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Aus
der Praxis sind Pflegebetten bekannt, bei denen sich der Liegerahmen
in mehrere Abschnitte gliedert. Zu diesen Abschnitten gehört
ein zentraler Abschnitt, der im Wesentlichen unbeweglich mit dem
Bettgestell verbunden ist. Unbeweglich in dem Sinne, als dass seine
horizontale Ausrichtung nicht verändert werden kann, gleichwohl
aber um eine vertikale Achse gedreht werden. Zum Fußende schließen
sich an den zentralen Abschnitt ein Oberschenkelabschnitt und ein
Unterschenkelabschnitt an. Im Falle eines Drehbetts gehört
hierzu noch ein im Bett starr befestigter Fußabschnitt.
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In
der Sitzstellung nimmt der Zentralabschnitt und der Oberschenkelabschnitt
das Gesäß und einen Teil der Oberschenkel des
Patienten auf.
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Zur
Kopfseite hin schließt sich an den Zentralabschnitt ein
Rückenabschnitt an, der gegebenenfalls noch einen Kopfabschnitt
zum Anheben des Kopfes enthalten kann.
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Beim
Anheben des Rückens soll eine Bewegung des Oberkörpers
gegenüber den Beinen erreicht werden. Da die Scharnierachse,
die den Rückenabschnitt mit dem Zentralabschnitt verbindet
in jedem Falle in vertikaler Richtung gegenüber der Achse
versetzt ist, die durch die beiden Hüftgelenke gebildet
sind, entsteht beim Anheben des Rückenabschnitts eine Verschiebung
des Patienten im Bett. Zudem ist die Bewegung deswegen unergonomisch, weil
bei leicht angehobenem Rücken die Bewegung nicht in den
Hüftgelenken stattfindet sondern im Bereich der Lendenwirbelsäule.
Beim im Bett liegenden Patienten befindet sich aber die Achse des
Hüftgelenkes über der Achse, bezüglich
derer der Rückenabschnitt schwenkbar ist. Hieraus resultiert
auch bei geringen Anhebungen des Rückens des Patienten eine
deutliche Längsverschiebung im Bett.
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Ausgehend
hiervon ist es Aufgabe der Erfindung ein Bett zu schaffen, bei dem
die Längsverschiebung des Patienten im Bett in den unteren
Winkelbereichen des Rückenabschnittes geringer ist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem im Bett
mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
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Bei
dem neuen Bett ist an einem Bettgestell ein Zentralabschnitt befestigt.
Der Zentralabschnitt kann mit dem Bettgestell starr verbunden sein
oder über ein Drehscharnier um den Zentralabschnitt bezüglich
einer vertikalen Achse gegenüber dem Bettgestell zu drehen.
Zur Kopfseite hin schließt sich an den Zentralabschnitt
ein Zwischenabschnitt an, der eine verhältnismäßig
kurze Erstreckung in Längsrichtung des Bettes hat. An diesem
Zwischenabschnitt ist bei dem neuen Bett der Rückenabschnitt
anscharniert. An dem Zwischenabschnitt greift eine gesteuerte Hebeeinrichtung
an, durch die die Lage der Scharnieranordnung, die den Rückenabschnitt
mit dem Zwischenabschnitt verbindet, abhängig von der Winkelstellung
des Rückenabschnitts, angehoben wird.
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In
der Horizontalstellung des Rückenabschnittes, in der der
Rückenabschnitt und der Zentralabschnitt in Verlängerung
zueinander liegen, befindet sich der Zwischenabschnitt ebenfalls
in dieser Ebene.
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Je
steiler der Rückenabschnitt aufgerichtet wird, umso höher
kommt die Scharnieranordnung, die den Rückenabschnitt mit
dem Zwischenabschnitt verbindet.
