DE4230013A1 - Bett, sowie verstellbare bettboden und matratze dafuer - Google Patents
Bett, sowie verstellbare bettboden und matratze dafuerInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Bett
mit einem Untergestellt und einem darauf angeordnetenn verstell
baren Bettboden zur Unterstützung einer Matratze, wobei der
Bettboden in Längsrichtung aus mehreren Teilen zusammengesetzt
ist, von den die einander zugewandten in Querrichtung des
Bettes sich erstreckenden Enden durch Gelenkanordnungen mit
einander verbunden sind, und weiterhin mit Antriebsmitteln zur
gegenseitiger Verstellung der Teile.
Derartige Betten werden überwiegend in Hauspflege
situationen und auch in Krankenhäusern, Seniorenheimen,
Rehabilitationszentren, Heimen für Behinderten und dergleichen
benützt. Die Vestellbarkeit des Bettbodens eines derartigen
Bettes schafft für die sich darauf befindliche Person die
Möglichkeit in verschiedenen Stellungen zu liegen oder sitzen.
Bei den üblichen Betten der obenerwähnten Gattung bestehen die
Gelenkanordnungen zwischen den verschiedenen Teilen des Bett
bodens aus normalen Drehgelenken. Dies hat zur Folge, daß
wenn zwei Teile des Bettbodens gegenseitig gelenkig nach innen
bewegen, die darauf angeordnete Matratze an der oberen Seite
in Längsrichtung zusammengepreßt wird. Insbesondere wenn der
Rückenteil des Bettbodens, auf dem der Rücken und der Kopf der
Person liegt, gelenkig nach oben bewegt wird, entstehen große
Reibungsspannungen zwischen der Person und der Matratze am Ort
des Rücken- und Hüftteiles, und wird nur eine bequeme Haltung
erreicht nachdem die Person sich anders gesetzt hat. Dies ist
bei erwerbsfähigen Personen nicht wirklich ein Problem, doch
bei körperbehinderten Personen ist dann oft Hilfe von außen
benötigt um die Person in eine gute Haltung zu setzen. Dies
ist eine schwere Arbeit und führt häufig zu Verletzungen.
Es ist die Aufgabe der vorliegende Erfindung ein
gattungsgemäßes Bett zu schaffen, wobei dieses Problem auf
effektive Weise aufgehoben ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße
Bett dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Gelenk
anordnungen mit einem Bewegungsmechnismus zur gegenseitigen
waaggerechten wie auch senkrechten Verlagerung der benachbarten
Querenden der betreffenden Teile während die Verstellbewegung
der Gelenkanordnung zwischen ihnen versehen ist.
Diese Gelenkanordnung mit besonderem Bewegungsmecha
nismus ermöglicht den betreffenden Teil oder die betreffenden
Teile des Bettbodens bei dessen Winkelverstellung eine der
artige Bewegung ausführen zu lassen, daß der effektive oder
virtuelle Drehpunkt der Gelenkbewegung vorzugsweise nahezu mit
dem Drehpunkt des betreffenden Gelenkes der auf dem Bett
liegenden Person zusammenfällt, wodurch die Person eine sehr
natürliche Verdrehung erfährt und minimale Reibungsspannungen
mit der Matratze erfolgen.
Die gewünschten Bewegungen des beweglichen Teiles des
Bettbodens sind einfach zu bewirken wenn der Bewegungsmecha
nismus ein Gestänge ist.
Falls die Gelenkanordnung mit Bewegungsmechanismus
zwischen einem ortsfesten Teil und einem verstellbaren Teil
des Bettbodens angebracht ist, ist es vorteilhaft wenn die
Gelenkanordnung mit einem gelenkigen Viereckengestänge mit
einer ortsfesten Stangenseite versehen ist, während das Ende
des verstellbaren Teiles mit der gegenüberliegenden
Stangenseite verbunden ist.
