DE4221213A1 - Druckbegrenzungsventil für hydraulische Anlagen - Google Patents
Druckbegrenzungsventil für hydraulische AnlagenInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Druckbegrenzungsventil für
hydraulische Anlagen, das die Merkmale aus dem Oberbegriff des
Anspruches 1 aufweist.
Übliche direktgesteuerte Druckbegrenzungsventile besitzen einen
Schließkörper mit einer kegeligen oder kugeligen Fläche, mit der
der Schließkörper von einer Druckfeder gegen einen Ventilsitz
gedrückt werden kann. Der Druck, bei dem der Schließkörper vom
Ventilsitz abhebt, wird durch die Vorspannung der Druckfeder be
stimmt, die sich mit einem Ende direkt oder über einen Federtel
ler am Schließkörper und mit ihrem anderen Ende an einem Wider
lager abstützt. Das Widerlager kann im allgemeinen über einen
Drehknopf stufenlos verstellt werden, so daß die Federkraft und
damit der Öffnungsdruck verändert werden können.
Wenn in einem hydraulischen System mit einem solchen Druckbe
grenzungsventil der Druck plötzlich den eingestellten Druck des
Druckbegrenzungsventils übersteigt, hebt der Schließkörper vom
Ventilsitz ab, so daß Druckflüssigkeit aus dem System oder, so
fern das Ventil als Vorsteuerventil eingesetzt wird, Steueröl
aus dem Hauptventil abfließen kann. Wegen der Ansprechzeit des
Druckbegrenzungsventils treten dabei Druckspitzen auf, in denen
der Druck im System den am Druckbegrenzungsventil eingestellten
Druck übersteigt. Solche Druckspitzen sind unerwünscht, weil sie
zu Schäden im hydraulischen System führen können. Besonders
wichtig erscheint ein asymptotisches Verhalten des Druckbegren
zungsventils dann, wenn es als Bremsventil verwendet wird. Es
soll dann z. B. im Zusammenwirken mit sog. Dämpfungszylindern
große, schnell bewegte Massen im Notfall abbremsen, ohne daß die
Anlage Schaden nimmt.
Manchmal wird ein stark verzögerter Druckaufbau im hydraulischen
System gewünscht. Wird z. B. das Druckbegrenzungsventil zusammen
mit einem Wegeventil benutzt, so hat man die Möglichkeit, auf
einfache Weise von Druckbegrenzungsfunktion auf drucklosen Um
lauf umzuschalten. Bei gesperrtem Wegeventil ist das Druckbe
grenzungsventil wirksam. Wird das Wegeventil betätigt, so kann
der Volumenstrom nahezu drucklos strömen. Beim Umschalten von
drucklosem Umlauf auf Druckbegrenzung wird manchmal der verzö
gerte Druckaufbau gewünscht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Druckbegrenzungs
ventil mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Anspruches 1 so
auszubilden, daß Druckspitzen erniedrigt werden können oder so
gar ein asymptotischer und/oder verzögerter Druckaufbau erreicht
werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß auf eine erste Weise durch
ein Druckbegrenzungsventil gelöst, das außer den Merkmalen aus
dem Oberbegriff auch die Merkmale aus dem kennzeichnenden Teil
des Anspruches 1 aufweist.
Eine zweite erfindungsgemäße Lösung besteht in einem Druckbe
grenzungsventil gemäß Anspruch 2.
Bei beiden Lösungen ist ein Steuerkolben vorhanden, von dem ge
mäß Anspruch 1 das Widerlager der Druckfeder und gemäß Anspruch
2 der Ventilsitz bei einem Druckanstieg im Sinne einer Erhöhung
der Spannung der Druckfeder verstellbar ist. Der Weg des Steuer
kolbens und des Widerlagers bzw. des Ventilsitzes ist in Rich
tung Federspannungserhöhung durch einen ersten Anschlag und in
Richtung Federspannungserniedrigung durch einen zweiten Anschlag
begrenzt. Bei Wirksamkeit des zweiten Anschlags ist die Druckfe
der am meisten entspannt. Bei einem Druckanstieg öffnet deshalb
das Druckbegrenzungsventil schon bei einem verhältnismäßig ge
ringem Druck und im folgenden wird die Druckfeder durch die Wan
derung des Steuerkolbens bis zur Wirksamkeit des ersten An
schlags bis zu einem maximalen Wert vorgespannt, der den letzt
endlich dann im System herrschenden Druck bestimmt. Durch die
Voröffnung des Druckbegrenzungsventils kann man je nachdem, bei
welchem Druck diese Voröffnung stattfindet, erreichen, daß prak
tisch keine Druckspitzen mehr auftreten, daß evt. auftretende
Druckspitzen unter dem Systemdruck bleiben oder daß Druckspitzen
den Systemdruck nur wenig überschreiten. Auch kann eine lange
Anschwingzeit des Druckbegrenzungsventils erhalten werden.
Vorteilhafte Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Druckbe
grenzungsventils kann man den Unteransprüchen 5 bis 23 entneh
men. Der Unteranspruch 3 bezieht sich allein auf eine bevorzugte
Ausführung des Druckbegrenzungsventils nach Anspruch 1 und der
Anspruch 4 bezieht sich auf eine bevorzugte Ausführung allein
des Druckbegrenzungsventils nach Fig. 2. Durch die Einstellbar
keit der Position des Ventilsitzes bzw. der Position des Wider
lagers können der Voröffnungsdruck und der Maximaldruck gemein
sam verändert werden, ohne daß sich die Differenz zwischen die
sen beiden Drücken verändert.
Nach Anspruch 5 ist die Position des ersten und/oder des zweiten
Anschlages einstellbar. Die Einstellbarkeit des ersten Anschla
ges ermöglicht es, denn Maximaldruck vorzuwählen, die Einstell
barkeit des zweiten Anschlages ermöglicht es, den Voröffnungs
druck vorzuwählen.
Gemäß Anspruch 6 ist die wirksame Steuerfläche am Steuerkolben
größer als die wirksame, vom Druck beaufschlagbare Fläche am
Schließkörper. Denn dann genügt zur Verstellung des Steuerkol
bens schon der Druck, der auch am Schließkörper ansteht. In ein
facher Weise kann dann der an die Steuerfläche des Steuerkolbens
angrenzende Steuerdruckraum gemäß Anspruch 7 hydraulisch mit dem
vom Schließkörper verschließbaren Eingang des Druckbegrenzungs
ventils verbunden sein. Um die Federspannung zu erhöhen, wird
der Steuerkolben von einem in einem Steuerdruckraum herrschenden
Steuerdruck an einer Steuerfläche beaufschlagt. Zweckmäßiger
weise ist dann gemäß Anspruch 8 zur Bewegungssteuerung des Steu
erkolbens dem Steuerdruckraum ein Stromventil vorgeschaltet.
