DE4220028C1 - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine geräuschgedämpfte
hydrostatische Verdrängermaschine nach dem
Oberbegriff des Anspruchs.
Eine geräuschgedämpfte hydrostatische Verdrängermaschine
dieser Art ist aus der DE-OS 39 21 790 bekannt. Der Kern
dieser hydrostatischen Verdrängermaschine besteht darin,
den - bezogen auf den Hubring - radial äußeren Bereich
gegenüber dem radial inneren Bereich so abzudichten und
so mit unterschiedlichem Druck zu beaufschlagen, daß der
durch die Stellung des Hubrings bedingte Geräuschpegel vermindert
wird.
Die bekannte Konzeption bzw. Konstruktion hat sich vom
Grundgedanken her bestens bewährt - sie ist nur insofern
etwas problematisch, als relativ enge Toleranzen einzuhalten
sind, um wegen der axialen einseitigen Dichtung eine
zu geringe Anpreßkraft bzw. eine zu hohe Anpreßkraft auf
die Dichtung zu vermeiden. Eine zu geringe Pressung führt
zu mangelhafter Dichtwirkung; eine zu hohe Pressung führt
zu Problemen bei der Verstellung bzw. Einstellung des Hubrings,
und zwar insbesondere bei geringen Verstelldrücken.
Auf der der Dichtung abgewandten Seite können darüber hinaus
auf Grund von betriebsdruckabhängigen Verformungen des
Pumpengehäuses ebenfalls Undichtigkeiten entstehen.
Das DE-GM 84 07 367 zeigt Verdrängerelemente,
die axial betrachtet über zwei
Halteringe am Hubring
geführt sind.
Die DE-AS 24 30 119 zeigt eine radiale Abdichtung (Nuten im
Hubring) zwischen Hubring und Haltering.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
hydrostatische Verdrängermaschine gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1 anzugeben, bei der trotz hoher Toleranzen die
erforderliche Dichtheit zwischen dem radial äußeren und dem
radial inneren Bereich erreichbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des
Anspruchs angegebenen Merkmale und Maßnahmen gelöst.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher
serläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 eine Radialkolbenpumpe im Längsschnitt,
Fig. 2 die Radialkolbenpumpe nach Fig. 1 im
Querschnitt, und zwar längs der Schnittlinie
II-II,
Fig. 3 einen Ausschnitt aus der Radialkolbenpumpe
nach Fig. 1 zur Detaildarstellung der
Axialdichtung zwischen dem Hubring und
dem Gehäuse,
Fig. 4 den Ausschnitt nach Fig. 3 zur Darstellung
der am Haltering wirkenden Kräfte.
Anhand von Fig. 1 und 2 sollen die wesentlichen und
insoweit auch bekannten Einzhelheiten und Maschinenelemente
der dargestellten Radialkolbenmaschine (beispielsweise
Radialkolbenpumpe) erläutert werden.
Ein Gehäuse 10, in das ein feststehender Steuerzapfen 11
eingesetzt ist, ist durch einen Gehäusedeckel 12 verschlossen.
In diesem ist eine Antriebswelle 13 gelagert
(siehe auch Wälzlager 14 und Antriebswellendichtung 15).
Die Antriebswelle 13 ist mittels einer Kupplung 16
mit einem Zylinderblock 17 verbunden, der seinerseits
auf dem Steuerzapfen 11 drehbar gelagert ist. Im
Zylinderblock 17 befinden sich, und zwar in sternförmiger
Anordnung, mehrere, beispielsweise sieben,
Kolben 18; jeder dieser Kolben 18 ist wiederum gelenkig
mit einem Kolbenschuh 19 verbunden. (Diese aus dem
Kolben 18 und dem Kolbenschuh 19 bestehenden Funktionseinheiten
bilden sogenannte Verdrängerelemente, über deren
Umlauf die eigentliche Pumpenwirkung bewirkt wird).
Im Gehäuse 10 ist ein Hubring 20 angeordnet, der relativ
zum Steuerzapfen 11 eine exzentrische Lage (vgl.