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Bei
dem neuen Bett sind sozusagen der Rückenabschnitt mit dem
Zentralabschnitt über einen Polygonzug verbunden, was dazu
führt, dass beim Anheben des Rückenabschnittes
die Schwenkrichtung zum Lendenwirbelbereich des Patienten verschoben
wird. Dadurch entsteht eine Beugung im Rumpf des Patienten, wenn
dieser entsprechend im Bett liegt. Da der Zentralabschnitt mit dem
Zwischenabschnitt und dem Rückenabschnitt einen Polygonzug
ergibt, der eine Kreisform annähert, ergibt sich andererseits
auch die Situation, dass zwischen dem Rückenabschnitt und
dem Zentralabschnitt eine virtuelle Dreh- oder Schwenkachse entsteht,
die entsprechend dem Proportionen des Zwischenabschnittes über
der durch den Liegerahmen definierten Ebene liegt.
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Es
versteht sich, dass am Schluss der Bewegung eine Sitztiefe entsteht,
die der normalen Stuhlsitztiefe entspricht. Gegen Ende der Bewegung
wird also trotz des virtuellen Gelenkes, das der Zwischenabschnitt
zusammen mit der Hebeeinrichtung bildet, eine Verschiebung des Patienten
im Bett stattfinden. Diese Verschiebung ist jedoch auf die steileren
Rückenwinkel beschränkt. Sie entspricht letztendlich dann
der Verschiebung, die der Patient in einem Bett erfährt,
wenn kein virtuelles Gelenk vorhanden ist, sondern sich die Scharnierachse
für den Rückenabschnitt an einer Stelle befindet,
die der Projektion der Scharnierachse mit virtuellem Gelenk auf
eine entsprechende horizontale Ebene entspricht.
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Ein
weiterer Vorteil der neuen Lösung besteht darin, dass die
Liegefläche aufgrund der polygonalen Annäherung
immer eine geschlossene Liegefläche ist. Es treten keine
entgegengesetzten Bewegungen auf, die ein Zurückweichen
irgendwelcher Teile des Rückenabschnittes verursachen.
Dies ist auch aus mechanischen Gründen aus der Sicht der Matratze
günstig. Es kann nicht zu irgendwelchen Einklemmsituationen
führen, wenn der Rücken aus der aufgerichteten
Stellung wieder flach gelegt wird.
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Es
kann von Vorteil sein, wenn die Scharnieranordnung, je Seite des
Bettes, ein Scharnier umfasst, das die benachbarten Längsholme
an der betreffenden Seite des Bettes miteinander verbindet. Dadurch
wird eine durchgehende Welle vermieden, die einen Federhub eines
eventuell vorhandenen Lattenrostes beschränkt.
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Günstige
Kraft- und Platzverhältnisse können sich ergeben,
wenn pro Seite des Bettes eine gesteuerte Hebeeinrichtung vorhanden
ist.
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Die
Hebeeinrichtung kann wahlweise als Hebelanordnung oder -mechanik
ausgeführt sein oder als Kulissenanordnung oder Kulissenführung.
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Im
Falle einer Hebelanordnung enthält die gesteuerte Hebeeinrichtung
wenigstens einen ersten Hebel, der mit dem Rückenabschnitt
verbunden ist und der ausgehend von dem Rückenabschnitt über die
Achse der zweiten Scharnieranordnung hinausragt, die den Rückenabschnitt
mit dem Zwischenabschnitt verbindet. Ferner gehört zu der
Hebelanordnung ein zweiter Hebel der an dem freien Ende des ersten
Hebels angelenkt ist und dessen anderes Endegestell fest anscharniert
ist.
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Günstige
Verhältnisse können sich ergeben, wenn die Scharnierachse,
an der die beiden Hebel miteinander scharnierartig verbunden sind
auf einer Geraden liegt, auf der die Achsen der ersten und der zweiten
Scharnieranordnung liegen, wenn sich der Rückenabschnitt
in der horizontalen Lage befindet, in der er in Verlängerung
des Zentralabschnitts verläuft. Hierdurch ergeben sich
kompakte Verhältnisse. Insbesondere kann der Anlenkungspunkt
des gestellfestgelagerten Hebels dichter an den Zentralteil herangerückt
werden.
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Die
Hebeleinrichtung hat ferner den Vorteil, dass keine Gleitbewegungen
sondern nur Drehbewegungen auftreten.
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Anstelle
der gesteuerten Hebeeinrichtung in Gestalt einer Hebelmechanik kann
wie erwähnt auch eine Kulissenanordnung verwendet werden.