Dies kann eine einfache Blende oder Düse sein. Soll jedoch das
pro Zeiteinheit in den Steuerdruckraum fließende Ölvolumen in
hohem Maße konstant sein, so wird man als Stromventil einen Men
genregler verwenden. Trotz des Druckabfalls am Stromventil kann
der Steuerdruckraum hydraulisch mit dem Eingang des Druckbegren
zungsventils verbunden sein, wenn die Steuerfläche des Steuer
kolbens größer ist als die wirksame, vom Druck beaufschlagbare
Fläche am Schließkörper.
Die Bewegungsgeschwindigkeit des Steuerkolbens und damit die
Zeit bis zum Erreichen des Maximaldrucks hängt von dem pro
Zeiteinheit insbesondere über ein Stromventil fließenden und in
den Steuerdruckraum einströmenden Ölvolumen sowie von der Größe
des Steuerdruckraums ab. Da bestimmte Durchflußmengen durch ein
Stromventil nicht unterschritten werden sollten, muß der Steuer
druckraum ein bestimmtes Volumen haben, wenn eine bestimmte Ver
zögerungszeit erzielt werden soll. Ein großer Steuerdruckraum
wiederum wird am einfachsten durch einen Steuerkolben großen
Durchmessers erhalten. Wird das Druckbegrenzungsventil zusammen
mit einem Wegeventil benutzt, das, wenn geöffnet, den Steuer
druckraum des Steuerkolbens entlastet, kann der Durchmesser des
Steuerkolbens und die wirksame Steuerfläche sehr groß gewählt
werden. Steht jedoch in der passiven Phase des Druckbegrenzungs
ventils, in der der zweite Anschlag für den Steuerkolben wirksam
ist, ein bestimmter Druck an, der allerdings niedriger als der
Voröffnungsdruck ist, so würde bei einer sehr großen Steuerflä
che des Steuerkolbens vom zweiten Anschlag weg je nach Höhe des
Druckniveaus eine bestimmte Strecke gegen den ersten Anschlag
hin wandern und die Druckfeder so weit vorspannen, daß die ge
wünschte Voröffnung nicht oder nicht bei dem Druck erfolgt, der
durch die Position des zweiten Anschlags vorgewählt ist. In der
passiven Phase kann insbesondere dann schon ein Druck anstehen,
wenn das Druckbegrenzungsventil als Bremsventil benutzt wird. In
diesem Fall dürfte also die wirksame Steuerfläche des Steuerkol
bens nur um ein Maß, das durch die Differenz zwischen dem Vor
öffnungsdruck und dem anstehenden Druck gegeben ist, größer sein
als die wirksame Steuerfläche des Schließkörpers. Der Größenun
terschied könnte also in der Größenordnung von 10 bis 20% lie
gen. Eine genügend große Steuerdruckkammer und damit eine genü
gend große Verzögerungszeit wird damit nicht in jedem Fall er
zielt. Deshalb ist gemäß Anspruch 10 vorgesehen, daß der Steuer
kolben ein Differentialkolben ist und daß während einer Verstel
lung des Steuerkolbens im Sinne einer Erhöhung der Federspannung
aus dem ersten, dem Steuerdruckraum gegenüberliegenden, ringför
migen Druckraum kleinerer wirksamer Fläche Druckmittel verdräng
bar ist. Die wirksame Steuerfläche ergibt sich somit aus der
Differenz zwischen dem Querschnitt des Steuerdruckraums und dem
Querschnitt des zweiten Druckraums und entspricht dem Quer
schnitt einer zu dem Steuerkolben gehörenden Kolbenstange. Auch
bei einer wirksamen Steuerfläche, die nur wenig größer als die
wirksame Fläche am Schließkörper ist, kann der Steuerdruck also
recht groß sein. Gemäß Anspruch 11 ist der zweite Druckraum in
vorteilhafter und einfacher Weise mit dem dem ersten Druckraum
abgelegenen Ausgang des Stromventils, das dem Steuerdruckraum
vorgeschaltet ist, verbunden. Das aus dem zweiten Druckraum ver
drängte Druckmittel fließt also über das Stromventil in den
Steuerdruckraum. Separate Leitungen und hydraulische Komponenten
zum Abführen des Druckmittels aus dem zweiten Druckraum und zur
Aufrechterhaltung eines Drucks während der passiven Phase des
Druckbegrenzungsventils sind nicht notwendig.
In konstruktiver Hinsicht hat es sich als günstig erwiesen, daß
sich der Steuerkolben in einem Zylinderraum eines in das Gehäuse
eingebrachten Zylinders befindet, der den ersten Anschlag für
den Steuerkolben aufweist. Eine Verstellbarkeit des ersten An
schlags wird dann in vorteilhafter Weise gemäß Anspruch 13 er
reicht. Danach ist der erste Anschlag relativ zum Zylinder un
verstellbar und der Zylinder kann als Ganzes verschieden weit in
das Gehäuse eingeschraubt werden, so daß auch der erste Anschlag
verschiedene Positionen einnehmen kann. Für eine einfache Mon
tage ist eine Ausführung gemäß Anspruch 14 besonders zweckmäßig.
Soll der zweite Anschlag bei einer Ausführung, bei der sich der
Steuerkolben in einem in das Gehäuse eingebrachten Zylinder be
findet, verstellbar sein, so wird als zweiter Anschlag vorteil
hafterweise eine Stellschraube benutzt, die von dem Zylinder in
einer zum Zylinderraum hin offenen, axialen Bohrung aufgenommen
ist und die in den Steuerdruckraum auf der einen Seite des Steu
erkolbens verschieden weit vorschiebbar ist. Gemäß Anspruch 16
wird die axiale Bohrung für die Stellschraube auch dazu ausge
nutzt, um durch sie hindurch den Steuerdruckraum auf der der
Stellschraube zugewandten Seite des Steuerkolbens mit Druckmit
tel zu beaufschlagen. Dadurch können u. U. notwendige Kanäle für
das Druckmittel leichter gebohrt werden.
Ein erfindungsgemäßes Druckbegrenzungsventil kann als Vorsteuer
ventil für ein Hauptventil mit einem Hauptkolben vorgesehen
sein, der hydraulisch auf und zu gesteuert wird. Bei herkömmli
chen Kombinationen aus einem direktgesteuerten Druckbegrenzungs
ventil als Vorsteuerventil und einem Hauptventil ist der Druck
anschluß des Hauptventils über eine oder mehrere Drosseln mit
dem Eingang des Vorsteuerventils verbunden. Gemäß Anspruch 19
ist nun vorgesehen, daß bei einem erfindungsgemäßen Druckbegren
zungsventil der Steuerdruckraum auf der einen Seite des Steuer
kolbens zwischen der Drossel und dem Schließkörper des Vorsteu
erventils an die Steuerleitung angeschlossen ist. Damit ist eine
besonders kompakte Bauweise möglich.
