DE4214462A1 - Verfahren und vorrichtung zum schleifen von formstempeln - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum schleifen von formstempelnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schleifen der Mantel
fläche und der Stirnseite eines rotierenden zylindrischen Werk
stücks, insbesondere eines Formstempels, mit einer rotierenden
Schleifscheibe. Sie betrifft außerdem auch eine Vorrichtung zum
Schleifen der Mantelfläche und der Stirnseite eines rotierenden
zylindrischen Werkstücks, insbesondere eines Formstempels, mit
einer wenigstens zwei Schleifflächen aufweisenden rotierenden
Schleifscheibe, einem Werkstücktisch mit einer drehbaren Werk
stückaufnahme, einer Abrichteinrichtung mit wenigstens einem
Abrichtwerkzeug und gesteuerten Antriebsmitteln zum Bewegen der
Schleifscheibe, der Werkstückaufnahme und des Abrichtwerkzeugs
relativ zueinander in wenigstens zwei quer zueinander verlaufen
den Maschinenachsen.
Bei der Erfindung geht es um das Schleifen zylindrischer Werk
stücke mit einer rotationssymmetrisch geformten Stirnseite.
Diese Stirnseite kann eben ausgebildet sein, also in einer Ra
dialebene zur Werkstückachse verlaufen. Komplizierter aber ist
das maßgenaue Erzeugen einer konvex gewölbten Fläche an der
Stirnseite eines solchen Werkstücks. Derartige Werkstücke sind
beispielsweise Form- oder Prägestempel für optische Anwendungen,
die einen zylindrischen Schaft mit einer konvex geformten Stirn
fläche aufweisen, deren Kontur in engen Toleranzen vorgegeben
ist. Solche Stempel werden z. B. in der optischen Industrie bei
der Herstellung von Linsen, Brillengläsern und dergleichen be
nutzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung der eingangs angegebenen Art anzugeben, die das
Schleifen derartiger Flächen weiter verbessern.
Bei einem Verfahren der eingangs angegebenen Art wird diese
Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Werkstück und
die Schleifscheibe um quer zueinander verlaufende Achsen gedreht
werden, daß die Schleifscheibe mit zwei Schleifflächen versehen
wird, daß mit einer ersten Schleiffläche der Schleifscheibe die
Mantelfläche des rotierenden Werkstücks und mit einer zweiten
Schleiffläche seine Stirnfläche geschliffen wird. In Fortführung
der Erfindung wird die erste Schleiffläche der Schleifscheibe
gerade abgerichtet und eine benachbarte zweite komplementär zum
gewünschten Stirnseitenprofil des Werkstücks profiliert. Mit
der gerade abgerichteten Schleiffläche wird die Mantelfläche
des rotierenden Werkstücks geschliffen. Seine Stirnfläche wird
mit der profilierten zweiten Schleiffläche bearbeitet. Eine
besonders bevorzugte Ausgestaltung des Verfahrens nach der Er
findung besteht darin, daß wenigstens ein Abschnitt der Umfangs
fläche der Schleifscheibe mit einem Arbeitsprofil versehen
wird, das dem von der Werkstücksachse aus radial zu seinem Um
fang hin verlaufenden Profil der Werkstückstirnfläche komplemen
tär ist, und daß der profilierte Schleifflächenabschnitt mit der
Stirnseite des Werkstücks entlang einer Linie in materialabtra
genden Kontakt gebracht wird, welche in einer die Schleifschei
benachse enthaltenden Radialebene liegt und radial von der
Werkstückachse zu seinem Umfang hin verläuft. Der profilierte
Schleifflächenabschnitt kommt also während des Schleifvorgangs
nur mit einem Profilabschnitt der Werkstückstirnfläche in ma
terialabtragenden Kontakt, der vom Rand der Stirnfläche vorzugs
weise nur bis zu ihrem Mittelpunkt verläuft und höchstens ein
kurzes Stück über die Mitte hinausreicht. Dabei werden die
Schleiffläche und das Werkstück um ihre jeweilige Achse gedreht.