Diese Kulissenanordnung kann eine entsprechend gekrümmt
verlaufende Führungsbahn umfassen, die beispielsweise gestellfest
angeordnet ist und einer Abtastrolle umfasst, die in der Führungsbahn
läuft und mit dem Rückenabschnitt gekuppelt ist.
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Eine
andere Möglichkeit besteht darin mit dem Rückenabschnitt
eine Art Nocken zu verbinden, der auf einer gestellfesten Abtastrolle
läuft. Dabei muss dem Nocken eine zweite mit der gegenüberliegenden
Seite der Rolle zusammenwirkende Wand zugeordnet sein um zu verhindern,
dass durch Zugkräfte die Rolle von der Nockenbahn frei
kommt.
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Im Übrigen
sind Weiterbildungen der Erfindung Gegenstand von Unteransprüchen.
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Die
nachfolgende Figurenbeschreibung erläutert Aspekte zum
Verständnis der Erfindung. Weitere nicht beschriebene Details
kann der Fachmann in der gewohnten Weise den Zeichnungen entnehmen,
die insoweit die Figurenbeschreibung ergänzen. Es ist klar
das die Erfindung nicht auf das erläuterte Ausführungsbeispiel
beschränkt ist, sondern alle Abwandlungen umfasst, die
dem Fachmann beim Studium der Figurenbeschreibung geläufig sind.
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Die
nachfolgenden Zeichnungen sind nicht unbedingt maßstäblich.
Zur Veranschaulichung von Details können möglicherweise
bestimmte Bereiche übertrieben groß dargestellt
sein. Darüber hinaus sind die Zeichnungen plakativ vereinfacht
und enthalten nicht jedes bei der praktischen Ausführung
gegebenenfalls vorhandene Detail. Die Begriffe ”oben” und ”unten” bzw. ”vorne” und ”hinten” bzw. ”rechts” und ”links” beziehen
sich auf die normale Gebrauchslage bzw. die Terminologie bei Betten.
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In
der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes
der Erfindung dargestellt.
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1 zeigt
ein erfindungsgemäßes Drehbett in der Liegestellung.
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2 zeigt
das Drehbett nach 1 in der Sessel- oder Sitzstellung.
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3 zeigt
die Mechanik des Pflegebetts in einer Seitenansicht, teilweise als
Explosionsdarstellung.
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4 zeigt
das virtuelle Gelenk in einer Seitenansicht, unter Verwendung einer
Hebelmechanik als gesteuerter Hebereinrichtung.
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5 zeigt
das virtuelle Gelenk in Form einer Kulissenmechanik, in einer Ansicht
entsprechend 4.
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1 zeigt
in einer perspektivischen Darstellung ein Pflegebett 1 in
der Liegestellung, während 2 das Pflegebett 1 in
der Sitz- oder Sesselstellung wiedergibt.
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Das
Pflegebett
1 weist eine Bettumrandung
2 mit einem
Kopfteil
3, einem Fußteil
4 sowie Seitenwänden
5 und
6 auf.
Die dem Betrachter zugekehrte Seitenwand
5 befindet sich
in der Liegestellung wie veranschaulicht im Abstand zum Boden, womit
zwischen Unterkante der Seitenwand
5 und dem Boden ein
Spalt besteht, der es dem Pflegepersonal ermöglicht, die
Fußspitzen unter das Bett zustellen. Die Seitenwand
5 ist
beweglich gelagert und gelangt in der Sesselstellung des Pflegebetts
1 in
eine nach unten verschobene Position, wie dies
2 erkennen lässt.
Die spezielle Lagerung der Seitenwand
5 ist beispielsweise
ausführlich in der
DE
199 12 937 A1 erläutert.
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Innerhalb
der Bettumrandung 2 befindet sich ein Bettgestell 7,
wie es die 3 erkennen lässt.
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Zu
dem Bettgestell 7 gehören ein höhenverstellbarer
Sockel 8, auf dessen Oberseite ein Drehscharnier 9 mit
einer vertikalen Drehachse befestigt ist, ein Zwischenrahmen 10,
sowie ein Liegerahmen 11, auf dem sich eine Matratze 12 befindet.
Der Liegerahmen 11 ist in der Draufsicht rechteckig.
