DE4214030A1 - Vorrichtung zum dosierten ausgeben von schuettfaehiger, span- oder faserfoermiger pressmasse - Google Patents
Vorrichtung zum dosierten ausgeben von schuettfaehiger, span- oder faserfoermiger pressmasseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum dosierten Ausgeben
von schüttfähiger, span- oder faserförmiger Preßmasse aus einem
Vorratsbehälter in einen Füllbehälter oder eine Preßform.
Aus der DE 30 35 909 A1 ist eine Vorrichtung zum dosierten
Füllen stationärer Preßformen mit einer schüttfähigen span- oder
faserförmigen Preßmasse bekannt. Die Vorrichtung besteht aus
einem Füllwagen, der unterhalb eines Vorratsbehälters und
oberhalb einer Preßform auf horizontalen Leitschienen läuft,
wobei der Füllwagen aus der Position unterhalb des Vorrats
behälters in eine Position oberhalb der Preßform horizontal
verfahrbar ist. Bei einer solchen Vorrichtung wird die Preßform
damit nicht direkt aus dem Preßmasse in Form von mit Bindemittel
versetzter Holzfaser und/oder -späne aufnehmenden Vorrats
behälter gefüllt, sondern es füllt zunächst der Vorratsbehälter
den Füllwagen mit einer genau volumenmäßig dosierbaren Menge an
Füllgut, worauf der Füllwagen dann in eine Position oberhalb der
Preßform vorfährt und dort in die Preßform entleert wird.
Nachdem der Füllwagen von der Preßform weggefahren ist, kann das
Formteil gepreßt werden und wird ausgehärtet. Es erfolgt dann
das erneute Befüllen des Füllwagens über den Vorratsbehälter.
Es besteht damit mittels der beschriebenen Vorrichtung nur die
Möglichkeit, einschichtige Formteile aus gleichem Füllmaterial,
das heißt gleicher Preßmasse herzustellen.
Es ist demgegenüber Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Vorrichtung der genannten Art so weiter zu bilden, daß mit
dieser ein Befüllen des Füllbehälters oder der Preßform mit
unterschiedlichen Füllmaterialien, das heißt unterschiedlichen
Preßmassen und/oder unterschiedlichen Füllhöhen möglich ist.
Gelöst wird die Aufgabe bei einer Vorrichtung der genannten Art
dadurch, daß der Vorratsbehälter in mehrere Ausgabekammern
unterteilt ist, wobei jede Ausgabekammer unten mit einer
Ausgabeöffnung versehen ist, die mindestens ein Gitter aufweist.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Gestaltung der Vorrichtung kann
damit der Füllbehälter oder die Preßform entsprechend der
gewünschten Materialplazierung, sei es unter dem Aspekt der
Materialart, das heißt der Art der Preßmasse, und/oder der
Füllhöhe des zu pressenden Materials beschickt werden. Diese
unterschiedliche Beschickung ist beispielsweise angezeigt, um
Bauteile entsprechend deren kräftemäßigen Beanspruchung zu
erzeugen. Eine größere Füllhöhe bedingt eine größere Material
stärke, die Form der Späne bzw. Fasern hat Einfluß auf die
Festigkeitseigenschaften des zu pressenden Bauteiles. Zum
Beispiel ist große dünnwandige Späne dort im Bauteil anzuordnen,
wo es auf hohe Biegefestigkeit ankommt. Kleine, dünnwandige
Späne läßt sich wesentlich besser verformen, jedoch nimmt im
Bereich dieser Späne die Biegefestigkeit des Bauteiles ab, so
daß diese Späne vorteilhaft in einem Bauteilbereich anzuordnen
ist, der nur geringen Biegekräften unterworfen ist.
Als bevorzugtes Anwendungsgebiet der erfindungsgemäßen Vor
richtung wird die Herstellung von Palettenrohlingen, insbesonde
re Palettenkufen von Europaletten angesehen. Jede Palettenkufe
weist drei in einer Linie angeordnete Stempel auf, wobei
benachbarte Stempel mittels eines Steges miteinander verbunden
sind. Im erfindungsgemäßen Sinne ist es für die Erzeugung einer
solchen Palettenkufe nur erforderlich, den Vorratsbehälter in
seiner Breite in fünf Vorratskammern zu unterteilen, die sich
über dessen gesamte Tiefe erstrecken, wobei die beiden äußeren
und die mittlere Vorratskammern gleich ausgebildet sind-und eine
hohe, relativ feine Preßmassenschüttung ausgeben, während die
beiden zwischen der mittleren und den äußeren Vorratskammern
angeordneten Vorratskammern ebenfalls gleich ausgebildet sind,
allerdings nur eine relativ niedrige, relativ grobe Schüttung in
den Füllbehälter oder die Preßform ausgeben, wobei im ersteren
Fall der Füllbehälter des von diesem aufgenommene Material dann
der Preßform zum Pressen der Palettenkufe zuführt.
