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DE4221315B4 - Conche - Google Patents

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DE4221315B4
DE4221315B4 DE4221315A DE4221315A DE4221315B4 DE 4221315 B4 DE4221315 B4 DE 4221315B4 DE 4221315 A DE4221315 A DE 4221315A DE 4221315 A DE4221315 A DE 4221315A DE 4221315 B4 DE4221315 B4 DE 4221315B4
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DE
Germany
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tool
front surface
trough wall
conche
rotor
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Kurt Müntener
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Richard Frisse GmbH
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Richard Frisse GmbH
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23GCOCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
    • A23G1/00Cocoa; Cocoa products, e.g. chocolate; Substitutes therefor
    • A23G1/04Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of cocoa or cocoa products
    • A23G1/16Circular conches, i.e. rollers being displaced on a closed or circular rolling circuit
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F27/00Mixers with rotary stirring devices in fixed receptacles; Kneaders
    • B01F27/05Stirrers
    • B01F27/051Stirrers characterised by their elements, materials or mechanical properties
    • B01F27/054Deformable stirrers, e.g. deformed by a centrifugal force applied during operation
    • B01F27/0541Deformable stirrers, e.g. deformed by a centrifugal force applied during operation with mechanical means to alter the position of the stirring elements

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Abstract

Conche mit einer zylindrischen Trogwand und einem Rotor mit an diesem befestigten, radial abstehenden Versalbungswerkzeugen, wobei jedes Versalbungswerkzeug eine Vorderfläche und eine Rückseite aufweist, wobei die Vorderfläche zu einer Tangentialebene an der zylindrischen Trogwand in einer der Vorderfläche des Versalbungswerkzeuges in radialer Richtung am nächsten liegenden Erzeugenden winkelig angeordnet ist und einen Spalt zur Trogwand bildet, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderfläche (4) des Versalbungswerkzeuges (103) zumindest zonenweise uneben und in Rotationsrichtung des Versalbungswerkzeuges (103) sich von der Trogwand (1) progressiv entfernend ausgebildet ist, dass an der Rückseite eine Kante (103a) vorgeselen ist und, dass der einen Schereffekt ausübende Spalt (s) zwischen dem trognächsten Bereich des Versalbungswerkzeuges (103) und der Trogwand (1) einstellbar ist, wobei das Versalbungswerkzeug (103) in seiner radialen Erstreckung durch Verschiebung und/oder Verdrehung verstellbar ist.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Conche mit einer zylindrischen Trogwand und einem Rotor mit an diesem befestigten, radial abstehenden Versalbungswerkzeugen, wobei jedes Versalbungswerkzeug eine Vorderfläche und eine Rückseite aufweist, wobei die Vorderfläche zu einer Tangentialebene an der zylindrischen Trogwand in einer der Vorderfläche des Versalbungswerkzeuges in radialer Richtung am nächsten liegenden Erzeugenden winkelig angeordnet ist und einen Spalt zur Trogwand bildet.
  • Eine derartige Conche ist beispielsweise aus der DE 36 03 155 A1 bekannt geworden. Die Ausbildung der Versalbungswerkzeuge entspricht dabei, wenigstens im Querschnitt gesehen, der einer bekannten Type von Conchen. Die oben beschriebene Konstruktion hat sich seit Jahren bewährt.
  • Conchen-ähnliche Vorrichtungen sind an sich bekannt.
  • So offenbart z. B. die DE 443 856 A eine Misch- und Knetmaschine zur Behandlung von Nahrungsmitteln und anderen Stoffen, die eine pastenartige oder teigähnliche Konsistenz besitzen, wie z. B. Schokoladenmassen. Die Maschine besitzt einen halbzylindrischen Trog, der in seiner Längsrichtung von einer Welle durchsetzt ist. Auf dieser Welle sitzt drehfest ein innerer Hilfszylinder, der sich somit mit der Welle dreht, sowie eine Knethaspel mit zwei jeweils drehbar gelagerten Rollen. Im Betrieb laufen die Rollen zwischen der Troginnenwand und der Hilfszylinderaussenwand um, ohne die Troginnenwand oder die Hilfszylinderaussenwand jemals zu berühren.
