DE4235719A1 - Zugriffsverfahren in einem fernuebertragungssystem - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Fernübertagungssysteme, die
über einen Zeitteil-Vielfachzugriffskanal miteinander
kommunizieren.
Ein typisches Rufaufbauprotokoll in einem TDMA-System ist
in den Fig. 1 und 2 dargestellt.
Bezugnehmend auf Fig. 1 sind Sendungen, die von einer
rufenden entfernten Einheit (mobil oder tragbar) in einer
zentralen Einheit einlaufen, auf der linken Seite gezeigt,
während ausgehende Sendungen zur rufenden Einheit und zu
einer gerufenen Einheit in der Mitte gezeigt sind und
einlaufende Sendungen von der gerufenen Einheit auf der
rechten Seite gezeigt sind. Der Benutzer der rufenden
Einheit drückt seine Sprechtaste (PTT) oder verrichtet
irgendeinen anderen Handgriff zur Einleitung der Sendung.
Die rufende entfernte Einheit sendet einen "ALOHA"-
Zugriffsbefehl auf einem Signalisierungsschlitz. Die
Zentraleinheit empfängt diesen bestätigt und sendet einen
"AHOY"-Befehl an die gerufene Einheit. Der Zweck des
AHOY-Befehls ist es zu prüfen, ob die gerufene Einheit vor
dem Versuch des Rufaufbaus verfügbar ist. Dieser Schritt
ist nicht wesentlich und dementsprechend in gestrichelten
Umrißlinien gezeigt. Die gerufene Einheit bestätigt diesen
Befehl im nächsten Signalisierungsschlitz. Die
Zentraleinheit empfängt die Bestätigung, und im nächsten
Signalisierungsschlitz sendet sie auf dem nach außen
gehenden Kanal einen "GOTO CHANNEL"-Befehl an die rufende
Einheit zusammen mit der Kennzeichnung des zu verwendenden
Verkehrskanals. Anschließend sendet die rufende Einheit
auf diesem Verkehrskanal.
Die Buchstaben auf der rechten Seite von Fig. 1 beziehen
sich auf Ereignisse in Fig. 2.
In Fig. 2 ist die Sequenz der Ereignisse weiterhin in
Form von abgehenden und ankommenden Verbindungen
dargestellt, die auf unterschiedliche Frequenzen verteilt
und in Schlitze unterteilt sind. Zum Zwecke der
Darstellung gibt es fünf Verkehrsschlitze ("Kanäle") für
jeden Signalisierungsschlitz ("Kanal"). Die Kanäle sind
mit 1 bis 6 numeriert. Kanal 1 ist der
Signalisierungskanal. Jeder Schlitz hat eine Dauer von 15
ms. Ein "Rahmen" enthält 6 Schlitze und hat eine Dauer von
90 ms. Es gibt einen kleinen Versatz, der zwischen dem
einlaufenden Rahmen und dem abgehenden Rahmen vorhanden
ist, wie es im Betrieb typisch ist.
Der Benutzer drückt seine Sprechtaste beim Punkt A. Der
nächste einlaufende Signalisierungsschlitz ist zum
Zeitpunkt B. In diesem Schlitz sendet die rufende Einheit
ihre ALOHA-Zugriffsanforderung. Die Zentraleinheit
bestätigt zum Zeitpunkt C, die gerufene Einheit bestätigt
zum Zeitpunkt D und die Zentraleinheit sendet den GOTO
CHANNEL-Befehl zum Zeitpunkt E. Im Falle des Kanals 2
sendet die rufende Einheit ihre Nachricht zum Zeitpunkt F.
Es gibt eine Gesamtverzögerung von 240 ms zwischen dem
Drücken der Sprechtaste und dem Beginn der Sendung.
Diese Zugriffsverzögerung ist unerwünscht und insbesondere
störend, wenn der Verkehr schwach ist. Bei leichtem
Verkehr hat der Benutzer die hohe Erwartung, unmittelbar
zum Kanal zuzugreifen. Er ist wahrscheinlich weniger
geduldig als wenn er weiß oder erwartet, daß sehr starker
Verkehr herrscht.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum
Zugriff in einem Fernübertragungssystem angegeben, das
eine Zentralstation und eine entfernte Einheit aufweist
mit Einrichtungen für die Nachrichtenübertragung über
einen TDMA-Kanal, enthaltend die im Anspruch 1 angegebenen
Merkmale.