Für eine kompakte Bauweise vorteilhaft ist es auch, wenn gemäß
Anspruch 20 ein Stromventil in dem Gehäuse des Druckbegrenzungs
ventils untergebracht ist. Bevorzugt sind dabei die Bauteile zur
Druckbegrenzung in einer ersten Bohrung und die Bauteile des
Stromventils in einer zweiten, zur ersten Bohrung parallel ver
laufenden Bohrung untergebracht. Bei Verwendung eines erfin
dungsgemäßen Druckbegrenzungsventils als Vorsteuerventil, das
auf ein Hauptventil aufgebaut ist, befindet sich die zweite Boh
rung für die Bauteile des Stromventils vorteilhafterweise zwi
schen dem Hauptventil und der ersten Bohrung. Dann lassen sich
die hydraulischen Verbindung zwischen den einzelnen hydrauli
schen Komponenten auf besonders einfacher Weise herstellen. Au
ßerdem können auf das Vorsteuerventil in herkömmlicher Weise
noch weitere hydraulische Komponenten, z. B. eine Schalt
schlagdämpfungsplatte und ein Wegeventil aufgebaut werden.
Damit ein Druckbegrenzungsventil weich ohne Tankspitzen abschal
tet, d. h. den Systemdruck ohne Druckspitzen und akustische Ent
lastungsschläge von hoch auf niedrig verändert, ist es bekannt,
ein Dämpfungsventil, dessen Funktion der eines Stromregelventils
entspricht, zwischen dem Vorsteuerventil und einem Wegeventil
einzubauen. Es hat sich gezeigt, daß bei einem erfindungsgemäßen
Druckbegrenzungsventil, das insbesondere als Vorsteuerventil für
ein Hauptventil vorgesehen ist, eine besonders lange Verzöge
rungszeit erhalten wird, wenn gemäß Anspruch 23 ein Stromventil,
insbesondere ein Stromregelventil zwischen ein Wegeventil und
dem an die Steuerfläche des Steuerkolbens angrenzenden Steuer
druckraum eingeschleift ist.
Mehrere Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Druckbe
grenzungsventils sowie einige Diagramme verschiedener Übergangs
funktionen sind in den Zeichnungen dargestellt. Anhand der Figu
ren dieser Zeichnungen wird die Erfindung nun näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 schematisch mehrere Ausführungsbeispiele, deren Steuer
kolben als Plunger ausgebildet ist und die als Vor
steuerventil für ein Hauptventil verwendet werden,
dessen Hauptkolben über ein Wegeventil entlastbar ist,
Fig. 2 mehrere Ausführungsbeispiele ähnlich denen aus Fig. 1,
wobei jedoch der Steuerkolben ein Differentialkolben
ist und das Wegeventil anders angeschlossen ist,
Fig. 3 mehrere Ausführungsbeispiele gleich denen aus Fig. 2,
bei Verwendung des Ventils zur Druckspitzenabschneidung,
Fig. 4 eine der Ausführungen nach den Fig. 2 und 3 mit
weiteren vorteilhaften Ausgestaltungen,
Fig. 5 zwei Diagramme zur Funktionsweise einer Ausführung nach
Fig. 3 beim Druckaufbau, wenn der Hauptkolben vorher
geschlossen war,
Fig. 6 ein Diagramm zum Verhalten einer Ausführung nach Fig. 2
oder 3 mit einer Schaltschlagdämpfungsplatte gemäß der
Schaltung nach Fig. 2,
Fig. 7 zwei Diagramme zur Funktionsweise der Ausführung nach
Fig. 3, wenn der Hauptkolben zum drucklosen Umlauf von
Öl vorher offen war, und
Fig. 8 eine andere Ausführung, bei der der Ventilsitz von einem
Steuerkolben verstellbar ist.
Zu dem erfindungsgemäßen Druckbegrenzungsventil nach Fig. 1 ge
hört ein Gehäuse 10, das eine Sackbohrung 11 mit mehreren Ab
schnitten verschiedenen Durchmessers aufweist. In ihrem Boden 12
besitzt die Sackbohrung 11 ein Sackloch 13, dessen Durchmesser
wesentlich kleiner als derjenige der Abschnitte der Sackbohrung
11 ist. Die Kante zwischen dem Sackloch 13 und dem Boden 12 der
Sackbohrung 11 bildet den Ventilsitz 14 für einen Schließkörper
15, dessen Kopf 16 mit einem Kegel 17 auf den Ventilsitz 14 auf
sitzen kann und mit einer Halbkugel 18 einen Federteller 19 zen
trierend abstützt und der mit einem Dämpfungskolben 20 in das
Sackloch 13 eintaucht. Nach der bisherigen Beschreibung ist, wie
dies aus der oberen Hälfte der Fig. 1 hervorgeht, der Ventil
sitz 14 einstückig mit dem Gehäuse 10 ausgebildet.
Bei einer anderen Ausführung eines erfindungsgemäßen Druckbe
grenzungsventils ist der Ventilsitz 14 relativ zum Gehäuse ver
stellbar, wie dies in der unteren Hälfte der Fig. 1 angedeutet
ist. Das Sackloch 13 befindet sich dann in einer Stellschraube
21, die in einen die Sackbohrung 11 nach außen öffnenden Durch
gang 22 des Gehäuses 10 eingeschraubt und in einer bestimmten
Position durch eine Kontermutter 23 gesichert ist. Zwischen dem
Gewinde 24 der Stellschraube 21 und ihrer in die Sackbohrung 11
zeigenden Stirnfläche ist zwischen der Stellschraube 21 und dem
Gehäuse 10 ein Ringraum 26 ausgebildet, der durch eine oder meh
rere radiale Bohrungen 27 mit dem Sackloch 13 verbunden ist und
der nach entgegengesetzten axialen Richtungen jeweils durch eine
Dichtung 28 abgedichtet ist. In den Ringraum mündet eine durch
das Gehäuse 10 gehende Bohrung 29, die nur durch eine Linie an
gedeutet ist und die bei der zuerst beschriebenen Ausführung di
rekt in das Sackloch 13 mündet. Das Sackloch 13 kann man als
Eingang des in Fig. 1 dargestellten erfindungsgemäßen Vorsteu
erventils ansehen.