  • Die Rollen drehen sich dabei um ihre eigene Achse und können somit die Widerstandskraft zwischen ihrer Oberfläche und der pastenartigen oder teigartigen Masse verringern, da die Rollen zumindest zum Teil den an den Rollenoberflächen durch Haft- und Gleitreibung angreifenden Zug- und Scherkräften durch ihre Drehbewegung nachgeben können. Auch eine radiale Verschiebbarkeit dieser mit einer Feder radial beaufschlagten Knetrollen zusammen mit ihrer Drehbarkeit trägt dazu bei, dass sich die Knetrollen mit geringstmöglichem Widerstand durch die Masse bewegen. Es wird also insgesamt relativ wenig Energie und insbesondere wenig Scherenergie in die Masse eingetragen.
  • Aus der DE 582 863 A ist ein Kreiselmischer zum Auflösen, Mischen und Emulgieren von flüssigen, zähflüssigen oder pulverförmigen Massen bekannt. In dem Kreiselmischer ist ein hohler Förderkreisel innerhalb eines temperierbaren Gehäuses auf einer vertikalen Welle entlang einer vertikalen Achse drehbar gelagert ist. Der um dieses vertikale Drehachse rotationssymmetrische hohle Förderkreisel ist nach oben hin entlang dieser vertikalen Drehachse kegelförmig aufgeweitet. Am oberen aufgeweiteten Ende des Förderkreisels ist ein Deckel derart angebracht, dass zwischen dem oberen Rand des Förderkreisels und dem Deckel ein Ringspalt vorhanden ist. Ausserdem sind Abstreicher und Rührarme vorgesehen, um Masse von der Gehäuseinnenwand und von den Kreiselwänden abzustreichen. Im Betrieb wird von unten her in den sich um seine vertikale Achse drehenden Förderkreisel die zu bearbeitende Masse eingeleitet, die dann durch ihre Berührung mit dem Kreisel ebenfalls in Drehung versetzt wird und aufgrund ihrer Fliehkraft an der Kreiselinnenwand hoch wandert, wobei ein Teil der Masse durch den Ringspalt getrieben wird und ein weiterer Teil mittels der Abstreicher von der Kreiselinnenwand abgestrichen wird, früher oder später jedoch auch durch den Ringspalt in das Gehäuse gepresst wird. Auf diese Weise wird die Masse im Kreislauf durch den Kreiselmischer befördert, und zwar von unten durch den Förderkreisel nach oben, durch den Ringspalt in das Gehäuse und wieder zurück nach unten, um erneut in den Förderkreisel zu gelangen.
  • Ähnlich wie bei der im vorhergehenden Absatz beschriebenen Misch- und Knetmaschine wird aber auch hier wegen der viel geringeren oder überhaupt nicht vorhandenen Relativgeschwindigkeit zwischen den gegenüberliegenden Oberflächen im Bereich des Ringspaltes nur wenig Scherung in die Masse eingetragen. Der Ringspalt wirkt aber ähnlich wie eine Spaltmühle, in der Dehnströmungen eines Fluids zur Desagglomerierung von Agglomeraten führen, die in dem Fluid emulgiert oder suspendiert mitgeführt werden. Auch die Abstreicher, die die Masse von der Kreiselwand oder der Gehäusewand abstreichen, sind nicht dazu geeignet, eine nennenswerte Scherwirkung und somit Versalbung und Verspachtelung der Masse zu erreichen.
  • Die DE 642 990 A offenbart eine Verfeinerungsmaschine für Schokoladenmasse, die zuvor nacheinander gemahlen, gemischt und gewalzt wurde. Wendeschaufeln sind vorgesehen, deren Aufgabe darin besteht, die an der Innenwand eines Behälters haftende Masse zu „wenden" bzw. zu lockern und weg von der Wand radial nach innen in dem mittigen Bereich des Behälters zu bewegen. Dabei findet zwar eine Entfeuchtung und Entsäuerung der Masse, jedoch keine spachtelnde oder versalbende Wirkung statt. Vielmehr bewegt sich die jeweilige Wendeschaufel oder die Gehäusewand streifend und die Masse von der Gehäusewand abstreifend an der jeweiligen Gehäusewand entlang. Es ist so als ob man einen Spachtel nicht zum Spachteln verwendet, sondern in der „verkehrten" Richtung entlang einer Fläche bewegt.