Die Ausgabekammern des Vorratsbehälters können unterschiedlich
gestaltet sein. So kann, wie zuvor beschrieben, vorgesehen sein,
daß der Vorratsbehälter in seiner Breite in die Ausgabekammern
unterteilt ist, die sich über die gesamte Tiefe des Vorrats
behälters erstrecken. Der Vorteil dieser Ausgestaltung ist in
dessen Einfachheit zu sehen, allerdings ist eine Modifizierung
des in der Preßform herzustellenden Formteiles nicht über dessen
Tiefe möglich. Solches ist allerdings dann gegeben, wenn der
Vorratsbehälter in seiner Breite und Tiefe in die Ausgabekammern
unterteilt ist. In diesem Fall erstrecken sich auch mehrere
Ausgabekammern über die Tiefe des Vorratsbehälters. Wie zuvor
beschrieben, können die Ausgabekammern der Ausgabe unterschied
licher Füllhöhen und/oder unterschiedlicher Preßmassenmateria
lien dienen. Die Gestaltung des Vorratsbehälters, mit mehreren
Ausgabekammern in Breiten- und Tiefenerstreckung des Vorrats
behälters, dient nicht nur dem Zweck, über das Befüllen des
Füllbehälters oder der Preßform Einfluß auf die dreidimensionale
Gestaltung eines später in der Preßform zu pressenden Formteiles
nehmen zu können, sondern ferner dem Zweck, gleichzeitig mehrere
Bauteile produzieren zu können. Gedacht ist beispielsweise an
die Herstellung von drei Palettenkufen in einer Preßform, das
heißt es werden mittels der Preßform alle für eine Europalette
benötigten Palettenkufen in einem Preßvorgang hergestellt und
als Vorstufe hierzu der Füllbehälter oder die Preßform in einem
Vorgang befüllt.
Grundsätzlich würde es ausreichen, wenn jede Ausgabekammer mit
einem Gitter versehen ist, das die Ausgabeöffnung der jeweiligen
Ausgabekammer abdeckt. Die Maschenweite ist dabei jeweils im
Hinblick auf die in der Ausgabekammer befindliche Preßmasse zu
bemessen. So ist sicherzustellen, daß bei in Ruhe befindlichem
Vorratsbehälter, somit in Ruhe befindlicher Ausgabekammer, die
span- oder faserförmige Preßmasse vom Gitter gerade zurückgehal
ten wird, hingegen bei Einleiten einer Vibrationsbewegung auf
den Vorratsbehälter bzw. die Ausgabekammer die span- oder
faserförmige Preßmasse durch das Gitter hindurchtreten kann.
Unter Gitter soll dabei grundsätzlich jedes Bauteil verstanden
werden, das ein Hindurchtreten der Preßmasse sicherstellt, das
heißt, es soll das Gitter keine Siebeigenschaft aufweisen, was
zu einem Trennen der Preßmasse in unterschiedlich große Bestand
teile führen würde. - Die Verwendung eines Gitters an der
Unterseite einer in Vibrationsbewegung versetzbaren Ausgabekam
mer wird insbesondere dann als ausreichend angesehen, wenn Späne
oder Fasern Verwendung finden, die Kaltklebrigkeitseigenschaften
aufweisen. Sind die Späne oder Fasern allerdings ölig beleimt,
ist vorzuziehen, wenn jede Ausgabekammer zwei relativ zueinander
bewegliche Gitter aufweist, wobei durch eine Bewegung der beiden
Gitter zueinander der Durchlaßquerschnitt des so gebildeten
Gitterpaares veränderbar ist. Ein relativ großer Durchlaßquer
schnitt ermöglicht es, die Preßmasse auszugeben, ein relativ
kleiner Durchlaßquerschnitt verhindert, daß die Preßmasse durch
das Gitterpaar durchtreten kann. Auch bei Verwendung eines
Gitterpaares kann zusätzlich vorgesehen sein, daß der Vorrats
behälter oder die jeweilige Ausgabekammer in eine Vibrations
bewegung versetzbar ist; dies erhöht den Durchsatz der durch das
Gitterpaar durchtretenden Preßmasse. Grundsätzlich kann jeder
Ausgabeöffnung ein eigenes Gitterpaar oder Gitter zugeordnet
sein.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfin
dung ist vorgesehen, daß die den Vorratskammern zugeordneten
Gitter bzw. Gitterpaare auf gleichem oder unterschiedlichem
Niveau angeordnet sind. Hierdurch lassen sich unterschiedliche
Füllhöhen aus den Ausgabekammern ausgeben, wenn man davon
ausgeht, daß der Ausgebevorgang der jeweiligen Ausgabekammer
erst dann beendet sein soll, wenn die jeweilige span- oder
faserförmige Preßmasse so weit in den Füllbehälter oder die
Preßform eingefüllt ist, daß sie vom Gitter bzw. unteren Gitter
des Gitterpaares am weiteren Steigen gehindert wird. Zusätzlich
kann vorgesehen sein, daß die Vorratskammern Kammerschächte
aufweisen, die unten im wesentlichen auf gleicher Höhe enden,
wobei das der jeweiligen Vorratskammer zugeordnete Gitter bzw.