Falls das Viereckengestänge ein Parallelogramm
bildet, wird das benachbarte Ende des verstellbaren Teiles
eine reine Kreisbewegung mit einem ortsfesten Mittelpunkt
ausführen, welcher Mittelpunkt dann den virtuellen oder
effektiven Drehpunkt der Gelenkanordnung bildet. Es kann in
manchen Fällen jedoch erwünscht sein eine andere Bewegung als
eine Kreisbewegung durch das benachbarte Ende des verstell
baren Teiles des Bettbodens ausführen zu lassen, in welchem
Fall dann die Längen der Stangenseiten derartig gewählt werden
können, daß die gewünschte Bewegung, wie z. B. eine ellips
förmige Bewegung erreicht wird.
Eine günstige Ausführung des erfindungsgemäßen
Bettes ist dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkbewegung des
betreffenden verstellbaren Teiles des Bettbodens von einer
schwenkstütze bewirkt wird, die diesen Teil des Bettbodens in
Längsrichtung verschiebbar unterstützt und drehfest an der
Stangenseite des Viereckengestänges angrenzend an der orts
festen Stangenseite befestigt ist.
Auf diese Weise findet auch die Gelenkbewegung des
verstellbaren Teiles durch den Bewegungsmechanismus statt,
währen durch die Verschiebbarkeit der Schwenkstütze in bezug
auf den verstellbaren Teil keine Behinderung durch die Ver
stellung des der Gelenkanordnung benachbarten Endes dieses
Teiles erfolgt.
Die Verstellbewegungen der Teile des Bettbodens
finden vorzugsweise motorisch statt mit Hilfe eines drehenden
oder linearen Motors. Falls mehrere Teile des Bettbodens
verstellt werden können, dann können diese Verstrellbewegungen
gekuppelt sein, doch auch unabhängig von einander mit Hilfe
verschiedener Motoren ausgeführt werden.
Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung ist es
vorteilhaft wenn sowohl der Bettboden wie auch ein diesen
umgebenden Bettrahmen eine einstellbare Länge haben.
Diese Maßnahme ermöglicht, daß ein Krankenhaus oder
Erteilungsinstanz nur ein Typ des Bettes oder Bettbodens auf
Lager hat, das an die Länge einer bestimmten Person angepaßt
werden kann. Demzufolge werden die Wahlprobleme vermieden
womit den Erteilungsinstanzen wie Ortskrankenkassen, Kranken
häuser und Anstalten heute konfrontiert werden, d. h. wieviel
Betten dieser Länge angekauft werden müssen.
Die Erfindung umfaßt auch einen Bettboden von der
vorhergehend beschriebenen Bauart, der als lose Bettboden auf
verschiedene Untergestellen angeordnet werden kann.
Weiterhin umfaßt die Erfindung eine Matratze, die
besonders geeignet ist zur Benützung auf dem vorhergehend
beschriebenen Bett, welche Matratze mindestens am Ort der
Gelenkanordnung mit Bewegungsmechanismus in der Nähe der
unteren Seite mit einem flexiblen plattförmigen Element
versehen ist. Diese plattförmige Element verhindert, daß die
Matratze in den Zwischenraum zwischen den der Gelenkanordnung
benachbarten Teilen gelangt und dort eingeklemmt wird.
Die Erfindung wird nachstehend weiter auseinander
gesetzt anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung schematisch darstellt. Es zeigen:
Fig. 1, 2 und 3 sehr schematische Seitenansichten
eines Bettes mit einem Bettboden nach dem Stand der Technik,
in einer Liegestellung, einer Zwischenstellung und einer
Sitzstellung, wobei die Folgen einer Verstellung für eine auf
dem Bett liegende Person dargestellt sind;
Fig. 4, 5 und 6 den Fig. 1, 2, 3 entsprechende
schematische Seitenansichten eines Ausführungsbeispieles des
Bettes mit einem erfindungsgemäßen Bettboden;
Fig. 7 und 8 schematisch die Einzelheiten VII bzw.