Auf diese Weise ist es möglich, derartige Werkstücke auf her
kömmlichen Flach- oder Profilschleifmaschinen mit höchster
Präzision zu bearbeiten.
Weitere Fortführungen und vorteilhafte Ausgestaltungen des Ver
fahrens nach der Erfindung sind in den Unteransprüchen 5 bis 8
angegeben.
Bei einer Vorrichtung der eingangs angegebenen Art wird die der
Erfindung zugrunde liegende Aufgabe dadurch gelöst, daß die
Schleifscheibe eine erste, gerade abgerichtete Schleiffläche und
eine zweite, komplementär zum Profilverlauf der Werkstückstirn
fläche profilierte Schleiffläche aufweist, daß die Antriebsmit
tel die gerade abgerichtete Schleiffläche der Schleifscheibe
mit der Mantelfläche des Werkstücks und die komplementär zum
Profilverlauf der Werkstückstirnfläche profilierte Schleiffläche
mit der Werkstückstirnfläche in materialabtragenden Kontakt
bringend ausgebildet und gesteuert sind. Merkmale von Fortfüh
rungen und Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den Unteran
sprüchen 10 bis 15 enthalten.
Mit dem Vorgehen nach der Erfindung ist es in sehr vorteilhaf
ter Weise möglich, zylindrische Werkstücke mit konvex gewölbter
Stirnfläche mit hoher Genauigkeit auf herkömmlichen Profil- oder
Flachschleifmaschinen zu bearbeiten. Der zusätzliche Aufwand
ist nur gering. Durch die bahngesteuerte Profilierung des die
Werkstückstirnfläche bearbeitenden Schleifflächenabschnitts
können weitgehend beliebige Wölbungen an der Stirnseite des
Werkstücks erzeugt werden. Das macht das Verfahren nach der Er
findung sehr flexibel und universell verwendbar. Mit derselben
Schleifscheibe, die eine entsprechend abgerichtete zweite
Schleiffläche aufweist, wird auch die zylindrische Mantelfläche
des rotierenden Werkstücks geschliffen, so daß das Werkstück in
einer einzigen Aufspannung fertig bearbeitet werden kann. Das
kommt wiederum der Bearbeitungsgenauigkeit zugute.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen in nicht maßstäblicher schematischer Darstellung
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Schleifvorrichtung nach der
Erfindung,
Fig. 2 eine andere Ausführungsform der Schleifvorrichtung
nach der Erfindung und
Fig. 3 eine Abrichteinrichtung und ihre Zuordnung zu der
Schleifscheibe und ihren Schleifflächen.
In Fig. 1 ist eine herkömmliche Profil- bzw. Flachschleifma
schine mit einem Maschinenbett 1 und einer Säule 2 dargestellt.
Das Maschinenbett 1 trägt einen Support 3, der auf dem Maschi
nenbett horizontal in Z-Richtung verfahrbar ist. Auf dem Sup
port 3 ist ein Werkstücktisch 4 quer zur Z-Richtung in X-Rich
tung verfahrbar angeordnet, der seinerseits eine um eine Achse
6 drehbare Werkstückaufnahme 7 trägt. Auf die Werkstückaufnah
me 7 ist ein zu bearbeitendes Werkstück 8 aufgespannt. Bei dem
Werkstück 8 handelt es sich beispielsweise um einen Form- oder
Prägestempel für Anwendungen in der optischen Industrie , der
eine zu bearbeitende zylindrische Fläche 9 und eine zu bearbei
tende rotationssymmetrisch konvex gewölbte Stirnfläche 11 auf
weist.
An der Maschinensäule 2 ist in Y-Richtung vertikal verfahrbar
ein Schleifkopf 12 mit einer Schleifscheibe 13 an einer Schleif
spindel 14 geführt. Die Schleifscheibe 13 weist an ihrer axia
len Stirnseite eine radial zur Schleifspindelachse 16 verlaufen
de erste Schleiffläche 17 und an ihrem Umfang eine profilierte
zweite Schleiffläche 18 auf.