Zwischen dem Federteller 19 und einem Widerlager 35 ist eine
Schraubendruckfeder 36 eingespannt. Das Widerlager 35 ist an der
Kolbenstange 37 eines Steuerkolbens 38 abgestützt, der sich in
einem Zylinderraum 39 eines in die Sackbohrung 11 eingeschraub
ten Zylinders 40 befindet. Der Abschnitt 41 der Sackbohrung 11,
der das Gewinde für den Zylinder 40 aufweist, ist im Durchmesser
etwas größer als der Abschnitt 42 der Bohrung 11, in dem sich
der Federteller 19, das Widerlager 35 und die Schraubendruckfe
der 36 befinden. An den Abschnitt 41 schließt sich nach außen
hin noch ein Abschnitt 43 an, dessen Durchmesser noch etwas grö
ßer ist als der Durchmesser des Abschnitts 41.
Der Zylinderraum 39 wird auf der der Kolbenstange 37 gegenüber
liegenden Seite des Steuerkolbens 38 durch einen Zylinderboden
44 verschlossen. Auf der Kolbenstangenseite ragt im Abstand zum
Zylinderboden 44 nach innen ein Ring 45 vor, der in die eine
Richtung den Weg des Steuerkolbens 38 begrenzt und somit ein er
ster Anschlag für diesen ist.
In den Zylinderboden 44 ist zentrisch und in axialer Richtung
ein Durchgang 50 eingebracht, der außen einen mit einem Gewinde
versehenen Abschnitt aufweist und in den eine Stellschraube 51
eingeschraubt ist, die mit einem zylindrischen Kopf 52 in den
Zylinderraum 39 hineinragen kann. Von der Stellschraube 51 kann
der Weg des Steuerkolbens 38 also in die zweite Richtung be
grenzt werden, bevor der Steuerkolben 38 gegen den Zylinderboden
44 stößt. Die Stellschraube 51 ist somit für den Steuerkolben 38
ein zweiter Anschlag, der relativ zum ersten Anschlag 45 und zum
Gehäuse 10 verstellbar ist.
Der Zylinder 40 kann, wie dies in der unteren Hälfte der Fig. 1
dargestellt ist, mit einem Außenflansch 53 versehen sein. Er
wird dann soweit in das Gehäuse 10 eingeschraubt, bis der
Flansch 53 außen am Gehäuse 10 anliegt. In diesem Fall kann zwar
die Stellschraube 51 mehr oder weniger weit eingeschraubt wer
den, so daß der zweite Anschlag noch verstellbar ist. Der erste
Anschlag 45 dagegen ist nicht verstellbar.
In der oberen Hälfte der Fig. 1 ist ein Zylinder 40 erkennbar,
der anstelle mit einem Außenflansch mit einem Außengewinde 54
versehen ist, dessen Nenndurchmesser kleiner als der Durchmesser
des Abschnitts 43 der Sackbohrung 11 ist. Dieser Zylinder 40
kann verschieden weit in das Gehäuse 10 eingeschraubt werden, je
nachdem an welcher Position sich der Anschlag 45 befinden soll.
Durch eine Kontermutter 55 auf dem Außengewinde 54 wird der Zy
linder 40 in dieser Position gesichert.
Im Bereich des Abschnitts 43 der Sackbohrung 11 ist zwischen dem
Gehäuse 10 und dem Zylinder 40 ein Ringraum 56 gebildet, der bei
der einen Ausführung durch eine axiale Dichtung 57 zwischen dem
Flansch 53 und dem Gehäuse 10 und bei der anderen Ausführung
durch eine radiale Dichtung 58 nach außen abgedichtet ist. Meh
rere unmittelbar über dem Boden 44 des Zylinders 40 befindliche
Radialbohrungen 59 verbinden den Ringraum 56 mit einem Steuer
druckraum 60 zwischen dem Steuerkolben 38 und dem Zylinderboden
44.
Der Eingang 13 des Vorsteuerventils ist über eine Drossel 65 mit
dem Eingang eines Hauptventils 66 mit einem Hauptkolben 67 und
über eine Drossel 68 mit dem Steuerraum 69 auf der federbelaste
ten Seite des Hauptkolbens 67 verbunden. An den Verbindungskanal
70 zwischen den beiden Drosseln 65 und 68 sowie dem Eingang 13
des Vorsteuerventils ist über einen aus einer Druckwaage 71 und
einer Drosselstelle 72 bestehenden Mengenregler der Steuerdruck
raum 60 des Steuerkolbens 38 angeschlossen. Der Eingang 13 des
Vorsteuerventils ist außerdem mit einem Wegeventil 73 verbunden,
das von einem Elektromagneten 74 gegen die Kraft einer Druckfe
der 75 betätigt werden kann. In der Ruhestellung des Wegeventils
73, in der der Elektromagnet nicht erregt ist, sind der Eingang
13 und der Steuerdruckraum 60 des Vorsteuerventils sowie der
Steuerdruckraum 69 des Hauptventils zum Tank hin entlastet. In
der Schaltstellung sperrt das Wegeventil 73 den Eingang 13 zum
Tank hin ab.
In der in Fig. 1 gezeigten Ruhestellung des Wegeventils 73 ist,
wenn die Pumpe 76 Öl fördert, der Hauptkolben 67 gegen die Kraft
der ihn belastenden Druckfeder 77 zurückgeschoben und das geför
derte Öl fließt in den Ölbehälter ab. Die Druckfeder 36 drückt
den Schließkörper 15 gegen den Ventilsitz 14 und den Steuerkol
ben 38 gegen den Anschlag 52. Die Vorspannung der Druckfeder 36
wird durch die Position der Stellschraube 51 und, sofern der
Ventilsitz an einer Stellschraube ausgebildet ist, durch die Po
sition dieser Stellschraube relativ zum Gehäuse 10 bestimmt.