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
abhängigen Ansprüche. Ein weiterer Aspekt der Erfindung
ist Gegenstand des Anspruchs 7. Bevorzugte Ausgestaltungen
davon sind Gegenstand der Ansprüche 8 bis 10.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Austausch von Befehlen zwischen einer
entfernten Einheit und einer Zentraleinheit
während des Zugriffs zu einem Kanal nach dem
Stand der Technik;
Fig. 2 eine typische Aufteilung von
einlaufenden und abgehenden Kanälen in einem
TDMA-Fernübertragungssystem gemäß dem Stand der
Technik;
Fig. 3 einlaufende und abgehende Verbindungen in einem
TDMA-Übertragungssystem gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 4 eine entfernte Einheit gemäß der bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung.
Die Fig. 1 und 2 sind bereits unter Bezugnahme auf den
Stand der Technik erläutert worden. Eine bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung wird nun anhand der Fig. 3
und 4 erläutert.
Bezugnehmend auf Fig. 3 ist ein TDMA-Rufaufbauprotokoll
dargestellt, enthaltend zwei Übertragungsverbindungen auf
unterschiedlichen Frequenzen, die beispielsweise um 25 kHz
gegeneinander versetzt sind. Die abgehende Leitung von einer
Zentraleinheit zu entfernten Einheiten ist durch die Sequenz
von Zeitschlitzen 30 dargestellt. Die andere Leitung ist
durch die Sequenz von Zeitschlitzen 31 dargestellt. In jeder
Leitung ist die Zeit in Rahmen unterteilt, die sechs
Zeitschlitze aufweisen, wobei der erste Zeitschlitz ein
Signalisierungsschlitz (Kanal) ist und die Schlitze 2 bis 6
Verkehrsschlitze ("Kanäle") sind. Jeder Schlitz hat eine
Dauer von 15 ms. Ein Rahmen von sechs Schlitzen hat somit
eine Dauer von 90 ms.
Gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird
ein Ruf wie folgt aufgebaut. Der Bediener einer entfernten
Einheit drückt seine Sprechtaste (oder führt eine
äquivalente Handlung zur Anforderung einer Sendung aus), und
die entfernte Einheit sendet unmittelbar einen
ALOHA-Zugriffsbefehl auf dem ersten verfügbaren Kanal
(Signalisierungs- oder Verkehrskanal). Die Art und Weise, in
der die entfernte Einheit feststellt, welche Kanäle frei
sind, wird unten beschrieben. Diese Sendung eines
ALOHA-Zugriffbefehls ist durch den schattierten
Verkehrskanal 5 unmittelbar im Anschluß an das Drücken der
Sprechtaste (PTT) dargestellt. Die Zentraleinheit empfängt
diesen ALOHA-Zugriffsbefehl, und im ersten verfügbaren
Schlitz (Verkehrs- oder Signalisierungsschlitz) sendet die
Zentraleinheit einen Bestätigungsbefehl und einen
AHOI-Befehl (C). Im Beispiel von Fig. 3 werden diese auf
dem Signalisierungskanal (Kanal 1 abgehend) übertragen.
Die gerufene Einheit sendet ihre Bestätigung im ersten
verfügbaren Zeitschlitz (Verkehrs- oder
Signalisierungschlitz), der in dem gezeigten Beispiel der
Signalisierungskanal ist (Kanal 1 einlaufend). Die Art und
Weise, in der die gerufene Einheit "erkennt", welcher
Schlitz verfügbar ist, ist die gleiche wie für die rufende
Einheit und wird unten beschrieben.
Die Zentraleinheit sendet den "GOTO CHANNEL"-Befehl im
nächsten verfügbaren Schlitz, der in diesem Falle der Kanal
3 abgehend ist. Die Zentraleinheit weist die gerufene
Einheit an, auf einen gewählten Kanal zu schalten, der, wenn
alle Kanäle frei sind und irgendwelchen anderen
Anforderungen ausgesetzt sind, der Kanal des unmittelbar
folgenden Zeitschlitzes sein kann - Kanal 3 einlaufend.
Die Gesamtzeit zwischen dem Drücken der Sprechtaste (PTT)
und dem Zugriff zu dem Verkehrskanal im gezeigten Beispiel
beträgt 75 ms. Obgleich dies ein "Bestfall"-Zustand ist,
stellt es doch eine wesentliche Verringerung gegenüber den
240 ms dar, die für den schlechtesten Fall im typischen
bekannten System erläutert wurden.