Die Linearbewegung des Schleifkopfs 12 in Y-Richtung, die Line
arbewegungen des Supports in Z-Richtung und des Werkstücktischs
in X-Richtung sowie die Rotationsbewegungen sind von Motoren
angetrieben, die numerisch gesteuert sind. Die Antriebe und
die Steuerung werden hier als bekannt vorausgesetzt und sind
daher nicht dargestellt.
Fig. 3 zeigt in einer schematischen Darstellung eine Abricht
einrichtung , wie sie bei einer Maschine der Fig. 1 eingesetzt
werden kann, um die gestellte Schleifaufgabe zu lösen. Diese
Abrichteinrichtung ist im dargestellten Fall auf dem Maschinen
tisch 4 aufgebaut, der zusammen mit dem darunterliegenden Sup
port 3 einen Kreuzschlitten darstellt. Die Abrichteinrichtung
19 ist daher in den beiden linearen Achsen X und Z verfahrbar.
Sie besteht aus einem Einzelabrichter 21 mit einem Abrichtdia
manten, der an einem auf dem Werkstücktisch angebrachten Halter
22 befestigt ist. Anstelle eines Einzelabrichters mit einem
Diamanten können auch andere Abrichtwerkzeuge eingesetzt werden
wie beispielsweise Diamantfliesen, eine Diamantrolle oder auch
eine Abrichtscheibe. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wird im
vorliegenden Fall jedoch der Einzelabrichter 21 mit einem Dia
manten bevorzugt.
In X-Richtung zu dem Einzelabrichter 21 versetzt weist die Ab
richteinrichtung 19 ein zweites Abrichtwerkzeug in Gestalt einer
Abrichtrolle 23 auf, die in einem Lagerbock 24 auf dem Werk
stücktisch befestigt ist. Die Achse 26 der Abrichtrolle 23 ver
läuft senkrecht zur Schleifspindelachse 16, so daß die Mantel
fläche der Abrichtrolle 23 die zu profilierende zweite Schleif
fläche 18 der Schleifscheibe 13 tangential berührt. Durch bahn
gesteuertes Verfahren der Abrichtrolle 23 in Z-Richtung und der
Schleifscheibe in Y-Richtung kann der zweiten Schleiffläche 18
der Schleifscheibe nahezu jede beliebige Kontur gegeben werden.
Konkave Wölbungen dieser Fläche finden ihre Grenze nur im Radius
der Abrichtrolle 23.
Zum Schleifen der beiden zu bearbeitenden Werkstückflächen 9
und 11 wird gemäß der Erfindung folgendermaßen vorgegangen:
Das Werkstück 8 wird in den Werkstückhalter 7 eingespannt und
um seine Drehachse 6 in Rotation versetzt. Gemäß Fig. 3 wird
die axiale Stirnseite der Schleifscheibe 13 mit dem Einzelab
richter 21 gerade abgerichtet, so daß eine radial zur Schleif
spindelachse 16 verlaufende, ebene erste Schleiffläche 17 hoher
Genauigkeit erzeugt wird, deren Lage im Maschinensystem exakt
bekannt ist. Die Stirnseite der Schleifscheibe dient jetzt als
Bezugskante für das Abrichten der zweiten Schleiffläche 18 und
für die Werkstückbearbeitung. Durch Verfahren der Abrichtein
richtung 19 in X-Richtung wird anschließend die Abrichtrolle 23
zur Schleifscheibe in Abrichtposition gebracht, so daß ihre
Umfangsfläche tangential zur abzurichtenden und zu profilieren
den zweiten Schleiffläche 18 der Schleifscheibe verläuft. Durch
bahngesteuertes relatives Verfahren der Abrichtrolle 23 und
der Schleifscheibe 13 in Z-und Y-Richtung wird die zweite
Schleiffläche 18 jetzt exakt nach den Formvorgaben des Werk
stücks komplementär zum gewünschten Konturverlauf der Werkstück
stirnseite 11 profiliert.