Gitterpaar oberhalb der Kammerschachtunterkante angeordnet ist.
Eine solche Gestaltung eignet sich insbesondere beim direkten
Füllen der Preßform aus den Ausgabekammern des Vorratsbehälters;
die Schächte stellen dabei sicher, daß sich die unterschiedli
chen Preßmassenmaterialien in der Preßform nicht mischen.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor,
daß der Füllbehälter als Füllwagen ausgebildet ist, der ent
sprechend der Unterteilung des Vorratsbehälters in Ausgabekam
mern in Aufnahmekammern unterteilt ist, die oben offen und unten
mit einem Gitter oder einem im Durchlaßquerschnitt veränder
lichen Gitterpaar versehen sind. Die entsprechende Unterteilung
des Füllwagens stellt sicher, daß bei der Übergabe der Preßmas
sen von den Ausgabekammern des Vorratsbehälters in die Auf
nahmekammern des Füllwagens keine Vermischung der Preßmassen im
Füllwagen stattfindet und die Preßmassen damit vom Füllwagen so
an die Preßform weitergegeben werden können, wie dies bei einem
unmittelbaren Befüllen der Preßform aus dem Füllbehälter
geschehen würde. Auch der Füllwagen sollte in eine Vibrations
bewegung versetzbar sein, im übrigen dessen Gitter bzw. Gitter
paar entsprechend demjenigen der jeweiligen Ausgabekammer
gestaltet und gegebenenfalls bewegbar sein.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in der Figurenbeschreibung
und den Figuren dargestellt, wobei bemerkt wird, daß alle
Einzelmerkmale und Kombinationen von Einzelmerkmalen erfindungs
wesentlich sind.
In den Figuren ist die Erfindung anhand einer grundsätzlichen
Ausführungsform verdeutlicht, ohne auf diese beschränkt zu sein.
Es zeigt:
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Vorrichtung zum
Beschicken einer stationären Preßform mittels eines
Füllwagens, der seinerseits mittels eines Vorrats
behälters beschickbar ist,
Fig. 2 ein abgewandelte Gestaltung eines Vorratsbehälters,
gezeigt in einem Horizontalschnitt und
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines bei der Vorrich
tung Verwendung findenden Gitterpaares.
Der Darstellung der Fig. 1 ist zu entnehmen, daß ein kastenför
miger Füllwagen 1 auf zwei horizontal verlaufenden Leitschienen
2 in Richtung des Doppelpfeiles A verfahrbar ist. Er ist mittels
eines oberhalb des Füllwagens 1 angeordneten Vorratsbehälters 3
befüllbar. Unterhalb der Leitschienen 2 befindet sich die
Preßform 4 eines Werkzeuges, die ihrerseits mittels des Füll
wagens 1 befüllbar ist. Der mit der Preßform 4 zusammenwirkende
Preßstempel ist in der Zeichnung nicht gezeigt.
Der Vorratsbehälter 3 ist in seiner Länge in fünf, vertikal
orientierte Ausgabekammern 5a, 5b, 5c, 5d und 5e unterteilt. Die
Ausgabekammern 5a bis 5e erstrecken sich über die gesamte Tiefe
des Vorratsbehälters. Unten weisen die Ausgabekammern 5a bis 5e
jeweils ein durch zwei Gitter 6a und 6b gebildetes Gitterpaar 6
auf; das jeweilige Gitter 6a ist fest mit der zugeordneten
Ausgabekammer verbunden und das darüber befindliche jeweilige
Gitter 6b relativ verschieblich zum Gitter 6a gelagert.
