DE4214709C2 - Verreibhubantrieb für Reibzylinder - Google Patents
Verreibhubantrieb für ReibzylinderInfo
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-
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Description
Die Erfindung betrifft einen Verreibhubantrieb für Reibzy
linder in Druckmaschinen, wobei jeweils zwei Reibzylinder
einen gemeinsamen Antrieb besitzen und in ihrer Phasenlage
zum Plattenzylinderumfang sowie im Verreibhub verstellbar
sind. Derartige Antriebe für Reibzylinder sind in den
letzten Jahren in großer Vielfalt bekanntgeworden.
Als Beispiel sei auf die EP 0189827 B1 oder die
DE-OS 22 28 939 verwiesen, von denen die Erfindung ausgeht.
In beiden Fällen erfolgt der axiale Antrieb der Reibzylinder
ausgehend von einem Exzentertrieb bzw. einen Kurbelantrieb
über gestellfeste Kipphebel.
Der Nachteil dieser Kraftübertragung besteht darin, daß die
Reaktionskraft aus dieser Farbverreibung über den Kipphebel
auf das Gestell bzw. die Seitenwand übertragen wird.
Die Folge davon sind elastische Verformungen des Gestells
mit Axialdublieren, d. h. doppelte Konturen der Druckelemente
auf den Bedruckstoff in axialer Richtung.
Demzufolge besteht die Aufgabe der Erfindung darin, einen in
Phase und Hub von außen verstellbaren Verreibhubantrieb für
Reibzylinder zu schaffen, bei dem die Gestellrückwirkungen
und damit die Dublierneigung durch den Verreibhubantrieb
reduziert wird.
Gelöst wird die Aufgabe durch die gegenständlichen Merkmale
des Anspruchs 1.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbei
spieles näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1: schematische Darstellung des Antriebes der Reib
zylinder
Fig. 2: schematische Darstellung der Verreibhub- und
einsatzverstellung
Von einem Farbkasten gelangt die Farbe über einen Duktor und
einen Heber auf die Farbwalzen.
Die Farbwalzen führen alle eine Rotationsbewegung aus.
Einige Farbwalzen, die Reibzylinder 1, führen außerdem noch
eine Changierbewegung, die axiale Verreibbewegung aus.
Über die Farbwalzen und die Auftragwalzen 2 gelangt die
Farbe auf eine auf einen Plattenzylinder 3 aufgespannte
Druckplatte.
Die Druckplatte wird vorher durch ein Feuchtwerk befeuchtet.
über einen Gummizylinder 4 gelangt dann die Farbe bzw. das
Druckbild auf einen auf einem Druckzylinder 5 befindlichen
zu bedruckenden Bogen. (Fig. 2)
In Fig. 1 sind die unteren beiden Reibzylinder 1; 1.1 in der
Draufsicht dargestellt.
Beide Reibzylinder 1; 1.1 sind drehbar und axial verschieb
bar in den Seitenwänden 6, 7 gelagert. Der Drehantrieb
erfolgt separat über im Ölraum angetriebene Zahnräder.
Auf der. Seite 1 sind die Achsschenkel der Reibzylinder 1;
1.1 über einen fliegend gelagerten Arbeitszylinder 8, d. h.
er besitzt keine Verbindung zum Gestell, verbunden.
Dazu sind rechtwinklig an den Achsschenkeln der Reibzylinder
1; 1.1 Lagerhebel 9; 9.1 fest angeordnet, die mittig zu den
Reibzylindern 1; 1.1 den doppeltwirkenden Arbeitszylinder 8
mit einseitiger Kolbenstange und Endlagenbremsung tragen.
Auf der anderen Maschinenseite, der Seite 2, sind die
Achsschenkel der Reibzylinder 1; 1.1 über einen an der
Seitenwand 6 befestigten Kipphebel 10 miteinander gekoppelt.
