DE3700573A1 - Kolbenmaschine, insbesondere axial- oder radialkolbenmaschine - Google Patents
Kolbenmaschine, insbesondere axial- oder radialkolbenmaschineInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Kolbenmaschine nach der Gattung des
Hauptanspruchs. Bei derartigen bekannten Maschinen ergibt sich der
Nachteil, daß infolge der Kompressibilität hydraulischer Druck
flüssigkeiten (beim üblichen Druckniveau von Kolbenpumpen bis zu
2%) erhebliche Ungleichförmigkeiten (Pulsationen) des Flüssigkeits
stroms auftreten. Bei hohem Druck liegen diese Pulsationen weit über
der theoretischen Ungleichförmigkeit nach dem Verdrängungsgesetz,
insbesondere bei auf kleinen Hub eingestellten verstellbaren
Maschinen. Man könnte dem dadurch begegnen, daß man eine sehr viel
größere Anzahl von Kolben vorsieht, hierfür wäre jedoch der Aufwand
viel zu groß.
Die erfindungsgemäße Kolbenmaschine mit den kennzeichnenden Merk
malen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß der Un
gleichförmigkeitsgrad und damit die Geräuschbildung wesentlich redu
ziert sind. Dies wird erreicht durch eine verbesserte Umsteuerung
von der Niederdruck- zur Hochdruckseite im Totpunkt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Beschreibung und
der Zeichnung wiedergegeben. Diese zeigt in Fig. 1 einen Längs
schnitt durch eine Radialkolbenpumpe, in Fig. 2 in perspektivischer
Darstellung den Steuerkörper der Radialkolbenpumpe, in Fig. 3 eine
Schemazeichnung der Erfindung, in Fig. 4 ein Diagramm.
Die Radialkolbenpumpe weist ein Gehäuse 1 auf, das auf der einen
Seite durch einen Deckel 2 verschlossen ist. Im Gehäuse ist eine
mittige, durchgehende Längsbohrung 3 ausgebildet, sowie eine sich
daran anschließende zylindrische Ausnehmung 4. In der Längsbohrung 3
ist ein Steuerzapfen 5 befestigt, z.B. durch Einpressen, welcher in
die Gehäuseausnehmung 4 ragt. Auf diesem Teil des Steuerzapfens ist
ein Rotor 6 gleitend gelagert, in dem mehrere radial verlaufende
Zylinderbohrungen 7 ausgebildet sind, in denen Kolben 8 gleiten.
Diese sind gelenkig mit Gleitschuhen 9 verbunden, die sich mit ihren
Gleitschuhsohlen an der Innenfläche 10 eines zylindrischen Hubrings
11 abstützen, welcher fest oder verstellbar in der Gehäuseausnehmung
4 angeordnet ist. Durch seine exzentrische Lage werden den Kolben
Hubbewegungen erteilt. Die exzentrische Lage ist im Bild nicht zu
erkennen, da die Exzentrizität senkrecht zur Bildebene liegt. Zur
Fesselung der Gleitschuhe an den Hubring sind Halteringe 12, 13 vor
gesehen.
Im Steuerzapfen sind in der Ebene der Kolbenbohrungen 7 zwei Steuer
schlitze 14, 15 ausgebildet, die über ebenfalls im Steuerzapfen aus
gebildete Längskanäle 16, 17 und Durchbrüche 16 A, 17 A mit radial im
Gehäuse 1 verlaufenden, nach außen dringenden Kanälen 18, 19 verbun
den sind. Am Steuerzapfen sind die zwischen den Steuerschlitzen 14,
15 gelegenen Stege mit 18, 19 bezeichnet, an welchen sich die Tot
punkte (innerer JT und äußerer AT) befinden.
Der Rotor 6 ist über eine Kreuzgelenkkupplung 21 von einer Trieb
welle 20 angetrieben, welche im Deckel 2 in einem Doppelkugellager
22 gelagert ist.
Im Steuerzapfen 5 befindet sich ein mittiger Raum 24, der beid
seitig durch Deckel 25, 26 dicht verschlossen ist. Hierzu wird ins
besondere auf die Fig. 2 und 3 verwiesen. Vom Steuerschlitz 15
führt eine Drosselbohrung 27 zum Raum 24. Vom Raum 24 geht außerdem
ein Kanal 28 aus, der am Steg 18 zwischen den Steuerschlitzen 14 und
15 mündet, und zwar an einer Stelle, die vorzugsweise im Bereich der
seitlichen Begrenzung der Schlitze liegt. Insbesondere liegt die
Mündung an einer Erweiterung 7 A, wie sie an jeder Kolbenbohrung 7
ausgebildet ist. Die Mündung des Kanals 28 liegt etwa in der Mitte
des Stegs 18, und zwar so, daß dann, wenn die Erweiterung 7 A einer
Kolbenbohrung 7 mit der Mündung in Verbindung kommt, die Verbindung
der Kolbenbohrung 7 mit den Steuerschlitzen 14, 15 unterbrochen ist.
Es sei angenommen, daß der Steuerschlitz 14 der Niederdruck-Steuer
schlitz (ND) ist, der Steuerschlitz 15 der Hochdruck-Steuerschlitz
(HD). Vom Hochdruck-Steuerschlitz 15 wird der Raum 24 mit unter
Hochdruck stehendem Druckmittel versorgt. Sein Volumen ist min
destens so groß wie das Volumen zweier Kolbenbohrungen 7.