Wird nun das Wegeventil 73 geschlossen, so steigt der Druck am
Eingang 13 des Vorsteuerventils an. Über den vorzugsweise ein
stellbaren Mengenregler 71, 72 strömt Öl in den Steuerdruckraum
60, so daß der Steuerkolben 38 beginnt, sich langsam auf den An
schlag 45 zu zu bewegen. Die von dem zunächst rasch ansteigenden
Betriebsdruck auf den Schließkörper 15 ausgeübte Kraft ist bald
größer als die von der nur schwach vorgespannten Druckfeder 36
auf den Schließkörper 15 ausgeübte Kraft, so daß der Schließkör
per 15 vom Ventilsitz 14 abhebt. Im Anschluß daran steigt der
Betriebsdruck entsprechend dem vom Steuerkolben 38 zurückgeleg
ten Weg und damit zusammenhängender immer stärkerer Vorspannung
der Druckfeder 36 allmählich bis zum Maximaldruck an, der er
reicht ist, wenn der Steuerkolben 38 gegen den Anschlag 45
stößt. Aus den beiden Diagrammen der Fig. 5 ist das unter
schiedliche Verhalten eines herkömmlichen Druckbegrenzungsven
tils und des Ventils nach Fig. 1 deutlich zu erkennen. Das
obere Diagramm zeigt das Verhalten eines herkömmlichen Druckbe
grenzungsventils, bei dem der Druck innerhalb etwa einer halben
Sekunde auf den Maximaldruck von 200 bar ansteigt. Demgegenüber
dauert dies bei dem Ventil nach Fig. 1 etwa 2 Sekunden, wobei
man deutlich die Voröffnung des Ventils bei einem Druck von etwa
50 bar und den sich daran anschließenden allmählichen Druckauf
bau erkennt. Die Verzögerungszeit hängt von der Einstellung des
Mengenreglers 71, 72, von der ursprünglichen Vorspannung der
Druckfeder 36 und damit vom Voröffnungsdruck, aber auch von der
Fördermenge der Pumpe 76 ab. Der Voröffnungsdruck kann durch
Drehen der Schraube 51 verändert werden. Der Maximaldruck läßt
sich durch Drehen des Zylinders 40 oder, falls vorhanden, des
verschiebbaren Ventilsitzes einstellen, wobei die Differenz zwi
schen Voröffnungsdruck und Maximaldruck konstant bleibt oder
durch Drehen an der Stellschraube 51 vergrößert oder verkleinert
werden kann.
Die Ausführung eines erfindungsgemäßen Druckbegrenzungsventils
gemäß Fig. 2 entspricht weitgehend derjenigen nach Fig. 1. Die
wesentlichen Bauteile sind deshalb mit denselben Bezugszahlen
wie in Fig. 1 versehen. Unterschiede bestehen lediglich in
zweierlei Hinsicht. Zum einen ist der nach innen vorspringende
Ring 45 des Zylinders 40 zur Kolbenstange 37 des Steuerkolbens
38 hin bis auf eine Spielpassung verbreitert. Dadurch ist auf
der Kolbenstangenseite des Steuerkolbens 38 ein zweiter Druck
raum 80 entstanden, der an den dem Steuerdruckraum abgelegenen
Eingang des Mengenreglers 71, 72 und damit an den Eingang 13 des
Vorsteuerventils angeschlossen ist und durch den die wirksame,
vom Druck beaufschlagbare Fläche des Steuerkolbens 38 auf Seiten
des Steuerdruckraums 60 auf den Querschnitt der Kolbenstange 37
begrenzt wird. Diese Fläche ist 10 bis 20% größer als die vom
Druck beaufschlagbare Fläche am Schließkörper 15. Damit ist ei
nerseits sichergestellt, daß der Steuerkolben 38 das Widerlager
35 verfahren kann und daß andererseits der Steuerkolben 38 auch
dann am zweiten Anschlag 52 anliegt und nicht gegen den ersten
Anschlag wandert, wenn am Eingang 13 des Vorsteuerventils be
reits ein bestimmter Druck herrscht.
Der zweite Unterschied zwischen der Ausführung nach Fig. 1 und
derjenigen nach Fig. 2 besteht darin, daß bei letzterer das We
geventil 73 über einen aus einer Druckwaage 81 und einer Blende
82 bestehenden Mengenregler an den Steuerdruckraum 60 des Vor
steuerventils angeschlossen ist. Bei einem durch die Sperrung
des Wegeventils 73 verursachten Druckaufbau arbeitet die Ausfüh
rung eines Druckbegrenzungsventils nach Fig. 2 wie die Ausfüh
rung nach Fig. 1. Zur Abschaltung des Drucks wird das Wegeven
til 73 geöffnet. Das Öl im Steuerdruckraum 60 fließt über den
Mengenregler 81, 82 und das Wegeventil 73 zum Tank ab, wobei die
pro Zeiteinheit abfließende Menge die Geschwindigkeit bestimmt,
mit der der Steuerkolben 38 zurückweicht und die Vorspannung der
Feder 36 vermindert wird. Das über die Drossel 65 nachfließende
und das aus dem Steuerraum 69 des Hauptventils 66 über die Dros
sel 68 abfließende Öl füllt den zweiten Druckraum 80 und strömt
über den Eingang 13 des Vorsteuerventils zum Tank ab. Die Größe
der Blende 82 kann sehr klein gewählt werden, weil das über die
Drossel 65 nachströmende Öl nicht über sie fließt. Es wird des
halb eine lange Verzögerungszeit erhalten. Aus Fig. 6 ersieht
man, daß in einem praktischen Versuch eine Verzögerungszeit von
etwa 1 Sekunde erreicht wurde, in der der Druck von 200 bar auf
einen geringen Wert größer Null abgefallen ist. In Fig. 3 ist
dieselbe Ausführung eines als Vorsteuerventil verwendeten erfin
dungsgemäßen Druckbegrenzungsventils mitsamt einem Hauptventil
wie in Fig. 2 gezeigt. Wie in Fig. 1 ist wiederum ein Wegeven
til 73 an den Eingang 13 des Vorsteuerventils 9 angeschlossen.
Über das Wegeventil 73 gesteuert, zeigt das Vorsteuerventil 9
zusammen mit dem Hauptventil 66 nach Fig. 3 dasselbe Verhalten
wie das Vorsteuerventil 9 und das Hauptventil 66 aus Fig. 1.
Fig. 3 zeigt außerdem das Vorsteuerventil 9 und das Hauptventil
66 im Zusammenhang mit einem weiteren, vorgesteuerten Druckbe
grenzungsventil 83, dessen Hauptkolben über ein Wegeventil 84
entlastet werden kann. Das Druckbegrenzungsventil 83 ist mit
seinem Eingang an die Verbindungsleitung zwischen der Pumpe 76
und dem Hauptventil 66 angeschlossen.
Bei geöffnetem Wegeventil 84 ist der Hauptkolben des Druckbe
grenzungsventils 83 entlastet, so daß das von der Pumpe 76 ge
förderte Öl mit niedrigem Druck über das Druckbegrenzungsventil
83 in den Tank zurückfließt. Der Hauptkolben 67 des Hauptventils
66 ist geschlossen. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu der
Art der Verwendung eines erfindungsgemäßen Druckbegrenzungsven
tils, wie sie in Fig. 1 gezeigt ist. Dort ist der Hauptkolben
67 beim drucklosen Umlauf des Öls offen. Beim Druckaufbau wird
dort der Hauptkolben in Richtung "Schließen" bewegt, während er
bei der Verwendung nach Fig. 3 in Richtung "Öffnen" bewegt
wird. Dies führt bei herkömmlichen Druckbegrenzungsventilen zu
Druckspitzen, die den eingestellten Betriebsdruck beträchtlich
übersteigen können, wie dies aus dem oberen Diagramm der Fig. 7
hervorgeht.