Jede entfernte Einheit überwacht die abgehende Leitung und
empfängt und decodiert Befehle, die an andere entfernte
Einheiten adressiert sind. Wenn die Zentraleinheit einen
GOTO CHANNEL-Befehl aussendet, dann erkennt eine entfernte
Einheit diesen Befehl und nimmt den Kanal zur Kenntnis, der
zugewiesen worden ist, obgleich der Befehl nicht für die
betreffende entfernte Einheit bestimmt ist. Auf diese Weise
kann die entfernte Einheit ein Protokoll von Kanälen
aufbauen, die zugewiesen worden sind, und von Kanälen, die
noch frei sind. Ein Kanal wird als frei aufgenommen, wenn
ein Kanalfreigabebefehl empfangen wird oder, falls in einem
System ein solcher Befehl nicht existiert, durch Erkennung
einer Nicht-Verkehrs-Charakteristik in jenem Zeitschlitz, in
welchem Falle der Kanal als freigeworden erkannt wird. Die
Nicht-Kanal-Charakteristik ist ein unmodulierter Träger, ein
Leerlaufmuster oder überhaupt kein Träger, (abhängig vom
Senderaufbau) kann aber auch jede
Nicht-Verkehrs-Charakteristik sein, wie im Stand der
Technik.
Wenn der Gesamtverkehr auf einem Kanal zunimmt, sinkt der
Nutzen der Erfindung. Wenn vier von fünf Verkehrskanälen
besetzt sind, dann ist somit die Verbesserung im üblichen
Maße herabgesetzt.
Bezugnehmend auf Fig. 4 sind Details einer entfernten
Einheit dargestellt. Die entfernte Einheit enthält eine
Antenne 40, die mit einem Duplexer 41 verbunden ist, der
seinerseits mit einer HF-Empfangsschaltung 42 und einer
HF-Sendeschaltung 43 verbunden ist. Die Empfangsschaltung 42
ist mit einem A/D-Wandler 44 verbunden und die
Sendeschaltung 43 ist mit einem D/A-Wandler 45 verbunden.
Die Wandler 44 und 45 sind Eingang bzw. Ausgang eines
digitalen Signalprozessors, der verschiedene Funktionen
ausführt, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es sind
somit ein Demodulator 46, ein Modulator 47, ein
Kanalformatierer 48, eine Nachschlagetabelle 49, ein
Kanalfehlercodierer 50 und ein Sprachcodierer 51 vorgesehen.
Der Sprachcodierer 51 ist mit einem A/D-Wandler 52 für die
Gegensprechverbindung mit einem Handapparat verbunden. Der
Sprachcodierer 51 und der Wandler 52 können
selbstverständlich in einem Datenübertragungssystem ersetzt
sein.
Die entfernte Einheit kommuniziert mit einer Zentraleinheit
11.
Wenn die entfernte Einheit (mobiler oder tragbarer
Sendeempfänger) eingeschaltet wird, dann beginnt er,
Sendungen von der Zentralstation zu empfangen, und er
synchronisiert mit Bursts, die von der Zentralstation
empfangen werden. Dies wird mittels eines Synchronworts
erreicht, das von der Zentralstation zu Beginn eines jeden
Rahmens oder Zeitschlitzes empfangen wird. Diese Signale
werden über die HF-Empfangsschaltung 42 aufgenommen, im
Demodulator 46 demoduliert und im Kanalformatierer 48
mittels eines Synchronalgorithmus bekannter Art
identifiziert. Die Einheit bleibt in einem Leerlauf zustand,
in dem die Empfangsschaltung 42 aktiv ist. Die Einheit
empfängt, moduliert und decodiert die
Signalisierungsinformation, die von der Zentraleinheit in
den Signalisierungszeitschlitzen empfangen wird. In dieser
Information sind die Kanalzuweisungsbefehle zu anderen
Benutzern im Funknetz enthalten. Beispielsweise kann die
Einheit mit der Nummer 20 einen Befehl "GOTO CHANNEL"
empfangen. Dieser Befehl wird identifiziert, und in der
Nachschlagetabelle 49 wird ein Kennzeichen gesetzt, das
angibt, daß der Kanal mit Nummer 2 zugewiesen worden ist und
besetzt ist. Die Nachschlagetabelle 49 hat einen
Kennzeicheneingang für jeden der fünf Verkehrskanäle. Wenn
der Verkehr zunimmt und weitere Kanäle zugewiesen werden,
dann werden die Kanalzuweisungsbefehle in der Tabelle 49
aufgezeichnet. Wenn das System von den Kanalfreigabebefehlen
Gebrauch macht, dann bewirkt der Empfang eines
Kanalfreigabebefehls, daß das Kennzeichen für jenen Kanal in
der Tabelle 49 gelöscht wird. Wenn kein Kanalfreigabebefehl
verwendet wird, das heißt, wenn ein Kanal nur durch
Beendigung der Sendung freigegeben wird, dann wird das
Kennzeichen Bit in der Tabelle 49 gelöscht, wenn die Einheit
ermittelt, daß in jenem Zeitschlitz kein Verkehr mehr
stattfindet.