Exzentrizität "e") einnimmt. Die Kolbenschuhe 19 gleiten
bei einer Drehung des Zylinderblocks 17 entlang der
inneren Mantelfläche dieses Hubrings 20. Die Größe der
Exzentrizität e zwischen dem Steuerzapfen 11 und dem
Hubring 20 ist veränderbar, und zwar durch eine Verschiebung
des Hubrings 20 mit Hilfe von Stellkolben 21
und 22; diese Stellkolben 21/22 werden über eine Druckbeaufschlagung
mittels Flüssigkeit der geforderten Pumpenleistung
entsprechend eingestellt.
Durch das Gehäuse 10 und durch den Steuerzapfen 11 erstrecken
sich ein Niederdruckkanal 23 und ein Hochdruckkanal
24.
Der radial innerhalb des Hubrings 20 befindliche Bereich
25 des Gehäuseinnenraumes, in dem die Antriebswelle
13, das Wälzlager 14, die Kupplung 16, der Zylinderblock
17, sowie der Kolben 18 mit dem Kolbenschuh 19
umlaufen, ist über einen Leckölkanal 29 mit einem
Niederdruckbereich, z. B. mit einem - symbolisch dargestellten
- drucklosen Ölbehälter 9 verbunden. Somit
herrscht in diesem radial inneren Bereich 25 ein
Druck, der sich ungefähr zwischen 0 und 1 bar einstellt.
Gemäß der bekannten Radialkolbenpumpe ist der radial
außerhalb des Hubrings 20 befindliche Bereich 26 des
Gehäuseinnenraumes vom übrigen Gehäuseinnenraum, d. h.
vom radial inneren Bereich 25 dadurch abgedichtet, daß
in einer der Stirnflächen des Hubringes 20 eine Ringnut
vorgesehen ist, in der sich ein axial verschiebbarer
Dichtring befindet. Mit Hilfe wenigstens eines elastischen
Elements (z. B. eines O-Ringes) werden dadurch der Hubring
einerseits und der Dichtring andererseits in Axialrichtung
auseinandergespreizt. Hierdurch liegt der Hubring 20 mit
seiner einen Stirnfläche stets dichtend an der Fläche 40
des Gehäuses 10, während an der gegenüberliegenden
Stirnfläche des Hubringes 20 der Dichtring ständig
dichtend an der Fläche 41 des Gehäusedeckels 12 anliegt.
Wesentlich ist dabei, daß sich in dem radial
äußeren Bereich 26 des Innenraumes ein "mittlerer" Druck
von ca. 2 bis 4 bar aufbaut, was z. B. dadurch erfolgen kann,
daß Leckflüssigkeit aus einem Druckraum, und zwar entlang
dem Stellkolben 21 in den äußeren Bereich 26 eindringt.
Der äußere Bereich 26 wird in weiterer Ausgestaltung über
einen Kanal 33 mit einer beliebigen Druckquelle verbunden,
so daß der Aufbau des "mittleren" Drucks in dem genannten
Bereich 26 möglichst rasch erfolgen kann.
Es ist grundsätzlich zweckmäßig, stets eine gewisse Druckdifferenz
zwischen dem radial äußeren Bereich 26 und dem
Druck im radial inneren Bereich 25 einzuhalten. Um diese
Druckdifferenz von beispielsweise 2 bis 4 bar einzuhalten,
ist der äußere Bereich 26 über Bohrungen mit dem Leckölkanal
29 verbunden. Außerdem ist, wie in Fig. 1 dargestellt,
in der Verbindung zwischen dem äußeren Bereich
26 und dem Leckölkanal 29 ein Rückschlagventil 37
angeordnet, das sich nur dann öffnet, wenn die genannte
Druckdifferenz den gewünschten Wert übersteigt. (Anstelle
des Rückschlagventils 37 kann auch irgendein anderes
geeignetes Druckventil, beispielsweise ein Druckbegrenzungsventil,
vorgesehen werden).
Das Gehäuse 10 hat an seiner Innenseite in bekannter Weise
zwei Führungsflächen 42 zur Führung des Hubringes 20.