Der Vorratsbehälter 3 dient dem Beschicken des Füllwagens 1, der
seinerseits dem Beschicken der Preßform 4 dient, in der eine
Palettenkufe einer Europalette erzeugt wird. Entsprechend der
grundsätzlichen Erstreckung, der in der Preßform 4 gezeigten,
gepreßten Palette 7 in deren Breitenerstreckung, ist der
Vorratsbehälter 3 in die genannten Ausgabekammern 5a bis 5e
unterteilt, Entsprechendes gilt für die Tiefenerstreckung
(senkrecht zur Blattebene). Des weiteren befinden sich Gitter
paare 6 der Ausgabekammern 5b und 5d, denen das Befüllen des
Stegbereiches der Palette 7 zukommt, auf einem tieferen Niveau
als die Gitterpaare 6 der Ausgabekammern 5a, 5c und 5e, denen
die Aufgabe zukommt, den Fußbereich der Palette 7 zu befüllen.
Dies selbstverständlich mittelbar betrachtet, da zwischen dem
Vorratsbehälter 3 und der Preßform 4 der Füllwagen 1 angeordnet
ist. Die Ausgabekammern 5a, 5c und 5e sind mit relativ feiner
Späne befüllt, hingegen die Ausgabekammern 5b und 5d mit relativ
grober Späne.
Der Vorratsbehälter 3 ist über nicht näher dargestellte Hilfs
mittel in Richtung des Doppelpfeiles B absenkbar und anhebbar.
Der Vorratsbehälter 3 läßt sich so weit absenken, daß er bei
unter diesem befindlichem Füllwagen in diesen teilweise ein
taucht und die Gitterpaare 6 in definiertem Abstand zu dem an
der Unterseite des Füllwagens 1 angeordneten Gitterpaar 8
positioniert sind, wobei das Gitterpaar 8 entsprechend den
Gitterpaaren 6 aus einem stationär im Füllwagen 1 angeordneten
Gitter 8a und einem relativ zu diesem beweglichen Gitter 8b
besteht. Unter definiertem Abstand wird dabei derjenige Abstand
verstanden, der der Einfüllhöhe der Preßmasse in den Füllwagen
1 entspricht, die notwendig ist, um nach Übergabe der Preßmasse
in die Preßform 4 nach dem Pressen die Palettenkufe 7 in der
gewünschten Stärke zu erzielen. Konkret bedeutet dies, daß die
Unterseite der Gitter 6a der Ausgabekammern 5b und 5d bis auf
das Niveau X in den Füllwagen 1 abgesenkt werden und damit die
Gitter 6a der Ausgabekammern 5a, 5c und 5e bis auf das Niveau Y
in den Füllwagen 1. Ausgegeben werden kann die span- oder
faserförmige Preßmasse, indem, wie in der Darstellung der Fig. 1
veranschaulicht, das bewegliche Gitter 6b relativ zum statio
nären Gitter 6a in Richtung des Pfeiles C bewegt wird. Es bildet
sich dabei ein größerer Maschenquerschnitt, der es der bis dahin
zurückgehaltenen span- oder faserförmigen Preßmasse erlaubt,
durch das Gitterpaar 6 zu gelangen. Veranschaulicht ist dies für
einen schraffiert gezeigten Maschenquerschnitt. Das Gitter 6a
ist durch die Quergitterstäbe 60a und die Längsgitterstäbe 61a
gebildet, mit Verbindungspunkten 62a der Stäbe 60a und 61a,
entsprechend weist das Gitter 6b Stäbe 60b und 61b sowie Ver
bindungspunkte 62b auf. Fig. 3 zeigt die Stellung mit geringem
Durchlaßquerschnitt zwischen den beiden Gittern 6a und 6b, in
diesem Fall liegen die Verbindungspunkte 62b im Schnittpunkt der
Diagonalen durch die Verbindungspunkte 62a. Eine Bewegung des
Gitters 6b in Richtung des Pfeiles C bewirkt, daß sich der
