle des am Turbineneingang erfaßten Dampfdrucks ein am Kes
selausgang erfaßter Dampfdruckwert zur Berechnung des FD-Massen
stromes herangezogen ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Rechenblock (3) dafür eingerichtet ist, die
Berechnung des FD-Massenstromes unter Anwendung der als Stodo
la-Kegel bekannten Methode durchzuführen.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß ein zweiter Rechenblock (4) angeordnet ist,
dem als Eingangsgrößen außer der Frischdampftemperatur (ϑFD) und
dem Dampfdruck am HD-Turbinenaustritt (pHD,A) auch der Frisch
dampfdruck am HD-Turbineneingang (pFD,T) als Meßwerte, sowie die
Stellung des Umleitventils (yHDU) zugeführt sind, und der den
Dampfmassenstrom der Umleitstation (HDU) berechnet, und daß
dieser Dampfmassenstrom (HDU) an einer ersten Additionsstelle
(8) zum von dem ersten Rechenblock (3) gelieferten Dampfmassen
strom der Turbine (HD) addiert wird zur Bildung des Frisch
dampfmassenstroms (FD).
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Block (2) angeordnet ist, der für den Fall, daß anstelle
des FD-Drucks am HD-Turbineneingang (pFD,T) der FD-Druck am
Kesselausgang (pFD,K) als Meßwert verwendet ist, den im zweiten
Rechenblock (4) herangezogenen FD-Druck am Turbinenausgang
(pFD,T) nachbildet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934340340 DE4340340C1 (de) | 1993-11-26 | 1993-11-26 | Verfahren bzw. Einrichtung zur Bestimmung des Frischdampfmassenstromes in der Frischdampfleitung eines Dampfkraftwerks |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934340340 DE4340340C1 (de) | 1993-11-26 | 1993-11-26 | Verfahren bzw. Einrichtung zur Bestimmung des Frischdampfmassenstromes in der Frischdampfleitung eines Dampfkraftwerks |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4340340C1 true DE4340340C1 (de) | 1995-04-06 |
Family
ID=6503521
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934340340 Expired - Lifetime DE4340340C1 (de) | 1993-11-26 | 1993-11-26 | Verfahren bzw. Einrichtung zur Bestimmung des Frischdampfmassenstromes in der Frischdampfleitung eines Dampfkraftwerks |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4340340C1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1998013586A1 (de) | 1996-09-26 | 1998-04-02 | Siemens Aktiengesellschaft | Dampfturbine sowie verfahren zur vermeidung der nassdampfbildung in einer dampfturbine |
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| EP2669480A1 (de) * | 2012-05-31 | 2013-12-04 | MAN Diesel & Turbo SE | Verfahren zum Betreiben einer Solaranlage |
| WO2018195626A1 (pt) * | 2017-04-25 | 2018-11-01 | Associação Paranaense De Cultura - Apc | Motor turbina de ciclo binário composto por três processos politrópicos, quatro processos adiabáticos e processo de controle para o ciclo termodinâmico do motor turbina |
-
1993
- 1993-11-26 DE DE19934340340 patent/DE4340340C1/de not_active Expired - Lifetime
Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
| Fachwissen des Ingenieurs, 4. Aufl., VEB Fachbuchverlag, Leipzig 1975, S. 244-249 * |
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