Nachdem die Schleifscheibe 13 vorbereitet ist, wird sie durch
relatives Verfahren des Werkstückes und der Schleifscheibe in
ihre Arbeitsposition gebracht, die in Fig. 1 dargestellt ist.
In dieser Position schneiden sich die Schleifspindelachse 16
und die Werkstückachse 6 unter einem rechten Winkel in einer
gemeinsamen vertikalen Ebene. Mit der ersten Schleiffläche 17
an der Stirnseite der Schleifscheibe 13 wird nun die Mantelflä
che 9 des rotierenden Werkstücks 8 zentrisch rundgeschliffen.
Das zeigt die mit ausgezogenen Linien dargestellte Position der
Schleifscheibe 13 in Fig. 1. Nach dem Rundschleifen des Werk
stücks werden die Schleifscheibe 13 und das Werkstück relativ
zueinander in die in Fig. 1 gestrichelt dargestellte Position
13a gebracht, um die gewölbte Stirnfläche 11 des Werkstücks zu
schleifen. Auch in dieser Position schneiden sich die Schleif
spindelachse 16 und die Werkstückachse 6 unter einem rechten
Winkel in der gemeinsamen vertikalen Ebene. In derselben verti
kalen Ebene liegt die Berührungslinie zwischen der zweiten
Schleiffläche 18 der Schleifscheibe und der zu bearbeitenden
Stirnfläche 11 des Werkstücks. Dabei wird ein Abschnitt 27 der
profilierten Schleiffläche 18 der Schleifscheibe unter halbsei
tiger Schleifscheibenanstellung lagegenau zur bereits geschlif
fenen Mantelfläche 9 des Werkstücks mit der Stirnfläche des
Werkstücks in Kontakt gebracht, so daß die Kontaktlinie
zwischen der Schleiffläche der Schleifscheibe und der Stirnflä
che des Werkstücks radial von dessen Rand zum Mittelpunkt bzw.
zur Achse der Stirnfläche verläuft. Jenseits des Mittelpunkts
der Stirnfläche verläuft das Schleifscheibenprofil vorzugsweise
ohne Berührung mit der Werkstückfläche, um die Bedingungen für
die Zustellung zu verbessern. Die Kontaktlinie kann bei ent
sprechender Profilierung des betreffenden Schleifflächenab
schnitts und bei exakter Zustellung den Mittelpunkt der Stirn
fläche allerdings auch übergreifen. Die Zustellung der Schleif
scheibe erfolgt in Richtung der Y-Achse. Die drehende Schleif
scheibe bildet nun an der Stirnfläche des um seine Achse 6 ro
tierenden Werkstücks exakt die gewünschte gewölbte Kontur aus.
In Fig. 2 ist eine abgewandelte Variante der beschriebenen Ma
schine dargestellt. Gleiche Teile sind mit denselben Bezugszei
chen versehen wie in Fig. 1 und nicht noch einmal erläutert.