Durchlaßquerschnitt des Gitterpaares vergrößert, was anhand der
einen gezeichneten schraffierten Fläche einfach nachzuvollziehen
ist. Bei vergrößertem Durchlaßquerschnitt können die in den
Ausgabekammern 5a bis 5d befindlichen Preßmassen durch die
Gitterpaare 6 in den Füllwagen gelangen, wobei der Vorrats
behälter 3 eine überlagerte Vibrationsbewegung in Richtung des
Doppelpfeiles 5b vollführen kann, um den Übertritt der Preßmas
sen zu beschleunigen. Sobald der Füllwagen 1 soweit gefüllt ist,
daß die Preßmassen bis zu den Unterseiten der Gitter 6a der
jeweiligen Ausgabekammern 5a bis 5e angehangt sind, werden die
Gitter 6a und 6b der Gitterpaare 6 wieder zueinander im Sinne
einer Verringerung des Durchlaßquerschnittes bewegt, so daß
keine weitere span- oder faserförmige Preßmasse aus dem Vorrats
behälter 3 austreten kann. Um zu verhindern, daß nach dem
Anheben des Vorratsbehälters aus dem Füllwagen 1 sich die
unterschiedlich hoch eingefüllten Preßmassen egalisieren, ist
der Füllwagen entsprechend der Anordnung der Ausgabekammern 5a
bis 5e mit Trennblechen 9 versehen, die sich über die Tiefe des
Füllwagens 1 erstrecken und damit diesen in fünf Kammern 10a,
10b, 10c, 10d und 10e unterteilen, die oben offen und unten
mittels des Gitterpaares 8 verschlossen sind. - Fig. 1 zeigt
den Einfüllwagen 1 nach dem Befüllen der einzelnen Kammern 10a
bis 10e, bei angehobenem Vorratsbehälter 3.
Nach dem Befüllen des Füllwagens 1 wird dieser über die Preßform
4 gefahren und dann, wie zur Wirkungsweise der Gitterpaare 6
beschrieben, die Gitter 8a und 8b des Gitterpaares 8 im Sinne
der Vergrößerung des Durchlaßquerschnittes relativ zueinander
bewegt, so daß die span- oder faserförmige Preßmasse in die
Preßform 4 übertritt. Gegebenenfalls kann vor dem Befüllen der
Preßform 4 der Füllwagen 1 abgesenkt werden, so daß das untere
Gitter 8a des Füllwagens 1 auf Höhe des Niveaus Z positioniert
ist, im übrigen kann auch die Möglichkeit bestehen, den Füll
wagen 1 in eine Vibrationsbewegung zu versetzen, um das Füllen
der Preßform 4 zu beschleunigen. Nachdem die Preßform 4 gefüllt
ist, werden die Gitter 8a und 8b des Füllwagens 1 wieder im
Sinne der Verringerung des Durchlaßquerschnittes bewegt und nach
gegebenenfalls erforderlichem Anheben des Füllwagens 1 dieser
wieder unter den Vorratsbehälter 3 zum nächsten Füllen ver
fahren. In der Fig. 1 ist die in der Preßform 4 befindliche,
gepreßte Palettenkufe 7 gezeigt.
Fig. 2 verdeutlicht, daß in einem Arbeitsgang, bei entsprechen
der Unterteilung des Vorratsbehälters 3 in Tiefenrichtung in
mehrere Ausgabekammern und in der Folge entsprechende Unter
teilung des Füllwagens 1 in eine entsprechende Anzahl von
Kammern sowie eine entsprechende Ausbildung der Preßform 4,
mehrere - gemäß der Darstellung nach Fig. 2 drei - Palettenkufen
7 gleichzeitig hergestellt werden können. In Fig. 2 ist mit dem
Buchstaben W derjenige Bereich gezeigt, der für den Vorrats
behälter 3, den Füllwagen 1 und die Preßform nur notwendig wäre,
um nur eine Palettenkufe 7 gleichzeitig zu fabrizieren.