VIII der Fig. 4 und 6, wobei die Gelenkanordnung zwischen zwei
Teilen des Bettbodens dargestellt ist;
Fig. 9 eine Draufsicht auf die Gelenkanordnung der
Fig. 7;
Fig. 10 und 11 schematische Darstellungen alterna
tiver Bewegungsmechanismen für die Gelenkanordnung der Fig. 7
und 8;
Fig. 12 eine perspectivischen Teilansicht einer
teilweise weggebrochenen erfindungsgemäßen Matratze zur
Benützung auf dem Bett der Fig. 4-6;
Fig. 13-14 teilweise Längsschnitten der alternativen
Ausführungen der Matratze der Fig. 12;
Fig. 15 eine Draufsicht auf einen Teil des
erfindungsgemäßen Bettes.
Fig. 1-3 zeigen in sehr schematischer Seitenansicht
einen üblichen Bettboden 1 eines Bettes nach dem Stand der
Technik. Dieser Bettboden 1, der z. B. aus einem Latten-,
Spiral- oder Federkernboden bestehen kann, ist mit einem
umgebenden Bettrahmen lose auf einen nicht dargestellten
Untergestell angebracht und unterstützt eine Matratze 2, auf
der eine Person P liegen kann. Ein derartiges Bett ist
insbesondere für Anwendung in Hauspflegesituationen, doch auch
in Krankenhäusern, Seniorenheimen, Heimen für Behinderten und
dergleichen bestimmt. Auf einem derartigen Bett soll eine
Person nicht nur liegen, sondern z. B. auch sitzen können, wozu
der Bettboden 1 verstellbar ausgeführt ist um von einer
flachen waagerechten Liegestellung nach Fig. 1 aus nach einer
Sitzstellung nach Fig. 3 verstellt zu werden.
Für diese Verstellung ist der Bettboden 1 in Längs
richtung aus vier Teilen zusammengesetzt, d. h. einem Rücken
teil 3, einem Hüftteil 4, einem Oberschenkelteil 5 und einem
Unterschenkelteil 6. Der Rückenteil 3 und der Hüftteil 4 sind
durch eine Gelenkanordnung 7 verbunden, und der Hüftteil 4 und
der Oberschenkelteil 5, bzw. der Oberschenkelteil 5 und der
Unterschenkelteil 6 sind durch eine Gelenkanordnung 8 bzw. 9
verbunden. Die Gelenkanordnungen 7, 8 und 9 bestehen aus
einfachen Zapfengelenken, mit den die Teile 3, 4, 5 und 6 mit
ihren Enden gegenseitig genau gelenkig bewegen.
Wie durch die Person P in den Fig. 2 und 3
illustriert ist, wird bei einer Verstellung des Bettbodens 1
und insbesondere bei der Gelenkbewegung des Rückenteiles 3 um
das Gelenk 7 an dem Hüftteil 4 herum die Matratze 2 an ihrer
oberen Seite zusammengepreßt und faktisch verkürzt. Dadurch
wird auch die auf der Matratze 2 liegende Person P gleichsam
in der Längsrichtung zusammen und nach vorne gepreßt, wodurch
in der Stellung nach Fig. 3 eine sehr unangenehme und durch
Reibung belastete Haltung eingenommen wird. Im Fall einer
erwerbfähige Person P kann die Person sich anders setzen
wodurch nachträglich eine angenehme Stellung erreicht wird. Im
Fall einer ganz oder teilweise körperbehinderten Person P wird
jedoch Hilfe von außen nötig sein um sich richtig setzen zu
können. Dies ist für Pflegepersonal eine sehr belastende
Aufgabe die Verletzungen verursachen kann.