  • Nach der DE 40 29 037 A1 wird beim Conchieren wirksame Bearbeitungsenergie nur während der zäh-plastischen Phase der Schokolade eingebracht. Daraus ergibt sich aber, dass die Conchierzeit nur dann verkürzt werden kann, wenn in dieser zäh-plastischen Phase möglichst viel Energie eingebracht werden kann. Allerdings sind der Einbringung von Energie enge Grenzen gesetzt. Vor allem lässt sich die Drehzahl der Rotoren nicht beliebig vergrössern, vielmehr wird die höchstzulässige Grenzdrehzahl im allgemeinen unter 50 U/min liegen.
  • Es wurden nun Untersuchungen über die Wirkung der Versalbungswerkzeuge geführt, wobei festgestellt werden konnte, dass ein wesentlicher, dabei auftretender Effekt ein Schereffekt zwischen einzelnen, der Trogwand mehr oder weniger benachbarten Schokoladeschichten ist. Dieser Schereffekt verbraucht einen Gutteil der bei Drehung der Rotoren in die Schokolademasse eingebrachten Energie. Allerdings gibt es auch hier wiederum Grenzen. Untersuchungen zeigten, dass – besonders zu Beginn des Conchierens – der Scherwiderstand häufig grösser ist als die Haftung an der Trogwand, so dass sich beim Vorüberbewegen des jeweiligen Scherwerkzeuges gegebenenfalls blanke Trogwände anstelle eines versalbten dünnen Filmbelages an der Trogwand zeigen. Dies bedeutet aber eine Art von Schlupf – ganz ähnlich demjenigen Schlupfe, dem ein Auto unterworfen ist, wenn es auf Eis gerät. In diesem Falle muss das Auto mit geringerer Geschwindigkeit gefahren werden, und ganz so ist es auch bei einer Conche.
  • Hier zeigt es sich also, dass das Einbringen von Energie in die Schokolademasse ab eines gewissen Grenzbereiches auf Probleme stossen kann. Diese Probleme scheinen offensichtlich nicht lösbar zu sein.
  • Der Erfindung liegt aber nun die Aufgabe zugrunde, eine Conche der eingangs genannten Art so weiterzuentwickeln, dass die pro Zeiteinheit eingebrachte Energie erhöht werden kann.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen genannt.
  • In einem ersten Schritte zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von der Erkenntnis aus, dass wenn tatsächlich die Versalbung der Schokolademasse auf einem Schereffekt beruht, dieser Effekt einer besonderen Untersuchung zu unterziehen ist. Der zweite Schritt zur Lösung der gestellten Aufgabe besteht darin, dass bei einer Conche der eingangs erwähnten Art gemäss der Erfindung vorgeschlagen wird, dass die Vorderfläche des Werkzeuges zumindest zonenweise uneben und in Rotationsrichtung des Versalbungswerkzeuges sich von der Trogwand progressiv entfernend ausgebildet ist und dass der Spalt zwischen dem trognächsten Bereich des Versalbungswerkzeuges und der Trogwand einstellbar ist. Hierfür ist das Versalbungswerkzeug in seiner radialen Erstreckung durch Verschiebung und/oder Verdrehung bzw. Verschwenkung verstellbar ausgebildet. Hierdurch kann in vorteilhafter Weise die Einwirkung der Radialscherung auf die radial inneren Schichten gewählt bzw. eingestellt werden. Durch diese konstruktive Massnahme öffnet sich der Winkel zwischen der Tangentialebene und dem Versalbungswerkzeug so dass eine intensive Bearbeitung der Schokolademasse erreicht wird. Während des Arbeitsprozesses wird erreicht, dass die Radialscherung der radial inneren Schicht gering und im Bereiche der radialen äusseren Schichten vorteilhaft am grössten ist. Dies sichert eine innige Durchdringung der Schichten der Schokolademasse.
  • Nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Vorderfläche des Versalbungswerkzeuges durch eine gekrümmte, sich in Richtung der Achse des Rotors erstreckende, vorzugsweise durch eine gemäss einem Kreisbögen gekrümmte Fläche gebildet ist. Eine solche bevorzugte Ausbildung ist nicht nur insofern günstig, als damit die Tangentialebene an diese Fläche für radial einwärts gelegene Schokoladeschichten einen grösseren Winkel zur Trogwand einnimmt, als radial auswärts; vielmehr ergibt sich noch der weitere günstige Effekt, dass solche Flächen leicht herstellbar sind. Der günstige Bearbeitungseffekt wird ebenso erreicht, wenn nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen ist, dass die Vorderfläche des Versalbungswerkzeuges durch mehrere facettenartig entlang einer Krümmung angeordnete Tangentialflächen gebildet ist.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass an der Rückseite des Versalbungswerkzeuges eine vorzugsweise scharfe Kante in Richtung der Achse des Rotors vorgesehen ist, die vom trognächsten Bereich des Versalbungswerkzeuges entfernt angeordnet ist. Hierdurch kann bei Drehrichtungsumkehr des Rotors ein Trockenconchieren der noch in festem Zustand befindlichen Schokolade durchgeführt werden. Durch die Distanzierung dieser Kante wirkt sie nicht mehr als eine Art Schaber, sondern vorteilhaft als Teilungskante, die es gestattet, während des Bearbeitungsprozesses bereits frühzeitig den Versalbungsvorgang einzuleiten, was wiederum Zeit und Kosten spart.
  • Um die Verstellung rasch und einfach durchführen zu können, wird nach einer weiteren erfindungsgemässen Ausführungsform vorgeschlagen, dass das Versalbungswerkzeug an mindestens einem Schieber befestigt ist, der kolbenartig innerhalb eines hohlen Rotorarmes durch ein Druckbeaufschlagungsmittel verschiebbar ist.
  • Die Einstellung kann in einfacher Weise nach weiterer Ausgestaltung der Erfindung auch dadurch erreicht werden, dass zur radialen Verstellung des Versalbungswerkzeuges eine Hubspindel im Rotorarm gelagert ist, die über eine zur Achse des Rotors koaxiale Welle und zumindest ein Zahnradwinkelgetriebe, vorzugsweise ein Differentialgetriebe antreibbar ist. Durch Verwendung des Differentialgetriebes ist die Verstellung des Spaltes auch während der Rotation der Versalbungswerkzeuge möglich, was zur Optimierung des Conchierens vorteilhaft beitragen kann.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung der Zeichnungen. Hierbei zeigt:
  • 1 die bekannte Werkzeugform; und
  • 2 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Werkzeugform im Axialschnitt.
  • In dieser 1 ist ein Teil der im Wesentlichen zylindrischen Trogwand 1 und ein um eine Achse A drehbarer Arm 2 mit einem blattartigen Werkzeug 3 dargestellt. Das Werkzeug 3 nimmt zu einer Tangente T, welche durch einen Punkt P in radialer Verlängerung einer Werkzeugspitze 3a verläuft, einen Winkel α ein. Diese Spitze 3a besitzt von dem Punkte P einen Abstand s, der die Stärke einer an der Trogwand 1 verbleibend sollenden Schokoladeschicht L1 bestimmt.
  • Stellt man sich nun die vor dem Werkzeug 3 liegende Schokolademasse als Schichten gleicher Dicke L1 bis L5 vor, so ergibt sich die grösste Scherung an der Grenzfläche zwischen den Schichten L1 und L2.
  • Dies bedeutet nun keineswegs, dass die übrigen Schichten L2 bis L5 von dieser Scherung unbeeinflusst bleiben, denn der Winkel α stellt einen Einzugswinkel dar, der bewirkt, dass die Schicht L5 zunehmend radial auswärts gedrückt wird, was gleichermassen auch für die weiter aussen liegenden Schichten L4 bis L2 gilt. Das bedeutet, dass bis zum Erreichen der Spitze 3a eine gegenseitige Durchdringung der Schichten L5 bis L1 stattfindet, wobei sich auch eine Scherung in Richtung radial auswärts ergibt. Das Mass dieser Scherung hängt zu einem Teil von der Grösse des Spaltes s ab, zu einem anderen Teil von der Grösse des Winkels α.