Ist der Voröffnungsdruck an der Druckfeder 36 auf 50 bar einge
stellt, so ergibt sich bei einer bestimmten Fördermenge der
Pumpe 76 und einer bestimmten Einstellung des Mengenreglers 71,
72 beim Sperren des Wegeventils 84 ein Druckaufbau gemäß dem un
teren Diagramm der Fig. 7. Man erkennt auch dort eine Druck
spitze, in deren Zenit das Vorsteuerventil 9 öffnet und die den
Voröffnungsdruck von 50 bar beträchtlich übersteigt. Sie über
steigt jedoch nicht den eingestellten Betriebsdruck von 200 bar.
Dieser wird vielmehr nach dem Durchschreiten eines relativen
Druckminimums in aperiodischer Weise erreicht. Der Betriebsdruck
wird nicht überschritten, so daß die Anlage keinen Schaden neh
men kann.
Der Aufbau der Ventilanordnung nach Fig. 4 entspricht prinzipi
ell dem Aufbau nach Fig. 3 mit verschieden weit in das Gehäuse
10 einschraubbarem Zylinder 40 und nicht einstellbarem Ventil
sitz. Auf einem Hauptventil 66 mit einem Hauptkolben 67 ist als
Vorsteuerventil ein erfindungsgemäßes Druckbegrenzungsventil 9
und auf dieses ein Wegeventil 73 montiert. Es ist ein separater
Ventilsitz 85 verwendet, der von einer in die Sackbohrung 11
eingeschraubten Hülse 86 mit einem Außenflansch 87 über eine
Dichtung 88 gegen den Boden 12 der Sackbohrung 11 gedrückt wird.
Der Ventilsitz ragt mit einem Dorn in einen Durchgang 89 im Bo
den 12 der Sackbohrung 11 hinein, wobei der Durchmesser des
Dorns wesentlich kleiner als derjenige des Durchgangs 89 ist.
Ein axiales Sackloch 13 im Ventilsitz 85 nimmt zwei Dämpfungs
kolben 20 des Schließkörpers 15 auf. Über radiale Bohrungen 27
ist das Sackloch 13 mit dem Durchgang 89 verbunden, das anders
als in Fig. 1 über den Anschluß 90 extern mit der nicht näher
dargestellten Drossel 65 des Hauptventils 66 verbunden ist. In
nerhalb der Hülse 86 befinden sich der Federteller 19 und die
Druckfeder 36.
Der Zylinder 40 kann, wie in Fig. 4 dargestellt ist, in die
Bohrung 11 bis zum Anschlag an die Hülse 86 eingeschraubt
werden. Er besitzt eine Bohrung 91, die von dem der Hülse 86
zugekehrten Ende des Zylinders 40 in diesen eingebracht ist und
die zur Hülse hin von einem Kolben 92, der normalerweise an
einem sich in einer Ringnut 93 befindlichen Sprengring 94
anliegt, bis auf eine zentrale Durchgangsbohrung 95 im Kolben 92
verschlossen ist. Zwischen dem Kolben 92 und dem Boden 44 des
Zylinders 40 ist der Zylinderraum 39 gebildet, in dem sich der
Steuerkolben 38 befindet, der mit der Kolbenstange 37 durch die
Bohrung 95 im Kolben 92 hindurch in die Hülse 86 und in die
Druckfeder 36 hineinragt. Im Abstand vom freien Ende der
Kolbenstange 37 ist an dieser über einen sich in einer Ringnut
befindlichen Sprengring das Widerlager 35 für die Druckfeder 36
abgestützt. Die Kolbenstange 37 ragt über dieses Widerlager 35
hinaus und stellt eine gewisse Führung für die Druckfeder 36
dar.
Der Steuerkolben 38 teilt den Zylinderraum 39 in einen ersten
Druckraum 60, den sog. Steuerdruckraum, und in einen zweiten
Druckraum 80, der sich auf der Kolbenstangenseite des Kolbens 38
befindet und der über eine schräg zur Achse des Kolbens in einer
radialen Ebene verlaufenden Bohrung 96 mit einer zwischen dem
Zylinder 40 und dem Gehäuse 10 gebildeten Ringraum 97 verbunden
ist.
Der Zylinder 40 besitzt zentral im Boden 44 eine axiale Bohrung
98, in die die Stellschraube 51 eingeschraubt ist und deren in
den Zylinderraum 39 einschiebbarer Kopf 52 einen Durchmesser be
sitzt, der wesentlich kleiner als der Durchmesser der Bohrung 98
im Bereich des Kopfes 52 ist. In den Bereich der Bohrung 98, in
dem sich der Kopf 52 der Stellschraube 51 befindet, mündet eine
parallel zur Bohrung 96 verlaufende Bohrung 99, die von einem
zweiten Ringraum 100 ausgeht, der zwischen dem Zylinder 40 und
dem Gehäuse 10 gebildet wird, von dem Ringraum 97 einen Abstand
besitzt und gegen diesen Ringraum 97 und nach außen jeweils
durch eine Dichtung 101 bzw. 102 abgedichtet ist.
In der Darstellung nach Fig. 4 ist der Zylinder 40 soweit ein
geschraubt, wie dies nur möglich ist. Auch der Anschlag 94 be
findet sich deshalb in seiner dem Ventilsitz nähesten Position.
Das Vorsteuerventil 9 ist auf maximalen Betriebsdruck einge
stellt. Die Stellschraube 51 ist soweit zurückgedreht, daß sie
mit einer Schulter 103 an einem am Zylinder 40 gehaltenen Spren
gring 104 anliegt und der Steuerkolben 38 einen geringen Abstand
vom Zylinderboden 44 hat. Die Differenz zwischen dem eingestell
ten Betriebsdruck und dem Voröffnungsdruck ist also maximal. Der
Betriebsdruck kann durch Zurückdrehen des Zylinders 40 ernied
rigt werden. Der geringste Betriebsdruck ist erreicht, wenn der
Zylinder mit einer Schulter 105 an einem in das Gehäuse 10 ein
gesetzten Sprengring 106 anliegt. Wird beim Zurückdrehen des Zy
linders 40 die Position der Stellschraube 51 bezüglich des Zy
linders nicht verändert, so bleibt die Differenz zwischen Be
triebsdruck und Voröffnungsdruck maximal. Durch Eindrehen der
Stellschraube 51 kann die Differenz verringert werden. Die Ver
änderung der Differenz zwischen dem Betriebsdruck und dem Vor
öffnungsdruck ist natürlich in jeder Position des Zylinders 40
möglich.