Die Fig. 4-6 zeigen denn erfindungsgemäßen Bettboden
1, wobei das normale Gelenk 7 zwischen dem Rückenteil 3 und
dem Hüftteil 4 des Bettbodens 1 ersetzt worden ist durch eine
besondere, mit einem Bewegungsmechanismus versehene Gelenk
anordnung 10 die dafür sorgt, daß bei der Gelenkbewegung des
Rückenteiles 3 in bezug auf den Hüftteil 4 des Bettbodens 1
das Ende 3′ des Rückenteiles 3 sowohl in waagerechter wie auch
in senkrechter Richtung zum Hüftteil 4 bewogen wird, wodurch
ein virtueller oder effektiver Gelenkpunkt 11 erhalten wird,
der sich etwa auf der Höhe der Kontaktstelle zwischen der
Person P und der Matratze 2 befindet, wodurch die obere Seite
der Matratze 2 nur gebogen und nicht in Längsrichtung
zusammengepreßt wird, so daß die natürliche Haltung der
Person P auf die Matratze 2 behalten bleibt und immer eine
angenehme Stellung verbleibt, wodurch eine Anderssetzung oder
Versetzung dieser Person nicht benötigt ist. Übrigens wird
bemerkt, daß eine derartige Gelenkanordnung als diese
zwischen dem Rückenteil 3 und dem Hüftteil 4 auch zwischen den
anderen Teilen des Bettbodens 1 angeordnet sein kann, doch zum
Erreichen eines befriedigenden Resultats genügt die Anordnung
zwischen dem Rückenteil 3 und dem Hüftteil 4 schon.
Die Fig. 7-9 zeigen die verschiedenen Unterteile der
Gelenkanordnung 10 an einer Seite des Bettes, wobei erwogen
werden soll, daß eine derartige Gelenkanordnung im allge
meinen auch an der anderen Seite angebracht ist. Zu erkennen
sind die Teile 3 und 4 des Bettbodens 1, die mittels der
besonderen Gelenkanordnung 10 mit einander verbunden sind. Die
Gelenkanordnung 10 umfaßt als Bewegungsmechanismus ein paral
lellogrammförmiges Gestänge mit einer ortsfesten Stangenseite,
zwei gelenkigen Stangenseiten und einer beweglichen Stangen
seite. Die ortsfeste Stangenseite wird vom Untergestellt oder
vom Bettrahmen 12 gebildet, an dem der Hüftteil 4 fest ange
bracht ist. Eine gelenkige Stangenseite ist von einem abge
winkelten Arm 13 gebildet die über ein Gelenk 14 am Bettrahmen
12, bzw. dem Hüftteil 4 angelenkt ist. Die gegenüberliegende
gelenkige Stangenseite des Gestänges wird von einem Winkel
hebel 16 gebildet, der über ein Gelenk 17 mit dem Bettrahmen
12 verbunden ist. Die vierte, der ortsfesten Seite gegenüber
liegende Stangenseite des Gestänges wird von einem Profilteil
18 gebildet, auf dem eine Stütze 19 senkrecht und drehfest
befestigt ist, welche Stütze 19 an ihrem oberen Ende ein
Gelenk 20 am Ende 3′ des Rückenteiles 3 trägt. Der Profilteil
18 ist mittels Gelenken 21 und 22 mit dem Arm 13 bzw. dem
Winkelhebel 16 verbunden.
Am Winkelhebel 16 ist drehfest eine Schwenkstüzte 23
angebracht, die den Rückenteil 3 des Bettbodens an eine
Auflage 24 verschiebbar unterstützt und bei einer Verstellung
der Gelenkanordnung 10 den Rückenteil 3 des Bettbodens 1
verschwenken läßt. Die Verschiebungsfreiheit zwischen dem
Rückenteil 3 und der Schwenkstütze 23 gleicht die Bewegung des
Endes 3′ des Rückenteiles 3 in bezug auf die Schwenkstüzte 23
aus.