Der Antrieb des Arbeitszylinders 8 erfolgt im günstigsten
Fall über einen dezentralen Hydraulik- oder Pneumatik an
trieb.
Natürlich kann der Antrieb auch wie in Fig. 2 dargestellt
ausgehend vom Druckzylinder 5 erfolgen.
Dazu ist ein Antriebszahnrad 11 auf dem Schenkel des
Druckzylinders 5 befestigt, welcher über ein Zwischenrad 12
mit einem Kurbelrad 13 in Zahneingriff steht. Das Kurbelrad
13 ist fest mit einer Abtriebskurbel 14 verbunden, die
wiederum beweglich an der Kolbenstange einer Hydraulikkol
benpumpe 15 befestigt ist.
Die Hydraulikkolbenpumpe 15 ist beweglich und auf einer
Kreisbahn verlagerbar mit dem Gestell verbunden.
Über zwei Hydraulikleitungen 16; 16.1 ist die Hydraulikkol
benpumpe 15 mit dem Arbeitszylinder 8 gekoppelt.
Das Ölüberschußvolumen strömt aus den Überströmventilen 17;
17.1 in den Ölstromkreis der Maschine und das Ergänzungsvo
lumen wird aus eben diesen über die Ventile 18; 18.1 ent
nommen.
Diese hydraulischen Steuerungselemente sind allgemein
bekannt und aus diesem Grund nicht näher beschrieben.
Durch die Drehbewegung des Druckzylinders 5 und damit bei
Maschinenlauf wird die Hydraulikpumpe 15 über die Zahnräder
11-13 und die Abtriebskurbel 14 betätigt.
Infolgedessen wird der Arbeitszylinder 8 ebenfalls angetrie
ben und verleiht den Reibzylindern 1; 1.1; synchronisiert über
den Kipphebel 10, eine axiale Bewegung.
Um eine ordnungsgemäße axiale Bewegung der Reibzylinder 1;
1.1 zu erreichen, ist es notwendig, daß das Verdrängungsvo
lumen des Arbeitszylinders 8 kleiner als das Pumpvolumen der
Hydraulikkolbenpumpe 15 ist.
Die Verreibeinsatzverstellung bzw. die der Phasenlage des
Verreibeinsatzes zum Plattenzylinderumfang erfolgt auf
einfachste Art und Weise in der Gestellpunktverlagerung der
Hydraulikkolbenpumpe 15 oder über eine Schrägverzahnung der
Zahnräder 11-13 und der Möglichkeit einer Axialverstellung
dieser Zahnräder über eine Schnecke oder ähnliches.
Die dritte Möglichkeit, jedoch recht aufwendige ist die
Anordnung eines Differentialgetriebes zwischen Antriebszahn
rad 11 und Kurbelrad 13.
Alle drei Möglichkeiten bieten natürlich den Vorteil, daß
diese bestens für eine Fernverstellung mittels bekannter
Stellelemente geeignet sind.
Die Verreibhubverstellung erfolgt auf einfachste und
stufenlose Weise in der Wegbegrenzung des Arbeitskolbens am
Arbeitszylinder 8 mittels Öffnung der Überströmventile 17;
17.1 vor der mechanischen Begrenzung.
Auch diese Lösung ist für eine Fernverstellung gut geeignet.
Der besondere Vorteil dieser aufgezeigten Antriebsvariante
liegt darin, daß der Plattenzylinder keinerlei Momentenbe
lastungen durch den eigentlichen Reibzylinderantrieb
ausgesetzt ist und durch die große Masse des Druckzylinders
5 auch keinerlei sonstige Störungen, bedingt durch den
Antrieb, zu verzeichnen sind.
Der weitaus wichtigere Effekt wird aber durch die fliegende
Lagerung des Arbeitszylinders 8 gemäß Fig. 1 innerhalb der
Lagerhebel 9; 9.1 gesehen.