Claims (13)
1. Vorrichtung zum dosierten Ausgeben von schüttfähiger span-
oder faserförmiger Preßmasse aus einem Vorratsbehälter (3)
in einen Füllbehälter (1) oder eine Preßform (4), dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (3) in mehrere
Ausgabekammern (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) unterteilt ist, wobei
jede Ausgabekammer (5a bis 5e) unten mit einer Ausgabeöff
nung versehen ist, die mindestens ein Gitter (6) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausgabekammern (5a bis 5e) der Aufnahme der gleichen
oder unterschiedlicher Preßmassen dienen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorratsbehälter (3) in seiner Breite in die
Ausgabekammern (5a bis 5e) unterteilt ist, die sich über
die gesamte Tiefe des Vorratsbehälters (3) erstrecken.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorratsbehälter (3) in seiner Breite und Tiefe in
Ausgabekammern (5a bis 5e, 5a bis 5e, 5a bis 5e) unterteilt
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Ausgabekammer (5a bis 5e) zwei
relativ zueinander bewegliche Gitter (6a, 6b) aufweist,
wobei durch eine Bewegung der beiden Gitter (6a, 6b)
zueinander der Durchlaßquerschnitt des so gebildeten
Gitterpaares (6) veränderbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Ausgabeöffnung ein eigenes
Gitterpaar (6) oder Gitter (6a) zugeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (3) insgesamt oder
die Ausgabekammern (5a bis 5e) einzeln absenkbar und
anhebbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (3) insgesamt oder
die Ausgabekammern (5a bis 5e) einzeln in eine Vibrations
bewegung versetzbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ausgabekammern (5a bis 5e) Kammer
schächte aufweisen, die unten im wesentlichen auf gleicher
Höhe enden, wobei das der jeweiligen Ausgabekammer (5a bis
5e) zugewandte Gitter (6a) bzw. Gitterpaar (6) oberhalb der
Kammerschachtunterkante angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die den Ausgabekammern (5a bis 5e)
zugeordneten Gitter (6b) bzw. Gitterpaare (6) auf gleichem
oder auf unterschiedlichem Niveau angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (3) in seiner
Breite in fünf Ausgabekammern (5a bis 5e) unterteilt ist,
die sich über dessen gesamte Tiefe erstrecken, wobei die
beiden äußeren und die mittlere Ausgabekammer (5a, 5c, 5e)
gleich sowie die beiden zwischen der mittleren und den
äußeren Ausgabekammern (5a, 5c, 5e) angeordneten Aus
gabekammern (5b, 5d) gleich ausgebildet sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Füllbehälter (1) als Füllwagen
ausgebildet ist, der entsprechend der Unterteilung des
Vorratsbehälters (3) in Ausgabekammern (5a bis 5e) in
Aufnahmekammern (10a, 10b, 10c, 10d, 10e) unterteilt ist,
die oben offen und unten mit einem Gitter (8b) oder einem
im Durchlaßquerschnitt veränderlichen Gitterpaar (8)
versehen sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
der Füllwagen anheb- und absenkbar und/oder in eine
Vibrationsbewegung versetzbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924214030 DE4214030A1 (de) | 1992-04-29 | 1992-04-29 | Vorrichtung zum dosierten ausgeben von schuettfaehiger, span- oder faserfoermiger pressmasse |
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| DE19924214030 DE4214030A1 (de) | 1992-04-29 | 1992-04-29 | Vorrichtung zum dosierten ausgeben von schuettfaehiger, span- oder faserfoermiger pressmasse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4214030A1 true DE4214030A1 (de) | 1993-11-04 |
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ID=6457706
Family Applications (1)
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| DE19924214030 Withdrawn DE4214030A1 (de) | 1992-04-29 | 1992-04-29 | Vorrichtung zum dosierten ausgeben von schuettfaehiger, span- oder faserfoermiger pressmasse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4214030A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20107904U1 (de) | 2001-05-10 | 2001-08-16 | Anton Steinecker Maschinenfabrik GmbH, 85356 Freising | Schrotmühle mit Malzrumpf |
| DE10121034A1 (de) * | 2001-04-25 | 2003-01-30 | Rene Bayer | Dosiervorrichtung für Schnipsel und Fasermaterial |
| CN117602396A (zh) * | 2023-11-29 | 2024-02-27 | 中国农业大学 | 一种青饲料收获机自动跟车抛送填装方法 |
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1992
- 1992-04-29 DE DE19924214030 patent/DE4214030A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10121034A1 (de) * | 2001-04-25 | 2003-01-30 | Rene Bayer | Dosiervorrichtung für Schnipsel und Fasermaterial |
| DE10121034B4 (de) * | 2001-04-25 | 2005-08-25 | Bayer, René | Vorrichtung zum kontinuierlichen Dosieren von Schnipsel und Fasermaterial |
| DE20107904U1 (de) | 2001-05-10 | 2001-08-16 | Anton Steinecker Maschinenfabrik GmbH, 85356 Freising | Schrotmühle mit Malzrumpf |
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| CN117602396B (zh) * | 2023-11-29 | 2024-04-30 | 中国农业大学 | 一种青饲料收获机自动跟车抛送填装方法 |
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