Ein drehender Antriebsmotor, von dem in der Zeichnung
nur die Abtriebsachse 25 dargestellt worden ist, greift über
einen Arm 26 und eine Getriebestange 27 über ein Gelenk 28 an
den Winkelhebel 16 an, so daß eine Rotation der Abtriebsachse
25 des Motors zu einer Rotation des Winkelhebels 16 um das
Gelenk 17 herum und damit zu einer Verstellbewegung der ganzen
Gelenkanordnung 10 führt. Selbstverständlich könnte statt
eines drehenden Motors auch ein linearer Motor, wie eine
Zylinderkolbenanordnung angewandt werden, der an eine der
beweglichen Stangenseiten des Viereckengestänges angereift.
Ein Vergleich der Fig. 7 und 8 wird deutlich machen,
daß die Verstellung des Rückenteiles 3 des Bettbodens einer
seits aus einer Verschwenkung oder Gelenkbewegung des Rücken
teiles 3 um das Gelenk 20 an seinem Ende 3′ herum, und
andererseits aus sowohl einer waagerechten wie auch eine
senkrechten Bewegung seines Endes 3′ am Ort des Gelenkes 20
besteht. Im dargestellten Fall macht das benachbarte Ende 3′
des Rückenteiles 3 des Bettbodens eine reine Kreisbewegung um
den vom virtuellen Gelenkpunkt 11 gebildeten Mittelpunkt wegen
der Parallellogrammkonstruktion des Viereckengestänges der
Gelenkanordnung 10. Dieser effektive Gelenkpunkt 11 wird
vorzugsweise an der Kontaktstelle zwischen der Matratze 2 und
der darauf liegenden Person P oder an der Stelle deren Hüft
gelenkes liegen, wodurch die Person P nur eine Schwenkbewegung
deren Oberkörpers erfährt und in der Längsrichtung nicht
zusammen und nach vorne gepreßt wird. Statt eines parallello
grammförmigen Viereckgestänges der Gelenkanordnung 10 kann
auch für eine andere Ausführung gewählt werden, wodurch das
untere Ende 3′ des Rückenteiles 3 keine reine Kreisbewegung
macht, doch z. B. eine ellipsförmige Bewegung oder dergleichen.
Viele Faktoren können die günstigste Verstellbewegung des
Rückenteiles 3 bedingen.
Die Fig. 10 und 11 zeigen alternative Ausführungs
beispiele des als Gestänge konzipierten Bewegungsmechanismus
der Gelenkanordnung 10. Diese Gestängemechanismen sind der
artig entworfen, daß das sich am Gelenk 20 befindende Ende 3′
des Rückenteiles 3 bei einer aufwärtsen Verschwenkbewegung des
Rückenteiles 3 eine größere senkrechte als waagerechte
Bewegung erfährt und deshalb keine kreisförmige Bewegung
macht. In Fig. 10 ist dazu die effektive Länge des Armes 13
zwischen den Gelenken 14 und 21 kürzer gemacht als die
effektive Länge des Winkelhebels 16 zwischen den Gelenken 17
und 22. Auch die Länge des Bettrahmens zwischen den Gelenken
14 und 17 ist kleiner als die Länge des gegenüberliegenden
Profilteiles 18 zwischen den Gelenken 21 und 22. Durch diese
ungleichen Längen stehen die gegenüberliegenden Stangenseiten
des Viereckengestänges selbstverständlich nicht parallel zu
einander. Weiterhin ist die Stütze 19 für das Gelenk 20 nicht
zwischen den Gelenken 21 und 22 am Profil 18 angebracht,
sondern auf einem Ansatz 18′ vorbei dessen Gelenk 22. Zuletzt
ist die Schwingstütze 23 nicht unmittelbar am Winkelhebel 16
angebracht, doch sie ist separat an einem Gelenk 29 aufge
hängt, das sich auf der gleichen Höhe wie das Gelenk 17
befindet. Eine Stange 30 zwischen dem Winkelhebel 16 und der
Schwenkstütze 23 sorgt dafür, daß die Schwenkstütze 23
dieselbe Winkelverdrehung wie der Winkelhebel 16 erfährt. Dies
alles hat zur Folge, daß das Gelenk 20 die Bewegung gemäß
dem dargestellten Pfeil machen kann, wobei in der Endstellung
das Gelenk 20 sich etwa über dem Gelenk 29 der Schwenkstütze
23 befindet.