Innerhalb einer kurzen Zeitdauer nach dem Einschalten hat
die Einheit Kenntnis über den Verkehr auf den Kanälen
erlangt, und dies wird in der Tabelle 49 gespeichert.
Als eine Alternative zur Überwachung von "GOTO
CHANNEL"-Befehlen kann die Einheit einfach ermitteln, ob
Verkehr auf den einzelnen Kanälen vorhanden ist. Dies
schafft eine schnellere Kenntnis über die existierende
Verkehrsinformation.
Verschiedene Kombinationen von Kanal zuweisungs- und
-freigabekanälen und Verkehrsmessungen können da zu verwendet
werden, die Tabelle 49 aufzubauen.
Wenn der Bediener die Sprechtaste (nicht dargestellt)
drückt, dann prüft der Kanalformatierer 48 die Tabelle 49, um
einen freien Kanal zu ermitteln. Der Kanalformatierer 48
setzt ein Telegramm zur Aussendung an die Zentralstation, um
das mit einem Synchronwort beginnt und einen
ALOHA-Zugriffsanforderungsbefehl enthält. Der
Kanalformatierer 48 gibt dieses Telegramm an den Modulator
47 zu Beginn des ersten unbenutzten Verkehrskanalschlitzes,
wie durch die Tabelle 49 angegeben. Das Telegramm wird zur
Sendeschaltung 43 durchgeleitet, die zum geeigneten
Zeitpunkt eingeschaltet wird, und das Telegramm wird über
die Antenne 40 übertragen.
Die Zentralstation, die jene ist, die die Kanalzuweisungen
aussendet und die Kanalfreigabebefehle empfängt, erkennt,
wenn in einem gegebenen Zeitschlitz kein Verkehr vorhanden
ist. Die Zentralstation führt eine vergleichbare
Nachschlagtabelle von Kanälen und ihren Zuweisungen.
Die Betriebsweise in der Zentralstation ist wie folgt: Die
Zentralstation wird dazu vorbereitet, eine
ALOHA- Zugriffanforderung von irgendeiner der Einheiten im
Netz zu empfangen. Wenn sie dementsprechend die
ALOHA-Zugriffsanforderung empfängt (und unter der Annahme,
daß keine Kollisionen vorhanden sind, das heißt, keine
weiteren Einheiten gleichzeitig und im selben Zeitschlitz
eine ALOHA-Zugriffsanforderung aussenden), empfängt sie das
Telegramm, decodiert daraus die Identität der den Zugriff
anfordernden Einheit und sendet im unmittelbar nachfolgenden
Signalisierungszeitschlitz (Schlitz 1 in Fig. 3) eine
Bestätigung und eine AHOI-Sendung, die die gerufene Einheit
identifiziert.
Die mobile oder tragbare Einheit empfängt die Bestätigung
und das AHOI sendet seine Bestätigung im nächsten
verfügbaren Zeitschlitz (Verkehrs- oder
Signalisierungsschlitz). Der weitere Ablauf ist wie oben
beschrieben.
Wenn der Verkehr zunimmt, verlassen sich die Einheiten mehr
und mehr auf einen vorbestimmten Signalisierungskanal für
die Signalisierung, bis die Kanäle gesättigt sind, bis keine
Kanäle mehr für die Zuweisung verfügbar sind, und alle
weitere Signalisierungsinformation wird auf dem
entsprechenden einlaufenden oder abgehenden
Signalisierungskanal gesendet.