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Der
Sockel 8 setzt sich aus einem Unterrahmen 14 sowie
einem Oberrahmen 15 zusammen, die über insgesamt
vier Kniehebelpaare 16 miteinander verbunden sind. Den
Unterrahmen 14bilden zwei zueinander parallele Längsholme 17 zwischen
denen auf entsprechenden Achsen die unteren Arme der Kniehebelpaare 16 bei 18 drehbar
gelagert sind. Die Längsholme 17 sind über
Querholme starr miteinander verbunden, die in der Fig. nicht erkennbar
sind.
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Der
obere Rahmen 15 wird ebenfalls von zwei zueinander parallelen
Längsholmen 19 gebildet, zwischen denen die Achsen
der oberen Kniehebelarme der Kniehebelpaare 16 bei 21 gelagert
sind. Die Achsen 18 und 21 sind zueinander parallel.
Auch die Längsholme 19 sind über Querholme
starr miteinander verbunden, die in der Fig. nicht erkennbar sind.
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Im
Bereich der Kniegelenke sie die Kniehebelpaare 16 auf jeder
Seite des Sockels 8 durch eine horizontale Koppelstrebe 22 verbunden.
Eine schräg verlaufende Koppelstrebe 23 verbindet
den oberen linken Kniehebelarm, der sich am Fußende des
Bettes befindet mit dem unteren Kniehebelarm an der Kopfseite des
Sockels 8.
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Zwischen
dem Ober- und dem Unterrahmen 14,15 erstreckt
sich ein Spindelhubmotor 24, der an einer Querstrebe 25 im
unteren Rahmen 14 angelenkt ist.
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Das
Drehscharnier 9 sitzt auf dem oberen Rahmen 19 und
umfasst einen Ring 26 sowie einen in dem Ring 26 drehbar
gelagerten Schemel 27. Der Schemel 27 ist innerhalb
des Rings 26 um eine vertikale Achse drehbar. Zum Antrieb
ist ein Spindelhubmotor 28 vorgesehen.
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Auf
dem Drehschemel 27 befindet sich der Zwischenrahmen 11,
der wiederum aus zwei zueinander parallelen Längsholmen 28 aufweist,
die über nicht weiter erkennbare Querholme miteinander
verbunden sind. Die Breite des Zwischenrahmens 28 ist deutlich
kleiner als die Breite des Liegerahmens 11. Um den Liegerahmen 11 aufzunehmen
enthält der Zwischenrahmen 28 an jedem Längsholm 28 einen seitlich
auskragenden Auslegerholm 29.
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Der
Liegerahmen 11 gliedert sich in einen Rückenabschnitt 31,
einen Zentralabschnitt 32, einen Oberschenkelabschnitt 33,
einen Unterschenkelabschnitt 34 sowie einen Fußabschnitt 35.
Der Zentralabschnitt 32 umfasst zwei zueinander parallele Längsholme 36,
die auf den Auslegerholmen 29 befestigt sind. Wegen der
Darstellung ist von den beiden Längsholmen lediglich einer
der beiden Längsholme zu erkennen. Der auf der anderen
Bettseite liegende Querholm ist verdeckt. Der Abstand der Längsholme 36 entspricht
der Matrazenbreite. Über ein Scharnier 37 ist
der Längsholm 36 des Zentralabschnitts 32 mit
dem in seiner Verlängerung liegenden Längsholm 38 des
Oberschenkelabschnitts 33 verbunden. Ein zu dem sichtbaren
Längsholm 38 paralleler Längsholm befindet
sich auf der anderen Bettseite.
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Der
Längsholm 38 endet wiederum an einem Scharnier 39,
an dem ein Längsholm 41 des Unterschenkelabschnitts 34 anscharniert
ist. Parallel zu dem Längsholm 41 ist auf der
anderen Bettseite ein weiterer Längsholm vorgesehen. Die
beiden Längsholme 38 des Oberschenkelabschnitts
sind durch eine Strebe 42 verbunden, während die
beiden Längsholme 41 des Unterschenkelabschnitts
durch eine Strebe 43 miteinander verbunden sind.