In der Ausführung nach Fig. 11 ist der Arm 13 von
einer Schlitze 13′ ersetzt worden, in der das Gelenk 21
schieben kann. Indem das Gelenk 21 in diesem Fall nur eine
waagerechte Bewegung macht und das Gelenk 22 eine Kreis
bewegung, wird die Bahn des Gelenkes 20 gemäß dem darge
stellten Pfeil elliptisch sein. Als weiteres Alternativ kann
der Arm 30 vom Profil 18 hinaus sich abwärts erstrecken und um
ein unteres Gelenk drehen.
Wie schon eher erwähnt ist, können die Gelenk
anordnungen zwischen den anderen Teilen des Bettbodens auf
ähnliche Weise oder mindestens gemäß dem gleichen Prinzip wie
die Gelenkanordnung 10 ausgebildet sein. Die Bewegung des
Oberschenkelteiles 5 des Bettbodens 1 kann übrigens unabhängig
der Bewegung des Rückenteiles 3 gemacht werden, oder als
alternativ auch damit gekuppelt sein. Selbstverständlich sind
auch andere Stellungen als in Fig. 6 dargestellt möglich.
Aus der vorhergehenden Beschreibung und insbesondere
aus den Fig. 4-6 wird es deutlich, daß bei einer Verstellung
der Gelenkanordnung 10 der Rückenteil 3 und der Hüftteil 4 des
Bettbodens 1 zu und weg voneinander bewegt werden, so daß ein
größer und kleiner werdenden Zwischenraum gebildet wird. Die
Gefahr besteht dabei, daß wenn der Zwischenraum zwischen den
Teilen 3 und 4 kleiner wird die Matratze 2 in den Zwischenraum
gelangt und eingeklemmt wird, was zu Beschädigungen der
Matratze 2 oder des Bettbodens 1 führen kann. Selbstverständ
lich ist es möglich die Teile 3 und 4 einander verschiebbar
überlappen zu lassen, so daß kein Zwischenraum entsteht.
Andererseits ist es möglich die Matratze derartig auszubilden,
daß verhindert wird, daß sie in dem Raum zwischen den Teilen
3 und 4 eingeklemmt wird. Mögliche Ausbildungen der letzten
Lösung sind in den Fig. 4-6 und 12-14 dargestellt.
Die Fig. 4-6 zeigen, daß die Matratze 2 mindestens
in dem Bereich der Gelenkanordnung 10 des Bettbodens 1 mit
einem flexiblen plattförmigen Element 31 versehen ist. Dieses
plattförmige Element 31 ist an oder in der Nähe der unteren
Seite der Matratze 2 angeordnet und erstreckt sich vorzugs
weise über die ganze Breite der Matratze 2. Sowohl das platt
förmige Element 31 flexibel ist, soll es genügend starr sein
um zu verhindern, daß es in den Zwischenraum zwischen den
Teilen 3 und 4 gelangt.
In Fig. 12 ist eine erste Art von Einarbeitung in der
Matratze dargestellt, wobei die Platte zwischen der Matratze
und einem abnehmbaren Überzug 33 aufgenommen ist. Diese Art
von Anordnung des plattförmigen Elementes 31 ist insbesondere
geeignet für normale Matratzen, die nachher mit dem platt
förmigen Element 31 versehen werden. Zwecks der
Ventilation ist das plattförmige Element 31 mit Ventilations
öffnungen 32 versehen. Weiterhin können Maßnahmen getroffen
werden um zu verhindern, daß das plattförmige Element 31 in
bezug auf die Matratze 2 sich verschiebt.