Durch diese Führungsfläche 42 ist der radial äußere Bereich
26 des Gehäuseinnenraumes in zwei Kammern unterteilt,
die jedoch über Kanäle 45 miteinander verbunden
sind. Beim dargestellten Beispiel sind die Verbindungskanäle
45 in das Gehäuse 10 eingearbeitet; ähnliche Verbindungskanäle
könnten jedoch auch im Hubring 20 vorgesehen
werden.
In Fig. 1 ist mit strichpunktierten Linien ferner ein Verbindungskanal
33′ vom Niederdruckkanal 23 zu einem der
Verbindungskanäle 45 dargestellt. Diese Anordnung ist
als alternative zu dem oben erwähnten Kanal 33 (vgl. Fig. 2)
zu betrachten und kommt dann in Frage, wenn im Niederdruckkanal
23 ein "mittlerer" Flüssigkeitsdruck vorhanden
ist, der sich nun in den radial außerhalb des Hubrings
befindlichen Bereich 26 des Gehäuseinnenraumes
fortpflanzt.
Die insoweit gezeichnete und beschriebene Radialkolbenpumpe
ist Stand der Technik. Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung
bezeiht sich auf die Abdichtung zwischen dem
inneren und dem äußeren Bereich 25 bzw. 26, wobei vom
Hubring 20 per se ausgegangen wird.
Die erfindungsgemäße Konzeption bzw. Konstruktion bezüglich
der dem Stand der Technik gegenüber verbesserten Abdichtung
ist in Fig. 3 dargestellt, die einem Ausschnitt
aus dem Längsschnitt gemäß Fig. 1 entspricht. Diesbezüglich
ist grundsätzlich anzumerken bzw. voranzustellen,
daß - anders als beim Stand der Technik - eine Abdichtung
zwischen dem inneren Bereich 25 und dem äußeren Bereich
26 zu beiden Seiten des Hubrings 20 integriert ist, d. h.
die anhand von Fig. 3 gezeichnete Abdichtung zwischen dem
Hubring 20 und dem Gehäuse 10 ist spiegelbildlich
gleichermaßen zwischen dem Hubring 20 und dem Gehäusedeckel
12 vorgesehen. Auszugehen ist mithin davon, daß
neben dem Hubring 20, der ja den inneren Bereich 25 und
den äußeren Bereich 26 relativ zueinander separiert
zu beidenSeiten des Hubrings 20 je ein flanschähnlicher
(vgl. Bezugszeichen 30′) sogenannter Haltering 30 vorgesehen
ist, die - bezogen auf den Hubring 20 - relativ zueinander
axial gespreizt werden können. Konstruktiv betrachtet
ist die Abdichtung mittels der Halteringe 30 wie folgt
gestaltet: Der Hubring 20 weist zu beiden Seiten je eine
erste Aussparung auf, in die die Halteringe 30 über
ihren Flanschansatz 30 eingepaßt werden; der Hubring 20
weist darüber hinaus je eine zweite Aussparung auf, so daß
zwischen dem Hubring 20 und dem Haltering 30 ein radialer
Zwischenraum 31 entsteht, in den eine elastische Dichtung,
z. B. in Form eines O-Rings, eingelegt wird.
Aufgrund dieser spezifischen Konstruktion erfolgt die Verformung
des O-Rings im radialen Zwischenraum 31 nunmehr
radial und nicht mehr - wie beim Stand der Technik - axial,
so daß bei der Fertigung im Hinblick auf die Toleranzen
der Längsabmessungen kein zu hoher Aufwand mehr erforderlich
ist. Der Einbau von zwei Halterungen 30 und damit von
zwei Dichtscheiben hat darüber hinaus auch den Vorteil, daß
nicht nur die Längstoleranzen ausgeglichen werden können,
sondern auch Winkelabweichungen zwischen dem Hubring 20
und dem Gehäuse 10 bzw. dem Gehäusedeckel 12, sowie
Winkelveränderungen des Hubrings 20 aufgrund von belastungsabhängigen
Verformungen kompensiert werden. Die Halteringe werden zur Grundfunktion der Pumpe sowieso
benötigt, sie halten die Gleitsteine 18 an der Lauffläche
des Halteringes 20.