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Zum
Anheben des Ober- und des Unterschenkelabschnitts 33, 34 ist
ein schwenkbarer Hebelsatz 44 zwischen den Längsholmen 28 des
Zwischenrahmens 11 gelagert. Die beiden Arme des Hebelsatzes 44 tragen
endseitige Rollen, die in Führungsschienen 45 laufen,
die unterhalb des Unterschenkelabschnitts 34 vorgesehen
sind.
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Der
Rückenabschnitt 31 umfasst ebenfalls zwei zueinander
parallele Längsholme 46, die u. a. über
eine Querstrebe 47 miteinander verbunden sind. An dieser
Querstrebe 47 greift außerdem ein Hubantrieb 48 für
den Rückenabschnitt 31 an.
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Zwischen
den sichtbaren Längsholmen 36, 38, 41 und 46 und
den dazu parallelen verdeckten Längsholmen erstrecken sich
Federstäbe oder Platten, auf denen die Matratze 12 unmittelbar
aufliegt. Der Abstand der besagten Holme voneinander entspricht
der Bettbreite.
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Der
Zentralabschnitt 32 ist mit dem Rückenabschnitt 46 über
ein virtuelles Gelenk 50 verbunden, das in 4 in
einer Seitenansicht schematisch gezeigt ist. Die Darstellung zeigt
einen Blick von der Bettmitte nach außen auf die Innenseite
der betreffenden Holme.
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Wie
die 1 und 2 erkennen lassen, kann mit
Hilfe des gezeigten Pflegebetts 1 ein in dem Bett liegender
Patient in eine sitzende Stellung an der Bettkante gebracht werden.
Dazu wird der auf der Matratze 12 liegende Patient samt
der Matratze 12 gedreht und sodann wird die Matratze 12 durch
weiter unten beschriebene Maßnahmen in die Sesselstellung
nach 2 gefaltet, indem der Liegerahmen 11 unter
der Matratze 12 entsprechend gefaltet wird. In der Sesselstellung
entsteht eine Rückenlehne sowie ein nach unten herabhängendes
Teil vor dem die Unterschenkel des Patienten verlaufen.
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In 4 ist
das virtuelle Gelenk 50 vergrößert dargestellt.
Zu dem virtuellen Gelenk 50 gehört ein kurzes
zwischenholmstück 51, das über zwei Scharniere 52 und 53 einerseits
mit dem Längsholm 36 des Zentralabschnitts 32 und
andererseits mit dem Längsholm 46 des Rückenabschnitts 31 verbunden
ist. Ferner umfasst das virtuelle Gelenk 50 eine gesteuerte
Hebeleinrichtung 55, die zwei Hebel 56 und 57 umfasst.
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Der
Hebel 56 ist an der Unterseite des Längsholms 46 angebracht
und ragt von dort ausgehend über das Scharnier 52 hinaus.
An seinem freien Ende bildet der Hebel 56 einen noch oben
ragenden kurzen Arm 58, der bei gestrecktem virtuellen
Gelenk 50 zwischen den Achsen der beiden Scharniere 52, 53 zu
liegen kommt.
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Der
Hebel 57 ist mit über ein Scharniergelenk 59 mit
dem kurzen Arm 58 verbunden. Die Achse des Scharniergelenks 59 liegt
auf einer Geraden 61, die bei flach gelegtem Rückenabschnitt 31 die beiden
Achsen der Scharniere 52 und 53 schneidet.
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Das
von dem Scharnier 59 abliegende Ende des Hebels 57 ist über
ein Scharnier 62 mit einem Ausleger 63 verbunden,
der an dem Auslegerholm 29 befestigt ist. Somit ist das
Scharnier 62 gestellfest. Die Achse des Scharniers 62 liegt
bei gestrecktem virtuellem Gelenk 50 bezogen auf 4 links
von der Achse des Scharniers 52, d. h. auf jener Seite
des Scharniers 52, die von dem Zentralteil 32 abliegt.
Die Hebel 56 und 57 liegen auf der Innenseite
der benachbarten Holme.
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Die
gezeigte Ausführung des virtuellen Gelenkes 50 ist
auf jeder Bettseite vorhanden, was zusätzliche Verbindungen
unterhalb des Liegerahmens 12 zur Steuerung des virtuellen
Gelenkes 50 überflüssig macht.