Fig. 13 zeigt eine andere Ausfführung, wobei das
plattförmige Element 31 in der aus Schaumstoff, wie Latex,
gefertigten Matratze 2 aufgenommen ist. Das plattförmige
Element 31 kann dabei an der Oberfläche angeordnet sein und
mit Verankerungsgliedern am Schaumstoff verankert sein, doch
das plattförmige Element 31 kann auch völlig eingeschäumt sein
und sich in einem Abstand von der unteren Seite der Matratze 2
befinden. Diese Abstand kann z. B. 15 zu 20 mm sein.
Fig. 14 zeigt eine letzte Ausführungsform, wobei das
plattförmige Element 31 auf der äußeren Seite der Matratze 2
angebracht ist, z. B. mittels Klebestoffes der über die ganze
Oberfläche des plattförmigen Elementes 31 oder über einen Teil
davon angeordnet ist, z. B. auf eine schmale Streife in Quer
richtung der Matratze 2. Selbstverständlich sind auch andere
Verbindungsweisen möglich. Das plattförmige Element 31 kann
sowohl innerhalb wie auch außerhalb des Bezuges der Matratze
angebracht sein.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung geht
aus der Fig. 15 hervor, aus der ersichtlich ist, daß der
Bettrahmen 12, der um den Bettboden 1 herum sich erstreckt und
damit zusammen eine Einheit bildet, die auf einen Untergestell
positioniert werden kann, eine verstellbare Länge hat, um
zusammen mit einem ebenso in Längsrichtung verstellbaren
Bettboden 1 verstellt werden zu können. Durch diese Maßnahme
braucht man nur einen Standardeinlegerahmen auf Lager zu
halten, der wenn nötig verlängert werden kann falls er für
eine lange Person bestimmt ist.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die
Verstellmöglichkeit des Bettrahmens 12 durch die Teilung des
Bettrahmens 12 in zwei Teilen 12′ und 12′′ in Längsrichtung
gegeben. In dem einen, durch einen Profilteil gebildeten
Bettrahmenteil 12′ ist eine Stange 34 angebracht, über die der
andere Bettrahmenteil 12′′ schieben kann zur Einstellung der
Länge. Mittels einer Klemmanordnung oder einfache Zapfen
riegelungen 35 können die Bettrahmenteile 12′ und 12′ in bezug
auf einander in der gewünschten Längestellung festgesetzt
werden.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der
Bettboden 1 in Längsrichtung verstellbar mittels der
Gelenkanordnung 9 zwischen dem Oberschenkelteil 5 und dem
Unterschenkelteil 6 des Bettbodens 1, welche Gelenkanordnung
9 zwischen Profilteilen 36, 37 angebracht ist, welche
Profilteile 36, 37 in bezug auf den Oberschenkelteil 5 bzw.
den Unterschenkelteil 6 verschiebbar sind, um einerseits die
Teile 5 und 6 des Bettbodens 1 zu und weg von einander
verstellen zu können zur Einstellung der Länge des Bettbodens
1 und andererseits um die Stellung der Gelenkanordnung 9 in
bezug auf die beiden Teile 5 und 6 einstellen zu können zur
Regulierung der effektiven Länge der beiden Teile 5 und 6,
insbesondere zur Abstimmung der Länge des Oberschenkelteiles 5
auf die Oberschenkellänge der betreffenden Person.
Die Erfindung beschränkt sich nicht zu dem in der
Zeichnung dargestellten und im vorhergehenden beschriebenen
Ausführungsbeispiel, das auf verschiedene Weisen innerhalb des
Rahmens der Erfindung variiert werden kann.
Claims (12)
1. Bett mit einem Untergestell (12), und einem darauf
angeordneten, verstellbaren Bettboden (1) zur Unterstützung
einer Matratze (2), wobei der Bettboden (1) in Längsrichtung
aus mehreren Teilen (3-6) zusammengesetzt ist, von den die
einander zugewandten, in Querrichtung des Bettes sich
erstreckenden Enden durch Gelenkanordnungen (8-10) miteinander
verbunden sind, und weiterhin mit Antriebsmitteln (25) zur
Verstellung der Teile (3-6) zueinander, dadurch gekenn
zeichnet, daß mindestens eine (10) der Gelenkanordnungen
(8-10) mit einem Bewegungsmechanismus (12, 13, 16, 18) zum
sowohl waagerecht wie auch senkrecht zueinander Versetzen der
benachbarten Querenden der betreffenden Teile (3, 4) während
die Verstellbewegung der Gelenkanordnung (10) zwischen ihnen
versehen ist.