Diese Variante unterscheidet sich von der Ausführungsform der
Fig. 1 dadurch, daß die um die Achse 6 drehbare Werkstückauf
nahme 7 auf einem Schrägtisch 28 gelagert ist, der fest mit dem
Werkstücktisch 4 verbunden und zusammen mit diesem in X- und Z-
Richtung verfahrbar ist. Dadurch verläuft die Rotationsachse 6
des Werkstücks 8 unter einem vorgegebenen Winkel schräg zur
Schleifspindelachse 16. Entsprechend dieser Maschinenkonfigura
tion ist die Schleifscheibe 29 mit einem Dachprofil mit zwei
Schleifflächen 31 und 32 ausgestattet, die unter einem dem Nei
gungswinkel der Werkstückachse 6 zur Schleifspindelachse 16
entsprechenden Winkel zueinander geneigt sind zum Schleifen
der Mantelfläche 9 des Werkstücks ist die erste Schleiffläche
31 der Schleifscheibe 29 gerade abgerichtet, wie das im Zusam
menhang mit den Fig. 1 und 3 bereits prinzipiell beschrieben
wurde. Die gestrichelt in Fig. 2 eingezeichnete Position 29a
der Schleifscheibe zeigt das Schleifen der Mantelfläche 9 des
Werkstücks mit der ersten Schleiffläche 31. Die zweite Schleif
fläche 32 der Schleifscheibe 29 wird durch das Abrichten mit
einer Abrichtrolle, wie es ebenfalls im Zusammenhang mit den
Fig. 1 und 3 beschrieben ist mit einem dem Konturverlauf der
Werkstückstirnfläche 11 entsprechenden Profil versehen. Die
Zustellung erfolgt in Z- und Y-Richtung. Die Berührungslinie
zwischen der zweiten Schleiffläche 32 der Schleifscheibe und
der Stirnfläche 11 des Werkstücks verläuft auch hier vom Rand
der Werkstückstirnfläche radial zu ihrem Mittelpunkt und liegt
in der gemeinsamen Ebene der Drehachsen 6 und 16 des Werkstücks
und der Schleifscheibe. Durch Drehen der Schleifscheibe und des
Werkstücks erhält die Werkstückstirnfläche 11 ihre vorgesehene
gewölbte Kontur entsprechend dem der Schleiffläche 32 gegebenen
Profil.
Das bahngesteuerte Profilieren der zweiten Schleiffläche 18
bzw. 32 der Schleifscheibe 13 bzw. 29 ermöglicht es, der Kontur
dieser Schleiffläche in einem weiten Rahmen beliebige Gestalt
zu geben. So können Kugelformen, Elipsoid-, Kegel- und Parabo
loid-Konturen in die Schleiffläche profiliert werden. Die Ra
dien und die Kurvenverläufe sind dabei in weiten Grenzen vari
ierbar. Auf diese Weise lassen sich also mit höchster Präzision
sehr flexibel die unterschiedlichsten Wölbungskonturen realisie
ren. Als maschinelle Ausstattung dient dabei lediglich eine her
kömmliche Flach- bzw. Profilschleifmaschine mit nummerischer
Steuerung, die außer der rotierenden Werkstückaufnahme und ei
nem entsprechenden Steuerungsprogramm keinen weiteren Aufwand
erfordert.
Claims (15)
1. Verfahren zum Schleifen der Mantelfläche und der Stirnsei
te eines rotierenden Werkstücks, insbesondere eines Form- oder
Prägestempels, mit einer rotierenden Schleifscheibe, dadurch
gekennzeichnet, daß das Werkstück und die Schleifscheibe um
quer zueinander verlaufende Achsen gedreht werden, daß die
Schleifscheibe mit zwei Schleifflächen versehen wird, daß mit
einer ersten Schleiffläche der Schleifscheibe die Mantelfläche
des rotierenden Werkstücks und mit einer zweiten Schleiffläche
seine Stirnfläche geschliffen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
erste Schleiffläche der Schleifscheibe gerade abgerichtet und
eine benachbarte zweite komplementär zum gewünschten Stirnsei
tenprofil des Werkstücks profiliert wird, daß mit der gerade ab
gerichteten ersten Schleiffläche die Mantelfläche des rotieren