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Die
Funkionsweise des virtuellen Gelenks 50 ist wie folgt:
Bei
flach gelegtem Rückenabschnitt 31 ist das virtuelle
Gelenk 50 gestreckt. Im gestreckten Zustand liegen die
Achsen der Scharniere 52 und 53 auf einer horizontalen
Geraden, auf der gegebenenfalls auch die Achse des Scharniergelenks 37 liegt
(keine Trendelenburglagerung vorausgesetzt). In dieser Stellung taucht
das Scharnier 59 zwischen die Achsen der beiden Scharniere 52 und 53 ein
und der Hebel 57 ist, bezogen auf die Darstellung von 4 im
Uhrzeigersinne verschwenkt. Wenn ausgehend von dieser Stellung,
in der der Rückenabschnitt 31 horizontal flach
liegt, der Rückstellantrieb 58 in Gang gesetzt wird,
wird der Rückenabschnitt 46 aus der horizontalen
flach liegenden Stellung nach oben geschwenkt. Durch dieses Schwenken
nach oben bewegt sich der Hebel 56 bezogen auf 4 im
Uhrzeigersinne um die Achse des Scharniers 52 herum. Da
das Scharnier 59 bezogen auf die Darstellung von 4 rechts von
der Achse des Scharniers 52 liegt, würde sich der
Abstand zu dem Ausleger 63 verkürzen. Durch den
Hebel 57 wird jedoch der Abstand zu der Achse des Scharniers 62 im
Wesentlichen konstant gehalten, so dass beim Verschwenken des Rückenabschnitts 31 gleichzeitig
der Rückenabschnitt 31 mit dem Scharniergelenk 52 angehoben
wird, weil der Hebel 57 im Urzeigersinne geschwenkt wird.
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Die
beiden Hebel 56 und 57 können auch als eine
Art Kniehebelpaar angesehen werden, dessen effektive Länge
sich beim Strecken vergrößert. Aufgrund dieser
Verlängerung wird zwangsläufig das Scharnier 52 angehoben,
d. h. der Zwischenholmabschnitt 51 wird ebenfalls nach
oben geschwenkt, und zwar um die Achse des Scharniers 53.
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Wie
die Darstellung in 4 erkennen lässt, wirkt
der Arm 58 in der Weise, als wäre der Arm 56 auf
der Geraden 68 angeordnet und würde mit seinem
freien Ende über die Achse des Scharniers 52 hinaus
ragen. Bei dieser Betrachtung ist klar, dass der so gedachte Hebel,
der bis zu dem Scharnier 52 reichen würde, zusammen
mit dem Hebel 57 ein Kniehebelpaar bildet dessen Streckungswinkel
durch den Elevationswinkel des Rückenabschnitts 31 vorgegeben
wird.
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4 lässt
ferner erkennen, dass mit Hilfe des Zwischenholmabschnitts 51 ein
Kreis durch ein Polygon angenähert wird, das den Zwischenholmabschnitt 51,
einen Teil des Längsholms 36 und einen Teil des
Holmes 46 umfasst. Dieser gedachte Kreis hat einen Mittelpunkt
der deutlich oberhalb der Holme 36, 46 und 51 liegt.
Somit ist die Achse, um die sich der Rückenabschnitt 31 dreht,
eine gedachte Achse die über dem Liegerahmen 12 schwebt.
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Es
sei nunmehr für die weitere Erläuterung angenommen,
dass sich auf dem Bett ein Patient befindet. Bei normaler Körpergröße
wird sich das Gesäß des Patienten etwa im Bereich
des Zentralabschnitts 32 befinden, so dass das virtuelle
Gelenk 50 in die Nähe des Sakralgelenks kommt.
Der obere Abdominalbereich und der Toraxbereich werden auf dem Rückenabschnitt 31 liegen.
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Die
Oberschenkel liegen auf dem Oberschenkelabschnitt 38, die
Kniekehle etwa im Bereich des Scharniers 39 und die Unterschenkel
auf dem Unterschenkelabschnitt 41. Die Unterschenkel stehen über
dem Unterschenkelabschnitt 41 über womit die Füße
auf dem Fußabschnitt 35 zu liegen kommen.