  • Überlegt man sich nun diese Gegebenheiten, so wird zunächst verständlich, dass es beim Conchieren zu einem nicht unerheblichen Teil auch auf diese radiale Scherung etwa entlang der Linien R1 bis R5 ankommt. Findet diese nicht statt, so besteht die Gefahr, dass der Zusammenhang mindestens der Schichten L2 bis L5 einerseits und L1 anderseits, in vielen Fällen aber der Zusammenhang der Schichten L1 bis L5 einerseits und der Oberfläche der Trogwand 1 abreisst und dann das Werkzeug 3 diese Schichten nunmehr vor sich herschiebt, ohne eine wirksame Einbringung der Energie in die Schokolademasse zu verursachen. Es kommt also wesentlich darauf an, die Radialscherung entlang der Linien R1 bis R5 in hohem Masse aufrechtzuerhalten.
  • Dabei wird es verständlich sein, dass diese Radialscherung entlang der Linien R1 bis R5 bei kleinerem Winkel α grösser sein wird. Wird hingegen der Spalt s vergrössert, so ergibt sich eine schwächere Durchdringung der Schicht L1 durch die radial auswärts gedrückten Schichten L2 bis L5. Dies führt zunächst einmal zur Erkenntnis, dass wenn es erwünscht ist, die Bearbeitungsenergie zu erhöhen, der Hebel hier angesetzt werden muss.
  • Einzelheiten der erfindungsgemässen Conche ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung der ebenfalls einen Axialschnitt dargestellen 2.
  • Gemäss 2 ist ein Arm bzw. Rotorarm 12 um die Achse A drehbar. Der Arm 102 trägt an seinem freien Ende ein Werkzeug als Versalbungswerkzeug 103, das an seiner – bei Drehung in Uhrzeigergegensinne – vorderen Arbeitsfläche bzw. Vorderfläche 4 mit nach vorne gerichteter zunehmender Öffnung ausgebildet ist. Diese zunehmende Öffnung könnte auch stufenförmig durch mehrere, entlang einer Krümmung verlaufende und aneinander anschliessende Tangenten gebildet sein, doch ist eine bogenförmige Krümmung bevorzugt. Dabei kann der Bogen im Prinzip entlang verschiedener Kurven, z. B. einer Parabel, verlaufen, doch hat sich ein Kreisbogen als besonders günstig erwiesen.
  • Vergleicht man die Auswirkungen einer solchen bogenförmigen Arbeitsfläche auf die oben besprochenen fünf Schichten L1 bis L5, so erweist es sich, dass die Projektion entlang der Linien R1 bis R5 nicht mehr (wie in 1) in gleichmässigen Abständen verläuft, sondern die Radialscherung die radial innere Schicht L5 am wenigstens betrifft, hingegen am grössten im Bereiche der äusseren Schichten L2, L1 ist.
  • Dies sichert eine innige Durchdringung der Schicht L1 durch die Schicht L2 und damit in diesem Bereiche eine so hohe Radialscherung, dass das bisher in Laborversuchen beobachtete Abreissen des Filmes praktisch gar nicht mehr auftreten kann. Dagegen nehmen die radial inneren Schichten L4, L5 zunächst in geringerem Masse an der erwähnten Radialscherung teil, werden aber zunehmend in den Spalt s eingezogen, wobei sie einer zunehmenden Scherung unterworfen werden. Es ist daher ersichtlich, dass auf diese Weise eine intensive Bearbeitung der Schokolademasse ge sichert wird, wobei sich der zusätzliche vorteilhafte Effekt ergibt, dass das Werkzeug 103 gegebenenfalls aus Stangenmaterial hergestellt werden kann, welches billig am Markte ist.