den Werkstücks und mit der profilierten zweiten Schleiffläche
seine Stirnfläche geschliffen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Werkstück und die Schleifscheibe um sich senkrecht
schneidende Achsen gedreht werden, daß eine radiale Stirnfläche
der Schleifscheibe gerade abgerichtet wird, daß wenigstens ein
Abschnitt der im wesentlichen axial verlaufenden Umfangsfläche
der Schleifscheibe entsprechend dem gewünschten Profil der
Werkstückstirnseite profiliert wird und daß die Mantelfläche
des rotierenden Werkstücks mit einer radial zur Werkstückachse
erfolgenden Zustellung der gerade abgerichteten Schleiffläche
und seine Stirnseite mit einer Zustellung der profilierten
Schleiffläche in der Richtung der Werkstückachse geschliffen
werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß wenigstens ein Abschnitt der Umfangsfläche der
Schleifscheibe als zweite Schleiffläche mit einem Arbeitsprofil
versehen wird, daß dem von der Werkstückachse aus radial zu sei
nem Umfang hin verlaufenden Profil der Werkstückstirnfläche kom
plementär ist, und daß der profilierte Schleifflächenabschnitt
mit der Stirnseite des Werkstücks entlang einer Linie in mate
rialabtragenden Kontakt gebracht wird, welche in einer die
Schleifscheibenachse enthaltenden Radialebene liegt und radial
von der Werkstückachse zu seinem Umfang hin verläuft.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schleifscheibe durch Verfahren in radialer und axialer Richtung
so mit der Stirnfläche des rotierenden Werkstücks in materialab
tragenden Arbeitskontakt gebracht wird, daß das Arbeitsprofil
der Schleifscheibe die Stirnfläche im wesentlichen nur halbsei
tig entlang einer radial von der Werkstückachse zu seinem Um
fang hin verlaufenden Linie berührt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Stirnfläche der Schleifscheibe durch gerades
Abrichten als Bezugsfläche für das Profilschleifen der Werk
stückstirnfläche kalibriert wird und daß die Mantelfläche des
Werkstücks mit der kalibrierten Stirnfläche der Schleifscheibe
zentrisch rundgeschliffen wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Umfangsfläche der Schleifscheibe als Dachpro
fil mit einem ersten, unter einem ersten Winkel zur Schleif
scheibenachse verlaufenden Profilabschnitt und einem zweiten im
wesentlichen unter einem zweiten Winkel zur Schleifscheibenach
se verlaufenden Profilabschnitt ausgebildet wird, daß der erste
Profilabschnitt des Dachprofils gerade abgerichtet wird, daß der
zweite Profilabschnitt des Dachprofils komplementär zum ge
wünschten Profilverlauf der Werkstückstirnseite profiliert wird,
daß das Werkstück und die Schleifscheibe um einander schräg
kreuzende Achsen gedreht werden und daß die Schleifscheibe und
das Werkstück zum Schleifen der Mantelfläche und der Stirnseite
in wenigstens zwei zueinander orthogonalen Achsen entsprechend
dem gewünschten Materialabtrag relativ zueinander bewegt werden,
derart, daß mit dem gerade abgerichteten Profilabschnitt die
Mantelfläche und mit dem profilierten Profilabschnitt der
Schleifscheibe die Stirnseite des Werkstücks geschliffen werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß zunächst mit der gerade abgerichteten Schleifflä
che der Schleifscheibe die Mantelfläche des Werkstücks rundge
schliffen wird und daß in einem zweiten Arbeitsgang mit der pro
filierten Schleiffläche seine Stirnfläche geschliffen wird.