Wenn zwei entfernte Einheiten gleichzeitig und in sich
störender Weise ALOHA-Zugriffsanforderungen gleichzeitig
im selben Zeitschlitz aussenden und mit einer Signalstärke,
daß es nicht möglich ist, eine oder beide Signale zu
unterscheiden, dann gibt es eine Kollision, und eine oder
beide Einheiten müssen von neuem versuchen. Das System der
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vermindert die
Wahrscheinlichkeit von Kollisionen, weil die
Signalisierungssendungen nicht alle auf denselben
Signalisierungskanal gezwungen werden.
Es versteht sich, daß eine entfernte Einheit gemäß dem
bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einer
weiteren entfernten Einheit kommunizieren kann, die alle
ihre Signalisierungen auf dem Signalisierungskanal ausführt
(in Übereinstimmung mit dem typischen bekannten System). Die
Zugriffszeitverminderung ist dann nicht so groß, jedoch noch
immer beträchtlich.
Es versteht sich auch, daß es nicht wichtig ist, daß die
zentrale Einheit dazu eingerichtet ist, Signalisierungen auf
Signalisierungskanälen und Verkehrskanälen auszusenden. In
einem System, in dem die Zentraleinheit nur Signalisierungen
auf dem Signalisierungskanal aussendet, ergibt sich dennoch
eine wesentliche Verringerung der Zugriffszeit, weil die
rufende Einheit nicht bis zum nächsten einlaufenden
Signalisierungszeitschlitz warten muß, bevor sie ihren
ALOHA-Zugriffsbefehl aussendet. In einem Teil der Fälle wird
sie unter Verwendung eines freien Verkehrskanals ihre
ALOHA-Zugriffsanforderung rechtzeitig für die Zentraleinheit
aussenden, um die Anforderung zu empfangen und ihre
Bestätigung und AHOI-Sendungen im unmittelbar nachfolgenden
abgehenden Signalisierungszeitschlitz auszusenden. Dies
allein kann zu einer Zugriffszeit von nur 150 ms im
beschriebenen Beispiel führen, obgleich die nachfolgende
Signalisierung im Signalisierungskanal ausgeführt werden
kann.
Claims (10)
1. Zugriffsverfahren in einem Fernübertragungssystem mit
einer Zentralstation (11) und einer entfernten Einheit (10)
mit Einrichtungen zur Nachrichtenübertragung über eine
TDMA-Leitung, enthaltend:
Schaffen vorbestimmter Signalisierungsschlitze und vorbestimmter Verkehrsschlitze zur Aussendung von Signalisierungsinformation und Verkehrsinformation von der Zentralstation zu der entfernten Einheit während relativ starken Verkehrs;
Schaffen vorbestimmter Signalisierungsschlitze und vorbestimmter Verkehrsschlitze für die Übertragung von Signalisierungsinformation und Verkehrsinformation von der entfernten Einheit zur Zentralstation während relativ starken Verkehrs; gekennzeichnet durch folgende Maßnahmen:
der entfernten Einheit wird erlaubt, die Signalisierungsinformation in einem Verkehrsschlitz während relativ leichten Verkehrs auszusenden,
Empfangen der Signalisierungsinformation an der Zentralstation während des Verkehrsschlitz es und Behandeln der Information als Signalisierungsinformation.
Schaffen vorbestimmter Signalisierungsschlitze und vorbestimmter Verkehrsschlitze zur Aussendung von Signalisierungsinformation und Verkehrsinformation von der Zentralstation zu der entfernten Einheit während relativ starken Verkehrs;
Schaffen vorbestimmter Signalisierungsschlitze und vorbestimmter Verkehrsschlitze für die Übertragung von Signalisierungsinformation und Verkehrsinformation von der entfernten Einheit zur Zentralstation während relativ starken Verkehrs; gekennzeichnet durch folgende Maßnahmen:
der entfernten Einheit wird erlaubt, die Signalisierungsinformation in einem Verkehrsschlitz während relativ leichten Verkehrs auszusenden,
Empfangen der Signalisierungsinformation an der Zentralstation während des Verkehrsschlitz es und Behandeln der Information als Signalisierungsinformation.