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Wenn
ausgehend von der gestreckten Lage der Rückenabschnitt 31 angehoben
wird, erfolgt eine Beugung des Körpers im Bereich oberhalb
der Hüftgelenke zufolge des virtuellen Gelenkes 50.
Es kommt also eine ergonomisch günstigere Schwenkbewegung
nahe oder im Lendenbereich zustande, die verhindert, dass der Patient
in Richtung auf das Fußende des Betts verschoben wird,
wenn der Rückenabschnittes 31 hochgeschwenkt wird.
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Das
virtuelle Gelenk 50 ist so bemessen, dass bei senkrecht
stehendem Rückenabschnitt 31 der Zwischenholmabschnitt 51 etwa
unter 45° verläuft. D. h. mit anderen Worten der
Winkel, den der Zwischenholmabschnitt 51 mit der Horizontalen
einschließt, ist über dem gesamten Bewegungshub
angenähert halb so groß wie der Winkel, den der
Rückenabschnitt 31 mit der Horizontalen einschließt.
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Im Übrigen
ist die Dimensionierung so getroffen, dass der Abstand zwischen
der Achse des Scharniers 39 zu der Liegeflächenseite
des Rückenabschnitts 31 kleiner ist als der Abstand
der Kniekehle von dem Rücken bei einer aufrecht sitzenden
Person, die die Unterschenkel frei hängen lässt.
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Durch
das virtuelle Gelenk 50 erfolgt somit in dem unteren Elevationsbereich
des Rückenabschnittes 31 eine Beugung im unteren
Rumpfbereich, während erst bei stärkeren Elevationswinkeln
eine Beugung zwischen Oberschenkel und Hüfte stärker
zu Tage tritt. Im unteren Elevationsbereich wird der Patient im
Bett kaum verschoben, während er im oberen Elevationsbereich
im Sinne einer Aufstehhilfe in Richtung auf das freie distale Ende
des Oberschenkelabschnitts 38 verschoben wird.
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5 zeigt
eine alternative Ausführung für das virtuelle
Gelenk 50. Anstelle der Hebelmechanik 55 ist eine
Kulissenführung 65 vorgesehen. Soweit die übrigen
Teile einander entsprechen, sind hierfür dieselben Bezugszeichen
verwendet, ohne dass eine erneute detaillierte Beschreibung gegeben
ist.
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Der
an dem Längsholm 56 angebrachte Hebel 56 trägt
an seinem freien Ende eine frei drehbar gelagerte Rolle 66.
Die Rolle 66 läuft in einer U-Profilschiene 67,
die zum Fußende hin an dem Ausleger 29 befestigt
ist. Die U-Profilschiene 67 ist, wie die 5 erkennen
lässt, gekrümmt derart, dass die U-Profilschiene 67 mit
zunehmendem Abstand von dem Auslegerholm 29 nach oben verläuft.
Durch Verschwenken des Rückenabschnitts 31 bewegt
sich die Rolle 64 längs der U-Profilschiene 67 in
Richtung von dem Auslegerholm 29 weg. Da sich der Hebel 56 mit seinem
freien Ende mit der Rolle nach unten bewegt und die Profilschiene 67 ansteigt,
erfolgt eine zunehmende Anhebung des Zwischenholmabschnittes 51, je
stärker der Rückenabschnitt 31 nach oben
geschwenkt ist. Die Krümmung der U-Profilschiene 67 ist
so gewählt, dass die vorher gegebene Bedingung eingehalten
wird, nämlich dass der Elevationswinkel des Zwischenholmabschnitts 51 über
den gesamten Bewegungshub etwa immer halb so groß ist wie
der Elevationswinkel des Längsholms 56 des Rückenabschnitts 31.
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Ein
Pflegebett, bei dem der Liegerahmen bezüglich einer vertikalen
Achse drehbar ist, um den Patienten in eine sitzende Stellung an
der Bettkante zu bringen, weist am proximalen Ende des Rückenabschnitts
ein virtuelles Gelenk auf. Das virtuelle Gelenk erzeugt eine Drehachse
für den Rückenabschnitt, die zumindest oberhalb
jener Fläche sich befindet, auf der die Unterseite der
Matratze liegt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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