2. Bett nach Anspruch 1, wobei der Bewegungs
mechanismus (12, 13, 16, 18) eine Gestänge ist.
3. Bett nach Anspruch 2, wobei die Gelenkanordnung
(10) mit Bewegungsmechanismus zwischen einem ortsfesten Teil
(4) und einem verstellbaren Teil (3) des Bettbodens (1)
angeordnet ist und die Gelenkanordnung (10) mit einem
gelenkigen Viereckengestänge mit eine ortsfesten Stangenseite
(12) versehen ist, während das Ende (3′) des verstellbaren
Teiles (3) mit der gegenüberliegenden Stangenseite (18)
verbunden ist.
4. Bett nach Anspruch 3, wobei die Gelenkbewegung des
betreffenden verstellbaren Teiles (3) des Bettbodens (1) von
einer Schwenkstütze (23) bewirkt wird, die diesen Teil (3) des
Bettbodens (1) in Längsrichung verschiebbar unterstützt und
drehfest an der Stangenseite (16) des Viereckengestänges
angrenzend an der ortsfesten Stangenseite (12) angebracht ist.
5. Bett nach Anspruch 3 oder 4, wobei das Vierecken
gestänge ein Parallellogramm bildet.
6. Bett nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Gelenkanordnung (10) mit Bewegungsmechanismus
zwischen einem Rückenteil (3) und einem Hüftteil (4) des
Bettbodens (1) angeordnet ist.
7. Bett nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei sowohl der Bettboden (1) wie auch ein diesen umgebenden
Bettrahmen (12) eine einstellbare Länge haben.
8. Bett mit einem waagerechten Bettrahmen (12) und
einem innerhalb des Bettrahmens (12) passenden und dadurch
unterstützten verstellbaren Bettboden (1), dadurch
gekennzeichnet, daß sowohl der Bettrahmen (12) wie auch der
Bettboden (1) eine einstellbare Länge haben.
9. Bett nach Anspruch 8, wobei der Bettboden (1) aus
mehreren durch Gelenkanordnungen (7-10) verbundenen Teilen
(3-6) besteht, und mindestens eine Gelenkanordnung (8) in
Längsrichtung des Bettbodens verstellbar mit den benachbarten
Teilen (5, 6) verbunden ist.
10. Bettboden zur Anwendung in einem Bett nach einem
der vorhergehenden Ansprüche.
11. Bett nach einem der Ansprüche 1-9, versehen mit
einer Matratze (2), die mindestens an der Gelenkanordnung (10)
mit Bewegungsmechanismus in der Nähe der unteren Seite mit
einem flexiblen plattförmigen Element (31) versehen ist.
12. Matratze zur Anwendung beim Bett nach Anspruch 11.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL9101512A NL9101512A (nl) | 1991-09-09 | 1991-09-09 | Bed, alsmede verstelbare bedbodem en matras daarvoor. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4230013A1 true DE4230013A1 (de) | 1993-03-11 |
Family
ID=19859677
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924230013 Withdrawn DE4230013A1 (de) | 1991-09-09 | 1992-09-08 | Bett, sowie verstellbare bettboden und matratze dafuer |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4230013A1 (de) |
| NL (1) | NL9101512A (de) |
Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1991
- 1991-09-09 NL NL9101512A patent/NL9101512A/nl not_active Application Discontinuation
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1992
- 1992-09-08 DE DE19924230013 patent/DE4230013A1/de not_active Withdrawn
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL9101512A (nl) | 1993-04-01 |
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