Das Diagramm nach Fig. 4 zeigt als Beispiel die theoretische
Förderstrompulsation einer Kolbenpumpe für drucklosen Betrieb
(strichpunktierte Kurve) und für hohen Arbeitsdruck (ausgezogene
Linie). Der Massenfluß am Pumpenausgang erleidet jeweils einen Ein
bruch, wenn eine Zylinderbohrung mit noch nicht komprimiertem Druck
mittel auf die Hochdruckseite gelangt. Das Kompressionsvolumen für
den Zylinderinhalt fehlt am momentanen Förderstrom. Im weiteren Ver
lauf erreicht dann der Massenstrom einen Wert, der etwas über der
theoretischen Verdrängung liegt. Dank der Kompressibilität ist die
Dichte des Mediums nunmehr erhöht, und die Pumpe fördert somit etwas
mehr Masse in die Förderleitung als bei drucklosem Betrieb. Der an
fängliche Einbruch des Förderstromverlaufs ist etwas von der gewähl
ten Umsteuergeometrie abhängig. Er kann kurz und steil, oder auch
länger und flacher aussehen. Die im Interesse der Gleichförmigkeit
wünschenswerte Streckung über eine ganze Teilung würde aber sehr
viel größere Kolbenzahlen erfordern als üblich. Mit herkömmlichen
Mitteln ist es nicht möglich, den Einbruch zu vermeiden.
Die erfindungsgemäße Ausführung der Kolbenmaschine behebt diesen
Mangel. Die Steuergeometrie ist nun so gestaltet, daß über den
Winkelbereich, in dem der Druckanstieg in der Zylinderbohrung er
folgen soll (von der Niederdruck- zur Hochdruckseite), Verbindung
vom Raum 24 durch die Erweiterung 7 A der Zylinderbohrung 7 zu dieser
besteht. Der Querschnitt der Drosselbohrung 27 ist so gewählt, daß
das Volumen des Raums 24 annähernd gleichförmig vom Hochdrucksteuer
schlitz 15 mit Druckmittel versorgt wird. Wenn die Maschine im
Betrieb ist, wird durch die Rotation des Rotors 6 in Pfeilrichtung D
über einen kleinen Drehwinkelbereich am Steg 18 bzw. äußeren Tot
punkt AT Verbindung hergestellt zwischen der Zylinderbohrung 7 und
dem Kanal 28. Über diesen Winkelbereich erfolgt der zusätzliche
Druckanstieg in der Zylinderbohrung, wobei das notwendige Kom
pressionsvolumen dem Raum 24 entnommen wird. Die Versorgung des
Raums 24 mit unter Hochdruck stehendem Druckmittel erfolgt - dank
der Drosselbohrung 27 - über einen deutlich längeren Zeitraum.
Durch die erfindungsgemäße Einrichtung kann primär die Förderstrom
pulsation und sekundär die Druckpulsation der Verdrängermaschine für
hohe Drücke deutlich verringert werden. Sie läßt sich - wie schon
eingangs erwähnt - bei jeder sogenannten schiebergesteuerten
Maschine (Axialkolben- und Radialkolbenmaschine) verwirklichen.
Claims (4)
1. Kolbenmaschine, insbesondere Axial- oder Radialkolbenmaschine,
mit in einem Rotor (6) in Kolbenbohrungen (7) gleitenden Kolben (8),
die sich mit ihren aus dem Rotor ragenden Enden an einem huberzeu
genden Glied (11) abstützen, und bei der der Rotor mit einem das
Druckmittel steuernden Steuerkörper (5), wie Steuerspiel oder
Steuerzapfen, in Wirkverbindung steht, in dem der Hochdruck- und
Niederdruckseite zugeordnete, durch Stege (18, 19) getrennte Steuer
schlitze (14, 15) ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß vom
Hochdruck-Steuerschlitz (15) eine drosselnde Verbindung (27) zu
einem Druckraum (18) führt, von dem ein Kanal (28) ausgeht, der am
Steg (18) und etwa am äußeren Totpunkt zwischen dem Niederdruck
steuerschlitz und dem Hochdrucksteuerschlitz mündet - bezogen auf
die Drehrichtung D des Rotors - und periodisch Verbindung zu den
Kolbenbohrungen (7) hat.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mün
dungsstelle des am Steg mündenden Kanals (28) außerhalb des langen
Randes der Steuerschlitze liegt und daß an der Kolbenbohrung eine
seitliche Erweiterung (7 A) ausgebildet ist, die mit der Mündung des
Kanals (28) bei jeder Umdrehung des Rotors in Verbindung kommt.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Volumen des Raums (24) wenigstens zweimal so groß ist wie dasjenige
einer Kolbenbohrung.
4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß der Druckraum (24) im Steuerzapfen (5) einer Radialkolben
maschine ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873700573 DE3700573A1 (de) | 1987-01-10 | 1987-01-10 | Kolbenmaschine, insbesondere axial- oder radialkolbenmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873700573 DE3700573A1 (de) | 1987-01-10 | 1987-01-10 | Kolbenmaschine, insbesondere axial- oder radialkolbenmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3700573A1 true DE3700573A1 (de) | 1988-07-21 |
Family
ID=6318655
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873700573 Withdrawn DE3700573A1 (de) | 1987-01-10 | 1987-01-10 | Kolbenmaschine, insbesondere axial- oder radialkolbenmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3700573A1 (de) |
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- 1987-01-10 DE DE19873700573 patent/DE3700573A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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