Zwischen der Bohrung 11 und dem Hauptventil 66 befindet sich im
Gehäuse 10 eine weitere Sackbohrung 115, die parallel zur Boh
rung 11 verläuft und entgegengesetzt zu dieser in das Gehäuse 10
eingebracht ist. Zwischen dem Boden der Sackbohrung 115 und ei
ner in ein Gewinde in der Bohrung 115 eingeschraubten Maden
schraube 116 ist eine Führungshülse 117 eines Stromregelventils
120 festgeklemmt, das unabhängig vom anstehenden Druck die pro
Zeiteinheit fließende Ölmenge konstant hält. Bis zu einem gewis
sen Abstand vom Boden der Bohrung 115 besitzt die Hülse 117 au
ßen eine Einschnürung 121, durch die zwischen der Bohrung 115
und der Hülse 117 ein Ringraum 122 gebildet ist. Das Innere der
Hülse 117 ist durch mehrere, sich im Abstand zum Boden der Boh
rung 115 befindliche Radialbohrungen 123 mit dem Ringraum 122
verbunden, der wiederum durch eine Querbohrung 124 im Gehäuse 10
mit dem Ringraum 100 verbunden ist.
Innerhalb der Hülse 117 ist ein topfförmiger Kolben 125 ver
schiebbar, der von einer Schraubenfeder in Richtung auf die Ma
denschraube 116 zu gedrückt wird und in seinem der Madenschraube
116 zugewandten Boden eine Blendenöffnung 127 aufweist. Über
eine Längsbohrung 128 in der Madenschraube 116, die Bohrung 115
und eine Querbohrung 129 im Gehäuse 10 ist die Blende 127 in
nicht näher dargestellter Weise mit dem Durchgang 89 und damit
mit dem Eingang 13 des Druckbegrenzungsventils 9 verbunden.
Durch von der Längsbohrung 128 ausgehende Querbohrungen in der
Madenschraube 116, einen Ringraum zwischen der Madenschraube 128
und dem Gehäuse 10 sowie über eine Querbohrung 130 im Gehäuse 10
ist außerdem eine Verbindung zwischen der Längsbohrung 128 und
dem Ringraum 97 und damit zum zweiten Druckraum 80 des Zylinders
40 hergestellt. Der obere Rand des Kolbens 125 befindet sich im
Bereich der Querbohrungen 123. Das Stromregelventil 120 besitzt
also eine Blende, der eine Druckwaage nachgeschaltet ist.
Mit gestrichelten Linien ist im Gehäuse 10 ein Kanal 131 ange
deutet, durch den Öl zum Tank abfließen kann und der von einem
Ringraum 132 zwischen der Hülse 86 und dem Gehäuse 10 ausgeht,
der über Radialbohrungen 133 mit dem Inneren der Hülse 86 ver
bunden ist.
Bei der Ausführung nach Fig. 8 ist ein verstellbarer Ventilsitz
14 vorgesehen, der in einem Sackloch 13 den Dämpfungskolben ei
nes Schließkörpers 15 aufgenommen hat. Das Sackloch 13 öffnet
sich in einen Hohlraum des Gehäuses 10, in dem eine Druckfeder
36 untergebracht ist, die sich einerseits an einer Stellschraube
135 und andererseits über einen Federteller 19 am Schließkörper
15 abstützt. Auf der der Sitzkante zwischen dem Ventilsitz und
dem Schließkörper gegenüberliegenden Seite ist der Ventilsitz 14
einstückig mit einem Kolben 38 verbunden, der sich in einem Zy
linderraum 39 des Gehäuses 10 befindet und diesen in einen Steu
erdruckraum 60 und einen zweiten Druckraum 80 aufteilt. Wie bei
den Ausführungen nach den Fig. 2 bis 4 ist der Steuerdruck
raum 60 über einen Mengenregler 71, 72 an die beiden Drosseln 65
und 68 eines nichtgezeigten Hauptventils angeschlossen. Der
zweite Druckraum 80 ist mit dem Eingang des Mengenreglers 71, 72
verbunden. Der Verbindungspunkt zwischen dem Mengenregler 71, 72
und den Drosseln 65 und 68 ist außerdem über eine nur mit einem
Strich angedeutete Bohrung des Gehäuses 10, einen Ringraum zwi
schen Ventilsitz 14 und Gehäuse 10 und eine Bohrung 136 im Ven
tilsitz 14 mit dem Sackloch 13 verbunden.
Der Zylinderraum 13 ist durch eine Verschlußschraube 140 ver
schlossen, die zentral eine Stellschraube 51 mit einem Kopf 52
aufnimmt, die einen verstellbaren zweiten Anschlag für den Kol
ben 38 darstellt. Der erste Anschlag für den Kolben 38 wird
durch den Boden 137 des Zylinderraumes 39 gebildet.
Die Funktionsweise der Ausführung nach Fig. 8 ist analog derje
nigen der Ausführungen nach den Fig. 2 bis 4 und muß deshalb
nicht näher erläutert werden.
Claims (23)
1. Druckbegrenzungsventil (9) für hydraulische Anlagen mit
einem Gehäuse (10), mit einem Ventilsitz (14) innerhalb des Ge
häuses (10), mit einem Schließkörper (15) und mit einer Druckfe
der (36), insbesondere mit einer Schraubendruckfeder, von der
der Schließkörper (15) gegen den Ventilsitz (14) drückbar ist
und die sich mit einem Ende an einem Widerlager (35) abstützt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager (35) von einem Steu
erkolben (38) beaufschlagbar und bei einem Druckanstieg im Sinne
einer Erhöhung der Spannung der Druckfeder (36) verstellbar ist
und daß der Weg von Steuerkolben (38) und Widerlager (35) in
Richtung Federspannungserhöhung durch einen ersten Anschlag (45,
94) und in Richtung Federspannungserniedrigung durch einen zwei
ten Anschlag (51) begrenzt ist.
2. Druckbegrenzungsventil (9) für hydraulische Anlagen mit
einem Gehäuse (10), mit einem Ventilsitz (14) innerhalb des Ge
häuses (10), mit einem Schließkörper (15) und mit einer Druckfe
der (36), insbesondere mit einer Schraubendruckfeder, von der
der Schließkörper (15) gegen den Ventilsitz (14) drückbar ist
und die sich mit einem Ende an einem Widerlager (135) abstützt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilsitz (14) von einem Steu
erkolben (38) beaufschlagbar und bei einem Druckanstieg im Sinne
einer Erhöhung der Spannung der Druckfeder (36) verstellbar ist
und daß der Weg von Steuerkolben (38) und Ventilsitz (14) in
Richtung Federspannungserhöhung durch einen ersten Anschlag
(137) und in Richtung Federspannungserniedrigung durch einen
zweiten Anschlag (138) begrenzt ist.
3. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Position des Ventilsitzes (14) einstellbar
ist.
4. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Position des Widerlagers (135) einstellbar
ist.
5. Druckbegrenzungsventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Position des ersten und/oder des
zweiten Anschlages (45, 94; 51) einstellbar ist.
6. Druckbegrenzungsventil nach einem vorhergehenden An
spruch, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Steuerfläche am
Steuerkolben (38) größer als die wirksame, von Druckbeauf
schlagbare Fläche am Schließkörper (15) ist.
7. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß sein vom Schließkörper (15) verschließbarer Ein
gang (13) mit dem an die Steuerfläche des Steuerkolbens (38) an
grenzenden Steuerdruckraum (60) hydraulisch verbunden ist.
8. Druckbegrenzungsventil nach einem vorhergehenden An
spruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkolben (38) an ei
ner Steuerfläche von einem in einem Steuerdruckraum (60) herr
schenden Steuerdruck beaufschlagbar ist und daß dem Steuerdruck
raum (60) ein Stromventil vorgeschaltet ist.
9. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 8, daß das Stromven
til ein Mengenregler (71, 72) ist.
10. Druckbegrenzungsventil nach einem vorhergehenden An
spruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkolben ein Diffe
rentialkolben (38) ist und daß während einer Verstellung des
Steuerkolbens (38) im Sinne einer Erhöhung der Federspannung aus
dem zweiten, dem ersten Druckraum (60) (Steuerdruckraum) gegen
überliegenden, ringförmigen Druckraum (80) kleinerer wirksamer
Fläche Druckmittel verdrängbar ist.
11. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß der zweite Druckraum (80) mit dem dem ersten
Druckraum (60) abgelegenen Ausgang des Stromventils (71, 72)
hydraulisch verbunden ist.
12. Druckbegrenzungsventil nach einem vorhergehenden An
spruch, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Steuerkolben (38)
in einem Zylinderraum (39) eines in das Gehäuse eingebrachten
Zylinders (40) befindet, der den ersten Anschlag (45, 94) für
den Steuerkolben (38) aufweist.
13. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß der erste Anschlag (45, 94) relativ zum Zylinder
(40) unverstellbar ist und daß der Zylinder (40) als Ganzes ver
schieden weit in das Gehäuse (10) einsetzbar, insbesondere ein
schraubbar ist.
14. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 12 oder 13, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zylinderraum (39) auf der dem Steuer
druckraum (60) gegenüberliegenden Seite des Steuerkolbens (38)
von einem Kolben (92) verschlossen ist, der an dem nach innen
vorspringenden, ersten Anschlag (94), insbesondere an einem in
einer Ringnut (93) eingelegten Sprengring (94), anlegbar ist und
insbesondere einen zentralen axialen Durchgang (95) für eine
Kolbenstange (37) des Steuerkolbens (38) besitzt.
15. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 12, 13 oder 14, da
durch gekennzeichnet, daß der Zylinder (40) in einer zum Zylin
derraum (39) hin offenen, axialen Bohrung (50) eine Stell
schraube (51) aufnimmt, die als zweiter Anschlag in den Steuer
druckraum (60) auf der einen Seite des Steuerkolbens (38) ver
schieden weit vorschiebbar ist.
16. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Durchmesser der axialen Bohrung (50) kleiner
ist als der Durchmesser des Zylinderraumes (39), daß die Stell
schraube (51) an ihrem in den Zylinderraum (39) weisenden Ende
(52) im Querschnitt kleiner ist als die Bohrung (50) und daß der
Steuerdruckraum (60) auf der der Stellschraube (51) zugewandten
Seite des Steuerkolbens (38) über die Bohrung (50) mit Druckmit
tel beaufschlagbar ist.
17. Druckbegrenzungsventil nach einem vorhergehenden An
spruch, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager eine Platte
(35) mit einem zentralen Durchbruch ist, in den eine Kolben
stange (37) des Steuerkolbens (38) hineingreift und daß die Kol
benstange (37) eine radiale Schulter trägt, auf der die Platte
(35) aufsitzt.
18. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kolbenstange (37) die Platte (35) überragt.
19. Druckbegrenzungsventil nach einem vorhergehenden An
spruch, dadurch gekennzeichnet, daß es als Vorsteuerventil (9)
für ein Hauptventil (66) vorgesehen ist, und daß der Steuer
druckraum (60) auf der einen Seite des Steuerkolbens (38) zwi
schen einer sich in einer Steuerleitung (70) zwischen dem Druck
anschluß des Hauptventils (66) und dem Schließkörper (15) des
Vorsteuerventils (9) befindlichen Drossel (65) und dem Schließ
körper (15) an die Steuerleitung (70) angeschlossen ist.
20. Druckbegrenzungsventil nach einem der Ansprüche 8 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß das Stromventil (120) im Gehäuse
(10) untergebracht ist.
21. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 20, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gehäuse (10) zwei parallel zueinander verlau
fende Bohrungen (11, 115) aufweist und daß in der ersten Bohrung
(11) die Bauteile (14, 15, 36) zur Druckbegrenzung an sich und
in der zweiten Bohrung (115) die Bauteile (117, 125, 126) des
Stromventils (120) untergebracht sind.
22. Druckbegrenzungsventil nach Anspruch 21, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich die zweite Bohrung (115) zwischen einem
Hauptventil (66) und der ersten Bohrung (11) befindet.
23. Druckbegrenzungsventil nach einem vorhergehenden An
spruch, dadurch gekennzeichnet, daß es insbesondere als Vorsteu
erventil (9) für ein Hauptventil (66) vorgesehen ist und daß ein
Stromventil, insbesondere ein Stromregelventil (81, 82) zwischen
ein Wegeventil (73) und dem an die Steuerfläche des Steuerkol
bens (38) angrenzenden Steuerdruckraum (60) eingeschleift ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924221213 DE4221213A1 (de) | 1992-06-27 | 1992-06-27 | Druckbegrenzungsventil für hydraulische Anlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924221213 DE4221213A1 (de) | 1992-06-27 | 1992-06-27 | Druckbegrenzungsventil für hydraulische Anlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4221213A1 true DE4221213A1 (de) | 1994-01-05 |
Family
ID=6462019
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924221213 Withdrawn DE4221213A1 (de) | 1992-06-27 | 1992-06-27 | Druckbegrenzungsventil für hydraulische Anlagen |
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