Dadurch, daß der Arbeitszylinder 8 praktisch an je einem
Ende der Reibzylinder 1, 1.1 ohne Gestellverbindung
angreift, muß der am Gestell oder der Seitenwand gelagerte
Kipphebel 10 nur die Differenz der Reibzylinderreibkräfte
aufnehmen. Die Reibzylinderreibkräfte setzen sich dabei aus
der Oberflächenreibung und der Lagerreibung der Reibzylinder
1: 1.1 zusammen.
Durch diese Maßnahme reduzieren sich die Gestellrückwirkun
gen stark und der Antrieb ist rückwirkungsarm, so daß vom
Gestell verursachte Axialschwingungen weitestgehend vermie
den werden.
1
;
1.1
Reibzylinder
2
Auftragwalzen
3
Plattenzylinder
4
Gummizylinder
5
Druckzylinder
6
Seitenwände
7
Seitenwände
8
Arbeitszylinder
9
;
9.1
Lagerhebel
10
Kipphebel
11
Antriebszahnrad
12
Zwischenrad
13
Kurbelrad
14
Abtriebskurbel
15
Hydraulikkolbenpumpe
16
;
16.1
Hydraulikleitungen
17
;
17.1
Überströmventile
18
;
18.1
Ventile
Claims (2)
1. Verreibhubantrieb für Reibzylinder in Druckmaschinen, wobei jeweils zwei
Reibzylinder (1; 1.1) einen gemeinsamen Antrieb besitzen und in ihrer Phasenlage
zum Plattenzylinderumfang sowie im Verreibhub verstellbar sind, derart, dass auf
der Seite S1 je ein Ende eines fliegend gelagerten Arbeitszylinders (8) über
Lagerhebel (9; 9.1) mit den Achsschenkeln der Reibzylinder (1; 1.1) verbunden
sind und auf der Seite S2 die Achsschenkel der Reibzylinder (1; 1.1) über einen
am Gestell befestigten Kipphebel (10) verbunden sind.
2. Verreibhubantrieb für Reibzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Arbeitszylinder (8) über Hydraulikleitungen (16; 16.1) mit einer vom
Druckzylinder (5) angetriebenen Hydraulikkolbenpumpe (15) verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924214709 DE4214709C2 (de) | 1992-05-02 | 1992-05-02 | Verreibhubantrieb für Reibzylinder |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924214709 DE4214709C2 (de) | 1992-05-02 | 1992-05-02 | Verreibhubantrieb für Reibzylinder |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4214709A1 DE4214709A1 (de) | 1993-11-04 |
| DE4214709C2 true DE4214709C2 (de) | 2001-05-23 |
Family
ID=6458131
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924214709 Expired - Fee Related DE4214709C2 (de) | 1992-05-02 | 1992-05-02 | Verreibhubantrieb für Reibzylinder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4214709C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19542158B4 (de) * | 1995-11-11 | 2008-06-05 | Koenig & Bauer Aktiengesellschaft | Changierantrieb für Reibzylinder |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2228939A1 (de) * | 1972-06-14 | 1974-01-03 | Roland Offsetmaschf | Einstellvorrichtung fuer die verreibung an druckmaschinen |
| EP0189827B1 (de) * | 1985-01-29 | 1990-05-02 | M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen Aktiengesellschaft | Changierantrieb für die Reibwalzen von mindestens einem Farbwerk eines Druckwerkes einer Offset-Rotationsdruckmaschine |
-
1992
- 1992-05-02 DE DE19924214709 patent/DE4214709C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2228939A1 (de) * | 1972-06-14 | 1974-01-03 | Roland Offsetmaschf | Einstellvorrichtung fuer die verreibung an druckmaschinen |
| EP0189827B1 (de) * | 1985-01-29 | 1990-05-02 | M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen Aktiengesellschaft | Changierantrieb für die Reibwalzen von mindestens einem Farbwerk eines Druckwerkes einer Offset-Rotationsdruckmaschine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4214709A1 (de) | 1993-11-04 |
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Legal Events
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