Die vorstehende Funktionsbeschreibung betrifft den Fall,
daß die Pumpe arbeitet. In diesem Fall werden - analog
zum Stand der Technik - der innere Bereich 25 und der
äußere Bereich 26 der sich zwischen beiden einstellenden
Druckdifferenz entsprechend relativ zueinander abgedichtet.
Damit die axiale Andrückung der Halteringe 30, d. h. der
Dichtscheiben bei jedem Betriebzustand, d. h. auch zu Beginn
des Pumpenbetriebs gewährleistet ist, sind zusätzlich
im Hubring 20, und zwar gegenüber dem Flanschansatz 30′
der Halteringe 30 Federelemente 32 eingebaut.
Die erfindungsgemäße Konfiguration soll im folgenden nochmals
anhand von Fig. 4 über eine Betrachtung der im Bereich
der Halteringe 30 wirksamen Druck- bzw. Kraftverhältnisse
erläutert werden. In Fig. 4 sind der Hubring 20
mit dem die Dichtung verifizierenden Haltering 30 als
dem Gehäuse 10 gegenüberliegende element-Paarung dargestellt.
Die spezifische Paarung Hubring 20/Haltering 30 ist so
ausgelegt bzw. konzipiert, daß am Haltering 30 der leicht
erhöhte Innendruck P₁ (des Raums über dem Hubring 20) bis
zur Dichtung (O-Ring) im radialen Zwischenraum 31 voll
wirkt und auf der dem Gehäuse 10 zugewandten Seite des
Halterings 30 der konjugierte Druck Pi sich bis auf
das Niveau des Innenraumes abbaut. Über die entsprechenden
Anpreßkräfte F1 bzw. F2 ergibt sich so eine resultierende
definierte Anpreßkraft Fan für die Anpressung
der Halteringe 30 an das Gehäuse 10 (bzw. an den Gehäusedeckel
12).
Claims (2)
- Hydrostatische Verdrängermaschine, z. B. Radialkolbenmaschine, Flügelzellenmaschine, mit den folgenden Merkmalen.
- a) in einem umlaufenden Zylinderblock (17) sind mehrere radial in einer Führung verschiebbare Verdrängerelemente (18, 19) vorgeshehen, deren radiale Position während der Rotation des Zylinderblocks (17) von einem nicht umlaufenden Hubring (20) bestimmt ist,
- b) der in einem Gehäuse (10) ruhende Hubring (20) ist mittels diametral angeordneter Stellkolben (21, 22) quer zur Drehachse des Zylinderblocks (17) verschiebbar, so daß der Abstand (Exzentrizität e) zwischen der Achse des Hubrings (20) und der Drehachse des Zylinderblocks (17) und damit der Hub der Verdrängerelemente (18, 19) veränderbar ist,
- c) der zumindest überwiegend radial außerhalb des Hubrings (20) befindliche (äußere) Bereich (26) des Gehäuseinnenraumes ist gegenüber dem zumindest überwiegend radial innerhalb des Hubrings (20) befindlichen (inneren) Bereich (25) des Gehäuseinnenraumes derart abgedichtet, daß sich in dem radial äußeren Bereich (26) ein geringfügig über dem Atmosphärendruck liegender Druck einstellt, und
- d) nur der radial innere Bereich (25) des Gehäuseinnenraumes ist mit einem Niederdruckbereich (Leckölleitung 29, Saugkanal 23) verbunden, während der radiale äußere Bereich (26) des Gehäuseinnenraumes an eine Druckquelle angeschlossen ist (Leitung 33),
- dadurch gekennzeichnet,
- daß die Verdrängerelemente (18, 19) axial betrachtet über zwei Halteringe (30) am Hubring (20) geführt sind, wobei
- a) die Halteringe (30) dem Hubring (20) gegenüber eine radiale Abdichtung (O-Ring 31) aufweisen, und
- b) die axiale Abdichtung der Halteringe (30)
- b1) im Stillstand gegenüber dem Gehäuse (10) bzw. dem Gehäusedeckel (12) über Federelemente (32) und
- b2) beim Pumpbetrieb durch eine mittelbar vom Arbeitsdruck abhängige Anpreßkraft erfolgt.
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