2. Fernübertragungssystem mit einer Zentralstation (11) und
wenigstens einer entfernten Einheit (10), die zur
Kommunikation über einen TDMA-Kanal eingerichtet sind,
wobei die entfernte Einheit gekennzeichnet ist durch Einrichtungen zum Aussenden von Signalisierungsinformation in einem Signalisierungsschlitz während relativ starken Verkehrs und zum Aussenden von Signalisierungsinformation selektiv in einem Signalisierungsschlitz oder einem Verkehrsschlitz während relativ schwachen Verkehrs und
die Zentralstation durch Einrichtungen gekennzeichnet ist zum Empfangen der Information während des Verkehrsschlitzes und zum Behandeln der Information als Signalisierungsinformation.
wobei die entfernte Einheit gekennzeichnet ist durch Einrichtungen zum Aussenden von Signalisierungsinformation in einem Signalisierungsschlitz während relativ starken Verkehrs und zum Aussenden von Signalisierungsinformation selektiv in einem Signalisierungsschlitz oder einem Verkehrsschlitz während relativ schwachen Verkehrs und
die Zentralstation durch Einrichtungen gekennzeichnet ist zum Empfangen der Information während des Verkehrsschlitzes und zum Behandeln der Information als Signalisierungsinformation.
3. System nach Anspruch 2, bei dem die Zentralstation
Einrichtungen zum Aussenden einer Bestätigung und zum
Einleiten einer Kanalzuweisung in Abhängigkeit vom Empfang
der Signalisierungsinformation im Verkehrsschlitz enthält.
4. System nach Anspruch 2 oder 3, bei der die Einrichtung in
der entfernten Einheit zum Aussenden von
Signalisierungsinformation eine Einrichtung zum Aussenden
einer Kanalzugriffsanforderung enthält.
5. System nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei dem die
Zentralstation eine Einrichtung zum Aussenden eines
Kanalzuweisungsbefehls in einem Verkehrsschlitz bei relativ
schwachem Verkehr enthält.
6. System nach einem der Ansprüche 2 bis 5, bei dem die
entfernte Einheit eine Einrichtung (49) zum Überwachen von
Kanalzuweisungsbefehlen an andere entfernte Einheiten und
zum Speichern der Identifikationen zugewiesener Kanäle und
zum Identifizieren der dem Verkehr nicht zugewiesenen
Zeitschlitze daraus enthält.
7. Entfernte Einheit (10) zur Nachrichtenübertragung in
einem Funkfernübertragungssystem, enthaltend eine
Zentralstation (11) und wenigstens eine entfernte Einheit,
die dazu eingerichtet sind, über mehrere Kanäle miteinander
zu kommunizieren, enthaltend mehrere Verkehrskanäle und
wenigstens einen vorbestimmten Signalisierungskanal, wobei
jeder Kanal eine Folge von Zeitschlitzen enthält, die mit
Zeitschlitzen der anderen Kanäle verschachtelt sind,
gekennzeichnet durch:
Einrichtungen (49) zum Überwachen der Benutzung von Kanälen durch andere entfernte Einheiten;
Einrichtungen zum Aussenden einer Signalisierung auf einem Verkehrskanal, der als unbenutzt ermittelt wurde;
Einrichtungen zum Aussenden einer Signalisierung auf den vorbestimmten Verkehrskanal, wenn kein unbenutzter Verkehrskanal vorhanden ist, dessen Zeitschlitz vor dem Zeitschlitz des vorbestimmten Verkehrskanals erscheint.
Einrichtungen (49) zum Überwachen der Benutzung von Kanälen durch andere entfernte Einheiten;
Einrichtungen zum Aussenden einer Signalisierung auf einem Verkehrskanal, der als unbenutzt ermittelt wurde;
Einrichtungen zum Aussenden einer Signalisierung auf den vorbestimmten Verkehrskanal, wenn kein unbenutzter Verkehrskanal vorhanden ist, dessen Zeitschlitz vor dem Zeitschlitz des vorbestimmten Verkehrskanals erscheint.
8. Entfernte Einheit nach Anspruch 7, bei der die
Einrichtung zum Überwachen der Kanalbenutzung eine
Einrichtung zum Identifizieren von Kanalzuweisungsbefehlen,
die an andere entfernte Einheiten adressiert sind, enthält.
9. Entfernte Einheit nach Anspruch 7 oder 8, bei der die
Einrichtung zum Überwachen der Kanalbenutzung eine
Einrichtung zum Identifizieren von Kanalfreigabebefehlen,
die an andere entfernte Einheiten adressiert sind, enthält.
10. Entfernte Einheit nach Anspruch 7, 8 oder 9, bei der die
Einrichtung zum Überwachen der Kanalbenutzung eine
Einrichtung zum Identifizieren von Funkaktivität auf dem
Kanal enthält.
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