  • Um nun gegebenenfalls die Einwirkung der Radialscherung auf die radial inneren Schichten L4, L5 einstellen zu können, kann das Werkzeug 103 radial verstellbar sein, womit auch die Grösse des Spaltes s verändert wird. Dies kann so erfolgen, dass das Innere des Armes 102 (wie strichliert angedeutet) hohl ausgebildet ist und das Werkzeug 103 an einem Schieber bzw. Kolbenelement 5 befestigt ist, der kolbenartig innerhalb des hohlem Armes 102 verschiebbar ist. Dabei deckt der Kolben, der zweckmässig mit Dichtungen versehen ist, einen Führungsschlitz 6 ab. Das Werkzeug 103 ist somit entlang des Führungsschlitzes 6 verschiebbar, ohne dass deswegen der Führungsschlitz 6 geöffnet wird, da er stets durch das Kolben-element 5 abgedeckt ist. Das Druckbeaufschlagungsmittel kann einerseits ein pneumatisches Fluid sein, doch ist wegen der Zusammendrückbarkeit eines derartigen Fluides eine Hydraulik bevorzugt. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass dieses Hydraulikfluid lebensmitteltechnisch unbedenklich sein muss. In Frage kommen flüssige, essbare Fettsäureester, wie gegebenenfalls auch flüssige Naturfette. Bei letzteren ist allerdings die Oxydationsgefahr zu berücksichtigen.
  • Die den Arm 102 tragende Welle 7 ist dann zweckmässig hohl ausgebildet, um über eine stirnseitige Einführöffnung 8 Druckfluid in einen Sammelkanal 9 einzulassen. Allerdings zeigt 2 anhand der strich-punktierten Darstellung auch noch eine Aus führungsvariante, bei der die Verstellung des Werkzeuges 103 mechanisch erfolgt. Hierbei ist strich-strichpunktiert am Ende einer in das Element eingeschraubten Schraubspindel 10 ein Kronenrad 11 dargestellt, das mit einem nicht gezeigten an einer durch die Öffnung 8 hindurchgesteckten Welle sitzenden Sonnenrad kämmt. Die Welle dieses Sonnenrades dreht sich im Normalbetrieb der Conche mit der Welle 7 mit und ist gegenüber dieser gegen Relativdrehung gesichert. Durch relative Drehung der beiden Wellen kann aber das Werkzeug 103 radial verschoben werden, wobei eine solche Relativdrehung, z. B. bei Verwendung eines Differenzialgetriebes, auch während des Betriebes der Conche erfolgen kann, so dass gegebenenfalls auch während des Betriebes der Conche der Spalt s verändert werden kann. Es sei erwähnt, dass der Abstand der Kante bzw. Bearbeitungskante 103a, die bei Drehung der Welle 7 im Uhrzeigersinne zur Wirkung kommt, von der Wandung des Troges 1 gegebenenfalls auch einstellbar sein kann, wenn das Werkzeug 103 an seiner Halterung um seine eigene Achse 12 verschwenkbar ist.
  • Wie anhand der 1 gezeigt wurde, besitzt das bekannte Werkzeug eine scharfe Kante 3a, die bei Umkehrung der Drehrichtung des Rotors um die Achse A, d. h. bei Drehung des Armes 2 im Uhrzeigersinn, als Schabekante wirkte und so ein Trockenconchieren der noch im festem Zustand befindlichen Schokolade gestattete. Es ist vorteilhaft, wenn daher auch bei der erfindungsgemässen Lösung an der Rückseite der gekrümmten Vorder- bzw. Werkzeugfläche (4) eine solche Kante (103a) des Werkzeuges (103) vorgesehen ist.
  • Allerdings haben Untersuchungen gezeigt, dass auch hier eine gewisse Verbesserung gegenüber dem Stande der Technik möglich ist. Es hat sich nämlich gezeigt, dass es vorteilhaft ist, wenn die Werkzeugkante bzw. Kante (103a) vom trognächsten Punkt entfernt ist. Während nämlich bei der bekannten Ausbildung die Kante (3a) selbst den trognächsten Punkt bildete, sind nun diese beiden geometrischen Orte voneinander gesondert, was zu einer gewissen Funktionsverschiebung der Werkzeugkante führt. Während sie nämlich bisher als eine Art Schaber wirkte, wirkt sie nunmehr als Heilungskante, die die ihr gegenüberliegende Schokolademasse in einen abzuschabenden, radial innen liegenden Teil und in einen Versalbungsteil unterteilt, welch letzterer der Trogwand (1) benachbart ist. Wenn nämlich die im festen Zustand eingebrachte Schokolade an den Trogwänden (1) zu haften beginnt, so ist mindestens nahe der zäh-plastischen Phase, in der es gün stig ist, mit dem Versalben zu beginnen. Durch die genannte Ausbildung der Werkzeugkante (103a) wird also ein Teil der Schokolade in herkömmlicher Weise abgeschabt, während ein anderer der zäh-plastischen Phase mindestens nahe Anteil bereits einer Versalbung unterworfen wird, so dass der Versalbungsvorgang bereits frühzeitig eingeleitet wird, was Bearbeitungszeit einspart.