9. Vorrichtung zum Schleifen der Mantelfläche und der Stirn
seite eines rotierenden zylindrischen Werkstücks, insbesondere
eines Form- oder Prägestempels, mit einer wenigstens zwei
Schleifflächen aufweisenden rotierenden Schleifscheibe, einem
Werkstücktisch mit einer drehbaren Werkstückaufnahme, einer Ab
richteinrichtung mit wenigstens einem Abrichtwerkzeug und ge
steuerten Antriebsmitteln zum Bewegen der Schleifscheibe, der
Werkstückaufnahme und des Abrichtwerkzeugs relativ zueinander
in wenigstens zwei quer zueinander verlaufenden Maschinenachsen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifscheibe (13, 29) eine er
ste, gerade abgerichtete Schleiffläche (17, 31) und eine zweite
komplementär zum Profilverlauf der Werkstückstirnfläche (11)
profilierte Schleiffläche (18, 32) aufweist, daß die Antriebsmit
tel die gerade abgerichtete Schleiffläche (17, 31) der Schleif
scheibe mit der Mantelfläche (9) des Werkstücks (8) und die kom
plementär zum Profilverlauf der Werkstückstirnfläche profilierte
Schleiffläche (18, 32) mit der Werkstückstirnfläche (11) in mate
rialabtragenden Kontakt bringend ausgebildet und gesteuert sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
als Abrichtwerkzeugwenigstens eine Abrichtrolle (23) vorgese
hen ist, deren Drehachse (26) senkrecht zur Schleifscheibenachse
(16) verläuft und die wenigstens zur zu profilierenden Schleif
fläche (18, 32) der Schleifscheibe (13, 29) tangential zustellbar
ist, und daß die Abrichtrolle und die Schleifscheibe zur Erzeu
gung des gewünschten Profilverlaufs bahngesteuert relativ zuein
ander verfahrbar sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeich
net, daß zum gerade Abrichten der ersten Schleiffläche (17, 31)
der Schleifscheibe (13, 29) ein Einzelabrichter (21) vorgesehen
ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schleifscheibe (13, 29) und das Werkstück
(8) in zueinander orthogonalen Achsen (Y, Z) relativ zueinander
verfahrbar sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schleifscheibenachse (16) und die Drehach
se (6) des Werkstückhalters (7) schräg zueinander verlaufen, daß
die Umfangsfläche der Schleifscheibe als Dachprofil mit einem
ersten unter einem ersten Winkel zur Schleifscheibenachse (16)
verlaufenden Profilabschnitt (31) und einem zweiten im wesentli
chen unter einem zweiten Winkel zur Schleifscheibenachse (16)
verlaufenden Profilabschnitt (32) ausgebildet ist, daß der erste
Profilabschnitt des Dachprofils als Kegelmantelfläche ausgebil
det ist und daß der zweite Profilabschnitt des Dachprofils kom
plementär zum gewünschten Profilverlauf der Werkstückstirnseite (11)
profiliert ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schleifscheibe (29) und das Werkstück (8) zum Schleifen der
Mantelfläche (9) und der Stirnseite (11) in wenigstens zwei zu
einander orthogonalen Achsen (Y, Z) entsprechend dem gewünschten
Materialabtrag relativ zueinander bewegbar sind, derart, daß mit
dem kegelmantelförmig ausgebildeten Profilabschnitt (31) die
Mantelfläche (9) und mit dem profilierten Profilabschnitt (32)
der Schleifscheibe (29) die Stirnseite (11) des Werkstücks (8)
geschliffen werden.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß die linear abgerichtete Schleiffläche (17, 31)
der Schleifscheibe (13, 29) und ihre profilierte Schleiffläche
(18, 32) zum Erzeugen der gewünschten Werkstückkonturen nachein
ander in materialabtragenden Kontakt mit der Mantelfläche (9)
bzw. der Stirnseite (11) des Werkstücks (8) bewegbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924214462 DE4214462A1 (de) | 1992-04-30 | 1992-04-30 | Verfahren und vorrichtung zum schleifen von formstempeln |
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| DE19924214462 DE4214462A1 (de) | 1992-04-30 | 1992-04-30 | Verfahren und vorrichtung zum schleifen von formstempeln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4214462A1 true DE4214462A1 (de) | 1993-11-04 |
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|---|---|---|---|
| DE19924214462 Withdrawn DE4214462A1 (de) | 1992-04-30 | 1992-04-30 | Verfahren und vorrichtung zum schleifen von formstempeln |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE4214462A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19921785A1 (de) * | 1999-05-11 | 2000-11-23 | Junker Erwin Maschf Gmbh | Verfahren zum Schleifen von konvexen Laufflächen und Außendurchmessern an wellenförmigen Werkstücken in einer Aufspannung sowie Schleifmaschine zur Durchführung |
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