  • Wie oben erwähnt, kann der Abstand der Kante 103a von der Trogwand bzw. Innenwandung des Troges 1 dafür bestimmend sein, welcher Teil der bei Drehrichtung im Uhrzeigersinne vor der Kante 103a liegenden Schokolademasse gegen die Trogwand 1 gedrückt und dabei versalbt wird bzw. welcher Teil abgehoben wird, um so noch im festen Zustand befindliche Schokoladepartikel der Luft auszusetzen.
  • Im Rahmen der Erfindung sind allerdings zahlreiche Abänderungen möglich. Falls nämlich beispielsweise nur eine einzige Drehrichtung (bei der Darstellung gemäss 2 im Uhrzeigergegensinne) gewünscht wird, kann das Werkzeug 103 auch aus einem vollen Stangenmaterial bestehen. Gewünschtenfalls wird es aber auch kufenförmig ausgebildet sein.

Claims (6)

  1. Conche mit einer zylindrischen Trogwand und einem Rotor mit an diesem befestigten, radial abstehenden Versalbungswerkzeugen, wobei jedes Versalbungswerkzeug eine Vorderfläche und eine Rückseite aufweist, wobei die Vorderfläche zu einer Tangentialebene an der zylindrischen Trogwand in einer der Vorderfläche des Versalbungswerkzeuges in radialer Richtung am nächsten liegenden Erzeugenden winkelig angeordnet ist und einen Spalt zur Trogwand bildet, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderfläche (4) des Versalbungswerkzeuges (103) zumindest zonenweise uneben und in Rotationsrichtung des Versalbungswerkzeuges (103) sich von der Trogwand (1) progressiv entfernend ausgebildet ist, dass an der Rückseite eine Kante (103a) vorgeselen ist und, dass der einen Schereffekt ausübende Spalt (s) zwischen dem trognächsten Bereich des Versalbungswerkzeuges (103) und der Trogwand (1) einstellbar ist, wobei das Versalbungswerkzeug (103) in seiner radialen Erstreckung durch Verschiebung und/oder Verdrehung verstellbar ist.
  2. Conche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderfläche (4) des Versalbungswerkzeuges (103) durch eine gekrümmte, sich in Richtung der Achse (A) des Rotors erstreckende, vorzugsweise durch eine gemäss einem Kreisbogen gekrümmte Fläche gebildet ist.
  3. Conche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderfläche (4) des Versalbungswerkzeuges (103) durch mehrere facettenartig entlang einer Krümmung angeordnete Tangentialflächen gebildet ist.
  4. Conche nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite des Versalbungswerkzeuges (103) die vorzugsweise scharfe Kante (103a) in Richtung der Achse (A) des Rotors vorgesehen ist, die vom trognächsten Bereich des Versalbungswerkzeuges (103) entfernt angeordnet ist.
  5. Conche nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Versalbungswerkzeug (103) an mindestens einem Schieber befestigt ist, der kolbenartig innerhalb eines hohlen Rotorarms (102) durch ein Druckbeaufschlagungsmittel verschiebbar ist.
  6. Conche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur radialen Verstellung des Versalbungswerkzeuges (103) eine Hubspindel (10) im Rotorarm (102) gelagert ist, die über eine zur Achse (A) des Rotors koaxiale Welle (7) und zumindest ein Zahnradwinkelgetriebe (11), vorzugsweise ein Differentialgetriebe, antreibbar ist.
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